Forum Discussion
3 years ago
Ort: Forgotten Hollow, Villa Blutrose
Charaktere: Familie Nebeljäger, Nouki, Bea, Vero
Titel: Referat unter Rivalinnen
Viola öffnet nach der Schule ihre Haustür. Sie ist schneller da als ihre Referat-Partnerinnen. Immerhin kann sie per Luftlinie reisen. Doch sie wollte nicht so lange in der Sonne bleiben. Immerhin kennt Vero ja den Weg, seit sie mit Ellie und Tani mal zufällig in der Gegend vorbei kam. Sie kann sie den anderen beiden sicher den Weg zeigen. Sie zeigt den Mädels nur ungerne ihr Heim. Aber als ihr klar wurde, dass sie zu Alternativorten hätte anreisen müssen, kam es ihr doch als die beste Lösung vor. Sie kann nur abends reisen. Doch die Zeit, die sie draußen hat, will sie dann ausnutzen und nicht Schulzeugs erledigen müssen. Da ist es besser, das jetzt am Nachmittag schon tun zu können. Sie hört, wie Lilly wieder am Klavier musiziert: "Ich krieg nachher noch Besuch. Also nicht wundern, wenn es dann klingelt.", sagt Viola, ohne ihrer Mutter zu erklären, wer denn kommen würde. "Alles klar. Dann grüß Blaze mal von mir!", ist Lillys Antwort. Blaze... schön wär's! Doch Viola verbessert Lillys Vermutung nicht. Ob Vero wohl ihrem Vater die Wahrheit sagt, wo sie ist? Aber das kann der Vampirin ja auch eigentlich egal sein. So oder so hat sie nicht vor, der Blondine etwas anzutun.
Vero erreicht zum vereinten Zeitpunkt die Villa Blutrose in Forgotten Hollow. Dort wartet sie auf die anderen. Ihre Ratten hat sie vorsichtshalber daheim gelassen.
Es klingelt und es ist Vero. Viola öffnet. Man sieht ihr ihre mangelnde Begeisterung an, doch sie grüßt trotzdem mit einem knappen "Hi". Auch Bea kommt in diesem Moment vorbei. "Hallo.", sagt die Meerfrau. Nouki ist ebenfalls dabei und nach den Begrüßungen gehen die Mädchen nach drinnen.
Die Blondine winkt Bea und Nouki freundlich zu. Sie sagt ein knappes "Hi" zu Viola und folgt ihnen ins Haus. Sie sieht sich um. Es ist anders wie in üblichen Vampirfilmen dargestellt. Die Schülerin wartet ab. Sie hört eine der Katzen miauen. Innerlich rollt sie die Augen. Katzen mag sie überhaupt nicht.
Viola bemerkt Veros Augenrollen nicht, und auch Bea scheint eher Ausschau nach dem Vierbeiner zu halten. Moritz zeigt sich kurz darauf tatsächlich. Neugierig beschnuppert er die unbekannten Personen. Bea streichelt das Tier und fragt Viola nach dessen Namen, der ihr auch genannt wird. Aber dann erhebt sie sich wieder.
"Oh, du bist ja auch ein ganz Süßer." flötet Nouki im gleichen hohen Singsang, den sie auch für Bandido anschlägt, was Moritz ein wohliges Schnurren entlockt. Vorsichtig streichelt Nouki den Kater hinter den Ohren und trennt sich nur schwer, um den anderen zu folgen. "Hätte nicht gedacht, dass du so anschmiegsame Schmusetiere wie Katzen magst," sagt sei im weiter gehen zu Viola.
"Was für Tiere hätten deiner Meinung nach denn besser zu mir gepasst?" Viola sieht Nouki neugierig an.
Schmunzelnd antwortet Nouki:"Also...zumindest ne Wildkatze hätte ich schon erwartet oder...vielleicht auch ne Schlange oder nen Alligator..i.rgendwas Exzentrisches." Als sie Violas Blick bemerkt, meint sie lächelnd. "Nein...Spaß. Katzen sind Schmusetiger und zeigen trotzdem ihre Krallen...passt doch wieder." Sie schweigt kurz. "Und sie sind meine Lieblingstiere. Ich hab nen Kater...Bandido heißt der. Ist mir zugelaufen im Urlaub."
"Ja, Katzen sind nice.", ist Violas knappe Antwort, die es danach bei diesem Thema belässt.
"Dann lass uns mal anfangen.", schlägt Bea vor. Sie hört im Nebenzimmer Klaviermusik. Violas Mom hat wirklich Talent! "Ja, lass uns loslegen", schließt sich auch Vero Beas Worten an.
Viola wirft einen kurzen Blick in Richtung Musikzimmer, ohne die Tür dorthin zu öffnen. Noch scheint Lilly keine Ahnung davon zu haben, wer alles da ist, auch wenn sie die Haustür sicherlich gehört hat. Aber sie erwartet wohl nach wie vor Blaze.
"Oben ist ein PC, da können wir loslegen.", sagt Viola nun und führt Nouki, Vero und Bea zu dem PC ihrer Mutter. Sie will ihnen nicht unbedingt ihr eigenes Zimmer zeigen müssen.
Bea sieht sich neugierig um. Das Gebäude ist alt, das ist ihr schon aufgefallen. Sogar eine Orgel ist in der Nähe, wie sie feststellt. Schon merkwürdig, diese Vampire. So ein Musikinstrument hätte sie eher in einer Kirche erwartet als in einer Villa. Doch sie kommentiert es nicht.
Vero schweigt und folgt dem Rest. Als sie vor dem PC stehen, sagt sie: "Also, fangen wir vielleicht mit dem an ..." Sie liest ihre Notizen kurz vor. Es geht dabei um den Wechsel von Perm zu Trias und dass durch das Massenaussterben, mit den freien Nischen, die Dinos eine Chance bekommen haben.
Viola sagt nichts zu Veros Vorschlag sondern schaltet einfach den PC an. Sie holt ihre eigenen Notizen hervor. Die Zeitleiste muss nur noch in den PC übertragen werden. Sie öffnet Powerpoint und legt ihren Zettel neben die Tastatur, fängt aber noch nicht an.
Bea sieht Stühle um einen Tisch herum stehen und holt sich einen davon, so dass sie auch sitzen kann. Dann holt sie noch zwei weitere für die anderen Mädchen. Viola bleibt einfach auf dem Stuhl sitzen, der eh schon vor dem PC steht.
Auch Nouki zückt ihren Block, den sie mit fast unleserlichen Hieroglyphen beschriftet hat. Immer das Gleiche. Wenn sie schnell schreibt, muss sie nachher mühsam entziffern was sie da fabriziert hat, manchmal hilft auch nur raten. "Ich hab gesammelt was es wann für Lebewesen im Wasser gab." Sie beugt sich etwas vor, um besser auf den Bildschirm sehen zu können.
Vero bleibt lieber stehen, sie mag sich nicht hinsetzen. Außerdem findet sie, hätte Viola den Gästen zumindest was zu trinken anbieten können. Bei ihrem Papa wäre das so.
Auch Bea fällt Violas fehlende Gastfreundschaft auf, doch sie ist sich auch nicht sicher, ob Vampire überhaupt normale Getränke da haben. Als Meerfrau braucht sie viel Flüssigkeit, doch Blut will sie nicht unbedingt trinken. Sie nimmt sich ihren Mut zusammen: "Hast du Wasser da?", fragt sie daher, "Oder sonst was? Außer Blut natürlich!"
Viola, die gerade schon angefangen hat mit ihrer Zeitleiste sieht zu Bea. Sie unterbricht ihre Arbeit. "Wir haben Limo.", sagt sie knapp. Das fehlte noch, dass sie hier jetzt die perfekte Gastgeberin spielen soll. Aber da Bea nicht weiß, wo die Getränke sind, erhebt sie sich dennoch. "Ich hole was.", sagt die Vampirin. "Braucht ihr auch was?" Sie schaut zu Vero und Nouki. Dann müsste sie zumindest nicht mehrmals laufen.
"Ich würd auch eine Limo nehmen", antwortet Vero neutral.
"Ja, Wasser wär gut." Nouki ist sich nicht sicher was für Limo das wäre..normale? Oder aus Plasmafrüchten? Besser bei Wasser bleiben, da weiß man was man hat.
Viola nickt und holt die Getränke. Als sie wieder zurück kommt, verteilt sie die Gläser und stellt auch noch die Flasche hinzu, falls sich jemand etwas nachholen will. Es handelt sich um ganz normale Zitronenlimo, doch da Nouki Wasser bestellt hat, steht für sie ein Glas mit Wasser bereit. In der Zwischenzeit hat auch Bea ihre eigenen Notizen herausgeholt.
Während Violas Abwesenheit hat Vero Bea den Daumen nach oben entgegengestreckt. Als Zeichen, dass sie deren Einsatz wegen den Getränken lobt.
Nouki schenkt sich Wasser ein und hebt ihr Glas:" Dann wollen wir mal auf diesen denkwürdigen Tag trinken, oder?" Sie grinst in Richtung Viola. "Wer hätte gedacht dass wir mal zusammen hier bei dir zuhause sitzen, das ist doch ein 'Prost' wert."
Bea grinst bei Noukis Worten. "Ich finde das auch super, dass du das durchgezogen hast.", sagt sie lachend und nimmt einen Schluck aus ihrer Limo. "Also dann: Prost!" Viola nickt. Das hätte sie selber ebenfalls nie erwartet. Und wenn sie vorher daran gedacht hätte, dass sie auch noch das Referat ausarbeiten müssten, hätte sie sich wohl eine andere Gruppe gesucht. Aber bisher läuft es ja halbwegs. Vero ist nicht auf die Sticheleien während des Museumsbesuch angesprungen und im Nachhinein ist Viola auch froh darüber, dass es so glimpflich abgelaufen ist.
"Bin halt immer für Überraschungen gut.", sagt sie nur.
Bei Noukis Worten muss Vero schmunzeln. Freunde werden Viola und sie sicher nicht. Aber bisher läuft das mit dem Referat ganz ok.
Die Mädchen sind gerade ganz in ihr Referat vertieft und am Arbeiten, als sie plötzlich eine überraschte Stimme hören. "Was zum... Vero? Und noch zwei andere Mitschülerinnen von Viola? Was macht ihr denn alle hier?" Lilly ist wirklich verblüfft. Sie hatte eigentlich vorgehabt, ihren PC zu nutzen, doch der wird nun offenbar bereits in Beschlag genommen.
"Nur Schulkram.", sagt Viola knapp, der es irgendwie peinlich ist. Lilly starrt weiterhin auf die Gäste. Den PC hat sie nun wieder vergessen. So eilig ist die E-Mail, die sie hatte schreiben wollen, ohnehin nicht.
"Guten Tag Frau Nebeljäger." begrüßt Nouki die Vampirin. "Ich bin Nouki."
