0 Neuanfang … …………………………………………………………………………………………………………………………………………….. Danke für die Erfahrungen und Kenntnisse, die ich im RPG sammeln durfte. Nach einer kurzen rauschhaften Zeit gehen die Geschic...
„Ach wie Herrlich!“, heiter dreht sich Danny mit ausgebreiteten Armen einmal um die eigene Achse und die kleine Kinderschar um sie herum gleich mit. „Es wird Frühling!“ Aufseufzend lässt sie die Arme wieder sinken. „Na, hier oben am Hang merkt man nicht so viel davon, aber unten im Tal werdet ihr die ersten Frühlingsbotinnen schon sehen können. Gut, dass sich der gestrige Schneesturm gelegt hat und die letzte Nacht bereits großflächig geräumt wurde. Wir könnten ja sonst heute gar nicht draußen spielen!“ Strahlend sieht sich die junge Erzieherin in der gleißenden Morgensonne um. Der Schnee glitzert einfach herrlich auf der weiten Ebene. Es war so eine wunderbare Idee von Brett gewesen, hier die Ski-Saison über zu arbeiten.
Dannys Augen suchen die Umgebung nach Lotta und ihrem Kind ab: „Wo bleibt denn nur Takatuka?“Selbst Ansgar ist noch nicht erschienen. Denkt er, heute fällt der Kinderskikurs wegen dem gestrigen Schneegestöber aus?
Janine hebt ihre kleinen Ärmchen Danny entgegen, die sie lächelnd hochnimmt. „Wolf auch nicht da!“, erklärt das kleine Mädchen ernst.
„Decken spielen?“, vermutet Tommy mit leicht undeutlicher Aussprache und Jamal – ganz verständig - steigt gleich aufgeregt drauf ein: „Ja, ja, Taggatugga suchen geh’n!“ Schon steuert er den nächsten Baum an. Dahinter könnte sie doch stecken …
Einen kurzen Moment grübelt die junge Frau nach und hat dann eine grandiose Idee – wie sie findet: „Schauen wir doch nach, ob Lottas Hütte noch eingeschneit ist. Vielleicht können wir ja helfen und Takatuka abholen.“ Begeistertes Händeklatschen der Lütten und sofort streben alle in Richtung von Lottas Knusperhäuschen …
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Verspielt streichen Ansgar Lippen zärtlich über Lottas, als sie sich neben ihm sinnlich rekelnd aus zauberhaften Träumen halbwegs wieder in die Realität emporzuhieven versucht. „Guten Morgen, meine Schöne!“, raunt er ihr mit seiner rauchig samtigen Stimme liebevoll ins Ohr. Überrascht lächelt sie in wonnigen Gefühlen gefangen mit sanftem Augenaufschlag zum Norweger empor. Noch immer vibrieren ihre Sinne nach wie die eines kunstfertig angestimmten Saiteninstruments … Die Nacht war … atemberaubend himmlisch ... Wir haben wohl nur wenige Stunden nach berauschender Leidenschaft geschlafen. Es ist …
Verwirrt runzelt Ansgar die Brauen über den raschen Wandel scheinbarer Erkenntnis in ihrer Mimik: „Bereust du e s etwa?“Oder … m i c h vielleicht?! Lottas Augen werden vor Schreck noch größer: „Nein, nein, oh nein!“Ich hab‘ doch selber … den Anfang gemacht, gestern Abend. Schnell neigt sie den Kopf zu ihm hoch, küsst ihn sacht zur Beschwichtigung: „Ich dachte nur … es ist schon so hell und … Takatuka und der Wolf stürmen vielleicht bald ins Zimmer.“
Nicht ganz von ihrer Erklärung überzeugt forscht Ansgar skeptisch weiter nach: „Und … wäre dir das … unangenehm? Wenn deine Tochter mich hier sieht … bei dir?“ Unsere Beziehung ist … noch immer … recht fragil, stellt er ernüchtert wie enttäuscht fest. Wie war er wohlig aus den Tiefen eines matten Schlafes aufgetaucht und beglückt gewesen, sie noch neben sich liegen zu sehen. Eine ganze Weile hatte er ihre feinen Züge und die vielen winzigen über Nase und Wangen verteilten Sommersprossen studiert, solange sie noch ruhig und fest schlief. Es hatte ihn so sehr erfreut, dass sie von sich aus gestern Nacht die Initiative ergriff und ihm damit zeigte, dass ihr wohl doch mehr an ihm liegt als nur reine kollegiale Freundschaft.
