Forum Discussion
3 years ago
Ort: Magischer Wald
Charaktere: Familie Nebeljäger, Adam
Titel: Reise in eine fremde Welt
Teil 4
Cheiron fährt fort: "Nun kommt der zweite Teil." Cheiron erklärt: "Bei dieser Aufgabe müsst ihr die seltene, magische Mondblume suchen. Es ist ein Gewächs, welches von Selene an Tauriel, der Tochter des Waldes geschenkt wurde. Aus ihr wurde Lúthien geboren, als Wächterin über diese Kostbarkeit. Erweist ihr euch als gütig und reinem Herzen, werdet ihr erfolgreich sein. Wenn nicht, dann scheitert ihr definitiv. Bedenkt aber, ... die Mondblume ist nur Nachts bei Vollmond zu finden. ... Nehmt ihnen nun die Augenbinden ab." Dem Befehl folgen Agrios, der Anführer und der Krieger Dynaeus. Endlich können die Vampire wieder etwas sehen. Adam steht auf und hebt sich den Schädel. Ein schneller Blick in den Himmel zeigt, dass es Vollmond ist. "Und ihr erwartet etwa, dass wir drei den ganzen Wald innerhalb dieser Nacht absuchen, bis wir die Mondblume gefunden haben?" Der Soldat ist leicht zerknirscht. Diese Aufgabe erscheint ihn als sehr schwer und fast unmöglich. "Dabei wissen wir nicht mal wie die Blume aussieht oder sonst etwas ..." Sein Blick fixiert den des alten Hengstes. Dieser schmunzelt und erwidert: "Da ihr uns Daisy als Geschenk gebracht habt, werde ich euch mit einem Rätsel einen Hinweis geben. ... Und ja, Vampir, ihr müsst es in dieser Nacht schaffen ... Andernfalls, ist euer Besuch umsonst gewesen." Adam knurrt. Doch er muss sich fügen.
Cheiron legt sich ab, atmet durch, hebt die Arme an, während sein Blick dem Nachthimmel zugewandt ist. Er wirkt wie in Trance. "Seht in das Auge der Inspiration. Es erstrahlt von oben und unten. Das Auge erhellt unsere Welt. Findet das Auge, um zu erfahren, wo die Mondblumen blühen." Dann atmet der Priester durch und scheint aus seiner Trance zu erwachen. Er steht auf und sagt: "Ihr habt nicht viel Zeit, geht nun."
Lilly reibt sich die Augen, froh darüber, wieder etwas sehen zu können. Wie sie schon spüren konnte, ist Viktor tatsächlich nass. Offenbar ist sie die einzige, die davon verschont wurde, komplett im Bach zu landen und bei der es bei nassen Füßen geblieben ist. "Können die es nicht bei einer Prüfung belassen?", fragt sie etwas genervt, aber so leise, dass nur die beiden Vampire in der Nähe es hören.
"Was ist das Auge der Inspiration?", fragt Viktor den alten Priester, während Lilly ihre Streifschusswunde wieder anschaut. Der Tee der Zentauren hat gut getan und auch geholfen, doch als sie dann blind durch den Wald stolpern musste, haben einige Äste, gegen die sie gerannt ist, die Wunde wieder aufgerissen. Hoffentlich würde sich nichts entzünden.
Cheiron schweigt auf Viktors Frage hin. Adam versteht die Gestik und geht zu seinen Artgenossen. "Lasst uns loslaufen, jetzt sind wir auf uns gestellt." Er läuft voraus und wirkt nachdenklich.
Auch Viktor hatte nicht wirklich eine Antwort erwartet, aber es gab auch keinen Grund, es nicht zumindest zu versuchen. Er folgt Adam. Erst jetzt fällt Lilly auf, dass ihr Gefährte hinkt. Vielleicht hat er sich verletzt, als er in den Bach gestürzt ist, aber es ist offensichtlich auch nichts ernstes. "Alles in Ordnung?", fragt sie ihn dennoch. Viktor nickt nur. Jetzt ist nicht die Zeit, sich darüber Gedanken zu machen und auch Lilly sieht ein, dass die Pflanze wohl erst einmal wichtiger ist. "Es erstrahlt von oben und unten...", murmelt Lilly nun vor sich hin. "Was könnte Cheiron damit gemeint haben?" Mittlerweile sind die Zentauren zu weit entfernt, als dass sie sie noch sehen könnte.
Der Deathdealer denkt auch nach. "Die Worte waren: Es erstrahlt von oben und unten. Das Auge erhellt unsere Welt. Findet das Auge, um zu erfahren, wo die Mondblumen blühen." Aus den Worten wird Adam auch nicht schlau. In den Archiven der Vampire hat er derartiges noch nicht gelesen. Sie laufen weiter und kommen schließlich an einen großen Teich. Der Vollmond leuchtet am Firmament und taucht alles in sein Licht. Der Vampir setzt sich ans Wasser und setzt. "Oben und unten." Da erblickt er die Spiegelung des Vollmonds im Wasser, welches durch sein schimmern, silbern glänzt. "Leute ... ich glaub ... ich weiß, was das Rätsel bedeutet ..."
