Forum Discussion
3 years ago
Ort: Evergreen Harbour, bei Vero zu Hause
Charaktere: Ellie, Bea, Vero
Titel: Drei Teenagerinnen
Heute ist Wochenende und Vero freut sich mega. Nicht nur wegen den freien Tagen, nein, an diesem herbstlichen Tag trifft sich das Mädchen mit ihren Freundinnen. Diese wollen Vero daheim abholen und so indirekt Nicodemus und Justin, die beiden Farbratten, das erste Mal kennenlernen.
Bea freut sich. Der Abend mit Lucía war wirklich schön, und nun kann sie sich schon wieder mit jemandem treffen. Diesmal hat Vero sie angerufen und eingeladen. Auch Ellie ist dabei, wie Bea gehört hat. Sie klingelt. Gerade in diesem Moment kommt auch Ellie in Sicht und Bea winkt ihr fröhlich zu.
Hans öffnet die Tür und lächelt. "Hallo. Ihr seid sicher wegen Vero hier. Kommt nur herein." Mit dieser Begrüßung lässt der Vater die Mitschülerinnen seiner Tochter in die Wohnung. "Vero! Deine Freunde sind da!", ruft er laut. Dann wendet er sich wieder an die Mädchen. "Wollt ihr was trinken oder wollt einen Snack?", fragt er freundlich.
Bea grinst. Sie erinnert sich, als sie bei Viola zu Besuch waren, die ihnen erst dann etwas angeboten hat, nachdem Bea extra gefragt hat. Hans ist gastfreundlicher als die Vampirin. "Ich nehme Cola, wenn Sie das hier haben.", sagt Bea. Ellie lächelt ebenfalls und wünscht sich Orangensaft. "Vielleicht nehme ich später einen Snack.", sagt sie, "aber im Moment habe ich noch keinen Hunger."
Nickend geht der Erwachsene in die Küche. In dem Moment kommt auch Vero aus ihrem Zimmer und hat auf der Schulter eine der Farbratten sitzen. "Hi, schön, dass ihr da seid. Freu mich", grinst sie die anderen Mädchen glücklich an.
Bea und Ellie umarmen nun Vero. "Ich bin echt schon gespannt auf deine Ratten.", grinst Bea und auch Ellie meldet sich zu Wort: "Ich auch! Vor allem, da du dann ja doch zwei auswählen durftest!"
Nickend lächelt Vero zurück. "Ja, die sind sehr sozial. Daher wäre Einzelhaft blöd für die." Sie holt einen Cracker und reicht diesen an den Nager auf der Schulter. Dieser knabbert sofort daran. "Das ist Justin, der jüngere von den zwei. Nicodemus schläft viel und liegt wohl in seiner Schlafbox im Käfig." Dieser steht im Flur und kann somit nicht übersehen werden. Hans kehrt mit den Getränken zurück. "Hier für euch. Und? Was habt ihr schönes geplant? Bleibt ihr hier? Geht ihr weg?" Die Papa-Fragerei geht wieder los. "Wir wollen weggehen", antwortet seine Tochter.
"Hallo Justin!", grüßt Bea lächelnd die Ratte. "Die sind aber auch süß!", erwidert Ellie, die mit ihrem Handy auch direkt einige Fotos der beiden Tiere macht. "Und soviel kleiner als Toby." Dann dreht sich Ellie zu Veros Vater: "Ja, wir wollen noch los. Zum Bowlen!"
Hans nickt. "Okay. Soll ich euch fahren oder kommt ihr alleine dort hin?" "Wir nehmen die Bahn, passt schon Papa", antwortet Vero ihm. Sie setzt Justin in den Käfig und legt noch einen Keks hinein. "Ihr bleibt artig ja?", spricht sie kurz mit den Nagern, ehe sie sich Ellie und Bea zuwendet. "Wollen wir dann?" Ermahnend fügt Hans hinzu: "Schon aber dein Handgelenk, ja?" "Ja, Papa", erwidert die Tochter. Sie weiß, dass er es nicht böse meint.
Wieder an Veros Verletzung erinnert seufzt Ellie: "Ich wünschte, es wäre nie so weit gekommen mit Viola.", sagt sie. Bea nickt. "Vielleicht hat sie ein schlechtes Gewissen und versucht deshalb in letzter Zeit, sich zurückzuhalten. Aber das macht die Sache nicht ungeschehen." Sie sieht zu Ellie: "Weißt du eigentlich, dass Vero und ich sogar mit Viola ein Referat erarbeitet haben? Nouki war auch dabei." Das hatte Ellie noch nicht gewusst. "Wirklich? Hat es denn funktioniert?"
"Mehr oder weniger", sagt Vero neutral schulterzuckend. "Wir waren sogar in ihrem Zuhause. Ihre Mutter ist mega nett. Daran könnte sich Viola mal ein Beispiel nehmen."
"Ich habe ihre Mutter bisher nur gesehen, z.B. bei dem Schulball oder bei der Einweihung. Aber außer dass sie eine begnadete Musikerin ist, weiß ich nicht viel über sie.", sagt Ellie, "aber selbst da wirkte sie wirklich nett." - "Ist sie auch!", bestätigt Bea. "Aber wir sollten das Thema Viola mal fallen lassen und uns lieber auf das Bowling konzentrieren." Sie dreht sich zu Hans. "Vielen Dank für die Getränke." Bea und Ellie verabschieden sich nun von Veros Vater.
"Euch viel Spaß", ruft der Mann ihnen nach. Vero hat er für heute ein extra Taschengeld zugesteckt, so dass sie ihre Freundinnen einladen kann, wenn sie dies vor hat.
Ort: Oasis Spring, Bowling
Sie erreichen über die Öffis schließlich das Bowling-Center. "Hach, es ist schön wieder hier zu sein", freut sich die Blondine sichtlich.
"Ich war noch nie hier.", gibt Bea zu. "Ich schon. Auch mit Vero. Ist aber schon länger her und war noch vor der Verletzung.", sagt Ellie, worauf Bea grinst. "Na dann habt ihr beiden das Bowlen hoffentlich nicht verlernt in der Zeit."
"Und ich betone: die Pommes hier sind mega lecker!", fügt Vero hinzu. Gemeinsam betreten sie das Gebäude, nehmen sich Schuhe, eine Bahn und betreten die Halle. "Wer möchte anfangen?", fragt sie Ellie und Bea.
"Ich mach als letztes.", sagt Bea, "Ich habe früher mal Bowling gespielt, aber das ist ewig her. So kann ich euch zumindest vorher sehen." Ellie ist damit einverstanden. "Ich fang dann an und Vero macht den mittleren Teilnehmer."
