0 Neuanfang … …………………………………………………………………………………………………………………………………………….. Danke für die Erfahrungen und Kenntnisse, die ich im RPG sammeln durfte. Nach einer kurzen rauschhaften Zeit gehen die Geschic...
Mit van Houten war man sich schnell Handelseinig geworden. „Es wird mir eine Ehre sein, euch ein weiteres Mal zu befördern. Durch den Pazifik ist ja direkt ein Heimspiel für mich. Natürlich könnt ihr einen Teil eurer Sachen unter Deck lassen.“
So, so der Pirat hat also seine Heimstadt auf einer südpazifischen Insel. Sei gut mit einigen Insulanern dort befreundet. Tanuí ist sich noch nicht so recht sicher, was er diesem van Houten glauben soll. Aber er glaubt zumindest, dass Malecantus es schon irgendwie seinem ehemaligen Volk erklären kann, wenn der Piratenschooner da vor ihrem Eiland aufkreuzt. Irgendwie traut Tanuí dem Magier mittlerweile allerhand zu und Merlin wirkt geradezu vertrauenserweckend …
Van Houten erklärt seinen Gästen gerade noch, wo sie sich auf der anderen Seite des Kontinents wiedertreffen werden. Neben den Auftritten im Casino steht ja auch noch die Einladung Moemas für die Aufführungen unter freiem Himmelszelt in den Weiten der Prärie aus. Sie würden nur einen gewissen Grundstock an erforderlichen Dingen mit sich nehmen und das Land bis zur Westküste ansonsten allein mit einem der beiden Trucks durchreisen. Van Houten nimmt derweil mit seinem Schooner den Seeweg durch den Panama-Kanal.
„Nun denn!“, flötet Merlin aufmunternd Malecantus und Tanuí zu. „Endlich wieder festes Land unter den Füssen ist doch nach der ganzen Schaukelei ein guter Schritt in unsere nächstliegende Zukunft oder? Ich bin schon ganz gespannt auf dieses Amerika.“ Gregorius grinst sich dazu nur eins. Scharlatan, Scharlatane, Scharlatane … Wunderkuren-Magier und wer weiß was.
Ihr Weg führt sie ein paar hundert Meilen Landeinwärts zum Casino der Bürgermeisterin Erdnuss in den mittleren Westen – der noch recht östlich liegt, aber in früheren Zeiten allen schon recht weit weit, weit westlich erschien. Erst danach folgt die Prärie … Auf die freut sich Merlin besonders. Mit glitzernden Casinostädten hat er viel weniger am Hut als die Elster Malecantus.
Tarek schaut dem ganzen eher abwägend entgegen. Viel ist er in seinem jungen Leben eigentlich nicht rumgekommen: Von meiner einfachen Insel direkt hoch hochkatapultiert nach Batuu, zwei, drei Ausflüge zu Lottas vorheriger Heimstadt und dann … der Absturz in der Bretagne vor das Zelt der Wandermagier. Ach ja, jetzt einmal über den Atlantik mit Abstecher zu einer Bastion des Meeresvolkes.
Na, eigentlich … bin ich doch ein bisschen rumgekommen – im letzten Jahr. Eifrig widmet sich Tanuí auf der hinteren Ladefläche des Trucks wieder seiner Lektüre. Bei den Magiern hat er auch noch einiges an Lesematerial entdeckt. Ein bisschen fühlt er sich zwar wie ein Verräter dabei, denn das Lesen lernte er erst durch diesen hintertriebenen Leutnant Agnon …, aber andererseits hatte er als Tarek durch seine Observierungen mitbekommen, dass auch Lotta sich ja mittlerweile in dieser Kunst versuchte.
Im Grunde schon ein Versäumnis, es nicht früher gelernt zu haben. Warum nur war es niemandem auf der Insel wichtig gewesen?Und Lotta hatte als Kind lange Zeit sogar keinerlei Führung durch einen Erwachsenen erfahren. Erschien sie mir deshalb manchmal so unvermittelt und so naiv wie auch kindlich - ohne jede Arg selbst für Takatuker Verhältnisse? Mae war anders gewesen!
