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Erdmute-Rebenvon
4 years agoSeasoned Ace
Und weiter geht es mit unserer Weihnachtsgeschichte. Und zu Wort kommt wieder die liebe
Peppermint Shinycrystals
Ja ich bin ein wenig angespannt. Es verändert sich soviel gerade und die Weihnachtvorbereitungen stehen ja auch noch nebenbei an. Dabei läuft es hier im Wichtelhaus ganz gut. Ich habe mich sogar mit meinem Ex-Mann wieder versöhnt. Er hat sich letztens ganz süß bei mir entschuldigt. Zugegeben ein wenig gerührt war ich dabei schon, diese Worte über seine Lippen kommen zu hören. Und ich hab ihm auch verziehen. Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht.
Zusammen sind wir erst mal noch nicht. Zu lange und zu tief sitzen immer noch die Verletzungen. Da brauche ich tatsächlich noch etwas Zeit. Aber ich will ihm die Chance geben. Die Chance mir wieder näher kommen zu dürfen.
Piper und Mistle sogen ihrerseits für eine gelockerte Atmosphäre.
Mit Piper verstehe ich mich wirklich richtig gut. Er ist ein echter Freund.
Und gleichzeitig so vertraut. Er ist wie ein Bruder für mich.
Eines Abends gab er mir den Tipp, dass er vom letzten Markttag seltene Pilze mitgebracht hatte. Diese hat er hier dann auch selbst eingepflanzt und kultiviert.
Da ich ja eine hervorragende Köchin bin, dürfte ich damit koch technisch experimentieren. Und genau das…
werde ich mit Sicherheit versuchen.
Mein Blaubeerkuchen fand schon die höchsten Lobeshymnen.
Merry und Piper haben sich inzwischen auch miteinander angefreundet. Zumindest sieht man sie immer wieder miteinander vertieft in Gespräche.
Unsere Goldy ist mit der Zeit in die Jahre gekommen. Ich befürchte das sie diesen Winter doch nicht mithelfen darf beim Ziehen von Santa´s Geschenkschlitten.
Doch dies macht nichts. Ich hab sie lieb und nur das zählt. Sie soll es ihre letzten Tage gut bei uns haben.
Und da feiern wir schon das 1. Kerzenfest. Der Weihnachts-Countdown beginnt. Ich darf die ersten Kerzen anzünden. Das Haus ist hübsch dekoriert und wir singen gemeinsam Lieder.
Piper hat sogar auf meinen Gesang noch getanzt. Was für ein Scherzkeks. Er bringt mich immer wieder zum Lachen.
Wir haben es inzwischen wirklich schön zusammen.
Da es zweierlei verschiedene Pilze sind, die Piper mir für meine Experimente in den Kühlschrank gelegt hatte, kochte ich auch zweierlei verschiedene Suppen daraus. Beide stellte ich ahnungslos wie ich war in den Kühlschrank zurück. Sollte doch jeder selbst auswählen welche davon seine Lieblingssuppe werden würde.
Und schon bald griffen wir alle irgendwann hinein.
Was ich dann beobachtete, erstaunte mich ein wenig selbst.
Aber wahrscheinlich habe mich da auch nur meine Sinne etwas getäuscht. Ich war mir nicht sicher,- aber es kam mir so vor als würde mein EX sehr die Nähe zu Mistle suchen.
Aber vielleicht täusche ich mich auch. Ach, ich seh schon wieder Gespenster! Dabei wollte ich doch Merry endlich wieder vertrauen.
Aber als Mistle am nächsten Tag sich eine Suppe aus dem Kühlschrank holte, musste ich dann doch lachen wegen ihrer Reaktion.
Sie hustete und keuchte schon nach dem ersten Löffel.
Ob denn das wirklich so scharf sein müsste, fragte sie mich dabei halb empört, halb entsetzt.
Ich antwortete ihr ganz mit einem breiten Grinsen: „Wer nicht scharf essen kann, kann auch nicht heiß lieben!“
Bei Piper war ich mir allerdings nicht so sicher welche der Suppen er erwischt hatte?
Irgendwie wirkte er stiller und ein wenig bedrückt an diesem Tag.
Ein bisschen als ob er Liebeskummer hätte.
Die nächsten Tage waren seltsam. Zwei Männer schwänzelten um mich herum. Und ein jeder war bemüht, mir auf irgendeiner Weise behilflich zu sein.
Die Weihnachtszeit ist auch die Zeit der Plätzle, Gutsle, Hartgebäck… einfach süßes Naschwerk. Und dieses buk ich reichlich.
Mistle hat mal wieder einen Clown gevespert und machte heute wieder reichlich Witze.
Und sieh an,- selbst Merry wurde das irgendwie zu viel.
Trotzdem blieb er bei ihr und verbrachte weiter seine Zeit mit ihr.
Und falls ihr wissen wollte wer dieses Jahr bei uns die Weihnachtsmaus war? :)
Natürlich unsere kleine Naschkatze Mistle. Immer wieder griff sie in den Schank um sich Keks für Keks zu holen.
Aber keine Sorge, ich habe genügend gebacken und ein paar auch an anderen Orten versteckt. Zum Winterfest wird es auf jeden Fall noch was davon geben.
Und dann kam die Nacht des Abschiedes. Ein letztes mal ausgiebig streicheln.
Ich spürte es schon seit einigen Tagen und nun war es so weit.
Und ich war da und stand Goldy bei. Ich nahm ihr die Angst vom Sensenmann indem ich sie einfach mit meinen Armen fest umschloss.
Und dann gab ich sie frei, - frei für immer.