Forum Discussion
Ripzha
3 years agoSeasoned Ace
Ort: Brindleton Bay - Shady Pines Seniorenheim
Charaktere: Isla, Denize, Chip
Geschichtsstrang: Besuch bei Oma (Teil 2)
Denize atmet tief ein. Ihre Neugier ist zu gross. Selbst wenn die Loa es nicht gut mit ihr meinen. Sie will es wissen. "Ist das in Ordnung für dich Oma?" fragt sie vorsichtig da sie weiss, das es sehr kräftezehrend ist in die Karten zu blicken. Isla nickt lächelnd. "Eine schaff ich noch." sagt sie mit den Gedanken in der Vergangenheit als sie täglich gefühlt hunderte Male die Karten für die verschiedensten Leute gelegt hat. "Okay. Aber danach machen wir einen schönen Spaziergang um den Kopf frei zu bekommen, ja?" Denize fühlt sich ein wenig schuldig. Es fühlt sich an als kämen sie nur wegen der Loas her, nicht um Oma zu besuchen. Isla lächelt. "Das hört sich gut an. Also Liebes. Du weisst wie es geht." Denize nickt, behält Chips Hand in ihrer und schließt die Augen. Ihre Frage dreht sich um das ungeborene Baby in ihrem Bauch, von dem jungen Mann neben ihr auf den die Loa heute nicht gut zu sprechen sind.
Isla mischt die Karten und beginnt mit der ersten Karte. Die Herrscherin auf dem Kopf. "Die unerschöpfliche Kraft der Natur, die immer wieder neues Leben entstehen lässt. Die Quelle des Lebens, welche unsere potentiellen Fähigkeiten, neues hervorzubringen beeinflusst. Die ständige Veränderung in unserem Leben, die Schmerzen, und die Notwendigkeit diese verkraften zu können bedeuten, 'die ständige Geburt des Neuen'. Es geht um Sturheit und ist eine Ermunterung, eingehender über die Lebensaspekte nachzudenken die in der Karte zum Vorschein kommen."
Isla sieht Denize an, diese schluckt. Vielleicht hätte sie doch einen anderen Tag wählen sollen. Bei Denize erklärt Isla nicht sehr viel, denn ihre Enkelin kennt sich etwas aus. Sie legt die nächste Karte der Liebenden auf dem Kopf als nächstes. Denize weiss was es bedeutet. Eine erdrückende Liebesbeziehung, Fremdgehen oder nagende Eifersucht. Was Isla ihr im nächsten Moment bestätigt. Wenn sie an ihre Frage denkt, glaubt Denize zu wissen was gemeint ist. Sie muss aufhören ihm die Schuld zu geben in dem sie passiv aggressive Dinge äussert. Doch sie sagt nichts und lässt Isla reden. "Die Karte will das du dich entscheidest Liebes und vermeidest alles auf den letzten Moment hinaus zu zögern. Sie bedeutet ein grosses 'Ja', egal worum es geht." Denize erstarrt innerlich. Wirklich? Sie blickt Isla an um Chip nicht ansehen zu müssen.
Die nächste Karte, die Karte die ihr sagt was sie tun soll wird gelegt. Es ist der Turm, richtig herum. Isla erklärt. "Löse dich los von Zwängen und festgefahrenen Strukturen. Der Turm rät dir dich zu befreien und durchzubrechen. Er weisst auf Veränderungen hin die blitzartig in unser Leben drängen. Aber das muss nichts schlechtes bedeuten." Manchmal fragt Denize sich wirklich wie Isla das macht. Das kann einfach kein Zufall sein.
"Was sagt die letzte Karte?" fragt sie und Isla legt das Schicksalsrad verkehrt herum. "Du weisst, die Kernaussagen des Rades sind bevorstehende Veränderungen, das Ende einer Lebenssituation, Neubeginn, Gelähmtheit..." Denize nickt vorsichtig und nachdenklich. Isla spricht weiter, "Es wird vergehen. Alles wird vergehen, sowohl das Böse als auch das Gute. Aber wissen wir was Gut und Böse ist? Was uns böse erschienen hat, hat sich zum Guten gewendet und was Gutes hat sich zum Fluch gewendet. Vertraue dem Fluss des Lebens. Es ist wie es ist und es ist wichtig das beste draus zu machen. Sage ja zu dem was du nicht ändern kannst. Vertraue und handle nicht unbedacht, sonst wirst du in eine Spirale des Unheils stürzen. Das Schicksalsrad ruft zu Offenheit gegenüber einer unerwarteten Situation auf. Auch dann wenn es dir nicht gefällt. Vertraue, Liebes."
