Forum Discussion
3 years ago
Ort: Sulani
Charakter: Blaze / Melissa / Viola / Denize /Chip
Geschichtsstrang: Suche nach dem Kristall - Teil 3
Blaze läuft mit Denize an der Hand auf das heller werdende Loch am ende des Höhlenganges zu. Die Verfolger nehmen ihre Sache ernst. Es ist ihnen wichtiger die Eindringlinge hier heraus zu bekommen, statt selbst auf den Naturschutz zu achten. Vielleicht gehören sie aber auch der Organisation an und fühlen sich berufen. So als selbsternannte Schutzgebietpolizei. Kurz vor der Öffnung die sie zum Höhlensee bringt, stolpert Denize und stoppt damit Blaze an dem sie dran hängt. Er zieht sie auf die Beine und der Anblick hinter ihr - dieses dunkle Loch - gepaart mit der Angst erwischt zu werde, mischt sich zu einem unangenehmen Dejavu. Er kann dieses Naturwunder, mit dem klaren Wasser und dem plätschernden Nass gar nicht bewundern. Er sieht nur Viola, und dann Chip und Mel. Er ruft, „Wir müssen hier weg!“ Melissa blickt zu Viola. Ohne etwas zu sagen, geht sie in die Richtung aus der Blaze und Denize gekommen sind. „Nicht da lang!“ Blaze ist bei Chip angekommen und lässt Denize los die sich in dessen Arme stürzt. Er blickt zurück. Was macht die Vampirin da? An Chip gewandt, fragt er schwer atmend, „Gibts hier noch mehr Wege? Oder ein Versteck?“ Doch das scheint nicht nötig. Lichtkegel von Taschanlampen blitzen im Tunnel auf. Gerade als Melissa ihn erreicht kommen auch die beiden Sulaner ins Blickfeld.
Sichtlich verwirrt halten sie an. Mel hat zu Viola gesehen weil sie allein wohl nicht mit den Verfolgern fertig wird, aber… Bevor der eine Mann etwas sagen kann, tritt sie ihnen in den Weg. Einen starrt sie an und der starrt verblüfft zurück. „In dieser Höhle ist niemand. Nur ihr beide. Das ist verboten! Besser ihr geht und meldet euer Fehlverhalten.“ sagt sie eindringlich. Der andere neben dem Angesprochenen ist noch irritierter. „Ihr kommt jetzt alle mit!“
Mel lässt sich nicht ablenken. „Dein Freund ist verrückt, und redet dummes Zeug.“ der Mann der grade von Mels Manipulationsversuch eingenommen wird, wirkt auf einmal ganz lethargisch und nickt.
„Wiederhol das.“ sagt Mel und gleich wird der Freund, der nicht von ihr eingenommen wird, verstehen was passiert und sie wegschubsen. „Hier ist Niemand ausser wir zwei. Das ist verboten. Wir werden das melden.“ - „Was wird das?!“ ruft der andere, während Mel sich auf den Kleineren konzentriert, „Und was noch?“ fragt sie ihn, „Hamada ist verrückt. Er redet Blödsinn.“ monoton gibt er wieder was ihm befohlen wurde zu glauben.
Jetzt holt der ander aus um Mel daran zu hindern noch mehr seltsames Zeug mit dessen Freund anzustellen, kurz bevor er sie trifft, faucht sie ihn mit spitzen Zähnen an. Die Hand holt weiter aus und…
Viola wirft sich in Fledermausgestalt und fliegt auf den zweiten Typen los. Sie umfasst sein Handgelenk und hindert ihm am Zuschlagen. Mel hat eine seltsame Methode, Leute einzuschüchtern, aber Viola springt drauf an. "Dein Kumpel hat Recht, wenn er dir erzählt, dass du nur Blödsinn von dir gibst. Hier ist niemand außer Fledermäusen." Sie will ihn beißen, damit er Ruhe gibt und vermutet, dass Mel dasselbe im Sinn hat... bis ihr Blick auf den des anderen Typen fällt... den, um den Mel sich gekümmert hat. Der wirkt total weggetreten... fast so, als hätte diese das nicht nur als Drohung gemeint sondern ihn tatsächlich hypnotisiert... Was zum...
Einen Moment steht Viola verwirrt da, das Handgelenk immer noch umfasst. Doch bevor es dem Typen wie Vero ergeht, besinnt sie sich wieder. Besser, sie beißt jetzt doch nicht zu. Wenn Mels Opfer wirklich glauben soll, sein Kumpel rede nur Blödsinn, dann ist es vielleicht nicht so klug, Bissspuren zu hinterlassen, die das Gegenteil beweisen. Typ 2 sieht ohnehin nicht so aus, als hätte er jetzt noch den Umweltschutz im Kopf. Die Fledermaus, die sich vor seinen Augen verwandelt hat und das, was mit seinem Freund passiert sind, reichen ihm offenbar. Viola kann Panik erkennen. Und als sie ihren Griff lockert, haut der Kerl ab und zieht seinen Freund mit sich. Der würde sie nicht mehr behelligen. "Besser, wir hauen hier auch ab, bevor er doch noch Verstärkung holt.", meint Viola nur. Sie spürt den Kristall in ihrer Hosentasche. Die Ankunft der Männer hatte die Übergabe an Mel unterbrochen, so dass Viola ihn dort erst mal platziert hat. Sie starrt Mel an. Ist es überhaupt klug, ihn ihr zu geben, wenn sie solche Fähigkeiten hat? Hat sie vielleicht auch alle hier manipuliert und ihre ganz eigenen Pläne? Erzählt sie überhaupt die Wahrheit oder braucht sie Taldrens Kristalle für ihre eigenen Ziele?
