Forum Discussion
3 years ago
Ort: Brindleton Bay, Seniorenheim
Charakter: Viola, Aidaria
Titel: Zaubertränke und ihre Wirkung
Donnerstag nachmittag:
Aidaria genießt die Nachmittagssonne. Das Mittagessen – heute gab es Kartoffeln mit Spargel – ist wirklich lecker gewesen. Mittlerweile hat sie sich gut eingelebt und auch die anderen Bewohner sind ihr zu Herzen gewachsen.
Gerade, als sie ihr Strickzeug herausholen will, klingelt ihr Handy. Eine unbekannte Nummer. Aidaria hebt ab: „Aidaria? Bist du das?“ Die Stimme klingt weiblich und jung und kommt der Magierin irgendwie bekannt vor. Auch wenn sie nicht ganz genau weiß woher. „Wer ist da?“
Die Anruferin stellt sich als Viola Nebeljäger vor. Bei dem Nachnamen klingelt es. Das ist Viktors Tochter. Aidaria erinnert sich nun an ihren Besuch in Forgotten Hollow vor einiger Zeit. Was kann sie denn wollen? „Ist was mit Viktor?“, fragt Aidaria nun nervös. Wenn es etwas Neues über Rasputin gäbe, hätte er sicher persönlich angerufen und nicht seine Tochter. Ist Viktor verhindert? Oder gar tot? „Nein, nein. Dad geht es gut.“, versichert Viola, „Es geht um etwas anderes...“
Aidaria hört zu. Viola erzählt von einem Trank und dass sie dafür magische Hilfe benötigen würde. Die Magierin kratzt sich nachdenklich. Im Zaubern fühlt sie sich nicht mehr sicher genug. Die Jahre sind nicht spurlos an ihr vorüber gegangen. Aber einen Trank würde sie vielleicht noch hinbekommen, wenn die Zutaten stimmen. Sie hat keinen Kessel ins Altersheim mitgenommen, doch in ihrer alten Hütte, in der sie vorher gewohnt hat, müsste noch einer sein.
„Was für ein Trank?“, hakt sie nach. Es kommt Aidaria so vor, als würde Viola zögern. Oder hat sie die Frage einfach nicht gehört? Aidaria wiederholt ihren Satz, und jetzt antwortet Viola: „Können wir uns unter vier Augen sprechen?“ Jetzt wird Aidaria neugierig. Sie nennt die Adresse des Seniorenheims. „Komm vorbei. Ich warte auf dem Balkon.“ Sie macht mit Viola eine Zeit zur Abendzeit aus. Hat die junge Vampirin Angst, belauscht zu werden?
Später am Abend:
Viola landet auf dem Balkon, auf dem die Magierin schon wartet. Niemand hat sie gesehen... hoffentlich.
„Ich brauche einen Trank der Sonnenwende.“ Aidaria kann der Teenagerin nicht folgen. Von diesem Trank hat sie noch nie etwas gehört. Viola scheint das zu merken: „Naja, ein Trank für Sonnenresistenz.“ Jetzt dämmert es Aidaria. Bestimmt ist Viola irgendwie an ein Rezept gekommen. Für Vampire klingt so ein Trank ja auch tatsächlich toll. Aber warum die Geheimnistuerei? Wer könnte etwas dagegen haben, wenn Viola so einen Trank nimmt? Stimmen die Gerüchte über den Rat, der alle Magier überwacht, etwa doch?
„Für Zutaten wird gesorgt!“, fährt Viola fort: „Und es muss auch nicht sofort passieren. Jetzt geht es erst mal nur um Organisatorisches. Ich...“ Aidaria unterbricht sie: „Du weißt schon, was ein unbekannter Trank für Nebenwirkungen haben kann, oder?“ Doch Viola winkt ab. „Ich weiß. Das Risiko gehe ich ein. Kannst du sowas zubereiten? Wenn ich für Zutaten sorge?“
Aidaria ist nicht wirklich begeistert: „Was genau willst du mit dem Trank? Warum muss das alles so geheim sein? Was hast du vor?“ Vorher möchte Aidaria nichts versprechen.
Viola seufzt. „Weißt du, wie das ist, nur abends rauszudürfen? Du verstehst das nicht! Ich möchte auch mal tagsüber raus... auch mal Dinge tun wie andere Teenager! Die Wirkung ist doch eh nur vorübergehend! Ich werde schon nichts kriminelles mit diesem Trank anstellen. Ich möchte einfach nur … mal einen Tag an der frischen Luft genießen können ohne Angst zu haben, gleich zu verbrennen. Ich möchte jemanden überraschen. Es muss deshalb geheim bleiben!“ Aidaria bleibt skeptisch. Viola erzählt nicht die ganze Wahrheit.