Die Blondine winkt Frau Nebeljäger zu. "Hi", grinst sie dabei. "Frau Fernández hat mit uns ein Museum besucht und wir haben Gruppen gebildet für ein Referat. Viola wollt unbedingt zu uns. Deshalb sind wir hier."
"Okay...", sagt Lilly zweifelnd. Das mit dem Musemsbesuch wusste sie. Immerhin hatte sie den Zettel ja auch unterschrieben. Doch dass es auch ein Referat geben soll, ist ihr neu. Wahrscheinlich wurden die Gruppen ausgelost und Viola musste mit diesen Partnerinnen Vorlieb nehmen. Sie kann sich jedenfalls nicht vorstellen, dass es freiwillig geschehen ist. Aber wenn es einen Streit gegeben hätte, hätte sie das gehört. Es scheint bisher also ganz ruhig geblieben zu sein. Lilly sieht, dass bereits Getränke bereit stehen und verzichtet daher darauf, etwas zu trinken anzubieten.
"Hallo, Frau Nebeljäger!", grüßt nun auch Bea und stellt sich vor. Lilly grüßt Nouki und Bea nun auch ihrerseits. "Ich habe die Haustür klingeln hören, aber eigentlich hatte ich eher mit Blaze gerechnet.", sagt sie lächelnd, "Aber gut, dass sich Viola auch mal auf andere Leute einlässt."
Aha, dann ist das also doch schon ernster mit Blaze, denkt Nouki leicht überrascht. Wenn er schon hier im Haus verkehrt und Violas Mum ganz selbstverständlich mit ihm rechnet. Sie denkt an das Gespräch bei der Party zurück und lächelt in sich hinein. Gönnen würd sie's den beiden ja schon. "Ja, wir sind auch echt ne nette Truppe, da hat sie eine gute Wahl getroffen." antwortet sie halb scherzend Fr. Nebeljäger.
Lilly lächelt. Die Mädchen scheinen tatsächlich nett zu sein... auch wenn diese Bea eine seltsame Aura hat. Sie scheint eine gewisse Magie inne zu haben, auch wenn es eher schwache Magie zu sein scheint. Doch sie fragt nicht weiter nach.
Irgendwie wirkt es surreal auf Vero, dass sie sich bei Viola zu Hause befindet. Sie schweigt und trinkt einen Schluck von der Limo. Die Anwesenheit von Nouki und Bea beruhigt sie. Allein würde sie es mit der Vampirin nicht aushalten. Sie findet es auch schön, dass sie sich bisher immer mehr mit der Grünhaarigen anfreunden konnte.
Vero sieht - genau wie ihre Tochter - nicht gerade begeistert aus, stellt Lilly fest. Doch solange die beiden sich zusammenreißen, sieht sie keinen Grund, in irgendeiner Form einzugreifen. Sie denkt an den Abend, als sie Vero mit Adam besucht hat. Veros Blut und die damit verbundene Erinnerung hat ihnen im Wald der Zentauren wirklich weitergeholfen!
Ein bisschen unruhig rutscht Nouki auf ihrem Stuhl hin und her."Viola, ich müsste mal zur Toilette, kannst du mir den Weg zeigen?" sagt sie leicht verlegen.
Das Badezimmer ist nicht weit entfernt. Viola zeigt in die Richtung. "Da wo wir die Treppe hoch sind. Die Tür neben der Leiter nach oben.", erklärt sie. Hoffentlich würde Nouki nicht aus Neugier die Leiter hochklettern.. Aber warum sollte sie das auch tun?
"Danke." Nouki nickt und verlässt den Raum in die angegebene Richtung. Ihr schlechtes Gewissen drückt sie ein wenig, weil sie gerade Viola angeschwindelt hat. Sie ist heute hier in der Villa Blutrose und vielleicht ist das die einzige und letzte Gelegenheit zu sehen wie Vampire leben. Normalerweise hat Nouki viel zu gute Manieren, um in anderer Leute Häuser herum zu spionieren, aber die Faszination und ihre Entdeckungslust ist größer als ihre moralischen Bedenken. Viola würde sicher niemals eine Führung mit ihnen durchs Haus machen. Sie öffnet die Badezimmertüre, nur um sie gleich wieder vorsichtig von außen zu schließen. Lilly Nebeljäger ist bei den anderen und Violas Dad hat sie noch gar nicht gesehen. Vielleicht ist er außer Haus? Leise schleicht sie zur Treppe, die nach unten führt...es ist still, nur Moritz streift durch den Flur und verschwindet hinter einer angelehnten Türe, nachdem er kurz überrascht stehen geblieben war. Noukis Herz klopft wild, sowas hat sie noch nie gemacht. Gut dass ihre Eltern das nicht wissen. Sie sieht die Treppe in den Keller, die ihr eigentliches Ziel ist. Bestimmt gibt es dort unten geheimnisvolle Räume mit noch geheimnisvolleren Dingen. Ganz langsam steigt sie die nächste Etage nach unten, sorgsam darauf achtend keine knarzenden Geräusche aus zu lösen. Unten angekommen blickt sie sich leicht enttäuscht um. Da steht ein Schachtisch in der Ecke, ein ganz normaler, ansonsten nichts aufregendes. Behutsam drückt sie die Klinke der Türe rechts von sich nach unten..nicht abgeschlossen.
Während Nouki im Bad ist, wie zumindest Lilly vermutet, spricht sie Vero an: "Dein Mut hat uns aber auch schon sehr weitergeholfen, damals als ich mit Adam bei dir zu Besuch war. Wir wissen nun, wer dich vor dem Wolf beschützt hat." Sie spricht so leise, damit Bea das nicht hört.. die jedoch abgelenkt ist, da sie gerade die Siamkatze Misty entdeckt hat, die gerade mit dem Kätzchen spielt. Und wenn Viola das hört, ist es nicht so schlimm. Sie weiß ja eh schon Bescheid.
Viola achtet jedoch weder auf Lilly noch auf die Katzen. Wo bleibt Nouki nur? Hat sie etwa doch gewagt, die Leiter hochzuklettern? "Ich muss auch mal kurz was holen!", entschuldigt sie sich. Sie merkt schnell, dass niemand im Bad ist. Doch als sie als Fledermaus die Leiter hochflattert, ist Nouki auch hier nicht. Sie muss stattdessen nach unten gelaufen sein.
Die Angesprochene hebt ihren Kopf und sieht Lilly an. "Echt? ... Ähm ...", fängt sie unsicher an. "Und was passiert nun? ... Muss ich noch in Angst leben?", fragt sie die Ältere.
Das kann Lilly der Blondine auch nicht beantworten. "Das weiß ich leider nicht.", gibt sie zu. "Wir sind zumindest auf der Suche." Nickend hört Vero der Erwachsenen zu. "Okay. ..." Da Viola nicht im Raum ist, vertraut sich das Mädchen der Gesprächspartnerin an. "Ich habe Angst, dass es wieder passieren kann ... Manchmal ... verfolgen mich Albträume ...", dabei füllen sich ihre Augen mit Tränenwasser.
Mittlerweile hat auch Bea mitbekommen, dass sich Lilly und Vero offenbar nicht zum ersten Mal begegnen. Was ist hier los? Sie tut so, als wäre sie weiterhin abgelenkt, hört aber heimlich zu.
Lilly legt Vero tröstend eine Hand auf die Schulter. Die Blondine tut ihr wirklich leid. "Verdammt, ich wünschte, ich könnte dir mit deinen Alpträumen helfen.", sagt sie nun, "niemand verdient so etwas. Wir wissen nicht, ob du ein zufälliges Opfer warst oder der Werwolf extra geschickt wurde. Aber auch Adam hilft auf seine Weise und wenn er auf etwas stößt, werden auch wir Nebeljäger davon erfahren. Und umgekehrt genauso. Du bist nicht alleine." Lilly ist sich nicht sicher, ob sie das Richtige sagt. Doch nun kann sie die Worte auch nicht mehr zurück nehmen. "Du weißt ja, ich schulde dir eh noch einen Gefallen."
Nickend hört das Mädchen zu und wischt sich mit dem Armrücken die Tränen aus den Augen weg. "Ich hoffe, dass niemand das erleben muss, was mir passiert ist. ... Danke, Frau Nebeljäger."
Werwolf? Bea hält inne. Hat Frau Nebeljäger da wirklich von einem Werwolf gesprochen? Gibt es denn Werwölfe? Nun ja... es gibt auch Vampire und Meersims. Ausgeschlossen ist es also nicht. Aber vielleicht hat sie sich auch nur verhört oder die Vampirin meint es als Metapher. Vero scheint allerdings zu wissen, was sie meint.
Lilly lächelt leicht. "Du bist stark, Vero. Stärker als du vielleicht selber von dir denkst." Auch, dass sich die Blondine auf Viola einlässt ist eine gewisse Art von Stärke. Doch Lilly erwähnt ihre Tochter nicht.
Wieder nickt Vero nur. "Danke", sagt sie freundlich. Ihr hat das Gespräch etwas geholfen.
Währenddessen:
Kurz bekommt Nouki einen unmotivierten Anflug von Panik, dann siegt die Neugier. Sie geht durch die Tür und findet sich in einem langen Gang wieder. Auch der nächste Raum ist unverschlossen. Sie öffnet die Tür einen Spalt und schließt sie sofort wieder mit einem Schreckenslaut. Zwei prachtvolle Särge stehen im Raum und von der gegenüberliegenden Wand hat sie ein grauenerregendes Monster angestarrt.
Himmel...wie kann ein Sim mit sowas im Raum schlafen? ? Aha ja, vor Schreck vergessen...Vampire wohl schon.
Nouki beschließt wieder nach oben zu gehen, bevor jemand sie bemerkt, wagt aber noch einen Blick hinter eine der Türen gegenüber, obwohl ihr schlechtes Gewissen und die Angst entdeckt zu werden mittlerweile fast unerträglich sind. Staunend erkennt sie einen Korb mit Wolle und Stricknadeln und auf einer Kommode sitzt ein gestrickter Pinguin mit einer Wollmütze auf dem Kopf. Wie süß ist das denn? Also...Vampire pflegen harmlose Hobbies wie stricken? Diese Erkenntnis allein war den Ausflug schon wert. Plötzlich spürt sie ein weiches Streichen um ihre Beine und schreit auf. Sie schließt die Türe mit einem leisen, aber vernehmbaren Knall und erkennt Moritz, der um ihre Füße schleicht. Schnell hebt sie ihn vom Boden auf und vergräbt ihr Gesicht im weichen Fell, um das wild schlagende Herz zu beruhigen. Jetzt aber auf der Stelle nach oben. Sie nimmt sich felsenfest vor diese Woche jeden Tag ihrer Mutter beim Abwasch zu helfen, wenn sie nicht erwischt wird. Was hat sie sich nur gedacht?
