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Fischreuse
5 years agoSeasoned Ace
Ort: San Myshuno Nr. 8 - Villa Långstrump
Charaktere: Lotta
Geschichtsstrang: Rocknacht 5.16 - Lottas Kampf
Es ist spät geworden in der lauen Frühlingsnacht. Sie tänzelt noch … kick kick, Seitwärtschritt … die Straße entlang als sie unmittelbar in Sichtweite ihres Hauses nahe den Docks leise Schritte und einen Schatten noch aus dem Augenwinkel hinter sich wahrnimmt. Eindeutig ein Nachtschatten, der sich bemüht, nicht gleich gehört zu werden. So dicht beim Haus! Töchterchen, Takatuka! Geraten sie zunehmend in Gefahr? Spricht sich bei den Zwielichtern der Nacht herum, dass dort eine scheinbar ‚schutzlose‘ allein erziehende Mutter mit Kind lebt - in nicht gerade familientauglicher Umgebung?
Schwerter, Rapiere, Degen … alle im Haus! Natürlich hatte sie in diesem Rock und in einer erhellten Bar nichts zum eigenen Schutz dabei. Pippilotta überlegt kurz, dann tänzelt sie weiter als habe sie scheinbar nichts bemerkt, lauscht aber konzentriert in den Hintergrund. Ja, die Schritte folgen. Ist es hier nur ungünstig oder wollen die Schritte … zum Haus? Kurz vor der Haustür taucht Pippilotta schnell in die Schatten ihrer Gartensträucher ab und schleicht zur hinteren Tür, um diese leise zu öffnen und im Dunklen einzutreten. Kind und Wolf schlafen, sie hört das leise Schnorcheln vom Wolf im Nebenzimmer. Er soll jetzt nicht anschlagen. Sie will wissen, wem oder was die Schritte draußen gelten. Dass es ein Nachtschatten ist, muss sie sich von Böser Wolf nicht mehr bestätigen lassen. Schnell holt sie im Dunklen ihre Rapiere, kleidet sich in Tauglicheres um, flicht das offene Haar schnell zusammen und verlässt das Haus leise wieder über die Hintertür.
Wie erwartet, ihr plötzliches Abtauchen hat erst einmal für Irritation gesorgt. Der Nachtschatten schleicht ums Haus, scheint es auskundschaften zu wollen. Böser Wolf muss die nächsten Nächte um das Haus herum Wacht halten. Ausgehen ist erst mal nicht möglich. Wehret den Anfängen, denkt sich Pippi, es gilt jetzt Stärke und Furchtlosigkeit zu zeigen, absolute Kampf- und Wehrbereitschaft, ansonsten hätten Takatuka und sie keine ruhige Nacht mehr. Es geht um viel. In Vorbereitung auf einen Kampf sammelt sie zunehmend ihre Konzentration und alle ihre Kraft, wird ruhig, kalt überlegend. Nicht direkt beim Haus. Sie wird ihn etwas weiter entfernt stellen. Sie muss ihn wieder vom Haus fortlocken. Dort drüben im Laternenlicht wird sie sich zeigen, schleicht am Nachtschatten vorbei und eilt zur anderen Straßenseite hinüber.
Während sie sich im fahlen Laternenlicht präsentiert und tatsächlich eine schale Gestalt aus ihrem Garten sich ihr nähert, schätzt sie bereits auf diese Entfernung ab, dass er ihr nicht im Geringsten gewachsen sein wird. Leichtes Spiel, sie lacht leise in sich hinein und wendet sich wieder dunkleren Gefilden in Richtung der westlichen Docks zu. Sie möchte noch mehr Abstand zum Haus schaffen und sicher nicht Zeugen ihrer ‚Erziehungsmethoden‘ riskieren. Nein, das hat sie schon verstanden. D a s ist hier nicht erwünscht. Dann wäre s i e das öffentliche Ärgernis.
Ihr Vorteil: Er würde sie unterschätzen. Die Kraft ihrer Kindheit hat sie nicht mehr, aber sie ist bei Weitem stärker als hier allgemein einer Frau zugetraut wird, täglich trainiert und im Umgang mit ihren ‚Pflug-Geräten‘ so etwas von behänd. Ja, da drüben im Schatten, da soll es sein. Die ‚Erziehung‘ beginnt. Sie stoppt mitten im Lauf, wendet sich umgehend um, er folgt schnell auf und wäre fast in sie rein gestolpert. Erneute Irritation! Perfekt!
