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Kucki232
4 years agoSeasoned Ace
Da ich total Lust bekommen habe, Euch schon zu erzählen, was passieren wird, bringe ich den nächsten Tag in zwei Teilen raus. Morgen gibt es dann den nächsten Teil vom Montag :)
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~ Teil 1 ~
Alex geht richtig gut gelaunt in die Schule, denn heute möchte er Celina seinen Liebesbrief geben. Er hofft, dass er sich nicht blamiert.
Elias und Lisa haben heute auch ungewöhnlich gute Laune und schlagen vor, sich um die Kinder zu kümmern.
"Je, mehr Zweisamkeit wir doch haben, desto besser!" Elias zwinkert seiner Frau zu.
"Wenn uns denn die Kinder lassen!"
"Klar, die werde ich schon beschäftigen. Nachher liegen sie vor Müdigkeit im Bett. Glaub mal!"
Kim muss heute daran denken, dass Morgyn ihr ja mal eine Bar in Glimmerbrook vorgeschlagen hat, die richtig gut sein soll. Er schwärmte regelrecht von ihr. Die junge Mutter wollte sowieso mal die Gegend erkunden. Also, warum nicht?!
Marcel verabschiedet sich noch von den Kindern: "Macht aber keinen Mist!"
Nach einer Weile sind sie an den Toren des mysteriösen Ortes angekommen. Plötzlich fängt es am Handgelenk von Kim an zu jucken wie wild. Sie scheint mit einem der dichten Sträucher in Berührung gekommen zu sein, die dicht an dicht stehen. Die Nadeln scheinen ein Gift abzusondern.
Schließlich kommen sie an der besagten Bar an. Die beiden sind von der Gegend sehr angetan. "Mysteriös, aber hübsch." bemerkt der junge Erwachsene.
Um diese Zeit ist nur nicht wirklich viel los. Logisch. Da sie sich aber eh erstmal umschauen wollen, können sie ja später nochmal hierher kommen. Kim meint aber, dass es okay ist und sie bleiben möchte. Also setzen sie sich an einen der Tische.
Sie gönnen sich eine Fruchtbrause, die hier sogar besonders lecker ist.
Kim ist ungewöhnlich ruhig. Ihr scheint der Ort nicht wirklich geheuer zu sein. Doch kann sie sich ein bisschen ablenken, als ihr Mann ein Mikrofon entdeckt, was er gleich einmal für seinen neusten Witz antestet.
"Wollen wir uns dann mal die Gegend anschauen? Vielleicht finden wir hier ja eine Apotheke. Das Jucken wird immer schlimmer." "Klar, wir können ja mal schauen." Also machen sie sich auf und bewundern die Gegend, mit dem Ziel eine Apotheke zu finden.
"Meine Güte, dass ist ja richtig hübsch hier. Wollen wir hier nicht hinziehen, Marcel?" Die Idee findet er gar nicht so schlecht. Es ist sehr ruhig hier und herrlich. Viel Natur vor allen Dingen. Alex könnte sich richtig austoben. Aber gut, nichts überstürzen. War ja nur so eine Idee.
Sie sehen, wie ein Mann einen schmalen Weg entlang geht und ab hier wird das Jucken langsam immer unerträglicher. Kim hat sich die Stelle schon richtig blutig und rot gekratzt. "Marcel, das wird schlimmer. Können wir das nicht irgendwo kühlen gehen eben?" "Klar, da vorn ist ein kleiner Fluss."
Sie gehen also zu dem kleinen Fluss runter, wo auch der Mann weiter entlang geht. "Vielleicht können wir ihn ja mal fragen, ob es hier eine Apotheke gibt." Die Idee findet Kimberly sehr gut.
Nachdem sie ihn rufen, reagiert er aber nicht und geht einfach weiter. "Na toll. Die Leute hier scheinen wohl schwerhörig zu sein!" bemerkt Marcel.