Isla scheint gemerkt zu haben dass die Karten Denize in tiefes Nachdenken gebracht haben und wirkt jetzt als wolle sie die Enkelin aufheitern. Denize lächelt mild. Es erreicht aber ihre Augen nicht. Nur Isla erkennt etwas wie Angst darin. Sie legt die Karten wieder in die Box.
Sie sagt nicht dass Denize jederzeit zu ihr kommen kann um sich auszusprechen, das weiss das Mädchen bereits. "Genug Hokuspokus." lächelt die Frau die ebenfalls das Gefühl beschleicht dass die Loa heute finster zugange sind. Vielleicht sind aber auch die beiden Kinder in einer dunklen Phase. Isla fragt nicht nach. "Ein Spaziergang würde jetzt so richtig gut tun." sagt sie, verschließt die Box und steht langsam auf.
Aus Denize' Botschaften wird Chip nicht wirklich schlau. Es scheint als ginge es um Beziehungen.. ihre Beziehung? Sie soll sich entscheiden? Und offen sein...vertrauen. Hmm... Er muss sie nachher unbedingt fragen, woran sie gedacht hat. Wobei...wenn er das fragt, will sie es von ihm sicher auch wissen. Schlecht. Andererseits wird Denize ihn ohnehin fragen, wenn sie heim gehen, da ist er sich fast sicher. Als Isla vorschlägt spazieren zu gehen, stimmt er erleichtert zu. Frische Luft wir d alle auf andere Gedanken bringen oder ihm Zeit für eine Idee verschaffen, wie er diese Klippe umfahren kann.
Einige Zeit später...
Nachdem sie sich von Isla verabschiedet und versprochen haben, bald mal wieder auf Kaffee und Kuchen vorbeizuschauen, geht Chip, den Arm um Denize' Taille gelegt, nachdenklich neben ihr her. Der Heimweg ist lang und die 'Sitzung' wirkt immer noch nach. "Deine Oma ist ziemlich cool." beginnt er schließlich ein Gespräch, weil es ihm merkwürdig vorkommt so lange schweigend neben ihr her zu gehen. "Woher hat sie das ganze Wissen? Das kann man doch nicht lernen, oder?" Chip will wirklich verstehen was da vor sich gegangen ist.
Denize, taucht aus ihren Gedanken auf und lächelt ein wenig. "Ich schätze es ist eine Gabe. Sie hat das auch lange praktiziert auf einem Jahrmarkt. Ist viel gereist. Meine Urgrossmutter hat es an sie weiter gegeben. An meine Mutter konnte sie es aber nicht weitergeben..." Denize liegt es auf der Zunge ihn zu fragen was er die Loa gefragt hat. Doch muss sie ihre dann auch preisgeben?
"Echt? Auf Jahrmärkten?" Chip schaut verwundert auf. "Das ist ja krass." Er hat nie vermutet dass Denize so eine ungewöhnliche Familie hat. Sie schlendern weiter und Chip traut sich endlich ein Thema anzuschneiden, vor dem er sich immer gescheut hat. "Du hast grade deine Mutter erwähnt..magst du mir von ihr erzählen? Ich weiß nur dass sie gestorben ist..das tut mir leid für dich." Er bleibt stehen und umarmt sie richtig, schaut ihr in die Augen und küsst sie kurz sanft, bevor sie weiter gehen. Irgendwie fühlt er sich schon wieder so emotional. Das passiert immer häufiger , dass ihm Erlebnisse so nahe gehen. Das sollte nicht so sein, mahnt er sich innerlich.
