Forum Discussion
3 years ago
Ort: Oasis Springs
Charakter: Stephen
Geschichtsstrang: Hilfe
Stephen betritt das Bowling-Center. Er hat sich rausgeputzt und sein Bedarf an Stoff ist aktuell auf angenehmem Pegel. So, dass er funktionieren kann. Er ermahnt sich nicht zu viel zu trinken, sondern sich auf die wichtigen Dinge zu fokussieren. Seine sweetxAngel_18 aka Angel. Er wird sie überzeugen und mit sich nehmen, sche iß auf Entzug, sche iß auf Oasis. Sie hauen ab und fangen neu an. Irgendwo wo sie niemand kennt.
An der Bar bestellt er ein Getränk und stellt sich an die Seite, die Eingangstür im Blick. Wenn er sie sieht, wird er sie erkennen.
~~~~~~~~
Draußen war es gerade noch angenehm kühl, hier im Bowlingcenter ist es heiß und stickig, oder fühlt sich das nur so an? Nicht mal das öffnen des obersten Knopfes hilft und bis zum Bauchnabel aufknöpfen geht natürlich nicht.
Setzen sie hier heute bei ihrem Treffen alles aufs Spiel? Wird Stephen akzeptieren, dass sie zwar zutiefst seelenverwandt sind und sich blind verstehen, aber niemals im real life zusammen kommen können? Jedenfalls nicht so, wie er sich das wünscht? Oder ist es doch richtig und ihre einzigartige Verbindung wird die Probe bestehen und sich weiter entwickeln, obwohl nicht alles so ist, wie es beim schreiben schien? Wie oft begegnet einem ein Sim, der keine Erklärungen braucht? Den die gleichen Sorgen umtreiben, die gleichen Träume bewegen... der Licht ins jahrelange Dunkel bringt? Allein deshalb findet dieses Treffen heute statt. Weil es einmal in tausend Jahren so ist, wenn überhaupt. Ein solches Glück darf nicht verloren gehen. Wer ihn wohl bedroht? Das macht mächtig Angst. Dagegen und gegen das Herzklopfen wäre jetzt ein Wodka genau das richtige..aber sie haben sich versprochen der Sucht den Kampf anzusagen und das gilt. Unumstößlich.
Da ist er. Steht da und wartet. Er wirkt freudig. Oh je, jetzt bloß keine Panik. Ganz ruhig. Einfach rüber gehen zu ihm. Trau dich. JETZT.
„Das warten hat ein Ende Stephen.“ sagt Bertl mit vor Aufregung und Angst etwas zittriger Stimme und legt Stephen eine Hand auf die Schulter.
Stephen schreckt zusammen, wendet den Blick zu dem übergewichtigen Mann und tritt sofort mit einer Mischung aus angewidert über den Anblick und Wut über die Einfältigkeit des Fremden, ihn hier einfach anzutatschen, zurück. Empört starrt Steph ihn an und ist verwirrt, dann glaubt er zu verstehen, und Furcht tritt in sein Gesicht. „Hat JJ dich geschickt?! Ich besorg das Geld, ich brauch nur noch einen Tag, ich schwör 's!“
"JJ?" Die Bedrohung hat einen Namen. "Ist das der, vor dem du flüchten willst?" Für einen Moment vergisst Bertl was hier eigentlich vor sich geht und schaltet in den Beschützermodus. "Wir werden zusammen mit ihm fertig.“
Aus Stephs Gesicht verschwindet die Angst und weicht wieder Verwirrung. Er richtet sich auf, und wiederholt die Worte des Mannes in seinem Kopf. Ihm ist bewusst wem er das erzählt hat, aber alles was ihm einfällt ist: „Was werden wir? Wer zum Fi ck bist du?!“ Irgendwas passt hier nicht zusammen. Ist das eine Falle?
