Was hatte er getan. So befriedigend es auch gewesen war den Grafen für seine Missetaten zu bestrafen, so fürchterlich dumm schien es ihm nun, den Spiegel zerstört zu haben. Er hatte fast Phillipe erreicht und ausserdem hätte ein genaueres Studium des Objekts sicher ein paar Fragen beantwortet. Jetzt lagen seine Antworte sprichwörtlich in Scherben vor ihm auf dem Boden und....
...begannen sich zu verflüssigen. Langsam, eine nach der anderen, wurden zu einer quecksilbrigen Substanz. Dann schossen sie plötzlich wie kleine Silbertropfen auf Antoine zu und drangen in ihn ein. Es tat nicht weh, genaugenommen schien sein Körper gar nicht darauf zu reagieren, es schien so natürlich wie das Heben und Senken des Brustkorbs. Aber innerlich veränderte sich etwas. Er konnte nicht genau sagen was, aber ihm war, als ob ein Teil einer unsichtbaren Kette, deren Gewicht man erst gewahr wird wenn sie nach jahrelangem Tragen abfällt, sich löste. Am Boden lag eine einzige schwarze Scherbe, der einen in seinem Besitz nicht unähnlich. Er hob sie auf und steckte sie ein.
Er war müde, gestresst und ein emotionales Wrack. Ohne Schlaf und etwas Zeit würde er all diese Fragen und seltsamen Begebenheiten nicht aufdröseln können. Im Bus nach Hause rief er Simeon an und erzählte ihm alles. Dieser versprach mit der Polizei zu sprechen und sich um alles zu kümmern. Auf die vielen Fragen von ihm hatte er keine Antworten. Auch das musste warten! Still und leer saß er weinend da und schaut aus dem Fenster in die Nacht. Düsternis stieg auch in ihm auf und ein ein endlos tiefer Abgrund lud ihn ein sich einfach fallen zu lassen. Vielleicht war es so das Beste.