"Die Spiegelung im Wasser? Der Mond? Er leuchtet von oben, aber durch die Spiegelung im Wasser auch von unten.", murmelt Lilly und betrachtet nun den Teich. Viktor setzt sich neben Lilly und folgt ihrem Blick auf das Wasser. Dann schaut er Adam an. Er sagt nichts und wartet ab, was der Deathdealer so erzählen würde.
"Richtig. Das muss der Ort sein, den Priester Cheiron gemeint hat." Plötzlich erstrahlt das Wasser noch heller und die Körper der Vampire werden in leuchtende Sterne verwandelt, die in Spiegelung des Mondes fliegen. Sie werden in einen Raum befördert, der von magischen Wasser gestaltet ist.
Ihre Körper materialisieren sich wieder und sie schauen sich um. "Wahnsinn", staunt der Soldat. So etwas hat er bisher noch nie gesehen. Weder Lilly noch Viktor bringen im Moment auch nur irgendetwas hervor. Sie schauen sich nur verdutzt um.
Adam läuft den Gang, der wie der Saal einer Kathedrale gleich entlang. Jeder Schritt lässt Ringe auf dem magischen Wasserflur entstehen. Plötzlich: "Ich habe euch bereits erwartet", erklingt eine klare Stimme. Die Vampire sehen sich um und aus einem Lichtzirkel erscheint eine Elbin. "Willkommen. Was ist euer begehr?"
Die Vampire halten sich die Arme vor die Augen. So viel grelles Licht! Als sich dieses legt und die Gestalt besser sichtbar wird, weiß im ersten Moment auch keiner der drei, was er sagen sollte. Viktor stupst Lilly an, was weder die Elbin noch Adam bemerken. Aber Lilly versteht, was er meint. Versuch du es mit der Diplomatie. Lilly ist damit jedoch auch überfordert. Trotzdem reißt sie sich zusammen. "Ein Rätsel hat uns hierher geführt hat."
Diese Mondblumen-Prüfung scheint zumindest mehr auf Weisheit zu zielen als die Prüfung zuvor. Aber Lilly behält diesen Satz für sich und fährt fort: "Wir müssen in das Auge der Inspiration blicken, um zu erfahren, wo Mondblumen wachsen.", fasst sie alles zusammen. Keine grandiose diplomatische Leistung, aber im Moment ist sie viel zu perplex, um einen klaren Gedanken zu fassen.
Die Elbin betrachtet die Besucher und lächelt. "Ihr habt bereits ins Auge der Inspiration geblickt. Anders hättet ihr diesen geheimen und geweihten Ort nicht betreten können. ... Mondblumen sucht ihr? ... Auf wessen Geheiß?" Ein Wasserfall, der hinter dem Lichtwesen sanft rauscht, lichtet sich und gibt einen Thron preis, der mit Ornamenten und dem Mondzyklus verziert ist. An dessen Seiten ranken sich weiße, schimmernde Blumen in die Höhe. Die Kreatur nimmt auf den Thron Platz, um den Worten der Gäste zu lauschen.
Lilly betrachtet den Thron und die Blumen um diesen herum. Sind das diese Mondblumen? "Die Zentauren schicken uns.", antwortet sie, "Insbesondere deren Priester Cheiron. Für sie brauchen für die Mondblume."
Viktor hingegen setzt sich auf den Boden. Hoffentlich wird das nicht als unhöflich empfunden. Aber sein Fuß schmerzt nun doch ein wenig. Vielleicht hätte er als Fledermaus reisen sollen um diesen nicht so zu belasten, doch in dieser Gestalt kann er auch nicht reden. Er denkt über die Worte des Zentauren nach. Erweist ihr euch als gütig und reinem Herzen, werdet ihr erfolgreich sein. Er ist wohl kaum gütig. Er ist, wie auch seine Tochter, eher Einzelgänger und hat außerhalb der Familie nur wenige Leute, an denen ihm etwas liegt. Aber Lilly... Lilly ist anders als er. Ohne sie, da ist er sich sicher, hätten die Vampire hier nun gar keine Chance. Auch Adam wirkt auf ihn nicht unbedingt gütig. Er macht seinen Job, ja. Aber auch er hat nicht die Güte, den Werwölfen zu vergeben. Oder was versteht Cheiron unter gütig und reinem Herzen?