Damit ist die Freundin einverstanden. "Also Ellie ... GO GO!", feuert Vero sie an. Bea und sie setzen sich dabei auf die Sitzmöglichkeit in der Nähe der Bahn.
Ellie geht vor zur Bowlingbahn und schnappt sich eine Kugel. Sie ist schon etwas aus der Übung. Seit sie mit Vero hier war, ist sie ebenfalls nicht mehr bowlen gewesen. Und so ist ihr erster Versuch nur wenig erfolgreich. Sie trifft nur zwei Kegel. Aber immerhin hat sie etwas getroffen.
"Wuhu!", ruft Vero als Anfeuerung. "Das war doch schon mal ein toller Start!" Nun versucht sie ihr Glück. Sie nimmt den gesunden Arm und geht mit einer Kugel an die Bahn. "Waren die schon immer so schwer?", fragt sie verwundert. Dann wirft sie unbeholfen, so dass die Kugel am Rand hinausrollt, ohne einen Kegel zu treffen. "Ohje", sagt sie und lächelt dann verlegen. "Bin wohl völlig aus der Übung."
Bea sieht zu Vero. "Immerhin kannst du wieder bowlen gehen. Als du noch im Krankenhaus liegen musstest wegen der Hand war das nicht möglich." Sie versucht nun ihr Glück. Sie verfehlt die Kegel aber ebenfalls. "Und ich habe nicht mal eine Verletzung und treffe trotzdem nicht besser.", sagt sie, lächelt dabei aber.
Lachend legt Vero einen Arm um Beas Schultern. "Dann üben wir das jetzt." Sie dreht ihren Kopf zu Ellie. "Oder was meinst du?"
Ellie muss mitlachen. "Klar! Und am Ende sind wir drei so gut, da werfen wir einen Strike nach dem nächsten!" Bea grinst. "Na dann zeig uns mal deinen Strike!" - "Kein Problem!" Ellie läuft vor, wirft... und diesmal verfehlt sie ebenfalls. Jetzt muss sie erst recht laut lachen. "Naja fast!", grinst Ellie.
Das Lachen der Mädchen hallt durch die Halle. Vero genießt dies so sehr. "Okay. Dann bin ich wieder dran." Sie nimmt die nächste Kugel und wirft. Diesmal kann sie 3 Kegel umwerfen. "Yes", feiert sie sich. "Apropos ... habt ihr Bock auf Pommes mit Cola?"
"Sehr gerne!", sagt Bea, "nach meinem Strike!" Zu ihrer eigenen Überraschung trifft Bea diesmal auch... zwar keinen Strike, aber immerhin vier Kegel. Besser, als sie erwartet hätte..
"Kommst du kurz mit Bea?", fragt Vero. Sie braucht beim Tragen noch Hilfe. Mit der Meerjungfrau holt sie vier Portionen Pommes, davon eine mit extra Salz und drei eisgekühlte Cola- Gläser. "Lasst es euch schmecken, geht auf mich", eröffnet Vero die Pommespause.
Die Mädchen setzen sich. "Ihr habt Recht!", sagt Bea, nachdem sie probiert hat, "Die Pommes hier sind wirklich super lecker!" Sie grinst. Vero verdient es, eine schöne Zeit zu erleben nach ihrer schmerzhaften Verletzung. Die Meerfrau freut sich darüber, dass die drei im Moment hier soviel Spaß haben können.
Kauend sagt Vero: "Jetzt sind wir ja unter uns ... Mädels ... was findet ihr an unserer Schule bisher am Coolsten und was Ödet euch so richtig an?"
Keine so leichte Frage. "Ich mag die Lehrer. Frau Evens ist super nett und ich mag den Dramaclub.", fängt Bea an, "und dass wir eine Halloweenparty organisieren dürfen finde ich ebenfalls super. Und das Gebäude gefällt mir auch. Nur manche Schulfächer wie z.B. Mathe sind etwas langweilig." Ellie hört zu und nickt. "Ich mag den Kunstunterricht. Aber Drama klingt ebenfalls interessant.", sagt sie, dann sieht sie zu Vero: "Was magst du denn am liebsten?"
Überlegend, dabei einen Schluck Cola trinkend, antwortet die Gefragte: "Also Cool finde ich die Schule generell. Man fühlt sich wohl. Vielleicht liegt es auch an Frau Fernández. Bei Frau Watanabe war es anders. Irgendwie nicht so herzlich. Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll. ... Was mich ankotzt ist dieser Blaze ... den hätte kein Sim mehr gebraucht ... Der regt mich mehr auf als Leyla oder Viola."
"Ich mag ihn auch nicht unbedingt.", stimmt Ellie zu, "bin schon froh, dass ich nur wenig mit ihm zu tun habe." Bea enthält sich. "Keine Ahnung.", sagt sie nur, "ich kenne ihn nicht gut genug und mir persönlich hat er bisher nie etwas getan." Trotzdem wird Vero schon ihre Gründe haben, ihn nicht zu mögen. "Er war dabei, als das mit Veros Handgelenk passiert ist.", klärt Ellie auf, "und hat sie sogar in die Falle gelockt. Selbst wenn es im Affekt geschehen ist und nie so geplant war, zeigt er bis heute kein schlechtes Gewissen. Viola bemüht sich ja wenigstens, wie mir scheint." Das klingt tatsächlich nicht nett. "Oh man, dann ist das verständlich, warum du ihn nicht magst.", sagt Bea zu Vero.
Nickend stimmt die Zuhörerin der Mitschülerin zu. "Jepp." Dann hält sie kurz inne und muss schmunzeln. "Was ich ganz witzig gerade finde ... mir kam gerade der Gedanke ... wir haben noch nie über Jungs geredet. ... Ihr wisst schon ... so wie es diese Fashion Tussis häufig in der Mensa machen."
Bea grinst. "Gibt es denn einen Jungen, an dem ihr Interesse hättet?" Ellie denkt an Sven. Doch das ist nun lange vorbei. Sie zuckt nur die Schultern und blickt zu Vero.
Diese schüttelt den Kopf. "Ich fand mal Chip ganz cool ... aber da er mit Denize zusammen ist und auch gern mit Blaze abhängt, ... habe ich ihn abgeschrieben." Das sie Shane mag, spricht sich nicht an. Ihr Tomboy Image möchte Vero eigentlich gern aufrecht erhalten. Und passen da Anschmachtungs-Orgien, wie sie Mädchen-Mädchen tun in dieses Bild? Wohl kaum.