Nachdenklich klappt Tarek seine Lektüre einen Moment zu, während sie so über die Landstraßen rumpeln. Später, nachdem sie von der Insel nach San Myshuno geflohen war erlebte er Lotta bei seinen Observierungen im Auftrage Batuus eher vorsichtig. Wachsam, sehr auf der Hut! Als bewege sie sich auf sehr dünnem Eis … War das auch mein Verdienst gewesen? Bedauernd schlägt Tarek sein Buch wieder auf. Es nützt nichts, sich den Kopf zu zerbrechen, was war. Ich muss sehen, was kommt … und zu allem bereit sein!
Im Führerhaus des Trucks machen die beiden Magier sich so ihre eigenen Gedanken über ihren Wanderarbeiter. „Er verschlingt alles an Lesematerial, was ihm in die Hände kommt. Ich hoffe, du hast keine Zauberbücher eingepackt, Merlin!“, äußert Malecantus etwas besorgt. „Natürlich nicht! Wofür hältst du mich, Gregorius. Alles, was ich brauche, ist das eine Buch in meiner Klosterbibliothek, das ich dort nie entferne und dein ganzes Wissen. Das hast du ja wohl hoffentlich alles in deinem feinen hübschen Köpfen oder?“, schäkert Merlin galant, um den Geliebten zu beruhigen.
„Ja, ja, natürlich!“, wendet Malecantus sich mit etwas abgelenktem Blick auf die rückwärtige Ladefläche zu ihrem Wanderarbeiter um. „Wie kann man es nur so lange ohne Bücher, ohne Lesen, die Kunst der Mathematik und andere Wissenschaften aushalten?“ Er wundert sich immer wieder. „Du hast Lotta doch auch ein bisschen weitergeholfen bei Vertragssachen, Merlin … Ich denke mal, diesem Exemplar da hinten trichtern wir auch noch ein bisschen mehr Bildung ein. Vielleicht ist man ihm dann auf seiner Insel … wohlgesonnener und braucht jemand, der ein bisschen mehr Grips hat und mehr kennt als nur die nächsten Horizontmarken am Meer.“
Leicht lächelnd weist Merlin den Freund etwas zurecht: „Unterschätze nicht das Wissen und die Fertigkeit solcher Insulaner über die sie umgebende Natur, die Wind- und Wetterverhältnisse oder ihre nautischen Fähigkeiten, mit einfachsten Mitteln weite Strecken zu überwinden. Ich habe darüber einiges gelesen. Ich weiß nicht, ob sie ihn für unsere kulturellen Errungenschaften loben werden, wenn die dort wenig benötigt werden.“
„Mhm …“, wendet Malecantus nachdenklich ein, „… und warum entpuppten sich Lotta wie Tanuí dann als solch wissbegierige Leseratten?“ Merlin schüttelt leicht verdutzt den Kopf: „Und ich dachte, du wärst der Weisere von uns beiden. Denk doch nach! Sie mussten sich plötzlich in ganz anderer Umgebung behaupten … mussten sich anpassen!“ Gregorius wiegt den Kopf leicht hin und her und wirft einen Blick in den Rückspiegel: „Nein, nein, mein Lieber, das erklärt nicht alles! Schau doch nur! Sieht das nach reinem Überlebenstraining aus? Sie hätten eine Wahl haben sollen … Das eine Wissen schließt doch das andere nicht aus.“
„Ok, ok!“, wirft Merlin beschwichtigend ein, lacht dabei erheitert. „Wir haben irgendwie beide recht, oder …? Du machst dir heute vielleicht Gedanken. Noch ein Seelchen, das wir retten wollen? Möchtest du die beiden unbedingt wieder vereint sehen? Überlass doch bitte Lotta die Entscheidung.“
„Ja!“, seufzt Malecantus leicht. „Konzentrieren wir uns auf das Bevorstehende und deine Lehrstunden. Aber dem Kerl da draußen suchen wir bald eine Bücherei. Sonst zerfleddert der uns noch all die gut erhaltenen Bände aus deiner Bibliothek.“ Verschmitzt entgegnet Merlin daraufhin nur: „Dann mach dich schon mal auf die Suche. Wir sind schon da!“, und weist auf ein hell erleuchtetes zweigeschossiges Gebäude am Straßenrand.
„Nicht ganz so nobel wie erwartet … aber ganz nett!“, kommentiert Gregorius den Bau lakonisch, parkt gekonnt ein, steigt schon mal aus und schaut sich interessiert in der Umgebung um. „Na ja, halbwegs zivilisiert!“ Für Merlin hingegen ist das alles neu und irgendwie … exotisch: „Hei cool, ich bin im Wilden Westen!“ Malecantus lächelt etwas nachsichtig über die helle Freude seines jungen Gefährten.
