Forum Discussion
3 years ago
Ort:
Charaktere: Nouki, Leon
Geschichtsstrang: Sozialprojekt
Etwas nervös spielt Nouki an der Klingel ihres Fahrrads herum, während sie auf Leon wartet. Sie haben sich heute hier für das Sozialprojekt verabredet und wollen gemeinsam einen escape room meistern. Das sie sich auf Leon verlassen kann weiß Nouki, aber das betraf bisher eben ihre Lieblingssportarten im Freien. Sie ist keine Freundin von geschlossenen Räumen aus denen man nicht rauskommt, sondern liebt den freien Himmel und das draußen sein. Aber genau deshalb hat sie sich entschieden Leons Vorschlag anzunehmen. Man muss seinen Ängsten begegnen oder eben auch mal etwas völlig Unbekanntes ausprobieren. Sie kann sich für das heutige Experiment niemand besseren vorstellen als Leon. Erwartungsvoll hält sie nach ihm Ausschau.
Leon kommt angelaufen. Dabei hat er lässig seine Sporttasche geschultert. "Und Nouk? Alles fit? Bereit fürs Abenteuer?"
"Na ja...schon." antwortet Nouki mit einem schiefen Lächeln. "Ich hab Sorge dass ich Platzangst bekomme, aber ansonsten bin ich ziemlich neugierig." Sie hält ihren Rucksack hoch. "Hab Badezeug dabei, ne Taschenlampe für alle Fälle ansonsten werden wir wohl nicht so viel brauchen da drin hoffe ich." Sie hatten sich online die Angebote angeschaut und einen Raum der mit "Atlantis" betitelt war, ausgesucht. "Und du? Aufgeregt?" fragt sie Leon neugierig.
Leon hebt einen Daumen hoch. "Klaro. Bin mega aufgeregt. Vorfreude halt. ... Taschenlampe ... hm ... Müsste man schauen ob die mit darf. Weil ...", er grinst dabei, "laut Beschreibung wird der Raum geflutet. Da wäre vllt ein Kurzschluss möglich."
"What? Kurzschluss? Neeee...du veräppelst mich doch." Nouki boxt ihn freundschaftlich in die Seite, während sie das Gebäude betreten und Richtung Kasse gehen. "Dann haben wir auch kein Handy oder was?" fragt sie leicht besorgt. immerhin könnte man damit noch nen Notruf absetzen, falls man GAR keinen Ausweg findet.
Er nickt. "Der Raum ist ja videoüberwacht. Und am Eingang wird uns das Codewort gesagt, womit wir alles abbrechen können. Alles easy also. Nouk, so hibbelig hab ich dich noch nie erlebt." Er lacht herzlich.
Nouki lächelt erst mit einem Anflug von Verlegenheit, muss aber dann mit lachen. „Ich weiß auch nicht warum.“ Dann winkt sie ab und hakt Leon unter, um ihn Richtung Kasse zu lotsen. „Aber jetzt bin ich hauptsächlich neugierig. Bin froh dass ich das mit dir mache, da weiß ich dass ich mich verlassen kann.“ Sie lösen die Tickets und werden von einem Team des Hauses in Empfang genommen, die sie einweisen würden.
Beim Ticket lösen geben beide Teenager an, dass sie Anfänger sind, aber gern von den drei Schwierigkeitsstufen, die Mittlere, anpacken wollen. Jede Stufe hat unterschiedliche Zeiten, um die Rätsel zu lösen. Bei Leicht hat man 1h. Bei Mittel 2h. Bei schwer sind es 3h.
Das Team nimmt schließlich die Zwei in Empfang und erklärt, worauf sie achten müssen.
"Denkt dran, dass ihr jederzeit den Raum verlassen könnt, in dem ihr das Codewort sagt. Für das 'Atlantis' Thema lautet es: >Poseidon<.Wir haben euch im Blick und können jederzeit eingreifen. ... Da hinten sind die Umkleiden für die Badesachen.Habt Spaß."
Kurz darauf stehen sich die beiden Teenager in Badezeug gegenüber. "Na dann wollen wir mal!" Sie betreten den Raum durch eine Art Luke, wie bei einem U-Boot. Die schwere Tür fällt hinter Ihnen zu und ein metallisches Klicken signalisiert den beiden, dass es jetzt ernst wird. Nouki bekommt eine Gänsehaut und grinst Leon an. Im selben Moment ertönt aus einem versteckten Lautsprecher eine ruhige Stimme, die erzählt, dass sie sich wirklich in einem U-Boot befinden, das mit der Mission Atlantis zu finden in den Tiefen des Ozeans unterwegs ist. Wenn sie am Ende das Tor öffnen, werden sie die sagenumwobene Unterwasserstadt erkunden und vielleicht sogar ein paar der unermesslichen Reichtümer und Schätze bergen können. Wenn nicht wird der Zorn Poseidons sie treffen und eine große Flutwelle wird Schiff und Mannschaft mit sich reißen. Noukis Grinsen wird breiter. Das ist ganz nach ihrem und bestimmt auch Leons Geschmack. Nouki hat zu ihrem alten Tatendrang zurückgefunden. "Wollen wir uns erst mal jeder für sich auf Spurensuche machen? Dann sammeln wir verschiedene Hinweise und schauen dann, ob die sich ergänzen und uns weiter bringen?" fragt sie Leon.
Der Angesprochene nickt und gemeinsam gehen sie den Raum erkunden. Er bemerkt einen Stein auf den Boden und schaut sich ihn genauer an. "Hey Nouk. Der ist beschriftet. Schau mal." Er hebt ihn auf und zeigt ihn der Mitspielerin.
Gespannt nimmt Nouki den Stein entgegen. "Hey, es ist nicht nur ein Stein, schau." Sie hält den Fund ins Licht, so dass sie beide besser sehen können. "Es ist ein Fossil und .." Sie kneift die Augen zusammen um die kleine Schrift darauf besser sehen zu können. "Es ist ein kurzes Gedicht.. hör der Meeresriesen Rufe, das ist die nächste Stufe, ein Fehler wäre fatal, doch das ist der Weg zur ersten Zahl." Verblüfft sieht Nouki auf. "Meeresriesen? Damit sind bestimmt Wale gemeint...aber Wale im U-Boot?" In diesem Augenblick fällt ihr die Hintergrundberieselung im Raum auf. Es ist ein Meeresrauschen, dem sie bisher keine Beachtung geschenkt hat. Sie hat es einfach für die passende Untermalung zur Mission gehalten. Jetzt erkennt sie, dass das Rauschen von eigentümlichen Schreien durchbrochen wird, die ihr wohlvertraut sind. "Das sind Walgesänge, Leon!" ruft sie aufgeregt. "Wir müssen die einzelnen Rufe zählen, dann bekommen wir die erste Zahl die uns später irgendwie nützlich sein wird." Sie lauscht kurz. "Wenn man genau hin hört, erkennt man einen Rhythmus bevor das Band wieder von vorne beginnt. Auf wieviele Rufe kommst du?"