"Ich habe auch noch nicht den Richtigen gefunden.", sagt Bea, "ich fand Keito damals eigentlich ganz süß, aber da ist auch nie was draus geworden." Ellie lächelt. "Keito? Ich hatte nie etwas gegen ihn, aber ein romantisches Interesse hatte ich bei ihm auch nicht entwickelt. Er ist nicht ganz mein Typ." Damit hat Bea kein Problem. "Ich mochte seinen Style.", sagt sie, "aber es ist nie was ernstes gewesen. Nur eine jugendliche Schwärmerei."
"Jugendliche Schwärmerei ... Is klar, alte Frau", scherzt Vero kumpelhaft mit heruntergezogenen Augenlid. "Keito und Yuna hingen doch wie Kletten aneinander ... ist vielleicht besser so, dass nichts draus geworden ist, Bea." Dann Vero ein. "Ich frag mich, ob zwischen Leon und Nouki was läuft ... die hängen auch ständig miteinander ab. ... Früher hätte ich auch bei Buzz und Lashawn drauf gewettet, dass die mehr als nur Freunde sind ... aber da geht so ein Gerücht auf den Fluren rum ..." Bedächtigt trinkt Vero wieder einen Schluck Cola.
"Wer weiß das schon. Aber ich glaube, Buzz und Lashawn sind nur gute Freunde, auch wenn ich das nicht mit Sicherheit sagen kann.", sagt Bea lächelnd. "Bei Leon und Nouki kann es aber durchaus sein, dass da mehr läuft. Aber schwer zu sagen." Ellie nickt. "Wer weiß. Ich weiß nur über mein eigenes Liebesleben Bescheid: Das mit Sven ist auch schon wieder vorbei. Im Moment habe ich niemanden, in den ich verliebt wäre."
"Das ist schade, das mit Sven", bekundet Vero ihr Mitgefühl. "Ach, alles gut." Ellie zitiert Bea: "Es war nur eine jugendliche Schwärmerei." Wieder muss Vero schmunzeln. Die beiden Mädchen reden so, als wären sie alte Frauen ... Scheinbar sind sie doch reifer als sie selbst.
Bea wechselt das Thema. "Aber du schienst Lilly Nebeljäger schon vor unserem Besuch bei Viola zu kennen, Vero.", sagt sie neugierig. "Wie kam es denn dazu?"
"Sie hat mich einmal besucht. Da war auch ein Typ dabei. Sie wollten wissen, was ich damals bei der Mutprobe gesehen habe. Das können Vampire scheinbar durch einen Biss im Blut lesen, sehen, whatever", antwortet Vero ausführlich.
Von der Mutprobe in der Villa hat Bea schon gehört, und so fragt sie in diesem Punkt nicht nach. Vom Rest versteht sie allerdings nur Bahnhof. "Vampire können was? Und was hast du denn gesehen? Wenn du darüber reden möchtest..."
Vero hebt kurz die Hand, um zu signalisieren, dass sie sich erst kurz mit Pommes stärkt. Als sie fertig gekaut hat, fängt sie an zu erzählen: "Bei der Mutprobe, so viel mir gesagt wurde, bin ich einem Werwolf begegnet. Ich hätte von dem gefressen werden können, wurde es aber nicht. So viel ich Frau Nebeljäger verstanden habe, war es anderes Wesen und sie wollt wissen was es war. Da hat sie mir auch erklärt, dass sie die Situation, wo ich gewesen bin, also mit dem Werwolf, über mein Blut sehen könnte. Aber das nur mit Erlaubnis scheinbar ginge. Keine Ahnung. Jedenfalls habe ich dem zugestimmt und sie biss mich. Dann sind sie danach gegangen. ... Ich hab halt nur Angst, dass dieser Werwolf nochmal kommen könnte und dann mich doch frisst ... Wahrscheinlich zur Freude von Viola ..."
Bea ist sich nicht so sicher, dass Viola sich wirklich darüber freuen würde. Vielleicht wäre es ihr egal. Aber Freude würde sie wohl nicht empfinden. Aber sie kann auch nicht zu 100% wissen, wie die Vampirin reagieren würde. Also spricht sie das Thema nicht an und sagt stattdessen nur: "Verdammt... und ich dachte noch, Lilly meint eine Metapher, als sie vom Werwolf sprach. Also ich für meinen Teil bin froh, dass das Vieh dich nicht erwischt hat." Ellie nickt. "Da sind wir alle froh drüber. Wie auch immer die Vampirin reagieren würde... wir als deine Freunde sind auf jeden Fall auf deiner Seite, Vero."
"Ihr seid so toll!", und dabei knuddelt die Blondine die Freundinnen herzlich.
Die Pommes werden weiter gefuttert. Bea versucht ein leichteres Thema: "Aber sagt mal.. wenn ihr einen Wunsch frei hättet, welches Schulfach würdet ihr gerne aus dem Stundenplan werfen? Und was sollte dann an diese Stelle stattdessen kommen?"
Vero fängt gern an. "Ich würde sofort Informatik rauswerfen und dafür Physik reinnehmen. ... Oder besser Werken, wie damals bei Mr. P. ... Das vermisse ich."
"Ich kann auf Mathe verzichten!", fährt Ellie fort. "Stattdessen lieber Tierpflege-Kunde. Oder speziell für Blaze: Wie man lernt, Verantwortung für seine Taten zu übernehmen und sich zu entschuldigen."
"Der Vorschlag ist gut", ermutigt Vero die Freundin. "Und wie wäre es bei dir Bea?"
Die Meerfrau muss überlegen. "Mathe ist auch nicht so ganz meines. Aber schwer zu sagen, was ich stattdessen lieber hätte. Vielleicht Tanzen oder sowas."
Die Pommes nähern sich langsam ihrem Ende und auch die vierte Portion wurde unter den drei Mädchen mittlerweile aufgeteilt. "Wollen wir nach dem Bowlen vielleicht noch weiter nach Newcrest ins Selvadorada-Museum?", schlägt Bea vor, "Ich möchte unbedingt euren Schatz sehen!" Dabei blickt sie Ellie an. Ellie lächelt. "Von mir aus. Was sagst du dazu, Vero?"
Nickend stimmt die Teenagerin zu. "Hört sich gut an."
Die Mädchen spielen ihre Bowling-Runde noch zu Ende. Am Ende gewinnt Ellie knapp und Vero macht den zweiten Platz. Bea, die am wenigsten Bowling-Erfahrung hat, macht das Schlusslicht. Aber es hat ihr trotzdem Spaß gemacht. Nun befinden sich die Mädels in der Straßenbahn nach Newcrest. "Bowlen hat wirklich Spaß gemacht!", sagt Bea lächelnd, "das sollten wir auch mal wiederholen!"