„Sie war….“ beginnt Denize und denkt nach. „krank.“ Das ist die offizielle Antwort, wobei wirklich gelogen ist es auch nicht. Das was sich Sims vorstellen, ändert sich allerdings. Wenn sie sagt, ihre Mutter wäre einer Krankheit erlegen, denkt niemand an Depressionen und Selbstmord. Denize ist nicht sicher ob sie ihm alles erzählen soll. Die Umstände sind bis heute, zumindest für sie, ziemlich unklar. Einige Wochen lang glaubte sie sogar sie wäre der Grund, dass ihre Mutter nicht mehr wollte. Ihr Vater versicherte ihr es hatte einen anderen Grund und dieser sei schwer zu begreifen. Er wollte es ihr erzählen wenn sie „alt genug“ sei, dich bisher war er noch nicht bereit das nachzuholen. Denize beschliesst es ebenfalls dabei zu belassen. „Ich kannte sie kaum. Ich war Sieben. Deswegen war ich so sauer als du schlecht über deine gesprochen hast. Du und Stephen..“ Obwohl Steph im Grunde etwas ähnliches ereilt hat. Eine kranke Mutter die aus seinem Leben getreten ist. Sein Pech war, dass da auch kein Vater oder sonst wer mehr war. „Ich vermisse sie.“
Chip erinnert sich an den fürchterlichen Morgen beim Festival. Der Tag nach dem Lagerfeuer am Strand. Bis dahin schlimmster Kater seines Lebens und Denize, die sauer auf ihn war, weil er irgendwas über seine Mutter gesagt hatte...am Abend...im Suff. Eine Welle der Dankbarkeit dafür, dass sie jetzt tatsächlich hier neben ihm geht und seine Freundin ist macht ihm das Herz weit und schenkt ihm ein wohlig, warmes Gefühl in der Brust. Er versteht ihre Verletzlichkeit bei diesem Thema und zieht sie nochmal an sich. Alles was er eben noch fragen und sagen wollte ist einfach weg und seine Gefühle übernehmen das Steuer, ohne dass er etwas dagegen tun kann. Es ist so unendlich viel mehr als Dankbarkeit. Zärtlich streicht er ihr eine Haarsträhne aus der Stirn, legt seine Hände an ihre Wangen, schaut ihr in die Augen und sagt leise:" Ich war ein besoffener Esel, verzeihst du's mir?" Statt eine Antwort abzuwarten küsst er sie und wieder kommt die Welle. "Ich liebe dich." flüstert er, als er sich zögernd von ihren Lippen löst. Sein Herz pocht laut und stark in seiner Brust. Teils vor Schreck dass er es ausgesprochen hat, teils weil es einfach so sehr wahr ist.
Denize blickt ihn mit grossen Rehaugen an. Ist das das Zeichen, dass alles gut wird? "Ich liebe dich auch.." flüstert sie zurück. Es fühlt sich besonders an, es fühlt sich richtig an. "Danke, dass ich mich immer auf dich verlassen kann." sagt sie leise weil sie hofft es hilft ihr ihre Angst zu überwinden ihm die Wahrheit zu sagen. "Und das du ehrlich bist." Sie möchte auch ehrlich sein, das ist sie ihm schuldig, aber noch nicht jetzt. Es geht einfach nicht. Sie küsst ihn nochmal ganz behutsam und umarmt ihn dann. "Sagst du mir irgendwann was du die Loa gefragt hast?" fragt sie so leise wie zu vor ohne sich aus der Umarmung zu lösen.
Etwas benommen nickt Chip einfach. Er kann keinen geraden Satz formulieren im Moment. Alles was er fühlt ist, dass er glücklich ist. Sie hat gesagt sie liebt ihn auch. Sie hat es einfach gesagt. Er hebt sie kurz hoch, dreht sich einmal mit ihr um seine eigene Achse, setzt sie wieder ab und geht eng umschlungen mit ihr weiter. "Ja, ich sag's dir, aber für heute hab ich genug Denkstoff und komplizierte Sachen gehabt." Er schaut sie an. "Erzählst du's mir dann auch?"
Denize nickt langsam. "Ja... irgendwann." Sie lächelt. Das reicht ihr.
