Forum Discussion
3 years ago
Ort: ?
Charakter: Jenna
Titel: Erwachen
„Verdammt!“, flucht Jenna laut, „Ich hätte es besser wissen müssen!“ Und das nur, weil sie unbedingt das Abenteuer wollte. Das hat sie jetzt davon!
Sie atmet noch einmal tief durch und versucht sich zu beruhigen. Fast hätte sie sich einreden können, das alles sei nur ein Traum gewesen. Fast. Doch ihr Lieblings-T-Shirt ist zerrissen und die Jeans genauso. Und das ist nicht einmal ihr größtes Problem. Wo ist sie überhaupt? Sie sieht sich um. Und wie ist sie hierher gekommen? … Und wo kommt dieser Geruch her, der ihr schon die ganze Zeit in die Nase weht?
Sie kann sich nur noch dunkel an die letzte Nacht erinnern. Sie erinnert sich vor allem an den Schmerz. Doch was kam danach? Der Blackout.
Jenna fasst auf ihren Arm und... Was zum? Die Wunde ist schon verheilt? Es ist eine Narbe geblieben, aber mehr nicht. Die Regenerationskraft der Werwölfe war wohl nicht nur ein Gerücht. Und ist sie jetzt wirklich einer von ihnen? Jenna kann es noch nicht glauben. So etwas gibt es doch nur in der Mythologie! Es muss eine logische Erklärung für all das geben.
Sie hat keine Drogen genommen, das kann sie also ausschließen. Wahrscheinlich ist sie schlafgewandelt, weil sie so einen bewegten Traum hatte. Für die zerrissene Kleidung gibt es bestimmt auch eine Erklärung.... Sie ist während des Schlafwandelns an den Ästen hängen geblieben und so ist das passiert, klar! Ärgerlich, aber kein Weltuntergang. Und der Blackout ist nichts schlimmes. Man kann sich schließlich nur selten an die eigenen Träume erinnern.
Doch tief in ihrem Inneren weiß Jenna, dass ihre Erklärungen keinen Sinn ergeben. Wenn sie wirklich schlafen war... warum ist sie dann in Straßenkleidung? Warum hatte sie ausgerechnet dann einen Blackout, nachdem sie diese Hütte besuchte? Sind Werwölfe etwa doch real? Das kann doch ebenfalls nicht stimmen! Aber alle Indizien zeigen auf diese Wahrheit. Ihre erhöhten Sinne. Der Geruch, den sie wahrgenommen hat ist nichts anderes als der Beweis für ihre empfindlichere Nase. Der Blackout... die zerrissenen Kleider!
Sie fällt auf die Knie. Das hatte sie doch nicht gewollt! Sie möchte ihre Freunde wiedersehen, ohne Angst haben zu müssen, ihnen wehzutun, wenn sie die Kontrolle verliert. Sie spürt, wie Tränen über ihre Wangen laufen. Sie weiß noch zu wenig... Wie oft verliert so ein Werwolf die Kontrolle? Nur an Vollmonden? Oder passiert es auch so? Sie muss es wissen... muss wissen, ob sie sich komplett fernhalten muss oder zumindest dann ihre Freunde sehen kann, wenn kein Vollmond ansteht. Doch dann fällt ihr etwas ein: Letzte Nacht war kein Vollmond und sie hatte trotzdem die Kontrolle verloren.
Nein... Nein! Das ist umso schlimmer! Hatte sie jemanden verletzt oder gar getötet und weiß gar nichts mehr davon? Sie schaut auf ihre Hände. Die sind schmutzig, fast so als hätte sie im Boden gewühlt oder wäre auf allen Vieren gelaufen. Aber sie kann kein Blut erkennen. Weder fremdes noch ihr eigenes. Ihr Spiegelbild aus dem naheliegenden Bach verrät ihr, dass auch um ihren Mund kein Blut zu sehen ist. Das ist eine Erleichterung.
Die junge Frau wischt sich über ihre Augen. Rumheulen bringt jetzt nichts. Sie muss sich zusammenreißen. Wie ist sie überhaupt in diese Lage geraten?
Sie erinnert sich an die Gerüchte. Wie sehr hatte sie sich doch darüber lustig gemacht. Es gäbe keine Werwölfe oder Hexen oder sowas, hatte sie gesagt. Das ist doch nur Schwachsinn, hatte sie gesagt. Irgendwelche bescheuerten Behauptungen, die in die Welt gesetzt werden, um leichtgläubigen Idioten Amulette und Glücksbringer verkaufen zu können.
Dennis hat trotzdem darauf bestanden, dass es Monster gibt und dass eines davon in dieser Hütte lebt. Er hätte es mit eigenen Augen gesehen! Und er hatte es ernst gemeint, das war Jenna klar gewesen.
