Sul, Sul und hallo, ihr lieben =) Hier möchte ich nun meine Geschichte teilen. Vorher aber ein paar Worte zum Ablauf: Mein Ziel ist es, so viele Generationen wie möglich zu spielen. Dabei lasse...
Danke, ich bin froh und erleichtert, dass es gefällt =D War schon eine kleine Herausforderung und bin gespannt, wie viele etwas damit anfangen können ^^
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Am nächsten Tag, als Nirvelli Bücher aus ihrem Spint holen wollte, sprach Chris sie an. Zuerst bemerkte sie gar nicht, dass er mir ihr sprach. Aber es war sonst niemand da, also drehte sie sich zu ihm herum. "Du bist doch die Schwester von Oryana oder?" Im Stillen dachte sie sich, was das für eine blöde Frage war. Jeder hier hatte inzwischen mitbekommen, dass sie Schwestern waren. Außerdem hatte er schon bei ihnen am Tisch gesessen. "Ja.", sagte sie. Er nickte lachend: "Sie ist ziemlich direkt oder?" "Ja, manchmal." "Ihr seid euch nicht sehr ähnlich.", stellte er weiter fest. Leicht genervt bemühte sie sich, lässig zu wirken. Sie verstand nicht, worauf diese Konversation hinauslaufen sollte. Wollte er sie nun auch noch beleidigen? Oryana war die Coole und sie selbst hatte nichts davon? "Tut mir leid, ich muss los."
Sie schnappte ihre Sachen und ging hinunter zu den Toiletten. Als sie wenige Minuten später in der Klasse ankam, saß Chris in der ersten Reihe. Angeregt unterhielt er sich mit Oryana. Nirvelli seufzte stumm und setzte sich neben ihre Schwester.
"... -gentlich nichts Besonderes, aber es is cool, zusammen abzuhängen.", sagte Chris. "Ja, das klingt gut.", nickte Oryana. "Also sehen wir uns?" "Wie könnte ich dem Captain widersprechen?", kicherte sie. Er nickte zufrieden, stand auf und ging. "Was war das denn?", fragte Nirvelli.
"Wir haben ein Date." Oryana strahlte übers ganze Gesicht. "Was soll das heißen?" "Du und ich gehen zum Football-Training." "Was? Nein." Nirvelli war entsetzt. Ihre Schwester wusste genau, dass sie von solchen Veranstaltungen nichts hielt. "Aber ich habe ihm zugesagt." "Dann sagst du eben wieder ab. Ich verstehe dich nicht. Warum machst du Dates für mich ab?"
"Ich wollte dir nur helfen." Oryana schien tatsächlich bestürzt über Nirvellis Reaktion. "Mit Tane ist es ja nicht so gut gelaufen." "Ich brauche deine Hilfe nicht. Und ich will sie nicht. Was stimmt denn nicht mit dir?" Jetzt war Nirvelli wirklich wütend. Was fiel Oryana ein, so über sie hinweg zu bestimmen? Sie hatte kein Recht, sich ein Urteil darüber zu bilden, wie es mit Tane gelaufen war. Sie wusste gar nichts darüber, wie es in ihrer Schwester aussah. Sie kannte das Gefühl der Zurückweisung nicht. Sie hatte immer die Aufmerksamkeit von allen bekommen.
"Wo liegt denn das Problem? Wir lernen doch nur Leute kennen." "Du solltest dich etwas mehr auf den Unterricht konzentrieren.", riet Nirvelli ihrer Schwester. "Wer sagt, dass ich das nicht tu?" "Das alles ist doch nur ein Spiel für dich. Du baggerst ihn an, seit du hier angefangen hast." "Warum nicht? Er ist nett." Nirvelli traute ihren Ohren nicht. Skeptisch sah sie ihre Schwester an und sagte: "Er ist ein Idiot."
"Okay, ja, er ist ein Idiot. Aber er ist so süß dabei. Wie ein süßer, kleiner Hamster, der zu oft von seinem Laufrad geplumpst ist." Augenrollend wandte Nirvelli sich ab. "Mach, was du willst. Ich gehe da nicht hin." "Och, bitte. Wir haben früher immer alles zusammen gemacht." Oryana bettelte regelrecht. Es fehlte nur noch, dass sie auf die Knie fiel. "Das stimmt nicht." "Aber es hätte so sein sollen. Komm schon, tu mir den Gefallen. Das wird dich von gestern abend ablenken."
Nirvelli schnaubte verachtend. Das Problem bei diesem Argument war, dass es vermutlich stimmte. Tane spukte ihr tatsächlich die ganze Zeit im Kopf herum. Spät in der Nacht hatte er eine Nachricht geschickt, in der stand, dass er sie diese Woche noch treffen wollte. Dieser Gedanke machte sie nachhaltig nervös. Ja, sie war angespannt. Und ja, etwas Ablenkung würde ihr gut tun. "Schön,", maulte sie schließlich, "aber danach benimmst du dich nicht mehr wie eine rollige Katze." Oryana lachte: "Ha! Na gut, wenn dich das glücklich macht, Schwesterherz."