"Na klar. Spricht ja nix dagegen", antwortet Vero der Sulanierin. "Ich bin auf das Museum gespannt." Bea lächelt. "Ich auch!", sagt sie.
Ort: Newcrest, Selvadorada-Museum
Veros Geld reicht auch für den Museumseintritt und so betreten die Mädchen kurz darauf das Gebäude. "Die Reise nach Selvadorada war wirklich super mit Nouki zusammen!", erzählt Ellie gerade. Aufmerksam hört Vero der Erzählung zu.
Die Mädchen sehen sich um. Auch Ellie war noch nie hier. Im Vorraum des Museums ist ein selvadoradisches Muster in den Boden eingraviert und es sind auch einige Säulen zu sehen, die Ellie an den Tempel erinnern. Hier in der unteren Etage sind aber noch keine wertvollen Artefakte zu sehen, doch die Hinweisschilder zeigen den Weg zur oberen Etage. Dort würden sie dann hoffentlich auch den Schatz finden, den Ellie und Nouki gefunden haben. Erst mal bleiben die Mädchen aber unten. "Solche Säulen gab es im Tempel auch!", erzählt Ellie gerade.
Neugierig sieht sich Vero um. "Wenn ich da an die Indianer Jones Filme denke ... echt krass was du da mit Nouki erlebt hast." Ein paar Erzählungen kennt Vero. Sicherlich nicht alle, aber etwas davon hat sie sich gemerkt. "Frau Fernández würde sicher einen 'ohne Punkt und Komma' Vortrag über die Geschichte von diesen Objekten halten, oder?" Dabei lacht sie.
Ellie grinst. "Ich bin auch froh, dass ich die Reise gewagt habe. Hat mir Selbstvertrauen gegeben!" Sie selbst ist jedoch trotz der Reise keine Expertin der selvadoradischen Kultur und hat sogar den Namen der Figur vergessen, die sie mit Nouki im Tempel gefunden haben. Aber sollte die Figur bereits hier sein, wird der bestimmt in der Beschreibung stehen. "Wollen wir mal in die obere Etage uns die Schätze dort anschauen?", fragt Ellie.
Die Freundin nickt. "Klaro." Sie folgt den beiden Mädchen.
Die Vitrinen in der oberen Etage sind voll mit Artefakten der Kultur. Viele davon sind Ellie unbekannt und sie hat nicht einmal in dem Tempel ähnliche Gegenstände gesehen. Es gibt goldene Masken und Vasen, sogar Entermesser. Ellie erinnert sich an den Schatz: Die Figur in Form eines Frosches. Doch bisher entdeckt sie diesen noch nicht. Vielleicht sind sie ja auch noch nicht daran vorbei gelaufen. Im Moment stehen die Mädchen vor einer Vitrine mit goldenen Tellern. "Die sehen aber auch wertvoll aus!", erzählt Ellie gerade.
Vero sieht sich die Dinge an. "Ich will nicht wissen was die Dinge an Geld bringen würden, wenn man die verkauft."
"Bestimmt eine Menge!", mischt sich Bea ein, "War eure Figur schon dabei?" Ellie verneint. "Nein. Die sah aus wie ein Frosch und..." Sie hält inne. "Sie sah aus wie diese da!" Sie zeigt auf eine Vitrine. Tatsächlich sind dort mehrere Froschfiguren zu sehen und die Mädchen laufen hin. Ellie liest vor: "Wassergott Yuval... Im alten Glauben heißt es, dieser Gott könnte in die Gestalt eines Frosches schlüpfen um das Wasser fließen zu lassen und die Natur fruchtbar zu machen." Sie erinnert sich. "Ja, das ist unsere Figur!" Sie zeigt auf eine der Figuren in der Vitrine. Dort steht auch drunter: Gestiftet von Ellie Hawk und Anouk Jaspers.
Vero kommt hinzu und grinst. "Wie cool. Damit seid ihr nun berühmt."
Ellie ist tatsächlich stolz. "Freunde kriegen unsere Autogramme aber auch für umsonst. Der Rest muss zahlen." Sie lacht dabei.
"Das will ich auch schwer hoffen!", protestiert Vero spielerisch. Sie schaut sich weiter um. "Ich frag mich was nur Erzählungen sind und was real. ... Ich mein wenn es Vampire, Werwölfe und Meerjungfrauen gibt ..."
"Du meinst, dass es diesen Wassergott auch in real gibt?", hakt Ellie nach, "Wer weiß das schon. Es gibt ja so einiges, was ich früher für unglaubwürdig gehalten habe." Bea lächelt. "Also, auch in meinem Glauben gibt es ja Göttergeschichten. Aber nichts froschiges." Ellie nickt. "Es gibt so viele verschiedene Götter in unterschiedlichen Religionen. Wenn die alle real sind, ist das ziemlich voll auf der Welt."
"Allerdings", stimmt Vero zu.
Auch wenn Fotos eigentlich nicht erlaubt sind im Museum macht Ellie trotzdem heimlich ein Bild der Figur. Sie schickt dieses an Nouki: Dabei tippt sie ein: "Schau mal, wir sind berühmt!" Auch das Hinweisschild ist gut zu erkennen.
Dann gehen die drei weiter und schauen sich weitere Artefakte an.
"Scheinbar war den Ureinwohnern auch einfache Hasen heilig ... so oft wie man das hier sieht." Da fällt ihr was ein. "Wart ihr schon mal in einem Zoo?"
"Sicher. Aber nun schon lange nicht mehr." Der letzte Zoobesuch von Ellie ist schon eine Weile her. "Hättet ihr Lust mal einen zu besuchen?", fragt Vero die Mitschülerinnen. "Können wir gerne mal machen.", sagt Ellie. Bea nickt. "Warum nicht." Irgendwann ergibt sich bestimmt mal ein Termin, denn für heute wäre es nach dem Bowlen und dem Museum zu spät dazu. Wieder nickt Vero. "Klar. So wie es sich ergibt."
"Dann können wir Nouki und Tani ja auch fragen.", schlägt Bea vor. Ellie grinst. "Au ja. Dann macht das erst Recht Spaß!"
Die Mädchen schauen sich noch um und sprechen über dies und das. Es wird später Nachmittag und sie beschließen nochmal zu Vero zu fahren. Dort lernen Ellie und Bea die beiden Farbratten von Vero noch besser kennen. Justin lässt sich sogar von den Gästen streicheln und auf die Hand nehmen. Papa Hans serviert dem Besuch auf Wunsch belegte Pizza als Gaumenschmaus. Am Abend bietet er an Bea und Ellie heim zu fahren. Ein schöner Tag endet mit einem Lächeln auf den Lippen der Protagonisten.