Der Sportler schließt die Augen und hört zu. Ihm fällt es schwer die Rufe zu unterscheiden, also zu erkennen, ab wann die Rufe sich wiederholen. Schließlich, er hat eine Weile zugehört, antwortet er: "Ich hätt jetzt 5 Rufe gezählt. Und du?"
„Ich auch.“ bestätigt Nouki und notiert die Zahl . Sie sieht sich weiter um. „Schau mal der Schreibtisch hier. Sieht aus als hätte hier jemand geforscht.Cool.“ Auf der Arbeitsplatte liegen weitere Fossilien, Schreibgerät, ein ausgestopfter Fisch und ein Notizbuch. Nouki hält es hoch und zeigt es Leon. „Wie seltsam, nur leere Seiten.. dabei war ich sicher dass das eine wichtige Entdeckung ist.“ Fragend sieht sie ihren besten Freund an.
Als Leons Blick auf dem Exponat ruht, legt er seinen Kopf schief. "Kannst du dich an die Worte von Frau Fernández erinnern? ... Das mit Geschichte gibt es überall und den Fossilen?" Er schaut sich das Ding genauer an. Es handelt sich hierbei um eine Nachbildung eines 'Quastenflossers'. "Der Fisch sieht auch uralt aus. Schau mal wieviel Flossen der hat." Er zählt. "Ich komm auf sieben." Er kratzt sich an den Kopf. "5 und 7. Hilft das uns weiter?"
Immer noch nachdenklich das Buch betrachtend, wendet Nouki jetzt ihre Aufmerksamkeit Leon zu. "Ja, stimmt. Außerdem ist das doch auffällig, schon das zweite Fossil. Ich schreib's auf jeden Fall auf, sicher wissen wir es ja noch nicht, aber es könnte ein Hinweis sein. Vielleicht müssen wir irgendwo mal Zahlen eingeben oder ein Schloss öffnen." spekuliert sie. Dann dreht sie sich wieder zum Schreibtisch. Plötzlich erhellt sich ihre Miene und sie stupst Leon in die Seite. "Hey..weißt du noch wie wir in der Grundschule immer so geheimnisvolle Botschaften mit unsichtbarer Tinte geschrieben haben? Meistens mit Zitronensaft, damit ja niemand was mitkriegt?" Sie muss lachen bei der Erinnerung. "Ich dachte grade, ob hier auf den leeren Buchseiten vielleicht auch eine versteckte Botschaft zu finden ist. Wieso sollten sie ein leeres Buch da platzieren?"
Leon nickt. Er erinnert sich an die Grundschulzeit zurück. "Ja, das war mega Nouk." Er nimmt das Buch und schaut sich um. "Licht ... Licht ..." Er entdeckt ein Bullauge, was rötlich schimmert und hebt ein Blatt des Buches hin. "Hm ... Könnte ein A sein." Er blättert weiter. "C" ... Nächste: "H" ... Als er laut "T" und "U" sagt, ertönt ein Sirenensignal. "Was geht jetzt ab?" ... Ohne Vorwarnung öffnet sich eine Deckenluke und Wasser strömt in den Raum. "Fu ck!", flucht Leon.
"Iiiih!!“ Mit einem Schreckensruf macht Nouki einen Satz in die Höhe, stolpert und setzt sich mit einem Riesenplatsch auf den Hosenboden. Der Wasserpegel stoppt in Knöchelhöhe und Nouki bekommt kurz einen Lachanfall während Leon ihr wieder auf die Beine hilft. "Ich glaub die wollen dass uns Schwimmhäute wachsen." Sie steht jetzt wieder und beginnt im Wasser wieder zum Schreibtisch zurück zu waten. Irgendwas muss doch da noch zu finden sein. Als sie in die Hocke geht um die Schubladen zu untersuchen, entdeckt sie eine für die ein Schlüssel benötigt wird. "Wusst ich's doch , der Klassiker. Wir müssen einen Schlüssel finden." Aufgeregt beginnt Nouki wieder zu suchen. Schließlich bleibt ihr Blick an einer Haifischattrappe an der Wand hängen. Sie versenkt ihren Blick in den kleinen schwarzen Knopfaugen. Wieso hast du dein gefährliches Maul mit deinen Wahnsinnszähnen geschlossen, hm? Vorsichtig tastet sie am Kopf des Tieres entlang. Am Unterkiefer ist eine kleine Einkerbung. Sie drückt dagegen und mit einem Schnapp öffnet sich das Maul des Hais. Gefühlt tausend spitze Zähne grinsen sie an und in der Mitte prangt der Schlüssel zur Schublade. "Leo...soll ich da jetzt reinfassen?" Nouki ist dieses 'gefährliche' Maul nicht ganz geheuer. Sie schaut Leon mit großen Augen an und zieht eine halb belustigte, halb beunruhigte Grimasse.
Leon kommt näher und überlegt. "Entweder alles klappt oder der Raum wird weiter geflutet." Er sieht sich um. Aber eine Alternative sieht er aktuell nicht. "Wenn du Angst hast, hol ich das Ding da raus." Er lächelt sie siegessicher an.
Nouki hebt die Augenbrauen und grinst. Jetzt will sie nicht mehr klein bei geben. "Gib mir deine Hand, dann mach ich's. Du bist mein Talisman." Sie greift nach Leon und nähert langsam ihre andere Hand dem offenen Maul des Haies. Sie zirkelt sie durch die spitzen Zähne und greift nach dem Schlüssel. Ein leises Klicken ertönt, das Maul klappt in Sekundenschnelle zu und stoppt ein paar Zentimeter über Noukis Handrücken. Mit einem keuchenden Ausatmen presst Nouki die Hand mit dem Fundstück an ihre Brust. "Holy shit !!" entfährt es ihr ganz untypisch. Sie legt den Kopf in den Nacken, atmet nochmal tief durch und streckt Leon schmunzelnd den Schlüssel entgegen. "Hier, mach du auf, ich erhol mich noch vom Schreck."
Leon, der in dem Schreckmoment ebenfalls große Augen bekam, atmet durch. "Alles klar, Nouk." Er nimmt den Schlüssel und öffnet damit die Schublade. Langsam öffnet er sie. Zum Vorschein kommt eine silbern, schimmernde Schuppe eines Fisches und eine Muschel. Verwundert nimmt er die zwei Dinge in die Hand. "Ähm ... Hast du einen Plan, was das bedeuten kann?"