Viola hat keine Ahnung, ob sie als Vampirin vielleicht immun ist oder nicht und will es auch nicht austesten. Ihr Blick schweift auf Blaze... Der Vulkan fällt ihr wieder ein, und Mels seltsame Dankesworte an Blaze, nachdem dieser dort hochgeklettert ist. Da hatte Viola den Worten noch keine große Bedeutung beigemessen, aber jetzt sieht die Sache anders aus. Sie hatte sich ja ohnehin schon gewundert, warum Blaze so reagiert hat. Doch Viola hat ihren Freund nur von hinten gesehen und keine Ahnung, ob sein Blick ebenfalls so weggetreten war wie der des hypnotisierten Typen. Sie hält den Kristall in ihrer Hosentasche fest umfasst. "Hast du auch Blaze so manipuliert?", fragt sie mit festem Blick.
Mel sieht Viola an, ohne die Mine zu verziehen. Was meint sie? Warum spricht sie von Delsyn? Hier? Das kann nicht gemeint sein. „Ich verstehe nicht.“ sagt sie und wirft einen kurzen Blick zu Blaze, Denize und Chip hinüber. Ersterer sitzt auf dem Boden und wirkt erledigt. Das Adrenalin flacht ab und ihm wird klar wo er sich befindet und auch dass er nicht weiss wie es hier wieder raus geht. In der Hektik hat er weder etwas gesehen, noch sich gemerkt. Die Steinwände fühlen sich an als würden sie immer näher kommen und eine unnormale Unruhe breitet sich in und um Blaze aus. Er muss hier raus. Sofort.
Viola sieht zu Blaze, der erschöpft wirkt, dann wieder zurück zu Mel. Sie scheint tatsächlich nicht zu wissen, wovon Viola redet. Das erleichtert die Rothaarige. Die ganze Situation ist so surreal, dass sie offenbar Gespenster gesehen hat. Und auch Blaze macht keine Anschuldigungen gegen Mel. Stattdessen merkt Viola, dass er sich nicht wohlfühlt. Jetzt hat sie Mel sofort wieder vergessen. "Wir sollten hier langsam wirklich mal raus.", sagt Viola und kniet sich neben Blaze.
Denize fest an sich gedrückt haltend und froh dass Blaze und sie unversehrt hier angekommen sind, verfolgt Chip gebannt die Vorgänge. Erst hat ihn Violas Frage ins Zweifeln gebracht. War es falsch gewesen Melissa so blind zu vertrauen, nur weil sie ihnen Hilfe angeboten hat mit der Band. Hat er sich von ihrem süßen Äußeren blenden lassen? Ihre Reaktion lässt ihn erleichtert aufatmen. Ein Blick auf Blaze, der total fertig wirkt, kurbelt seine Adrenalinausschüttung wieder an. Er fasst Denize Hand und hilft mit der anderen Blaze auf die Beine. Er hat Schweiß auf der Stirn und ist leichenblass. "Ja, aber auf keinen Fall zurück." bestätigt er Viola und sieht in die Richtung aus der der Lufthauch vorher kam.
"Es muss noch etwas anderes geben, sonst wäre hier kein Durchzug." beantwortet er damit auch Blaze' Frage. Er sieht die Vampirin an. "Bleib du bei Blaze und stütz ihn so lange er das braucht, ich geh mit Denize und Mel voraus, jemand muss leuchten." Der Zustand seines Freundes erinnert ihn an die Geistervillanacht. Die Zeit drängt. Vorsichtig setzen sie einen Fuß vor den anderen, der Kristall in Mels Hand beleuchtet schwach eine Art Pfad, der leicht abwärts auf eine Wand zu führt.
Wasser tropft von den Wänden, kleine Kiesel lösen sich immer wieder unter den Sohlen und kullern ins Nirgendwo. Das alles untermalt vom Rauschen des Wasserfalls löst ein Beklemmungsgefühl in Chip aus. Er drückt Denize' Hand, nicht sicher, wer da gerade wem Halt gibt. Plötzlich endet der Pfad an einer Wand, die scheinbar glatt ist, trotzdem streift Chip erneut ein Lufthauch, diesmal stärker und etwas über Kniehöhe. Er geht in die Hocke. und tastet im fahlen Schein der Kristalllampe . Das Gestein bröselt ihm unter den Fingern weg. Hastig lässt er Denize los und beginnt mit beiden Händen das Geröll wegzuräumen. Loses Gestein , größere und kleinere Brocken, lässt sich fast mühelos zur Seite schieben. "Das ist ein ziemlich frischer Einbruch." sagt er aufgeregt. "Helft mir mal das Zeug wegzumachen, dahinter ist ein niedriger Gang. Wir werden kriechen müssen, aber ich kann die Luft spüren." Er dreht sich zu Blaze. "Halt durch, das sieht gut aus." Hoffentlich packt sein Freund das, auf allen Vieren durch den engen Tunnel nach draußen...hoffentlich. Theoretisch könnten sie auch in einer weitern Höhle landen, aber daran will Chip gar nicht erst denken.
Blaze starrt in das Loch in das er kriechen soll. Er kann nicht sagen warum oder was ihn innerlich versteinert. Gleichzeitig ist ihm das plötzlich unfassbar Peinlich. Das ist dieses Trauma. Es muss das sein. Gepaart mit anderen Erlebnissen die in ihm jetzt diese Klaustrophobie auslöst. Die Typen sind weg, wieso gehen sie nicht den anderen Weg, bei dem er wenigstens Aufrecht gehen konnte. Aber er sagt nichts.
Er kommt sich dumm vor. Niemand hat Angst vor einem kleinen felsigen Kanal. Also reisst er sich zusammen. Mel geht als erste und leuchtet voran. Sie kniet sich hin und krabbelt den engen Gang entlang. Denize folgt ihr und anschliessend Chip. Blaze starrt das Loch an. Seine Beine bewegen sich nicht. Immer wenn er ihnen befielt zu gehen, passiert rein gar nichts. Aus dem Schacht hören Viola und er eine Stimme, „Kommt, hier geht es raus!“ Die Zeit drängt. Blaze sieht Viola an und er ist kurz davor ihr zu sagen, dass er da nicht durchkriechen kann, doch auch das schafft er nicht. Zu gross die Pein. „Du zuerst…..?“ sagt er stattdessen um den Moment noch einmal hinauszuzögern bevor er sich dem stellen muss.
