Es ist wirklich erschütternd und in vielerlei Hinsicht enttäuschend, was sich hier seitens EA in Bezug auf Battlefield 6 und die massiven Probleme mit dem Start über die EA-App abspielt. Mittlerweile sind Wochen vergangen, ohne dass sich eine spürbare Verbesserung eingestellt oder auch nur eine klare Stellungnahme von offizieller Seite abgegeben wurde. Man wartet, man hofft, man überprüft regelmäßig die Foren, die Supportseiten und die sozialen Kanäle – doch es kommt einfach nichts. Kein Update, keine Lösung, nicht einmal eine ehrliche Kommunikation über den Stand der Dinge. Dieses Schweigen ist bezeichnend und lässt tief blicken.
Es ist traurig, beinahe beschämend, wie ein Unternehmen dieser Größenordnung, das seit Jahrzehnten in der Spielebranche tätig ist, mit seiner eigenen Kundschaft umgeht. Menschen, die nicht nur einmalig ein Produkt gekauft haben, sondern über Jahre hinweg Zeit, Vertrauen und Geld investiert haben, um Teil dieser Community zu sein. Es handelt sich nicht um eine kleine Gruppe ungeduldiger Spieler, sondern um eine große Zahl zahlender Kunden, die schlicht erwarten, dass ein bezahltes Produkt auch funktioniert. Doch stattdessen sieht man sich mit einem fehlerhaften Launcher, technischen Problemen und völliger Kommunikationsverweigerung konfrontiert.
Besonders enttäuschend ist dabei das Verhalten der Moderatoren und Verantwortlichen in den offiziellen Foren. Dass sich niemand meldet, niemand auch nur den Versuch unternimmt, eine klare Aussage zu treffen oder wenigstens Verständnis zu zeigen, ist ein Schlag ins Gesicht aller, die sich hier mit berechtigtem Ärger, aber dennoch mit Respekt äußern. Eine Community lebt von Austausch, von Transparenz, von dem Gefühl, dass Anliegen gehört und ernst genommen werden. Doch hier herrscht eine bedrückende Stille, als wolle man das Problem einfach aussitzen.
Man fragt sich unweigerlich, wie ein Unternehmen, das mit seinen Spielen über Jahre hinweg Milliardenumsätze generiert hat, so wenig Wert auf Kundenzufriedenheit legen kann. Battlefield 6 war und ist für viele ein Hoffnungsträger gewesen – ein Titel, der nach den Rückschlägen der Vergangenheit wieder Vertrauen schaffen sollte. Doch was bleibt, ist Ernüchterung. Es scheint, als hätte man aus früheren Fehlern nichts gelernt.
Das Vertrauen der Spieler ist kein unbegrenztes Gut. Es entsteht über Jahre, durch Verlässlichkeit, Qualität und den ehrlichen Umgang mit Problemen. Doch wenn dieses Vertrauen einmal verspielt ist, lässt es sich kaum zurückgewinnen. Und genau das passiert gerade. Es ist beschämend, mitanzusehen, wie eine Marke, die einst für Innovation und Spielerbindung stand, durch mangelhafte Kommunikation und fehlende Verantwortung immer weiter an Glaubwürdigkeit verliert.
Man hätte sich gewünscht, dass wenigstens ein offizielles Statement erfolgt – ein einfaches „Wir arbeiten daran“ oder „Wir verstehen euren Frust“. Doch selbst das bleibt aus. Stattdessen werden Spieler im Dunkeln gelassen, gezwungen, sich gegenseitig zu helfen, während der Hersteller schweigt.
Es wäre an der Zeit, dass EA begreift, dass Kundennähe nicht nur ein Schlagwort ist, sondern eine Verpflichtung. Wer Millionen verdient, trägt auch Verantwortung gegenüber denen, die diese Einnahmen überhaupt erst möglich machen. Der jetzige Umgang mit der Community ist eines internationalen Unternehmens unwürdig.
So bleibt am Ende nur die ernüchternde Erkenntnis: Von einem Konzern, der mit Battlefield über Jahrzehnte Maßstäbe gesetzt hat, hätte man mehr erwartet – mehr Professionalität, mehr Transparenz, mehr Respekt gegenüber seiner Spielerschaft.