"Puh." Nouki kratzt sich am Kopf. "So spontan nicht, ehrlich gesagt." Sie begutachtet die Muschel. "Das ist eine Jakobsmuschel..." Mit nachdenklichem Gesichtsausdruck erzählt sie Leon: "Mein Vater ist so ein Mythen und Legendenfreak, der liest jede Menge Bücher über alte Götter und so weiter. Er hat mir mal erzählt das Poseidon manchmal in einem Muschelstreitwagen dargestellt wird...und es gibt einen Aberglauben dass eine Fischschuppe die man an Silvester in den Geldbeutel legt, Geldsegen bringen soll im neuen Jahr." Ratlos blickt sie Leon an. "Aber..keine Ahnung was wir hier drin jetzt damit anfangen sollen." Nach einer kurzen Pause kommt ein gedehntes:" Leeoo.." Sie zieht die Brauen hoch und guckt ihn fragend an. "Glaubst du die legen hier auch Fake Hinweise und Spuren aus?"
Leon zuckt mit der Schulter. "Möglich wäre es. Immerhin ist es die mittlere Schwierigkeitsstufe." Er sieht sich nochmal um. "Atlantis ist doch die Stadt, die im Meer versunken ist. ... Vielleicht müssen wir uns mehr auf die Wasser Dinge konzentrieren und weniger auf die Land Sachen." Er weiß nicht, ob seine Vermutung richtig ist. "Wir haben die Wale gehört. Es gibt diesen Fisch und den Hai. Alles Wassertiere... Die Muschel gehört auch dazu." Er denkt nach. "Könnte da ein Zusammenhang sein?"
"Hm..möglich." Nouki ist im Moment wirklich ratlos. Sie watet durchs Wasser, dreht alles um, was irgendwie bewegbar ist und bleibt schließlich doch wieder an einer der Wände des Raums hängen. Dort prangt ein großes Bild von einem wunderschönen Korallenriff. Sie studiert es aufmerksam. Es erinnert sie an diese Suchbilderbücher aus ihrer Kindheit, in denen man auf jeder Seite im Gewimmel einen kleinen Hund oder sowas finden musste. Ihr davon geschulter Blick entdeckt tatsächlich etwas. "Schau mal Leo, hier auf dem Bild ist genau so eine Muschel zwischen den Korallen, wie du in der Schublade gefunden hast.“ Sie greift nach dem Bilderrahmen um es Leo besser zeigen zu können, als plötzlich das Licht ausgeht und sie für einen Augenblick im Dunkeln stehen. "Was geht jetzt ab?!" ruft sie erschrocken und greift wieder nach Leons Arm. Im selben Moment erscheint an der Wand, an der das Bild hing , die Projektion eines Korallenriffs in 3 D Optik. Nouki hat das Gefühl mit dem U-Boot direkt hindurch zu steuern. Kunterbunte, exotische Fische schwimmen auf sie zu, nur um im nächsten Moment an ihr vorbei zu huschen. Eine Seeanemone streift mit ihren Tentakeln ihr Gesicht, gefolgt von einem Clownfisch, der sich vor ihren Blicken zu verstecken scheint. "Wow Leo...das ist ja genial. Bestimmt sollen wir hier auch etwas finden, während sie uns auf die Unterwasserreise mitnehmen." Schnell duckt sie sich, weil ein großer Schwarm winziger Fische auf sie zu kommt und lacht.
Leon ist ebenfalls fasziniert. "Da bekommt man echt Lust selbst in Sulani tauchen zu gehen." ... Kaum hat er das Inselparadies genannt, wird über Lautsprecher eine Melodie gespielt. Die Sprache erkennt der Teenager jedoch nicht. Ihm kommt sie allerdings bekannt vor, als hätte er sie schon mal gehört.
Plötzlich sticht ihm etwas grünes, pulsierendes ins Auge. Verwundert legt er seinen Kopf seitlich. Ein großes Fragezeichen erscheint über seinem Kopf.
Er wendet sich an Nouki, die weiterhin das Korallenriff bestaunt. "Hey Nouk, siehst du das auch?" Er zeigt auf das grüne, ovale Ding, welches in der Projektion gezeigt wird. "Mir kommt es zwar bekannt vor, aber ich komm nicht drauf woher ... Hast du eine Idee?" Sein Blick fängt schließlich einen anderen Teil des Raums ein, wo eine Vitrine steht. Sie ist aus Holz und Glas gemacht.
Nouki, die gerade verzaubert der Musik lauscht und gleichzeitig fasziniert der Kamerafahrt hinter einem Delphin her folgt, wendet den Kopf und erkennt was Leon meint. „Das ist doch dieses Artefakt aus dem Film von dem du mir erzählt hast, oder?“ Sie besinnt sich einen Moment. „Den das Mädchen finden musste um die Finsternis abzuwenden, die ihre Heimatinsel bedroht hat.“ Sie grinst Leon an. „In der wir offensichtlich auch gerade gefangen sind.“ Die Beleuchtung im Raum ist immer noch aus und die beiden können nur erkennen, was das Licht aus der Unterwasserprojektion zu lässt.
Unweigerlich muss sich Leon daran erinnern, wie er damals von seiner Cousine, weil er auf die aufpassen sollte, in den Film geschleppt wurde. Jetzt dämmert es ihm auch, woher die Musik und dieses Artefakt kennt. "Ja, im Film wird irgendwas von nem Herz oder so geredet. ... Vielleicht müssen wir dieses Ding nun finden, um weiter zu kommen." Er geht zur Vitrine. Dort liegen verschiedene Schätze. Eine Perlenkette, ein blauer Stein in Herzform, Goldstücke mit komischen Gravuren und ... Leon stutzt. Da liegt eine geschlossene Muschel. "Nouk, komm mal!", ruft er sie zu sich. "Da schau. Wer kommt auf die Idee, das Ding dazu zu legen? Das passt gar nicht zum Rest."
Neugierig schaut sich Nouki den Inhalt der Vitrine an. "Du hast recht, aber wir müssen die hier aufbekommen." Sie zeigt auf das Glasbehältnis, das mit einem Zahlenvorhängeschloß gesichert ist. Sie nimmt es in die Hand und im selben Augenblick verschwindet die Projektion und der Raum wird wieder in helles Licht getaucht. Nachdem ihre Augen sich wieder an die Helligkeit gewöhnt haben, sieht sie es sich näher an. "Es ist ein einfaches Schloss mit drei Zahlen...zwei haben wir ja schon gefunden, die vom Anfang, jetzt fehlt noch die Dritte." Sie schaut Leon an. "Oder was meinst du?"