Viola bemerkt, dass Blaze zögert. Er hat wirklich... Angst! Sie erinnert sich an die Alpträume, von denen er ihr erzählt hat. "Besser, du gehst vor und ich halte dir den Rücken frei.", sagt sie daher. "Keine Sorge, ich pass auf dich auf." Nicht, dass er dann doch noch zurück bleibt. Sie klopft ihm aufmunternd auf die Schulter. "Ich weiß, dass es nicht einfach ist, ein Trauma zu überwältigen. Aber vorne wird dich Chips Stimme leiten und hinten pass ich auf, dass du auch den richtigen Weg nimmst." Den Satz mit dem Trauma spricht sie dabei so leise, dass die anderen ihn nicht hören.
Endlich begreift sein Körper das er sich bewegen muss. Blaze stellt sich vor das Loch, Atmet ein und geht in die Hocke. Soweit so gut. Sein Gesicht fühlt sich heiß an. Es erinnert ihn an Fieber, kommt aber nicht von der Begegnung mit dem Vulkan. Eine Innere Stimme sagt, 'Chill, is doch kein Ding, einfach vorwärts. Augen zu und einfach grade aus. Atme ganz normal.' Der Letzte Punkt erweist sich als schwierig als der Stress ihn zum Hyperventilieren zwingt. Er kriecht vorwärts durch den Gang und klingt als wäre es das anstrengendste was er je getan hat.
Vor seinem Inneren Auge sieht er sich in ein immer enger werdenden Schacht kriechen, bis er weder vorwärts noch rückwärts kommt und elendig verrecken muss. Kurz bevor er in Schockstarre verfällt, greift jemand ihn von vorne am Arm und zieht ihn aus dem Loch. Blaze stolpert und beugt sich auf die Oberschenkel. Mel reibt tröstend seinen Oberarm. "Alles gut.." Er blickt zum Loch wo Viola zum Vorschein kommt. Sie sind draußen unter dem Sternenhimmel. Und diese Höhle fällt wie eine Last von Blaze Schultern. Er setzt sich in den Sand, winkelt die Beine leicht an und beugt sich vor. Mit gesenktem Kopf beruhigt er sich wieder. Man ist das peinlich, alter..
Denize beobachtet ihn, dann schaut sie besorgt zu Chip. Melissa hingegen, überlässt ihn jetzt sich selbst - er scheint grade kein Mitgefühl zu wollen - und geht auf Viola zu. "Bekomme ich den Kristall?" Sie streckt die Hand aus.
Viola bekommt Mels Frage erst mal nicht mit. Erleichtert lehnt sich die Vampirin an die Höhlenwand. Wenn Blaze' Angst nicht wäre, hätte sie sich in Fledermausgestalt geworfen um etwas kleiner zu sein, und so dann besser durchzupassen. Aber sie wollte Blaze nicht das Gefühl geben, ihn im Stich zu lassen, wenn sie hinten wartet, bis der Weg frei ist. Daher kroch sie dann ebenfalls in der humanoiden Form hinterher. Sie selber kann es sich nur schwer vorstellen, wie es ist, unter Klaustrophobie zu leiden. Sie pennt in einem engen Sarg, und wenn sie da drin Panik bekommen würde, wäre das wirklich nicht gut. Doch sie weiß, dass Blaze es gut gemacht hat, sich seiner Angst zu stellen. Doch wenn sie ihn jetzt mit Lob überschatten würde, wäre ihm das erst recht nur peinlich. Sie sagt nichts, doch sie umfasst beruhigend seine Hand.
Erst als Mel ihre Frage wiederholt, realisiert das Viola. Einen Moment zögert sie. Doch Mel hat Blaze eben auch aus der Höhle geholfen... Diese Fähigkeit, die sie hat, ist schon unheimlich, doch solange sie die nur bei Feinden anwendet... Sie holt den Kristall hervor und reicht ihn Mel. Hoffentlich ist das kein Fehler.
Wie ein Ertrinkender saugt Chip die frische Luft ein, als er endlich wieder aufrecht steht. Er umarmt glücklich Denize und als Blaze endlich auftaucht, gefolgt von Viola, fällt ihm der sprichwörtliche Felsbrocken vom Herzen. Allerdings macht er noch einen schlechteren Eindruck als in der Höhle. Scheiße, warum hat eigentlich niemand was zu trinken dabei? Er bemerkt Denize' besorgten Blick in Richtung zusammengekauerten Blaze. Er löst sich von ihr und geht die nähere Umgebung erkunden. Neben dem Fels plätschert ein kleines Rinnsal Süßwasser über die Steine und verliert sich irgendwo in der Vegetation. Chip kniet sich hin, trinkt erst aus den Händen und zieht dann Jacke und Shirt aus. Er nässt das T-Shirt, wirft die Jacke wieder drüber und geht zu Blaze. Neben ihm wringt er das Kleidungsstück aus und reicht es ihm. "Hier, leg das auf die Stirn oder um den Kopf, Kühlung ist immer gut."
Er weist in die Richtung aus der er gekommen ist. "Da hinten hat's klares Wasser zum trinken." Dass dieses verdammte Geisterhaus immer noch so nachwirkt... Andererseits wundert sich Chip selbst ein wenig, dass er so gut durch den Tunnel gekommen ist. manchmal macht ihm die Vorstellung in einem engen Raum gefangen zu sein schon Schweißausbrüche...gut dass er noch nie in den Knast musste, denkt er belustigt und wendet sich zu den beiden Vampirinnen. Mel hält glücklich den Kristall in Händen und Viola wirkt nicht so recht überzeugt, ihrem Gesichtsausdruck nach. Scheinbar traut sie Mel immer noch nicht zu 100 Prozent. "Was nun? Ohne Boot?" Er blickt in die Richtung wo das andere Ufer liegen muss. "Mir fällt nur ein, dass Viola rüber flattert und nochmal eins klar macht."
