0 Neuanfang … …………………………………………………………………………………………………………………………………………….. Danke für die Erfahrungen und Kenntnisse, die ich im RPG sammeln durfte. Nach einer kurzen rauschhaften Zeit gehen die Geschic...
Stunden später bei Tee und nach einer guten Portion lecker gewürztem Tomatensalat mit Nan, dass Preity noch schnell auf dem Markt besorgte, sind immer noch sehr viele Fragen offen: Wo könnten Miyu und Yuna jetzt stecken? Geht es ihnen gut? Welchen Weg würden die beiden wählen? Und überhaupt - wie geht’s weiter …?
Die halbe Nacht wird noch debattiert, während Elani wie Asante leicht besorgt das sich andeutende zunehmende gegenseitige Interesse der beiden Jugendlichen in der Runde wahrnehmen. Klar, sind Teens, aber hoffentlich nur altersgemäßes Interesse … Immer wieder blinzelt Asante rüber. Mach uns bloß keine Schwierigkeiten hier, Keito! Während Elani noch eine weitere Seite im Blick behält. So ein kurzes braunes gelocktes Haar fand ich auch wiederholt auf deiner Wäsche, mein lieber Cousin. Fester und drahtiger als europäisches. Das ist also eine deiner Kommilitoninnen ...
Dass Asante mehreren in seinem Studium zugetan war, konnte Elani kaum entgehen, wenn sie seine Wäsche zum Reinigen einsammelte. Fast alle Haarfarben vertreten. Und auch jetzt hockt das Gespann da vor mir recht dicht beisammen. Das ist Elani vor ihrem Sohn und der anderen jungen Frau gerade nicht ganz recht. Eine leicht vorwurfsvolle Mine trifft Asante, als er zur Cousine rüber schaut.
Er versteht und hält sich etwas bedauernd, aber einsichtig zurück … für den Moment! Und auch Preity - nach ersten Überraschungsanflügen zwischen begeistert, ungläubig, begeistert, ungläubig, immer wieder anfassen … ist er wirklich da? – kann sich wieder etwas fangen.
Asante erfährt von ihr, dass er gar nicht Exmatrikuliert ist … „Ich bin also tatsächlich noch eingeschrieben, Preity? Bombenidee von euch mit dem Urlaubssemester! Und es ehrt mich sehr, dass die Profs da voll mitgehen. Aber ich weiß nicht, ob … Also, wir sind ja weiterhin auf der Suche … nach … Yuna … und ihrer Mutter!“, nickt Asante leicht in Keitos Richtung und fragt sich erneut, was den eigentlich gerade mehr bewegt! Ob Yuna jetzt noch so wichtig für ihn ist? Recht angeregt im Gespräch mit Nishay …
„Wie soll das gehen … studieren so von unterwegs, wenn ich demnächst wieder einsteigen müsste?“, wendet sich Asante erneut Preity zu.
„Und wären wir überhaupt frei … zu gehen?“, wirft Elani plötzlich ein, die sich vorerst recht ruhig in der Unterhaltung zeigte. Bisher ist das, was sie brennend interessiert, noch überhaupt nicht zur Sprache gekommen. Was … sind wir jetzt? Wie … lebt es sich damit? Warum … sind die Bedürfnisse in der Flasche anders als außerhalb? Wie … wird man das alles wieder los? Elani will ihr altes Dasein zurück. Sie hat durchaus begriffen, dass ihr Cousin fremdgesteuert war, als er ihr diese Verwandlung antat.
Betroffen schaut Preity zwischen Elani und Asante hin und her. Asantes Cousine erschien ihr auf Anhieb als wirklich warmherzige sympathische wie patente Frau. Allein was die aus den wenigen Zutaten zum Abendbrot gezaubert hat. Fantastisch.„Ich … weiß es ehrlich gesagt nicht! War noch nie zuvor … Herrin eines Flaschengeistes.“, bekennt Preity bedauernd. „Aber, ihr seid hier erst einmal gut untergebracht und sicher in meinem Appartement. Bleibt solange ihr wollt!“
„Können wir das denn, wenn du als Besitzerin der Flasche zum Studium nach Britechester zurückkehrst, Preity?“ Elani ist wirklich nicht auf den Kopf gefallen, stellt Asante fest. Ihr scheinen alle Eventualitäten einzufallen, die es geben könnte. Ratlos zwirbelt Preity eine ihrer kurzen Locken um einen Finger. Eine niedliche wie produktive Geste, die Asante früher schon aufgefallen war, wenn sie angestrengt nachdenkt. Meist kommt was dabei rum … Also wartet Asante einfach mal einen Moment ab.
