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Erdmute-Rebenvon
3 years agoSeasoned Ace
Nachbarschaftsgeschichten in der Weihnachtswichtelwelt
Am nächsten Nachmittag schleppte Flora Mistle nach Tortosa auf den Marktplatz.
Vor dem Blumenstand verhandelten sie. Mislte war allerdings von dieser Überraschung nicht so begeistert und fühlte sich dabei überrumpelt.
„Was soll das, Flora? Wozu dieser ganze Aufwand?“
„Ach Mistle, ich hab es doch nur gut gemeint. Magst dir nicht hier am Stand die schönen Sträuße dir mal wenigstens ansehen? So ein Brautstrauß muss man beizeiten bestellen, damit der Florist dann auch Zeit dafür hat. Das kannst du nicht auch noch am Hochzeitstag erledigen. Lass dich doch bitte beraten und bestellen kannst du dann auch telefonisch am Vortag.“
Mistle murrte aber leise vor sich hin: „Und eigentlich ist das besorgen die Aufgabe des Bräutigams, aber wie soll das Patchy auch machen, wenn er nicht wegkann?“
Flora versuchte Mislte zu beruhigen: „Meinetwegen soll doch Patchy deinen Brautstrauß bestellen und liefern lassen. Aber vielleicht solltest du ihm einen Tipp geben, welche Blumen in welcher Farbe es sein sollen? Und deshalb sind wir heute hier, um gemeinsam uns die anzuschauen.“
Flora lässt sich vom Verkäufer einen Strauß geben und zeigt ihn Mistle.
„Was meinst du zu dem hier zum Beispiel?“
„Zu blass, Rosen sind zwar schön, aber nur in weiser Farbe? Ich weiß nicht so recht, Flora. Kommt das nicht ein wenig langweilig?“
Mistle schaut nun doch mit in den Blumenstand und entdeckt dort eine Vielzahl an Sträußen.
„Ein bisschen bunter darf mein Brautstrauß schon sein.“
Die beiden Freundinnen diskutierten noch eine ganze Weile und Mistle suchte sich einen schönen Strauß aus. Sie erkundigten sich beim Händler nach den Lieferbedingungen und wie lange vor dem Termin sie den Strauß bestellen müssten? Dieser erklärte den beiden Damen allerdings, dass er keine Auslieferung machen würde. Damit hat er schon schlechte Erfahrungen gemacht, in Zeiten als er tatsächlich noch ausgeliefert hatte. Da hatte er einmal einem Brautpaar auf den ausgemachten Termin den Brautstrauß anliefern wollen. Doch was er nicht wusste, war, dass sich das Paar kurz zuvor getrennt hatte und die Hochzeit somit ins Wasser fiel. Niemand hat mehr daran gedacht, auch den Blumenhändler zu informieren und den Strauß abzubestellen. Dieses beklemmende Gefühl möchte er nicht noch einmal erleben, als er mit dem Brautstrauß in der Hand an der Türe von der Braut klingelte, diese ihm auch öffnete und ihn dann heulend einfach stehen ließ.
Seit diesem Tag nur noch Abholungen. Kein Paar, das sich zuvor getrennt hat, würde auch nur daran denken, bei ihm den Strauß abzuholen. Es war dann zwar schade für den schon reservierten übriggebliebenen Strauß, aber diesen konnte er für den nächsten Tag nochmals auf hübschen und etwas billiger an schnellentschlossene Brautpaare verkaufen. Diesen macht es gewöhnlich auch nicht so viel aus, wenn der Strauß nicht mehr ganz so lange hält und sind oft froh überhaupt noch einen Strauß zu bekommen.
Mistle und Flora haben sich die Geschichten von dem Blumenverkäufer angehört und nickten beide verständnisvoll.
„Na das war doch jetzt gut zu erfahren, Mistle? Was meinst du? Jetzt weißt du schon mehr und den Strauß, den du dir ausgesucht hast, ist wunderhübsch. Du darfst nur nicht vergessen, denn dann auch abzuholen. Was hat der Verkäufer gesagt? Am Nachmittag davor? Das bekommen wir hin. Wenn du zu nervös bist, dann machen wir das für dich.“
Mistle nickte nur, konnte sich aber noch nicht so richtig darüber freuen. Irgendwie war sie noch gar nicht so recht in Hochzeitstimmung.
Flora allerdings war schon so richtig in ihrem Element.
„Du Mistle, da drüben ist auch noch ein Brautmodengeschäft. Sollen wir da auch noch einen Blick hineinwerfen?“
Mistle winkte nur noch ab.