Er nickt. "Könnte gut sein. Es war 5 und 7 oder?" Dann überlegt der Junge. "Notfalls könnten wir die Zahl durch ausprobieren herausfinden. Sprich: stellen die 5 und andere Zahl ein und drehen die dritte Nummer so lange, bis es sich öffnen lässt."
„Hey, du bist ein Genie Leon.“ Nouki lacht und kickt ihn mit dem Ellbogen an. „Auf die nahe liegenden Dinge komm ich so oft nicht.“ Beide knien sich hin und probieren die möglichen Zahlenkombinationen durch, bis sich das Schloss mit einem leisen ‚Klick‘ öffnet. „Bingo!“ Nouki hebt die Hand zum High Five . „Du bist am Zug.“
Leon erwidert das High Five und grinst. Er öffnet die Vitrine und nimmt die Muschel in die Hand. Als er sie vorsichtig öffnet, liegt tatsächlich das gesuchte Objekt drin. Siegessicher zeigt er Nouki den Stein grinsend. "Geschafft."
Ohne Vorwarnung öffnen sich erneut die Wasserschleusen an der Decke und fluten den Raum. Diesmal schließen sie sich nicht wieder. "Oh Fu ck. Was müssen wir tun? Das hört ja nimmer auf." Leichte Panik erfasst ihn.
Als der Wasserpegel langsam steigt wird es Nouki auch mulmig. "Komm zur Tür. Der Stein ist doch das Herz des Ozeans oder? Der führt uns bestimmt raus hier." Sie waten durch das mittlerweile kniehohe Wasser und gelangen zur Tür, die mit einigen Riegeln und einem zahnradähnlichen Gebilde in der Mitte versehen ist. "Schau, hier in der Mitte ist eine Aussparung, bestimmt muss man ihn dort einsetzen!" Aufgeregt schaut sie zu Leon, der den grünen Stein immer noch fest umklammert hält. "Mach schnell!" Auch in ihrer Stimme ist ein leichter Anflug von Panik herauszuhören.
Hastig versucht Leon den Stein in die Aussparung zu legen. Seine Hände zittern vor Aufregung. Das Wasser steigt weiter und ist auf Hüfthöhe. "Geh doch endlich rein!", flucht er laut. Endlich findet der Stein seine Position. Es gibt ein Klack Geräusch und die Deckenöffnungen schließen sich. Eine Stimme ertönt: "Glückwunsch, ihr habt das Rätsel gelöst. Wartet einen Moment, wir lassen das Wasser ab und entriegeln die Tür."
Am Boden öffnen sich Abläufe, die an Schwimmbad Abläufe erinnern und somit fließt das Wasser ab. Leon grinst erleichtert und hebt Nouki die Hand zum Einklatschen hin. "Das war jetzt noch mal Adrenalin pur."
Nouki denkt gar nicht daran nur abzuklatschen. Sie ist so froh, dass doch noch alles gut geklappt hat, dass sie in altbewährter Tradition Leon auf den Rücken springt und sich herumwirbeln lässt. "Juchuuuh! Wir haben's geschaaaaft!" Lachend springt sie wieder ab und meint breit grinsend:" Das war echt megaspannend."
Der Sportler nickt. Sein Magen beginnt zu knurren. Leicht verlegen sagt er: "Jetzt könnte ich einen Burger verdrücken."
"Ja, ich auch!" erwidert Nouki. „Hab gar nicht gemerkt wie hungrig ich bin." Sie verlassen den escape room und werden vom Veranstaltungsteam wieder in Empfang genommen. Sie gratulieren ihnen nochmal herzlich, dann fragt einer :"Da ihr speziell in diesem Raum ja keine Handys zum Bilder machen mitnehmen konntet, haben wir ein paar geschossen, die ihr euch jetzt anschauen könnt. Wenn ihr sie nicht haben wollt, werden wir sie in eurem Beisein löschen. Was meint ihr dazu?" Nouki nickt und schaut zu Leon. "Wär schon cool. Wir sollen ja auch dokumentieren..außerdem haben wir dann ne Erinnerung an das Abenteuer."
Leon hebt grinsend den Daumen in die Höhe. "Wäre doch nice für den Schulbericht. Wir nehmen alle." Nouki ist damit auch einverstanden. Das Team vom Escape Room zieht die Bilder auf einen Datenträger und überreicht diese an die Schüler. Anschließend können sich die zwei Abenteurer umziehen und in der Nähe in einen American Diner setzen. Es werden reichlich Pommes und Burger bestellt. Der Appetit ist enorm. "Der Escape Room war eine hamma Idee. Der Bericht wird mega." Leon beißt in sein Essen. Fast Food ist bei ihm selten. Aber heute ist eine Ausnahme.
"Die Helden des Meeres haben Atlantis entdeckt!" scherzt Nouki grinsend ehe sie ebenfalls in ihren Burger beißt. "Wir sind sogar unter Wasser ein gutes Team." Sie kaut nachdenklich. "Vielleicht sollten wir mal gemeinsam nen Tauchkurs belegen." hat sie schon die nächste abenteuerliche Idee und zwinkert Leon zu.
Der Junge überlegt. "Klingt sehr cool. Bin dabei. Aber vorher essen wir uns stark." Er isst weiter. Nach einer Weile sagt er: "Wie findest die neue Schule? ... Der Sportlehrer ist so cool. ... Mr. P. hätt mal so sein sollen, oder?"
"Das Gebäude ist total schön und wir haben ne viel größere Sporthalle, das ist super. " Sie taucht eine paar Pommes in ihr Ketchup und fährt fort.“Mit den neuen Lehrern muss man halt noch abwarten, kann man ja am Anfang noch nicht viel sagen, aber ja, Sport wird glaub ich cool. Meinst du wir fahren echt zu Wettkämpfen mit anderen Schulen? Das wär ein Ansporn noch ein bisschen mehr zu trainieren." Während sie ihre Pommes isst überlegt sie weiter. "Mr. P. war halt voll old school und von gestern.. ich hätte es spannend gefunden mit dieser Lotta was zu machen, aber jetzt haben wir ja nen jungen, knackigen Sportlehrer, das passt auch." Sie grinst frech.
Leon lehnt sich zurück. "Es wär echt ein toller Ansporn. Bin da neugierig was alles kommen wird."
Sie essen weiter und genießen die Zeit miteinander.
Als sie sich auf den Heimweg machen, hakt Nouki Leon unter und sagt aufrichtig:" Also was ich heute auf jeden Fall wieder gemerkt hab. Mit dir würd ich mich in jedes Abenteuer stürzen."
Grinsend erwidert Leon: "Stets bereit!"