Schließlich stehen sie vor einem eigenartigen Tor. "Unfassbar. Hast du das gerade gesehen, Süße? Der Typ ist da durchgegangen."
Marcel inspiziert dieses Tor ganz genau und hört ein leises Summen. Irgendwie ja unheimlich. Der junge Vater ist sehr neugierig und möchte wissen, was das mit dem Tor auf sich hat, doch Kim möchte ihn davon abhalten. "Lass es bitte. Nicht das du nie wieder zurückkommst." Sie hat sichtlich Angst. Aber zu spät. Er wird schließlich durchgezogen.
Kimberly flucht nur: "Verdammt nochmal. Marcel? Hallo?!" Verzweifelt setzt sie sich auf den Boden und denkt nach. Wenn sie ihren Mann aber nun retten möchte, dann muss sie nun durch das Tor. Entweder kommen nun beide nicht wieder oder sie kommen beide heile zurück. Nur sie würden es gemeinsam durchstehen müssen.
Also, Zähne zusammenbeißen und auf geht´s. Es kribbelt am ganzen Körper, als Kim das Tor passiert. Aber fühlt sich witzig an. Dort steht auch Marcel mit ein paar anderen. Auch der Typ aus der Bar ist hier und den, den sie verfolgt haben. "Was zum Geier ist das hier!" Marcel fällt aus allen Wolken.
"Hör mal auf mit dem Blödsinn. Lass uns wieder zurück, Marcel." Doch er ist so fasziniert, dass er gar nicht richtig mitbekommt, was Kim redet. Er möchte sich das große Gebäude einmal anschauen. "Verdammt nochmal!!" Zähneknirschend folgt sie ihrem Mann, während sie an ihrer Entzündung rumkratzt.
Sie kommen schließlich in eine große Halle. Keine Ahnung, was sie hier sehen, aber sie haben es noch nie gesehen, haha. Glühwürmchen streifen durch die Luft, Blitze und selbst Gegenstände. "Also, ich glaube ja nicht an so einen Humbug, aber was zum Geier passiert hier gerade? Hä? Schlaf ich noch? Kannst du mich mal zwicken, Süße?" Das ist gerade für den Blondschopf ein bisschen zu viel.
Im anderen Bereich der Halle sieht Kim jemanden die Treppe runtergehen.
"Moment, den kenn ich doch! Das ist doch Morgyn."
"Meinst du den komischen Typen, der mal bei uns war? Mit diesem roten Mantel und diesen Mörderschuhen?"
"Ja, genau den."
Kimberly möchte ihm einmal Hallo sagen und fragen, was hier vor sich geht. Im Keller finden sie ihn dann schließlich am Regal.
Dieser dreht sich um und ist verblüfft darüber, dass sie hier ist. "Ähm, normal könnt ihr gar nicht hier sein. Das ist nur für .... " Bevor er aber weiteredet würgt er ab und Kim umarmt ihn.
"Hab ich was verpasst? Ihr kennt euch wohl besser, als ich dachte. Der war doch nur kurz da." Marcel stellt sich ihm aber nun auch mal etwas genauer vor.
Er möchte immerhin Antworten. Und ich glaube, Morgyn ist ihnen nun eine schuldig.
Morgyn fängt an zu erzählen:
"Tja, wenn ihr schon mal hier seid, dann kann ich mein Geheimnis wohl auch nicht länger hüten. Auch wenn ich immer noch keine Ahnung habe, wie ihr hier einfach so reinstolzieren konntet, da dieses Portal nur für bestimmte Leute begehbar ist."
"Bestimmte Leute?" Marcel wird hellhörig.
"Tja, mein Guter. Wir sind Magier."
Das junge Ehepaar schaut sich nur verwirrt und ungläubig an.
"Klar, und gleich kommt hier Perry Hotter um die Ecke geflogen." Der Blondschopf grinst.