Blaze hält Violas Hand während sie vor ihm in der Hocke ist und nichts sagt. Und er ist dankbar, dass sie das nicht tut. Erst als Chip kommt und alles mit dem nassen Shirt wieder offensichtlicher macht, hat er keinen Bock mehr und steht auf. "Behalt mal den Schweisslappen. Mir gehts gut.." er grinst kurz, wenn auch gezwungen und wischt sich Sand von der Hose. Denize verdreht die Augen. Typisch Sullivan... Er würde sogar behaupten es ginge ihm gut wenn ihm ein Arm fehlen würde. Sie geht auf das Wasser zu und schaut in die Ferne. Das Wasser zwischen hier und der nächsten Insel ist nicht tief und sie könnten sie watend erreichen. "Gibt es auf der anderen Seite nicht eine Strasse die wieder zur Anlegestelle der Fähre führt?" denkt sie laut. Sie nimmt die Karte hervor und schaut sie sich an. Sie ist nass geworden und hat Flecken die die Karte an einigen Stellen unleserlich machen. Melissa schaut ihr über die Schulter und leuchtet mit dem Stein der jetzt permanent und stark leuchtet. Neben Denize scheint er sogar noch ein wenig an Kraft zu gewinnen, aber nicht so dass es wirklich auffällt. "Du hast recht, hier. Wir könnten laufen."
Blaze schaut auf sein kaputtes Handy. "Wie spät ist es?" fragt er. Jemand antwortet ihm und er schaut zu Viola. "Ich will nicht dass du verbrennst.. oder hier den Tag verbringen musst.." sagt er gedämpft nur zu ihr und drückt ihre Hand. Wie gern würde er einfach mit den Fingern schnippen können und zack wären sie zu Hause im warmen und trockenen. Aber stattdessen muss er jetzt noch das kalte Wasser waten und sich die Füsse auf der Strasse wundlaufen bis sie endlich die Fähre nach Windenburg erreicht haben. Und danach noch nach Newcrest.. Die Unzufriedenheit ist enorm. Aber er ist es Mel schuldig hier zu sein und sagt nichts.
Viola sieht zu Blaze. "Ich wäre jetzt auch am liebsten zu Hause im Warmen." Abenteuer machen nur halb so viel Spaß, wenn man sie in nassen Klamotten erleben muss. Sie betrachtet das Wasser. Wenn sie vorher gewusst hätten, dass sie auch dort hätten lang können, hätten sie sich das Boot ja gar nicht erst ausleihen müssen. Aber andererseits... bei dem Sturm wäre der Weg hier vielleicht auch zu riskant. Zu einfach hätten sie von den Fluten weggespült worden sein. Aber immerhin haben sie den Kristall schneller gefunden als erwartet: Direkt in der ersten Höhle, in der sie es versucht hatten. Trotzdem ist Forgotten Hollow nicht gerade um die Ecke... Sollte sie es riskieren?
Doch Viola hat nicht vor, schon mal vorzufliegen zur Fähre. Sie bleibt bei den anderen, während die durch das Wasser waten, allerdings in Fledermausgestalt. Sie selbst kann auf nasse Füße nun verzichten. Erst als sie das andere Ufer erreicht haben, verwandelt sie sich wieder zurück.
Schulterzuckend wirft sich Chip sein Shirt über die Schulter, ist ja eh schon alles klamm. Er hat mit der Reaktion gerechnet und sie zeigt ihm, dass es einigermaßen geht bei Blaze. Wenn's noch richtig kritisch wäre hätte er es angenommen. So grinst er zufrieden in sich hinein, wenngleich ihm Blaze' ganzes Verhalten auf dieser Tour nicht ganz geheuer ist. Dann eben nochmal rein in die Fluten. Etwas neidisch sieht er Viola nach oben flattern und wünscht sich nicht zum ersten Mal diese Fähigkeit. Nicht nur um Situationen wie dieser zu entfliehen, es gibt hunderte Dinge die ihm einfallen würden..wahrscheinlich würde er sich gar nicht mehr in seine eigene Gestalt umwandeln wollen, sondern nur noch frei umherfliegen. Im Wasser watend geht sein Blick zu Denize. Na gut, ab und zu würde er sich verwandeln, vielleicht ist seine Vorstellung dieser Freiheit auch naiv, aber sie erfüllt ihn mit einer gewissen Sehnsucht. Am Ufer zieht er seine Schuhe wieder an. und nimmt Denize' Hand wieder. "Na dann, los geht's. Vielleicht finden wir ne Abkürzung, wir sind ja auf der anderen Seite rausgekommen und manchmal gibt's ja auch Trampelpfade, die auf keiner Karte stehen. Bestimm nutzen die Insulaner sowas und so groß ist die Insel ja nicht." Er schaut zu Viola. "Du kannst ja ab und zu mal hoch flattern und Ausschau halten."
Viola tut es und tatsächlich finden die Teens eine Abkürzung. Gerade noch rechtzeitig erreichen sie die Fähre. Drei Minuten später und sie hätten diese verpasst. Gut... Wenn sie lange hätte warten müssen, hätte sich Viola dazu entschieden, den Tag auf Sulani zu verbringen. Aber so wird sie wider Erwarten dann doch noch rechtzeitig vor Tagesanbruch in Forgotten Hollow ankommen. Auf Schule am nächsten Tag hat sie nach diesem Abenteuer aber so gar keine Lust und sie entscheidet sich dazu, einfach zu schwänzen. Lilly würde sich damit sicher zufrieden geben, wenn sie sieht, in was für nassen Klamotten ihre Tochter ankommt, und Viktor ist sowas ohnehin egal. Als die Fähre schließlich in Windenburg ankommt, verabschieden sich die Kids voneinander und jeder macht sich auf den Heimweg... und raus aus den nassen Klamotten.