(In Zusammenarbeit mit @KFutagoh89 )
Charaktere: Ellie, Bea, Vero
Titel: Drei Teenagerinnen
Heute ist Wochenende und Vero freut sich mega. Nicht nur wegen den freien Tagen, nein, an diesem herbstlichen Tag trifft sich das Mädchen mit ihren Freundinnen. Diese wollen Vero daheim abholen und so indirekt Nicodemus und Justin, die beiden Farbratten, das erste Mal kennenlernen.
Bea freut sich. Der Abend mit Lucía war wirklich schön, und nun kann sie sich schon wieder mit jemandem treffen. Diesmal hat Vero sie angerufen und eingeladen. Auch Ellie ist dabei, wie Bea gehört hat. Sie klingelt. Gerade in diesem Moment kommt auch Ellie in Sicht und Bea winkt ihr fröhlich zu.
Hans öffnet die Tür und lächelt. "Hallo. Ihr seid sicher wegen Vero hier. Kommt nur herein." Mit dieser Begrüßung lässt der Vater die Mitschülerinnen seiner Tochter in die Wohnung. "Vero! Deine Freunde sind da!", ruft er laut. Dann wendet er sich wieder an die Mädchen. "Wollt ihr was trinken oder wollt einen Snack?", fragt er freundlich.
Bea grinst. Sie erinnert sich, als sie bei Viola zu Besuch waren, die ihnen erst dann etwas angeboten hat, nachdem Bea extra gefragt hat. Hans ist gastfreundlicher als die Vampirin. "Ich nehme Cola, wenn Sie das hier haben.", sagt Bea. Ellie lächelt ebenfalls und wünscht sich Orangensaft. "Vielleicht nehme ich später einen Snack.", sagt sie, "aber im Moment habe ich noch keinen Hunger."
Nickend geht der Erwachsene in die Küche. In dem Moment kommt auch Vero aus ihrem Zimmer und hat auf der Schulter eine der Farbratten sitzen. "Hi, schön, dass ihr da seid. Freu mich", grinst sie die anderen Mädchen glücklich an.
Bea und Ellie umarmen nun Vero. "Ich bin echt schon gespannt auf deine Ratten.", grinst Bea und auch Ellie meldet sich zu Wort: "Ich auch! Vor allem, da du dann ja doch zwei auswählen durftest!"
Nickend lächelt Vero zurück. "Ja, die sind sehr sozial. Daher wäre Einzelhaft blöd für die." Sie holt einen Cracker und reicht diesen an den Nager auf der Schulter. Dieser knabbert sofort daran. "Das ist Justin, der jüngere von den zwei. Nicodemus schläft viel und liegt wohl in seiner Schlafbox im Käfig." Dieser steht im Flur und kann somit nicht übersehen werden. Hans kehrt mit den Getränken zurück. "Hier für euch. Und? Was habt ihr schönes geplant? Bleibt ihr hier? Geht ihr weg?" Die Papa-Fragerei geht wieder los. "Wir wollen weggehen", antwortet seine Tochter.
"Hallo Justin!", grüßt Bea lächelnd die Ratte. "Die sind aber auch süß!", erwidert Ellie, die mit ihrem Handy auch direkt einige Fotos der beiden Tiere macht. "Und soviel kleiner als Toby." Dann dreht sich Ellie zu Veros Vater: "Ja, wir wollen noch los. Zum Bowlen!"
Hans nickt. "Okay. Soll ich euch fahren oder kommt ihr alleine dort hin?" "Wir nehmen die Bahn, passt schon Papa", antwortet Vero ihm. Sie setzt Justin in den Käfig und legt noch einen Keks hinein. "Ihr bleibt artig ja?", spricht sie kurz mit den Nagern, ehe sie sich Ellie und Bea zuwendet. "Wollen wir dann?" Ermahnend fügt Hans hinzu: "Schon aber dein Handgelenk, ja?" "Ja, Papa", erwidert die Tochter. Sie weiß, dass er es nicht böse meint.
Wieder an Veros Verletzung erinnert seufzt Ellie: "Ich wünschte, es wäre nie so weit gekommen mit Viola.", sagt sie. Bea nickt. "Vielleicht hat sie ein schlechtes Gewissen und versucht deshalb in letzter Zeit, sich zurückzuhalten. Aber das macht die Sache nicht ungeschehen." Sie sieht zu Ellie: "Weißt du eigentlich, dass Vero und ich sogar mit Viola ein Referat erarbeitet haben? Nouki war auch dabei." Das hatte Ellie noch nicht gewusst. "Wirklich? Hat es denn funktioniert?"
"Mehr oder weniger", sagt Vero neutral schulterzuckend. "Wir waren sogar in ihrem Zuhause. Ihre Mutter ist mega nett. Daran könnte sich Viola mal ein Beispiel nehmen."
"Ich habe ihre Mutter bisher nur gesehen, z.B. bei dem Schulball oder bei der Einweihung. Aber außer dass sie eine begnadete Musikerin ist, weiß ich nicht viel über sie.", sagt Ellie, "aber selbst da wirkte sie wirklich nett." - "Ist sie auch!", bestätigt Bea. "Aber wir sollten das Thema Viola mal fallen lassen und uns lieber auf das Bowling konzentrieren." Sie dreht sich zu Hans. "Vielen Dank für die Getränke." Bea und Ellie verabschieden sich nun von Veros Vater.
"Euch viel Spaß", ruft der Mann ihnen nach. Vero hat er für heute ein extra Taschengeld zugesteckt, so dass sie ihre Freundinnen einladen kann, wenn sie dies vor hat.
Ort: Oasis Spring, Bowling
Sie erreichen über die Öffis schließlich das Bowling-Center. "Hach, es ist schön wieder hier zu sein", freut sich die Blondine sichtlich.
"Ich war noch nie hier.", gibt Bea zu. "Ich schon. Auch mit Vero. Ist aber schon länger her und war noch vor der Verletzung.", sagt Ellie, worauf Bea grinst. "Na dann habt ihr beiden das Bowlen hoffentlich nicht verlernt in der Zeit."
"Und ich betone: die Pommes hier sind mega lecker!", fügt Vero hinzu. Gemeinsam betreten sie das Gebäude, nehmen sich Schuhe, eine Bahn und betreten die Halle. "Wer möchte anfangen?", fragt sie Ellie und Bea.
"Ich mach als letztes.", sagt Bea, "Ich habe früher mal Bowling gespielt, aber das ist ewig her. So kann ich euch zumindest vorher sehen." Ellie ist damit einverstanden. "Ich fang dann an und Vero macht den mittleren Teilnehmer."
