Forum Discussion
5 years ago
Ort: Tanzschule, Britechester
Christin erreichte die Tanzschule. Sie sieht noch aus wie früher. Noch immer dieser alte, Industrial Look. Sie betrat das Gebäude und suchte den Tanzraum auf. Dort kümmerte sich ein hochgewachsener Mann um kleine Kinder, die ihre „Ballett-Stunde“ nahmen.
„Une, deux, trois und jetzt plié . Sí, das sieht toll aus. Das macht ihr super!“ Christin sah dem ganzen zu. Die Kinder sahen so niedlich in ihren Kleidchen aus, sie musste schmunzeln.
Fabio bemerkte sie und sah zu ihr. „Ah Christl. Zieh dich um, dann können wir gleich anfangen!“
„Ok“, gab sie knapp zurück und zog sich in der Umkleide um. Zum Glück habe ich vorher meine Schmerztabletten eingenommen. In lockerer Sportkleidung kam sie in den Raum zurück. Die Kinder beendeten ihre letzten Übungen und wurden von ihren Eltern abgeholt.
„Schön das du da bist“, er begrüßte Christin sehr herzlich, wie es bei Italiener üblich ist.
„Bist du gedehnt? Dann können wir loslegen.“ „Ähm, nein, ich müsste das vorher noch machen.“ „Dann avanti, sbrigati!“ Christin stellte sich an die Ballettstange und fing an sich zu dehnen. „Tiefer! … Höher! … Himmel Herr Gott, bist du eingerostet!“, kam es streng von Fabio. Er hat sich kein Stück verändert. Seufz. Sie gab ihr Bestes um jede Faser ihres Körpers vorzubereiten. Dabei halfen ihr Übungen, die eigentlich im Ballett üblich waren. Nach 10 min nickte Fabio zufrieden.
„Gut. Dann können wir schauen was du noch kannst. Wir fangen mit dem Cha-Cha-Cha an.“ Sie stellten sich gegenüber und Christin ließ sich von Fabio führen. Natürlich kam sie schnell aus dem Takt. „Konzentrier dich!“, hauchte er ihr ins Ohr. Sie schluckte und nickte zögerlich. Der zweite Anlauf lief besser. „Also, geht doch!“, lächelte Fabio sie an. Christin errötete. Nach wenigen Tanzschritten wechselten sie von Cha-Cha-Cha zu Walzer, Foxtrott, Ballett und schließlich Tango. Je länger Christin mit Fabio tanzte, desto mehr erinnerte sie sich an die Schritte und gewann an Selbstvertrauen zurück. Als sich beide Tänzer etwas zu trinken genehmigten meinte Fabio zu ihr: „Wir müssen uns nichts vor machen, du bist absolut nicht in Form. Aber, ich merk, du findest wieder rein. Das ist gut.“ „Danke. Ich weiß, ich muss wieder bei Null anfangen. Meinst du, ich sollte dann beim Wettbewerb nicht teilnehmen?“ Er schüttelte den Kopf. „Das habe ich nicht gesagt. Wenn du allerdings eine reelle Chance haben möchtest, dann heißt es:“ „Training, Training und Training“, sagten beide zeitgleich. Sie lachten anschließend.
„Dann sind wir uns einig. Also, welcher Tanz soll es sein? Paartanz oder Solo?“ Christin kämmte sich mit der Hand die Haare zurück. „Wenn ich ehrlich bin, dann gern Paartanz. Allein traue ich mir es nicht zu.“ Fabio schmunzelte und hauchte ihr ins Ohr. „Das bekommen wir hin, Christl“ Die Angesprochene errötete. Von seinem Charme hat er auch nichts eingebüßt. Er ist im Gegenteil noch raffinierter geworden. Sie nahm sich ihr Wasser und trank daraus. „Was meinst du zum Tango?“ Sie verschluckte sich, hustete und keuchte, als sie nach Luft rang. „Tango? Gerade die Königsdisziplin?“ „Ja. Gerade der!“ „Bist du sicher?“ Selbstsicher antwortete Fabio: „Ja. Wenn du wirklich eine Chance haben möchtest im Wettbewerb weit zu kommen, dann musst du dich aus deiner Komfortzone bewegen und etwas Neues wagen. Und ich denke, mit deinem Ehrgeiz und meiner Erfahrung kann das eine gute Nummer werden. Was meinst du?“ Christin pustete die Luft hörbar aus. Sie war sich nicht sicher. Es ist genau der Tanz, den er mit mir umsetzen wollte, als ich ihn mit meinem Ausscheiden vor den Kopf stieß. Wenn ich jetzt nein sage, dann ist er sicher sauer auf mich. Habe ich also eine Wahl? Sie nickte schließlich. „Also gut. Dann packen wir es an. Wann geht es los?“ „Jetzt!“, antwortete er bestimmend und machte sich bereit. Christin kam zu ihm und atmete durch. Jetzt gibt es kein zurück mehr.
