Forum Discussion
5 years ago
Ort: San Myshuno, Jazzclub
Viola bemerkt den Blick der jungen Frau. Sie scheint nicht gerade erfreut über das, was sie sieht. Doch gerade, als Viola der Frau "Was glotzt du so?", zurufen wollte, läuft diese kopfschüttelnd weiter um sich mit einer Rothaarigen zu unterhalten. "Gut so!", denkt Viola selbstzufrieden, "die ist wohl eingeschüchtert!"
Die Bar füllt sich immer mehr. Lilly hätte nicht gedacht, wie schwer es werden könnte. Einzelne Menschen draußen waren kein Problem. Aber diese Menschenmassen hier.. und immer dieser unwiderstehliche Duft... dieser Duft... "Tu es,", forderte eine Stimme in ihr, "du willst es doch auch. So ein kleiner Snack zwischendurch" - "Nein!", wehrte sich Lilly in Gedanken, "Ich kann nicht! Ich..." Sie spürt, wie sich Schweißperlen auf ihrer Stirn bildeten. Sie kann nicht die Kontrolle verlieren, sie darf nicht! Schließlich hatte sie extra dafür gesorgt, nicht durstig zu sein. Durst oder nicht, der Stimme scheint das egal zu sein. Sie drängt auch weiterhin. Lilly darf nicht nachgeben!
Dieser Kampf ist anders als damals als Mensch, als sie mit ihrem inneren Schweinehund kämpfte, ob sie das letzte Stück Torte stehen lassen oder es verspeisen sollte. Es ist, als ob eine Bestie in ihr lebt, die nach Blut dürstet. "Tu es!", verlangte die innere Stimme erneut. Doch auch Lillys Anstrengungen werden größer: "Fokus, Lilly, Fokus! Du darfst nicht die Kontrolle verlieren!" Lilly spürt, wie ihr vor Anstrengung die Hände zittern. "Diese Nacht gehört der Musik!"
Erst, als Viola und andere Gäste sie anstarren, bemerkt Lilly, dass sie den letzten Satz geschrien hat. "Ups..." Sie ist erschöpft. Und doch spürt sie Erleichterung. Es ist, als hätte ihr Ruf ihr wieder zu einem klaren Kopf verholfen. Die Bestie ist verstummt... vorerst. Zur gleichen Zeit fängt auch die Band zu spielen an. Lilly lächelt. Nun, da es etwas anderes gibt, auf dass sie sich konzentrieren könnte, würde es einfacher werden. Sie schließt ihre Augen und lauscht dem wunderbaren Rocksong. Sie lässt sich von der Melodie treiben und hat den Blutduft bald darauf wieder vergessen.
Viola starrt ihre Mutter an. Sie kennt dieses Gefühl. Als sie alt genug wurde, und ihre Kräfte das erste Mal ihr Potential entfalteten, hatte sie ähnliche Probleme, als sie dann auf eine Menschengruppe traf. Im Gegensatz zu Lilly war es ihr damals nicht gelungen, dem Drang zu widerstehen. Mittlerweile ist Viola in der Schule mit so vielen Menschen zusammengetroffen, dass sie die Bestie nur noch dann hört, wenn der Durst zu groß wird. Lilly hingegen hatte ihre Schulzeit noch als Mensch verbracht und sich danach eher von Menschen ferngehalten. Es muss wohl sehr überwältigend gewesen sein, im Jazzclub so vielen davon auf einmal zu begegnen. Und doch hat sie die Kontrolle nicht verloren. Viola spürt, wie stolz sie auf ihre Mutter ist. Sie wirft ihr einen verstohlenen Blick zu. Lilly wirkt mittlerweile wieder ganz entspannt. Es ist deutlich, wie sehr sie die Musik genießt.
Worauf Viola jedoch hätte verzichten können, ist die Aufmerksamkeit durch Lillys Schrei. Doch zum Glück hatte die Band genau in diesem Moment zu spielen angefangen. Sie hofft, dass viele Leute es daher gar nicht erst mitbekommen haben. Und die, die es gehört haben, denken doch hoffentlich, es habe sich lediglich um einen Anfeuerungsruf für die Band gehandelt.