„Also … 1. Onlinestudium!“, weist die Kommilitonin auf ihren Mitstudenten. „Das wäre noch fast die leichteste Aufgabe! Kriegen wir technisch irgendwie hin! Die Truppe daheim hat einige helle Köpfe!“ In Britechester ist Preity heute mehr ‚daheim‘ als in Indien. Das Appartement hier ist … Urlaub! „Wir schicken gleich mal ein paar Nachrichten los. Heute Abend noch. Die Jungs und Mädels sollen sich dransetzen und vor Ort mit den Profs klären …!“ Asante ist begeistert und schon wieder dichter ran gerutscht …. Los, dreh die nächste Locke um deine ranken Finger, süßer Schlaukopf. Preity ist recht gut strukturiert. Mit ihr bereitet sich Asante am liebsten auf die Sportprüfungen vor – auf die praktischen vor allem.
Preity holt tief Luft: „2. Wir brauchen Fachleute für … diese Sache mit der Zauberei! Ich kenne keine. Muss ich erst sondieren!“ Preity recherchiert viel im Internet, aber … ob man da fündig wird?
„Malecantus!!!!“, schlägt Elani spontan vor, sieht ihren Cousin direkt an. Wow, bin ich umgeben von findigen Frauen! So recht warm geworden ist Asante mit diesem Magier nie, aber vielleicht … mit Merlin als Mittelsmann …? Und womöglich … wissen die beiden auch was … von Lotta? Schließlich hat dieser Gregorius ja wohl noch was wieder gut zu machen an dem Rotschopf!
„Da schicken wir dann … auch eine Nachricht hin!“, stimmt der nun immer noch glücklich eingeschriebene Sportstudent Elanis Vorschlag zu. Der letzte Kontakt war auf dem Festival gewesen - zu Merlin … Da müssten wir eine Nummer haben.
„Was?!“, grätscht Preity dazwischen. „Du kommst hier als Flaschengeist an … - übrigens, ihr seht gar nicht aus wie … Geister! Egal! - und dann kennst du auch noch einen echten Magier? Ich meine … ich meine … wieso hast du unserem kleinen ‚Studienzirkel‘ nie davon erzählt?!“
Mild lächelt Asante Preity zu. „Weil ich das a) erst sehr spät erfahren habe, was Malecantus ist und er b) das nicht wünscht, dass über seine Fähigkeit gesprochen wird! Was mich …“, Asante wird jetzt etwas nachdrücklicher und beweist, dass auch er gut aufzählen kann, „… zu c) führt, dich zu bitten, unbedingt Stillschweigen über ihn zu bewahren, Preity. Am besten auch über diese Flaschengeistsache! Das gilt auch für dich, Nishay!“
Das Mädchen schreckt aus einem Gespräch mit Keito vertieft hoch, und nickt gleich eifrig. Wie ein dienstbarer und ehrerbietiger Dschinn gibt sich Asante nicht gerade, bemerkt Preity kurz am Rande, um sich dann mit ihrer Nichte zu befassen.
„Ah, ja 3. Was mache ich mit Nishay?“, führt die wohlstrukturierte Studentin ihre Aufzählung zu ende. Oh je, hoffentlich nichts Doofes!, bangt der Teen ein wenig. Nicht zur Familie zurück …! Sonst werde ich noch mit so einem alten Knacker wie dem Sultan vermählt, weil kein anderer mich Versehrte … noch nimmt. „Auf keinen Fall kannst du zu deinem Vater zurück, Nishay!“, erklärt Preity bestimmt. Das könnte sie ihrer Nichte nie antun. Puh, fällt dem Mädchen sichtbar ein Stein vom Herzen.