Viola kommt als Fledermaus schneller voran als zu Fuß und flattert nun nach unten, um nach Nouki Ausschau zu halten. Was treibt das Mädel bloß? Sie entscheidet sich dazu, erst das Musikzimmer und das Wohnzimmer abzuklappern, bevor sie nach unten flattert, nur um auszuschließen, dass Nouki dort ist. Ist sie aber nicht. Was fällt der eigentlich ein, hier einfach so rumzuschnüffeln? Wenn sie Lilly gefragt hätte, hätte die ihr bestimmt das Haus gezeigt.. aber einfach unter einem Vorwand abzuhauen? Das muss ja nicht sein!
Im Keller entdeckt sie die Mitschülerin schließlich, die mit Moritz kuschelt. Das Kuscheln stört Viola auch nicht weiter. Das Herumschnüffeln schon eher. "Sieht das etwa wie ein Badezimmer aus?", knurrt sie. Ihre Angst, Nouki hätte das Bad nur als Vorwand genutzt, ist also doch wahr gewesen! Nur, dass sie offenbar nicht die Leiter hoch ist, sondern genau in die andere Richtung.
Vor Schreck lässt Nouki beinahe Moritz fallen, als plötzlich Viola sich vor ihr verwandelt. Mit großen Augen starrt sie ihre Mitschülerin an und hält den Kater noch etwas fester, was diesen zu strampelnden Befreiungsversuchen veranlasst. Schließlich setzt sie ihn am Boden ab und überlegt dabei fieberhaft, wie sie ihre Anwesenheit hier unten erklären soll. Sich aufrichtend trifft sie eine Entscheidung. "Nein." Nouki presst die Lippen aufeinander und schüttelt den Kopf. "Natürlich nicht...ich schätze da ist wohl eine Entschuldigung und ne Erklärung fällig, was?"
"Richtig.", sagt Viola scharf. "Ich höre?"
Mit leicht gesenktem Kopf zuckt Nouki mit den Schultern und blickt dann wieder Viola in die funkelnden Augen. "Was soll ich sagen? Meine Neugier und mein Entdeckergeist sind mit mir durchgegangen. Mich faszinieren einfach fremde Kulturen und Lebensgewohnheiten und so auch...Vampire." Sie atmet tief durch. "Klar ist das nicht in Ordnung einfach hier herumzuschleichen, aber ich dachte so eine Gelegenheit kommt nie wieder...du kannst uns doch eigentlich gar nicht leiden und würdest also niemals zustimmen uns das Haus zu zeigen und ich werd vielleicht in diesem Leben keine Gelegenheit mehr bekommen einen Vampirhaushalt zu sehen...so dachte ich vorhin halt." Nouki strafft ihre Körperhaltung und schließt:" Es tut mir leid Viola, das war nicht okay."
"Du hast es ja nicht einmal versucht!", knurrt Viola, "Ich dachte eigentlich immer, du seist kein Feigling. Vielleicht hätte ich das Haus sogar gezeigt, einfach um etwas Ablenkung vom Referat zu haben! Und wenn nicht ich, dann sicher Lilly. Du hättest hier nicht rumschleichen müssen."
Nouki wirft Viola einen längeren Blick zu. "Ja, das stimmt, ich hab's nicht versucht, weil ich dachte du erträgst unsere Anwesenheit hier eh kaum, da hätte ich sicher nicht noch deine Mutter gefragt. Vielleicht war meine Logik ein bisschen schräg. Ich hab nur kurz durch die Tür in die Räume rein geguckt, keinen betreten...was es aber auch nicht besser macht." Sie seufzt . "Und was jetzt? Soll ich gehen oder mit deiner Mutter reden?" Ratlos blickt sie Viola an.
Viola ist eigentlich nur froh, dass Nouki ihr eigenes Zimmer offenbar nicht gesehen hat. Und wenn Nouki jetzt geht, fehlt sie dann beim Referat. "War es denn wenigstens interessant?", fragt sie sarkastisch, ohne auf Noukis Fragen zu antworten.
Unwillkürlich muss Nouki grinsen, auch wenn ihr eigentlich gar nicht danach ist. Wenn Viola so einen bissigen Humor an den Tag legt, mag sie das irgendwie. "Ganz im Ernst? Ja, war es. Diese Figur an der Wand in dem Raum da hinten...der mit den Särgen, die hat mich fast zu Tode erschreckt, aber der goldige Strickpinguin hier.", sie weist mit dem Kopf auf die Tür hinter sich. "Hat mich wieder beruhigt." Interessiert blickt sie Viola an. "Hast du den gemacht?" Nouki hat fast vergessen, dass Violas Frage gar nicht ernst gemeint war und wird von den eben erlebten Eindrücken wieder überwältigt.
"Was? Nein!", ruft Viola aus, "Seh ich so aus?" Sie hat keine Ahnung vom Stricken oder Nähen. "Der ist nicht von mir!", sagt sie nun erneut. Besser, sie sagt Viktor nicht, dass sein Pinguin entdeckt wurde.
" Hätt ja sein können." Nouki zuckt mit einer Schulter. "Geh'n wir wieder nach oben?" Ihr ist gar nicht wohl beim Gedanken daran, dass womöglich Violas Mutter hier auftaucht und Fragen stellt. Auch wenn Lilly sehr nett wirkt, oder gerade deshalb, wäre es Nouki ziemlich peinlich ihr erklären zu müssen, warum sie hier unten sind. Andererseits hat sie sich vorhin zu Ehrlichkeit entschlossen und falls nötig wird sie sich auch anderen Haushaltsmitgliedern gegenüber so verhalten.
"Ja, gehen wir.", sagt Viola knapp. Im Grunde ist ihr egal, dass Nouki den Pinguin gesehen hat. Er ist ja tatsächlich nicht von ihr.
Gleichzeitig:
"Nun, ich will euch dann nicht noch länger von der Arbeit abhalten.", sagt Lilly nun und sieht nun auch Bea an. "Habt ihr vielleicht Hunger, bevor ich gehe?" Vampire müssen zwar nichts essen, aber seit Blaze öfters mal zu Besuch kommt, haben sie trotzdem auch Simsessen auf Vorrat.
Vero überlegt kurz und fragt dann höflich: "Haben sie vielleicht sowas wie Chips oder Sandwiches?" Zumindest ist sie es gewohnt, dass ihr Papa sowas den Gästen immer anbietet.
Vero sieht zu Bea. "Darf ich dich was fragen?" Da hat Bea natürlich nichts dagegen. Sie nickt. "Du bist eine Meerjungfrau, richtig?", fängt Vero an. "Richtig.", sagt Bea, "Und ich bin nun auch froh, dass ich mich während der Projektvorstellung endlich outen konnte."
"Ist es bei euch Meerjungfrauen so, dass ihr kein Fleisch esst? Nach dem Motto: Fische sind Freunde, kein Futter?", spricht die Mitschülerin weiter. "Ach das. Naja, Fische essen wir aus Tradition nicht. Aber was das Sandwich betrifft, hatte ich da einfach nur mal Lust drauf. Auch wenn ich nicht wirklich Vegetarierin bin.", antwortet Bea.
In diesem Moment kommt Lilly zurück, die die letzten Worte von Bea noch mitbekommen hat. Aber es ist ja auch nicht schlimm, also sagt sie nur: "Lasst es euch schmecken." Sie stellt das Tablett auf den Tisch.
"Danke Frau Nebeljäger", bedankt sich Vero freundlich bei der Gastmutter. Sie nimmt eines der Sandwiches und beißt hinein. "Mm. Gut", lobt sie.
Dann sieht sie zu Bea. "Ah ok. ... In der Filmwelt gibt so vieles, was wohl überzogen oder der simlischen Fantasie entspringt. Da weiß man nie, was richtig ist."
Auch Bea lobt ihr Sandwich. "Schön, dass es euch schmeckt. Wenn noch was ist, findet ihr mich im Musikzimmer.", antwortet Lilly und geht wieder nach unten.
Vero winkt Lilly zum Abschied zu und isst weiter. "Wenn Viola nur so nett wie ihre Mutter wäre", sagt sie mampfend zu Bea.
Bea muss grinsen. "Auch Viola hat einen weichen Kern unter ihrer rauen Schale.", sagt sie wissend. "Sie könnte diesen aber wirklich öfters mal zeigen. Lilly ist jedenfalls super."
Vero nickt Bea zu. "Aber ... wer mit Blaze abhängt ... dem is eh nimmer zu helfen ...", ergänzt sie. Sie mag den Mitschüler nicht. Bea hat bisher zu wenig mit Blaze zu tun gehabt, um ihn einschätzen zu können. Aber dass Vero ihn nicht mag, wird schon deutlich.
Währenddessen:
Lilly möchte weiter musizieren und läuft die Stufen hinab. Nur um zu sehen, dass Viola und Nouki zur selben Zeit die Kellertreppe hochlaufen. Sie bleibt stehen und sieht die beiden Teenager verwundert an. Was machen die denn da unten?
Nouki bleibt , mit einem Fuß über der nächsten Stufe verharrend, abrupt stehen und guckt erschrocken Fr. Nebeljäger an. Dann setzt sie behutsam den Fuß auf, lächelt Lilly zaghaft an und wirft einen Blick zu Viola. Was kommt wohl jetzt?
"Sie hat sich 'verlaufen'", sagt Viola und betont das letzte Wort so, dass deutlich wird, wie es gemeint ist. Nouki war also neugierig? Lilly sieht die Teenagerin streng an, wartet jedoch darauf, dass die zuerst etwas sagt.
Für einen Moment rutscht Nouki das Herz in die Hose. Peinlicher geht's ja wohl nicht mehr....abspülen helfen muss sie diese Woche wohl nicht. Sie blickt Violas Mutter an und fasst sich ein Herz. "Nicht wirklich. Meine Abenteuerlust und Neugier auf das Leben von Vampiren hat meine Manieren übertrumpft und ich war auf eigene Faust im Keller auf Entdeckungstour, was mir wirklich aufrichtig leid tut. Ich hab mich ziemlich daneben benommen." Sie verhaspelt sich fast vor Verlegenheit und redet ohne richtig nachzudenken weiter." Ich hab keine Zimmer betreten, nur reingespitzelt und ihr selbstgemachter Pinguin ist ganz bezaubernd Fr. Nebeljäger." Sie senkt betreten den Kopf. Oh je...was plappert sie nur. Nouki verlässt innerlich der Mut. "Ich werde jetzt meine Sachen holen und nach Hause gehen." fügt sie zerknirscht hinzu.
Einerseits kann Lilly Noukis Neugier schon verstehen, aber andererseits ist das ja auch nicht unbedingt die beste Methode gewesen, mit dieser Neugier umzugehen. Aber Lilly sieht auch, dass es Nouki leid tut. "Es wäre besser gewesen, wenn du gefragt hättest.", sagt die Musikerin scharf, ohne auf den Pinguin einzugehen oder Nouki darüber aufzuklären, wer wirklich der Strickkünstler der Familie ist.
"Das habe ich ihr auch schon gesagt!", bestätigt Viola, "schließlich beißen wir nicht." Bei diesen Worten muss sie selber grinsen. "Zumindest keine Gäste!", fügt sie nun noch hinzu.
