Forum Discussion
3 years ago
Ort: Strangerville
Charakter: Blaze / Melissa / Viola /Chip
Geschichtsstrang: Suche nach dem Kristall - Luft - Teil 2
Viola bemerkt zwar, dass es auch bei den Jungs zu einem kleinen Streit gekommen ist, doch sie kommentiert das nicht. Es ist ja nicht das erste Mal. Und bisher haben sie sich am Ende immer wieder vertragen. Es gibt also keinen Grund für sie, sich da jetzt auch noch einzumischen. Sie folgt Chip, der als einziger ja weiß, wo er das Flugzeug gesehen hat.
Ganz genau weiß Chip nicht mehr wo er das Wrack gesehen hatte, aber es war nicht weit weg von der Partylocation. Der Weg dorthin triggert ihn. Er bekommt wieder dieses flaue Gefühl im Magen, weil er an Jessica denken muss und dieses fürchterliche Chaos am Morgen beim aufwachen. Ein Gedanke durchzuckt ihn. Ob Nouki irgendwas angedeutet hat gegenüber Denize und sie deshalb so distanziert ist? Aber Nouki ist kiene Plaudertasche und die beiden haben auch kaum etwas miteinander zu tun, sie hätte echt keinen Grund dazu. Nein, das kann's auch nicht sein. Sie kommen wieder an dem Trailerpark vorbei, der ihm beim letzten Mal schon aufgefallen ist. Wie die Leute dort wohl leben? Seine Ziele sind ziemlich hoch gesteckt, was sein zukünftiges Heim angeht, mindestens 5 Zimmer und Pool muss auch. Allerdings würde er derzeit jeden Trailer mit Handkuss nehmen, wenn er dann zuhause ausziehen könnte. Irgendwo hier muss das Flugzeug gewesen sein. Sie biegen um die nächste Kurve und da liegt es. Riesig und ganz gut erhalten.
Das Cockpit ist noch fast original und der hintere Teil auch, nur in der Mitte ist ein großer Teil des Corpus zerstört. "Das ist es. Fragt sich nur wo anfangen." Er tritt näher. "Beim Cockpit? Da drin steuert der Pilot jedenfalls ganz nach oben..und es ist auch das erste was wieder ganz unten ankommt wenn's abstürzt." sagt er, jetzt schon wieder besserer Laune. Die Abenteuerlust packt ihn erneut.
"Das Gedicht sagte ja: 'weist darunter auf einen Schrein...' Ist unter dem Flugzeug vielleicht irgendwas?", überlegt Viola. Doch das Wrack ist zu schwer, um es per Hand einfach zu verschieben, um nachzusehen, was darunter liegt. Vielleicht gibt es im Flugzeug selbst aber auch einen Weg nach unten. Oder sie interpretiert das Gedicht völlig falsch. "Wir können uns sonst ja auch aufteilen.", schlägt sie vor.
Blaze bemerkt nur eine Tür. Der Rumpf ist weg und der Rest liegt offen. „Oder wie schauen einfach mal rein.“ Blaze geht zur Tür und öffnet sie. Sie ist nicht verschlossen. Dann erinnert er sich an den Goblin und hält inne. „Vielleicht geht jemand mit übermenschlichen Fähigkeiten vor.“ er schaut sich zu den Vampiren um. Mel tritt vor und nimmt den Stein. Er leuchtet nicht. Dann öffnet sie die Tür.
Vor ihnen tut sich ein schäbiges Cockpit auf. Die Sitze sind leer. Dahinter sind jede menge Knöpfe und Schalter. „Ich glaube das Wesen war zufällig dort und gehörte nicht zum Rätsel, genau so wie der Sturm auf Sulani. Vielleicht haben wir diesmal Glück und es passiert nichts unvorhergesehenes.“
Auch Viola sieht sich um. Sie kann nichts von Interesse erkennen.. zumindest nichts, was für Leute interessant wäre, die keine Flugzeugenthusiasten sind. Und selbst die würden in dem Wrack kaum mehr sehen als den Haufen Schrott, den es mittlerweile ist. Es liegt einfach viel zu lange hier rum, ohne dass es irgendjemanden kümmern würde. Auch der Blick auf Mels Stein macht wenig Hoffnung. "Vielleicht dient das Flugzeug auch nur als Wegepunkt und ist nicht der Ort, an dem der Kristall versteckt ist.", vermutet Viola daher, "Zumal das Gerede vom Schrein und verzierten Steinen wenig Sinn hätte, wenn es nur um ein abgestürztes Flugzeug geht."