„Und, wie gefällt es dir so?“, will der Magier jetzt auch von Tanuí wissen. „Also …“ Tanuís Augen wandern über die Landschaft, über die für ihn fremden Gebäude. „Also schon sehr anders. Viel … Holz!“ „Hah!“, lacht Malecantus amüsiert auf. „Der Kerl trifft den Nagel auf den Kopf! Das ist auch das hauptsächliche Baumaterial hier! Am besten noch aus ungehobelten Baumstämmen nach Blockhüttenart!“ Malecantus liebt es eher in Stein gehauen und gemeißelt. Merlins Kloster, ja, das ist so recht nach seinem Geschmack. Je älter und erhabener das Gemäuer, desto besser.
„Aber grauer Beton … ih bäh … ist noch elender!“, spukt Gregorius etwas abfällig seine Meinung über moderne Bauweise aus. Auch das ständige Leben in hölzernen Waggons ist nicht ganz nach seinem Geschmack. Aber hatte er eine Wahl die letzten Jahrhunderte? Malecantus liebt alte stilvolle Prachtfassaden romanischer wie gotischer Bauweisen. Das erinnert ihn an seine ‚echte‘ Jugendzeit – vor dem Trank, der ihm ewiges Leben in Jugendgestalt gewährte. „Ich mag Holz!“, wirft Merlin dem vor ihm liegenden Bau gegenüber gnädig gestimmt beherzt in die Runde. „Ja, Holz ist völlig in Ordnung!“, bestätigt auch Tanuí. Was wird sich Malecantus dann wohl erst über Takatuka mokieren? Aber wenn er unbedingt mit dahin will …
„Nun denn, schauen wir uns drinnen um. Unsere Gastgeber sind schon da!“, schreitet Malecantus gefasst den beiden anderen voran auf die Eingangstür zu. Er spürt noch eine weitere Art von Präsenz. Hoffentlich so gutmütig wie dieser ‚zauberhafte‘ Stadtrat und seine magische Erdnuss …
„Woher weiß er das denn schon wieder? Kann er durch Wände sehen?“, raunt Tanuí Merlin leise zu. Der zuckt aber nur leicht die Schultern. Gregorius Paranoia vor Okkulten treibt ihn nicht so um, aber er spürt’s ebenfalls. „Ich merke auch was. Ist wie … leicht elektrisiert sein, aber ich kann’s noch nicht so genau einordnen wie er.“, erklärt Merlin mit Hinweis auf den erfahreneren Magier vor ihm.
„Drei, es sind drei! Zwei Magier und … ein Geist!“, bescheidet Gregorius seinen ‚Hintermännern‘- Merlin stellen sich jetzt doch etwas die Nackenhaare auf: „Und … können wir den sehen?“
„Kommt drauf an!“, vermerkt Malecantus nur kurz angebunden, bevor er die Türen weit aufsperrt und einen ersten Blick nach drinnen erhascht. Zwei Augenpaare blicken ihn hoch irritiert an, ein drittes schmunzelnd: „Ach, hatte ich vergessen zu erwähnen, dass sie waschecht sind! Eure Showmagier?“, wispert das Spionelfchen, hocherfreut den Hinterhältigen mal sprachlos zu erleben, dem 1. Windenburger Stadtrat nebst Gemahlin in die zauberhaften Öhrchen.
Bürgermeisterin Erdnuss fasst sich als erstes und Bürgermeisterin Schnurrhaar als zweites angesichts des lieblichen Lykoi-Katers in Begleitung der drei Herren. „Schnurr!“
„Willkommen, willkommen!“, grüßt Phillipa herzlich und etwas leiser: „Das ist aber eine gelungene Überraschung! Wir hatten … nicht real existierende Magier erwartet. Tragen Sie ihre Kunst … etwa ganz offen vor?“
Oh, diese Bürgermeisterin versteht gleich ganz recht. Malecantus ist ganz entzückt. „Mitnichten, meine Liebe!“ Und wieder einmal verzaubert er mit einem formvollendeten Handkuss, den der Hinterhältige leicht misstrauisch beäugt. Das hat doch das Spionelfchen wieder eingefädelt!