Lilly fährt fort: "Aber ich glaube, deine Anwesenheit wird noch für das Referat benötigt. Ich werde dich jetzt auch nicht aus dem Haus jagen."
Bei Violas Kommentar verzieht Nouki den Mund zu einem kleinen Lächeln. Selten hat sie sich so kleinlaut gefühlt. Sie blickt auf und schaut Lilly offen an. "Wissen Sie...ich kenne Viola nur sehr distanziert und dachte dass es sowieso keinen Wert hat sie zu fragen, geschweige denn noch ihre Mutter zu behelligen, aber dann einfach auf eigenen Faust loszuziehen war natürlich nicht richtig." Sie schaut zu Viola. "Ich glaub ich muss ein paar dumme Vorurteile abbauen was dich.." sie schaut zu Lilly. "..und deine Familie angeht. Vampire sind wohl weltoffener als ich angenommen habe." Dass Viola potentielle Bereitschaft signalisiert ihr Haus den Gästen zu zeigen, überrascht Nouki wirklich. "Danke, dass ich noch bleiben darf..vielleicht kann ich das ja irgendwie wieder gut machen?" wendet sie sich nun direkt an Fr.Nebeljäger. Innerlich sehnt sie sich danach wieder zu den Freundinnen oben stoßen zu können. Es erscheint ihr im Moment wie der rettende Hafen. Allein schon neben Vero und Bea sitzen zu können würde reichen.
Im Moment fällt Lilly nichts als Wiedergutmachung ein. "Schon gut. Sorg einfach dafür dass du beim Referat eine gute Hilfe bist.", sagt sie noch zu Nouki bevor sie ins Musikzimmer weiter geht. Eine Erinnerung kommt zurück: Daran, dass schon einmal jemand im Keller herumgeschnüffelt ist und sogar versucht hat, Moritz zu entführen. Zum Glück haben sie ihn noch rechtzeitig erwischt, bevor er fliehen konnte. Bei Nouki war es aber wohl wirklich nur Neugier und nicht der Wunsch, sich zu bereichern. Sonst hätte Viola anders reagiert, die sie unten ja erwischt hat.
Gleichzeitig:
Bea betrachtet Vero, mit der sie im Moment alleine im Raum ist. Sie würde schon gerne wissen, von was für einem Werwolf Frau Nebeljäger eigentlich redet und woher die beiden sich kennen. Aber jeden Moment kann auch Viola zurück kommen, oder Nouki. Während es Vero bei Nouki sicher egal wäre, gefällt es ihr vermutlich nicht, wenn auch Viola zuhört. Also beschließt die Meerfrau, zu einem anderen Zeitpunkt zu fragen. Nur nicht jetzt.
Kaum, hat sie diesen Gedanken zuende gedacht, kommen Viola und Nouki wieder ins Zimmer. "He Nouki, Frau Nebeljäger hat Sandwichs gemacht. Auf dem Tisch liegt auch noch eines für dich.", sagt die Meerfrau und zeigt darauf.
Erleichtert die beiden zu sehen, lässt sich Nouki auf ihren Stuhl fallen und nimmt sich ein Sandwich. "Das tut gut jetzt, ich kann ne Stärkung gebrauchen." Sie schielt zu Viola, gespannt ob sie vor den Freundinnen lästern wird über Noukis Erkundungstour.
Viola schweigt einfach zu dem Thema. Vero wäre eh auf Noukis Seite und nicht auf der ihren. Nur bei Bea ist sich Viola nicht ganz sicher. Trotzdem sieht sie keinen Grund, ausgerechnet vor diesen Leuten über Nouki zu reden. Stattdessen schielt sie diese schweigend an, sich fragend, ob Lillys Sandwich das schlechte Gewissen Noukis wohl noch verstärkt.
Die Limo leer trinkend sagt Vero schließlich: "Wollen wir mit dem Referat weiter machen?" Viola setzt sich wieder an den PC und schaut, wie weit sie eigentlich sind. Die Mädchen sind bisher gut voran gekommen, aber es fehlt noch etwas an Feinschliff. Sie nickt nur knapp.
Nouki sucht ihre Liste mit den Wasserlebewesen heraus und legt sie Viola vor, damit sie ihre Zeitleiste mit den Angaben ergänzen kann. Sie ist nicht konzentriert bei der Sache, weil sie in Gedanken immer wieder zu der Situation auf der Treppe abdriftet. Sie hat das dringende Bedürfnis, mit den Freundinnen darüber zu reden und nimmt sich vor, das sobald sie das Haus verlassen auch zu tun. Sie rückt ihren Stuhl näher an Vero heran und fühlt sich gleich besser.
Vero konzentriert sich auf die Arbeit und bemerkt Noukis verändertes Verhalten nicht. "Kann es auch sein, dass Frau Fernández es wichtig ist die Geologie aus unserer Epoche zu kennen? Z.b. wie die Kontinente waren?", fragt sie in die Runde.
"Keine Ahnung.", sagt Viola nur. Sie weiß, dass die Welt früher anders aussah und es anfangs nur einen gigantischen Kontinent gab, bevor alles auseinander driftete. Den Punkt kann sie ja noch erwähnen. Aber wenn sie auch dazu noch detaillierte Angaben machen müssen, sprengt das bald den Rahmen. Sie hat sich mit der Zeitlinie, und was für Arten wann leben, schon genug Mühe gemacht, wie sie findet. Und irgendwann ist auch mal gut.
Auch Bea ist sich nicht sicher, ob das für das Referat wichtig ist, doch ihr fällt auf, dass Nouki nicht mehr ganz so konzentriert wirkt. "Würde sagen, wir erwähnen dazu was am Rande, gehen aber nicht mehr ins kleinste Detail damit.", sagt sie nur.
Während die Mädels weiter arbeiten, nähert sich eine Fledermaus der Villa. Inzwischen ist der Abend angebrochen und Viktor hat Feierabend.
Er hört Lilly im Musikzimmer. Natürlich, wo sonst? Er lächelt, öffnet die Tür und begrüßt seine Gefährtin. "Oh, Viola hat Besuch von ein paar Mädels!", erzählt Lilly schließlich. Sie verschweigt ihm, dass eines der Mädels Vero heißt.. Er kennt nur den Namen und weiß, dass sie Violas Rivalin ist, doch er hat sie nie gesehen und weiß nicht, wie sie aussieht. Dass sein Pinguin entdeckt wurde, sagt sie ebenfalls nicht. Stattdessen fügt sie noch einen Satz hinzu: "Wegen eines Schulreferats. Nur damit du dich nicht wunderst."
Das tut Viktor allerdings. Er kennt seine Tochter. Sie hat sich mit Blaze angefreundet, und an ihn hat Viktor sich auch längst gewöhnt. Aber sonst? Und Lilly klingt so, als seien es gleich mehrere Mädchen.. "Ok.", sagt er, wenig begeistert. Er möchte keinen Besuch. Wer wagt es, eine Vampirin zu besuchen, nur um ein Referat zu erstellen? Immerhin hätte sich die Gruppe auch per E-Mail organisieren können mit ihren Texten.
Er steigt die Treppe nach oben. Aus dem Raum, in dem Lillys PC steht, kann er auch durch die Tür schon Stimmen hören. Er öffnet diese nun. Tatsächlich sind dort drei ihm unbekannte Mädchen, und dazwischen seine Tochter. Dieser Anblick in Violas Nähe ist so ungewohnt, dass ihm im ersten Moment nichts einfällt, das er dazu sagen soll.
Aus den Augenwinkeln sieht Nouki wie sich die Tür einen Spalt öffnet und Violas Vater mit leicht überraschtem Gesichtsausdruck hereinspäht. Ihr wird wieder mulmiger zumute. Hoffentlich hat Lilly ihm nichts von der Kellerexkursion erzählt. Sie begrüßt ihn kurz höflich und wendet sich dann wieder dem Bildschirm zu, um Viola etwas über den Superkontinent Pangaea und dessen Zerfall ab der späten Trias zu diktieren.
Viktor grummelt ein "N'Abend.", das nicht gerade begeistert klingt. Erst danach bemerkt auch Viola ihren Vater. "Hi Dad.", sagt sie knapp, "sind gleich fertig hier." Mist. Sie hatte eigentlich gehofft, dass sie vor Viktors Ankunft fertig werden würden. "Gut. Passiert das nun öfters mit dem Besuch? Ich meine Besuch außer Blaze.", fragt er, um sich notfalls darauf einstellen zu können. Auch wenn es ihm nicht passt, dass Hinz und Kunz zu Besuch kommen, würde er Violas Gästen schon nichts tun. "Wahrscheinlich nicht.", sagt Viola nun.
Bea spürt, dass sie bei dem Vampir nicht wirklich willkommen sind. Dabei ist seine Gefährtin so nett! Er selbst scheint aber auch eher zu der Sorte Einzelgänger zu gehören. Aber vielleicht ist er ganz anders, wenn man einmal die Chance hatte, ihn besser kennenzulernen. Auch Viola hatte Seiten gezeigt, die Bea nicht geahnt hätte. Trotzdem ist Bea froh, dass sie nicht lange genug hierbleiben muss, um ihn besser kennenzulernen. Nachdem Viola Noukis Text fertig aufgeschrieben hat, ist das Referat nun fertig. Sie sind nicht ins allerkleinste Detail gegangen, was Pangaea betrifft, aber das wäre dann wirklich zu viel geworden. "Wir sind hier fertig, Herr Nebeljäger!", sagt sie lächelnd, "Wir gehen schon."
Vero bemerkt sofort, dass Herr Nebeljäger nicht so nett ist wie seine Frau. Auch fallen ihr die vielen Narben in seinem Gesicht auf. Ob Viola wegen ihm so mürrisch zu anderen ist?
Wer weiß das schon ... Nein, sie möchte nicht länger hier bleiben. "Ich glaube, wir sind eh durch. Lasst uns aufbrechen. ..."
Bevor sie die Villa endgültig verlassen ruft die Blondine Lilly zu: "Danke für ihre Gastfreundschaft und das Gespräch, Frau Nebeljäger." ... Davon könnte sich die Mitschülerin wirklich ne Scheibe von Abschneiden.
Das fertige Referat ist auf dem Stick gespeichert und auch zusätzlich noch ausgedruckt. Mit diesem Ergebnis verlassen die Mädchen nun endgültig die Villa.
Nouki winkt Fr.Nebeljäger mit einem verlegenen Lächeln zum Abschied zu und ist froh, dass Violas Vater nirgends zu sehen ist. Erleichtert schließt sie die Haustüre hinter sich, die mit einem erlösenden 'Klick' ins Schloss fällt.
Nun ist der Abend bereits angebrochen. Kaum, dass ihre Klassenkameradinnen nicht mehr in Sicht sind, verlässt auch Viola die Villa und flattert los. Sie hat noch etwas vor heute Abend.