(In Zusammenarbeit mit @Ripzha und @simscat2 )
Charakter: Blaze / Melissa / Viola / Denize /Chip
Geschichtsstrang: Suche nach dem Kristall - Teil 3
Blaze läuft mit Denize an der Hand auf das heller werdende Loch am ende des Höhlenganges zu. Die Verfolger nehmen ihre Sache ernst. Es ist ihnen wichtiger die Eindringlinge hier heraus zu bekommen, statt selbst auf den Naturschutz zu achten. Vielleicht gehören sie aber auch der Organisation an und fühlen sich berufen. So als selbsternannte Schutzgebietpolizei. Kurz vor der Öffnung die sie zum Höhlensee bringt, stolpert Denize und stoppt damit Blaze an dem sie dran hängt. Er zieht sie auf die Beine und der Anblick hinter ihr - dieses dunkle Loch - gepaart mit der Angst erwischt zu werde, mischt sich zu einem unangenehmen Dejavu. Er kann dieses Naturwunder, mit dem klaren Wasser und dem plätschernden Nass gar nicht bewundern. Er sieht nur Viola, und dann Chip und Mel. Er ruft, „Wir müssen hier weg!“ Melissa blickt zu Viola. Ohne etwas zu sagen, geht sie in die Richtung aus der Blaze und Denize gekommen sind. „Nicht da lang!“ Blaze ist bei Chip angekommen und lässt Denize los die sich in dessen Arme stürzt. Er blickt zurück. Was macht die Vampirin da? An Chip gewandt, fragt er schwer atmend, „Gibts hier noch mehr Wege? Oder ein Versteck?“ Doch das scheint nicht nötig. Lichtkegel von Taschanlampen blitzen im Tunnel auf. Gerade als Melissa ihn erreicht kommen auch die beiden Sulaner ins Blickfeld.
Sichtlich verwirrt halten sie an. Mel hat zu Viola gesehen weil sie allein wohl nicht mit den Verfolgern fertig wird, aber… Bevor der eine Mann etwas sagen kann, tritt sie ihnen in den Weg. Einen starrt sie an und der starrt verblüfft zurück. „In dieser Höhle ist niemand. Nur ihr beide. Das ist verboten! Besser ihr geht und meldet euer Fehlverhalten.“ sagt sie eindringlich. Der andere neben dem Angesprochenen ist noch irritierter. „Ihr kommt jetzt alle mit!“
Mel lässt sich nicht ablenken. „Dein Freund ist verrückt, und redet dummes Zeug.“ der Mann der grade von Mels Manipulationsversuch eingenommen wird, wirkt auf einmal ganz lethargisch und nickt.
„Wiederhol das.“ sagt Mel und gleich wird der Freund, der nicht von ihr eingenommen wird, verstehen was passiert und sie wegschubsen. „Hier ist Niemand ausser wir zwei. Das ist verboten. Wir werden das melden.“ - „Was wird das?!“ ruft der andere, während Mel sich auf den Kleineren konzentriert, „Und was noch?“ fragt sie ihn, „Hamada ist verrückt. Er redet Blödsinn.“ monoton gibt er wieder was ihm befohlen wurde zu glauben.
Jetzt holt der ander aus um Mel daran zu hindern noch mehr seltsames Zeug mit dessen Freund anzustellen, kurz bevor er sie trifft, faucht sie ihn mit spitzen Zähnen an. Die Hand holt weiter aus und…
Viola wirft sich in Fledermausgestalt und fliegt auf den zweiten Typen los. Sie umfasst sein Handgelenk und hindert ihm am Zuschlagen. Mel hat eine seltsame Methode, Leute einzuschüchtern, aber Viola springt drauf an. "Dein Kumpel hat Recht, wenn er dir erzählt, dass du nur Blödsinn von dir gibst. Hier ist niemand außer Fledermäusen." Sie will ihn beißen, damit er Ruhe gibt und vermutet, dass Mel dasselbe im Sinn hat... bis ihr Blick auf den des anderen Typen fällt... den, um den Mel sich gekümmert hat. Der wirkt total weggetreten... fast so, als hätte diese das nicht nur als Drohung gemeint sondern ihn tatsächlich hypnotisiert... Was zum...
Einen Moment steht Viola verwirrt da, das Handgelenk immer noch umfasst. Doch bevor es dem Typen wie Vero ergeht, besinnt sie sich wieder. Besser, sie beißt jetzt doch nicht zu. Wenn Mels Opfer wirklich glauben soll, sein Kumpel rede nur Blödsinn, dann ist es vielleicht nicht so klug, Bissspuren zu hinterlassen, die das Gegenteil beweisen. Typ 2 sieht ohnehin nicht so aus, als hätte er jetzt noch den Umweltschutz im Kopf. Die Fledermaus, die sich vor seinen Augen verwandelt hat und das, was mit seinem Freund passiert sind, reichen ihm offenbar. Viola kann Panik erkennen. Und als sie ihren Griff lockert, haut der Kerl ab und zieht seinen Freund mit sich. Der würde sie nicht mehr behelligen. "Besser, wir hauen hier auch ab, bevor er doch noch Verstärkung holt.", meint Viola nur. Sie spürt den Kristall in ihrer Hosentasche. Die Ankunft der Männer hatte die Übergabe an Mel unterbrochen, so dass Viola ihn dort erst mal platziert hat. Sie starrt Mel an. Ist es überhaupt klug, ihn ihr zu geben, wenn sie solche Fähigkeiten hat? Hat sie vielleicht auch alle hier manipuliert und ihre ganz eigenen Pläne? Erzählt sie überhaupt die Wahrheit oder braucht sie Taldrens Kristalle für ihre eigenen Ziele?