Hinterhältiger Scharlatan hat nichts gegen andere Magier einzuwenden, solange die sich nicht an seiner Göttergattin zu schaffen machen. Merlin schmunzelt nur. Malecantus muss fast alles bezirzen, was da kreucht und fleucht … und sich die Finger zuweilen versengen. Das war ihm von Anfang an klar. Gregorius bleibt eben ein wandelnder Widerspruch. Einerseits paranoid und in ewiger Furcht vor okkulten Verfolgern, anderseits … am Wegesrand nichts abgepflückt stehen lassen.
Als Malecantus sich ebenso erfreut dem 1. Stadtrat zuwendet, wird dieser zumindest doch wieder etwas befriedet. Der Wandermagier weiß sehr wohl einzuschätzen, dass er ihre Einkommensquelle die nächsten Tage nicht leichtfertig aufs Spiel setzen sollte. „Hinterhältiger Scharlatan!“, stellt sich der Bürgermeisterin rechte Hand wohlgestimmt vor, was Malecantus ein amüsiertes Heben der Brauen mit heimlichem Zwinkern in Merlins Richtung entlockt. Hatte ich es nicht gesagt? Scharlatane im Wilden Westen, soweit das Auge blickt.
Bürgermeisterin Erdnuss lädt an die Bar zu einem Drink ein und Bürgermeisterin Schnurrhaar zu einem Schälchen Milch. Hach, sind alle vollauf zufrieden, wie es sich fügt. Malecantus dringt nun wissbegierig etwas weiter vor, nachdem er vernommen hat, dass auch die Bürgermeisterin und ihr Gespons und ebenso das Spionelfchen nicht gar so offen ihre übernatürlichen Existenzen vor sich hertragen. Der umliegende Lärm verschluckt wohlmeinend ihre nur gehaucht gesprochenen Worte. Einzig Tarek steht etwas verdrossen am Rande der Runde und bekommt kaum etwas vom Inhalt mit.
Ok, ich bin gerade der Außenseiter hier! Vor Stunden war ich noch interessant wegen meiner Begegnung mit einem Meermann. Nun haben Malecantus und Merlin nur noch Augen und Ohren für die beiden anderen Magier und über welchen Geist die beiden zuvor gesprochen haben ist mir überhaupt nicht klar. Sollen sie doch! War ja klar, dass das eine Geheimniskrämerei bleibt. Nur ich muss immer offen wie ein Buch sein!
Malecantus hingegen vernimmt aufregende Neuigkeit. „Du hast … nie zuvor von mir gehört … im Magischen Reich, Hinterhältiger? Keiner der derzeitigen Weisen sprach je von mir?“D a s sind gute Nachrichten. Sollte es tatsächlich sein, dass ich alle überdauert habe, die ich einst vor den Kopf stieß? Meine Tat in Vergessenheit geriet …? Nur wenige Magier wählten oder erlernten wohl den Trank ewiger Jugend und alterslosen Daseins während ihrer Wirkungszeit.
„Denk dir nur, das Magische Reich, Merlin!“, wispert Gregorius wie verzaubert seinem Gefährten ins irdische Ohr. „Ich könnte es dir tatsächlich zeigen. Seine Schönheit, seine Lichter am ewig dunklen Sternenhimmel … Scheinbar lebt niemand mehr, der mich einst kannte … Wir sprechen später weiter … Oben!“ Die Gastgeber hatten freie Kost und Logis wie auch weiche Daunenbetten versprochen ...
Das Magische Reich!„Siehst du wie gut die Entscheidung war, Amerika zu besuchen, Gregorius. Nie mehr verstecken …“ Merlin ist ganz aufgeregt. Was alles für neue Möglichkeiten … „Gemach, gemach!“, weist hingegen Malecantus den übermütigen jungen Lehrling schnell zurecht. „Das heißt noch lange nicht, dass k e i n er mehr von damals irgendwo noch auf der Welt existiert und dann wären da … auch noch … die Vampire. Die leben auch länger bis … nun sozusagen ewiglich.“ Und als wäre das noch nicht genug, setzt Malecantus noch nach: „Und vergiss auch nicht … die Verfolger unseres jungen Freundes, die wir nun ebenso an den Hacken haben …“ Mit einem leichten Kopfnicken deutet er in Tareks Richtung.