Aufmerksam hört die Elbin zu. "Ich verstehe. ... Cheiron ist in der Tat weise. ... Er wird im magischen Wald sehr geschätzt." Adam kniet sich nun vor dem Thron nieder, wie er es auch bei seiner Lordschaft pflegt. "Könnt ihr uns helfen, in diesem Rätsel weiter zu kommen?" Nachdenklich hebt das weibliche Wesen seine Hand ans Kinn. "Cheiron hat einen Grund, weshalb er die heilige Mondblume als Beweis möchte. ... Was habt ihr getan, dass er so weit geht, euch nach der Mondblume suchen zu lassen?" Der Deathdealer übernimmt das Gespräch. "Bei Alucards Namen, schwören wir, wir haben keine finstere Absichten. ... Die beiden Vampire neben mir, sind Opfer eines Magiers namens Rasputin. Er hat die Eltern von Viktor ermordet. ... Ich selbst habe meinen Bruder an die Werwölfe verloren. ... Dieser Rasputin hat, im Laufe unserer Recherchen, schriftlich festgehalten, dass er Phönixe und Einhörner jagt. ... Wir wissen, dass Philomena und Amalthea die Letzten ihrer Art waren ... Jedoch wurde in der Welt der Sims eine Sterbliche vor einem Werwolf beschützt. Das Lichtwesen scheint ein Einhorn zu sein. ... Doch um Gewissheit zu haben, brauchen wir das Wissen der Zentauren. Deshalb sind wir nun hier. ... Mehr kann ich nicht dazu sagen."
Die Elbin schweigt und hört aufmerksam zu. Schließlich sagt sie: "So ist es also ... Aber die Worte eines Schattenwesens, haben im Reich des Lichtes kein Gewicht. ... Wie könnt ihr mir also beweisen, dass ihr die Wahrheit sagt?"
Schon wieder das Gerede über Licht und Schatten. Lilly bezweifelt, dass alle Schattenwesen böse sind... oder alle Lichtwesen gut. Es gibt immer zwei Seiten der Medaille. Doch sie ist klug genug, ihre Gedanken jetzt nicht laut mitzuteilen. Sie erinnert sich an Vero und wie sie an deren Erinnerung über den Werwolf gekommen sind. So etwas würde wohl auch beweisen können, dass die Worte wahr sind. Doch hilft das auch der Elbin etwas? "Unter einigen Vampiren hätte das Blut die Wahrheit der Worte beweisen können.", sagt sie, "Aber ich weiß nicht, ob das auch hier funktioniert." So gut kennt sie sich damit auch nicht aus.
Die Elbin erhebt sich und schmunzelt. "Mir ist diese Legende bekannt. Vampire können Erinnerung über ihr Blut miteinander teilen. ..." Sie geht auf Lilly zu und sieht sie durchdringend an. "Wärst du bereit, diese Erinnerung zu offenbaren?" Adam sieht dem ganzen zu. Er fühlt sich unwohl. Der Ausdruck der Frau hat sich verändert. So etwas macht einen Soldaten misstrauisch.
Lilly hätte damit nun überhaupt nicht gerechnet. Soll sie sich nun also beißen lassen? Wäre nicht das erste Mal... immerhin tat auch Viktor dies, um sie zu verwandeln. Aber wirklich Lust hätte sie darauf auch nicht. Aber was sollte das bringen? Wenn Adam oder Viktor sie beißt könnten sie trotzdem alles mögliche erzählen. Das wäre wohl kaum ein Beweis. Aber dass diese Elbin sie nun beißen will, bezweifelt Lilly ebenfalls. Vielleicht soll sie auf andere Weise ihr Blut lassen und es funktioniert auch so?
Obwohl Lilly nicht zu Adam schaut und seinen Gesichtsausdruck somit nicht mitbekommt, ist auch sie misstrauisch. Dennoch sagt sie. "Ich wäre bereit dazu." Eigentlich nicht. Der Gedanke, dass andere in ihren Erinnerungen stöbern können macht sie nervös. Aber wenn es keine andere Möglichkeit gibt, nimmt sie das in Kauf.
"In Ordnung. Dann möge es so geschehen." Die Elbin hebt eine Hand an und legt ihren Finger an Lillys Wunde. Das Lichtwesen schließt die Augen. Als sich diese wieder öffnen, leuchten sie im hellem Licht, so dass keine Pupillen mehr zu sehen sind. Lillys Blick hüllt sich in grellem Licht. Über die Magie taucht die Elbin in die Erinnerungen der Vampirin ein. Adam muss sich den Hut ins Gesicht ziehen. Das Licht schmerzt seinen eigenen Augen.
So schön... so mutig.. Viktor kann nicht anders, als seine Gefährtin zu bewundern. Wenn diese Elbin ihr auch nur ein Haar krümmt, kann sie was erleben.. dann ist ihm Cheiron, die Mondblumen, ja sogar Rasputin völlig egal. Doch das grelle Licht zwingt auch ihn vorerst, seinen Arm schützend vor seine Augen zu halten. Erst lassen sie ihn im Dunkeln herumtappen und dann das... So langsam wünscht er sich, wieder in der Villa Blutrose zu sein und von dem ganzen Kram seine Ruhe zu haben.