So begann ihre Trainingszeit mit dem Tango.
Christin erreichte die Tanzschule. Sie sieht noch aus wie früher. Noch immer dieser alte, Industrial Look. Sie betrat das Gebäude und suchte den Tanzraum auf. Dort kümmerte sich ein hochgewachsener Mann um kleine Kinder, die ihre „Ballett-Stunde“ nahmen.
„Une, deux, trois und jetzt plié . Sí, das sieht toll aus. Das macht ihr super!“ Christin sah dem ganzen zu. Die Kinder sahen so niedlich in ihren Kleidchen aus, sie musste schmunzeln.
Fabio bemerkte sie und sah zu ihr. „Ah Christl. Zieh dich um, dann können wir gleich anfangen!“
„Ok“, gab sie knapp zurück und zog sich in der Umkleide um. Zum Glück habe ich vorher meine Schmerztabletten eingenommen. In lockerer Sportkleidung kam sie in den Raum zurück. Die Kinder beendeten ihre letzten Übungen und wurden von ihren Eltern abgeholt.
„Schön das du da bist“, er begrüßte Christin sehr herzlich, wie es bei Italiener üblich ist.
„Bist du gedehnt? Dann können wir loslegen.“ „Ähm, nein, ich müsste das vorher noch machen.“ „Dann avanti, sbrigati!“ Christin stellte sich an die Ballettstange und fing an sich zu dehnen. „Tiefer! … Höher! … Himmel Herr Gott, bist du eingerostet!“, kam es streng von Fabio. Er hat sich kein Stück verändert. Seufz. Sie gab ihr Bestes um jede Faser ihres Körpers vorzubereiten. Dabei halfen ihr Übungen, die eigentlich im Ballett üblich waren. Nach 10 min nickte Fabio zufrieden.
„Gut. Dann können wir schauen was du noch kannst. Wir fangen mit dem Cha-Cha-Cha an.“ Sie stellten sich gegenüber und Christin ließ sich von Fabio führen. Natürlich kam sie schnell aus dem Takt. „Konzentrier dich!“, hauchte er ihr ins Ohr. Sie schluckte und nickte zögerlich. Der zweite Anlauf lief besser. „Also, geht doch!“, lächelte Fabio sie an. Christin errötete. Nach wenigen Tanzschritten wechselten sie von Cha-Cha-Cha zu Walzer, Foxtrott, Ballett und schließlich Tango. Je länger Christin mit Fabio tanzte, desto mehr erinnerte sie sich an die Schritte und gewann an Selbstvertrauen zurück. Als sich beide Tänzer etwas zu trinken genehmigten meinte Fabio zu ihr: „Wir müssen uns nichts vor machen, du bist absolut nicht in Form. Aber, ich merk, du findest wieder rein. Das ist gut.“ „Danke. Ich weiß, ich muss wieder bei Null anfangen. Meinst du, ich sollte dann beim Wettbewerb nicht teilnehmen?“ Er schüttelte den Kopf. „Das habe ich nicht gesagt. Wenn du allerdings eine reelle Chance haben möchtest, dann heißt es:“ „Training, Training und Training“, sagten beide zeitgleich. Sie lachten anschließend.
„Dann sind wir uns einig. Also, welcher Tanz soll es sein? Paartanz oder Solo?“ Christin kämmte sich mit der Hand die Haare zurück. „Wenn ich ehrlich bin, dann gern Paartanz. Allein traue ich mir es nicht zu.“ Fabio schmunzelte und hauchte ihr ins Ohr. „Das bekommen wir hin, Christl“ Die Angesprochene errötete. Von seinem Charme hat er auch nichts eingebüßt. Er ist im Gegenteil noch raffinierter geworden. Sie nahm sich ihr Wasser und trank daraus. „Was meinst du zum Tango?“ Sie verschluckte sich, hustete und keuchte, als sie nach Luft rang. „Tango? Gerade die Königsdisziplin?“ „Ja. Gerade der!“ „Bist du sicher?“ Selbstsicher antwortete Fabio: „Ja. Wenn du wirklich eine Chance haben möchtest im Wettbewerb weit zu kommen, dann musst du dich aus deiner Komfortzone bewegen und etwas Neues wagen. Und ich denke, mit deinem Ehrgeiz und meiner Erfahrung kann das eine gute Nummer werden. Was meinst du?“ Christin pustete die Luft hörbar aus. Sie war sich nicht sicher. Es ist genau der Tanz, den er mit mir umsetzen wollte, als ich ihn mit meinem Ausscheiden vor den Kopf stieß. Wenn ich jetzt nein sage, dann ist er sicher sauer auf mich. Habe ich also eine Wahl? Sie nickte schließlich. „Also gut. Dann packen wir es an. Wann geht es los?“ „Jetzt!“, antwortete er bestimmend und machte sich bereit. Christin kam zu ihm und atmete durch. Jetzt gibt es kein zurück mehr.
So begann ihre Trainingszeit mit dem Tango.