Preity weiß wie ihr Bruder Gopal tickt und nunmehr auch über das Vorhaben mit seiner Tochter Bescheid … Vermählung wegen ein ihm wirtschaftlich nützliches Zweckbündnis mit einem recht tyrannischen Sims. Ohne seine unwürdigen Pläne wäre Nishay gar nicht erst weggelaufen und in die Fänge dieser Menschenhändler geraten. Aber das würde mein engstirniger Bruder Gopal nie einsehen …
Keito betrachtet eine Weile Nishay von der Seite. Sie ist sehr hübsch! Sie hat Yuna sicher gefallen! Nur ein bisschen hatte Nishay vom Leben aus dem Serail erzählt. Viel mehr Platz nahm die spektakuläre Flucht in ihren Erzählungen ein. „Yuna war wirklich wunderbar … und ihre Mum! Mut haben die beiden! Ohne sie wären wir nie entkommen …“
Klang fast ein bisschen wie … Schwärmerei? Haben sie sich … geküsst? Lagen Yunas Lippen auf diesen wundervoll geschwungenen?Ein wenig … klang es durch! Bilder entstehen in Keitos Kopf … Sein Blick wandert zu dem Gemälde auf der Staffelei, die im Moment auf der überdachten Terrasse Platz gefunden hat …
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„Strom zu haben ist doch etwas Unglaubliches und nicht überall auf der Erdkugel … so selbstverständlich! Hi Leute!“, lächelt Asante selig seine Kommilitonen auf der anderen Seite des Planten an. Preity braucht bald zehn Stunden für einen Non-Stop-Flug zurück, hatte sie ihm erzählt. Nun grinsen beide das Display von Asantes Handy an. „Alle sind da!“, berichtet Yasemine strahlend, endlich wieder ein Lebenszeichen vom Mitstudenten zu sehen. Erstmal gibt es nur ein Minutenlanges „Hallo!“ und „Froh dich endlich wiederzusehen!“ zwischen allen.
„Ich kann euch gar nicht genug danken, ihr Lieben!“ Asante ist ganz gerührt. Er hatte sich gar nicht mehr um Exmatrikulation bemüht, als sie Hals über Kopf nach Kenia abreisten. Hatte gedacht, das erledige sich von selbst, wenn er sich nicht mehr melde … Und er hatte sich einfach nicht rückgemeldet, auch auf Kontaktversuche hin nicht. Die Umstände sprächen dagegen, war er der Meinung gewesen. Preity hat ihn nun überzeugt, dass das Quatsch ist. Es ist ein Rumwitzeln und Giggeln miteinander, als wäre Asante gar nicht weg gewesen …
Wenn wir Miyu und Yuna gefunden haben, dann … könnte ich mein Studium wieder vollends aufgreifen - vor Ort. Müssen wir eigentlich noch nach den beiden suchen? Sie scheinen ja wohl auf zu sein und vielleicht kann auch Jack sich dann weiter kümmern … Ich meine, hauptsächlich war es ja Keito gewesen, der immer wieder vorwärts gedrängt hatte … Asante will nochmal mit seinem Neffen und seiner Cousine reden … Obwohl ich weiß, dass Elani Miyus Wohl und Wehe auch sehr nahegeht, sieht sie vielleicht ein …
Aber erstmal muss diese Flaschensache geklärt werden … So gerne Asante Preity hat …, ihr dienstbarer abhängiger Dschinn will er nicht bleiben.
„Alles notiert? Fächer gewählt? Dann nichts wie ran, Asante!“, grinst ihm Hiro - ebenfalls ein Sportstudent - gerade entgegen. Fuh, ab jetzt heißt es wieder büffeln. Zumindest den Theorieteil kann Asante online abarbeiten. Und auch praktisch lässt sich einiges umsetzen und zur Prüfung abnehmen. Also jetzt jeden Tag wieder regelmäßig Fitnesstraining, Yeah. Und noch ein bisschen nebenbei … arbeiten.
Preity hat ihnen Jobs in einem der Nobel-Hotel ihres Schwagers hier am Ort vermittelt, damit die Ogbandas etwas Geld zusammenkratzen können - egal, welchen Weg sie demnächst einschlagen werden. Elani wurde mit Kusshänden empfangen. Der Küchenchef wuselte sofort wie ein Wiesel um die ehemalige Fünf-Sterne-Gourmet-Köchin herum. Man hatte vom ‚Elanis‘ – ihrem letzten Engagement in einem hochrangigen Restaurant - in diesem recht westlich ausgerichteten indischen Hotel schon gehört.