Bertl entschließt sich zu absoluter Offenheit, auch wenn das vielleicht den Untergang seines fragilen Universums mit Stephen bedeutet. Alles oder Nichts. "Ich bin deine Zwillingsseele, dein Angel mit dem du schon so lange deine Gedanken und Träume teilst. Verzeih." Als die Worte ausgesprochen sind, wird ihm in aller Deutlichkeit der Wahnwitz der Situation bewusst. Warum macht er das? Sie hätten ewig glücklich weiter schreiben können...nein, hätten sie nicht, realisiert er. Er ist das ihm und sich selber schuldig, auch wenn er schon vor Stephens Antwort den Boden unter seinen Füßen schwanken spürt. Das Verlangen nach einem Schnaps wird fast unerträglich.
Stephen starrt ihn einfach nur an. Es ist schwer zu erklären was grade in seinem Inneren vor sich geht. Dieser alte Sack, will ihm allen Ernstes grade weis machen, er habe die letzten Tage, Wochen, Monate mit ihm geschrieben? Und das nicht nur den üblichen Alltags Smalltalk, sondern richtig deepen Shit. "Das ist nicht dein Ernst." sagt Stephen fast tonlos zu perplex um anders zu reagieren.
"Es ist mir so ernst, wie alles was wir uns je geschrieben haben." bringt Bertl noch heraus, ehe seine Stimme brüchig wird. Das ist die Ruhe vor dem Sturm. Er fühlt schon wie der erste kalte Hauch ihn streift.
Fängt der Alte jetzt an zu heulen? Näh, oder? "Oh nahahahein.." Stephens Stimme wird begleitet von einem unsicheren, humorlosen Lachen, dann tritt er nochmal zurück.
Die Leute um in herum sind ihm egal. Die Situation ist überfordernd genug. Das muss ein Witz sein. Es muss! Er hat sich doch nicht Monate lang auf diesen fetten Kerl einen ru... Seine Augen werden größer bis er Bertl fast wie eine Eule anstarrt. Lakonisch spricht er: "Wenn du dich nicht sofort verpi sst, kann ich für nichts garantieren............"
Ein Schweißtropfen nach dem anderen bahnt sich seinen Weg den Rücken hinunter. Bertl kann spüren, wie in seinem Inneren etwas einen Sprung bekommt und Panik erfasst ihn. Er darf das jetzt nicht alles verlieren! Es muss irgendeinen Weg geben zumindest zu reden. Er fasst den letzten Rest an Mut zusammen, den er aufbringen kann und sagt:"Du wirst nie mehr mit jemandem solche Geheimnisse teilen und verstanden werden...NIE mehr. Hör mir doch wenigstens noch einen Augenblick zu. Ich.." Er stockt für einen Moment, unsicher wie er weiter machen soll.
Okay, er will nicht gehen und das reizt Steph jetzt aufs Blut. Seine Hand krampft sich noch mehr um die Flasche in seiner Hand. "Einen Schei ss werd ich! Du …"
Steph fällt es plötzlich wie Schuppen von den Augen und er hält sprachlos inne. "Du bist Adis Dad!" begreift er. Früher hat der Mann ganz anders ausgesehen, er hat ordentlich zu genommen und ist älter geworden, das darf doch nicht wahr sein! "Alter ich kotz gleich! Ich glaub 's nich, du..?!" Steph wendet sich halb ab, um sein Gegenüber nicht weiter ansehen zu müssen, er will gehen, stützt sich aber an einer Stuhllehne ab. Er ist nicht bereit dem Älteren zuzuhören, egal was er sagt, dieser Kerl hat ihn nach Strich und Faden verars cht.
Adis Dad? Stephen kennt..Adrian? Bertl wird es ganz übel, als sein Gegenüber das erwähnt. Ein Freund von seinem Sohn? Er hat ihn nie gesehen meint er, bevor sie online, ganz ungeplant, in Kontakt gekommen sind. Die Situation ist schlimm genug gerade, aber das setzt allem noch die Krone auf.
"Was für 'n kranken Fetisch hast du, Mann.." Steph hustet und als ihm einleuchtet dass er keine Seelenverwandte hat und wieder ganz allein auf der Welt ist, ohne Plan B, ohne Fluchtplan.. könnte er heulen und wird noch wütender.