(In Zusammenarbeit mit @KFutagoh89 und @simscat2 )
Charaktere: Familie Nebeljäger, Nouki, Bea, Vero
Titel: Referat unter Rivalinnen
Viola öffnet nach der Schule ihre Haustür. Sie ist schneller da als ihre Referat-Partnerinnen. Immerhin kann sie per Luftlinie reisen. Doch sie wollte nicht so lange in der Sonne bleiben. Immerhin kennt Vero ja den Weg, seit sie mit Ellie und Tani mal zufällig in der Gegend vorbei kam. Sie kann sie den anderen beiden sicher den Weg zeigen. Sie zeigt den Mädels nur ungerne ihr Heim. Aber als ihr klar wurde, dass sie zu Alternativorten hätte anreisen müssen, kam es ihr doch als die beste Lösung vor. Sie kann nur abends reisen. Doch die Zeit, die sie draußen hat, will sie dann ausnutzen und nicht Schulzeugs erledigen müssen. Da ist es besser, das jetzt am Nachmittag schon tun zu können. Sie hört, wie Lilly wieder am Klavier musiziert: "Ich krieg nachher noch Besuch. Also nicht wundern, wenn es dann klingelt.", sagt Viola, ohne ihrer Mutter zu erklären, wer denn kommen würde. "Alles klar. Dann grüß Blaze mal von mir!", ist Lillys Antwort. Blaze... schön wär's! Doch Viola verbessert Lillys Vermutung nicht. Ob Vero wohl ihrem Vater die Wahrheit sagt, wo sie ist? Aber das kann der Vampirin ja auch eigentlich egal sein. So oder so hat sie nicht vor, der Blondine etwas anzutun.
Vero erreicht zum vereinten Zeitpunkt die Villa Blutrose in Forgotten Hollow. Dort wartet sie auf die anderen. Ihre Ratten hat sie vorsichtshalber daheim gelassen.
Es klingelt und es ist Vero. Viola öffnet. Man sieht ihr ihre mangelnde Begeisterung an, doch sie grüßt trotzdem mit einem knappen "Hi". Auch Bea kommt in diesem Moment vorbei. "Hallo.", sagt die Meerfrau. Nouki ist ebenfalls dabei und nach den Begrüßungen gehen die Mädchen nach drinnen.
Die Blondine winkt Bea und Nouki freundlich zu. Sie sagt ein knappes "Hi" zu Viola und folgt ihnen ins Haus. Sie sieht sich um. Es ist anders wie in üblichen Vampirfilmen dargestellt. Die Schülerin wartet ab. Sie hört eine der Katzen miauen. Innerlich rollt sie die Augen. Katzen mag sie überhaupt nicht.
Viola bemerkt Veros Augenrollen nicht, und auch Bea scheint eher Ausschau nach dem Vierbeiner zu halten. Moritz zeigt sich kurz darauf tatsächlich. Neugierig beschnuppert er die unbekannten Personen. Bea streichelt das Tier und fragt Viola nach dessen Namen, der ihr auch genannt wird. Aber dann erhebt sie sich wieder.
"Oh, du bist ja auch ein ganz Süßer." flötet Nouki im gleichen hohen Singsang, den sie auch für Bandido anschlägt, was Moritz ein wohliges Schnurren entlockt. Vorsichtig streichelt Nouki den Kater hinter den Ohren und trennt sich nur schwer, um den anderen zu folgen. "Hätte nicht gedacht, dass du so anschmiegsame Schmusetiere wie Katzen magst," sagt sei im weiter gehen zu Viola.
"Was für Tiere hätten deiner Meinung nach denn besser zu mir gepasst?" Viola sieht Nouki neugierig an.
Schmunzelnd antwortet Nouki:"Also...zumindest ne Wildkatze hätte ich schon erwartet oder...vielleicht auch ne Schlange oder nen Alligator..i.rgendwas Exzentrisches." Als sie Violas Blick bemerkt, meint sie lächelnd. "Nein...Spaß. Katzen sind Schmusetiger und zeigen trotzdem ihre Krallen...passt doch wieder." Sie schweigt kurz. "Und sie sind meine Lieblingstiere. Ich hab nen Kater...Bandido heißt der. Ist mir zugelaufen im Urlaub."
"Ja, Katzen sind nice.", ist Violas knappe Antwort, die es danach bei diesem Thema belässt.
"Dann lass uns mal anfangen.", schlägt Bea vor. Sie hört im Nebenzimmer Klaviermusik. Violas Mom hat wirklich Talent! "Ja, lass uns loslegen", schließt sich auch Vero Beas Worten an.
Viola wirft einen kurzen Blick in Richtung Musikzimmer, ohne die Tür dorthin zu öffnen. Noch scheint Lilly keine Ahnung davon zu haben, wer alles da ist, auch wenn sie die Haustür sicherlich gehört hat. Aber sie erwartet wohl nach wie vor Blaze.
"Oben ist ein PC, da können wir loslegen.", sagt Viola nun und führt Nouki, Vero und Bea zu dem PC ihrer Mutter. Sie will ihnen nicht unbedingt ihr eigenes Zimmer zeigen müssen.
Bea sieht sich neugierig um. Das Gebäude ist alt, das ist ihr schon aufgefallen. Sogar eine Orgel ist in der Nähe, wie sie feststellt. Schon merkwürdig, diese Vampire. So ein Musikinstrument hätte sie eher in einer Kirche erwartet als in einer Villa. Doch sie kommentiert es nicht.
Vero schweigt und folgt dem Rest. Als sie vor dem PC stehen, sagt sie: "Also, fangen wir vielleicht mit dem an ..." Sie liest ihre Notizen kurz vor. Es geht dabei um den Wechsel von Perm zu Trias und dass durch das Massenaussterben, mit den freien Nischen, die Dinos eine Chance bekommen haben.
Viola sagt nichts zu Veros Vorschlag sondern schaltet einfach den PC an. Sie holt ihre eigenen Notizen hervor. Die Zeitleiste muss nur noch in den PC übertragen werden. Sie öffnet Powerpoint und legt ihren Zettel neben die Tastatur, fängt aber noch nicht an.
Bea sieht Stühle um einen Tisch herum stehen und holt sich einen davon, so dass sie auch sitzen kann. Dann holt sie noch zwei weitere für die anderen Mädchen. Viola bleibt einfach auf dem Stuhl sitzen, der eh schon vor dem PC steht.
Auch Nouki zückt ihren Block, den sie mit fast unleserlichen Hieroglyphen beschriftet hat. Immer das Gleiche. Wenn sie schnell schreibt, muss sie nachher mühsam entziffern was sie da fabriziert hat, manchmal hilft auch nur raten. "Ich hab gesammelt was es wann für Lebewesen im Wasser gab." Sie beugt sich etwas vor, um besser auf den Bildschirm sehen zu können.
Vero bleibt lieber stehen, sie mag sich nicht hinsetzen. Außerdem findet sie, hätte Viola den Gästen zumindest was zu trinken anbieten können. Bei ihrem Papa wäre das so.
Auch Bea fällt Violas fehlende Gastfreundschaft auf, doch sie ist sich auch nicht sicher, ob Vampire überhaupt normale Getränke da haben. Als Meerfrau braucht sie viel Flüssigkeit, doch Blut will sie nicht unbedingt trinken. Sie nimmt sich ihren Mut zusammen: "Hast du Wasser da?", fragt sie daher, "Oder sonst was? Außer Blut natürlich!"
Viola, die gerade schon angefangen hat mit ihrer Zeitleiste sieht zu Bea. Sie unterbricht ihre Arbeit. "Wir haben Limo.", sagt sie knapp. Das fehlte noch, dass sie hier jetzt die perfekte Gastgeberin spielen soll. Aber da Bea nicht weiß, wo die Getränke sind, erhebt sie sich dennoch. "Ich hole was.", sagt die Vampirin. "Braucht ihr auch was?" Sie schaut zu Vero und Nouki. Dann müsste sie zumindest nicht mehrmals laufen.
"Ich würd auch eine Limo nehmen", antwortet Vero neutral.
"Ja, Wasser wär gut." Nouki ist sich nicht sicher was für Limo das wäre..normale? Oder aus Plasmafrüchten? Besser bei Wasser bleiben, da weiß man was man hat.
Viola nickt und holt die Getränke. Als sie wieder zurück kommt, verteilt sie die Gläser und stellt auch noch die Flasche hinzu, falls sich jemand etwas nachholen will. Es handelt sich um ganz normale Zitronenlimo, doch da Nouki Wasser bestellt hat, steht für sie ein Glas mit Wasser bereit. In der Zwischenzeit hat auch Bea ihre eigenen Notizen herausgeholt.
Während Violas Abwesenheit hat Vero Bea den Daumen nach oben entgegengestreckt. Als Zeichen, dass sie deren Einsatz wegen den Getränken lobt.
Nouki schenkt sich Wasser ein und hebt ihr Glas:" Dann wollen wir mal auf diesen denkwürdigen Tag trinken, oder?" Sie grinst in Richtung Viola. "Wer hätte gedacht dass wir mal zusammen hier bei dir zuhause sitzen, das ist doch ein 'Prost' wert."
Bea grinst bei Noukis Worten. "Ich finde das auch super, dass du das durchgezogen hast.", sagt sie lachend und nimmt einen Schluck aus ihrer Limo. "Also dann: Prost!" Viola nickt. Das hätte sie selber ebenfalls nie erwartet. Und wenn sie vorher daran gedacht hätte, dass sie auch noch das Referat ausarbeiten müssten, hätte sie sich wohl eine andere Gruppe gesucht. Aber bisher läuft es ja halbwegs. Vero ist nicht auf die Sticheleien während des Museumsbesuch angesprungen und im Nachhinein ist Viola auch froh darüber, dass es so glimpflich abgelaufen ist.
"Bin halt immer für Überraschungen gut.", sagt sie nur.
Bei Noukis Worten muss Vero schmunzeln. Freunde werden Viola und sie sicher nicht. Aber bisher läuft das mit dem Referat ganz ok.
Die Mädchen sind gerade ganz in ihr Referat vertieft und am Arbeiten, als sie plötzlich eine überraschte Stimme hören. "Was zum... Vero? Und noch zwei andere Mitschülerinnen von Viola? Was macht ihr denn alle hier?" Lilly ist wirklich verblüfft. Sie hatte eigentlich vorgehabt, ihren PC zu nutzen, doch der wird nun offenbar bereits in Beschlag genommen.
"Nur Schulkram.", sagt Viola knapp, der es irgendwie peinlich ist. Lilly starrt weiterhin auf die Gäste. Den PC hat sie nun wieder vergessen. So eilig ist die E-Mail, die sie hatte schreiben wollen, ohnehin nicht.
"Guten Tag Frau Nebeljäger." begrüßt Nouki die Vampirin. "Ich bin Nouki."
Die Blondine winkt Frau Nebeljäger zu. "Hi", grinst sie dabei. "Frau Fernández hat mit uns ein Museum besucht und wir haben Gruppen gebildet für ein Referat. Viola wollt unbedingt zu uns. Deshalb sind wir hier."
