0 Neuanfang … …………………………………………………………………………………………………………………………………………….. Danke für die Erfahrungen und Kenntnisse, die ich im RPG sammeln durfte. Nach einer kurzen rauschhaften Zeit gehen die Geschic...
„Fasssssziniiiierend!“ Tarek klingt fast so wie Mister Spock. Oberkommandeur Jayyden Lexxo ist amüsiert, dass man diesen ‚Kurzzeit-Batuuaner‘ – wie er ihn für sich selber nennt – mit so einer alten Kamelle von Film beeindrucken kann. Sein indianischer Kumpel wirkt eher skeptisch. Merlin hingegen ist eh von Raumfahrt begeistert.
Bürgermeisterin Erdnuss hat von den grandiosen Showeinnahmen des Magierduos Merlin und Malecantus mittlerweile noch einen feinen Kinosaal unterhalb des Casinos für erhoffte Mehreinnahmen einrichten lassen, denn der Wanderzirkus wird sich irgendwann wieder auf den Weg machen und weiterziehen. Achak Watola und seine Granny wie auch Farsane werden sie ein Stück in Richtung auf die Westküste zu begleiten.
Malecantus hatte ihm das Magische Reich versprochen. Und Jayyden Lexxo … verspricht gerade das Weltall – oder zumindest … Sixam! Merlin weiß gar nicht so recht, wo er zuerst hin will ??? …
Achak bleibt eher auf dem Boden. Als Forscher alter indianischer Kulturen gräbt er darin sogar. Es gibt einige mysteriöse Geschichten … vor allem in Lateinamerika … über riesige Bodenzeichnungen, die man sogar vom All aus sehen könne und die … Außerirdische herbeirufen sollen.
Abwägend blickt Achak zur Seite zu Jayyden rüber. Dass er mal leibhaftig einem Alien begegnet …, damit hatte er nicht gerechnet!
Und diese Ufologen in der Wüste von Arizona. Achak hatte sie immer für Spinner gehalten! Insgesamt muss der Forscher feststellen, dass er sich hier in illuster Gesellschaft befindet. Es war wohl nicht vorgesehen …, aber jeder hatte vom anderen angenommen, Achak gehöre zur Runde dazu und wisse … bescheid. Tja, nun weiß er es wirklich … von allen! Merlin und Malecantus sind also echte Magier und dieser Jayyden Lexxo ist ein Alien und Tarek … oder Tanuí … hauste eine Weile auf einem ziemlich weit entfernten … Stern. Ja! Äh! Achak kommt sich gerade ganz klein und nichtig vor! Besser, er verhält sich gaaaanz ruhig. Es erwarten sowieso alle ganz selbstverständlich, dass nichts außerhalb dieser (Lein)wände auspalavert wird. Ja, ja, ich kann schweigen – wie ein Indianer!
„Können wir denn auch mal nach Batuu fliegen!“, fragt Merlin jetzt ganz aufgeregt nach. Ach, so ein Sternenhopping wäre ganz nach seinem Geschmack. „Da rat ich aber so etwas von ab!“, wirft Tanuí vehement ein! „Schon vergessen? V e r f o l g e r! Mit der Ersten Ordnung ist nicht zu spaßen!“ Das kann Jayyden bestätigen. „Mit denen legen selbst wir Sixamer uns nicht ohne weiteres an! Das sind die einzigen im Universum, die kein Weihnachtsgeschenk von Santa bekommen! Jedes Jahr hängt er ihnen nur eine Rute hin!“ Damit ist für Jayy alles über die Erste Ordnung gesagt. Wirklich, wirklich üble Burschen und Mädel aus seiner Sicht!
Von Tanuí ist der Sixamer Oberkommandeur Lexxo mittlerweile überzeugt, dass die da einen naiven unwissenden jungen Mann über den Tisch gezogen haben. Aber … der könnte unbewusst einiges an Insiderwissen erlangt haben, was ihnen auf Sixam von Nutzen sein könnte … Ein bisschen wird er diesen Inselmann daher mal bei Gelegenheit … anzapfen!
Eigentlich schade, dass die ihn auf Batuu haben fallen lassen. So als Doppelagent … wäre er Sixam sicher von Nutzen gewesen … Vielleicht … … wird des Oberkommandeurs Gedanken gerade in diesem Moment durch eine Sorge genau dieses Gefallenen ‚Engels‘ unterbrochen!
„Und bei einer Reise nach Sixam … wäre ich … sicher vor …! Ich meine, da kreuzt nicht plötzlich ein Raumschiff von Batuu unseren Weg?“ Tanuí will es lieber genau wissen. Einerseits fürchtet er eine Wiederbegegnung mit dem Batuuaner Leutnant, andererseits ist er immer noch fasziniert von den Weiten des Weltalls und würde eine solche Fahrt zu Jayys Planeten gerne wagen. Diese Neugierde hatte ihn ja einst angetrieben, als dieser eloquente Sim von einem fremden Stern auf seiner Insel landete …
Da hat Tanuí durchaus etwas mit Merlin an Wissbegier gemeinsam. Wie oft hatte der junge Inselmann mit Lotta am Strand im warmen weichen Sand gelegen und des nachts mit ihr zu den Sternen aufgeblickt …
Die am Firmament wandernden Lichtpunkte sind auch die nächtlichen nautischen Orientierungspunkte für Überfahrten zwischen weit entfernt liegenden Inseln im Pazifik. Tanuí kennt den Sternenhimmel über sich seit Kindheitstagen - auch wenn er jetzt einige neue Namen für manche Himmelsmarken gelernt hat.