„Mhm, ja!“, wendet Merlin ein. „Ich habe aber nicht den Eindruck, dass wir von denen weiterverfolgt wurden. Du hast diese Blechbüchse doch unschädlich gemacht, Gregorius.“
Wieder wiegelt Malecantus Merlins ungedämpften Enthusiasmus ab: „Ich habe keine ausreichenden Kenntnisse über ihre Technologien und was sie vermögen. Ich denke, hier sind wir auch auf unseren Wanderburschen angewiesen. Darüber weiß er nun wirklich mehr …“ Gerade erst geht dem erfahrenen Magier auf, dass dieser scheinbar ungebildete Inseljunge tatsächlich einiges im letzten Jahr auf einem fernen Planeten erlernt hat, was wiederum über des Magiers Fassungsvermögen gehen mag.
Etwas selbstvergessen kratzt sich Malecantus das Kinn, während er zu Tanuí / Tarek rüber starrt. „Ich glaube, dieser Jayyden Lexxo von diesem WiWo-Blatt könnte uns hier noch behilflich sein. Schließlich ist der doch … extraterrestrischer Kommandeur auf diesem … diesem Sixam-Planeten …“ Malecantus Fachgebiet ist das wahrlich nicht.
Merlins Gesicht hellt sich noch weiter auf. Gregorius Einwände haben ihm nicht im Mindesten die Laune verhagelt. Magisches Reich, Sternenfahrt zu anderen Welten! Er hält es für seine Bestimmung, dass sich beides für ihn vereint.
„Der Kontakt zu Familie Ogbanda ist abgebrochen …!“, vermeldet das Spionelfchen aufgeschreckt. Gerade kam Besorgniserregende Mitteilung von Don. War die Herberge in Bagdad vielleicht doch nicht so günstig gewählt? Ups!
Der Redaktionsgeist hatte eigentlich gerade nach der Stellvertreterwahl gehofft, dass der umtriebige Flaschengeist … seine Gäste nicht in Versuchung führt. Wer weiß! Öhöm!„Ich denke, ich sollte mich mal auf den Rückweg in die Redaktion machen … Ihr folgt bald?“, wendet sie sich an die amtierende Regierung.
„Oh ja!“, versichert Phillipa Erdnuss, Bürgermeisterin von SimCity mit allen zugehörigen Stadtteilen. „Wir haben Kleiner Scharlatan jetzt etwas lang genug von der Schule befreit und müssen auch so langsam mal in unsere Heimat zurückkehren. Aber …“, nun lächelt die Bürgermeisterin ihre beiden magischen Showgrößen freundlich an, „… einmal wenigstens muss ich mir eure Show ansehen! Moemas und Farsanes Ankunft will ich auch noch abwarten …“
Alle prosten sich zum Abend noch einmal weinselig zu und Tanuí fragt sich nicht zum ersten Mal, warum alle zeitweilig … mit einem luftleeren Raum anzustoßen scheinen. Mhmmpfff. Soll’n sie doch!
Noch lange wird diese Nacht über die Ereignisse rund um Lotta, Elani, Miyu und Co. getuschelt. Auch Tanuí darf nun wieder mehr am Gespräch teilnehmen … und erfahren, dass tatsächlich ein Geist in der Runde weilt, den er … aber leider nichts sehen kann. Nur die vier Okkulten im Raum!
Die Namen von Lottas alten Weggefährten sagen Tanuí nur bedingt etwas. Klar hatte er sie mit ihren Freunden zuhause und auch auf dem Festival aus heimlichen Winkeln beobachtet, aber … er war nie persönlich mit denen weiter bekannt geworden … bis auf … nun ja, die zwei Wandermagiern hier an seiner Seite. Die betrübte Stimmung über den Verbleib von ehemaligen Freunden nimmt ihn gleichfalls mit. Einfach schon um ihretwillen … Wie gern … sähe er sie wieder … und sein Kind.
Es wird spät, aber in den frühen Morgenstunden hinter verschlossenen Türen und Vorhängen nimmt Malecantus Merlin trotzdem noch mal so richtig zur Brust … „Üben, üben, üben. Du hast noch viel zu lernen, mein Freund!“ Sie hatten noch einigen magischen Kram vom Truck auf der oberen Veranda diskret hinter Vorhängen abgeschirmt wie auch in das gemütliche Schlafgemach abgeladen.
Tarek ist leicht genervt, seine Schlafkombüse direkt nebenan zu haben … Vielleicht … ist er auch einfach nur … ein wenig neidisch. Mpffffff ….