„Bitte heute nicht mehr. Vielleicht ein anderes mal.“
Flora nickte und verstand ausnahmsweise so gar nicht, wieso der Funke auf Mistle nicht überspringen wollte? Sie hatte doch selbst gesagt, dass sie Patchy heiraten will. Oder hat sie sich das inzwischen wieder anders überlegt?
Flora schüttelte den Kopf. Nein, das kann nicht sein! Sonst hätte Mislte ja was zu ihr gesagt. Immerhin ist sie auch ihre Trauzeugin.
Flora hatte für Mislte noch einen weiteren Ablenkungspunkt mit Anja zusammen geplant. Und Anja erwartete sie auch schon. Doch so angespannt wie Mistle momentan ist, wusste Flora nicht so recht, wie sie es ihr jetzt beibringen soll? Denn mit Anja zusammen hatte sie ein Probeessen geplant, an dem sie Mistle heute einladen wollten. Denn selbst wenn Mislte und Patchy zu Hause heiraten, sollte doch für die Gäste später etwas auf dem Tisch stehen.
So fragte Flora Mistle ganz vorsichtig: „Würdest du mich noch ein Stück begleiten? Wir treffen auch die Anja. Wir wollten uns etwas anschauen und würden uns freuen, wenn auch du uns deine Meinung dazu sagen könntest? Es würden uns wirklich freuen.“
Mistle willigte ein.
Etwas später saßen die drei Freundinnen in einer kleinen Kirche. Anja und Flora starrten ganz verträumt nach vorne und sahen schon die schönsten Bilder vor sich. Doch Mistle fragte sich in diesem Moment wirklich, ob das die Freundinnen wirklich ernst meinen?
Haben die beiden tatsächlich sie gefragt, ob ihr dieser Ort gefallen würde und ob sie sich vorstellen könnte, dass darin Pepper und Piper heiraten?
Ausgerechnet sie? Warum fragen sie nicht gleich Piper oder Pepper?
Aber nein!
Natürlich haben Flora und Anja sich dann angeschaut und bemerkt, dass sie soeben in einen riesigen Fettnapf getreten sind. Schnell haben sie hinterher gefügt, dass sie selbstverständlich, Piper und Pepper selbst diesen Ort empfehlen möchten. Doch Mistle würde die beiden schon so lange kennen und wahrscheinlich besser wissen, wie diese darüber denken? Es gäbe ja auch noch andere Kirchen und Orte, wo man heiraten kann.
Mistle zuckte zuerst teilnahmslos mit ihren Schultern. Was sollte sie dazu auch sagen? Möglich, dass diese Kirche den beiden gefällt? Sie selbst hätte tatsächlich gefallen an dieser kleinen Kirche gefunden. Aber das ist ja nicht möglich.
Etwas später saßen die drei in dem zugehörigen Festsaal.
Der Totengräber und Gelenheits-Offiziant Kurti und der Geistersensenmann. Zusammen betreuen diese beiden die Friedhofs-Parkanlage um diese kleine Kirche.
Der Cateringservice hat eine kleine Auswahl für das Probe-Dinner geliefert.
Flora versicherte Mistle, dass sie dies auch nachkochen könnte, falls Mistle und Patchy das wünschen.
Jetzt endlich lächelte Mistle.
Flora hatte, wenn es um das Essen ging, so viele kreative Ideen. Damit konnte sie Mistle begeistern.
Flora und Anja freuten sich darüber, dass Mislte endlich etwas lockerer wurde. So eine Hochzeit samt Vorbereitung sollte doch auch ein Grund zum Freuen sein. Mistle wird schon noch sehen, was noch alles möglich sein wird, wenn sie sich bloß darauf einlassen kann.
Mistle schaute sich ein wenig um und entdeckte jetzt auch die Tanzfläche am Ende der Tafel. Da sie wusste, dass Piper leidenschaftlich gern tanzt und Pepper da auch nicht abgeneigt ist, sagte sie dann endlich: „Ich denke dieser Ort würde wirklich Piper und Pepper sehr gut gefallen. Ich werde diesen Ort den beiden empfehlen. Sollen sie sich ihn ruhig selber anschauen.“
Flora zwinkerte sofort Anja zu, was so viel hieß wie: Bingo! Der Funke scheint endlich übergesprungen zu sein und Mistle freut sich hoffentlich jetzt auch auf ihre Hochzeit.
Zur Auflockerung wurden dann auch noch die Knochen kräftig ausgeschüttelt auf der Tanzfläche.
Mistle schaute anfänglich noch etwas nachdenklich, als würde sie jetzt selbst überlegen, wie sie sich ihre Hochzeit zu Hause gestalten könnte.