„Du Schnepfe!“, fährt der Nachtschatten sie wütend und erschrocken an, „Du und dein Balg, euch kriegen wir schon!“ – „Wir? Im Moment bist du aber allein!“ Sie wird das ‚Wir‘ schon aus ihm ‚rauskitzeln‘.
Sie zieht zu seinem Entsetzen ihre Rapiere, lacht erneut und wirft ihm eines der beiden sogar zu: „Wollen w i r es nicht gleich h i e r austragen, wer wen dran kriegt?“ Bei diesem Wiesel fühlt sie sich selbst in einem bewaffneten Duell noch absolut sicher. Er weiß ja gar nicht, was er mit einem Rapier anstellen soll.
„Du musst schon etwas näher rücken, sonst wird das nichts!“ ruft Viktualia – ihr Name im Schatten der Nacht – dem defensiv operierenden Subjekt entgegen.
„Ich mach‘ dich fertig,“ schreit der mittlerweile Erzürnte nun lauthals. „Aber sicher doch,“ kontert Viktualia gelassen.
„Oh hoho, da wird aber einer mutig,“ witzelt die Angegriffene genüsslich, ohne auch nur den Hauch einer Hebung ihres Atems zu zeigen, währen der Angreifer bereits in schwitzendes Schnaufen gerät.
„Nun denn, kommen w i r zum Ende, bevor d i r noch die letzte Puste ausgeht“, verkündet Viktualia und zieht mit einem Rechtsschwung dem Nachtschatten quasi das Hemd aus der Hose. „Touché!“
„Wer ist w i r?“ verlangt Viktualia nun zu wissen. Das Wiesel faselt augenblicklich: „Nur ein Kumpel noch, bitte. Wir wollten auch nicht viel. Nur ein paar Gerätschaften aus deinem Schuppen. Da haben wir uns auch vorher schon bedient, als das Haus noch leer stand.“ Er ist tatsächlich nicht mehr als eine Ratte. „Du hättest eine unvermögende Mutter und ihr Kind beraubt! Nur um dein klägliches Leben zu versorgen?“ Das Wiesel winselt nur noch um Gnade. Niemand möchte sich mit einer rachsüchtigen Mutter anlegen, die ihr Kind bis auf das Äußerste verteidigen würde.
„Eins noch,“ quetscht Viktualia die quietschende Ratte weiter aus. „Warum bist du mir vom Haus weg gefolgt, anstatt dich zum Schuppen zu begeben?“ – „Man will ja auch ein bisschen ‚Vergnügen‘ neben der ‚Arbeit‘!“ lautet die einfältige Antwort. *Ratsch* Beinahe hätte das nun gellend aufschreiende Wiesel ein Ohr verloren!
„Ich lass dir dein liederliches Leben, denn trag es nur weiter in jeden schattigen Winkel der Nacht. Viktualia hätt‘ euch alle – einzeln und Stück, für Stück - tranchiert und qualvoll niedergemacht. Zieh deines Weges. Hurtig. Aus meinen Augen!“ *Wedelt noch einmal eindrucksvoll mit dem Rapier vor des Angreifers Gesicht.* So schnell hat Viktualia in letzter Zeit niemanden rennen sehen. Sie kann nicht anders als sich nun endlich das bei ihrer letzten Ansprache unterdrückte Schmunzeln zu gönnen und am Ende lauthals prustend loszulachen. ‚Erziehung‘ ist doch immer wieder ein 'hartes Stück Arbeit'.
Mit noch Lachtränen in den Augen kehrt Pippilotta nun wirklich ins Haus zurück … durch die Vordertür. Ja, die ‚Ratten‘ sind lästig, aber längst nicht so gefährliche Subjekte wie andere Nachtschatten. Für heute Nacht und wohl auch die nächsten wird es wohl Ruhe vor ihnen geben.
Hach, das sind Scharmützel, die sie alle halbe Jahre auf Takatuka mit kleinen Piratenbanden von außerhalb hatten, welche mal wieder irgend eine Beute auf einem sandigen Eiland vergraben wollten. Die waren immer schnell wieder vertrieben gewesen und die Beute auf der Insel verblieben. Takatuka, mein Eilland ... Nur knapp zwei Stunden Schlaf bleiben Pippilotta von der Nacht, aber die schläft sie tief und ruhig … Tanuí … Mae … Liebste … !