"Okay...", sagt Lilly zweifelnd. Das mit dem Musemsbesuch wusste sie. Immerhin hatte sie den Zettel ja auch unterschrieben. Doch dass es auch ein Referat geben soll, ist ihr neu. Wahrscheinlich wurden die Gruppen ausgelost und Viola musste mit diesen Partnerinnen Vorlieb nehmen. Sie kann sich jedenfalls nicht vorstellen, dass es freiwillig geschehen ist. Aber wenn es einen Streit gegeben hätte, hätte sie das gehört. Es scheint bisher also ganz ruhig geblieben zu sein. Lilly sieht, dass bereits Getränke bereit stehen und verzichtet daher darauf, etwas zu trinken anzubieten.
"Hallo, Frau Nebeljäger!", grüßt nun auch Bea und stellt sich vor. Lilly grüßt Nouki und Bea nun auch ihrerseits. "Ich habe die Haustür klingeln hören, aber eigentlich hatte ich eher mit Blaze gerechnet.", sagt sie lächelnd, "Aber gut, dass sich Viola auch mal auf andere Leute einlässt."
Aha, dann ist das also doch schon ernster mit Blaze, denkt Nouki leicht überrascht. Wenn er schon hier im Haus verkehrt und Violas Mum ganz selbstverständlich mit ihm rechnet. Sie denkt an das Gespräch bei der Party zurück und lächelt in sich hinein. Gönnen würd sie's den beiden ja schon. "Ja, wir sind auch echt ne nette Truppe, da hat sie eine gute Wahl getroffen." antwortet sie halb scherzend Fr. Nebeljäger.
Lilly lächelt. Die Mädchen scheinen tatsächlich nett zu sein... auch wenn diese Bea eine seltsame Aura hat. Sie scheint eine gewisse Magie inne zu haben, auch wenn es eher schwache Magie zu sein scheint. Doch sie fragt nicht weiter nach.
Irgendwie wirkt es surreal auf Vero, dass sie sich bei Viola zu Hause befindet. Sie schweigt und trinkt einen Schluck von der Limo. Die Anwesenheit von Nouki und Bea beruhigt sie. Allein würde sie es mit der Vampirin nicht aushalten. Sie findet es auch schön, dass sie sich bisher immer mehr mit der Grünhaarigen anfreunden konnte.
Vero sieht - genau wie ihre Tochter - nicht gerade begeistert aus, stellt Lilly fest. Doch solange die beiden sich zusammenreißen, sieht sie keinen Grund, in irgendeiner Form einzugreifen. Sie denkt an den Abend, als sie Vero mit Adam besucht hat. Veros Blut und die damit verbundene Erinnerung hat ihnen im Wald der Zentauren wirklich weitergeholfen!
Ein bisschen unruhig rutscht Nouki auf ihrem Stuhl hin und her."Viola, ich müsste mal zur Toilette, kannst du mir den Weg zeigen?" sagt sie leicht verlegen.
Das Badezimmer ist nicht weit entfernt. Viola zeigt in die Richtung. "Da wo wir die Treppe hoch sind. Die Tür neben der Leiter nach oben.", erklärt sie. Hoffentlich würde Nouki nicht aus Neugier die Leiter hochklettern.. Aber warum sollte sie das auch tun?
"Danke." Nouki nickt und verlässt den Raum in die angegebene Richtung. Ihr schlechtes Gewissen drückt sie ein wenig, weil sie gerade Viola angeschwindelt hat. Sie ist heute hier in der Villa Blutrose und vielleicht ist das die einzige und letzte Gelegenheit zu sehen wie Vampire leben. Normalerweise hat Nouki viel zu gute Manieren, um in anderer Leute Häuser herum zu spionieren, aber die Faszination und ihre Entdeckungslust ist größer als ihre moralischen Bedenken. Viola würde sicher niemals eine Führung mit ihnen durchs Haus machen. Sie öffnet die Badezimmertüre, nur um sie gleich wieder vorsichtig von außen zu schließen. Lilly Nebeljäger ist bei den anderen und Violas Dad hat sie noch gar nicht gesehen. Vielleicht ist er außer Haus? Leise schleicht sie zur Treppe, die nach unten führt...es ist still, nur Moritz streift durch den Flur und verschwindet hinter einer angelehnten Türe, nachdem er kurz überrascht stehen geblieben war. Noukis Herz klopft wild, sowas hat sie noch nie gemacht. Gut dass ihre Eltern das nicht wissen. Sie sieht die Treppe in den Keller, die ihr eigentliches Ziel ist. Bestimmt gibt es dort unten geheimnisvolle Räume mit noch geheimnisvolleren Dingen. Ganz langsam steigt sie die nächste Etage nach unten, sorgsam darauf achtend keine knarzenden Geräusche aus zu lösen. Unten angekommen blickt sie sich leicht enttäuscht um. Da steht ein Schachtisch in der Ecke, ein ganz normaler, ansonsten nichts aufregendes. Behutsam drückt sie die Klinke der Türe rechts von sich nach unten..nicht abgeschlossen.
Während Nouki im Bad ist, wie zumindest Lilly vermutet, spricht sie Vero an: "Dein Mut hat uns aber auch schon sehr weitergeholfen, damals als ich mit Adam bei dir zu Besuch war. Wir wissen nun, wer dich vor dem Wolf beschützt hat." Sie spricht so leise, damit Bea das nicht hört.. die jedoch abgelenkt ist, da sie gerade die Siamkatze Misty entdeckt hat, die gerade mit dem Kätzchen spielt. Und wenn Viola das hört, ist es nicht so schlimm. Sie weiß ja eh schon Bescheid.
Viola achtet jedoch weder auf Lilly noch auf die Katzen. Wo bleibt Nouki nur? Hat sie etwa doch gewagt, die Leiter hochzuklettern? "Ich muss auch mal kurz was holen!", entschuldigt sie sich. Sie merkt schnell, dass niemand im Bad ist. Doch als sie als Fledermaus die Leiter hochflattert, ist Nouki auch hier nicht. Sie muss stattdessen nach unten gelaufen sein.
Die Angesprochene hebt ihren Kopf und sieht Lilly an. "Echt? ... Ähm ...", fängt sie unsicher an. "Und was passiert nun? ... Muss ich noch in Angst leben?", fragt sie die Ältere.
Das kann Lilly der Blondine auch nicht beantworten. "Das weiß ich leider nicht.", gibt sie zu. "Wir sind zumindest auf der Suche." Nickend hört Vero der Erwachsenen zu. "Okay. ..." Da Viola nicht im Raum ist, vertraut sich das Mädchen der Gesprächspartnerin an. "Ich habe Angst, dass es wieder passieren kann ... Manchmal ... verfolgen mich Albträume ...", dabei füllen sich ihre Augen mit Tränenwasser.
Mittlerweile hat auch Bea mitbekommen, dass sich Lilly und Vero offenbar nicht zum ersten Mal begegnen. Was ist hier los? Sie tut so, als wäre sie weiterhin abgelenkt, hört aber heimlich zu.
Lilly legt Vero tröstend eine Hand auf die Schulter. Die Blondine tut ihr wirklich leid. "Verdammt, ich wünschte, ich könnte dir mit deinen Alpträumen helfen.", sagt sie nun, "niemand verdient so etwas. Wir wissen nicht, ob du ein zufälliges Opfer warst oder der Werwolf extra geschickt wurde. Aber auch Adam hilft auf seine Weise und wenn er auf etwas stößt, werden auch wir Nebeljäger davon erfahren. Und umgekehrt genauso. Du bist nicht alleine." Lilly ist sich nicht sicher, ob sie das Richtige sagt. Doch nun kann sie die Worte auch nicht mehr zurück nehmen. "Du weißt ja, ich schulde dir eh noch einen Gefallen."
Nickend hört das Mädchen zu und wischt sich mit dem Armrücken die Tränen aus den Augen weg. "Ich hoffe, dass niemand das erleben muss, was mir passiert ist. ... Danke, Frau Nebeljäger."
Werwolf? Bea hält inne. Hat Frau Nebeljäger da wirklich von einem Werwolf gesprochen? Gibt es denn Werwölfe? Nun ja... es gibt auch Vampire und Meersims. Ausgeschlossen ist es also nicht. Aber vielleicht hat sie sich auch nur verhört oder die Vampirin meint es als Metapher. Vero scheint allerdings zu wissen, was sie meint.
Lilly lächelt leicht. "Du bist stark, Vero. Stärker als du vielleicht selber von dir denkst." Auch, dass sich die Blondine auf Viola einlässt ist eine gewisse Art von Stärke. Doch Lilly erwähnt ihre Tochter nicht.
Wieder nickt Vero nur. "Danke", sagt sie freundlich. Ihr hat das Gespräch etwas geholfen.
Währenddessen:
Kurz bekommt Nouki einen unmotivierten Anflug von Panik, dann siegt die Neugier. Sie geht durch die Tür und findet sich in einem langen Gang wieder. Auch der nächste Raum ist unverschlossen. Sie öffnet die Tür einen Spalt und schließt sie sofort wieder mit einem Schreckenslaut. Zwei prachtvolle Särge stehen im Raum und von der gegenüberliegenden Wand hat sie ein grauenerregendes Monster angestarrt.
Himmel...wie kann ein Sim mit sowas im Raum schlafen? ? Aha ja, vor Schreck vergessen...Vampire wohl schon.
Nouki beschließt wieder nach oben zu gehen, bevor jemand sie bemerkt, wagt aber noch einen Blick hinter eine der Türen gegenüber, obwohl ihr schlechtes Gewissen und die Angst entdeckt zu werden mittlerweile fast unerträglich sind. Staunend erkennt sie einen Korb mit Wolle und Stricknadeln und auf einer Kommode sitzt ein gestrickter Pinguin mit einer Wollmütze auf dem Kopf. Wie süß ist das denn? Also...Vampire pflegen harmlose Hobbies wie stricken? Diese Erkenntnis allein war den Ausflug schon wert. Plötzlich spürt sie ein weiches Streichen um ihre Beine und schreit auf. Sie schließt die Türe mit einem leisen, aber vernehmbaren Knall und erkennt Moritz, der um ihre Füße schleicht. Schnell hebt sie ihn vom Boden auf und vergräbt ihr Gesicht im weichen Fell, um das wild schlagende Herz zu beruhigen. Jetzt aber auf der Stelle nach oben. Sie nimmt sich felsenfest vor diese Woche jeden Tag ihrer Mutter beim Abwasch zu helfen, wenn sie nicht erwischt wird. Was hat sie sich nur gedacht?