Er wendet sich dem Vater seines Freundes zu, schaut ihn wutentbrannt in die Augen, das Gesicht so nah, dass sie sich fast berühren. "Wenn du jemals, ein Sterbenswort über das hier verlierst, bist du tot."
Steph tritt zurück. "Du Psycho."
Mit aller Wut im Arm, pfeffert er die Flasche zwischen ihnen auf den Boden. Sie zerspringt in alle Richtungen und das Bier spritzt. Ein lautes "Hey!" von einem Mitarbeiter, doch Steph hört nicht. Er dreht sich um und verlässt die Bowlingbahn.
Das hat nichts mit einem Fet.."beginnt Bertl verzweifelt, immer noch bemüht irgendwie zu erklären, als Stephen ihm droht, wutentbrannt die Flasche zerschmettert und geht.
Im selben Augenblick zerspringt auch in Bertls Innerem endgültig etwas. Er hat nie vor gehabt jemanden zu täuschen, geschweige denn mit einem Mann zu schreiben..aber ihre Gespräche waren vom ersten Augenblick an so auf einer Wellenlänge, dass es unmöglich war die Fahrt zu stoppen. Aber das Schiff ist jetzt an einem Felsen zerschellt. Bertl bückt sich und sammelt die Scherben der Flasche auf. Es ist als lese er die Puzzleteile der letzten Monate zusammen. Es hätte keine Möglichkeit gegeben, das irgendwie anders zu lösen, als das Treffen anzunehmen, das war er Stephen schuldig. Ein Stück Glas dringt in seinen Finger ein, Blut tropft auf den Boden. Bertl spürt nichts davon. Er erhebt sich, legt die Scherben auf die Theke, kramt in seiner Hose und platziert einen Geldschein daneben. Dann nimmt er scheinbar ruhig eine Papierserviette aus einem der Ständer und wickelt sie um den Finger. Das Tier in seinem Inneren brüllt. Sein müder Blick trifft den des Barkeepers. "Einen doppelten Wodka, bitte."
Nur heute.
(in Zusammenarbeit mit @Ripzha, Bilder von Ripzha)
Charakter: Stephen
Geschichtsstrang: Hilfe
Stephen betritt das Bowling-Center. Er hat sich rausgeputzt und sein Bedarf an Stoff ist aktuell auf angenehmem Pegel. So, dass er funktionieren kann. Er ermahnt sich nicht zu viel zu trinken, sondern sich auf die wichtigen Dinge zu fokussieren. Seine sweetxAngel_18 aka Angel. Er wird sie überzeugen und mit sich nehmen, sche iß auf Entzug, sche iß auf Oasis. Sie hauen ab und fangen neu an. Irgendwo wo sie niemand kennt.
An der Bar bestellt er ein Getränk und stellt sich an die Seite, die Eingangstür im Blick. Wenn er sie sieht, wird er sie erkennen.
~~~~~~~~
Draußen war es gerade noch angenehm kühl, hier im Bowlingcenter ist es heiß und stickig, oder fühlt sich das nur so an? Nicht mal das öffnen des obersten Knopfes hilft und bis zum Bauchnabel aufknöpfen geht natürlich nicht.
Setzen sie hier heute bei ihrem Treffen alles aufs Spiel? Wird Stephen akzeptieren, dass sie zwar zutiefst seelenverwandt sind und sich blind verstehen, aber niemals im real life zusammen kommen können? Jedenfalls nicht so, wie er sich das wünscht? Oder ist es doch richtig und ihre einzigartige Verbindung wird die Probe bestehen und sich weiter entwickeln, obwohl nicht alles so ist, wie es beim schreiben schien? Wie oft begegnet einem ein Sim, der keine Erklärungen braucht? Den die gleichen Sorgen umtreiben, die gleichen Träume bewegen... der Licht ins jahrelange Dunkel bringt? Allein deshalb findet dieses Treffen heute statt. Weil es einmal in tausend Jahren so ist, wenn überhaupt. Ein solches Glück darf nicht verloren gehen. Wer ihn wohl bedroht? Das macht mächtig Angst. Dagegen und gegen das Herzklopfen wäre jetzt ein Wodka genau das richtige..aber sie haben sich versprochen der Sucht den Kampf anzusagen und das gilt. Unumstößlich.