Und um zu beweisen, dass das nur eine Einbildung war, hat sie ihm vorgeschlagen, gemeinsam mit ihm in der Nacht dorthin zu gehen, um nachzusehen. Er hat sich nicht getraut und abgelehnt. Und sie... sie kam auf die bescheuerte Idee, dann alleine zu gehen, um mit ihrem Handy ein Beweisvideo aufzunehmen. Ein Video, das dem paranoiden Idioten helfen sollte, seine Angst zu bekämpfen... nur dass sich herausstellte, dass nicht Dennis der Idiot war... sondern sie!
Das Video! Mit einem Mal fällt es Jenna wieder ein. Das müsste auch ihr zeigen können, ob das, was sie vor ihrem Blackout gesehen hat, wirklich wahr gewesen ist! Sie klopft ihre Hose ab und muss feststellen, dass das Handy nicht da ist. Wahrscheinlich hat sie es fallen gelassen, bevor sie ziellos durch die Gegend geirrt ist. Wahrscheinlich liegt es noch immer in der Nähe der Hütte! Sollte sie dorthin zurück gehen und suchen? Bestimmt ist sie nicht so weit geirrt, dass sie die nicht mehr wiederfinden würde. Aber ist das klug? Dort ist sie angegriffen worden...
Sie wurde verwandelt, wenn sie die Indizien richtig deutet. Aber sie wurde nicht getötet, warum auch immer. Der Angreifer war also offenbar nicht an ihrem Tod interessiert und den Fluch hat sie nun schon abbekommen. Und sie braucht Hilfe.. sie muss wissen, ob man den Fluch auch wieder rückgängig machen kann... oder ob sie wenigstens lernen kann, mehr Kontrolle zu finden. Sie braucht Leute, die sich mit dem Okkulten auskennen und mehr wissen als sie selber. Und dazu ist ein Video, das den Angreifer zeigt, sicher hilfreich.
Jenna beschließt, ihr Glück zu versuchen, das Handy wiederzufinden. Und es gibt noch einen Vorteil, zur Hütte zurückzufinden. Von dort aus weiß sie, wie sie wieder in die Zivilisation kommt. Über alles weitere kann sie sich später noch Gedanken machen.
Froh darüber, zumindest ein temporäres Ziel zu haben, auf das sie sich konzentrieren kann, beginnt Jenna mit ihrer Suche.
Charakter: Jenna
Titel: Erwachen
„Verdammt!“, flucht Jenna laut, „Ich hätte es besser wissen müssen!“ Und das nur, weil sie unbedingt das Abenteuer wollte. Das hat sie jetzt davon!
Sie atmet noch einmal tief durch und versucht sich zu beruhigen. Fast hätte sie sich einreden können, das alles sei nur ein Traum gewesen. Fast. Doch ihr Lieblings-T-Shirt ist zerrissen und die Jeans genauso. Und das ist nicht einmal ihr größtes Problem. Wo ist sie überhaupt? Sie sieht sich um. Und wie ist sie hierher gekommen? … Und wo kommt dieser Geruch her, der ihr schon die ganze Zeit in die Nase weht?
Sie kann sich nur noch dunkel an die letzte Nacht erinnern. Sie erinnert sich vor allem an den Schmerz. Doch was kam danach? Der Blackout.
Jenna fasst auf ihren Arm und... Was zum? Die Wunde ist schon verheilt? Es ist eine Narbe geblieben, aber mehr nicht. Die Regenerationskraft der Werwölfe war wohl nicht nur ein Gerücht. Und ist sie jetzt wirklich einer von ihnen? Jenna kann es noch nicht glauben. So etwas gibt es doch nur in der Mythologie! Es muss eine logische Erklärung für all das geben.
Sie hat keine Drogen genommen, das kann sie also ausschließen. Wahrscheinlich ist sie schlafgewandelt, weil sie so einen bewegten Traum hatte. Für die zerrissene Kleidung gibt es bestimmt auch eine Erklärung.... Sie ist während des Schlafwandelns an den Ästen hängen geblieben und so ist das passiert, klar! Ärgerlich, aber kein Weltuntergang. Und der Blackout ist nichts schlimmes. Man kann sich schließlich nur selten an die eigenen Träume erinnern.
Doch tief in ihrem Inneren weiß Jenna, dass ihre Erklärungen keinen Sinn ergeben. Wenn sie wirklich schlafen war... warum ist sie dann in Straßenkleidung? Warum hatte sie ausgerechnet dann einen Blackout, nachdem sie diese Hütte besuchte? Sind Werwölfe etwa doch real? Das kann doch ebenfalls nicht stimmen! Aber alle Indizien zeigen auf diese Wahrheit. Ihre erhöhten Sinne. Der Geruch, den sie wahrgenommen hat ist nichts anderes als der Beweis für ihre empfindlichere Nase. Der Blackout... die zerrissenen Kleider!