Die Sterne werden ihm auch helfen, den Weg nach Takatuka zu finden. Tanuí ist kein anderes Hilfsmittel als dies und ein Ausleger Kanu erlaubt …
Jayyden Lexxo könnte ihn rüber fliegen, Merlin und Malecantus könnten ihn auf dem Piratenschooner mitnehmen, aber nein. Das hat Tanuí alles abgelehnt und gewusst, dass Paka’a und das Meeresvolk es auch genauso bestätigen würden. Um bei Käpt’n Efraim und seinem ehemaligen Inselvolk nochmal vorzusprechen zu dürfen, muss er sich als einer von ihnen erweisen, sich allein auf seine früheren Fertigkeiten verlassen und besinnen ...
Jayyden kann Tanuí hinsichtlich einem Kurztrip nach Sixam beruhigen: „Batuuaner lassen sich nicht in der Nähe von Sixam blicken.“ Jayydens Landleute sind denen zu intelligent. „Also ist es abgemacht!“, freut sich der Oberkommandeur aufrichtig, denn Sixam hat sich – neben seinen weniger bekannten ‚Aktivitäten‘ - seit der Eingemeindung durch die Bürgermeisterin Erdnuss dem Weltraumtourismus verschrieben. „Dann nehme ich euch demnächst mit zu meinem Heimatplaneten, Merlin, Tanuí! Wie sieht es mir dir aus, Achak?“
„Mhm …“, wägt der Ureinwohner Amerikas noch unsicher ab. „Muss ich noch überlegen! Aber … ich hab‘ da mal eine andere Frage, Jayy! Weißt du was über … seltsame extraterrestrisch anmutende Pflanzen … in der Wüste Arizonas nahe einem kleinen Ort namens Strange …“
„Schschschscht!“, fährt ihm der Alien unvermittelt ins Wort. „Äh, ich meine …“ Ja, was meint Jayyden Lexxo bloß? Öhm, was sollte er offiziell meinen? Sein Trailer steht da noch zu Observationszwecken … „Mit Pflanzen, wollte ich sagen, kenne ich mich gaaaaar nicht aus!“ Achak lupft ungläubig eine Braue: „So, so!“ Jayyden merkt schon - er sollte Achak beizeiten nochmal unter vier Augen sprechen, bevor der seine Nase in irgendwas rein steckt …
„Meine Hütte steht in dem Ort … und das Labor vor Ort hat mich kürzlich als Forscher angefragt …“, tastet sich Achak bei dem Alien neben ihm trotzdem weiter vor. Bestimmt weiß der mehr …
Nun ist es an Jayy, eine Braue zu heben: „Aha!“Der steckt also schon … mittendrin!„Geht’s … um ‘ne alte Inkapflanze oder was?“, hakt der Sixamer Oberkommandeur etwas misstrauisch nach. Diese Volliditioten vom Militär. Was haben die mit der Mutterpflanze vor? Was wollen die von einem Fossilien Gräber oder was Achak auch immer ist?
„Weiß nicht genau, warum die mich angefragt haben … Geben sich ja immer sehr geheimnisvoll! Irgendwie … mischt auch das Militär mit … Haben sich kurz nach der Veröffentlichung meines letzten Papers gemeldet.“ Achak lässt Jayy absichtlich etwas zappeln …
„Und … worüüüüber hast du geschrieben?“ Der sonst so coole Oberkommandeur merkt, dass er wie ein Fisch an der Angel hängt. Natürlich will er jetzt wissen, warum dieser Forscher einheimischer Kulturen für das Geheimlabor in Strange Ville interessant erscheint und fragt mal ganz leutselig nach …
„Mesoamerikanische Pyramiden und der Glaube an extraterrestrische Einflüsse!“ Achak muss jetzt leicht grinsen als sich Jayydens Augen nun bei dem Thema seiner Abhandlung erstaunt weiten. „Echt? Die stammen von Alien ab?“, mischt sich Merlin jetzt spontan ins Gespräch ein und auch Tanuí guckt Achak mit interessierten Augen an.
„Ich habe darüber geschrieben, dass einige das immer wieder behaupten! Mehr nicht! Ich hielt das für Humbug … Bis Jetzt!“ Achaks Grinsen vertieft sich. Er behält Jayy genau im Blick: „Gerade habe ich entschieden … euch nach Sixam zu begleiten! So’n Wochenende kann ich da schon einrichten!“ Vielleicht … gibt es dort ja so ähnliche Bauten wie bei den Maya … Könnte seeeehr interessant werden.