Charaktere: Lotta
Geschichtsstrang: Rocknacht 5.16 - Lottas Kampf
Es ist spät geworden in der lauen Frühlingsnacht. Sie tänzelt noch … kick kick, Seitwärtschritt … die Straße entlang als sie unmittelbar in Sichtweite ihres Hauses nahe den Docks leise Schritte und einen Schatten noch aus dem Augenwinkel hinter sich wahrnimmt. Eindeutig ein Nachtschatten, der sich bemüht, nicht gleich gehört zu werden. So dicht beim Haus! Töchterchen, Takatuka! Geraten sie zunehmend in Gefahr? Spricht sich bei den Zwielichtern der Nacht herum, dass dort eine scheinbar ‚schutzlose‘ allein erziehende Mutter mit Kind lebt - in nicht gerade familientauglicher Umgebung?
Schwerter, Rapiere, Degen … alle im Haus! Natürlich hatte sie in diesem Rock und in einer erhellten Bar nichts zum eigenen Schutz dabei. Pippilotta überlegt kurz, dann tänzelt sie weiter als habe sie scheinbar nichts bemerkt, lauscht aber konzentriert in den Hintergrund. Ja, die Schritte folgen. Ist es hier nur ungünstig oder wollen die Schritte … zum Haus? Kurz vor der Haustür taucht Pippilotta schnell in die Schatten ihrer Gartensträucher ab und schleicht zur hinteren Tür, um diese leise zu öffnen und im Dunklen einzutreten. Kind und Wolf schlafen, sie hört das leise Schnorcheln vom Wolf im Nebenzimmer. Er soll jetzt nicht anschlagen. Sie will wissen, wem oder was die Schritte draußen gelten. Dass es ein Nachtschatten ist, muss sie sich von Böser Wolf nicht mehr bestätigen lassen. Schnell holt sie im Dunklen ihre Rapiere, kleidet sich in Tauglicheres um, flicht das offene Haar schnell zusammen und verlässt das Haus leise wieder über die Hintertür.
Wie erwartet, ihr plötzliches Abtauchen hat erst einmal für Irritation gesorgt. Der Nachtschatten schleicht ums Haus, scheint es auskundschaften zu wollen. Böser Wolf muss die nächsten Nächte um das Haus herum Wacht halten. Ausgehen ist erst mal nicht möglich. Wehret den Anfängen, denkt sich Pippi, es gilt jetzt Stärke und Furchtlosigkeit zu zeigen, absolute Kampf- und Wehrbereitschaft, ansonsten hätten Takatuka und sie keine ruhige Nacht mehr. Es geht um viel. In Vorbereitung auf einen Kampf sammelt sie zunehmend ihre Konzentration und alle ihre Kraft, wird ruhig, kalt überlegend. Nicht direkt beim Haus. Sie wird ihn etwas weiter entfernt stellen. Sie muss ihn wieder vom Haus fortlocken. Dort drüben im Laternenlicht wird sie sich zeigen, schleicht am Nachtschatten vorbei und eilt zur anderen Straßenseite hinüber.
Während sie sich im fahlen Laternenlicht präsentiert und tatsächlich eine schale Gestalt aus ihrem Garten sich ihr nähert, schätzt sie bereits auf diese Entfernung ab, dass er ihr nicht im Geringsten gewachsen sein wird. Leichtes Spiel, sie lacht leise in sich hinein und wendet sich wieder dunkleren Gefilden in Richtung der westlichen Docks zu. Sie möchte noch mehr Abstand zum Haus schaffen und sicher nicht Zeugen ihrer ‚Erziehungsmethoden‘ riskieren. Nein, das hat sie schon verstanden. D a s ist hier nicht erwünscht. Dann wäre s i e das öffentliche Ärgernis.
Ihr Vorteil: Er würde sie unterschätzen. Die Kraft ihrer Kindheit hat sie nicht mehr, aber sie ist bei Weitem stärker als hier allgemein einer Frau zugetraut wird, täglich trainiert und im Umgang mit ihren ‚Pflug-Geräten‘ so etwas von behänd. Ja, da drüben im Schatten, da soll es sein. Die ‚Erziehung‘ beginnt. Sie stoppt mitten im Lauf, wendet sich umgehend um, er folgt schnell auf und wäre fast in sie rein gestolpert. Erneute Irritation! Perfekt!