Doch dann konnte sie endlich auch ihre letzten Bedenken abschütteln und sie freute sich jetzt richtig auf die weiteren Planungen.
Am nächsten Nachmittag schleppte Flora Mistle nach Tortosa auf den Marktplatz.
Vor dem Blumenstand verhandelten sie. Mislte war allerdings von dieser Überraschung nicht so begeistert und fühlte sich dabei überrumpelt.
„Was soll das, Flora? Wozu dieser ganze Aufwand?“
„Ach Mistle, ich hab es doch nur gut gemeint. Magst dir nicht hier am Stand die schönen Sträuße dir mal wenigstens ansehen? So ein Brautstrauß muss man beizeiten bestellen, damit der Florist dann auch Zeit dafür hat. Das kannst du nicht auch noch am Hochzeitstag erledigen. Lass dich doch bitte beraten und bestellen kannst du dann auch telefonisch am Vortag.“
Mistle murrte aber leise vor sich hin: „Und eigentlich ist das besorgen die Aufgabe des Bräutigams, aber wie soll das Patchy auch machen, wenn er nicht wegkann?“
Flora versuchte Mislte zu beruhigen: „Meinetwegen soll doch Patchy deinen Brautstrauß bestellen und liefern lassen. Aber vielleicht solltest du ihm einen Tipp geben, welche Blumen in welcher Farbe es sein sollen? Und deshalb sind wir heute hier, um gemeinsam uns die anzuschauen.“
Flora lässt sich vom Verkäufer einen Strauß geben und zeigt ihn Mistle.
„Was meinst du zu dem hier zum Beispiel?“
„Zu blass, Rosen sind zwar schön, aber nur in weiser Farbe? Ich weiß nicht so recht, Flora. Kommt das nicht ein wenig langweilig?“
Mistle schaut nun doch mit in den Blumenstand und entdeckt dort eine Vielzahl an Sträußen.
„Ein bisschen bunter darf mein Brautstrauß schon sein.“
Die beiden Freundinnen diskutierten noch eine ganze Weile und Mistle suchte sich einen schönen Strauß aus. Sie erkundigten sich beim Händler nach den Lieferbedingungen und wie lange vor dem Termin sie den Strauß bestellen müssten? Dieser erklärte den beiden Damen allerdings, dass er keine Auslieferung machen würde. Damit hat er schon schlechte Erfahrungen gemacht, in Zeiten als er tatsächlich noch ausgeliefert hatte. Da hatte er einmal einem Brautpaar auf den ausgemachten Termin den Brautstrauß anliefern wollen. Doch was er nicht wusste, war, dass sich das Paar kurz zuvor getrennt hatte und die Hochzeit somit ins Wasser fiel. Niemand hat mehr daran gedacht, auch den Blumenhändler zu informieren und den Strauß abzubestellen. Dieses beklemmende Gefühl möchte er nicht noch einmal erleben, als er mit dem Brautstrauß in der Hand an der Türe von der Braut klingelte, diese ihm auch öffnete und ihn dann heulend einfach stehen ließ.
Seit diesem Tag nur noch Abholungen. Kein Paar, das sich zuvor getrennt hat, würde auch nur daran denken, bei ihm den Strauß abzuholen. Es war dann zwar schade für den schon reservierten übriggebliebenen Strauß, aber diesen konnte er für den nächsten Tag nochmals auf hübschen und etwas billiger an schnellentschlossene Brautpaare verkaufen. Diesen macht es gewöhnlich auch nicht so viel aus, wenn der Strauß nicht mehr ganz so lange hält und sind oft froh überhaupt noch einen Strauß zu bekommen.
Mistle und Flora haben sich die Geschichten von dem Blumenverkäufer angehört und nickten beide verständnisvoll.
„Na das war doch jetzt gut zu erfahren, Mistle? Was meinst du? Jetzt weißt du schon mehr und den Strauß, den du dir ausgesucht hast, ist wunderhübsch. Du darfst nur nicht vergessen, denn dann auch abzuholen. Was hat der Verkäufer gesagt? Am Nachmittag davor? Das bekommen wir hin. Wenn du zu nervös bist, dann machen wir das für dich.“
Mistle nickte nur, konnte sich aber noch nicht so richtig darüber freuen. Irgendwie war sie noch gar nicht so recht in Hochzeitstimmung.
Flora allerdings war schon so richtig in ihrem Element.
„Du Mistle, da drüben ist auch noch ein Brautmodengeschäft. Sollen wir da auch noch einen Blick hineinwerfen?“
Mistle winkte nur noch ab.