"Gut, du glaubst mir nicht? Dann schau mal." Plötzlich zupft Morgyn einen kleinen Stab aus seiner Tasche und Sternchen und kleine Blitze schwingen sich um diesen.
"An was denkst du gerade? Ach, lass mich raten. Erdbeereis?!
Verdammt, er hat recht.
"Das beweist gar nichts."
"Okay, dann was anderes: Du möchtest gerade mit der liebreizenden Dame hier techtelmechteln." Marcel läuft rot an und Kim muss laut loslachen.
"Vielleicht kann ich dir ja einen Drink zaubern, bevor es losgeht." Marcel ist gerade so verwirrt von Morgyn, dass er gar nichts mehr versteht. Er hat auf einmal ein Glas mit Fruchtbrause in der Hand.
"Reicht das nun, oder muss ich noch ein Bett hierher zaubern?"
Okay, die beiden haben nun wirklich genug gehört.
Stellt sich eigentlich nur eine einzige andere Frage: Warum zum Geier können die beiden hierherkommen? Morgyn denkt nach. "Hm. Gut, ich überlege. Hm. Hmmm. Als ich bei euch war, war etwas anders. Irgendwas sagte mir, dass ich Kimberly im Auge behalten soll und mit ihr Kontakt halten soll. Gut, habe ich gemacht. Sie ist wirklich sehr nett". Nur Marcel findet das gerade gart nicht lustig. "Was? Du hast die ganze Zeit mit dem Typen geschrieben, ohne mir davon zu erzählen?" "Ha, der Gute ist eifersüchtig." scherzelt Morgyn. "Keine Angst, mein Lieber. Ich bin glücklich verheiratet."
Später fährt er fort: "Zeig mal dein Handgelenk, Kimberly. Juckt da irgendwas?" Er nimmt ihre Hand und sieht die aufgekratzte Stelle. "Haaa, wusste ich es doch, Gut, ich kann zwar hellsehen, aber das hier ist mir wirklich entgangen. Du bist eine von uns." Er lacht die ganze Zeit.
Das junge Paar schaut sich ungläubig an und beide lachen einfach mal mit.
Als sich die drei wieder eingekriegt haben schauen sie sich an, bis Kim dann fragt, wie er darauf kommt.
"Tja, dass ist ganz einfach, meine Liebe. Du, naja ihr, könnt durch das Portal gehen. Du, liebe Kimberly hast eine juckende Stelle am Handgelenk und wenn ich nun mal was anderes fragen darf: Wie heißt du mit Nachnamen. Oder, seid ihr verheiratet? Ja, klar seid ihr das. Sonst könnte Marcel gar nicht mit durch´s Tor. Weil er dein Mann ist. Die menschlichen Ehepartner der Magier können das. Ein Band sozusagen. Aber gut, nein. Wie war dein Name früher?"
"Öhm, Karlson."
Plötzlich fängt Morgyn so laut an zu lachen, dass sich Marcel und Kimberly total erschrecken.
"Karlson. Klar, hätte ich auch vorher drauf kommen können, bei deinen roten Haaren. Davon sieht man nicht besonders viel. Karlson, na klar. Dann müsste das ja deine Uroma sein. Margit Karlson. Magierin mit Leib und Seele. Bis sie sich leider mal selbst in die Luft sprengte."
"Sie hatte einen Unfall. Ihr Haus brannte" korrigierte ihn Kim.
"Nope, sie sprengte sich in die Luft nach einem riskanten Zauber. Du bist eine Karlson. Ich glaub´s einfach nicht."
"Komm, Marcel. Lass uns gehen. Der Typ hat eine Schraube locker." Kim will gerade Marcels Arm nehmen, bis Morgyn dazwischenfunkt.
