Hallo allerseits. Am 09. April 2016 öffnete das Genetic-Project (GP) seine Pforten. Mit allen angefangen hat es mit der sogenannte "Genforschungchallenge", die ich damals auf einer anderen Si...
((Ich hoffe, dass es ok ist, dass ich gerade so viel an Geschichte raus haue. Möchte gerne wieder in der Familie spielen, aber nicht bevor ich einen Großteil aufgeschrieben habe ;-) ))
Fortsetzung Afeni M'Baye und Mários Nikiforos - G1
Der Verdacht von Summer fiel auf fruchtbaren Boden. Tatsächlich keimte dieser Gedanke auch in Afeni's Kopf, wurde jedoch rigoros unterdrückt. Ein Schnelltest am nächsten Tag wies auch in Windeseile zwei dunkelrote Striche auf, die auf eine Schwangerschaft hindeuteten. Afeni bekam dezent Panik und beruhigte sich mit dem Gedanken, dass es durchaus auch "falsch positive" Testergebnisse gab. Dennoch musste sie nun auch ihrem Mann davon berichten, der tatsächlich keinerlei Vermutungen in die Richtung gehabt hatte. Seine erste Freude wich dann aber echtem Mitgefühl gegenüber seiner Frau. Immerhin lag ihre Aussprache erst wenige Tage zurück und vermutlich war Afeni zu diesem Zeitpunkt schon schwanger. Oder? Beide Eheleute durchforsteten ihre Köpfe nach DER einen Nacht und kamen letztendlich auf dasselbe Ergebnis: Es musste in den Flitterwochen gewesen sein, kurz vor dem Streit. Manch einer wird jetzt den Kopf schütteln, denn: Auch über Verhütung hatten die zwei nie richtig gesprochen, sondern eher am Rande. Afeni nahm keine hormonellen Verhütungsmittel und Mários' benutzte bei Bedarf Kondome. In dieser Nacht war es die beiden so überkommen und dachten gar nicht an Verhütung. Nach dem Versöhnungsgespräch haben beide konsequent mit Kondom verhütet, natürlich hätte es auch ein kaputtes Kondom sein können. Doch Afeni war mittlerweile deutlich runder geworden, sodass es für die zwei eher unwahrscheinlich war. Wie dem auch sei, ein Termin bei einer Gynäkologin brachte Gewissheit. Afeni war bereits im 2. Trimester schwanger und würde eine Tochter zur Welt bringen. Den Ultraschallberechnungen zufolge muss ES tatsächlich während der Flitterwochen auf dem Campingplatz passiert sein. Plus minus wenige Tage, danach haben die zwei aufgrund der Streitigkeiten allerdings nicht das Bett miteinander geteilt. Also konnte man es drehen und wenden wie man will - das Schicksal hatte schon lange entschieden.
Für Afeni blieb es bei der Suspendierung, sie suchte allerdings das Gespräch mit Kollegen und Vorgesetzten. Ausnahmslos alle gratulierten ihr und zeigten Verständnis. Afeni sollte zurück in den Dienst kommen wann sie wollte und so lange sie sich, aufgrund der Schwangerschaft, die Arbeit zutraute. Überraschenderweise blieb Afeni tatsächlich noch einige Tage zuhause, das hätte wohl keiner vermutet. Afeni spürte, dass sie sich erst an die Umstände gewöhnen müsste und daran, dass es nun kein Zurück mehr gab. Mittlerweile war sie traurig, dass sie ungewollt schwanger war. An die Tatsache ein Kind zu bekommen hatte sie sich erstaunlich schnell gewöhnt. Und ein bisschen Freude musste sie sich auch eingestehen. Was darauf folgte war allerdings Trauer und auch Wut. Sie bekam ein Kind, dass von Mários', nicht aber von ihr gewünscht war. Sie würde diesem Kind geben was sie konnte. Und es ereilte sie auch etwas, das wohl viele ungewollt Schwangere überkam - das Wollen eines ungewollten Kindes. Doch was würde sie ihrer Tochter sagen, wenn sie irgendwann nach ihrer Entstehung fragen würde? Würde sie ihr die Wahrheit sagen können und wie würde sie reagieren? Oder sollte sie auf eine Lüge ausweichen? Afeni nutzte die freie Zeit weiterhin um ihre Freunde zu treffen. Meistens war ihr Zuhause der Treffpunkt, das hatte sich früh so eingebürgert. Das tat ihr auch in Hinsicht auf die Schwangerschaft und der damit einhergehenden Stimmungsschwankungen gut, denn ein Jeder hatte stets ein offenes Ohr auf aufmunternde Worte für ihre liebe Freundin.