Viola hat keine Ahnung, ob sie als Vampirin vielleicht immun ist oder nicht und will es auch nicht austesten. Ihr Blick schweift auf Blaze... Der Vulkan fällt ihr wieder ein, und Mels seltsame Dankesworte an Blaze, nachdem dieser dort hochgeklettert ist. Da hatte Viola den Worten noch keine große Bedeutung beigemessen, aber jetzt sieht die Sache anders aus. Sie hatte sich ja ohnehin schon gewundert, warum Blaze so reagiert hat. Doch Viola hat ihren Freund nur von hinten gesehen und keine Ahnung, ob sein Blick ebenfalls so weggetreten war wie der des hypnotisierten Typen. Sie hält den Kristall in ihrer Hosentasche fest umfasst. "Hast du auch Blaze so manipuliert?", fragt sie mit festem Blick.
Mel sieht Viola an, ohne die Mine zu verziehen. Was meint sie? Warum spricht sie von Delsyn? Hier? Das kann nicht gemeint sein. „Ich verstehe nicht.“ sagt sie und wirft einen kurzen Blick zu Blaze, Denize und Chip hinüber. Ersterer sitzt auf dem Boden und wirkt erledigt. Das Adrenalin flacht ab und ihm wird klar wo er sich befindet und auch dass er nicht weiss wie es hier wieder raus geht. In der Hektik hat er weder etwas gesehen, noch sich gemerkt. Die Steinwände fühlen sich an als würden sie immer näher kommen und eine unnormale Unruhe breitet sich in und um Blaze aus. Er muss hier raus. Sofort.
Viola sieht zu Blaze, der erschöpft wirkt, dann wieder zurück zu Mel. Sie scheint tatsächlich nicht zu wissen, wovon Viola redet. Das erleichtert die Rothaarige. Die ganze Situation ist so surreal, dass sie offenbar Gespenster gesehen hat. Und auch Blaze macht keine Anschuldigungen gegen Mel. Stattdessen merkt Viola, dass er sich nicht wohlfühlt. Jetzt hat sie Mel sofort wieder vergessen. "Wir sollten hier langsam wirklich mal raus.", sagt Viola und kniet sich neben Blaze.
Denize fest an sich gedrückt haltend und froh dass Blaze und sie unversehrt hier angekommen sind, verfolgt Chip gebannt die Vorgänge. Erst hat ihn Violas Frage ins Zweifeln gebracht. War es falsch gewesen Melissa so blind zu vertrauen, nur weil sie ihnen Hilfe angeboten hat mit der Band. Hat er sich von ihrem süßen Äußeren blenden lassen? Ihre Reaktion lässt ihn erleichtert aufatmen. Ein Blick auf Blaze, der total fertig wirkt, kurbelt seine Adrenalinausschüttung wieder an. Er fasst Denize Hand und hilft mit der anderen Blaze auf die Beine. Er hat Schweiß auf der Stirn und ist leichenblass. "Ja, aber auf keinen Fall zurück." bestätigt er Viola und sieht in die Richtung aus der der Lufthauch vorher kam.
"Es muss noch etwas anderes geben, sonst wäre hier kein Durchzug." beantwortet er damit auch Blaze' Frage. Er sieht die Vampirin an. "Bleib du bei Blaze und stütz ihn so lange er das braucht, ich geh mit Denize und Mel voraus, jemand muss leuchten." Der Zustand seines Freundes erinnert ihn an die Geistervillanacht. Die Zeit drängt. Vorsichtig setzen sie einen Fuß vor den anderen, der Kristall in Mels Hand beleuchtet schwach eine Art Pfad, der leicht abwärts auf eine Wand zu führt.
Wasser tropft von den Wänden, kleine Kiesel lösen sich immer wieder unter den Sohlen und kullern ins Nirgendwo. Das alles untermalt vom Rauschen des Wasserfalls löst ein Beklemmungsgefühl in Chip aus. Er drückt Denize' Hand, nicht sicher, wer da gerade wem Halt gibt. Plötzlich endet der Pfad an einer Wand, die scheinbar glatt ist, trotzdem streift Chip erneut ein Lufthauch, diesmal stärker und etwas über Kniehöhe. Er geht in die Hocke. und tastet im fahlen Schein der Kristalllampe . Das Gestein bröselt ihm unter den Fingern weg. Hastig lässt er Denize los und beginnt mit beiden Händen das Geröll wegzuräumen. Loses Gestein , größere und kleinere Brocken, lässt sich fast mühelos zur Seite schieben. "Das ist ein ziemlich frischer Einbruch." sagt er aufgeregt. "Helft mir mal das Zeug wegzumachen, dahinter ist ein niedriger Gang. Wir werden kriechen müssen, aber ich kann die Luft spüren." Er dreht sich zu Blaze. "Halt durch, das sieht gut aus." Hoffentlich packt sein Freund das, auf allen Vieren durch den engen Tunnel nach draußen...hoffentlich. Theoretisch könnten sie auch in einer weitern Höhle landen, aber daran will Chip gar nicht erst denken.
Blaze starrt in das Loch in das er kriechen soll. Er kann nicht sagen warum oder was ihn innerlich versteinert. Gleichzeitig ist ihm das plötzlich unfassbar Peinlich. Das ist dieses Trauma. Es muss das sein. Gepaart mit anderen Erlebnissen die in ihm jetzt diese Klaustrophobie auslöst. Die Typen sind weg, wieso gehen sie nicht den anderen Weg, bei dem er wenigstens Aufrecht gehen konnte. Aber er sagt nichts.
Er kommt sich dumm vor. Niemand hat Angst vor einem kleinen felsigen Kanal. Also reisst er sich zusammen. Mel geht als erste und leuchtet voran. Sie kniet sich hin und krabbelt den engen Gang entlang. Denize folgt ihr und anschliessend Chip. Blaze starrt das Loch an. Seine Beine bewegen sich nicht. Immer wenn er ihnen befielt zu gehen, passiert rein gar nichts. Aus dem Schacht hören Viola und er eine Stimme, „Kommt, hier geht es raus!“ Die Zeit drängt. Blaze sieht Viola an und er ist kurz davor ihr zu sagen, dass er da nicht durchkriechen kann, doch auch das schafft er nicht. Zu gross die Pein. „Du zuerst…..?“ sagt er stattdessen um den Moment noch einmal hinauszuzögern bevor er sich dem stellen muss.