"Tja, dass ist nicht so einfach, meine Liebe. Dein Schicksal wurde gerade besiegelt, da dein kleines jucken an der Hand das Symbol der Karlson-Familie ist - naja werden wird - das tragen nur die Magier in dieser Familie. Jede Magierfamilie hat ein anderes. Schau hier, ich hab auch so eins von der Familie Ember." Morgyn hält ihr sein Handgelenk unter die Nase. Dort ist ein kleines rundes Tattoo zu sehen. "Du hast halt auch bald so eins."
"Und was ist, wenn ich das gar nicht will?" Kim wird mulmig zumute.
"Leider kannst du dagegen nichts machen. Es sei denn du sprengst dich so in die Luft, wie deine Uroma." Okay, Morgyn merkt, dass der Satz uncool war und entschuldigt sich.
Marcel hat sich derweil nur sprachlos auf die Couch gesetzt und verfolgt den regen Gesprächsaustausch der beiden.
Kim wiederum ist den Tränen nahe und sieht keinen Ausweg. Das Jucken wird auch immer schlimmer.
"Was ist die Bedingung?" fragt sie schließlich.
Der Magier schaut sie unsicher an.
"Deine Uroma hat in dem Haus in der Nähe des Portals gewohnt, bevor sie sich in die Luft gesprengt hat. Also, das Haus steht zum Glück noch. Schalldicht und so. Wenn du nun zur Magierin wirst - was du leider musst - dann hast du zwei Optionen: Erstens musst du deine Familie verlassen und hier bei uns wohnen oder du fängst mit deiner Familie komplett bei Null an und hast gar nichts. Und musst mit ihnen da wohnen, wo Margit lebte.
"Ist das nun dein ernst? Ich verlass doch nicht meine Familie." Kim schaut ihren Mann hilflos an.
Marcel greift dann schließlich ein: "Du willst uns echt nun sagen, dass wir uns scheiden lassen müssen und sie keinen Kontakt mehr zu uns haben darf?"
Morgyn nickt. "Oder eben, ihr verliert alles und müsst in das Haus ihrer Uroma ziehen. Kein Job. Nichts."
Nach einer Weile merkt Morgyn an, dass sie sich nun aber bald entscheiden muss, sonst wird ihr Symbol am Handgelenk in die falsche Richtung geführt und sie wird eine schwarze Magierin. Sie muss ihre Bestimmung nun finden. Zuerst soll sie ihm aber einige Leuchtessenzen aus der Umgebung geben, die nur Magier sehen können.
Sobald sie diesen Zauber zugesprochen bekommt, wird sich ihr Symbol in die richtige Richtung bewegen. Doch danach müsse sie sich entscheiden, welchen Weg sie gehen möchte: Alleine und ohne jeglichen Kontakt zu ihrer Familie, - ihre Familie wird auch nicht mehr wissen, wer sie ist - oder sie fängt mit den Duvans wieder bei Null an und muss aber stehts ihr Geheimnis in der Öffentlichkeit hüten. Also sie darf nicht unbedingt ihren Zauberstab im Park von Willow Creek schwingen.
Bevor sich also Kim entscheiden muss, sammelt sie bedrückt diese dämlichen Essenzen und hat sich noch nie so mies gefühlt, wie gerade.
Sie findet Magier vor sich, die sich duellieren. Spannend findet sie es ja nun doch, Magierin zu sein, doch welche Entscheidung sie fällen muss, passt ihr ganz und gar nicht.
Marcel unterhält sich derweil mit Morgyn. Solche Angst hat er in seinem Leben noch nie gehabt. Selbst als sich das Ehepaar kennenlernte, war diese Angst noch ein Kleks dagegen.
Einige Zeit später kommt Kimberly total bedrückt mit den Essenzen zu Morgyn und hat schweren Herzens ihre Entscheidung treffen müssen.
Marcel schaut sie total traurig an und Kimberly meint nur zu ihm: "Es tut mir leid, Schatz. Ich kann nicht anders. Ich muss mich entscheiden." Der Blondschopf sitzt nur da und fängt an zu weinen.