Chip betrachtet nachdenklich das Wrack. "Es heißt aber auch: unentdeckt und uralt, gut verborgen hinter verziertem Stein." Er dreht sich zu Mel. "Wenn der Kristall hinter fetten Steinplatten versteckt wurde, also so richtig fette...würde dein Stein ihn überhaupt noch spüren? Womöglich müssen wir graben und darunter liegt wieder ein Geheimgang der zu sowas führt."
Mel schüttelt den Kopf. Den Erdkristall hat sie auch erst gefunden nachdem Bertram ihn ausgegraben hat.
„Das Versteck muss man loben.“ murmelt Blaze. Er setzt sich auf den Pilotensitz. Die Armatur ist erloschen, Trotzdem juckt es ihm in den Fingern an den Knöpfen rumzuspielen. Es gibt in richtig alten Fliegern doch auch Hebel und Schalter die pneumatisch oder mit Ratschen-Mechanismus funktionieren und keinen Strom brauchen.
Viola seufzt. "Vielleicht muss man es nur deshalb 'loben', damit es sich reimt. Oder meinst du, auch diese Zeile ist ein Hinweis?" Sie fragt sich, warum sich bescheuerte Rätsel immer reimen müssen. Das war ja auch schon so, als Viktor die Briefe fand auf seiner Suche nach Rasputin.
„Warum sollte etwas im Rätsel stehen was kein Hinweis ist? Darum gehts doch.“ fixiert auf einen grossen Hebel, hält Blaze die Hand darüber. Er denkt nochmal kurz nach was passieren könnte wenn er zieht und macht es dann einfach. Leider bewegt er sich nicht so einfach wie in seiner Vorstellung und er ruckt fester daran. Nichts. Blaze steht auf, stellt einen Fuss an die Tischkante und hängt sich mit dem ganzen Gewicht rein. Der Hebel ist wie blockiert. Er spürt, dass er sich bewegen lassen würde wenn… keuchend schaut er sich im Raum um. Melissa betrachtet derweil die Fotos an der Kabinenwand. Das Glas ist zersprungen und angelaufen. Aber man erkennt ein Team aus Sims in Pilotenkleidung. Kampfpilotenkleidung. Wenn Taldren das geschaffen hat, dann hat er an jedes Detail gedacht…
Viola nickt. Dass die Zeile 'Blut zu Luft muss gewährt sein.' noch irgendwas bedeuten wird, da ist sie sich sicher. Bei der Zeile mit dem Loben hätte sie hingegen eher auf einen rhetorischen Sinn getippt, nichts weiter. Sie hilft Blaze, den Hebel zu ziehen. Auch mit ihren Vampirkräften ist das nicht einfach, aber sicherlich besser als wenn Blaze alleine daran rumzerrt.
Ihre Gedanken werden unterbrochen, als ein Heulen zu vernehmen ist. Es klingt nach einem Wolf in der Ferne. Einen Moment wundert sie sich, warum Wölfe in eine Wüste wie Strangerville ziehen würden, aber dann verwirft sie den Gedanken wieder. Vielleicht war es kein Wolf, sondern einfach nur ein Haushund. Auch die heulen ja ab und an mal. Sie konzentriert sich weiter auf das Rätsel.
Chip geht geduckt vom Cockpitdurch den zerstörten Rumpf Richtung Ende des Wracks. Vielleicht gibt es im hinteren Teil etwas zu entdecken. Das Ding hier ist ein alter Jagdbomber oder sowas, ziemlich faszinierend. Als er an Mel vorbeikommt knirscht es plötzlich unter seinen Füßen. What the...? Weiter kommt er nicht. Etwas bewegt sich unter ihm, sein linkes Bein verschwindet in einem Spalt im Boden und Chip verliert das Gleichgewicht. Er plumpst auf den Hintern und ruft zu Blaze und Viola. "Wir haben's, ich steck drin fest." Mit ruckartigen Bewegungen schafft er es sein Bein zu befreien und kommt wieder zum stehen. Ein schmaler Spalt klafft im Boden. Ringsherum ist noch Metall vom Flugzeug zu erkennen, das vorher von einer dicken Schicht Sand verdeckt war. Eine Bodenluke? Im Spalt ist nichts zu erkennen, nur Dunkelheit. "Zieht nochmal mehr am Hebel, vielleicht wird der Schlitz dann größer, sonst müssen wir ihn aufstemmen ."
