Sul, Sul und hallo, ihr lieben =) Hier möchte ich nun meine Geschichte teilen. Vorher aber ein paar Worte zum Ablauf: Mein Ziel ist es, so viele Generationen wie möglich zu spielen. Dabei lasse...
Als die Schwestern am Nachmittag beim Spielfeld ankamen, waren schon einige am Trainieren. "Da ist er.", rief Oryana. "Lass uns hingehen und Hallo sagen." "Sollten wir das nicht später machen? Ich meine, sie haben doch schon angefangen. Da stören wir nur." "Ich glaube nicht, dass - " "Können wir es nur ein Mal so machen, dass ich mich auch damit wohlfühlen kann?" Mit großen Augen sah Oryana ihre ältere Schwester an. Sie wirkte wirklich etwas unglücklich. "Klar.", lächelte sie freundlich und gemeinsam setzten sie sich.
"Also,", begann Oryana, "was ist das mit Tane? Wirst du ihn treffen?" Nirvelli nickte. "Natürlich. Er will mir etwas Wichtiges erzählen. Er kommt morgen, wenn er mit seinem Kram zu Hause fertig ist." "Morgen schon." Ihre Schwester staunte. "Bist du aufgeregt?" "Total." Sie musste etwas verlegen schmunzeln, fing sich gleich wieder und fügte hinzu: "Aber es wird schon alles gut gehen." "Glaubst du, er mag dich?" "Ich weiß es nicht. Ich dachte es. Aber jetzt... weiß ich es einfach nicht mehr." Etwas traurig schaute sie zu Boden. Oryana nahm ihre Hand und drückte sie liebevoll. "Egal, was er sagt. Ich bin für dich da. Okay?" Nirvelli nickte gerührt. Eine Weile sahen die Mädchen den Sportlern zu - Sie warfen das Ei hin und her, rannten Bahnen im Dauerlauf und im Sprint, warfen das Ei hin und wieder zurück und rannten wieder Bahnen.
"Wie lange geht eigentlich so ein Training?", murmelte Oryana irgendwann. Nirvelli war sich nicht sicher, ob die Frage an sie gerichtet oder nur ein lauter Gedanke war. "Keine Ahnung.", zuckte sie schließlich mit den Schultern. "Ich glaube, das reicht jetzt." Entschlossen stand das jüngere Mädchen auf und betrat das Feld. Niemand schien sich dafür zu interessieren oder versuchte gar, sie aufzuhalten. Ungehindert marschierte sie zu Chris und begann mit ihm zu reden. Nirvelli war ihr auf einige Schritte gefolgt, auf halber Strecke aber stehen geblieben und beobachtete die beiden. Es war nicht das erste Mal, dass ihre kleine Schwester ihr imponierte. Sie machte sich einfach keinen Kopf darüber, was andere über sie dachten. Sie war ein richtiger Freigeist, mit sich selbst im Reinen und es gab nur sehr wenige Dinge, die sie einschüchtern konnten. Und nahezu jeder mochte sie dafür. Auch Chris schien ihr nicht böse zu sein, dass sie ihn nun schon das zweite Mal beim Training störte.
Nirvelli fragte sich, was Oryana wohl zu ihm sagte. Sie machte noch zwei Schritte und spitzte ihre Ohren. "... gesagt, es wird lus... , aber ... weilen uns." Oryana sprach in ihrem charmanten Tonfall. Chris lachte. "Okay, viellei... das Richtige fü... fen." "Was reden die da?" Nirvelli wirbelte erschrocken herum. Lucas stand plötzlich neben ihr, den Blick ebenfalls auf die beiden gerichtet. "Ich... bin nicht sicher.", antwortete Nirvelli verlegen. "Hängen die jetzt öfter zusammen ab?" "Tut mir leid, ich weiß soviel wie du."
"Wie war dein Name noch mal?" "Nirvelli." Er nickte. "Das klingt interessant. Ist das... indianisch?" "Ja." Er trat einen Schritt zurück und musterte sie von oben bis unten. "Du siehst nicht indianisch aus.", stellte er fest. Ein verspieltes Schmunzeln huschte über ihr Gesicht. "Nein.", sagte sie. "Wollen wir weiter hier stehen wie Spanner oder gehen wir rüber zum ungleichen Paar?" "Lass uns hingehen.", nickte sie und bemerkte nicht, dass ihr schon wieder ein Lächeln über die Lippen rutschte.
"Was redet ihr da die ganze Zeit?", fragte Lucas mit kräftiger Stimme. "Ich glaube, dein Kumpel will mich einladen, aber irgendwie ist das Angebot schwach." "Um den heißen Brei herumlabern... Das kann er gut." Lachend gab er dem Blonden einen Fausthieb in den Oberarm. Mit verzogener Mine rieb Chris sich die Stelle.
"Du musst ihm verzeihen. Er ist es nicht gewohnt, dass Mädchen einen eigenen Willen haben. Was haltet ihr zwei davon, wenn wir für euch kochen? Wir haben ein Apartment in der Stadt mit super Ausblick." Die Schwestern tauschten stumme Blicke aus und nickten sich dann zu. "Nur der Ausblick reicht. Wir wollen euch nicht überfordern.", grinste Oryana. "Umso besser. Macht ihr eine Zeit ab, ich passe mich dann an. Muss mich beeilen. Habe noch etwas zu tun." Mit einem Winken in die Runde verabschiedete sich Lucas und war schnell hinter der Sporthalle verschwunden. Auch Chris blieb nicht mehr lange. So waren die Schwestern nur noch unter sich, als Nirvelli sagte: "Danke, dass du mich hergeschleppt hast. Es hat wirklich gut getan, etwas Anderes zu sehen." "Wir beide werden immer zusammen halten, Velli."