Hallo allerseits. Am 09. April 2016 öffnete das Genetic-Project (GP) seine Pforten. Mit allen angefangen hat es mit der sogenannte "Genforschungchallenge", die ich damals auf einer anderen Si...
Leif von Schönhaar kehrte seinem Elternhaus den Rücken, um ein eigenes Leben auf die Beine zu stellen. Einerseits war es entspannt gewesen, in einer gut betuchten Familie groß zu werden. Wenngleich ihn schon immer interessierte, wie die Familie zu Reichtum gelangt war. Es gab keine nennenswerten Hinweise auf adelige und reiche Vorfahren, doch das "von" gekauft zu haben wollte er seinen Eltern auch nicht zutrauen. Wie dem auch sei, das Leben zuhause wurde ihm zu berechenbar und irgendwie auch langweilig. Wie schön erwähnt hatte es seine guten Seiten ohne Probleme leben zu können. Leif konnte Freunde treffen und sich seiner Leidenschaft, dem Programmieren, hingeben. Doch war das das Leben? So entschied er sich dazu, ein eigenes Häuschen zu beziehen und gleichzeitig im Schutz seiner Familie zu bleiben und verweilte weiterhin in Willow Creek. Schon nach den ersten Tage landete er allerdings auf dem Boden der Tatsachen. Es war für den verwöhnten Adelssohn eine krasse Umstellung von voll umsorgt auf selbst versorgen. Und dabei half es ihm auch nicht, dass er sehr pingelig war, wenn es um Ordnung und Sauberkeit ging.
Einkaufen, kochen, abspülen, putzen - er musste alles von der Pike auf lernen. Zwar hat er ein nennenswertes Startkapital seiner Familie erhalten (die insgeheim über sein Vorhaben schmunzelten), doch Leif wollte gut haushalten und nicht als Bettler und Versager zurückkehren. Somit stand es außer Frage, einen Butler oder Hausmädchen zu engagieren. Leif ging ebenso ganz klassisch arbeiten. Besonders darüber rümpfte seine Herkunftsfamilie die Nase. Nach einem anstrengenden Tag versackte Leif dann vor dem Fernseher oder am Computer. Dieses normale Arbeiterleben strengte ihn sehr an und er entwickelte Respekt der arbeitenden Gesellschaft gegenüber.
Auch aß Leif oft alleine, was ihn allerdings nicht so sehr störte. Eigentlich war es ihm egal ob Gesellschaft anwesend war oder nicht. Zumindest, wenn es Erwachsene waren. Hatte er die Wahl zwischen Alleinsein oder der Gesellschaft von Kindern so würde er ohne Frage Ersteres bevorzugen. Für die kleinen Bewohner der Stadt hatte Leif nichts über, außer er hatte Lust die kleinen mit schelmischen Aktionen zu ärgern.
Nach den ersten Tagen hatte sich Leif eingewöhnt und nahm fortan mehr am sozialen Leben teil. Ihm war es zwischenzeitlich doch etwas langweilig geworden und er suchte vor allem Spaß mit dem weiblichen Geschlecht. Zuvor lagen ihm die Teenagermädchen zu Füßen und er hätte mit seinem schmucken Aussehen und der untadeligen Erziehung die Bandbereit an Frauen zur Wahl gehabt. Der Nachteil war allerdings, dass ausnahmslos jedes der Mädchen eine Familie hatte haben wollen. Und jedes Mädchen, dem Leif von seiner Abneigung gegen Kinder erzählte, suchte fluchtartig das Weite. So änderte er seine Strategie und ging nur noch lockere Beziehungen ein. Dies wurde beiderseits klar kommuniziert und Leif erzielte erste Erfolge.
Entwickelten sich jedoch Gefühle so trennte Leif sich rigoros und ließ nicht nur ein gebrochenes Herz hinter sich zurück. Doch Leif war ein Mensch, der nicht zurückblickte und so ging er die nächste Freundschaft plus ein.
Doch auch Leif sollte seine Grenzen noch kennenlernen.