(in Zusammenarbeit mit @KFutagoh89 )
Charaktere: Nouki, Leon
Geschichtsstrang: Sozialprojekt
Etwas nervös spielt Nouki an der Klingel ihres Fahrrads herum, während sie auf Leon wartet. Sie haben sich heute hier für das Sozialprojekt verabredet und wollen gemeinsam einen escape room meistern. Das sie sich auf Leon verlassen kann weiß Nouki, aber das betraf bisher eben ihre Lieblingssportarten im Freien. Sie ist keine Freundin von geschlossenen Räumen aus denen man nicht rauskommt, sondern liebt den freien Himmel und das draußen sein. Aber genau deshalb hat sie sich entschieden Leons Vorschlag anzunehmen. Man muss seinen Ängsten begegnen oder eben auch mal etwas völlig Unbekanntes ausprobieren. Sie kann sich für das heutige Experiment niemand besseren vorstellen als Leon. Erwartungsvoll hält sie nach ihm Ausschau.
Leon kommt angelaufen. Dabei hat er lässig seine Sporttasche geschultert. "Und Nouk? Alles fit? Bereit fürs Abenteuer?"
"Na ja...schon." antwortet Nouki mit einem schiefen Lächeln. "Ich hab Sorge dass ich Platzangst bekomme, aber ansonsten bin ich ziemlich neugierig." Sie hält ihren Rucksack hoch. "Hab Badezeug dabei, ne Taschenlampe für alle Fälle ansonsten werden wir wohl nicht so viel brauchen da drin hoffe ich." Sie hatten sich online die Angebote angeschaut und einen Raum der mit "Atlantis" betitelt war, ausgesucht. "Und du? Aufgeregt?" fragt sie Leon neugierig.
Leon hebt einen Daumen hoch. "Klaro. Bin mega aufgeregt. Vorfreude halt. ... Taschenlampe ... hm ... Müsste man schauen ob die mit darf. Weil ...", er grinst dabei, "laut Beschreibung wird der Raum geflutet. Da wäre vllt ein Kurzschluss möglich."
"What? Kurzschluss? Neeee...du veräppelst mich doch." Nouki boxt ihn freundschaftlich in die Seite, während sie das Gebäude betreten und Richtung Kasse gehen. "Dann haben wir auch kein Handy oder was?" fragt sie leicht besorgt. immerhin könnte man damit noch nen Notruf absetzen, falls man GAR keinen Ausweg findet.
Er nickt. "Der Raum ist ja videoüberwacht. Und am Eingang wird uns das Codewort gesagt, womit wir alles abbrechen können. Alles easy also. Nouk, so hibbelig hab ich dich noch nie erlebt." Er lacht herzlich.
Nouki lächelt erst mit einem Anflug von Verlegenheit, muss aber dann mit lachen. „Ich weiß auch nicht warum.“ Dann winkt sie ab und hakt Leon unter, um ihn Richtung Kasse zu lotsen. „Aber jetzt bin ich hauptsächlich neugierig. Bin froh dass ich das mit dir mache, da weiß ich dass ich mich verlassen kann.“ Sie lösen die Tickets und werden von einem Team des Hauses in Empfang genommen, die sie einweisen würden.
Beim Ticket lösen geben beide Teenager an, dass sie Anfänger sind, aber gern von den drei Schwierigkeitsstufen, die Mittlere, anpacken wollen. Jede Stufe hat unterschiedliche Zeiten, um die Rätsel zu lösen. Bei Leicht hat man 1h. Bei Mittel 2h. Bei schwer sind es 3h.
Das Team nimmt schließlich die Zwei in Empfang und erklärt, worauf sie achten müssen.
"Denkt dran, dass ihr jederzeit den Raum verlassen könnt, in dem ihr das Codewort sagt. Für das 'Atlantis' Thema lautet es: >Poseidon<.Wir haben euch im Blick und können jederzeit eingreifen. ... Da hinten sind die Umkleiden für die Badesachen.Habt Spaß."
Kurz darauf stehen sich die beiden Teenager in Badezeug gegenüber. "Na dann wollen wir mal!" Sie betreten den Raum durch eine Art Luke, wie bei einem U-Boot. Die schwere Tür fällt hinter Ihnen zu und ein metallisches Klicken signalisiert den beiden, dass es jetzt ernst wird. Nouki bekommt eine Gänsehaut und grinst Leon an. Im selben Moment ertönt aus einem versteckten Lautsprecher eine ruhige Stimme, die erzählt, dass sie sich wirklich in einem U-Boot befinden, das mit der Mission Atlantis zu finden in den Tiefen des Ozeans unterwegs ist. Wenn sie am Ende das Tor öffnen, werden sie die sagenumwobene Unterwasserstadt erkunden und vielleicht sogar ein paar der unermesslichen Reichtümer und Schätze bergen können. Wenn nicht wird der Zorn Poseidons sie treffen und eine große Flutwelle wird Schiff und Mannschaft mit sich reißen. Noukis Grinsen wird breiter. Das ist ganz nach ihrem und bestimmt auch Leons Geschmack. Nouki hat zu ihrem alten Tatendrang zurückgefunden. "Wollen wir uns erst mal jeder für sich auf Spurensuche machen? Dann sammeln wir verschiedene Hinweise und schauen dann, ob die sich ergänzen und uns weiter bringen?" fragt sie Leon.
Der Angesprochene nickt und gemeinsam gehen sie den Raum erkunden. Er bemerkt einen Stein auf den Boden und schaut sich ihn genauer an. "Hey Nouk. Der ist beschriftet. Schau mal." Er hebt ihn auf und zeigt ihn der Mitspielerin.
Gespannt nimmt Nouki den Stein entgegen. "Hey, es ist nicht nur ein Stein, schau." Sie hält den Fund ins Licht, so dass sie beide besser sehen können. "Es ist ein Fossil und .." Sie kneift die Augen zusammen um die kleine Schrift darauf besser sehen zu können. "Es ist ein kurzes Gedicht.. hör der Meeresriesen Rufe, das ist die nächste Stufe, ein Fehler wäre fatal, doch das ist der Weg zur ersten Zahl." Verblüfft sieht Nouki auf. "Meeresriesen? Damit sind bestimmt Wale gemeint...aber Wale im U-Boot?" In diesem Augenblick fällt ihr die Hintergrundberieselung im Raum auf. Es ist ein Meeresrauschen, dem sie bisher keine Beachtung geschenkt hat. Sie hat es einfach für die passende Untermalung zur Mission gehalten. Jetzt erkennt sie, dass das Rauschen von eigentümlichen Schreien durchbrochen wird, die ihr wohlvertraut sind. "Das sind Walgesänge, Leon!" ruft sie aufgeregt. "Wir müssen die einzelnen Rufe zählen, dann bekommen wir die erste Zahl die uns später irgendwie nützlich sein wird." Sie lauscht kurz. "Wenn man genau hin hört, erkennt man einen Rhythmus bevor das Band wieder von vorne beginnt. Auf wieviele Rufe kommst du?"
