Sul, Sul und hallo, ihr lieben =) Hier möchte ich nun meine Geschichte teilen. Vorher aber ein paar Worte zum Ablauf: Mein Ziel ist es, so viele Generationen wie möglich zu spielen. Dabei lasse...
Danke, @Julchens77 =) Für Kinder ist so etwas immer schwierig. Leider glauben viele (komischerweise gerade häufig Mädchen), dass sie Schuld am Streit der Eltern haben. Umso wichtiger, ihnen auch "Erwachsenenkram" zu erklären... Mandy ist oft so in ihrer eigenen Welt gefangen, dass sie gar nicht mitbekommt, wie unempathisch sie manchmal ist.
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(Willow Creek) Nirvelli konnte es kaum erwarten. Endlich war ihr Geburtstag gekommen. Und damit bekam sie ihren eigenen Computer - wie von Salim versprochen. "Herzlichen Glückwunsch, mein Sonnenschein." Salim hielt seine Große fest im Arm. "Ich bin so stolz auf dich, Nirvelli. Du bist ein wunderbarer Sim geworden." "Das ist nicht mein Verdienst. Ich hatte und habe einen großartigen Papa." Glücklich lächelte sie ihren Stiefvater an. Salim schwieg freudestrahlend und tätschelte liebevoll Nirvellis Oberarm.
~~~~~~~~~~~~~~~~~°~~~~~~~~~~~~~~~~~ (Evergreen Harbor) Mandy war an diesem Morgen früh aufgestanden. Sie hatte lange mit sich gerungen, aber letzte Nacht endlich eine Entscheidung getroffen. Entschlossen griff sie zum Telefon und wählte die Nummer ihrer Chefin.
"Hallo, Hickenbottom hier.", sagte sie. "Ja, ich weiß, es ist früh. Aber ich habe ein sehr dringendes Anliegen.... Ich möchte meinen restlichen Urlaub nehmen... Ja, sofort... Nein, das wird nicht möglich sein, denn... Ja, ich verstehe, es ist nur so, dass ich nicht wieder kommen werde... Weil ich kündige... Ganz recht... Das ist zwar nett von Ihnen, aber ich habe die Nase voll. Ich will nicht mehr. Ich brauche etwas Neues... Das ist wirklich nicht mein Problem... Gut, dann leben Sie wohl... Danke." Mandy atmete auf. Sie spürte, dass sie einen weiteren Schritt in Richtung Freiheit getan hatte. Das gestrige Gespräch mit Jonas hatte ihr den nötigen Mut gegeben, ihre Arbeit zu kündigen. Bis vor einigen Tagen dachte sie, ihre Zukunft läge bei Tina. Aber dem war nicht so. Zufrieden setzte Mandy sich vor den Kamin und beobachtete das knisternde Feuer. Jonas war eine gute Wahl. Er war unkompliziert und spontan. Mit ihm gab es keine lästigen Geheimnisse. Und ein guter Liebhaber war er auch.
Es hatte eine kleine Weile gedauert, aber nun war sie auf dem Weg der Besserung. Das spürte sie. Sie dachte kaum noch an Tina und ihre hinterhältigen Lügen. Sollte sie doch zusehen, wie sie mit sechs Gören zurechtkam. Mandy hatte solche Probleme nicht mehr. Sie war nun vollkommen frei. Schwungvoll stand sie auf und zog sich an. Die letzten Tage hatte sie immer mit einem ausgiebigen Spaziergang begonnen und so wollte sie es auch heute machen. Voller Energie verließ sie das Haus und drehte ihre Runde. An den städtischen Ausblick hatte sie sich inzwischen gewöhnt und sogar einige Ecken gefunden, die ihr trotz der schlechten Luft, gut gefielen.
Sie hatte etwa die Hälfte der Strecke zurück gelegt, als sie ein merkwürdiges Gefühl im Nacken bekam. Von irgendwo her hörte sie die Sirenen eines Einsatzwagens - sie hätte kaum sagen können, ob es sich dabei um Polizei, Krankenwagen oder Feuerwehr handelte. Aber als sie sich umblickte und eine dicke Rauchwolke hinter der Landschaft aufsteigen sah, wusste sie sofort, dass etwas passiert war. Einige Sekunden erstarrte sie. "Jonas.", hörte sie sich flüstern. "Jonas..." etwas lauter. Dann rannte sie los. "JONAAAAAS!!" Sie schrie aus voller Brust, als könnte er sie hören und antworten, dass es ihm gut ginge. Panisch rannte sie die Straße entlang, verlor beinahe einen Schuh, kam ins Stolpern, fing sich gerade rechtzeitig auf und rannte weiter, direkt auf die Rauchwolke zu. Mit Tränen in den Augen kam sie schließlich an. Aber es war zu spät. Die Feuerwehrleute räumten gerade ihre Sachen zusammen. "Mein Beileid,", sagte einer von ihnen, aber Mandy nahm ihn kaum wahr. Sie starrte auf den verbrannten Boden der Terrasse. Und dort, vor dem zerstörten Grill, hatte der Sensenmann nur noch eine Urne hinterlassen. Schluchzend brach sie zusammen. Jonas war tot.
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Am Nachmittag, nach der Schule, kamen die ersten Gäste. Salim und Nirvelli hatten zusammen Kuchen gebacken. Das Geburtstagskind machte Musik und wurde gleich darauf von Tane kräftig umarmt. "Alles Gute, Süße.", flüsterte er in ihr Ohr. "Danke." Sie drückte ihn fest an sich. Er roch gut und sie hatte in der letzten Zeit immer ein angenehm warmes Gefühl in seiner Nähe.
"Hast du etwas von deiner Mutter gehört? Ob sie vorbei kommt?", fragte Salim im Vorbeigehen. Nirvelli ließ Tane los und schüttelte den Kopf. Ich habe sie seit Tagen nicht gesprochen." "Diese Frau ist immer für Überraschungen gut. Warten wir es ab." Salim tischte den Kuchen auf und machte sich dann daran, Picasso aus dem Bett zu schälen. Er war gerade dabei, ihm den Mittagsschlaf abzutrainieren und so durfte der kleine Mann nicht zu lange liegen.
Nirvelli saß mit Tane am Tisch, aß ein Stück von dem Kuchen. "Der ist super gelungen.", lobte Tane, der gerade sein Stück aufgeputzt hatte. "Stimmt. Aber ich habe nicht so viel dazu beigetragen. Das meiste hat Salim gemacht." Die Tür öffnete sich und Mandy kam herein.
"Mama," "Nirvelli sprang auf und wollte ihre Mutter umarmen. Mandy allerdings sah sie kaum an. Mit glasigen Augen murmelte sie: "Alles Gute." und ging direkt zum Kuchen, um sich ein Stück zu nehmen. Nirvelli wusste nicht, wie sie reagieren sollte und setzte sich mit ernster Mine wieder hin. "Ist alles in Ordnung mit ihr?", flüsterte Tane. "Woher soll ich das wissen?", entgegnete sie reserviert. "Sie ist eben merkwürdig."