Viola bemerkt den Blick der jungen Frau. Sie scheint nicht gerade erfreut über das, was sie sieht. Doch gerade, als Viola der Frau "Was glotzt du so?", zurufen wollte, läuft diese kopfschüttelnd weiter um sich mit einer Rothaarigen zu unterhalten. "Gut so!", denkt Viola selbstzufrieden, "die ist wohl eingeschüchtert!"
Die Bar füllt sich immer mehr. Lilly hätte nicht gedacht, wie schwer es werden könnte. Einzelne Menschen draußen waren kein Problem. Aber diese Menschenmassen hier.. und immer dieser unwiderstehliche Duft... dieser Duft... "Tu es,", forderte eine Stimme in ihr, "du willst es doch auch. So ein kleiner Snack zwischendurch" - "Nein!", wehrte sich Lilly in Gedanken, "Ich kann nicht! Ich..." Sie spürt, wie sich Schweißperlen auf ihrer Stirn bildeten. Sie kann nicht die Kontrolle verlieren, sie darf nicht! Schließlich hatte sie extra dafür gesorgt, nicht durstig zu sein. Durst oder nicht, der Stimme scheint das egal zu sein. Sie drängt auch weiterhin. Lilly darf nicht nachgeben!
Dieser Kampf ist anders als damals als Mensch, als sie mit ihrem inneren Schweinehund kämpfte, ob sie das letzte Stück Torte stehen lassen oder es verspeisen sollte. Es ist, als ob eine Bestie in ihr lebt, die nach Blut dürstet. "Tu es!", verlangte die innere Stimme erneut. Doch auch Lillys Anstrengungen werden größer: "Fokus, Lilly, Fokus! Du darfst nicht die Kontrolle verlieren!" Lilly spürt, wie ihr vor Anstrengung die Hände zittern. "Diese Nacht gehört der Musik!"
Erst, als Viola und andere Gäste sie anstarren, bemerkt Lilly, dass sie den letzten Satz geschrien hat. "Ups..." Sie ist erschöpft. Und doch spürt sie Erleichterung. Es ist, als hätte ihr Ruf ihr wieder zu einem klaren Kopf verholfen. Die Bestie ist verstummt... vorerst. Zur gleichen Zeit fängt auch die Band zu spielen an. Lilly lächelt. Nun, da es etwas anderes gibt, auf dass sie sich konzentrieren könnte, würde es einfacher werden. Sie schließt ihre Augen und lauscht dem wunderbaren Rocksong. Sie lässt sich von der Melodie treiben und hat den Blutduft bald darauf wieder vergessen.
Viola starrt ihre Mutter an. Sie kennt dieses Gefühl. Als sie alt genug wurde, und ihre Kräfte das erste Mal ihr Potential entfalteten, hatte sie ähnliche Probleme, als sie dann auf eine Menschengruppe traf. Im Gegensatz zu Lilly war es ihr damals nicht gelungen, dem Drang zu widerstehen. Mittlerweile ist Viola in der Schule mit so vielen Menschen zusammengetroffen, dass sie die Bestie nur noch dann hört, wenn der Durst zu groß wird. Lilly hingegen hatte ihre Schulzeit noch als Mensch verbracht und sich danach eher von Menschen ferngehalten. Es muss wohl sehr überwältigend gewesen sein, im Jazzclub so vielen davon auf einmal zu begegnen. Und doch hat sie die Kontrolle nicht verloren. Viola spürt, wie stolz sie auf ihre Mutter ist. Sie wirft ihr einen verstohlenen Blick zu. Lilly wirkt mittlerweile wieder ganz entspannt. Es ist deutlich, wie sehr sie die Musik genießt.
Worauf Viola jedoch hätte verzichten können, ist die Aufmerksamkeit durch Lillys Schrei. Doch zum Glück hatte die Band genau in diesem Moment zu spielen angefangen. Sie hofft, dass viele Leute es daher gar nicht erst mitbekommen haben. Und die, die es gehört haben, denken doch hoffentlich, es habe sich lediglich um einen Anfeuerungsruf für die Band gehandelt.