Sie fällt auf die Knie. Das hatte sie doch nicht gewollt! Sie möchte ihre Freunde wiedersehen, ohne Angst haben zu müssen, ihnen wehzutun, wenn sie die Kontrolle verliert. Sie spürt, wie Tränen über ihre Wangen laufen. Sie weiß noch zu wenig... Wie oft verliert so ein Werwolf die Kontrolle? Nur an Vollmonden? Oder passiert es auch so? Sie muss es wissen... muss wissen, ob sie sich komplett fernhalten muss oder zumindest dann ihre Freunde sehen kann, wenn kein Vollmond ansteht. Doch dann fällt ihr etwas ein: Letzte Nacht war kein Vollmond und sie hatte trotzdem die Kontrolle verloren.
Nein... Nein! Das ist umso schlimmer! Hatte sie jemanden verletzt oder gar getötet und weiß gar nichts mehr davon? Sie schaut auf ihre Hände. Die sind schmutzig, fast so als hätte sie im Boden gewühlt oder wäre auf allen Vieren gelaufen. Aber sie kann kein Blut erkennen. Weder fremdes noch ihr eigenes. Ihr Spiegelbild aus dem naheliegenden Bach verrät ihr, dass auch um ihren Mund kein Blut zu sehen ist. Das ist eine Erleichterung.
Die junge Frau wischt sich über ihre Augen. Rumheulen bringt jetzt nichts. Sie muss sich zusammenreißen. Wie ist sie überhaupt in diese Lage geraten?
Sie erinnert sich an die Gerüchte. Wie sehr hatte sie sich doch darüber lustig gemacht. Es gäbe keine Werwölfe oder Hexen oder sowas, hatte sie gesagt. Das ist doch nur Schwachsinn, hatte sie gesagt. Irgendwelche bescheuerten Behauptungen, die in die Welt gesetzt werden, um leichtgläubigen Idioten Amulette und Glücksbringer verkaufen zu können.
Dennis hat trotzdem darauf bestanden, dass es Monster gibt und dass eines davon in dieser Hütte lebt. Er hätte es mit eigenen Augen gesehen! Und er hatte es ernst gemeint, das war Jenna klar gewesen.
Und um zu beweisen, dass das nur eine Einbildung war, hat sie ihm vorgeschlagen, gemeinsam mit ihm in der Nacht dorthin zu gehen, um nachzusehen. Er hat sich nicht getraut und abgelehnt. Und sie... sie kam auf die bescheuerte Idee, dann alleine zu gehen, um mit ihrem Handy ein Beweisvideo aufzunehmen. Ein Video, das dem paranoiden Idioten helfen sollte, seine Angst zu bekämpfen... nur dass sich herausstellte, dass nicht Dennis der Idiot war... sondern sie!
Das Video! Mit einem Mal fällt es Jenna wieder ein. Das müsste auch ihr zeigen können, ob das, was sie vor ihrem Blackout gesehen hat, wirklich wahr gewesen ist! Sie klopft ihre Hose ab und muss feststellen, dass das Handy nicht da ist. Wahrscheinlich hat sie es fallen gelassen, bevor sie ziellos durch die Gegend geirrt ist. Wahrscheinlich liegt es noch immer in der Nähe der Hütte! Sollte sie dorthin zurück gehen und suchen? Bestimmt ist sie nicht so weit geirrt, dass sie die nicht mehr wiederfinden würde. Aber ist das klug? Dort ist sie angegriffen worden...
Sie wurde verwandelt, wenn sie die Indizien richtig deutet. Aber sie wurde nicht getötet, warum auch immer. Der Angreifer war also offenbar nicht an ihrem Tod interessiert und den Fluch hat sie nun schon abbekommen. Und sie braucht Hilfe.. sie muss wissen, ob man den Fluch auch wieder rückgängig machen kann... oder ob sie wenigstens lernen kann, mehr Kontrolle zu finden. Sie braucht Leute, die sich mit dem Okkulten auskennen und mehr wissen als sie selber. Und dazu ist ein Video, das den Angreifer zeigt, sicher hilfreich.
Jenna beschließt, ihr Glück zu versuchen, das Handy wiederzufinden. Und es gibt noch einen Vorteil, zur Hütte zurückzufinden. Von dort aus weiß sie, wie sie wieder in die Zivilisation kommt. Über alles weitere kann sie sich später noch Gedanken machen.
Froh darüber, zumindest ein temporäres Ziel zu haben, auf das sie sich konzentrieren kann, beginnt Jenna mit ihrer Suche.