Viola bemerkt, dass Blaze zögert. Er hat wirklich... Angst! Sie erinnert sich an die Alpträume, von denen er ihr erzählt hat. "Besser, du gehst vor und ich halte dir den Rücken frei.", sagt sie daher. "Keine Sorge, ich pass auf dich auf." Nicht, dass er dann doch noch zurück bleibt. Sie klopft ihm aufmunternd auf die Schulter. "Ich weiß, dass es nicht einfach ist, ein Trauma zu überwältigen. Aber vorne wird dich Chips Stimme leiten und hinten pass ich auf, dass du auch den richtigen Weg nimmst." Den Satz mit dem Trauma spricht sie dabei so leise, dass die anderen ihn nicht hören.
Endlich begreift sein Körper das er sich bewegen muss. Blaze stellt sich vor das Loch, Atmet ein und geht in die Hocke. Soweit so gut. Sein Gesicht fühlt sich heiß an. Es erinnert ihn an Fieber, kommt aber nicht von der Begegnung mit dem Vulkan. Eine Innere Stimme sagt, 'Chill, is doch kein Ding, einfach vorwärts. Augen zu und einfach grade aus. Atme ganz normal.' Der Letzte Punkt erweist sich als schwierig als der Stress ihn zum Hyperventilieren zwingt. Er kriecht vorwärts durch den Gang und klingt als wäre es das anstrengendste was er je getan hat.
Vor seinem Inneren Auge sieht er sich in ein immer enger werdenden Schacht kriechen, bis er weder vorwärts noch rückwärts kommt und elendig verrecken muss. Kurz bevor er in Schockstarre verfällt, greift jemand ihn von vorne am Arm und zieht ihn aus dem Loch. Blaze stolpert und beugt sich auf die Oberschenkel. Mel reibt tröstend seinen Oberarm. "Alles gut.." Er blickt zum Loch wo Viola zum Vorschein kommt. Sie sind draußen unter dem Sternenhimmel. Und diese Höhle fällt wie eine Last von Blaze Schultern. Er setzt sich in den Sand, winkelt die Beine leicht an und beugt sich vor. Mit gesenktem Kopf beruhigt er sich wieder. Man ist das peinlich, alter..
Denize beobachtet ihn, dann schaut sie besorgt zu Chip. Melissa hingegen, überlässt ihn jetzt sich selbst - er scheint grade kein Mitgefühl zu wollen - und geht auf Viola zu. "Bekomme ich den Kristall?" Sie streckt die Hand aus.
Viola bekommt Mels Frage erst mal nicht mit. Erleichtert lehnt sich die Vampirin an die Höhlenwand. Wenn Blaze' Angst nicht wäre, hätte sie sich in Fledermausgestalt geworfen um etwas kleiner zu sein, und so dann besser durchzupassen. Aber sie wollte Blaze nicht das Gefühl geben, ihn im Stich zu lassen, wenn sie hinten wartet, bis der Weg frei ist. Daher kroch sie dann ebenfalls in der humanoiden Form hinterher. Sie selber kann es sich nur schwer vorstellen, wie es ist, unter Klaustrophobie zu leiden. Sie pennt in einem engen Sarg, und wenn sie da drin Panik bekommen würde, wäre das wirklich nicht gut. Doch sie weiß, dass Blaze es gut gemacht hat, sich seiner Angst zu stellen. Doch wenn sie ihn jetzt mit Lob überschatten würde, wäre ihm das erst recht nur peinlich. Sie sagt nichts, doch sie umfasst beruhigend seine Hand.
Erst als Mel ihre Frage wiederholt, realisiert das Viola. Einen Moment zögert sie. Doch Mel hat Blaze eben auch aus der Höhle geholfen... Diese Fähigkeit, die sie hat, ist schon unheimlich, doch solange sie die nur bei Feinden anwendet... Sie holt den Kristall hervor und reicht ihn Mel. Hoffentlich ist das kein Fehler.
Wie ein Ertrinkender saugt Chip die frische Luft ein, als er endlich wieder aufrecht steht. Er umarmt glücklich Denize und als Blaze endlich auftaucht, gefolgt von Viola, fällt ihm der sprichwörtliche Felsbrocken vom Herzen. Allerdings macht er noch einen schlechteren Eindruck als in der Höhle. Scheiße, warum hat eigentlich niemand was zu trinken dabei? Er bemerkt Denize' besorgten Blick in Richtung zusammengekauerten Blaze. Er löst sich von ihr und geht die nähere Umgebung erkunden. Neben dem Fels plätschert ein kleines Rinnsal Süßwasser über die Steine und verliert sich irgendwo in der Vegetation. Chip kniet sich hin, trinkt erst aus den Händen und zieht dann Jacke und Shirt aus. Er nässt das T-Shirt, wirft die Jacke wieder drüber und geht zu Blaze. Neben ihm wringt er das Kleidungsstück aus und reicht es ihm. "Hier, leg das auf die Stirn oder um den Kopf, Kühlung ist immer gut."
Er weist in die Richtung aus der er gekommen ist. "Da hinten hat's klares Wasser zum trinken." Dass dieses verdammte Geisterhaus immer noch so nachwirkt... Andererseits wundert sich Chip selbst ein wenig, dass er so gut durch den Tunnel gekommen ist. manchmal macht ihm die Vorstellung in einem engen Raum gefangen zu sein schon Schweißausbrüche...gut dass er noch nie in den Knast musste, denkt er belustigt und wendet sich zu den beiden Vampirinnen. Mel hält glücklich den Kristall in Händen und Viola wirkt nicht so recht überzeugt, ihrem Gesichtsausdruck nach. Scheinbar traut sie Mel immer noch nicht zu 100 Prozent. "Was nun? Ohne Boot?" Er blickt in die Richtung wo das andere Ufer liegen muss. "Mir fällt nur ein, dass Viola rüber flattert und nochmal eins klar macht."