Einige Momente später glimmt das Licht ab und auch das Leuchten in den Augen der Elbin erlöscht. Sie atmet durch. "Wahrhaftig ... es ist Hila." Sehr bewegt kehrt sie auf den Thron zurück und sieht betroffen zu den Vampiren. "Ihr habt ein reines Herz gezeigt, in dem ihr die Wahrheit verkörpert. ... Ich zolle euch meinen Respekt." Adam atmet erleichtert auf. Lilly hat das großartig gemacht. Er ist dankbar, dass sie die Erinnerung des blonden Mädchens verwahrt hat. Dies hat sich nun als hilfreich erwiesen. Der Soldat spricht nun die Elbin an. "Wie ihr gesehen habt und selbst sagt: Wir sagen die Wahrheit. ... Trotzdem möchte ich etwas betonen: Wir sind nicht hier, um mit den Lichtwesen Krieg zu führen. Wir wollen Rasputin aufhalten. Das ist alles. Vielleicht können wir mit eurer Hilfe dieses Wesen, was die Sterbliche beschützt hat, ebenfalls vor Unheil schützen. Die Zeit für Misstrauen muss enden ... Nur gemeinsam können wir die Gefahr für uns alle abwenden." Nachdenklich betrachtet die Kreatur den Vampir. Für sein junges Alter spricht er weise. Die Elbin erhebt sich erneut. "Ich ... Lúthien ... habe euren Worten gelauscht und eure Taten gesehen ... Ihr zeigtet Reinheit und Güte. ... Daher werde ich helfen." Sie ergreift eine der Blumen, die an ihrem Thron empor wachsen und pflückt sie sanft. Dann hebt sie ihnen die Blüte entgegen. "Dies ist die Mondblume. Das kostbare Geschenk von Selene an meine Mutter. ... Bringt sie zu Cheiron und beweist auch ihm damit, dass euer Anliegen von großer Bedeutung ist. ... Danach ... dies ist die Bitte von Lúthien an euch ... legt die Blüte im Schein des Vollmonds auf ein Gewässer. So schließt sich der Kreislauf und die Reinheit der Mondblume bleibt bewahrt."
Viktor verbeugt sich. "Habt Dank. Wir werden genau das tun.", sagt er, dann sieht er zu Lilly. Sie sitzt am Boden und schweigt... offenbar ausgelaugt von der Erfahrung. Viktor überlässt es Adam, die Mondblume zu nehmen. Seine eigene Blume ist ihm erst mal wichtiger. Und so geht er zu Lilly, umarmt sie und hilft ihr wieder auf die Beine. Sie würde sich erholen, da ist er sich sicher. Seine Aufmerksamkeit ist mehr auf Lilly gerichtet als auf die Elbin, und so denkt er nicht daran, nachzufragen, wen diese mit Hila meint.
Adam nimmt die Mondblume entgegen. Lúthien macht schließlich eine Handbewegung und lässt die Vampire wieder in Sterne verwandeln, die sich ihren Weg von diesem Ort zurück an das Ufer des Teichs suchen. Die Stimme der Elbin hallt ihnen hinterher: "Vergesst nicht ... Nur Reinheit und Aufrichtigkeit ... führen euch zu eurem Ziel." Kurze Zeit später materialisieren sie sich wieder in ihre herkömmliche Gestalt zurück. Adam sieht sich um. Weiterhin erstrahlt der Vollmond vom Nachthimmel. In seiner Hand leuchtet die Mondblumenblüte. Er sieht zu den Nebeljägern und sagt: "Wenn die Blüte nicht hier wäre, könnte man glauben, es sei ein Traum gewesen."
"Das war kein Traum...", keucht Lilly. Viktor schaut besorgt zu seiner Gefährtin, die aber von sich aus redet, ohne dass er nachfragen muss. "Leute, ich muss mich erst mal setzen. Nicht nur, dass sie in meinen Erinnerungen herumstöbert.. Dieses Licht... das war ziemlich unangenehm." Viktor schaut grimmig in Richtung See, der nun wieder ganz normal aussieht, als sei gar nichts geschehen. "Hätte sie keine bessere Methode finden können, um zu erkennen, dass wir die Wahrheit sagen?" Lilly schüttelt leicht den Kopf. "Ich glaube nicht, dass sie mir wehtun wollte. Es lässt sich wohl nicht vermeiden, wenn ein Schatten- und ein Lichtwesen auf diese Weise interagieren." Sie steht auf und legt Viktor beruhigend ihre Hand auf die Schulter. "Alles gut, es geht schon wieder."
Der Soldat nickt. "Da hat Lilly recht. Die Interaktion zwischen Licht und Schatten birgt immer ein Risiko. Ich ziehe vor dir den Hut, dass du dich dem gestellt hast. Ich glaube anders wären wir an die Mondblume nie gekommen."
Lilly nickt. Zum Reden hat sie im Moment keine Kraft mehr. "Soll ich dich tragen?", fragt Viktor besorgt, doch auch dazu sagt Lilly nichts. Aber wenigstens scheint es Viktors Fuß besser zu gehen. Er hinkt nun nicht mehr so stark.
(In Zusammenarbeit mit @KFutagoh89 )
(Fortsetzung folgt...)