Dann schließlich wird sie von dem Magiermeister offiziell zu einer Magierin gekürt.
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Alex geht richtig gut gelaunt in die Schule, denn heute möchte er Celina seinen Liebesbrief geben. Er hofft, dass er sich nicht blamiert.
Elias und Lisa haben heute auch ungewöhnlich gute Laune und schlagen vor, sich um die Kinder zu kümmern.
"Je, mehr Zweisamkeit wir doch haben, desto besser!" Elias zwinkert seiner Frau zu.
"Wenn uns denn die Kinder lassen!"
"Klar, die werde ich schon beschäftigen. Nachher liegen sie vor Müdigkeit im Bett. Glaub mal!"
Kim muss heute daran denken, dass Morgyn ihr ja mal eine Bar in Glimmerbrook vorgeschlagen hat, die richtig gut sein soll. Er schwärmte regelrecht von ihr. Die junge Mutter wollte sowieso mal die Gegend erkunden. Also, warum nicht?!
Marcel verabschiedet sich noch von den Kindern: "Macht aber keinen Mist!"
Nach einer Weile sind sie an den Toren des mysteriösen Ortes angekommen. Plötzlich fängt es am Handgelenk von Kim an zu jucken wie wild. Sie scheint mit einem der dichten Sträucher in Berührung gekommen zu sein, die dicht an dicht stehen. Die Nadeln scheinen ein Gift abzusondern.
Schließlich kommen sie an der besagten Bar an. Die beiden sind von der Gegend sehr angetan. "Mysteriös, aber hübsch." bemerkt der junge Erwachsene.
Um diese Zeit ist nur nicht wirklich viel los. Logisch. Da sie sich aber eh erstmal umschauen wollen, können sie ja später nochmal hierher kommen. Kim meint aber, dass es okay ist und sie bleiben möchte. Also setzen sie sich an einen der Tische.
Sie gönnen sich eine Fruchtbrause, die hier sogar besonders lecker ist.
Kim ist ungewöhnlich ruhig. Ihr scheint der Ort nicht wirklich geheuer zu sein. Doch kann sie sich ein bisschen ablenken, als ihr Mann ein Mikrofon entdeckt, was er gleich einmal für seinen neusten Witz antestet.
"Wollen wir uns dann mal die Gegend anschauen? Vielleicht finden wir hier ja eine Apotheke. Das Jucken wird immer schlimmer." "Klar, wir können ja mal schauen." Also machen sie sich auf und bewundern die Gegend, mit dem Ziel eine Apotheke zu finden.
"Meine Güte, dass ist ja richtig hübsch hier. Wollen wir hier nicht hinziehen, Marcel?" Die Idee findet er gar nicht so schlecht. Es ist sehr ruhig hier und herrlich. Viel Natur vor allen Dingen. Alex könnte sich richtig austoben. Aber gut, nichts überstürzen. War ja nur so eine Idee.
Sie sehen, wie ein Mann einen schmalen Weg entlang geht und ab hier wird das Jucken langsam immer unerträglicher. Kim hat sich die Stelle schon richtig blutig und rot gekratzt. "Marcel, das wird schlimmer. Können wir das nicht irgendwo kühlen gehen eben?" "Klar, da vorn ist ein kleiner Fluss."
Sie gehen also zu dem kleinen Fluss runter, wo auch der Mann weiter entlang geht. "Vielleicht können wir ihn ja mal fragen, ob es hier eine Apotheke gibt." Die Idee findet Kimberly sehr gut.
Nachdem sie ihn rufen, reagiert er aber nicht und geht einfach weiter. "Na toll. Die Leute hier scheinen wohl schwerhörig zu sein!" bemerkt Marcel.
Schließlich stehen sie vor einem eigenartigen Tor. "Unfassbar. Hast du das gerade gesehen, Süße? Der Typ ist da durchgegangen."
