Hallo zusammen, ich wurde ganz lieb gebeten mal eine kleine Geschichte zum Besten zu geben. Nach einigem Feedback und Beratungen habe ich mich entschieden die Geschichte ein bischen als Drama/Komöd...
Zeit heilt alle Wunden heißt es. Nun das blieb abzuwarten. Aber Zeit lässt den Scherz zumindest verblassen und das war gut. Die Aktion mit dem Vampir, der so dreist in seine Wohnung eingebrochen war...der ihm beim Einbrechen zuvor gekommen war, geisterte noch immer, vor allem des Nachts durch einige wache Stunden. Er recherchierte daher etwas im Internet und fand einen obskuren Buchversand, welcher eine Enzyklopädie über Vampire verkaufte. Also zweigte Antoine die 75 Simoleons von dem eh schon knappen Haushaltsgeld ab und bestellte das Buch.
Knoblauch war offensichtlich ein probates Mittel. Aber auch ein sehr Geruchsintensives. Er wollte es versuchen und beschloss auf dem nächsten Wochenmarkt etwas zu kaufen und einen Kranz an die Wohnungstür zu hängen. Vielleicht schreckte es auch andere Klinkenputzer ab. Es war Valentinstag und Antoine beschloss sich abzulenken, weil scheinbar die ganze Stadt von nichts anderem redete als romantische Verabredungen und heiße Küsse im Park. Er beschloss trotz des seit Tagen anhaltenden Regens Joggen zu gehen.
Nachdem er mehrere Runden gedreht hatte ging er in die Bar, um sich abzukühlen. Dort traf er Frau Landgraab, die Kuratorin des Museeums in San Myshuno. Wie sich zeigte war sie sowohl schwanger, als auch ziemlich unglücklich über irgendetwas. Antoine setze sich kurzerhand neben sie und man begann eine lange Unterhaltung. Trotz ihres Zustands trank sie routierte Mengen Alkohol und plauderte aus dem Nähkästchen. Sie fand ihren Mann langweilig, ihr Sohn sei missraten und sollte enterbt weden und .. hier wechselte Antoine von freundlichem Abschalten in einen aktiveren Zuhörmodus, ihr "Geschäfte" liefen nicht so gut. Und mit Geschäfte, so meinte er herauszuhören, war irgendwas illegales gemeint, wahrscheinlich etwas mit Kunst. Es viel ihm leicht ihre Sympathie zu gewinnen; wer weiß welchen Nutzen er später daraus ziehen würde.
Am späten Nachmittag wollte er noch in der Akademie vorbeischauen. Lange hatte er sie gemieden, zu groß war der Schmerz. Leider hatte der Händler immer noch keinen alternativen Besen, so dass er weiterhin auf den Mob angewiesen war.
Auf der Terrasse lernte er Morgyns Nachfolger kennen. Einen Senior mit dem gleichen untrüglichen Geschmack für Kleidung. Herr Murakami war sehr freundlich und es freute Antoine, das Morgyns Nachfolger ihm zumindest fachlich in nichts nachstand.
Gegen 10 war er wieder daheim. Aber ewig lockten die Sinnesfreuden. Ihm war langweilig und es war der Tag der Liebe. Kurzerhand entschloss er sich umzuziehen und auszugehen.
In Windenburg gab es einen Nachtclub. Allerdings schien er zu früh zu sein. Lediglich ein DJ reparierte scheinbar eine Maschine, unter Zuhilfenahme einer heulenden Katze und eines Reibeisens wie es sich anhörte. Es dauerte nicht lang und ein junger Mann in auffälliger Kleidung betrat die Bühne und erheischte jedermans Aufmerksamkeit. Dann legte er eine bühnenreife Performance hin, um am Ende Antoine verschmitzt zu zulächeln.
Plötzlich war der ganze Laden voll. Alle tanzten und hüpften und kreisten, also wollte auch er mal versuchen sich der modernen Kunst rhytmischer Körperzuckungen zu öffnen. Man kam ins Gespräch und es stellte sich raus, dass der junge Mann Paolo hieß und Mitglied in mehreren der angesagtesten Clubs der Stadt war.
Es ließ sich nicht leugen, dass Antoine ganz hingerissen war, von diesem scheinbar weltgewandten selbstbewusten Gigolo und beide sprachen den Rest des Abends über miteinander. Demnächst sein ein Kirschblütenfest in der Metropole und Paolo würde sich sehr freuen, mit Antoine dorthin zu gehen. Und ob Antoine wollte. Gegen 1:30 Uhr war er wieder daheim und schlief diesmal wieder fest ein.