Keito überzeugt als versierter Jungkellner mit charmanten Manieren. Und Asante gibt den ‚Personal Trainer‘, um die Pfunde nach den Cremetorten vieler, vieler Hochzeitsfeiern, die hier begangen werden, gleich wieder purzeln zu lassen. Sehr praktisch, Studium und Arbeit verbinden zu können … Gerade geht es ihnen richtig gut! Es fühlt sich mal alles so wirklich safe an. Wenn die leidliche Flaschensache dann auch noch geklärt wäre, … wäre alles wunderbar!
Die gute Preity hat bei ihrem Schwager direkt mal einen kleinen, einen minimalen Ruf fördernden Pluspunkt für diese Personal-Vermittlung gesammelt. Sie scheine ja auch ein paar anständige Leute zu kennen, ließ er durch ihre Schwester Rani bestellen …
Tja, dieses Bild muss Preity irgendwie wieder ein wenig für sich geraderücken … zumindest … in den eigenen vier Wänden …
… und auch noch Nishay vor dem Rest der Familie versteckt halten. D a s gäbe garantiert keine Pluspunkte für Preitys Ruf, wenn die Teenagerin hier entdeckt würde! Zum Glück kennt der bei ihrem Schwager angestellte Hotelmanager ihre Nichte nicht.
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Tage später legt Elani nachdenklich den Hörer auf. Jack war überglücklich gewesen, zu hören, dass Miyu und seine Tochter gesehen wurden und dass es ihnen soweit gut ging. Gleichzeitig war er aber auch entsetzt und in Sorge, was seiner Tochter und ihrer Mutter hätte geschehen können und was noch auf die beiden Frauen zukäme. „Bleibt lieber noch dort an Ort und Stelle!“, war sein Rat an Elani. „Vielleicht folgt Miyu der südlichen Route. Sie hat doch von Nishay die Adresse. Ich meine, wäre das nicht wunderbar, die beiden tauchten dort demnächst auf?“ Er hofft zumindest, dass es so eintreten könnte.
Und erfreuliche Nachricht hatte auch Jack weiterzugeben: „Der WiWo-Coup mit der Polizei war grandios. Ich habe bereits hier in der Botschaft alles unterzeichnet. Die Papiere sind schon auf dem Weg zurück. In einigen Wochen ist alles geklärt. Die Gräber und alles wurden aufgelöst. Miyu und Yuna weilen wieder offiziell unter den Lebenden und es wird auch keine weiteren polizeilichen Nachverfolgungen geben. Ihr … ihr könntet alle zurückkehren … wenn ihr wolltet, außer, nun ja … Keitos Vater … ähm, gehabt ihn wohl …“ Welches Bedauern könnte man schon angesichts dieses unrühmlichen Sims ausdrücken? Da fehlten selbst Jack die rechten Worte.
Keitos Vater! Mein furchtbarer Ex! Elani sucht Ablenkung in der Umtriebigkeit ihrer neuen Wirkungsstätte. Trotzdem muss sie sich mit diesen Gedanken beschäftigen. Wollte ich tatsächlich wieder zurückkehren?Wieder im Elanis arbeiten? Würde Miyu zurückwollen? Und Yuna? Ja, offiziell wäre der Weg wieder frei und Asante mehr als bereit, sein Studium wieder fortzuführen. Er würde sich am wohlsten fühlen, wäre am allerwenigsten mit schweren Erinnerungen belastet. Aber würde Terence Geist nicht über all diesen Orte noch schweben? Zumindest für uns vier? Oder auch für Lotta, die schwere Verletzung durch den Elenden erlitt? Am schlimmsten wäre es sicher für Yuna.Ihr hatte Terence zum Ende am meisten zugesetzt, hauptsächlich um Miyu damit zu treffen,weil die … mir half! Welch ein Kreislauf, der sich grausam schließt.
Elani macht sich weiter an die Arbeit. Versiert hackt sie die Zutaten klein. Die Hände arbeiten automatisch und in Hochgeschwindigkeit bei ihr. Nebenbei verteilt sie noch diverse Aufgaben ans Küchenpersonal. Auch das funktioniert trotz ihrer nicht ganz leichten Abwägungen nach dem Telefonat in der Mittagspause immer noch hervorragend. In der Hinsicht ist Elani hochprofessionell. Sonst hätte sie sich in den ganzen Jahren mit Keitos Vater gar nicht so weit nach oben arbeiten können. Sie ist wieder Küchenleitung in einer Fünf-Sterne-Gastronomie.