Nun aber überprüfen Ansgars Augen intensiv die möglichen tatsächlichen Aussagen in Lottas wachen schreckgeweiteten ... Sein Mine signalisiert ihr, dass er auf eine erlösende Antwort wartet, ob wirklich alles für sie in Ordnung ist … wie es jetzt ist!
Schüchtert irgendwie gerade … ein! Sein fixierender Blick! Ich hab‘ doch nur … kurz … an mein Kind gedacht, das jeden Moment hier reinplatzen kann!„Ansgar … bitte!“ Flehentlich blinzelt Lotta zum so unvermittelt streng wirkenden Antlitz des Norwegers hoch und fragt sich mittlerweile furchtsam, was sie bloß geritten hat, sich ihm letzte Nacht einfach hinzugeben, sich derart fallen zu lassen. Dabei war sie erst so selig neben ihm erwacht … Aber nun kommt die Besinnung, der Alltag zurück. Was für eine Dummheit. Ich riskiere zu viel. Wir … arbeiten zusammen … Ich kann nicht immer weiterziehen mit Kind, wenn das schief geht!
„Nein, mach das nicht Lotta! Zieh dich nicht wieder vor mir zurück!“ Beschwörend streicht Ansgar ihr über das seidige Haar, vergräbt seine Finger, darin als er den zunehmend zurückhaltenden Ausdruck in ihren großen Augen erkennt. Lotta versucht eilig, ihre Bedenken zurückzudrängen, schmiegt sich wieder etwas Vertrauen fassend eng an seinen warmen Körper, wispert leise … „Entschuldige Ansgar, das will ich doch gar nicht! Aber …“
„Aber was?!“, fragt Ansgar nahezu den Atem vor Anspannung anhaltend, während er die junge Frau fast etwas ruppig um die schmalen Schultern packend mit sich in Sitzposition hochzieht. „Was ist dein Problem, Lotta?“ Sagt sie gleich, es war ein Fehler – gestern Nacht? Bitte nicht!
„Vielleicht … Ich weiß auch nicht … Takatuka wird sich nichts denken … Aber all die anderen … Können wir da … noch ein bisschen … zurückhaltend sein? Wäre das …ok?“, bringt Lotta so fest umfangen scheu stammelnd hervor. „Irgendwie ist das … doch ziemlich blöd. Erst dachten alle, dass ja … und nun denken alle, nee … und jetzt schon wieder … anders! Ist doch ein bisschen peinlich, oder?“ Unsicher schaut sie Ansgar kurz an, während sie etwas auf Abstand zu rücken versucht … Manchmal ist er so … aufbrausend. Hab ich ihn … verärgert, nur weil ich noch ein bisschen … vorsichtig bin?
Doch der Norweger schenkt ihr gerade ein befreites Lächeln, zieht Lotta wieder nah zu sich heran, während er sie zu beruhigen versucht: „Hei, das verstehe ich doch. Wir machen ganz langs…“
Plötzlicher Tumult in der Küche unterbricht Ansgars Rede. Mehrere Personen kreischen durcheinander. Ist Takatuka doch schon wach? Eine weibliche Stimme tritt unter den anderen deutlicher hervor: „Takatuka? Wo ist die Mama? Wie siehst du denn aus?“ Wildes Geplärr folgt: „Decken, decken!“ „Funden!“ „Auch Mampfi ham!“
Lotta und Ansgar zucken wie ertappt zusammen, lauschen stumm und wie eingefroren auf der Bettkante hockend der turbulent fröhlichen Geräuschkulisse im Nebenraum. Tausend Möglichkeiten surren den beiden Rotschöpfen durch den Kopf, wie sie jetzt mit dieser völlig unerwarteten Überraschung umgehen sollten …