„Warum muss es geheim bleiben?“, hakt sie erneut nach, und die Teenagerin erkennt, dass sie so nicht weiter kommt. „Es ist gegen das Gleichgewicht. Der Rat könnte ein Problem damit haben.“, erzählt Viola nun verschwörerisch. „Auch meine Eltern dürfen nichts wissen.“ Der Rat? Da auch Viola ihn erwähnt, gibt es den dann wohl tatsächlich. „Ich werde dem Rat nichts weiter verraten.“, sagt Aidaria und tut so, als wäre dessen Existenz keine Überraschung für sie, „Und ich werde dir helfen. Meld dich bei mir, sobald alles vorbereitet ist und ich werde dir dann sagen, wo du mich treffen kannst.“ Viola lächelt. „Bitte, sag niemanden etwas davon!“ Aidaria verspricht es und nickt. Sie wird dem Rat schon nichts verraten. Selbst wenn sie dies wollte, wüsste sie ja nicht einmal, wie sie die Verbindung aufnehmen könnte. „Super, danke!“, sagt die Teenagerin und flattert nach einer kurzen Verabschiedung wieder davon.
Aidaria sieht ihr nach, bis die kleine Fledermaus aus ihrem Blickfeld verschwindet. Sie lächelt. Ein wenig erkennt sie ihr junges Ich in der Vampirin wieder. Wie auch Viola hat sie nie nach irgendwelchen Regeln gelebt, die irgendein mächtiger Rat für richtig hält. Sie hat sich mit Viktor angefreundet, obwohl die Feindschaft zwischen Magiern und Vampiren damals unüberwindbar schien. Aidaria war das egal gewesen. Und wenn sie den Mächtigen noch in ihrem Alter ein Schnippchen schlagen kann, umso besser. Vielleicht ist es gar nicht mal so verkehrt, dass sie nur eine mittelmäßige Magierin ist, erst recht jetzt im Alter. So lebt sie unter dem Radar und fällt nicht weiter auf. Es würde sie schon wundern, wenn der Rat ausgerechnet sie gezielt überwacht.
Charakter: Viola, Aidaria
Titel: Zaubertränke und ihre Wirkung
Donnerstag nachmittag:
Aidaria genießt die Nachmittagssonne. Das Mittagessen – heute gab es Kartoffeln mit Spargel – ist wirklich lecker gewesen. Mittlerweile hat sie sich gut eingelebt und auch die anderen Bewohner sind ihr zu Herzen gewachsen.
Gerade, als sie ihr Strickzeug herausholen will, klingelt ihr Handy. Eine unbekannte Nummer. Aidaria hebt ab: „Aidaria? Bist du das?“ Die Stimme klingt weiblich und jung und kommt der Magierin irgendwie bekannt vor. Auch wenn sie nicht ganz genau weiß woher. „Wer ist da?“
Die Anruferin stellt sich als Viola Nebeljäger vor. Bei dem Nachnamen klingelt es. Das ist Viktors Tochter. Aidaria erinnert sich nun an ihren Besuch in Forgotten Hollow vor einiger Zeit. Was kann sie denn wollen? „Ist was mit Viktor?“, fragt Aidaria nun nervös. Wenn es etwas Neues über Rasputin gäbe, hätte er sicher persönlich angerufen und nicht seine Tochter. Ist Viktor verhindert? Oder gar tot? „Nein, nein. Dad geht es gut.“, versichert Viola, „Es geht um etwas anderes...“
Aidaria hört zu. Viola erzählt von einem Trank und dass sie dafür magische Hilfe benötigen würde. Die Magierin kratzt sich nachdenklich. Im Zaubern fühlt sie sich nicht mehr sicher genug. Die Jahre sind nicht spurlos an ihr vorüber gegangen. Aber einen Trank würde sie vielleicht noch hinbekommen, wenn die Zutaten stimmen. Sie hat keinen Kessel ins Altersheim mitgenommen, doch in ihrer alten Hütte, in der sie vorher gewohnt hat, müsste noch einer sein.