Charaktere: Familie Nebeljäger, Adam
Titel: Reise in eine fremde Welt
Teil 4
Cheiron fährt fort: "Nun kommt der zweite Teil." Cheiron erklärt: "Bei dieser Aufgabe müsst ihr die seltene, magische Mondblume suchen. Es ist ein Gewächs, welches von Selene an Tauriel, der Tochter des Waldes geschenkt wurde. Aus ihr wurde Lúthien geboren, als Wächterin über diese Kostbarkeit. Erweist ihr euch als gütig und reinem Herzen, werdet ihr erfolgreich sein. Wenn nicht, dann scheitert ihr definitiv. Bedenkt aber, ... die Mondblume ist nur Nachts bei Vollmond zu finden. ... Nehmt ihnen nun die Augenbinden ab." Dem Befehl folgen Agrios, der Anführer und der Krieger Dynaeus. Endlich können die Vampire wieder etwas sehen. Adam steht auf und hebt sich den Schädel. Ein schneller Blick in den Himmel zeigt, dass es Vollmond ist. "Und ihr erwartet etwa, dass wir drei den ganzen Wald innerhalb dieser Nacht absuchen, bis wir die Mondblume gefunden haben?" Der Soldat ist leicht zerknirscht. Diese Aufgabe erscheint ihn als sehr schwer und fast unmöglich. "Dabei wissen wir nicht mal wie die Blume aussieht oder sonst etwas ..." Sein Blick fixiert den des alten Hengstes. Dieser schmunzelt und erwidert: "Da ihr uns Daisy als Geschenk gebracht habt, werde ich euch mit einem Rätsel einen Hinweis geben. ... Und ja, Vampir, ihr müsst es in dieser Nacht schaffen ... Andernfalls, ist euer Besuch umsonst gewesen." Adam knurrt. Doch er muss sich fügen.
Cheiron legt sich ab, atmet durch, hebt die Arme an, während sein Blick dem Nachthimmel zugewandt ist. Er wirkt wie in Trance. "Seht in das Auge der Inspiration. Es erstrahlt von oben und unten. Das Auge erhellt unsere Welt. Findet das Auge, um zu erfahren, wo die Mondblumen blühen." Dann atmet der Priester durch und scheint aus seiner Trance zu erwachen. Er steht auf und sagt: "Ihr habt nicht viel Zeit, geht nun."
Lilly reibt sich die Augen, froh darüber, wieder etwas sehen zu können. Wie sie schon spüren konnte, ist Viktor tatsächlich nass. Offenbar ist sie die einzige, die davon verschont wurde, komplett im Bach zu landen und bei der es bei nassen Füßen geblieben ist. "Können die es nicht bei einer Prüfung belassen?", fragt sie etwas genervt, aber so leise, dass nur die beiden Vampire in der Nähe es hören.
"Was ist das Auge der Inspiration?", fragt Viktor den alten Priester, während Lilly ihre Streifschusswunde wieder anschaut. Der Tee der Zentauren hat gut getan und auch geholfen, doch als sie dann blind durch den Wald stolpern musste, haben einige Äste, gegen die sie gerannt ist, die Wunde wieder aufgerissen. Hoffentlich würde sich nichts entzünden.
Cheiron schweigt auf Viktors Frage hin. Adam versteht die Gestik und geht zu seinen Artgenossen. "Lasst uns loslaufen, jetzt sind wir auf uns gestellt." Er läuft voraus und wirkt nachdenklich.
Auch Viktor hatte nicht wirklich eine Antwort erwartet, aber es gab auch keinen Grund, es nicht zumindest zu versuchen. Er folgt Adam. Erst jetzt fällt Lilly auf, dass ihr Gefährte hinkt. Vielleicht hat er sich verletzt, als er in den Bach gestürzt ist, aber es ist offensichtlich auch nichts ernstes. "Alles in Ordnung?", fragt sie ihn dennoch. Viktor nickt nur. Jetzt ist nicht die Zeit, sich darüber Gedanken zu machen und auch Lilly sieht ein, dass die Pflanze wohl erst einmal wichtiger ist. "Es erstrahlt von oben und unten...", murmelt Lilly nun vor sich hin. "Was könnte Cheiron damit gemeint haben?" Mittlerweile sind die Zentauren zu weit entfernt, als dass sie sie noch sehen könnte.
Der Deathdealer denkt auch nach. "Die Worte waren: Es erstrahlt von oben und unten. Das Auge erhellt unsere Welt. Findet das Auge, um zu erfahren, wo die Mondblumen blühen." Aus den Worten wird Adam auch nicht schlau. In den Archiven der Vampire hat er derartiges noch nicht gelesen. Sie laufen weiter und kommen schließlich an einen großen Teich. Der Vollmond leuchtet am Firmament und taucht alles in sein Licht. Der Vampir setzt sich ans Wasser und setzt. "Oben und unten." Da erblickt er die Spiegelung des Vollmonds im Wasser, welches durch sein schimmern, silbern glänzt. "Leute ... ich glaub ... ich weiß, was das Rätsel bedeutet ..."