Damit ist die Freundin einverstanden. "Also Ellie ... GO GO!", feuert Vero sie an. Bea und sie setzen sich dabei auf die Sitzmöglichkeit in der Nähe der Bahn.
Ellie geht vor zur Bowlingbahn und schnappt sich eine Kugel. Sie ist schon etwas aus der Übung. Seit sie mit Vero hier war, ist sie ebenfalls nicht mehr bowlen gewesen. Und so ist ihr erster Versuch nur wenig erfolgreich. Sie trifft nur zwei Kegel. Aber immerhin hat sie etwas getroffen.
"Wuhu!", ruft Vero als Anfeuerung. "Das war doch schon mal ein toller Start!" Nun versucht sie ihr Glück. Sie nimmt den gesunden Arm und geht mit einer Kugel an die Bahn. "Waren die schon immer so schwer?", fragt sie verwundert. Dann wirft sie unbeholfen, so dass die Kugel am Rand hinausrollt, ohne einen Kegel zu treffen. "Ohje", sagt sie und lächelt dann verlegen. "Bin wohl völlig aus der Übung."
Bea sieht zu Vero. "Immerhin kannst du wieder bowlen gehen. Als du noch im Krankenhaus liegen musstest wegen der Hand war das nicht möglich." Sie versucht nun ihr Glück. Sie verfehlt die Kegel aber ebenfalls. "Und ich habe nicht mal eine Verletzung und treffe trotzdem nicht besser.", sagt sie, lächelt dabei aber.
Lachend legt Vero einen Arm um Beas Schultern. "Dann üben wir das jetzt." Sie dreht ihren Kopf zu Ellie. "Oder was meinst du?"
Ellie muss mitlachen. "Klar! Und am Ende sind wir drei so gut, da werfen wir einen Strike nach dem nächsten!" Bea grinst. "Na dann zeig uns mal deinen Strike!" - "Kein Problem!" Ellie läuft vor, wirft... und diesmal verfehlt sie ebenfalls. Jetzt muss sie erst recht laut lachen. "Naja fast!", grinst Ellie.
Das Lachen der Mädchen hallt durch die Halle. Vero genießt dies so sehr. "Okay. Dann bin ich wieder dran." Sie nimmt die nächste Kugel und wirft. Diesmal kann sie 3 Kegel umwerfen. "Yes", feiert sie sich. "Apropos ... habt ihr Bock auf Pommes mit Cola?"
"Sehr gerne!", sagt Bea, "nach meinem Strike!" Zu ihrer eigenen Überraschung trifft Bea diesmal auch... zwar keinen Strike, aber immerhin vier Kegel. Besser, als sie erwartet hätte..
"Kommst du kurz mit Bea?", fragt Vero. Sie braucht beim Tragen noch Hilfe. Mit der Meerjungfrau holt sie vier Portionen Pommes, davon eine mit extra Salz und drei eisgekühlte Cola- Gläser. "Lasst es euch schmecken, geht auf mich", eröffnet Vero die Pommespause.
Die Mädchen setzen sich. "Ihr habt Recht!", sagt Bea, nachdem sie probiert hat, "Die Pommes hier sind wirklich super lecker!" Sie grinst. Vero verdient es, eine schöne Zeit zu erleben nach ihrer schmerzhaften Verletzung. Die Meerfrau freut sich darüber, dass die drei im Moment hier soviel Spaß haben können.
Kauend sagt Vero: "Jetzt sind wir ja unter uns ... Mädels ... was findet ihr an unserer Schule bisher am Coolsten und was Ödet euch so richtig an?"
Keine so leichte Frage. "Ich mag die Lehrer. Frau Evens ist super nett und ich mag den Dramaclub.", fängt Bea an, "und dass wir eine Halloweenparty organisieren dürfen finde ich ebenfalls super. Und das Gebäude gefällt mir auch. Nur manche Schulfächer wie z.B. Mathe sind etwas langweilig." Ellie hört zu und nickt. "Ich mag den Kunstunterricht. Aber Drama klingt ebenfalls interessant.", sagt sie, dann sieht sie zu Vero: "Was magst du denn am liebsten?"
Überlegend, dabei einen Schluck Cola trinkend, antwortet die Gefragte: "Also Cool finde ich die Schule generell. Man fühlt sich wohl. Vielleicht liegt es auch an Frau Fernández. Bei Frau Watanabe war es anders. Irgendwie nicht so herzlich. Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll. ... Was mich ankotzt ist dieser Blaze ... den hätte kein Sim mehr gebraucht ... Der regt mich mehr auf als Leyla oder Viola."
"Ich mag ihn auch nicht unbedingt.", stimmt Ellie zu, "bin schon froh, dass ich nur wenig mit ihm zu tun habe." Bea enthält sich. "Keine Ahnung.", sagt sie nur, "ich kenne ihn nicht gut genug und mir persönlich hat er bisher nie etwas getan." Trotzdem wird Vero schon ihre Gründe haben, ihn nicht zu mögen. "Er war dabei, als das mit Veros Handgelenk passiert ist.", klärt Ellie auf, "und hat sie sogar in die Falle gelockt. Selbst wenn es im Affekt geschehen ist und nie so geplant war, zeigt er bis heute kein schlechtes Gewissen. Viola bemüht sich ja wenigstens, wie mir scheint." Das klingt tatsächlich nicht nett. "Oh man, dann ist das verständlich, warum du ihn nicht magst.", sagt Bea zu Vero.
Nickend stimmt die Zuhörerin der Mitschülerin zu. "Jepp." Dann hält sie kurz inne und muss schmunzeln. "Was ich ganz witzig gerade finde ... mir kam gerade der Gedanke ... wir haben noch nie über Jungs geredet. ... Ihr wisst schon ... so wie es diese Fashion Tussis häufig in der Mensa machen."
Bea grinst. "Gibt es denn einen Jungen, an dem ihr Interesse hättet?" Ellie denkt an Sven. Doch das ist nun lange vorbei. Sie zuckt nur die Schultern und blickt zu Vero.
Diese schüttelt den Kopf. "Ich fand mal Chip ganz cool ... aber da er mit Denize zusammen ist und auch gern mit Blaze abhängt, ... habe ich ihn abgeschrieben." Das sie Shane mag, spricht sich nicht an. Ihr Tomboy Image möchte Vero eigentlich gern aufrecht erhalten. Und passen da Anschmachtungs-Orgien, wie sie Mädchen-Mädchen tun in dieses Bild? Wohl kaum.