(in Zusammenarbeit mit simscat2)
Charaktere: Isla, Denize, Chip
Geschichtsstrang: Besuch bei Oma (Teil 2)
Denize atmet tief ein. Ihre Neugier ist zu gross. Selbst wenn die Loa es nicht gut mit ihr meinen. Sie will es wissen. "Ist das in Ordnung für dich Oma?" fragt sie vorsichtig da sie weiss, das es sehr kräftezehrend ist in die Karten zu blicken. Isla nickt lächelnd. "Eine schaff ich noch." sagt sie mit den Gedanken in der Vergangenheit als sie täglich gefühlt hunderte Male die Karten für die verschiedensten Leute gelegt hat. "Okay. Aber danach machen wir einen schönen Spaziergang um den Kopf frei zu bekommen, ja?" Denize fühlt sich ein wenig schuldig. Es fühlt sich an als kämen sie nur wegen der Loas her, nicht um Oma zu besuchen. Isla lächelt. "Das hört sich gut an. Also Liebes. Du weisst wie es geht." Denize nickt, behält Chips Hand in ihrer und schließt die Augen. Ihre Frage dreht sich um das ungeborene Baby in ihrem Bauch, von dem jungen Mann neben ihr auf den die Loa heute nicht gut zu sprechen sind.
Isla mischt die Karten und beginnt mit der ersten Karte. Die Herrscherin auf dem Kopf. "Die unerschöpfliche Kraft der Natur, die immer wieder neues Leben entstehen lässt. Die Quelle des Lebens, welche unsere potentiellen Fähigkeiten, neues hervorzubringen beeinflusst. Die ständige Veränderung in unserem Leben, die Schmerzen, und die Notwendigkeit diese verkraften zu können bedeuten, 'die ständige Geburt des Neuen'. Es geht um Sturheit und ist eine Ermunterung, eingehender über die Lebensaspekte nachzudenken die in der Karte zum Vorschein kommen."
Isla sieht Denize an, diese schluckt. Vielleicht hätte sie doch einen anderen Tag wählen sollen. Bei Denize erklärt Isla nicht sehr viel, denn ihre Enkelin kennt sich etwas aus. Sie legt die nächste Karte der Liebenden auf dem Kopf als nächstes. Denize weiss was es bedeutet. Eine erdrückende Liebesbeziehung, Fremdgehen oder nagende Eifersucht. Was Isla ihr im nächsten Moment bestätigt. Wenn sie an ihre Frage denkt, glaubt Denize zu wissen was gemeint ist. Sie muss aufhören ihm die Schuld zu geben in dem sie passiv aggressive Dinge äussert. Doch sie sagt nichts und lässt Isla reden. "Die Karte will das du dich entscheidest Liebes und vermeidest alles auf den letzten Moment hinaus zu zögern. Sie bedeutet ein grosses 'Ja', egal worum es geht." Denize erstarrt innerlich. Wirklich? Sie blickt Isla an um Chip nicht ansehen zu müssen.
Die nächste Karte, die Karte die ihr sagt was sie tun soll wird gelegt. Es ist der Turm, richtig herum. Isla erklärt. "Löse dich los von Zwängen und festgefahrenen Strukturen. Der Turm rät dir dich zu befreien und durchzubrechen. Er weisst auf Veränderungen hin die blitzartig in unser Leben drängen. Aber das muss nichts schlechtes bedeuten." Manchmal fragt Denize sich wirklich wie Isla das macht. Das kann einfach kein Zufall sein.
"Was sagt die letzte Karte?" fragt sie und Isla legt das Schicksalsrad verkehrt herum. "Du weisst, die Kernaussagen des Rades sind bevorstehende Veränderungen, das Ende einer Lebenssituation, Neubeginn, Gelähmtheit..." Denize nickt vorsichtig und nachdenklich. Isla spricht weiter, "Es wird vergehen. Alles wird vergehen, sowohl das Böse als auch das Gute. Aber wissen wir was Gut und Böse ist? Was uns böse erschienen hat, hat sich zum Guten gewendet und was Gutes hat sich zum Fluch gewendet. Vertraue dem Fluss des Lebens. Es ist wie es ist und es ist wichtig das beste draus zu machen. Sage ja zu dem was du nicht ändern kannst. Vertraue und handle nicht unbedacht, sonst wirst du in eine Spirale des Unheils stürzen. Das Schicksalsrad ruft zu Offenheit gegenüber einer unerwarteten Situation auf. Auch dann wenn es dir nicht gefällt. Vertraue, Liebes."