Da ist er. Steht da und wartet. Er wirkt freudig. Oh je, jetzt bloß keine Panik. Ganz ruhig. Einfach rüber gehen zu ihm. Trau dich. JETZT.
„Das warten hat ein Ende Stephen.“ sagt Bertl mit vor Aufregung und Angst etwas zittriger Stimme und legt Stephen eine Hand auf die Schulter.
Stephen schreckt zusammen, wendet den Blick zu dem übergewichtigen Mann und tritt sofort mit einer Mischung aus angewidert über den Anblick und Wut über die Einfältigkeit des Fremden, ihn hier einfach anzutatschen, zurück. Empört starrt Steph ihn an und ist verwirrt, dann glaubt er zu verstehen, und Furcht tritt in sein Gesicht. „Hat JJ dich geschickt?! Ich besorg das Geld, ich brauch nur noch einen Tag, ich schwör 's!“
"JJ?" Die Bedrohung hat einen Namen. "Ist das der, vor dem du flüchten willst?" Für einen Moment vergisst Bertl was hier eigentlich vor sich geht und schaltet in den Beschützermodus. "Wir werden zusammen mit ihm fertig.“
Aus Stephs Gesicht verschwindet die Angst und weicht wieder Verwirrung. Er richtet sich auf, und wiederholt die Worte des Mannes in seinem Kopf. Ihm ist bewusst wem er das erzählt hat, aber alles was ihm einfällt ist: „Was werden wir? Wer zum Fi ck bist du?!“ Irgendwas passt hier nicht zusammen. Ist das eine Falle?
Bertl entschließt sich zu absoluter Offenheit, auch wenn das vielleicht den Untergang seines fragilen Universums mit Stephen bedeutet. Alles oder Nichts. "Ich bin deine Zwillingsseele, dein Angel mit dem du schon so lange deine Gedanken und Träume teilst. Verzeih." Als die Worte ausgesprochen sind, wird ihm in aller Deutlichkeit der Wahnwitz der Situation bewusst. Warum macht er das? Sie hätten ewig glücklich weiter schreiben können...nein, hätten sie nicht, realisiert er. Er ist das ihm und sich selber schuldig, auch wenn er schon vor Stephens Antwort den Boden unter seinen Füßen schwanken spürt. Das Verlangen nach einem Schnaps wird fast unerträglich.
Stephen starrt ihn einfach nur an. Es ist schwer zu erklären was grade in seinem Inneren vor sich geht. Dieser alte Sack, will ihm allen Ernstes grade weis machen, er habe die letzten Tage, Wochen, Monate mit ihm geschrieben? Und das nicht nur den üblichen Alltags Smalltalk, sondern richtig deepen Shit. "Das ist nicht dein Ernst." sagt Stephen fast tonlos zu perplex um anders zu reagieren.
"Es ist mir so ernst, wie alles was wir uns je geschrieben haben." bringt Bertl noch heraus, ehe seine Stimme brüchig wird. Das ist die Ruhe vor dem Sturm. Er fühlt schon wie der erste kalte Hauch ihn streift.
Fängt der Alte jetzt an zu heulen? Näh, oder? "Oh nahahahein.." Stephens Stimme wird begleitet von einem unsicheren, humorlosen Lachen, dann tritt er nochmal zurück.
Die Leute um in herum sind ihm egal. Die Situation ist überfordernd genug. Das muss ein Witz sein. Es muss! Er hat sich doch nicht Monate lang auf diesen fetten Kerl einen ru... Seine Augen werden größer bis er Bertl fast wie eine Eule anstarrt. Lakonisch spricht er: "Wenn du dich nicht sofort verpi sst, kann ich für nichts garantieren............"