"Die Spiegelung im Wasser? Der Mond? Er leuchtet von oben, aber durch die Spiegelung im Wasser auch von unten.", murmelt Lilly und betrachtet nun den Teich. Viktor setzt sich neben Lilly und folgt ihrem Blick auf das Wasser. Dann schaut er Adam an. Er sagt nichts und wartet ab, was der Deathdealer so erzählen würde.
"Richtig. Das muss der Ort sein, den Priester Cheiron gemeint hat." Plötzlich erstrahlt das Wasser noch heller und die Körper der Vampire werden in leuchtende Sterne verwandelt, die in Spiegelung des Mondes fliegen. Sie werden in einen Raum befördert, der von magischen Wasser gestaltet ist.
Ihre Körper materialisieren sich wieder und sie schauen sich um. "Wahnsinn", staunt der Soldat. So etwas hat er bisher noch nie gesehen. Weder Lilly noch Viktor bringen im Moment auch nur irgendetwas hervor. Sie schauen sich nur verdutzt um.
Adam läuft den Gang, der wie der Saal einer Kathedrale gleich entlang. Jeder Schritt lässt Ringe auf dem magischen Wasserflur entstehen. Plötzlich: "Ich habe euch bereits erwartet", erklingt eine klare Stimme. Die Vampire sehen sich um und aus einem Lichtzirkel erscheint eine Elbin. "Willkommen. Was ist euer begehr?"
Die Vampire halten sich die Arme vor die Augen. So viel grelles Licht! Als sich dieses legt und die Gestalt besser sichtbar wird, weiß im ersten Moment auch keiner der drei, was er sagen sollte. Viktor stupst Lilly an, was weder die Elbin noch Adam bemerken. Aber Lilly versteht, was er meint. Versuch du es mit der Diplomatie. Lilly ist damit jedoch auch überfordert. Trotzdem reißt sie sich zusammen. "Ein Rätsel hat uns hierher geführt hat."
Diese Mondblumen-Prüfung scheint zumindest mehr auf Weisheit zu zielen als die Prüfung zuvor. Aber Lilly behält diesen Satz für sich und fährt fort: "Wir müssen in das Auge der Inspiration blicken, um zu erfahren, wo Mondblumen wachsen.", fasst sie alles zusammen. Keine grandiose diplomatische Leistung, aber im Moment ist sie viel zu perplex, um einen klaren Gedanken zu fassen.
Die Elbin betrachtet die Besucher und lächelt. "Ihr habt bereits ins Auge der Inspiration geblickt. Anders hättet ihr diesen geheimen und geweihten Ort nicht betreten können. ... Mondblumen sucht ihr? ... Auf wessen Geheiß?" Ein Wasserfall, der hinter dem Lichtwesen sanft rauscht, lichtet sich und gibt einen Thron preis, der mit Ornamenten und dem Mondzyklus verziert ist. An dessen Seiten ranken sich weiße, schimmernde Blumen in die Höhe. Die Kreatur nimmt auf den Thron Platz, um den Worten der Gäste zu lauschen.
Lilly betrachtet den Thron und die Blumen um diesen herum. Sind das diese Mondblumen? "Die Zentauren schicken uns.", antwortet sie, "Insbesondere deren Priester Cheiron. Für sie brauchen für die Mondblume."
Viktor hingegen setzt sich auf den Boden. Hoffentlich wird das nicht als unhöflich empfunden. Aber sein Fuß schmerzt nun doch ein wenig. Vielleicht hätte er als Fledermaus reisen sollen um diesen nicht so zu belasten, doch in dieser Gestalt kann er auch nicht reden. Er denkt über die Worte des Zentauren nach. Erweist ihr euch als gütig und reinem Herzen, werdet ihr erfolgreich sein. Er ist wohl kaum gütig. Er ist, wie auch seine Tochter, eher Einzelgänger und hat außerhalb der Familie nur wenige Leute, an denen ihm etwas liegt. Aber Lilly... Lilly ist anders als er. Ohne sie, da ist er sich sicher, hätten die Vampire hier nun gar keine Chance. Auch Adam wirkt auf ihn nicht unbedingt gütig. Er macht seinen Job, ja. Aber auch er hat nicht die Güte, den Werwölfen zu vergeben. Oder was versteht Cheiron unter gütig und reinem Herzen?