Isla scheint gemerkt zu haben dass die Karten Denize in tiefes Nachdenken gebracht haben und wirkt jetzt als wolle sie die Enkelin aufheitern. Denize lächelt mild. Es erreicht aber ihre Augen nicht. Nur Isla erkennt etwas wie Angst darin. Sie legt die Karten wieder in die Box.
Sie sagt nicht dass Denize jederzeit zu ihr kommen kann um sich auszusprechen, das weiss das Mädchen bereits. "Genug Hokuspokus." lächelt die Frau die ebenfalls das Gefühl beschleicht dass die Loa heute finster zugange sind. Vielleicht sind aber auch die beiden Kinder in einer dunklen Phase. Isla fragt nicht nach. "Ein Spaziergang würde jetzt so richtig gut tun." sagt sie, verschließt die Box und steht langsam auf.
Aus Denize' Botschaften wird Chip nicht wirklich schlau. Es scheint als ginge es um Beziehungen.. ihre Beziehung? Sie soll sich entscheiden? Und offen sein...vertrauen. Hmm... Er muss sie nachher unbedingt fragen, woran sie gedacht hat. Wobei...wenn er das fragt, will sie es von ihm sicher auch wissen. Schlecht. Andererseits wird Denize ihn ohnehin fragen, wenn sie heim gehen, da ist er sich fast sicher. Als Isla vorschlägt spazieren zu gehen, stimmt er erleichtert zu. Frische Luft wir d alle auf andere Gedanken bringen oder ihm Zeit für eine Idee verschaffen, wie er diese Klippe umfahren kann.
Einige Zeit später...
Nachdem sie sich von Isla verabschiedet und versprochen haben, bald mal wieder auf Kaffee und Kuchen vorbeizuschauen, geht Chip, den Arm um Denize' Taille gelegt, nachdenklich neben ihr her. Der Heimweg ist lang und die 'Sitzung' wirkt immer noch nach. "Deine Oma ist ziemlich cool." beginnt er schließlich ein Gespräch, weil es ihm merkwürdig vorkommt so lange schweigend neben ihr her zu gehen. "Woher hat sie das ganze Wissen? Das kann man doch nicht lernen, oder?" Chip will wirklich verstehen was da vor sich gegangen ist.
Denize, taucht aus ihren Gedanken auf und lächelt ein wenig. "Ich schätze es ist eine Gabe. Sie hat das auch lange praktiziert auf einem Jahrmarkt. Ist viel gereist. Meine Urgrossmutter hat es an sie weiter gegeben. An meine Mutter konnte sie es aber nicht weitergeben..." Denize liegt es auf der Zunge ihn zu fragen was er die Loa gefragt hat. Doch muss sie ihre dann auch preisgeben?
"Echt? Auf Jahrmärkten?" Chip schaut verwundert auf. "Das ist ja krass." Er hat nie vermutet dass Denize so eine ungewöhnliche Familie hat. Sie schlendern weiter und Chip traut sich endlich ein Thema anzuschneiden, vor dem er sich immer gescheut hat. "Du hast grade deine Mutter erwähnt..magst du mir von ihr erzählen? Ich weiß nur dass sie gestorben ist..das tut mir leid für dich." Er bleibt stehen und umarmt sie richtig, schaut ihr in die Augen und küsst sie kurz sanft, bevor sie weiter gehen. Irgendwie fühlt er sich schon wieder so emotional. Das passiert immer häufiger , dass ihm Erlebnisse so nahe gehen. Das sollte nicht so sein, mahnt er sich innerlich.