Marcel inspiziert dieses Tor ganz genau und hört ein leises Summen. Irgendwie ja unheimlich. Der junge Vater ist sehr neugierig und möchte wissen, was das mit dem Tor auf sich hat, doch Kim möchte ihn davon abhalten. "Lass es bitte. Nicht das du nie wieder zurückkommst." Sie hat sichtlich Angst. Aber zu spät. Er wird schließlich durchgezogen.
Kimberly flucht nur: "Verdammt nochmal. Marcel? Hallo?!" Verzweifelt setzt sie sich auf den Boden und denkt nach. Wenn sie ihren Mann aber nun retten möchte, dann muss sie nun durch das Tor. Entweder kommen nun beide nicht wieder oder sie kommen beide heile zurück. Nur sie würden es gemeinsam durchstehen müssen.
Also, Zähne zusammenbeißen und auf geht´s. Es kribbelt am ganzen Körper, als Kim das Tor passiert. Aber fühlt sich witzig an. Dort steht auch Marcel mit ein paar anderen. Auch der Typ aus der Bar ist hier und den, den sie verfolgt haben. "Was zum Geier ist das hier!" Marcel fällt aus allen Wolken.
"Hör mal auf mit dem Blödsinn. Lass uns wieder zurück, Marcel." Doch er ist so fasziniert, dass er gar nicht richtig mitbekommt, was Kim redet. Er möchte sich das große Gebäude einmal anschauen. "Verdammt nochmal!!" Zähneknirschend folgt sie ihrem Mann, während sie an ihrer Entzündung rumkratzt.
Sie kommen schließlich in eine große Halle. Keine Ahnung, was sie hier sehen, aber sie haben es noch nie gesehen, haha. Glühwürmchen streifen durch die Luft, Blitze und selbst Gegenstände. "Also, ich glaube ja nicht an so einen Humbug, aber was zum Geier passiert hier gerade? Hä? Schlaf ich noch? Kannst du mich mal zwicken, Süße?" Das ist gerade für den Blondschopf ein bisschen zu viel.
Im anderen Bereich der Halle sieht Kim jemanden die Treppe runtergehen.
"Moment, den kenn ich doch! Das ist doch Morgyn."
"Meinst du den komischen Typen, der mal bei uns war? Mit diesem roten Mantel und diesen Mörderschuhen?"
"Ja, genau den."
Kimberly möchte ihm einmal Hallo sagen und fragen, was hier vor sich geht. Im Keller finden sie ihn dann schließlich am Regal.
Dieser dreht sich um und ist verblüfft darüber, dass sie hier ist. "Ähm, normal könnt ihr gar nicht hier sein. Das ist nur für .... " Bevor er aber weiteredet würgt er ab und Kim umarmt ihn.
"Hab ich was verpasst? Ihr kennt euch wohl besser, als ich dachte. Der war doch nur kurz da." Marcel stellt sich ihm aber nun auch mal etwas genauer vor.
Er möchte immerhin Antworten. Und ich glaube, Morgyn ist ihnen nun eine schuldig.
Morgyn fängt an zu erzählen:
"Tja, wenn ihr schon mal hier seid, dann kann ich mein Geheimnis wohl auch nicht länger hüten. Auch wenn ich immer noch keine Ahnung habe, wie ihr hier einfach so reinstolzieren konntet, da dieses Portal nur für bestimmte Leute begehbar ist."
"Bestimmte Leute?" Marcel wird hellhörig.
"Tja, mein Guter. Wir sind Magier."
Das junge Ehepaar schaut sich nur verwirrt und ungläubig an.
"Klar, und gleich kommt hier Perry Hotter um die Ecke geflogen." Der Blondschopf grinst.
"Gut, du glaubst mir nicht? Dann schau mal." Plötzlich zupft Morgyn einen kleinen Stab aus seiner Tasche und Sternchen und kleine Blitze schwingen sich um diesen.