Mários, der überglückliche werdende Vater, umhegte seine Ehefrau wo es ging. Mittlerweile waren sie noch vertrauter miteinander geworden. Mários hatte stets ein offenes Ohr für Afeni zum reden und eine Schulter zum ausweinen. Er konnte wunderbar mit den Gefühlen seiner Ehefrau umgehen, die hin und wieder Achterbahn fuhren. Instinktiv schien er zu wissen, was sie wann brauchte.
Wieder ins vollständige Gleichgewicht kam Afeni dann durch ihre Rückkehr zur Arbeit. Sie freute sich und hatte keineswegs Angst, die Verbrecher ihrer Schandtaten zu überführen, da sie nun schwanger war. Eher das Gegenteil war der Fall, denn nun hatte sie eine weitere Motivation, die Stadt noch friedlicher zu gestalten - für ihr ungeborenes Kind. Afeni bekam jede Unterstützung ihrer Kollegen, die sie brauchte und übernahm etwas mehr Schreibtischarbeit als sonst. Ansonsten blieb alles wie gehabt.
Was Afeni jedoch keinesfalls eingrenzen wollte war ihre sportliche Aktivität. Wann immer möglich betätigte sie sich auf dem Laufband oder der Streckbank. Meistens auf der Wache, denn Mários betrachtete dies äußerst skeptisch. Er hatte Angst um seine beiden "Frauen", denn auch die Gynäkologin riet Afeni dazu, sportlich kürzer zu treten. So dachte Mários, dass seine Ehefrau auf die Ärztin hörte, ohne dass sie es tatsächlich tat.
Trotzdem konnte Afeni den Fortschritt ihrer Schwangerschaft nicht aufhalten. Es musste erneut eine größere Dienstuniform her. An diesem Tag ging über Afeni und Mários ein Wolkenbruch nieder, als ob das Schicksal ihr noch Salz in die Wunde streuen wollte.
Afeni war am glücklichsten, wenn sie einer sportlichen Betätigung nachgehen konnte. So hatte sie zumindest das Gefühl, die Macht über ihren Körper zu behalten.
Mários war natürlich verliebt in seine Afeni wie eh und je. Mit fortschreitender Schwangerschaft fand er sie zunehmend attraktiver. Gerade, wenn sie zuhause in Unterwäsche rumlief, konnte er sie nur bestaunen. Afeni sah das natürlich anders und blickte nicht mehr gerne in den Spiegel. Ihr Ehemann gab sich größte Mühe, sie spüren zu lassen, wie begehrenswert er sie nach wie vor fand.
Die Verbrecher sahen natürlich auch, das Afeni schwanger war. Und der ein oder andere versuchte auch sich ihren Umstand zunutze zu machen und an ihre Menschlichkeit zu appellieren. Doch vergeblich - wer schuldig war hatte nichts zu lachen.
Auch zuhause ging Afeni den gewohnten Tätigkeiten nach. Da waren sie und Mários schon immer gleichberechtigt gewesen. Wer zuhause war und ausreichend Ressourcen hatte, erledigte die Hausarbeit.
Dann ging Afeni einen für sie sehr schweren Schritt. Sie bereitete die Übergabe an eine Kollegin vor und damit ihren vorübergehenden Abschied. Die Schwangerschaft forderte ihren Tribut, manches mal befürchtete Afeni, dass sie nicht nur ein Kind bekäme.
Afeni war bereits im fortgeschrittenen 3. Trimester, die Geburt stand also durchaus kurz bevor. Und eine Geburt auf der Wache musste nun doch nicht sein. Also räumte Afeni vorerst ihren Posten - und zog auch durchaus Vorteile daraus. Denn nun hatten sie und Mários' deutlich mehr Zeit miteinander. Seine Arbeitszeiten waren sehr regelmäßig und so konnten beide noch ihre Ehe pflegen, bevor sie ein kleines Mädchen auf Trab halten würde.
Beide freuten sich auf die Geburt, als es dann jedoch so weit war überkam sie auch ein Stück weit Bedauern, über die nun endende Zweisamkeit ...