Aufmerksam hört die Elbin zu. "Ich verstehe. ... Cheiron ist in der Tat weise. ... Er wird im magischen Wald sehr geschätzt." Adam kniet sich nun vor dem Thron nieder, wie er es auch bei seiner Lordschaft pflegt. "Könnt ihr uns helfen, in diesem Rätsel weiter zu kommen?" Nachdenklich hebt das weibliche Wesen seine Hand ans Kinn. "Cheiron hat einen Grund, weshalb er die heilige Mondblume als Beweis möchte. ... Was habt ihr getan, dass er so weit geht, euch nach der Mondblume suchen zu lassen?" Der Deathdealer übernimmt das Gespräch. "Bei Alucards Namen, schwören wir, wir haben keine finstere Absichten. ... Die beiden Vampire neben mir, sind Opfer eines Magiers namens Rasputin. Er hat die Eltern von Viktor ermordet. ... Ich selbst habe meinen Bruder an die Werwölfe verloren. ... Dieser Rasputin hat, im Laufe unserer Recherchen, schriftlich festgehalten, dass er Phönixe und Einhörner jagt. ... Wir wissen, dass Philomena und Amalthea die Letzten ihrer Art waren ... Jedoch wurde in der Welt der Sims eine Sterbliche vor einem Werwolf beschützt. Das Lichtwesen scheint ein Einhorn zu sein. ... Doch um Gewissheit zu haben, brauchen wir das Wissen der Zentauren. Deshalb sind wir nun hier. ... Mehr kann ich nicht dazu sagen."
Die Elbin schweigt und hört aufmerksam zu. Schließlich sagt sie: "So ist es also ... Aber die Worte eines Schattenwesens, haben im Reich des Lichtes kein Gewicht. ... Wie könnt ihr mir also beweisen, dass ihr die Wahrheit sagt?"
Schon wieder das Gerede über Licht und Schatten. Lilly bezweifelt, dass alle Schattenwesen böse sind... oder alle Lichtwesen gut. Es gibt immer zwei Seiten der Medaille. Doch sie ist klug genug, ihre Gedanken jetzt nicht laut mitzuteilen. Sie erinnert sich an Vero und wie sie an deren Erinnerung über den Werwolf gekommen sind. So etwas würde wohl auch beweisen können, dass die Worte wahr sind. Doch hilft das auch der Elbin etwas? "Unter einigen Vampiren hätte das Blut die Wahrheit der Worte beweisen können.", sagt sie, "Aber ich weiß nicht, ob das auch hier funktioniert." So gut kennt sie sich damit auch nicht aus.
Die Elbin erhebt sich und schmunzelt. "Mir ist diese Legende bekannt. Vampire können Erinnerung über ihr Blut miteinander teilen. ..." Sie geht auf Lilly zu und sieht sie durchdringend an. "Wärst du bereit, diese Erinnerung zu offenbaren?" Adam sieht dem ganzen zu. Er fühlt sich unwohl. Der Ausdruck der Frau hat sich verändert. So etwas macht einen Soldaten misstrauisch.
Lilly hätte damit nun überhaupt nicht gerechnet. Soll sie sich nun also beißen lassen? Wäre nicht das erste Mal... immerhin tat auch Viktor dies, um sie zu verwandeln. Aber wirklich Lust hätte sie darauf auch nicht. Aber was sollte das bringen? Wenn Adam oder Viktor sie beißt könnten sie trotzdem alles mögliche erzählen. Das wäre wohl kaum ein Beweis. Aber dass diese Elbin sie nun beißen will, bezweifelt Lilly ebenfalls. Vielleicht soll sie auf andere Weise ihr Blut lassen und es funktioniert auch so?
Obwohl Lilly nicht zu Adam schaut und seinen Gesichtsausdruck somit nicht mitbekommt, ist auch sie misstrauisch. Dennoch sagt sie. "Ich wäre bereit dazu." Eigentlich nicht. Der Gedanke, dass andere in ihren Erinnerungen stöbern können macht sie nervös. Aber wenn es keine andere Möglichkeit gibt, nimmt sie das in Kauf.
"In Ordnung. Dann möge es so geschehen." Die Elbin hebt eine Hand an und legt ihren Finger an Lillys Wunde. Das Lichtwesen schließt die Augen. Als sich diese wieder öffnen, leuchten sie im hellem Licht, so dass keine Pupillen mehr zu sehen sind. Lillys Blick hüllt sich in grellem Licht. Über die Magie taucht die Elbin in die Erinnerungen der Vampirin ein. Adam muss sich den Hut ins Gesicht ziehen. Das Licht schmerzt seinen eigenen Augen.
So schön... so mutig.. Viktor kann nicht anders, als seine Gefährtin zu bewundern. Wenn diese Elbin ihr auch nur ein Haar krümmt, kann sie was erleben.. dann ist ihm Cheiron, die Mondblumen, ja sogar Rasputin völlig egal. Doch das grelle Licht zwingt auch ihn vorerst, seinen Arm schützend vor seine Augen zu halten. Erst lassen sie ihn im Dunkeln herumtappen und dann das... So langsam wünscht er sich, wieder in der Villa Blutrose zu sein und von dem ganzen Kram seine Ruhe zu haben.