"An was denkst du gerade? Ach, lass mich raten. Erdbeereis?!
Verdammt, er hat recht.
"Das beweist gar nichts."
"Okay, dann was anderes: Du möchtest gerade mit der liebreizenden Dame hier techtelmechteln." Marcel läuft rot an und Kim muss laut loslachen.
"Vielleicht kann ich dir ja einen Drink zaubern, bevor es losgeht." Marcel ist gerade so verwirrt von Morgyn, dass er gar nichts mehr versteht. Er hat auf einmal ein Glas mit Fruchtbrause in der Hand.
"Reicht das nun, oder muss ich noch ein Bett hierher zaubern?"
Okay, die beiden haben nun wirklich genug gehört.
Stellt sich eigentlich nur eine einzige andere Frage: Warum zum Geier können die beiden hierherkommen? Morgyn denkt nach. "Hm. Gut, ich überlege. Hm. Hmmm. Als ich bei euch war, war etwas anders. Irgendwas sagte mir, dass ich Kimberly im Auge behalten soll und mit ihr Kontakt halten soll. Gut, habe ich gemacht. Sie ist wirklich sehr nett". Nur Marcel findet das gerade gart nicht lustig. "Was? Du hast die ganze Zeit mit dem Typen geschrieben, ohne mir davon zu erzählen?" "Ha, der Gute ist eifersüchtig." scherzelt Morgyn. "Keine Angst, mein Lieber. Ich bin glücklich verheiratet."
Später fährt er fort: "Zeig mal dein Handgelenk, Kimberly. Juckt da irgendwas?" Er nimmt ihre Hand und sieht die aufgekratzte Stelle. "Haaa, wusste ich es doch, Gut, ich kann zwar hellsehen, aber das hier ist mir wirklich entgangen. Du bist eine von uns." Er lacht die ganze Zeit.
Das junge Paar schaut sich ungläubig an und beide lachen einfach mal mit.
Als sich die drei wieder eingekriegt haben schauen sie sich an, bis Kim dann fragt, wie er darauf kommt.
"Tja, dass ist ganz einfach, meine Liebe. Du, naja ihr, könnt durch das Portal gehen. Du, liebe Kimberly hast eine juckende Stelle am Handgelenk und wenn ich nun mal was anderes fragen darf: Wie heißt du mit Nachnamen. Oder, seid ihr verheiratet? Ja, klar seid ihr das. Sonst könnte Marcel gar nicht mit durch´s Tor. Weil er dein Mann ist. Die menschlichen Ehepartner der Magier können das. Ein Band sozusagen. Aber gut, nein. Wie war dein Name früher?"
"Öhm, Karlson."
Plötzlich fängt Morgyn so laut an zu lachen, dass sich Marcel und Kimberly total erschrecken.
"Karlson. Klar, hätte ich auch vorher drauf kommen können, bei deinen roten Haaren. Davon sieht man nicht besonders viel. Karlson, na klar. Dann müsste das ja deine Uroma sein. Margit Karlson. Magierin mit Leib und Seele. Bis sie sich leider mal selbst in die Luft sprengte."
"Sie hatte einen Unfall. Ihr Haus brannte" korrigierte ihn Kim.
"Nope, sie sprengte sich in die Luft nach einem riskanten Zauber. Du bist eine Karlson. Ich glaub´s einfach nicht."
"Komm, Marcel. Lass uns gehen. Der Typ hat eine Schraube locker." Kim will gerade Marcels Arm nehmen, bis Morgyn dazwischenfunkt.
"Tja, dass ist nicht so einfach, meine Liebe. Dein Schicksal wurde gerade besiegelt, da dein kleines jucken an der Hand das Symbol der Karlson-Familie ist - naja werden wird - das tragen nur die Magier in dieser Familie. Jede Magierfamilie hat ein anderes. Schau hier, ich hab auch so eins von der Familie Ember." Morgyn hält ihr sein Handgelenk unter die Nase. Dort ist ein kleines rundes Tattoo zu sehen. "Du hast halt auch bald so eins."