Viola kommt als Fledermaus schneller voran als zu Fuß und flattert nun nach unten, um nach Nouki Ausschau zu halten. Was treibt das Mädel bloß? Sie entscheidet sich dazu, erst das Musikzimmer und das Wohnzimmer abzuklappern, bevor sie nach unten flattert, nur um auszuschließen, dass Nouki dort ist. Ist sie aber nicht. Was fällt der eigentlich ein, hier einfach so rumzuschnüffeln? Wenn sie Lilly gefragt hätte, hätte die ihr bestimmt das Haus gezeigt.. aber einfach unter einem Vorwand abzuhauen? Das muss ja nicht sein!
Im Keller entdeckt sie die Mitschülerin schließlich, die mit Moritz kuschelt. Das Kuscheln stört Viola auch nicht weiter. Das Herumschnüffeln schon eher. "Sieht das etwa wie ein Badezimmer aus?", knurrt sie. Ihre Angst, Nouki hätte das Bad nur als Vorwand genutzt, ist also doch wahr gewesen! Nur, dass sie offenbar nicht die Leiter hoch ist, sondern genau in die andere Richtung.
Vor Schreck lässt Nouki beinahe Moritz fallen, als plötzlich Viola sich vor ihr verwandelt. Mit großen Augen starrt sie ihre Mitschülerin an und hält den Kater noch etwas fester, was diesen zu strampelnden Befreiungsversuchen veranlasst. Schließlich setzt sie ihn am Boden ab und überlegt dabei fieberhaft, wie sie ihre Anwesenheit hier unten erklären soll. Sich aufrichtend trifft sie eine Entscheidung. "Nein." Nouki presst die Lippen aufeinander und schüttelt den Kopf. "Natürlich nicht...ich schätze da ist wohl eine Entschuldigung und ne Erklärung fällig, was?"
"Richtig.", sagt Viola scharf. "Ich höre?"
Mit leicht gesenktem Kopf zuckt Nouki mit den Schultern und blickt dann wieder Viola in die funkelnden Augen. "Was soll ich sagen? Meine Neugier und mein Entdeckergeist sind mit mir durchgegangen. Mich faszinieren einfach fremde Kulturen und Lebensgewohnheiten und so auch...Vampire." Sie atmet tief durch. "Klar ist das nicht in Ordnung einfach hier herumzuschleichen, aber ich dachte so eine Gelegenheit kommt nie wieder...du kannst uns doch eigentlich gar nicht leiden und würdest also niemals zustimmen uns das Haus zu zeigen und ich werd vielleicht in diesem Leben keine Gelegenheit mehr bekommen einen Vampirhaushalt zu sehen...so dachte ich vorhin halt." Nouki strafft ihre Körperhaltung und schließt:" Es tut mir leid Viola, das war nicht okay."
"Du hast es ja nicht einmal versucht!", knurrt Viola, "Ich dachte eigentlich immer, du seist kein Feigling. Vielleicht hätte ich das Haus sogar gezeigt, einfach um etwas Ablenkung vom Referat zu haben! Und wenn nicht ich, dann sicher Lilly. Du hättest hier nicht rumschleichen müssen."
Nouki wirft Viola einen längeren Blick zu. "Ja, das stimmt, ich hab's nicht versucht, weil ich dachte du erträgst unsere Anwesenheit hier eh kaum, da hätte ich sicher nicht noch deine Mutter gefragt. Vielleicht war meine Logik ein bisschen schräg. Ich hab nur kurz durch die Tür in die Räume rein geguckt, keinen betreten...was es aber auch nicht besser macht." Sie seufzt . "Und was jetzt? Soll ich gehen oder mit deiner Mutter reden?" Ratlos blickt sie Viola an.
Viola ist eigentlich nur froh, dass Nouki ihr eigenes Zimmer offenbar nicht gesehen hat. Und wenn Nouki jetzt geht, fehlt sie dann beim Referat. "War es denn wenigstens interessant?", fragt sie sarkastisch, ohne auf Noukis Fragen zu antworten.
Unwillkürlich muss Nouki grinsen, auch wenn ihr eigentlich gar nicht danach ist. Wenn Viola so einen bissigen Humor an den Tag legt, mag sie das irgendwie. "Ganz im Ernst? Ja, war es. Diese Figur an der Wand in dem Raum da hinten...der mit den Särgen, die hat mich fast zu Tode erschreckt, aber der goldige Strickpinguin hier.", sie weist mit dem Kopf auf die Tür hinter sich. "Hat mich wieder beruhigt." Interessiert blickt sie Viola an. "Hast du den gemacht?" Nouki hat fast vergessen, dass Violas Frage gar nicht ernst gemeint war und wird von den eben erlebten Eindrücken wieder überwältigt.
"Was? Nein!", ruft Viola aus, "Seh ich so aus?" Sie hat keine Ahnung vom Stricken oder Nähen. "Der ist nicht von mir!", sagt sie nun erneut. Besser, sie sagt Viktor nicht, dass sein Pinguin entdeckt wurde.
" Hätt ja sein können." Nouki zuckt mit einer Schulter. "Geh'n wir wieder nach oben?" Ihr ist gar nicht wohl beim Gedanken daran, dass womöglich Violas Mutter hier auftaucht und Fragen stellt. Auch wenn Lilly sehr nett wirkt, oder gerade deshalb, wäre es Nouki ziemlich peinlich ihr erklären zu müssen, warum sie hier unten sind. Andererseits hat sie sich vorhin zu Ehrlichkeit entschlossen und falls nötig wird sie sich auch anderen Haushaltsmitgliedern gegenüber so verhalten.
"Ja, gehen wir.", sagt Viola knapp. Im Grunde ist ihr egal, dass Nouki den Pinguin gesehen hat. Er ist ja tatsächlich nicht von ihr.
Gleichzeitig:
"Nun, ich will euch dann nicht noch länger von der Arbeit abhalten.", sagt Lilly nun und sieht nun auch Bea an. "Habt ihr vielleicht Hunger, bevor ich gehe?" Vampire müssen zwar nichts essen, aber seit Blaze öfters mal zu Besuch kommt, haben sie trotzdem auch Simsessen auf Vorrat.
Vero überlegt kurz und fragt dann höflich: "Haben sie vielleicht sowas wie Chips oder Sandwiches?" Zumindest ist sie es gewohnt, dass ihr Papa sowas den Gästen immer anbietet.
Vero sieht zu Bea. "Darf ich dich was fragen?" Da hat Bea natürlich nichts dagegen. Sie nickt. "Du bist eine Meerjungfrau, richtig?", fängt Vero an. "Richtig.", sagt Bea, "Und ich bin nun auch froh, dass ich mich während der Projektvorstellung endlich outen konnte."
"Ist es bei euch Meerjungfrauen so, dass ihr kein Fleisch esst? Nach dem Motto: Fische sind Freunde, kein Futter?", spricht die Mitschülerin weiter. "Ach das. Naja, Fische essen wir aus Tradition nicht. Aber was das Sandwich betrifft, hatte ich da einfach nur mal Lust drauf. Auch wenn ich nicht wirklich Vegetarierin bin.", antwortet Bea.
In diesem Moment kommt Lilly zurück, die die letzten Worte von Bea noch mitbekommen hat. Aber es ist ja auch nicht schlimm, also sagt sie nur: "Lasst es euch schmecken." Sie stellt das Tablett auf den Tisch.
"Danke Frau Nebeljäger", bedankt sich Vero freundlich bei der Gastmutter. Sie nimmt eines der Sandwiches und beißt hinein. "Mm. Gut", lobt sie.
Dann sieht sie zu Bea. "Ah ok. ... In der Filmwelt gibt so vieles, was wohl überzogen oder der simlischen Fantasie entspringt. Da weiß man nie, was richtig ist."
Auch Bea lobt ihr Sandwich. "Schön, dass es euch schmeckt. Wenn noch was ist, findet ihr mich im Musikzimmer.", antwortet Lilly und geht wieder nach unten.
Vero winkt Lilly zum Abschied zu und isst weiter. "Wenn Viola nur so nett wie ihre Mutter wäre", sagt sie mampfend zu Bea.
Bea muss grinsen. "Auch Viola hat einen weichen Kern unter ihrer rauen Schale.", sagt sie wissend. "Sie könnte diesen aber wirklich öfters mal zeigen. Lilly ist jedenfalls super."
Vero nickt Bea zu. "Aber ... wer mit Blaze abhängt ... dem is eh nimmer zu helfen ...", ergänzt sie. Sie mag den Mitschüler nicht. Bea hat bisher zu wenig mit Blaze zu tun gehabt, um ihn einschätzen zu können. Aber dass Vero ihn nicht mag, wird schon deutlich.
Währenddessen:
Lilly möchte weiter musizieren und läuft die Stufen hinab. Nur um zu sehen, dass Viola und Nouki zur selben Zeit die Kellertreppe hochlaufen. Sie bleibt stehen und sieht die beiden Teenager verwundert an. Was machen die denn da unten?
Nouki bleibt , mit einem Fuß über der nächsten Stufe verharrend, abrupt stehen und guckt erschrocken Fr. Nebeljäger an. Dann setzt sie behutsam den Fuß auf, lächelt Lilly zaghaft an und wirft einen Blick zu Viola. Was kommt wohl jetzt?
"Sie hat sich 'verlaufen'", sagt Viola und betont das letzte Wort so, dass deutlich wird, wie es gemeint ist. Nouki war also neugierig? Lilly sieht die Teenagerin streng an, wartet jedoch darauf, dass die zuerst etwas sagt.
Für einen Moment rutscht Nouki das Herz in die Hose. Peinlicher geht's ja wohl nicht mehr....abspülen helfen muss sie diese Woche wohl nicht. Sie blickt Violas Mutter an und fasst sich ein Herz. "Nicht wirklich. Meine Abenteuerlust und Neugier auf das Leben von Vampiren hat meine Manieren übertrumpft und ich war auf eigene Faust im Keller auf Entdeckungstour, was mir wirklich aufrichtig leid tut. Ich hab mich ziemlich daneben benommen." Sie verhaspelt sich fast vor Verlegenheit und redet ohne richtig nachzudenken weiter." Ich hab keine Zimmer betreten, nur reingespitzelt und ihr selbstgemachter Pinguin ist ganz bezaubernd Fr. Nebeljäger." Sie senkt betreten den Kopf. Oh je...was plappert sie nur. Nouki verlässt innerlich der Mut. "Ich werde jetzt meine Sachen holen und nach Hause gehen." fügt sie zerknirscht hinzu.
Einerseits kann Lilly Noukis Neugier schon verstehen, aber andererseits ist das ja auch nicht unbedingt die beste Methode gewesen, mit dieser Neugier umzugehen. Aber Lilly sieht auch, dass es Nouki leid tut. "Es wäre besser gewesen, wenn du gefragt hättest.", sagt die Musikerin scharf, ohne auf den Pinguin einzugehen oder Nouki darüber aufzuklären, wer wirklich der Strickkünstler der Familie ist.
"Das habe ich ihr auch schon gesagt!", bestätigt Viola, "schließlich beißen wir nicht." Bei diesen Worten muss sie selber grinsen. "Zumindest keine Gäste!", fügt sie nun noch hinzu.
