Hallo allerseits. Am 09. April 2016 öffnete das Genetic-Project (GP) seine Pforten. Mit allen angefangen hat es mit der sogenannte "Genforschungchallenge", die ich damals auf einer anderen Si...
Die Zeit ging ins Land und aus dem pflegeleichten Baby war ein ziemlich anspruchsvolles Kleinkind geworden.
Mários war nach wie vor mit Herzblut Papa. Ob er Akia-Dorea was beibrachte, mit ihr kuschelte, sie tröstete oder ins Bett brachte - er machte alles mit allem was er geben konnte. Er vergötterte das kleine Mädchen und das Mädchen machte klar, dass Papa ihr König war. Sie hatten schon sehr früh eine enge Bindung zueinander.
Afeni beobachtete die beiden manchmal auch ein bisschen neidisch. Von außen betrachtet waren Vater und Tochter ein Dreamteam, es sah immer sehr innig und idyllisch aus. Auch kleine Fetzen Eifersucht drangen durch, wofür Afeni sich sehr schämte. Es ging hier doch um ihre eigene Tochter. Das lag vielleicht auch daran, dass die Mama sich im Gegensatz zum Papa an Akia-Dorea manchmal die Zähne ausbiss. Was bei Mários oft flutschte war bei ihr ein langwieriger Akt. Zum Beispiel der Gang zum Töpfchen klappte meist nicht und kaum war die Windel an, ging das Geschäft in eben jene, sodass Afeni genervt die Windel wechselte, die sie ihr gerade erst angezogen hatte.
Manches Quengeln missinterpretierte sie auch hin und wieder. Dann gab sie ihrer Tochter was zu essen, statt das müde Kind ins Bett zu bringen. So schlief Akia-Dorea denn auch durchaus mal am Tisch ein.
Auch das ins Bett bringen mit einer Geschichte gestaltete sich eher schwierig. Afeni hatte einfach kein Händchen für eine heimelige Atmosphäre in der die Kleine sich wohlfühlte und schnell einschlief. Stattdessen verließ Afeni das Zimmer irgendwann genervt und das kleine Mädchen schlief manchmal alleine ein und manchmal weinte sie, sodass Papa zu Hilfe eilte.
Lediglich wenn Afeni von der Arbeit kam entstand zwischen den beiden ein intimer und sehr liebevoller Moment. Akia-Dorea freute sich ihre Mama zu sehen. Selbst wenn sie in Sportkluft kam, weil sie lieber heim wollte statt erst zu duschen. Genauso freute sich das Mädchen auch morgens, wenn ihre Mutter sie aus dem Bett holte. Oft waren diese Augenblicke in Windeseile vergessen.
Besonders glücklich waren alle, wenn Besuch da war. Akia-Dorea war ein absolutes Goldstück und alle freuten sich, an ihrer Entwicklung teilhaben zu dürfen. Die Kleine liebte es, wenn viel los war im Haus und zu diesen Zeiten klappte es wundersame Weise auch zwischen Mutter und Kind wesentlich besser, deswegen hatte die Familie in diesen Zeiten besonders oft Besuch. Dann lief einfach alles reibungslos und entspannt. Gerade, wenn Afeni mal mit dem Kind alleine war, organisierte sie schon im Vorfeld die Freizeit und lud viele Freunde ein.
Natürlich war es auch grundsätzlich entspannt, wenn Mários dabei war. Doch dann hatte Afeni stets das Gefühl, das fünfte Rad am Wagen zu sein. Sie fühlte sich irgendwie ausgrenzt, weil Akia-Dorea immer eher bei Mários war denn bei ihrer Mama. Das versetzte ihr oft einen schmerzhaften Stich und gleichzeitig ärgerte sich Afeni über ihre kindischen Gedanken.
Doch hin und wieder gab es auch einfach harmonische Familienmomente, die sich bei allen dreien ins Herz brannten.
So näherte sich unwillkürlich der erneute Geburtstag, an dem Akia-Dorea zum Kind werden sollte. Die stolzen Eltern ließen sich nicht lumpen und organisierten ein tolles Fest und nichts sollte fehlen.
Alle Anwesenden feierten das kleine Mädchen, welches teils ein wenig verwirrt war aufgrund der Aufmerksamkeit. Doch im großen und ganzen kostete Akia-Dorea diesen besonderen Tag aus. Während Mários ein wenig um sein kleines Mädchen trauerte, dass nun schon wieder größer wurde war Afeni froher, um jeden Tag den das kleine Mädchen älter wurde. Sie hoffte, dass es mit dem herangereiften Schulkind einfacher werden würde. Gleichzeitig hegte Afeni ein Geheimnis, dass es noch zu verkünden galt ....