Forum Discussion
5 years ago
Ort: Polizeistation, San Myshuno
„Dumm und leichtsinnig!“ antwortete Yngwie. „Und fürchterlich aufregend!“ Er schaute Tom lange nachdenklich an. „Weißt du, wir könnten zusammen neu anfangen. Also vorausgesetzt ich komm hier raus. Was war eigentlich mit dem Mädchen neulich Abend, die im Club? Du hast vorm Schlafen gehen gegen die Wand geschlagen und geflucht. Und, …naja du warst an meinem Computer und…, möchtest du darüber reden?“
Verdammt. Ich war zu unvorsichtig. „Nun ähm ...“ Thomas lief rot im Gesicht an. Ihm war dies offensichtlich unangenehm. „Ähm … muss ich?“, fragte er Yngwie verlegen.
„Du musst nicht, aber jetzt weiß ich es eh schon, da hilft es dir vielleicht mal mit wem drüber zu quatschen.“
Thomas stand auf und stellte sich wieder ans Gitter, lehnte sich an und seufzte. „Also … ich … ähm …“ Alter das ist so peinlich. „Ich bekomm keinen hoch. Egal was ich mache, da unten herrscht Funkstille. Und ich weiß nicht warum. Das ist so demütigend!“
Er rieb sich dabei mit den Händen durchs Gesicht. „Ich bin ratlos. Die Ärzte sagen: Alles in Ordnung. Aber wenn es dann dazu kommt, geht nichts. Deshalb, … hab ich an deinem PC recherchiert. Es war nicht ok, einfach dran zu gehen. Sry.“
„Ach vergiss den blöden PC“, erwiderte Yngwie. „Das ist ne schlimme Sache für dich und voll in Ordnung. Muss dir nicht peinlich sein, ist ein Körperteil wie jeder andere auch. Vielleicht eine Kopfsache, weißt du. Manchmal blockiert der Verstand alles, …oder die Gefühle! Du bist eigentlich ein netter und guter Freund und … ich glaube, ich empfinde mehr für dich, als nur das!“ Yngwie schaute dabei auf seine Hände.
Thomas hob eine Augenbraue. „Das heißt? Bist du etwa … schwul?“ Für ihn kam das überraschend. Er hielt Yngwie zwar für einen Mann, der eher weint und eben keine harte Schale hat. Aber, dass er schwul sein könnte und auf ihn steht, damit wurde Thomas überfahren.
„Schwul?... Das beinhaltet soviel mehr als ich bin und viel weniger zugleich. Ich bin ein Mann, der Männer liebt. Ich knicke nicht die Hand ab und war noch nie nackt auf einem CSD oder so. Ich bin sensibel, aber das sind andere auch. Ich mag diese Schublade nicht gern, weil sie so ungenau und wage ist. Wenn du nämlich lange genug darin wühlst und nicht nur die Oberfläche anschaust, wirst du merken, dass es ganz viele Arten von ‚schwul‘ gibt. Und damit ist es als Beschreibung schlicht unpassend und… und ja ich liebe Männer und ich liebe dich!“
Thomas erhob die Arme. „Wow wow wow Bro … jetzt überforderst du mich. Ich kenn mich da überhaupt nicht damit aus. Du liebst mich? … Ähm, ok!?!“ WTF … was geht gerade ab. „Wieso? … Warum? … Ginger, wir kennen uns erst seit paar Tagen?“ Thomas wusste nicht was er sagen oder wie er sich verhalten sollte. Für ihn war es absolut neu, dass ein Mann sich in ihn verliebte.
