Hallo allerseits. Am 09. April 2016 öffnete das Genetic-Project (GP) seine Pforten. Mit allen angefangen hat es mit der sogenannte "Genforschungchallenge", die ich damals auf einer anderen Si...
Das neue Baby lebte sich gut ein in Afeni's Bauch. Die werdende Mama nahm es mit ihrer Figur diesmal nicht ganz so dramatisch. Sie machte wieder leicht vermehrt Sport, doch ließ auch mal fünfe gerade sein. Afeni hatte ja anhand ihrer ersten Schwangerschaft und Geburt gesehen, dass sie scheinbar gutes Genmaterial hatte und in Windeseile zu ihrer schlanken Figur zurückfinden konnte. Das entspannte sie für die jetzige Schwangerschaft immens. Allerdings fühlte sie sich diesmal nicht so pudelwohl wie beim ersten mal. Allgemein ging sie entspannter mit der neuen Situation um. Körperlich war sie oft angeschlagen. Müde, schlapp, lustlos. Sie hatte auch recht früh schon Übungswehen, die es zu verarbeiten galt. Auf den Gang zur Gynäkologin verzichtete Afeni diesmal, sodass das Geschlecht eine Überraschung sein würde. Sie fühlte sich gut damit und fühlte intuitiv, dass alles gut ist mit dem Kind.
Wie kam es eigentlich dazu, dass ein zweites Kind gezeugt wurde? Mários machte den ersten Schritt. Er verbrachte einen romantischen Abend mit seiner Ehefrau, als das kleine Mädchen schlief. Sie redeten viel, lachten und tauschten Zärtlichkeiten aus. Dann eröffnete Mários seiner Frau, dass er gerne ein weiteres Kind hätte. Gleichzeitig versicherte er ihr, dass die Entscheidung bei ihr liegen würde. Mários war mit seiner Tochter und Ehefrau glücklich. Ein weiteres Kind wäre einfach die Sahne auf dem Kuchen. Er wäre mit beiden Wegen glücklich. Afeni hatte an diesem Abend etwas zu viel Alkohol getrunken und machte Mários, eigentlich aus Spass, folgendes Angebot :" Wenn es heute Nacht einschlägt, dann soll es so sein". Daraufhin verführte sie den verdutzten Mários nach allen Regeln der Kunst. Und war dann wenige Wochen später überrascht, dass es tatsächlich eingeschlagen hat in jener Nacht. Mários freute sich extrem und konnte sein Glück kaum fassen. Afeni hatte hoch gepokert - und ob sie nun gewonnen oder verloren hat liegt wohl im Auge des Betrachters. Es war zwar ein Glücksspiel, doch Afeni hatte die Konsequenzen akzeptiert. Und so fiel ihr die Annahme dieser Schwangerschaft wesentlich leichter. Auch Akia-Dorea freute sich auf ihre Beförderung zur großen Schwester und beobachtete fasziniert, den stetig wachsenden Bauch.
Mários machte viel mit seiner Tochter, auch um seine Ehefrau zu entlasten. Die Schwangerschaft setzte ihr wirklich zu. Sie arbeitete schon zeitig recht wenig und vermehrt am Schreibtisch, um sich zu schonen.
Eines Abends veranstalteten Akia-Dorea und ihr Papa eine Wasserbombenschlacht. Sie waren gerade mitten im Spiel und hatten eine Menge Spaß. Da rief Afeni mit schmerzverzerrter Stimme nach ihrem Ehemann. Sie hatte plötzlich furchtbare Schmerzen und machte sich Sorgen um ihr ungeborenes Kind. Sie wollte gerade das Badezimmer reinigen, als ein stechender Schmerz ihren Körper durchfuhr.
Mários fackelte nicht lange und rief den Rettungswagen. Mit Sirene und Blaulicht kam Afeni in ein Krankenhaus, die auf Frühgeburten spezialisiert war. Es waren für Mários und seine Tochter dramatische Stunden. Erst beruhigte er sein Kind und rief dann Summer an, die auf Akia-Dorea achten sollte, während er zu seiner Frau fuhr. Akia-Dorea schlief dann auch ein, kurz bevor Summer eintraf und machte sich auf den schnellsten Weg ins Krankenhaus. Dort erwartete ihn dann eine Überraschung. Seine Frau lag im Operationssaal, denn die Plazenta hatte sich gelöst und somit schwebten Frau und Kind in Lebensgefahr. Es wurde sofort ein Kaiserschnitt durchgeführt. Das Personal führte Mários in ein Patientenzimmer, in welches seine Frau nach der OP gebracht werden sollte. Die Kinder würden auf die Kinderintensivstation gebracht. Äh, Kinder?
Wochen später hatte sich das neue Familienleben gut eingespielt. Afeni konnte diese furchtbare Zeit verarbeiten und Frieden schließen. Woran sie nach wie vor etwas knabberte - es waren Zwillinge geworden, zwei Jungen. Damit hatte keiner in der Familie gerechnet. Nun konnte Afeni allerdings ihre frühen Erschöpfungssymptome und Schwäche nachvollziehen. Wäre sie vielleicht doch besser zur Gynäkologin gegangen, wenigstens ein mal ...
Mários war, wie schon bei ihrer Tochter, hin und weg von den beiden Kindern. Eigentlich war das Geschlecht ihm egal, doch irgendwie machte es ihn stolz, dass er zwei Stammhalter gezeugt hatte. Auch Akia-Dorea war von Beginn an in ihre Brüder vernarrt. Und sie unterstützte ihre Eltern so gut wie sie konnte.
Afeni haderte ein kleines bisschen mit ihrem Schicksal, dass sie von gewollt kinderlos zur dreifachen Mama geworden war. Und sie würde nie verstehen, warum sich die Menschen so veränderten und kindisch wurden, wenn sie in Kommunikation mit einem Baby traten.
Auch Kind 2 und 3 wurden nicht gestillt, sodass Mários die Babypflege übernehmen konnte. Er hatte sich wieder Elternzeit genommen und Afeni ging vorerst auch nur Teilzeit arbeiten. Zwei Babys machten doch deutlich mehr Arbeit als nur ein Schreihals.
Und die Namen sollt ihr natürlich auch erfahren. Das Baby sollte den Nachnamen des gleichen Geschlechts erhalten, also bei einem Mädchen M'Baye und ein Junge Nikiforos. Die Vornamen lauteten Lado-Phileas und Kunto-Nelio. Lado - afrikanisch, zweitgeborene; Phileas - griechisch, der, der Freude bringt Kunto - afrikanisch, drittgeboren; Nelio - griechisch, der Starke
Somit hießen die drei Kinder Akia-Dorea M'Baye, Lado-Phileas Nikiforos und Kunto-Nelio Nikiforos.