Einige Momente später glimmt das Licht ab und auch das Leuchten in den Augen der Elbin erlöscht. Sie atmet durch. "Wahrhaftig ... es ist Hila." Sehr bewegt kehrt sie auf den Thron zurück und sieht betroffen zu den Vampiren. "Ihr habt ein reines Herz gezeigt, in dem ihr die Wahrheit verkörpert. ... Ich zolle euch meinen Respekt." Adam atmet erleichtert auf. Lilly hat das großartig gemacht. Er ist dankbar, dass sie die Erinnerung des blonden Mädchens verwahrt hat. Dies hat sich nun als hilfreich erwiesen. Der Soldat spricht nun die Elbin an. "Wie ihr gesehen habt und selbst sagt: Wir sagen die Wahrheit. ... Trotzdem möchte ich etwas betonen: Wir sind nicht hier, um mit den Lichtwesen Krieg zu führen. Wir wollen Rasputin aufhalten. Das ist alles. Vielleicht können wir mit eurer Hilfe dieses Wesen, was die Sterbliche beschützt hat, ebenfalls vor Unheil schützen. Die Zeit für Misstrauen muss enden ... Nur gemeinsam können wir die Gefahr für uns alle abwenden." Nachdenklich betrachtet die Kreatur den Vampir. Für sein junges Alter spricht er weise. Die Elbin erhebt sich erneut. "Ich ... Lúthien ... habe euren Worten gelauscht und eure Taten gesehen ... Ihr zeigtet Reinheit und Güte. ... Daher werde ich helfen." Sie ergreift eine der Blumen, die an ihrem Thron empor wachsen und pflückt sie sanft. Dann hebt sie ihnen die Blüte entgegen. "Dies ist die Mondblume. Das kostbare Geschenk von Selene an meine Mutter. ... Bringt sie zu Cheiron und beweist auch ihm damit, dass euer Anliegen von großer Bedeutung ist. ... Danach ... dies ist die Bitte von Lúthien an euch ... legt die Blüte im Schein des Vollmonds auf ein Gewässer. So schließt sich der Kreislauf und die Reinheit der Mondblume bleibt bewahrt."
Viktor verbeugt sich. "Habt Dank. Wir werden genau das tun.", sagt er, dann sieht er zu Lilly. Sie sitzt am Boden und schweigt... offenbar ausgelaugt von der Erfahrung. Viktor überlässt es Adam, die Mondblume zu nehmen. Seine eigene Blume ist ihm erst mal wichtiger. Und so geht er zu Lilly, umarmt sie und hilft ihr wieder auf die Beine. Sie würde sich erholen, da ist er sich sicher. Seine Aufmerksamkeit ist mehr auf Lilly gerichtet als auf die Elbin, und so denkt er nicht daran, nachzufragen, wen diese mit Hila meint.
Adam nimmt die Mondblume entgegen. Lúthien macht schließlich eine Handbewegung und lässt die Vampire wieder in Sterne verwandeln, die sich ihren Weg von diesem Ort zurück an das Ufer des Teichs suchen. Die Stimme der Elbin hallt ihnen hinterher: "Vergesst nicht ... Nur Reinheit und Aufrichtigkeit ... führen euch zu eurem Ziel." Kurze Zeit später materialisieren sie sich wieder in ihre herkömmliche Gestalt zurück. Adam sieht sich um. Weiterhin erstrahlt der Vollmond vom Nachthimmel. In seiner Hand leuchtet die Mondblumenblüte. Er sieht zu den Nebeljägern und sagt: "Wenn die Blüte nicht hier wäre, könnte man glauben, es sei ein Traum gewesen."
"Das war kein Traum...", keucht Lilly. Viktor schaut besorgt zu seiner Gefährtin, die aber von sich aus redet, ohne dass er nachfragen muss. "Leute, ich muss mich erst mal setzen. Nicht nur, dass sie in meinen Erinnerungen herumstöbert.. Dieses Licht... das war ziemlich unangenehm." Viktor schaut grimmig in Richtung See, der nun wieder ganz normal aussieht, als sei gar nichts geschehen. "Hätte sie keine bessere Methode finden können, um zu erkennen, dass wir die Wahrheit sagen?" Lilly schüttelt leicht den Kopf. "Ich glaube nicht, dass sie mir wehtun wollte. Es lässt sich wohl nicht vermeiden, wenn ein Schatten- und ein Lichtwesen auf diese Weise interagieren." Sie steht auf und legt Viktor beruhigend ihre Hand auf die Schulter. "Alles gut, es geht schon wieder."
Der Soldat nickt. "Da hat Lilly recht. Die Interaktion zwischen Licht und Schatten birgt immer ein Risiko. Ich ziehe vor dir den Hut, dass du dich dem gestellt hast. Ich glaube anders wären wir an die Mondblume nie gekommen."
Lilly nickt. Zum Reden hat sie im Moment keine Kraft mehr. "Soll ich dich tragen?", fragt Viktor besorgt, doch auch dazu sagt Lilly nichts. Aber wenigstens scheint es Viktors Fuß besser zu gehen. Er hinkt nun nicht mehr so stark.
(In Zusammenarbeit mit @KFutagoh89 )
(Fortsetzung folgt...)