Keito arbeitet nur Teilzeit. Elani hat umgehend dafür gesorgt, dass ihr Sohn die internationale Schule am Vormittag besucht. Nishay wurde an den Augen ihrer Familie vorbei ebenfalls in die Schule eingeschleust, damit der Teen noch einen ordentlichen Abschluss hinbekommt. Wie Preity das deichselte, will Elani nicht so genau wissen. Scheinbar geht viel mit genügend Bakschisch, das die Ogbandas von ihren ersten Gehältern sponsern. Irgendwie kauft man auf dem Weg auch Stipendien, die einem dann mordsmäßig viel Schulgeld sparen … Wie gut, dass sie nahezu kostenfrei bei Preity wohnen können.
Um noch mehr zu sparen, kampieren die Ogbandas nachts zuweilen auch in der Flasche, da es die simlischen Grundbedürfnisse auf nahezu null reduziert. Es ist aber auch ordentlich langweilig da drin, wenn man nicht mal schlafen muss. Tja, und meist ist nur … Elani dort. Asante und Keito dagegen … nicht allzu häufig!
Blöd ist auch, dass man jedes Mal von Preity angerufen werden muss und nicht aus freien Stücken kommen und gehen kann. Elani hatte schon mal den Verdacht, dass sie länger in der Flasche warten musste, weil die Studentin gerade sehr … beschäftigt war … mit ihrem Cousin.
Spätestens in zwei Wochen muss Preity zur Uni in Britechester zurückkehren und sie haben noch keine Lösung für das ‚Flaschenproblem‘ - wie es jetzt allseitig genannt wird. Scherzhaft wurden sie auch schon als ‚Flaschenkinder‘ betitelt. Die Ogbandas haben noch nicht mal herausgefunden, was sie überhaupt mit ihrer neuen Daseinsform groß verrichten könnten, außer ‚Komm‘- und ‚Geh‘-Befehlen Folge zu leisten. Wahnsinnig … zauberhaft!
„Flaschengeist?!!! Uh, magische Sonderkategorie!“, hatte Malecantus als erstes am Telefon gestöhnt, als er von ihrem Dilemma erfuhr. „Muss ich recherchieren. Melde mich wieder. Macht keinen Blödsinn, nichts mehr anfassen. Versucht bloß … keine Sprüche! Geht nach hinten los! Oh man, online hab‘ ich auch noch nie in Magie unterwiesen. Reinstes Neuland! Muss mir Merlin assistieren … Bei der Technik!“
Im Telefonat hatte Asante erfahren, dass Merlin jetzt auch Zauberlehrling ist und konsterniert wahrgenommen, dass dieser Tanuí mit den beiden Magiern nun umherzieht. Elanis Cousin wäre fast ausgeflippt: „Dieser … Arsch, … der hatte doch … Lotta … verschleppt! Also, das … das Video habt ihr doch alle gesehen, das ich aufnahm … Damals!“
Asante war schwer zu bremsen gewesen und wäre Tanuí fast noch durch das Handy hindurch angesprungen, wenn er gekonnt hätte, als der ein zaghaftes „Hi!“ auf dem Bildschirm wagte. Das war genau der Kerl, den ich damals gesehen hatte, auf dem Festival …! Der auf den Handybildern!
Elani schwenkt gerade die feingehackten Zutaten in der Pfanne mit dem darin vorgerösteten köstlich duftenden selbst angemischten Curry herum. Indien würzt anders! Elanis Überlegungen drehen gleichfalls im Kreis … Momentan müssen wir warten, bis Malecantus sich wieder meldet. Asante scheint nicht mehr wirklich weiter … oder lieber noch nach Lotta suchen zu wollen.
Bei Keito tut Elani sich gerade sehr schwer, die Lage einzuschätzen … Und sie selber? Ich möchte Miyu beistehen. Für alles, was sie für mich tat! Wäre ihr überhaupt klar, wie wir zueinanderstehen, nachdem Terence nicht mehr ist? Ich trage ihr wie Yuna nichts nach. Es war … ein Unfall. Selbstverschuldet. Niemand zwang ihn, die beiden anzugreifen!
Es zischt laut in der Pfanne, als Elani das würzig geschmorte Gericht mit etwas Mandelmilch ablöscht.
(Vielleicht entdeckt das Spiel auch die wahre Natur der Sims - hinter den Fassaden … … und ick vertell yo blot en groten shiet ? …)