"Ich habe auch noch nicht den Richtigen gefunden.", sagt Bea, "ich fand Keito damals eigentlich ganz süß, aber da ist auch nie was draus geworden." Ellie lächelt. "Keito? Ich hatte nie etwas gegen ihn, aber ein romantisches Interesse hatte ich bei ihm auch nicht entwickelt. Er ist nicht ganz mein Typ." Damit hat Bea kein Problem. "Ich mochte seinen Style.", sagt sie, "aber es ist nie was ernstes gewesen. Nur eine jugendliche Schwärmerei."
"Jugendliche Schwärmerei ... Is klar, alte Frau", scherzt Vero kumpelhaft mit heruntergezogenen Augenlid. "Keito und Yuna hingen doch wie Kletten aneinander ... ist vielleicht besser so, dass nichts draus geworden ist, Bea." Dann Vero ein. "Ich frag mich, ob zwischen Leon und Nouki was läuft ... die hängen auch ständig miteinander ab. ... Früher hätte ich auch bei Buzz und Lashawn drauf gewettet, dass die mehr als nur Freunde sind ... aber da geht so ein Gerücht auf den Fluren rum ..." Bedächtigt trinkt Vero wieder einen Schluck Cola.
"Wer weiß das schon. Aber ich glaube, Buzz und Lashawn sind nur gute Freunde, auch wenn ich das nicht mit Sicherheit sagen kann.", sagt Bea lächelnd. "Bei Leon und Nouki kann es aber durchaus sein, dass da mehr läuft. Aber schwer zu sagen." Ellie nickt. "Wer weiß. Ich weiß nur über mein eigenes Liebesleben Bescheid: Das mit Sven ist auch schon wieder vorbei. Im Moment habe ich niemanden, in den ich verliebt wäre."
"Das ist schade, das mit Sven", bekundet Vero ihr Mitgefühl. "Ach, alles gut." Ellie zitiert Bea: "Es war nur eine jugendliche Schwärmerei." Wieder muss Vero schmunzeln. Die beiden Mädchen reden so, als wären sie alte Frauen ... Scheinbar sind sie doch reifer als sie selbst.
Bea wechselt das Thema. "Aber du schienst Lilly Nebeljäger schon vor unserem Besuch bei Viola zu kennen, Vero.", sagt sie neugierig. "Wie kam es denn dazu?"
"Sie hat mich einmal besucht. Da war auch ein Typ dabei. Sie wollten wissen, was ich damals bei der Mutprobe gesehen habe. Das können Vampire scheinbar durch einen Biss im Blut lesen, sehen, whatever", antwortet Vero ausführlich.
Von der Mutprobe in der Villa hat Bea schon gehört, und so fragt sie in diesem Punkt nicht nach. Vom Rest versteht sie allerdings nur Bahnhof. "Vampire können was? Und was hast du denn gesehen? Wenn du darüber reden möchtest..."
Vero hebt kurz die Hand, um zu signalisieren, dass sie sich erst kurz mit Pommes stärkt. Als sie fertig gekaut hat, fängt sie an zu erzählen: "Bei der Mutprobe, so viel mir gesagt wurde, bin ich einem Werwolf begegnet. Ich hätte von dem gefressen werden können, wurde es aber nicht. So viel ich Frau Nebeljäger verstanden habe, war es anderes Wesen und sie wollt wissen was es war. Da hat sie mir auch erklärt, dass sie die Situation, wo ich gewesen bin, also mit dem Werwolf, über mein Blut sehen könnte. Aber das nur mit Erlaubnis scheinbar ginge. Keine Ahnung. Jedenfalls habe ich dem zugestimmt und sie biss mich. Dann sind sie danach gegangen. ... Ich hab halt nur Angst, dass dieser Werwolf nochmal kommen könnte und dann mich doch frisst ... Wahrscheinlich zur Freude von Viola ..."
Bea ist sich nicht so sicher, dass Viola sich wirklich darüber freuen würde. Vielleicht wäre es ihr egal. Aber Freude würde sie wohl nicht empfinden. Aber sie kann auch nicht zu 100% wissen, wie die Vampirin reagieren würde. Also spricht sie das Thema nicht an und sagt stattdessen nur: "Verdammt... und ich dachte noch, Lilly meint eine Metapher, als sie vom Werwolf sprach. Also ich für meinen Teil bin froh, dass das Vieh dich nicht erwischt hat." Ellie nickt. "Da sind wir alle froh drüber. Wie auch immer die Vampirin reagieren würde... wir als deine Freunde sind auf jeden Fall auf deiner Seite, Vero."
"Ihr seid so toll!", und dabei knuddelt die Blondine die Freundinnen herzlich.
Die Pommes werden weiter gefuttert. Bea versucht ein leichteres Thema: "Aber sagt mal.. wenn ihr einen Wunsch frei hättet, welches Schulfach würdet ihr gerne aus dem Stundenplan werfen? Und was sollte dann an diese Stelle stattdessen kommen?"
Vero fängt gern an. "Ich würde sofort Informatik rauswerfen und dafür Physik reinnehmen. ... Oder besser Werken, wie damals bei Mr. P. ... Das vermisse ich."
"Ich kann auf Mathe verzichten!", fährt Ellie fort. "Stattdessen lieber Tierpflege-Kunde. Oder speziell für Blaze: Wie man lernt, Verantwortung für seine Taten zu übernehmen und sich zu entschuldigen."
"Der Vorschlag ist gut", ermutigt Vero die Freundin. "Und wie wäre es bei dir Bea?"
Die Meerfrau muss überlegen. "Mathe ist auch nicht so ganz meines. Aber schwer zu sagen, was ich stattdessen lieber hätte. Vielleicht Tanzen oder sowas."
Die Pommes nähern sich langsam ihrem Ende und auch die vierte Portion wurde unter den drei Mädchen mittlerweile aufgeteilt. "Wollen wir nach dem Bowlen vielleicht noch weiter nach Newcrest ins Selvadorada-Museum?", schlägt Bea vor, "Ich möchte unbedingt euren Schatz sehen!" Dabei blickt sie Ellie an. Ellie lächelt. "Von mir aus. Was sagst du dazu, Vero?"
Nickend stimmt die Teenagerin zu. "Hört sich gut an."
Die Mädchen spielen ihre Bowling-Runde noch zu Ende. Am Ende gewinnt Ellie knapp und Vero macht den zweiten Platz. Bea, die am wenigsten Bowling-Erfahrung hat, macht das Schlusslicht. Aber es hat ihr trotzdem Spaß gemacht. Nun befinden sich die Mädels in der Straßenbahn nach Newcrest. "Bowlen hat wirklich Spaß gemacht!", sagt Bea lächelnd, "das sollten wir auch mal wiederholen!"
"Na klar. Spricht ja nix dagegen", antwortet Vero der Sulanierin. "Ich bin auf das Museum gespannt." Bea lächelt. "Ich auch!", sagt sie.