„Was für ein Trank?“, hakt sie nach. Es kommt Aidaria so vor, als würde Viola zögern. Oder hat sie die Frage einfach nicht gehört? Aidaria wiederholt ihren Satz, und jetzt antwortet Viola: „Können wir uns unter vier Augen sprechen?“ Jetzt wird Aidaria neugierig. Sie nennt die Adresse des Seniorenheims. „Komm vorbei. Ich warte auf dem Balkon.“ Sie macht mit Viola eine Zeit zur Abendzeit aus. Hat die junge Vampirin Angst, belauscht zu werden?
Später am Abend:
Viola landet auf dem Balkon, auf dem die Magierin schon wartet. Niemand hat sie gesehen... hoffentlich.
„Ich brauche einen Trank der Sonnenwende.“ Aidaria kann der Teenagerin nicht folgen. Von diesem Trank hat sie noch nie etwas gehört. Viola scheint das zu merken: „Naja, ein Trank für Sonnenresistenz.“ Jetzt dämmert es Aidaria. Bestimmt ist Viola irgendwie an ein Rezept gekommen. Für Vampire klingt so ein Trank ja auch tatsächlich toll. Aber warum die Geheimnistuerei? Wer könnte etwas dagegen haben, wenn Viola so einen Trank nimmt? Stimmen die Gerüchte über den Rat, der alle Magier überwacht, etwa doch?
„Für Zutaten wird gesorgt!“, fährt Viola fort: „Und es muss auch nicht sofort passieren. Jetzt geht es erst mal nur um Organisatorisches. Ich...“ Aidaria unterbricht sie: „Du weißt schon, was ein unbekannter Trank für Nebenwirkungen haben kann, oder?“ Doch Viola winkt ab. „Ich weiß. Das Risiko gehe ich ein. Kannst du sowas zubereiten? Wenn ich für Zutaten sorge?“
Aidaria ist nicht wirklich begeistert: „Was genau willst du mit dem Trank? Warum muss das alles so geheim sein? Was hast du vor?“ Vorher möchte Aidaria nichts versprechen.
Viola seufzt. „Weißt du, wie das ist, nur abends rauszudürfen? Du verstehst das nicht! Ich möchte auch mal tagsüber raus... auch mal Dinge tun wie andere Teenager! Die Wirkung ist doch eh nur vorübergehend! Ich werde schon nichts kriminelles mit diesem Trank anstellen. Ich möchte einfach nur … mal einen Tag an der frischen Luft genießen können ohne Angst zu haben, gleich zu verbrennen. Ich möchte jemanden überraschen. Es muss deshalb geheim bleiben!“ Aidaria bleibt skeptisch. Viola erzählt nicht die ganze Wahrheit.
„Warum muss es geheim bleiben?“, hakt sie erneut nach, und die Teenagerin erkennt, dass sie so nicht weiter kommt. „Es ist gegen das Gleichgewicht. Der Rat könnte ein Problem damit haben.“, erzählt Viola nun verschwörerisch. „Auch meine Eltern dürfen nichts wissen.“ Der Rat? Da auch Viola ihn erwähnt, gibt es den dann wohl tatsächlich. „Ich werde dem Rat nichts weiter verraten.“, sagt Aidaria und tut so, als wäre dessen Existenz keine Überraschung für sie, „Und ich werde dir helfen. Meld dich bei mir, sobald alles vorbereitet ist und ich werde dir dann sagen, wo du mich treffen kannst.“ Viola lächelt. „Bitte, sag niemanden etwas davon!“ Aidaria verspricht es und nickt. Sie wird dem Rat schon nichts verraten. Selbst wenn sie dies wollte, wüsste sie ja nicht einmal, wie sie die Verbindung aufnehmen könnte. „Super, danke!“, sagt die Teenagerin und flattert nach einer kurzen Verabschiedung wieder davon.
Aidaria sieht ihr nach, bis die kleine Fledermaus aus ihrem Blickfeld verschwindet. Sie lächelt. Ein wenig erkennt sie ihr junges Ich in der Vampirin wieder. Wie auch Viola hat sie nie nach irgendwelchen Regeln gelebt, die irgendein mächtiger Rat für richtig hält. Sie hat sich mit Viktor angefreundet, obwohl die Feindschaft zwischen Magiern und Vampiren damals unüberwindbar schien. Aidaria war das egal gewesen. Und wenn sie den Mächtigen noch in ihrem Alter ein Schnippchen schlagen kann, umso besser. Vielleicht ist es gar nicht mal so verkehrt, dass sie nur eine mittelmäßige Magierin ist, erst recht jetzt im Alter. So lebt sie unter dem Radar und fällt nicht weiter auf. Es würde sie schon wundern, wenn der Rat ausgerechnet sie gezielt überwacht.