"Und was ist, wenn ich das gar nicht will?" Kim wird mulmig zumute.
"Leider kannst du dagegen nichts machen. Es sei denn du sprengst dich so in die Luft, wie deine Uroma." Okay, Morgyn merkt, dass der Satz uncool war und entschuldigt sich.
Marcel hat sich derweil nur sprachlos auf die Couch gesetzt und verfolgt den regen Gesprächsaustausch der beiden.
Kim wiederum ist den Tränen nahe und sieht keinen Ausweg. Das Jucken wird auch immer schlimmer.
"Was ist die Bedingung?" fragt sie schließlich.
Der Magier schaut sie unsicher an.
"Deine Uroma hat in dem Haus in der Nähe des Portals gewohnt, bevor sie sich in die Luft gesprengt hat. Also, das Haus steht zum Glück noch. Schalldicht und so. Wenn du nun zur Magierin wirst - was du leider musst - dann hast du zwei Optionen: Erstens musst du deine Familie verlassen und hier bei uns wohnen oder du fängst mit deiner Familie komplett bei Null an und hast gar nichts. Und musst mit ihnen da wohnen, wo Margit lebte.
"Ist das nun dein ernst? Ich verlass doch nicht meine Familie." Kim schaut ihren Mann hilflos an.
Marcel greift dann schließlich ein: "Du willst uns echt nun sagen, dass wir uns scheiden lassen müssen und sie keinen Kontakt mehr zu uns haben darf?"
Morgyn nickt. "Oder eben, ihr verliert alles und müsst in das Haus ihrer Uroma ziehen. Kein Job. Nichts."
Nach einer Weile merkt Morgyn an, dass sie sich nun aber bald entscheiden muss, sonst wird ihr Symbol am Handgelenk in die falsche Richtung geführt und sie wird eine schwarze Magierin. Sie muss ihre Bestimmung nun finden. Zuerst soll sie ihm aber einige Leuchtessenzen aus der Umgebung geben, die nur Magier sehen können.
Sobald sie diesen Zauber zugesprochen bekommt, wird sich ihr Symbol in die richtige Richtung bewegen. Doch danach müsse sie sich entscheiden, welchen Weg sie gehen möchte: Alleine und ohne jeglichen Kontakt zu ihrer Familie, - ihre Familie wird auch nicht mehr wissen, wer sie ist - oder sie fängt mit den Duvans wieder bei Null an und muss aber stehts ihr Geheimnis in der Öffentlichkeit hüten. Also sie darf nicht unbedingt ihren Zauberstab im Park von Willow Creek schwingen.
Bevor sich also Kim entscheiden muss, sammelt sie bedrückt diese dämlichen Essenzen und hat sich noch nie so mies gefühlt, wie gerade.
Sie findet Magier vor sich, die sich duellieren. Spannend findet sie es ja nun doch, Magierin zu sein, doch welche Entscheidung sie fällen muss, passt ihr ganz und gar nicht.
Marcel unterhält sich derweil mit Morgyn. Solche Angst hat er in seinem Leben noch nie gehabt. Selbst als sich das Ehepaar kennenlernte, war diese Angst noch ein Kleks dagegen.
Einige Zeit später kommt Kimberly total bedrückt mit den Essenzen zu Morgyn und hat schweren Herzens ihre Entscheidung treffen müssen.
Marcel schaut sie total traurig an und Kimberly meint nur zu ihm: "Es tut mir leid, Schatz. Ich kann nicht anders. Ich muss mich entscheiden." Der Blondschopf sitzt nur da und fängt an zu weinen.
Dann schließlich wird sie von dem Magiermeister offiziell zu einer Magierin gekürt.