Ein Schweißtropfen nach dem anderen bahnt sich seinen Weg den Rücken hinunter. Bertl kann spüren, wie in seinem Inneren etwas einen Sprung bekommt und Panik erfasst ihn. Er darf das jetzt nicht alles verlieren! Es muss irgendeinen Weg geben zumindest zu reden. Er fasst den letzten Rest an Mut zusammen, den er aufbringen kann und sagt:"Du wirst nie mehr mit jemandem solche Geheimnisse teilen und verstanden werden...NIE mehr. Hör mir doch wenigstens noch einen Augenblick zu. Ich.." Er stockt für einen Moment, unsicher wie er weiter machen soll.
Okay, er will nicht gehen und das reizt Steph jetzt aufs Blut. Seine Hand krampft sich noch mehr um die Flasche in seiner Hand. "Einen Schei ss werd ich! Du …"
Steph fällt es plötzlich wie Schuppen von den Augen und er hält sprachlos inne. "Du bist Adis Dad!" begreift er. Früher hat der Mann ganz anders ausgesehen, er hat ordentlich zu genommen und ist älter geworden, das darf doch nicht wahr sein! "Alter ich kotz gleich! Ich glaub 's nich, du..?!" Steph wendet sich halb ab, um sein Gegenüber nicht weiter ansehen zu müssen, er will gehen, stützt sich aber an einer Stuhllehne ab. Er ist nicht bereit dem Älteren zuzuhören, egal was er sagt, dieser Kerl hat ihn nach Strich und Faden verars cht.
Adis Dad? Stephen kennt..Adrian? Bertl wird es ganz übel, als sein Gegenüber das erwähnt. Ein Freund von seinem Sohn? Er hat ihn nie gesehen meint er, bevor sie online, ganz ungeplant, in Kontakt gekommen sind. Die Situation ist schlimm genug gerade, aber das setzt allem noch die Krone auf.
"Was für 'n kranken Fetisch hast du, Mann.." Steph hustet und als ihm einleuchtet dass er keine Seelenverwandte hat und wieder ganz allein auf der Welt ist, ohne Plan B, ohne Fluchtplan.. könnte er heulen und wird noch wütender.
Er wendet sich dem Vater seines Freundes zu, schaut ihn wutentbrannt in die Augen, das Gesicht so nah, dass sie sich fast berühren. "Wenn du jemals, ein Sterbenswort über das hier verlierst, bist du tot."
Steph tritt zurück. "Du Psycho."
Mit aller Wut im Arm, pfeffert er die Flasche zwischen ihnen auf den Boden. Sie zerspringt in alle Richtungen und das Bier spritzt. Ein lautes "Hey!" von einem Mitarbeiter, doch Steph hört nicht. Er dreht sich um und verlässt die Bowlingbahn.
Das hat nichts mit einem Fet.."beginnt Bertl verzweifelt, immer noch bemüht irgendwie zu erklären, als Stephen ihm droht, wutentbrannt die Flasche zerschmettert und geht.
Im selben Augenblick zerspringt auch in Bertls Innerem endgültig etwas. Er hat nie vor gehabt jemanden zu täuschen, geschweige denn mit einem Mann zu schreiben..aber ihre Gespräche waren vom ersten Augenblick an so auf einer Wellenlänge, dass es unmöglich war die Fahrt zu stoppen. Aber das Schiff ist jetzt an einem Felsen zerschellt. Bertl bückt sich und sammelt die Scherben der Flasche auf. Es ist als lese er die Puzzleteile der letzten Monate zusammen. Es hätte keine Möglichkeit gegeben, das irgendwie anders zu lösen, als das Treffen anzunehmen, das war er Stephen schuldig. Ein Stück Glas dringt in seinen Finger ein, Blut tropft auf den Boden. Bertl spürt nichts davon. Er erhebt sich, legt die Scherben auf die Theke, kramt in seiner Hose und platziert einen Geldschein daneben. Dann nimmt er scheinbar ruhig eine Papierserviette aus einem der Ständer und wickelt sie um den Finger. Das Tier in seinem Inneren brüllt. Sein müder Blick trifft den des Barkeepers. "Einen doppelten Wodka, bitte."
Nur heute.
(in Zusammenarbeit mit @Ripzha, Bilder von Ripzha)