Yngwie legte sich hin. Er fühlte sich besser. Es war raus! Er verschränkte die Arme hinter seinem Kopf, schaute Tom an, lächelte und sagte: „Nimm dir Zeit es zu verarbeiten. Heute haben wir alle Zeit der Welt. Schon witzig, die Geschichte mit meinem Vater hat dich weniger schockiert!“
Thomas setzte sich auf das andere Bett. „Na ja, du hast erzählt, wie er dich behandelt hat. Und ich kann verstehen, dass du dich aus der Gewalt befreien wolltest. Aber das jetzt ...“
Was soll ich nur tun? Er legte sich auch hin und starrte an die Decke. Ginger liebt mich. Aber warum nur? Ich versteh es nicht. Die Zeit verstrich, ohne dass beide etwas sagten. Schließlich fragte er: „Mal ne doofe Frage: Wie ist das so, wenn man mit nem Mann ...“
„Was? Ein Techtelmechtel hat? Befriedigend. Wie mit einer Frau schätze ich. Kommt wohl auch auf den Partner an. Wenn man verliebt ist in die Person und gemeinsam ein Techtelmechtel hat? Ich weiß es nicht. Ich war erst einmal in einen Jungen verliebt…, keine Ahnung ob es was geworden wäre, aber mein Vater hat mir soziale Kontakte schwer gemacht. Ich stelle es mir himmlisch vor, aber naja, beschreiben geht nicht!“
„Ok.“ Thomas wirkte nachdenklich und blieb still. Das Essen wurde schließlich ausgegeben und die beiden Insassen aßen. „Ich hoffe, dass wir morgen wieder raus sind. Ich hasse es in einem Käfig zu sitzen.“ Vor allem wenn man sich nicht zurückziehen kann, um allein zu sein.
Er versuchte so mit Yngwie umzugehen, wie es bisher auch war. Doch das Geständnis arbeitete ihn seinem Hinterkopf. Thomas hätte sich niemals vorstellen können, dass ihm so eine Situation einmal passieren würde. Wie ein unbeholfenes Kind konnte er diese Situation für sich nicht so recht einordnen und schwieg seit dem viel.
Yngwie musterte Tom und schmunzelte. Ein warmes Gefühl breitete sich in ihm aus. Die Müdigkeit überwältigte sie schließlich und so zog sich jeder auf seinem Bett zurück und schlief ein.
Ende RPG Tag 4 Jahr 1 Frühling für Thomas & Yngwie
„Dumm und leichtsinnig!“ antwortete Yngwie. „Und fürchterlich aufregend!“ Er schaute Tom lange nachdenklich an. „Weißt du, wir könnten zusammen neu anfangen. Also vorausgesetzt ich komm hier raus. Was war eigentlich mit dem Mädchen neulich Abend, die im Club? Du hast vorm Schlafen gehen gegen die Wand geschlagen und geflucht. Und, …naja du warst an meinem Computer und…, möchtest du darüber reden?“
Verdammt. Ich war zu unvorsichtig. „Nun ähm ...“ Thomas lief rot im Gesicht an. Ihm war dies offensichtlich unangenehm. „Ähm … muss ich?“, fragte er Yngwie verlegen.
„Du musst nicht, aber jetzt weiß ich es eh schon, da hilft es dir vielleicht mal mit wem drüber zu quatschen.“
Thomas stand auf und stellte sich wieder ans Gitter, lehnte sich an und seufzte. „Also … ich … ähm …“ Alter das ist so peinlich. „Ich bekomm keinen hoch. Egal was ich mache, da unten herrscht Funkstille. Und ich weiß nicht warum. Das ist so demütigend!“
Er rieb sich dabei mit den Händen durchs Gesicht. „Ich bin ratlos. Die Ärzte sagen: Alles in Ordnung. Aber wenn es dann dazu kommt, geht nichts. Deshalb, … hab ich an deinem PC recherchiert. Es war nicht ok, einfach dran zu gehen. Sry.“
„Ach vergiss den blöden PC“, erwiderte Yngwie. „Das ist ne schlimme Sache für dich und voll in Ordnung. Muss dir nicht peinlich sein, ist ein Körperteil wie jeder andere auch. Vielleicht eine Kopfsache, weißt du. Manchmal blockiert der Verstand alles, …oder die Gefühle! Du bist eigentlich ein netter und guter Freund und … ich glaube, ich empfinde mehr für dich, als nur das!“ Yngwie schaute dabei auf seine Hände.