Blaze hält Violas Hand während sie vor ihm in der Hocke ist und nichts sagt. Und er ist dankbar, dass sie das nicht tut. Erst als Chip kommt und alles mit dem nassen Shirt wieder offensichtlicher macht, hat er keinen Bock mehr und steht auf. "Behalt mal den Schweisslappen. Mir gehts gut.." er grinst kurz, wenn auch gezwungen und wischt sich Sand von der Hose. Denize verdreht die Augen. Typisch Sullivan... Er würde sogar behaupten es ginge ihm gut wenn ihm ein Arm fehlen würde. Sie geht auf das Wasser zu und schaut in die Ferne. Das Wasser zwischen hier und der nächsten Insel ist nicht tief und sie könnten sie watend erreichen. "Gibt es auf der anderen Seite nicht eine Strasse die wieder zur Anlegestelle der Fähre führt?" denkt sie laut. Sie nimmt die Karte hervor und schaut sie sich an. Sie ist nass geworden und hat Flecken die die Karte an einigen Stellen unleserlich machen. Melissa schaut ihr über die Schulter und leuchtet mit dem Stein der jetzt permanent und stark leuchtet. Neben Denize scheint er sogar noch ein wenig an Kraft zu gewinnen, aber nicht so dass es wirklich auffällt. "Du hast recht, hier. Wir könnten laufen."
Blaze schaut auf sein kaputtes Handy. "Wie spät ist es?" fragt er. Jemand antwortet ihm und er schaut zu Viola. "Ich will nicht dass du verbrennst.. oder hier den Tag verbringen musst.." sagt er gedämpft nur zu ihr und drückt ihre Hand. Wie gern würde er einfach mit den Fingern schnippen können und zack wären sie zu Hause im warmen und trockenen. Aber stattdessen muss er jetzt noch das kalte Wasser waten und sich die Füsse auf der Strasse wundlaufen bis sie endlich die Fähre nach Windenburg erreicht haben. Und danach noch nach Newcrest.. Die Unzufriedenheit ist enorm. Aber er ist es Mel schuldig hier zu sein und sagt nichts.
Viola sieht zu Blaze. "Ich wäre jetzt auch am liebsten zu Hause im Warmen." Abenteuer machen nur halb so viel Spaß, wenn man sie in nassen Klamotten erleben muss. Sie betrachtet das Wasser. Wenn sie vorher gewusst hätten, dass sie auch dort hätten lang können, hätten sie sich das Boot ja gar nicht erst ausleihen müssen. Aber andererseits... bei dem Sturm wäre der Weg hier vielleicht auch zu riskant. Zu einfach hätten sie von den Fluten weggespült worden sein. Aber immerhin haben sie den Kristall schneller gefunden als erwartet: Direkt in der ersten Höhle, in der sie es versucht hatten. Trotzdem ist Forgotten Hollow nicht gerade um die Ecke... Sollte sie es riskieren?
Doch Viola hat nicht vor, schon mal vorzufliegen zur Fähre. Sie bleibt bei den anderen, während die durch das Wasser waten, allerdings in Fledermausgestalt. Sie selbst kann auf nasse Füße nun verzichten. Erst als sie das andere Ufer erreicht haben, verwandelt sie sich wieder zurück.
Schulterzuckend wirft sich Chip sein Shirt über die Schulter, ist ja eh schon alles klamm. Er hat mit der Reaktion gerechnet und sie zeigt ihm, dass es einigermaßen geht bei Blaze. Wenn's noch richtig kritisch wäre hätte er es angenommen. So grinst er zufrieden in sich hinein, wenngleich ihm Blaze' ganzes Verhalten auf dieser Tour nicht ganz geheuer ist. Dann eben nochmal rein in die Fluten. Etwas neidisch sieht er Viola nach oben flattern und wünscht sich nicht zum ersten Mal diese Fähigkeit. Nicht nur um Situationen wie dieser zu entfliehen, es gibt hunderte Dinge die ihm einfallen würden..wahrscheinlich würde er sich gar nicht mehr in seine eigene Gestalt umwandeln wollen, sondern nur noch frei umherfliegen. Im Wasser watend geht sein Blick zu Denize. Na gut, ab und zu würde er sich verwandeln, vielleicht ist seine Vorstellung dieser Freiheit auch naiv, aber sie erfüllt ihn mit einer gewissen Sehnsucht. Am Ufer zieht er seine Schuhe wieder an. und nimmt Denize' Hand wieder. "Na dann, los geht's. Vielleicht finden wir ne Abkürzung, wir sind ja auf der anderen Seite rausgekommen und manchmal gibt's ja auch Trampelpfade, die auf keiner Karte stehen. Bestimm nutzen die Insulaner sowas und so groß ist die Insel ja nicht." Er schaut zu Viola. "Du kannst ja ab und zu mal hoch flattern und Ausschau halten."
Viola tut es und tatsächlich finden die Teens eine Abkürzung. Gerade noch rechtzeitig erreichen sie die Fähre. Drei Minuten später und sie hätten diese verpasst. Gut... Wenn sie lange hätte warten müssen, hätte sich Viola dazu entschieden, den Tag auf Sulani zu verbringen. Aber so wird sie wider Erwarten dann doch noch rechtzeitig vor Tagesanbruch in Forgotten Hollow ankommen. Auf Schule am nächsten Tag hat sie nach diesem Abenteuer aber so gar keine Lust und sie entscheidet sich dazu, einfach zu schwänzen. Lilly würde sich damit sicher zufrieden geben, wenn sie sieht, in was für nassen Klamotten ihre Tochter ankommt, und Viktor ist sowas ohnehin egal. Als die Fähre schließlich in Windenburg ankommt, verabschieden sich die Kids voneinander und jeder macht sich auf den Heimweg... und raus aus den nassen Klamotten.
(In Zusammenarbeit mit @Ripzha und @simscat2 )