„Bitte heute nicht mehr. Vielleicht ein anderes mal.“
Flora nickte und verstand ausnahmsweise so gar nicht, wieso der Funke auf Mistle nicht überspringen wollte? Sie hatte doch selbst gesagt, dass sie Patchy heiraten will. Oder hat sie sich das inzwischen wieder anders überlegt?
Flora schüttelte den Kopf. Nein, das kann nicht sein! Sonst hätte Mislte ja was zu ihr gesagt. Immerhin ist sie auch ihre Trauzeugin.
Flora hatte für Mislte noch einen weiteren Ablenkungspunkt mit Anja zusammen geplant. Und Anja erwartete sie auch schon. Doch so angespannt wie Mistle momentan ist, wusste Flora nicht so recht, wie sie es ihr jetzt beibringen soll? Denn mit Anja zusammen hatte sie ein Probeessen geplant, an dem sie Mistle heute einladen wollten. Denn selbst wenn Mislte und Patchy zu Hause heiraten, sollte doch für die Gäste später etwas auf dem Tisch stehen.
So fragte Flora Mistle ganz vorsichtig: „Würdest du mich noch ein Stück begleiten? Wir treffen auch die Anja. Wir wollten uns etwas anschauen und würden uns freuen, wenn auch du uns deine Meinung dazu sagen könntest? Es würden uns wirklich freuen.“
Mistle willigte ein.
Etwas später saßen die drei Freundinnen in einer kleinen Kirche. Anja und Flora starrten ganz verträumt nach vorne und sahen schon die schönsten Bilder vor sich. Doch Mistle fragte sich in diesem Moment wirklich, ob das die Freundinnen wirklich ernst meinen?
Haben die beiden tatsächlich sie gefragt, ob ihr dieser Ort gefallen würde und ob sie sich vorstellen könnte, dass darin Pepper und Piper heiraten?
Ausgerechnet sie? Warum fragen sie nicht gleich Piper oder Pepper?
Aber nein!
Natürlich haben Flora und Anja sich dann angeschaut und bemerkt, dass sie soeben in einen riesigen Fettnapf getreten sind. Schnell haben sie hinterher gefügt, dass sie selbstverständlich, Piper und Pepper selbst diesen Ort empfehlen möchten. Doch Mistle würde die beiden schon so lange kennen und wahrscheinlich besser wissen, wie diese darüber denken? Es gäbe ja auch noch andere Kirchen und Orte, wo man heiraten kann.
Mistle zuckte zuerst teilnahmslos mit ihren Schultern. Was sollte sie dazu auch sagen? Möglich, dass diese Kirche den beiden gefällt? Sie selbst hätte tatsächlich gefallen an dieser kleinen Kirche gefunden. Aber das ist ja nicht möglich.
Etwas später saßen die drei in dem zugehörigen Festsaal.
Der Totengräber und Gelenheits-Offiziant Kurti und der Geistersensenmann. Zusammen betreuen diese beiden die Friedhofs-Parkanlage um diese kleine Kirche.
Der Cateringservice hat eine kleine Auswahl für das Probe-Dinner geliefert.
Flora versicherte Mistle, dass sie dies auch nachkochen könnte, falls Mistle und Patchy das wünschen.
Jetzt endlich lächelte Mistle.
Flora hatte, wenn es um das Essen ging, so viele kreative Ideen. Damit konnte sie Mistle begeistern.
Flora und Anja freuten sich darüber, dass Mislte endlich etwas lockerer wurde. So eine Hochzeit samt Vorbereitung sollte doch auch ein Grund zum Freuen sein. Mistle wird schon noch sehen, was noch alles möglich sein wird, wenn sie sich bloß darauf einlassen kann.
Mistle schaute sich ein wenig um und entdeckte jetzt auch die Tanzfläche am Ende der Tafel. Da sie wusste, dass Piper leidenschaftlich gern tanzt und Pepper da auch nicht abgeneigt ist, sagte sie dann endlich: „Ich denke dieser Ort würde wirklich Piper und Pepper sehr gut gefallen. Ich werde diesen Ort den beiden empfehlen. Sollen sie sich ihn ruhig selber anschauen.“
Flora zwinkerte sofort Anja zu, was so viel hieß wie: Bingo! Der Funke scheint endlich übergesprungen zu sein und Mistle freut sich hoffentlich jetzt auch auf ihre Hochzeit.
Zur Auflockerung wurden dann auch noch die Knochen kräftig ausgeschüttelt auf der Tanzfläche.
Mistle schaute anfänglich noch etwas nachdenklich, als würde sie jetzt selbst überlegen, wie sie sich ihre Hochzeit zu Hause gestalten könnte.
Doch dann konnte sie endlich auch ihre letzten Bedenken abschütteln und sie freute sich jetzt richtig auf die weiteren Planungen.