Der Sportler schließt die Augen und hört zu. Ihm fällt es schwer die Rufe zu unterscheiden, also zu erkennen, ab wann die Rufe sich wiederholen. Schließlich, er hat eine Weile zugehört, antwortet er: "Ich hätt jetzt 5 Rufe gezählt. Und du?"
„Ich auch.“ bestätigt Nouki und notiert die Zahl . Sie sieht sich weiter um. „Schau mal der Schreibtisch hier. Sieht aus als hätte hier jemand geforscht.Cool.“ Auf der Arbeitsplatte liegen weitere Fossilien, Schreibgerät, ein ausgestopfter Fisch und ein Notizbuch. Nouki hält es hoch und zeigt es Leon. „Wie seltsam, nur leere Seiten.. dabei war ich sicher dass das eine wichtige Entdeckung ist.“ Fragend sieht sie ihren besten Freund an.
Als Leons Blick auf dem Exponat ruht, legt er seinen Kopf schief. "Kannst du dich an die Worte von Frau Fernández erinnern? ... Das mit Geschichte gibt es überall und den Fossilen?" Er schaut sich das Ding genauer an. Es handelt sich hierbei um eine Nachbildung eines 'Quastenflossers'. "Der Fisch sieht auch uralt aus. Schau mal wieviel Flossen der hat." Er zählt. "Ich komm auf sieben." Er kratzt sich an den Kopf. "5 und 7. Hilft das uns weiter?"
Immer noch nachdenklich das Buch betrachtend, wendet Nouki jetzt ihre Aufmerksamkeit Leon zu. "Ja, stimmt. Außerdem ist das doch auffällig, schon das zweite Fossil. Ich schreib's auf jeden Fall auf, sicher wissen wir es ja noch nicht, aber es könnte ein Hinweis sein. Vielleicht müssen wir irgendwo mal Zahlen eingeben oder ein Schloss öffnen." spekuliert sie. Dann dreht sie sich wieder zum Schreibtisch. Plötzlich erhellt sich ihre Miene und sie stupst Leon in die Seite. "Hey..weißt du noch wie wir in der Grundschule immer so geheimnisvolle Botschaften mit unsichtbarer Tinte geschrieben haben? Meistens mit Zitronensaft, damit ja niemand was mitkriegt?" Sie muss lachen bei der Erinnerung. "Ich dachte grade, ob hier auf den leeren Buchseiten vielleicht auch eine versteckte Botschaft zu finden ist. Wieso sollten sie ein leeres Buch da platzieren?"
Leon nickt. Er erinnert sich an die Grundschulzeit zurück. "Ja, das war mega Nouk." Er nimmt das Buch und schaut sich um. "Licht ... Licht ..." Er entdeckt ein Bullauge, was rötlich schimmert und hebt ein Blatt des Buches hin. "Hm ... Könnte ein A sein." Er blättert weiter. "C" ... Nächste: "H" ... Als er laut "T" und "U" sagt, ertönt ein Sirenensignal. "Was geht jetzt ab?" ... Ohne Vorwarnung öffnet sich eine Deckenluke und Wasser strömt in den Raum. "Fu ck!", flucht Leon.
"Iiiih!!“ Mit einem Schreckensruf macht Nouki einen Satz in die Höhe, stolpert und setzt sich mit einem Riesenplatsch auf den Hosenboden. Der Wasserpegel stoppt in Knöchelhöhe und Nouki bekommt kurz einen Lachanfall während Leon ihr wieder auf die Beine hilft. "Ich glaub die wollen dass uns Schwimmhäute wachsen." Sie steht jetzt wieder und beginnt im Wasser wieder zum Schreibtisch zurück zu waten. Irgendwas muss doch da noch zu finden sein. Als sie in die Hocke geht um die Schubladen zu untersuchen, entdeckt sie eine für die ein Schlüssel benötigt wird. "Wusst ich's doch , der Klassiker. Wir müssen einen Schlüssel finden." Aufgeregt beginnt Nouki wieder zu suchen. Schließlich bleibt ihr Blick an einer Haifischattrappe an der Wand hängen. Sie versenkt ihren Blick in den kleinen schwarzen Knopfaugen. Wieso hast du dein gefährliches Maul mit deinen Wahnsinnszähnen geschlossen, hm? Vorsichtig tastet sie am Kopf des Tieres entlang. Am Unterkiefer ist eine kleine Einkerbung. Sie drückt dagegen und mit einem Schnapp öffnet sich das Maul des Hais. Gefühlt tausend spitze Zähne grinsen sie an und in der Mitte prangt der Schlüssel zur Schublade. "Leo...soll ich da jetzt reinfassen?" Nouki ist dieses 'gefährliche' Maul nicht ganz geheuer. Sie schaut Leon mit großen Augen an und zieht eine halb belustigte, halb beunruhigte Grimasse.
Leon kommt näher und überlegt. "Entweder alles klappt oder der Raum wird weiter geflutet." Er sieht sich um. Aber eine Alternative sieht er aktuell nicht. "Wenn du Angst hast, hol ich das Ding da raus." Er lächelt sie siegessicher an.
Nouki hebt die Augenbrauen und grinst. Jetzt will sie nicht mehr klein bei geben. "Gib mir deine Hand, dann mach ich's. Du bist mein Talisman." Sie greift nach Leon und nähert langsam ihre andere Hand dem offenen Maul des Haies. Sie zirkelt sie durch die spitzen Zähne und greift nach dem Schlüssel. Ein leises Klicken ertönt, das Maul klappt in Sekundenschnelle zu und stoppt ein paar Zentimeter über Noukis Handrücken. Mit einem keuchenden Ausatmen presst Nouki die Hand mit dem Fundstück an ihre Brust. "Holy shit !!" entfährt es ihr ganz untypisch. Sie legt den Kopf in den Nacken, atmet nochmal tief durch und streckt Leon schmunzelnd den Schlüssel entgegen. "Hier, mach du auf, ich erhol mich noch vom Schreck."
Leon, der in dem Schreckmoment ebenfalls große Augen bekam, atmet durch. "Alles klar, Nouk." Er nimmt den Schlüssel und öffnet damit die Schublade. Langsam öffnet er sie. Zum Vorschein kommt eine silbern, schimmernde Schuppe eines Fisches und eine Muschel. Verwundert nimmt er die zwei Dinge in die Hand. "Ähm ... Hast du einen Plan, was das bedeuten kann?"