Blaze hält kurz inne, als er das Heulen vernimmt, lässt dann aber ab. Kojoten und Wüste gehören einfach zusammen. Seine Gedanken werden durch Chips Ruf unterbrochen und ohne zu zögern zieht er nochmal. Plötzlich geht es viel einfacher. Als der Hebel ganz unten ankommt lässt er los. „Sehen wir nach.“ sagt er zu Viola und läuft zu den anderen. Vor ihnen klafft ein Loch. Die Seiten sind aus Stein und in den Stein sind Löcher und Spalte gehauen die als Leiter fungieren. Blaze nimmt die Taschenlampe aus dem Rucksack, den er seit Evergreen nicht ausgeräumt hat und leuchtet hinein. Noch mehr enge Tunnel… er bekommt eine Gänsehaut.
Viola folgt Blaze. "Ich weiß schon, warum ich alte Klamotten angezogen habe.", sagt sie, als sie das Loch sieht, doch ihre Abenteuerlust ist wichtiger als das. Das Heulen hat sie bereits wieder vergessen. Offenbar hat sie Recht gehabt, dass unter dem Flugzeug etwas ist... bis das fehlende Leuchten von Mels Stein ihr dann doch die fälschliche Idee gab, das Versteck sei ganz woanders. Aber es ist nicht ganz woanders... sondern hier, durch diesen Gang durch. Sie ignoriert die Stufen und flattert einfach in Fledermausgestalt runter. Als das Heulen erneut zu hören ist, wird der Ton durch die Wände nur noch verstärkt. Unten hört es sich nur noch gruseliger an, obwohl der Laut von draußen kommt. Viola leuchtet mit ihrem Handy durch den Gang, der nach einigen Metern um eine Kurve zu biegen scheint. Eine Abzweigung kann sie jedoch nicht erkennen. Es gibt - zumindest von ihrem Blickfeld aus - nur den Weg um die Kurve. Was nach der Kurve passiert, kann sie noch nicht sagen.
Der Rest folgt die Naturleiter nach unten. Melissa schaut auf ihren Stein. Nichts. Sie geht weiter, Blaze folgt. Dabei merkt er das flache, von menschen erschaffene Wände weniger das Problem sind als Naturhöhlen. Irgendwie vertraut er darauf, dass dieser Sandstein rings um sie hält. Er hat vermutlich hunderte von Jahren gehalten, warum nicht auch jetzt noch. Mel überholt Viola und biegt ohne zögern die Kurve ab. Es wartet nichts auf sie um die Ecke. Im Gegenteil. Die Gruppe geht und geht und geht. Das Zeitgefühl ist schon fast verloren, als sie endlich in einen riesigen Raum stossen. Auf der gegenüberliegenden Wand, sind Muster und Verzierungen eingekratzt. Sie werden geteilt durch einen fest verschlossenen Spalt. Man könnte davon ausgehen, dass es ein riesiges Tor ist.
In der Mitte des Raums liegt eine Platte wie ein Tisch. Ein Schrein, wenn man so will. Auf der Fläche sind Wellen eingezeichnet, ein Symbol für irgendetwas. Links und Rechts an den Wänden sind wieder Hebel. Sie sehen identisch aus und enden im Boden. Blaze mustert den Raum mit der Lampe, dann beginnt er die Fackeln an den Wänden mit dem Feuerzeug zu entzünden. Die Luft hier ist trocken und die Fackeln brennen gut. Eine davon nimmt er und sieht sich um. „Ob wir ne Geldbelohnung verdienen wenn wir Archäologen davon erzählen?“ denkt er laut, aber nicht wirklich ernst gemeint.