Lilly fährt fort: "Aber ich glaube, deine Anwesenheit wird noch für das Referat benötigt. Ich werde dich jetzt auch nicht aus dem Haus jagen."
Bei Violas Kommentar verzieht Nouki den Mund zu einem kleinen Lächeln. Selten hat sie sich so kleinlaut gefühlt. Sie blickt auf und schaut Lilly offen an. "Wissen Sie...ich kenne Viola nur sehr distanziert und dachte dass es sowieso keinen Wert hat sie zu fragen, geschweige denn noch ihre Mutter zu behelligen, aber dann einfach auf eigenen Faust loszuziehen war natürlich nicht richtig." Sie schaut zu Viola. "Ich glaub ich muss ein paar dumme Vorurteile abbauen was dich.." sie schaut zu Lilly. "..und deine Familie angeht. Vampire sind wohl weltoffener als ich angenommen habe." Dass Viola potentielle Bereitschaft signalisiert ihr Haus den Gästen zu zeigen, überrascht Nouki wirklich. "Danke, dass ich noch bleiben darf..vielleicht kann ich das ja irgendwie wieder gut machen?" wendet sie sich nun direkt an Fr.Nebeljäger. Innerlich sehnt sie sich danach wieder zu den Freundinnen oben stoßen zu können. Es erscheint ihr im Moment wie der rettende Hafen. Allein schon neben Vero und Bea sitzen zu können würde reichen.
Im Moment fällt Lilly nichts als Wiedergutmachung ein. "Schon gut. Sorg einfach dafür dass du beim Referat eine gute Hilfe bist.", sagt sie noch zu Nouki bevor sie ins Musikzimmer weiter geht. Eine Erinnerung kommt zurück: Daran, dass schon einmal jemand im Keller herumgeschnüffelt ist und sogar versucht hat, Moritz zu entführen. Zum Glück haben sie ihn noch rechtzeitig erwischt, bevor er fliehen konnte. Bei Nouki war es aber wohl wirklich nur Neugier und nicht der Wunsch, sich zu bereichern. Sonst hätte Viola anders reagiert, die sie unten ja erwischt hat.
Gleichzeitig:
Bea betrachtet Vero, mit der sie im Moment alleine im Raum ist. Sie würde schon gerne wissen, von was für einem Werwolf Frau Nebeljäger eigentlich redet und woher die beiden sich kennen. Aber jeden Moment kann auch Viola zurück kommen, oder Nouki. Während es Vero bei Nouki sicher egal wäre, gefällt es ihr vermutlich nicht, wenn auch Viola zuhört. Also beschließt die Meerfrau, zu einem anderen Zeitpunkt zu fragen. Nur nicht jetzt.
Kaum, hat sie diesen Gedanken zuende gedacht, kommen Viola und Nouki wieder ins Zimmer. "He Nouki, Frau Nebeljäger hat Sandwichs gemacht. Auf dem Tisch liegt auch noch eines für dich.", sagt die Meerfrau und zeigt darauf.
Erleichtert die beiden zu sehen, lässt sich Nouki auf ihren Stuhl fallen und nimmt sich ein Sandwich. "Das tut gut jetzt, ich kann ne Stärkung gebrauchen." Sie schielt zu Viola, gespannt ob sie vor den Freundinnen lästern wird über Noukis Erkundungstour.
Viola schweigt einfach zu dem Thema. Vero wäre eh auf Noukis Seite und nicht auf der ihren. Nur bei Bea ist sich Viola nicht ganz sicher. Trotzdem sieht sie keinen Grund, ausgerechnet vor diesen Leuten über Nouki zu reden. Stattdessen schielt sie diese schweigend an, sich fragend, ob Lillys Sandwich das schlechte Gewissen Noukis wohl noch verstärkt.
Die Limo leer trinkend sagt Vero schließlich: "Wollen wir mit dem Referat weiter machen?" Viola setzt sich wieder an den PC und schaut, wie weit sie eigentlich sind. Die Mädchen sind bisher gut voran gekommen, aber es fehlt noch etwas an Feinschliff. Sie nickt nur knapp.
Nouki sucht ihre Liste mit den Wasserlebewesen heraus und legt sie Viola vor, damit sie ihre Zeitleiste mit den Angaben ergänzen kann. Sie ist nicht konzentriert bei der Sache, weil sie in Gedanken immer wieder zu der Situation auf der Treppe abdriftet. Sie hat das dringende Bedürfnis, mit den Freundinnen darüber zu reden und nimmt sich vor, das sobald sie das Haus verlassen auch zu tun. Sie rückt ihren Stuhl näher an Vero heran und fühlt sich gleich besser.
Vero konzentriert sich auf die Arbeit und bemerkt Noukis verändertes Verhalten nicht. "Kann es auch sein, dass Frau Fernández es wichtig ist die Geologie aus unserer Epoche zu kennen? Z.b. wie die Kontinente waren?", fragt sie in die Runde.
"Keine Ahnung.", sagt Viola nur. Sie weiß, dass die Welt früher anders aussah und es anfangs nur einen gigantischen Kontinent gab, bevor alles auseinander driftete. Den Punkt kann sie ja noch erwähnen. Aber wenn sie auch dazu noch detaillierte Angaben machen müssen, sprengt das bald den Rahmen. Sie hat sich mit der Zeitlinie, und was für Arten wann leben, schon genug Mühe gemacht, wie sie findet. Und irgendwann ist auch mal gut.
Auch Bea ist sich nicht sicher, ob das für das Referat wichtig ist, doch ihr fällt auf, dass Nouki nicht mehr ganz so konzentriert wirkt. "Würde sagen, wir erwähnen dazu was am Rande, gehen aber nicht mehr ins kleinste Detail damit.", sagt sie nur.
Während die Mädels weiter arbeiten, nähert sich eine Fledermaus der Villa. Inzwischen ist der Abend angebrochen und Viktor hat Feierabend.
Er hört Lilly im Musikzimmer. Natürlich, wo sonst? Er lächelt, öffnet die Tür und begrüßt seine Gefährtin. "Oh, Viola hat Besuch von ein paar Mädels!", erzählt Lilly schließlich. Sie verschweigt ihm, dass eines der Mädels Vero heißt.. Er kennt nur den Namen und weiß, dass sie Violas Rivalin ist, doch er hat sie nie gesehen und weiß nicht, wie sie aussieht. Dass sein Pinguin entdeckt wurde, sagt sie ebenfalls nicht. Stattdessen fügt sie noch einen Satz hinzu: "Wegen eines Schulreferats. Nur damit du dich nicht wunderst."
Das tut Viktor allerdings. Er kennt seine Tochter. Sie hat sich mit Blaze angefreundet, und an ihn hat Viktor sich auch längst gewöhnt. Aber sonst? Und Lilly klingt so, als seien es gleich mehrere Mädchen.. "Ok.", sagt er, wenig begeistert. Er möchte keinen Besuch. Wer wagt es, eine Vampirin zu besuchen, nur um ein Referat zu erstellen? Immerhin hätte sich die Gruppe auch per E-Mail organisieren können mit ihren Texten.
Er steigt die Treppe nach oben. Aus dem Raum, in dem Lillys PC steht, kann er auch durch die Tür schon Stimmen hören. Er öffnet diese nun. Tatsächlich sind dort drei ihm unbekannte Mädchen, und dazwischen seine Tochter. Dieser Anblick in Violas Nähe ist so ungewohnt, dass ihm im ersten Moment nichts einfällt, das er dazu sagen soll.
Aus den Augenwinkeln sieht Nouki wie sich die Tür einen Spalt öffnet und Violas Vater mit leicht überraschtem Gesichtsausdruck hereinspäht. Ihr wird wieder mulmiger zumute. Hoffentlich hat Lilly ihm nichts von der Kellerexkursion erzählt. Sie begrüßt ihn kurz höflich und wendet sich dann wieder dem Bildschirm zu, um Viola etwas über den Superkontinent Pangaea und dessen Zerfall ab der späten Trias zu diktieren.
Viktor grummelt ein "N'Abend.", das nicht gerade begeistert klingt. Erst danach bemerkt auch Viola ihren Vater. "Hi Dad.", sagt sie knapp, "sind gleich fertig hier." Mist. Sie hatte eigentlich gehofft, dass sie vor Viktors Ankunft fertig werden würden. "Gut. Passiert das nun öfters mit dem Besuch? Ich meine Besuch außer Blaze.", fragt er, um sich notfalls darauf einstellen zu können. Auch wenn es ihm nicht passt, dass Hinz und Kunz zu Besuch kommen, würde er Violas Gästen schon nichts tun. "Wahrscheinlich nicht.", sagt Viola nun.
Bea spürt, dass sie bei dem Vampir nicht wirklich willkommen sind. Dabei ist seine Gefährtin so nett! Er selbst scheint aber auch eher zu der Sorte Einzelgänger zu gehören. Aber vielleicht ist er ganz anders, wenn man einmal die Chance hatte, ihn besser kennenzulernen. Auch Viola hatte Seiten gezeigt, die Bea nicht geahnt hätte. Trotzdem ist Bea froh, dass sie nicht lange genug hierbleiben muss, um ihn besser kennenzulernen. Nachdem Viola Noukis Text fertig aufgeschrieben hat, ist das Referat nun fertig. Sie sind nicht ins allerkleinste Detail gegangen, was Pangaea betrifft, aber das wäre dann wirklich zu viel geworden. "Wir sind hier fertig, Herr Nebeljäger!", sagt sie lächelnd, "Wir gehen schon."
Vero bemerkt sofort, dass Herr Nebeljäger nicht so nett ist wie seine Frau. Auch fallen ihr die vielen Narben in seinem Gesicht auf. Ob Viola wegen ihm so mürrisch zu anderen ist?
Wer weiß das schon ... Nein, sie möchte nicht länger hier bleiben. "Ich glaube, wir sind eh durch. Lasst uns aufbrechen. ..."
Bevor sie die Villa endgültig verlassen ruft die Blondine Lilly zu: "Danke für ihre Gastfreundschaft und das Gespräch, Frau Nebeljäger." ... Davon könnte sich die Mitschülerin wirklich ne Scheibe von Abschneiden.
Das fertige Referat ist auf dem Stick gespeichert und auch zusätzlich noch ausgedruckt. Mit diesem Ergebnis verlassen die Mädchen nun endgültig die Villa.
Nouki winkt Fr.Nebeljäger mit einem verlegenen Lächeln zum Abschied zu und ist froh, dass Violas Vater nirgends zu sehen ist. Erleichtert schließt sie die Haustüre hinter sich, die mit einem erlösenden 'Klick' ins Schloss fällt.
Nun ist der Abend bereits angebrochen. Kaum, dass ihre Klassenkameradinnen nicht mehr in Sicht sind, verlässt auch Viola die Villa und flattert los. Sie hat noch etwas vor heute Abend.
(In Zusammenarbeit mit @KFutagoh89 und @simscat2 )