Hallo zusammen, ich wurde ganz lieb gebeten mal eine kleine Geschichte zum Besten zu geben. Nach einigem Feedback und Beratungen habe ich mich entschieden die Geschichte ein bischen als Drama/Komöd...
Einige familiären Beziehungen kann ich mal aufdröseln. Dschinn leben in der Menschenwelt ewig. Ihre Körper altern nicht und sind immun gegen Krankheiten. Ihre Magie schützt sie vor Verfall und sie können sich damit auch, wie die Schwestern in Venedig, vor dem Feuer abschirmen. Allerdings können sie ganz natürlich verletzt werden und daran auch sterben. Erschossen, erstochen, ertrinken usw. also fast alles, was schnell genug geht, um keine Magie wirken zu können.
Die älteste noch lebende Dschinn ist Ishtar in Venedig (Antoines „Tante“ in der Rückschau, die die mollig und recht frivol ist und ihn kritisch mustert). Alte Dschinn haben früher ihre Kräfte aus Angst oder Verehrung gezogen. Ishtar, wie die Göttin in Babylon hat sich verehren lassen. Ihre Schwester ist Ta-senet-nofret, oder Hathor und wurde in Ägypten verehrt. Sie ist die Mutter von Antoine in seinen Rückblenden. Beide haben einen Bruder, den Vater von Amarok. (Dieser verschwand oder starb oder verbarg sich kurz nach Amaroks Geburt und er wuchs allein in den Wäldern auf, von keltischen Druiden großgezogen, mit damals noch starker Bindung zum Feenreich. Auch Atropos ist eine Dschinn, aber nicht verwandt mit den dreien. Sie grenzt sich selbst aus und wird gemieden von den anderen.
Feenwesen, wie die Dschinn, können nur mit anderen Feenwesen Nachkommen zeugen. Ishtar hat Antoine in Venedig, um ihn zu trösten ihre Erinnerung an das Feenreich gezeigt. Fast alle Feen wurden im großen Krieg „verheizt“, Dryaden, Wichtel, Satyrn, Nymphen usw. Auch haben sie ihre Macht verloren, da die Menschen nicht mehr an sie „glauben“. Die Spiegelfeen haben sich quasi weiterentwickelt und ziehen ihre Magie aus den Lastern der Menschen, seit diese sie nicht mehr fürchten oder verehren. Sie leben, die letzten freien, zumindest was ihre magischen Fähigkeiten angeht, zurückgezogen um keine Spiegelgeister, Feen, die vom Chaos verdreht wurden und zu willenlosen Sklaven gemacht wurden, indem man sie in Runenspiegel sperrte, anzulocken. Auch die Ordnung sperrt Feen weg, lässt ihnen aber ihren klaren Verstand, nutzt sie aber auch schamlos aus, um mit ihrer Magie ihre Position zu stärken.
Antoine ist anders. Er ist vollwertige Fee und Mensch zugleich. Das macht ihn nicht schwächer, sondern extrem mächtig, wie wir wissen. Leider ist er eine kleine Pussy und hat auch noch nicht alles selbst verstanden. Er will Phillipe retten und er will sein Feenbrüder und -schwestern befreien. Das kann er, weil er den Gesang der Feen verstärken kann. Aber er brauch mehr „Mitsinger“, um gegen die beiden Widersacher anzukommen.
Atropos glaubt sie sei Antoines Mutter, aber bei der Sache in Venedig kommen ihr Zweifel. Sie ist nämlich alles andere als mitfühlend und liebenswert und Antoine ist quasi der Inbegriff des Mitleids. Sie will Rache und ihn dafür benutzen. Sie glaubt, dass er nur genug Feenkraft ansammeln muss, um gegen die Mächte vorzugehen. Aber Antoine verkraftet das „Leid“, seine Kraftquelle, das sich anstaut nicht und er „vergeudet“ es in Venedig an die sterbenden Menschen. Deshalb „erschafft“ sie Phillipe, (lest euch die Venedigszene mit ihr noch einmal durch) der alles aufnehmen soll, quasi wie ein Sammelbecken. Weil sie Antoines Schwächen kennt, kann sie ein Treffen der beiden arrangieren und der Rest läuft fast von selbst. Blöd nur, für sie, dass was schiefläuft und Antoine von der Ordnung in die Gegenwart gebracht wird. Auch unterschätzt sie einen enormen menschlichen Faktor in Antoine: Liebe und Aufopferung.
Wenn er seine Kräfte massiv nutzt, erscheint er als Hüter, eine Gestalt, die Ordnung und Chaos fürchten. Beide würden ihn gern benutzen, aber lieber vernichten sie ihn, bevor er in die Hände der anderen fällt oder zu stark wird.