„Du Schnepfe!“, fährt der Nachtschatten sie wütend und erschrocken an, „Du und dein Balg, euch kriegen wir schon!“ – „Wir? Im Moment bist du aber allein!“ Sie wird das ‚Wir‘ schon aus ihm ‚rauskitzeln‘.
Sie zieht zu seinem Entsetzen ihre Rapiere, lacht erneut und wirft ihm eines der beiden sogar zu: „Wollen w i r es nicht gleich h i e r austragen, wer wen dran kriegt?“ Bei diesem Wiesel fühlt sie sich selbst in einem bewaffneten Duell noch absolut sicher. Er weiß ja gar nicht, was er mit einem Rapier anstellen soll.
„Du musst schon etwas näher rücken, sonst wird das nichts!“ ruft Viktualia – ihr Name im Schatten der Nacht – dem defensiv operierenden Subjekt entgegen.
„Ich mach‘ dich fertig,“ schreit der mittlerweile Erzürnte nun lauthals. „Aber sicher doch,“ kontert Viktualia gelassen.
„Oh hoho, da wird aber einer mutig,“ witzelt die Angegriffene genüsslich, ohne auch nur den Hauch einer Hebung ihres Atems zu zeigen, währen der Angreifer bereits in schwitzendes Schnaufen gerät.
„Nun denn, kommen w i r zum Ende, bevor d i r noch die letzte Puste ausgeht“, verkündet Viktualia und zieht mit einem Rechtsschwung dem Nachtschatten quasi das Hemd aus der Hose. „Touché!“
„Wer ist w i r?“ verlangt Viktualia nun zu wissen. Das Wiesel faselt augenblicklich: „Nur ein Kumpel noch, bitte. Wir wollten auch nicht viel. Nur ein paar Gerätschaften aus deinem Schuppen. Da haben wir uns auch vorher schon bedient, als das Haus noch leer stand.“ Er ist tatsächlich nicht mehr als eine Ratte. „Du hättest eine unvermögende Mutter und ihr Kind beraubt! Nur um dein klägliches Leben zu versorgen?“ Das Wiesel winselt nur noch um Gnade. Niemand möchte sich mit einer rachsüchtigen Mutter anlegen, die ihr Kind bis auf das Äußerste verteidigen würde.
„Eins noch,“ quetscht Viktualia die quietschende Ratte weiter aus. „Warum bist du mir vom Haus weg gefolgt, anstatt dich zum Schuppen zu begeben?“ – „Man will ja auch ein bisschen ‚Vergnügen‘ neben der ‚Arbeit‘!“ lautet die einfältige Antwort. *Ratsch* Beinahe hätte das nun gellend aufschreiende Wiesel ein Ohr verloren!
„Ich lass dir dein liederliches Leben, denn trag es nur weiter in jeden schattigen Winkel der Nacht. Viktualia hätt‘ euch alle – einzeln und Stück, für Stück - tranchiert und qualvoll niedergemacht. Zieh deines Weges. Hurtig. Aus meinen Augen!“ *Wedelt noch einmal eindrucksvoll mit dem Rapier vor des Angreifers Gesicht.* So schnell hat Viktualia in letzter Zeit niemanden rennen sehen. Sie kann nicht anders als sich nun endlich das bei ihrer letzten Ansprache unterdrückte Schmunzeln zu gönnen und am Ende lauthals prustend loszulachen. ‚Erziehung‘ ist doch immer wieder ein 'hartes Stück Arbeit'.
Mit noch Lachtränen in den Augen kehrt Pippilotta nun wirklich ins Haus zurück … durch die Vordertür. Ja, die ‚Ratten‘ sind lästig, aber längst nicht so gefährliche Subjekte wie andere Nachtschatten. Für heute Nacht und wohl auch die nächsten wird es wohl Ruhe vor ihnen geben.
Hach, das sind Scharmützel, die sie alle halbe Jahre auf Takatuka mit kleinen Piratenbanden von außerhalb hatten, welche mal wieder irgend eine Beute auf einem sandigen Eiland vergraben wollten. Die waren immer schnell wieder vertrieben gewesen und die Beute auf der Insel verblieben. Takatuka, mein Eilland ... Nur knapp zwei Stunden Schlaf bleiben Pippilotta von der Nacht, aber die schläft sie tief und ruhig … Tanuí … Mae … Liebste … !