"Puh." Nouki kratzt sich am Kopf. "So spontan nicht, ehrlich gesagt." Sie begutachtet die Muschel. "Das ist eine Jakobsmuschel..." Mit nachdenklichem Gesichtsausdruck erzählt sie Leon: "Mein Vater ist so ein Mythen und Legendenfreak, der liest jede Menge Bücher über alte Götter und so weiter. Er hat mir mal erzählt das Poseidon manchmal in einem Muschelstreitwagen dargestellt wird...und es gibt einen Aberglauben dass eine Fischschuppe die man an Silvester in den Geldbeutel legt, Geldsegen bringen soll im neuen Jahr." Ratlos blickt sie Leon an. "Aber..keine Ahnung was wir hier drin jetzt damit anfangen sollen." Nach einer kurzen Pause kommt ein gedehntes:" Leeoo.." Sie zieht die Brauen hoch und guckt ihn fragend an. "Glaubst du die legen hier auch Fake Hinweise und Spuren aus?"
Leon zuckt mit der Schulter. "Möglich wäre es. Immerhin ist es die mittlere Schwierigkeitsstufe." Er sieht sich nochmal um. "Atlantis ist doch die Stadt, die im Meer versunken ist. ... Vielleicht müssen wir uns mehr auf die Wasser Dinge konzentrieren und weniger auf die Land Sachen." Er weiß nicht, ob seine Vermutung richtig ist. "Wir haben die Wale gehört. Es gibt diesen Fisch und den Hai. Alles Wassertiere... Die Muschel gehört auch dazu." Er denkt nach. "Könnte da ein Zusammenhang sein?"
"Hm..möglich." Nouki ist im Moment wirklich ratlos. Sie watet durchs Wasser, dreht alles um, was irgendwie bewegbar ist und bleibt schließlich doch wieder an einer der Wände des Raums hängen. Dort prangt ein großes Bild von einem wunderschönen Korallenriff. Sie studiert es aufmerksam. Es erinnert sie an diese Suchbilderbücher aus ihrer Kindheit, in denen man auf jeder Seite im Gewimmel einen kleinen Hund oder sowas finden musste. Ihr davon geschulter Blick entdeckt tatsächlich etwas. "Schau mal Leo, hier auf dem Bild ist genau so eine Muschel zwischen den Korallen, wie du in der Schublade gefunden hast.“ Sie greift nach dem Bilderrahmen um es Leo besser zeigen zu können, als plötzlich das Licht ausgeht und sie für einen Augenblick im Dunkeln stehen. "Was geht jetzt ab?!" ruft sie erschrocken und greift wieder nach Leons Arm. Im selben Moment erscheint an der Wand, an der das Bild hing , die Projektion eines Korallenriffs in 3 D Optik. Nouki hat das Gefühl mit dem U-Boot direkt hindurch zu steuern. Kunterbunte, exotische Fische schwimmen auf sie zu, nur um im nächsten Moment an ihr vorbei zu huschen. Eine Seeanemone streift mit ihren Tentakeln ihr Gesicht, gefolgt von einem Clownfisch, der sich vor ihren Blicken zu verstecken scheint. "Wow Leo...das ist ja genial. Bestimmt sollen wir hier auch etwas finden, während sie uns auf die Unterwasserreise mitnehmen." Schnell duckt sie sich, weil ein großer Schwarm winziger Fische auf sie zu kommt und lacht.
Leon ist ebenfalls fasziniert. "Da bekommt man echt Lust selbst in Sulani tauchen zu gehen." ... Kaum hat er das Inselparadies genannt, wird über Lautsprecher eine Melodie gespielt. Die Sprache erkennt der Teenager jedoch nicht. Ihm kommt sie allerdings bekannt vor, als hätte er sie schon mal gehört.
Plötzlich sticht ihm etwas grünes, pulsierendes ins Auge. Verwundert legt er seinen Kopf seitlich. Ein großes Fragezeichen erscheint über seinem Kopf.
Spoiler
(Was Leon sieht:
https://i.etsystatic.com/21996286/r/il/ed8194/3338994792/il_794xN.3338994792_bv28.jpg )
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Er wendet sich an Nouki, die weiterhin das Korallenriff bestaunt. "Hey Nouk, siehst du das auch?" Er zeigt auf das grüne, ovale Ding, welches in der Projektion gezeigt wird. "Mir kommt es zwar bekannt vor, aber ich komm nicht drauf woher ... Hast du eine Idee?" Sein Blick fängt schließlich einen anderen Teil des Raums ein, wo eine Vitrine steht. Sie ist aus Holz und Glas gemacht.
Nouki, die gerade verzaubert der Musik lauscht und gleichzeitig fasziniert der Kamerafahrt hinter einem Delphin her folgt, wendet den Kopf und erkennt was Leon meint. „Das ist doch dieses Artefakt aus dem Film von dem du mir erzählt hast, oder?“ Sie besinnt sich einen Moment. „Den das Mädchen finden musste um die Finsternis abzuwenden, die ihre Heimatinsel bedroht hat.“ Sie grinst Leon an. „In der wir offensichtlich auch gerade gefangen sind.“ Die Beleuchtung im Raum ist immer noch aus und die beiden können nur erkennen, was das Licht aus der Unterwasserprojektion zu lässt.
Unweigerlich muss sich Leon daran erinnern, wie er damals von seiner Cousine, weil er auf die aufpassen sollte, in den Film geschleppt wurde. Jetzt dämmert es ihm auch, woher die Musik und dieses Artefakt kennt. "Ja, im Film wird irgendwas von nem Herz oder so geredet. ... Vielleicht müssen wir dieses Ding nun finden, um weiter zu kommen." Er geht zur Vitrine. Dort liegen verschiedene Schätze. Eine Perlenkette, ein blauer Stein in Herzform, Goldstücke mit komischen Gravuren und ... Leon stutzt. Da liegt eine geschlossene Muschel. "Nouk, komm mal!", ruft er sie zu sich. "Da schau. Wer kommt auf die Idee, das Ding dazu zu legen? Das passt gar nicht zum Rest."
Neugierig schaut sich Nouki den Inhalt der Vitrine an. "Du hast recht, aber wir müssen die hier aufbekommen." Sie zeigt auf das Glasbehältnis, das mit einem Zahlenvorhängeschloß gesichert ist. Sie nimmt es in die Hand und im selben Augenblick verschwindet die Projektion und der Raum wird wieder in helles Licht getaucht. Nachdem ihre Augen sich wieder an die Helligkeit gewöhnt haben, sieht sie es sich näher an. "Es ist ein einfaches Schloss mit drei Zahlen...zwei haben wir ja schon gefunden, die vom Anfang, jetzt fehlt noch die Dritte." Sie schaut Leon an. "Oder was meinst du?"