„Sie war….“ beginnt Denize und denkt nach. „krank.“ Das ist die offizielle Antwort, wobei wirklich gelogen ist es auch nicht. Das was sich Sims vorstellen, ändert sich allerdings. Wenn sie sagt, ihre Mutter wäre einer Krankheit erlegen, denkt niemand an Depressionen und Selbstmord. Denize ist nicht sicher ob sie ihm alles erzählen soll. Die Umstände sind bis heute, zumindest für sie, ziemlich unklar. Einige Wochen lang glaubte sie sogar sie wäre der Grund, dass ihre Mutter nicht mehr wollte. Ihr Vater versicherte ihr es hatte einen anderen Grund und dieser sei schwer zu begreifen. Er wollte es ihr erzählen wenn sie „alt genug“ sei, dich bisher war er noch nicht bereit das nachzuholen. Denize beschliesst es ebenfalls dabei zu belassen. „Ich kannte sie kaum. Ich war Sieben. Deswegen war ich so sauer als du schlecht über deine gesprochen hast. Du und Stephen..“ Obwohl Steph im Grunde etwas ähnliches ereilt hat. Eine kranke Mutter die aus seinem Leben getreten ist. Sein Pech war, dass da auch kein Vater oder sonst wer mehr war. „Ich vermisse sie.“
Chip erinnert sich an den fürchterlichen Morgen beim Festival. Der Tag nach dem Lagerfeuer am Strand. Bis dahin schlimmster Kater seines Lebens und Denize, die sauer auf ihn war, weil er irgendwas über seine Mutter gesagt hatte...am Abend...im Suff. Eine Welle der Dankbarkeit dafür, dass sie jetzt tatsächlich hier neben ihm geht und seine Freundin ist macht ihm das Herz weit und schenkt ihm ein wohlig, warmes Gefühl in der Brust. Er versteht ihre Verletzlichkeit bei diesem Thema und zieht sie nochmal an sich. Alles was er eben noch fragen und sagen wollte ist einfach weg und seine Gefühle übernehmen das Steuer, ohne dass er etwas dagegen tun kann. Es ist so unendlich viel mehr als Dankbarkeit. Zärtlich streicht er ihr eine Haarsträhne aus der Stirn, legt seine Hände an ihre Wangen, schaut ihr in die Augen und sagt leise:" Ich war ein besoffener Esel, verzeihst du's mir?" Statt eine Antwort abzuwarten küsst er sie und wieder kommt die Welle. "Ich liebe dich." flüstert er, als er sich zögernd von ihren Lippen löst. Sein Herz pocht laut und stark in seiner Brust. Teils vor Schreck dass er es ausgesprochen hat, teils weil es einfach so sehr wahr ist.
Denize blickt ihn mit grossen Rehaugen an. Ist das das Zeichen, dass alles gut wird? "Ich liebe dich auch.." flüstert sie zurück. Es fühlt sich besonders an, es fühlt sich richtig an. "Danke, dass ich mich immer auf dich verlassen kann." sagt sie leise weil sie hofft es hilft ihr ihre Angst zu überwinden ihm die Wahrheit zu sagen. "Und das du ehrlich bist." Sie möchte auch ehrlich sein, das ist sie ihm schuldig, aber noch nicht jetzt. Es geht einfach nicht. Sie küsst ihn nochmal ganz behutsam und umarmt ihn dann. "Sagst du mir irgendwann was du die Loa gefragt hast?" fragt sie so leise wie zu vor ohne sich aus der Umarmung zu lösen.
Etwas benommen nickt Chip einfach. Er kann keinen geraden Satz formulieren im Moment. Alles was er fühlt ist, dass er glücklich ist. Sie hat gesagt sie liebt ihn auch. Sie hat es einfach gesagt. Er hebt sie kurz hoch, dreht sich einmal mit ihr um seine eigene Achse, setzt sie wieder ab und geht eng umschlungen mit ihr weiter. "Ja, ich sag's dir, aber für heute hab ich genug Denkstoff und komplizierte Sachen gehabt." Er schaut sie an. "Erzählst du's mir dann auch?"
Denize nickt langsam. "Ja... irgendwann." Sie lächelt. Das reicht ihr.
(in Zusammenarbeit mit simscat2)