Ort: Newcrest, Selvadorada-Museum
Veros Geld reicht auch für den Museumseintritt und so betreten die Mädchen kurz darauf das Gebäude. "Die Reise nach Selvadorada war wirklich super mit Nouki zusammen!", erzählt Ellie gerade. Aufmerksam hört Vero der Erzählung zu.
Die Mädchen sehen sich um. Auch Ellie war noch nie hier. Im Vorraum des Museums ist ein selvadoradisches Muster in den Boden eingraviert und es sind auch einige Säulen zu sehen, die Ellie an den Tempel erinnern. Hier in der unteren Etage sind aber noch keine wertvollen Artefakte zu sehen, doch die Hinweisschilder zeigen den Weg zur oberen Etage. Dort würden sie dann hoffentlich auch den Schatz finden, den Ellie und Nouki gefunden haben. Erst mal bleiben die Mädchen aber unten. "Solche Säulen gab es im Tempel auch!", erzählt Ellie gerade.
Neugierig sieht sich Vero um. "Wenn ich da an die Indianer Jones Filme denke ... echt krass was du da mit Nouki erlebt hast." Ein paar Erzählungen kennt Vero. Sicherlich nicht alle, aber etwas davon hat sie sich gemerkt. "Frau Fernández würde sicher einen 'ohne Punkt und Komma' Vortrag über die Geschichte von diesen Objekten halten, oder?" Dabei lacht sie.
Ellie grinst. "Ich bin auch froh, dass ich die Reise gewagt habe. Hat mir Selbstvertrauen gegeben!" Sie selbst ist jedoch trotz der Reise keine Expertin der selvadoradischen Kultur und hat sogar den Namen der Figur vergessen, die sie mit Nouki im Tempel gefunden haben. Aber sollte die Figur bereits hier sein, wird der bestimmt in der Beschreibung stehen. "Wollen wir mal in die obere Etage uns die Schätze dort anschauen?", fragt Ellie.
Die Freundin nickt. "Klaro." Sie folgt den beiden Mädchen.
Die Vitrinen in der oberen Etage sind voll mit Artefakten der Kultur. Viele davon sind Ellie unbekannt und sie hat nicht einmal in dem Tempel ähnliche Gegenstände gesehen. Es gibt goldene Masken und Vasen, sogar Entermesser. Ellie erinnert sich an den Schatz: Die Figur in Form eines Frosches. Doch bisher entdeckt sie diesen noch nicht. Vielleicht sind sie ja auch noch nicht daran vorbei gelaufen. Im Moment stehen die Mädchen vor einer Vitrine mit goldenen Tellern. "Die sehen aber auch wertvoll aus!", erzählt Ellie gerade.
Vero sieht sich die Dinge an. "Ich will nicht wissen was die Dinge an Geld bringen würden, wenn man die verkauft."
"Bestimmt eine Menge!", mischt sich Bea ein, "War eure Figur schon dabei?" Ellie verneint. "Nein. Die sah aus wie ein Frosch und..." Sie hält inne. "Sie sah aus wie diese da!" Sie zeigt auf eine Vitrine. Tatsächlich sind dort mehrere Froschfiguren zu sehen und die Mädchen laufen hin. Ellie liest vor: "Wassergott Yuval... Im alten Glauben heißt es, dieser Gott könnte in die Gestalt eines Frosches schlüpfen um das Wasser fließen zu lassen und die Natur fruchtbar zu machen." Sie erinnert sich. "Ja, das ist unsere Figur!" Sie zeigt auf eine der Figuren in der Vitrine. Dort steht auch drunter: Gestiftet von Ellie Hawk und Anouk Jaspers.
Vero kommt hinzu und grinst. "Wie cool. Damit seid ihr nun berühmt."
Ellie ist tatsächlich stolz. "Freunde kriegen unsere Autogramme aber auch für umsonst. Der Rest muss zahlen." Sie lacht dabei.
"Das will ich auch schwer hoffen!", protestiert Vero spielerisch. Sie schaut sich weiter um. "Ich frag mich was nur Erzählungen sind und was real. ... Ich mein wenn es Vampire, Werwölfe und Meerjungfrauen gibt ..."
"Du meinst, dass es diesen Wassergott auch in real gibt?", hakt Ellie nach, "Wer weiß das schon. Es gibt ja so einiges, was ich früher für unglaubwürdig gehalten habe." Bea lächelt. "Also, auch in meinem Glauben gibt es ja Göttergeschichten. Aber nichts froschiges." Ellie nickt. "Es gibt so viele verschiedene Götter in unterschiedlichen Religionen. Wenn die alle real sind, ist das ziemlich voll auf der Welt."
"Allerdings", stimmt Vero zu.
Auch wenn Fotos eigentlich nicht erlaubt sind im Museum macht Ellie trotzdem heimlich ein Bild der Figur. Sie schickt dieses an Nouki: Dabei tippt sie ein: "Schau mal, wir sind berühmt!" Auch das Hinweisschild ist gut zu erkennen.
Dann gehen die drei weiter und schauen sich weitere Artefakte an.
"Scheinbar war den Ureinwohnern auch einfache Hasen heilig ... so oft wie man das hier sieht." Da fällt ihr was ein. "Wart ihr schon mal in einem Zoo?"
"Sicher. Aber nun schon lange nicht mehr." Der letzte Zoobesuch von Ellie ist schon eine Weile her. "Hättet ihr Lust mal einen zu besuchen?", fragt Vero die Mitschülerinnen. "Können wir gerne mal machen.", sagt Ellie. Bea nickt. "Warum nicht." Irgendwann ergibt sich bestimmt mal ein Termin, denn für heute wäre es nach dem Bowlen und dem Museum zu spät dazu. Wieder nickt Vero. "Klar. So wie es sich ergibt."
"Dann können wir Nouki und Tani ja auch fragen.", schlägt Bea vor. Ellie grinst. "Au ja. Dann macht das erst Recht Spaß!"
Die Mädchen schauen sich noch um und sprechen über dies und das. Es wird später Nachmittag und sie beschließen nochmal zu Vero zu fahren. Dort lernen Ellie und Bea die beiden Farbratten von Vero noch besser kennen. Justin lässt sich sogar von den Gästen streicheln und auf die Hand nehmen. Papa Hans serviert dem Besuch auf Wunsch belegte Pizza als Gaumenschmaus. Am Abend bietet er an Bea und Ellie heim zu fahren. Ein schöner Tag endet mit einem Lächeln auf den Lippen der Protagonisten.
(In Zusammenarbeit mit @KFutagoh89 )