Er nickt. "Könnte gut sein. Es war 5 und 7 oder?" Dann überlegt der Junge. "Notfalls könnten wir die Zahl durch ausprobieren herausfinden. Sprich: stellen die 5 und andere Zahl ein und drehen die dritte Nummer so lange, bis es sich öffnen lässt."
„Hey, du bist ein Genie Leon.“ Nouki lacht und kickt ihn mit dem Ellbogen an. „Auf die nahe liegenden Dinge komm ich so oft nicht.“ Beide knien sich hin und probieren die möglichen Zahlenkombinationen durch, bis sich das Schloss mit einem leisen ‚Klick‘ öffnet. „Bingo!“ Nouki hebt die Hand zum High Five . „Du bist am Zug.“
Leon erwidert das High Five und grinst. Er öffnet die Vitrine und nimmt die Muschel in die Hand. Als er sie vorsichtig öffnet, liegt tatsächlich das gesuchte Objekt drin. Siegessicher zeigt er Nouki den Stein grinsend. "Geschafft."
Ohne Vorwarnung öffnen sich erneut die Wasserschleusen an der Decke und fluten den Raum. Diesmal schließen sie sich nicht wieder. "Oh Fu ck. Was müssen wir tun? Das hört ja nimmer auf." Leichte Panik erfasst ihn.
Als der Wasserpegel langsam steigt wird es Nouki auch mulmig. "Komm zur Tür. Der Stein ist doch das Herz des Ozeans oder? Der führt uns bestimmt raus hier." Sie waten durch das mittlerweile kniehohe Wasser und gelangen zur Tür, die mit einigen Riegeln und einem zahnradähnlichen Gebilde in der Mitte versehen ist. "Schau, hier in der Mitte ist eine Aussparung, bestimmt muss man ihn dort einsetzen!" Aufgeregt schaut sie zu Leon, der den grünen Stein immer noch fest umklammert hält. "Mach schnell!" Auch in ihrer Stimme ist ein leichter Anflug von Panik herauszuhören.
Hastig versucht Leon den Stein in die Aussparung zu legen. Seine Hände zittern vor Aufregung. Das Wasser steigt weiter und ist auf Hüfthöhe. "Geh doch endlich rein!", flucht er laut. Endlich findet der Stein seine Position. Es gibt ein Klack Geräusch und die Deckenöffnungen schließen sich. Eine Stimme ertönt: "Glückwunsch, ihr habt das Rätsel gelöst. Wartet einen Moment, wir lassen das Wasser ab und entriegeln die Tür."
Am Boden öffnen sich Abläufe, die an Schwimmbad Abläufe erinnern und somit fließt das Wasser ab. Leon grinst erleichtert und hebt Nouki die Hand zum Einklatschen hin. "Das war jetzt noch mal Adrenalin pur."
Nouki denkt gar nicht daran nur abzuklatschen. Sie ist so froh, dass doch noch alles gut geklappt hat, dass sie in altbewährter Tradition Leon auf den Rücken springt und sich herumwirbeln lässt. "Juchuuuh! Wir haben's geschaaaaft!" Lachend springt sie wieder ab und meint breit grinsend:" Das war echt megaspannend."
Der Sportler nickt. Sein Magen beginnt zu knurren. Leicht verlegen sagt er: "Jetzt könnte ich einen Burger verdrücken."
"Ja, ich auch!" erwidert Nouki. „Hab gar nicht gemerkt wie hungrig ich bin." Sie verlassen den escape room und werden vom Veranstaltungsteam wieder in Empfang genommen. Sie gratulieren ihnen nochmal herzlich, dann fragt einer :"Da ihr speziell in diesem Raum ja keine Handys zum Bilder machen mitnehmen konntet, haben wir ein paar geschossen, die ihr euch jetzt anschauen könnt. Wenn ihr sie nicht haben wollt, werden wir sie in eurem Beisein löschen. Was meint ihr dazu?" Nouki nickt und schaut zu Leon. "Wär schon cool. Wir sollen ja auch dokumentieren..außerdem haben wir dann ne Erinnerung an das Abenteuer."
Leon hebt grinsend den Daumen in die Höhe. "Wäre doch nice für den Schulbericht. Wir nehmen alle." Nouki ist damit auch einverstanden. Das Team vom Escape Room zieht die Bilder auf einen Datenträger und überreicht diese an die Schüler. Anschließend können sich die zwei Abenteurer umziehen und in der Nähe in einen American Diner setzen. Es werden reichlich Pommes und Burger bestellt. Der Appetit ist enorm. "Der Escape Room war eine hamma Idee. Der Bericht wird mega." Leon beißt in sein Essen. Fast Food ist bei ihm selten. Aber heute ist eine Ausnahme.
"Die Helden des Meeres haben Atlantis entdeckt!" scherzt Nouki grinsend ehe sie ebenfalls in ihren Burger beißt. "Wir sind sogar unter Wasser ein gutes Team." Sie kaut nachdenklich. "Vielleicht sollten wir mal gemeinsam nen Tauchkurs belegen." hat sie schon die nächste abenteuerliche Idee und zwinkert Leon zu.
Der Junge überlegt. "Klingt sehr cool. Bin dabei. Aber vorher essen wir uns stark." Er isst weiter. Nach einer Weile sagt er: "Wie findest die neue Schule? ... Der Sportlehrer ist so cool. ... Mr. P. hätt mal so sein sollen, oder?"
"Das Gebäude ist total schön und wir haben ne viel größere Sporthalle, das ist super. " Sie taucht eine paar Pommes in ihr Ketchup und fährt fort.“Mit den neuen Lehrern muss man halt noch abwarten, kann man ja am Anfang noch nicht viel sagen, aber ja, Sport wird glaub ich cool. Meinst du wir fahren echt zu Wettkämpfen mit anderen Schulen? Das wär ein Ansporn noch ein bisschen mehr zu trainieren." Während sie ihre Pommes isst überlegt sie weiter. "Mr. P. war halt voll old school und von gestern.. ich hätte es spannend gefunden mit dieser Lotta was zu machen, aber jetzt haben wir ja nen jungen, knackigen Sportlehrer, das passt auch." Sie grinst frech.
Leon lehnt sich zurück. "Es wär echt ein toller Ansporn. Bin da neugierig was alles kommen wird."
Sie essen weiter und genießen die Zeit miteinander.
Als sie sich auf den Heimweg machen, hakt Nouki Leon unter und sagt aufrichtig:" Also was ich heute auf jeden Fall wieder gemerkt hab. Mit dir würd ich mich in jedes Abenteuer stürzen."
Grinsend erwidert Leon: "Stets bereit!"
(in Zusammenarbeit mit @KFutagoh89 )