Thomas hob eine Augenbraue. „Das heißt? Bist du etwa … schwul?“ Für ihn kam das überraschend. Er hielt Yngwie zwar für einen Mann, der eher weint und eben keine harte Schale hat. Aber, dass er schwul sein könnte und auf ihn steht, damit wurde Thomas überfahren.
„Schwul?... Das beinhaltet soviel mehr als ich bin und viel weniger zugleich. Ich bin ein Mann, der Männer liebt. Ich knicke nicht die Hand ab und war noch nie nackt auf einem CSD oder so. Ich bin sensibel, aber das sind andere auch. Ich mag diese Schublade nicht gern, weil sie so ungenau und wage ist. Wenn du nämlich lange genug darin wühlst und nicht nur die Oberfläche anschaust, wirst du merken, dass es ganz viele Arten von ‚schwul‘ gibt. Und damit ist es als Beschreibung schlicht unpassend und… und ja ich liebe Männer und ich liebe dich!“
Thomas erhob die Arme. „Wow wow wow Bro … jetzt überforderst du mich. Ich kenn mich da überhaupt nicht damit aus. Du liebst mich? … Ähm, ok!?!“ WTF … was geht gerade ab. „Wieso? … Warum? … Ginger, wir kennen uns erst seit paar Tagen?“ Thomas wusste nicht was er sagen oder wie er sich verhalten sollte. Für ihn war es absolut neu, dass ein Mann sich in ihn verliebte.
Yngwie legte sich hin. Er fühlte sich besser. Es war raus! Er verschränkte die Arme hinter seinem Kopf, schaute Tom an, lächelte und sagte: „Nimm dir Zeit es zu verarbeiten. Heute haben wir alle Zeit der Welt. Schon witzig, die Geschichte mit meinem Vater hat dich weniger schockiert!“
Thomas setzte sich auf das andere Bett. „Na ja, du hast erzählt, wie er dich behandelt hat. Und ich kann verstehen, dass du dich aus der Gewalt befreien wolltest. Aber das jetzt ...“
Was soll ich nur tun? Er legte sich auch hin und starrte an die Decke. Ginger liebt mich. Aber warum nur? Ich versteh es nicht. Die Zeit verstrich, ohne dass beide etwas sagten. Schließlich fragte er: „Mal ne doofe Frage: Wie ist das so, wenn man mit nem Mann ...“
„Was? Ein Techtelmechtel hat? Befriedigend. Wie mit einer Frau schätze ich. Kommt wohl auch auf den Partner an. Wenn man verliebt ist in die Person und gemeinsam ein Techtelmechtel hat? Ich weiß es nicht. Ich war erst einmal in einen Jungen verliebt…, keine Ahnung ob es was geworden wäre, aber mein Vater hat mir soziale Kontakte schwer gemacht. Ich stelle es mir himmlisch vor, aber naja, beschreiben geht nicht!“
„Ok.“ Thomas wirkte nachdenklich und blieb still. Das Essen wurde schließlich ausgegeben und die beiden Insassen aßen. „Ich hoffe, dass wir morgen wieder raus sind. Ich hasse es in einem Käfig zu sitzen.“ Vor allem wenn man sich nicht zurückziehen kann, um allein zu sein.
Er versuchte so mit Yngwie umzugehen, wie es bisher auch war. Doch das Geständnis arbeitete ihn seinem Hinterkopf. Thomas hätte sich niemals vorstellen können, dass ihm so eine Situation einmal passieren würde. Wie ein unbeholfenes Kind konnte er diese Situation für sich nicht so recht einordnen und schwieg seit dem viel.
Yngwie musterte Tom und schmunzelte. Ein warmes Gefühl breitete sich in ihm aus. Die Müdigkeit überwältigte sie schließlich und so zog sich jeder auf seinem Bett zurück und schlief ein.
Ende RPG Tag 4 Jahr 1 Frühling für Thomas & Yngwie