Die Wölfin wittert. Der Instinkt, den sie nicht unterdrücken kann, zwingt sie dazu. Die weite Wüste voll von Nichts hätte sie unter anderen Umständen nicht gewählt, aber irgendwas zieht sie hier hin: Die Witterung der Beute. Die ist ganz in der Nähe...
Viola war anfangs genervt darüber, dass Mel sich einfach vordrängt. Doch als sie die Platte sieht, hat sie die andere Vampirin bereits wieder vergessen. Die Fackeln an den Wänden werfen gespenstische Schatten an die Wand, doch die Teenagerin lässt sich davon nicht einschüchtern. "Ja, die Archäologen untersuchen dann alles. Bis unser Fund irgendwann in einem Museum ausgestellt wird, das unsere Schulklasse dann im Geschichtsunterricht besucht.", scherzt sie als Antwort und grinst Blaze an. Sie wirft einen Blick auf die Hebel. Was die wohl auslösen, wenn man daran zieht? Hoffentlich keine Falle. Doch zuerst schaut Viola sich die Muster an, bevor sie einen der Hebel auch tatsächlich berührt. "Diese Wellen sind bestimmt nicht nur zu Dekozwecken hier eingraviert worden.", sinniert sie, "ob sie was mit Wasser zu tun haben? Oder mit fließendem Blut, das in der letzten Gedichtszeile ja erwähnt wurde?"
Endlich wieder etwas Licht. Die beinahe endlose Wanderung durch die Gänge, die von den Lampen nur unzureichend beleuchtet wurden, hatte Chip schon beinahe entmutigt. Jetzt inspiziert er mit neuer Energie und Neugier im Fackelschein die geheimnisvolle Platte. "Es könnte aber auch Luftströmung gemeint sein." sinniert er gemeinsam mit Viola über die Symbolik. Dann schaut er zu den Hebeln. "Wenn wir alles richtig machen, werden bestimmt die Hebel aktiviert und wir können ein Tor oder sowas öffnen." Er weist auf den Spalt in der Wand. "Blut zu Luft muss gewährt sein..." Er schiebt grübelnd die cap in den Nacken. "Fließen muss auf jeden Fall etwas..Wenn das Muster Wasser oder Blut symbolisiert müsste die Luft dazu kommen, um etwas zu bewegen. Das kommt mir seltsam vor. Sollen wir da drüber pusten? Sicher nicht..." Er bekommt große Augen. "Aber wenn das Muster auf dem Stein Luftbewegungen sind, dann müsste Blut dazu....wie auf einem Opferstein." Er mustert die Platte nochmal. "Was by the way auch so aussieht hier. Wie einer dieser Steine, auf denen man Tier oder Simopfer den Göttern dargebracht hat in uralten Zeiten." Er schüttelt sich innerlich. "Also, tröpfeln wir was drauf? Blut?" Unwillkürlich greift er sich an den Unterarm, an dem sich die Blutsbrüderschaftsnarbe von damals, mit Steph und Blaze, befindet. "Ist ja nicht das erste Mal." sagt er grinsend zu Blaze.
Viola grinst, als Chip auf Blaze' Blutspende anspielt. Es wundert sie nur ein wenig, dass er darüber Bescheid weiß, doch das stört sie auch nicht. Wahrscheinlich hat Blaze ihm einfach davon erzählt, dass er sie beißen ließ während sie den Tag über bei ihm bleiben musste. Sie kommt gar nicht auf die Idee, das Chip vielleicht etwas anderes gemeint haben könnte.
Die Idee mit einer Opferung ist Viola auch schon gekommen. "Ich weiß allerdings nicht, ob es mit Vampirblut auch funktioniert. Immerhin ist Taldren kein Vampir. Vielleicht spielt es auch keine Rolle. Aber wer will es zuerst versuchen? Keine Sorge, ein paar Tropfen bringen mich schon nicht aus der Kontrolle." Erst in diesem Moment erinnert sie sich daran, dass Blaze kein Blut sehen kann. "Notfalls können wir es aber auch mit Vampirblut versuchen. Vielleicht klappt es ja auch.", sagt sie nun noch.
Blaze hat das Gefühl dass alle ihn anstarren. Ja, Blutsbrüder. Damals hat er es sogar ganz gut weggesteckt, aber der Ekel ist seit damals gestiegen. Es ist ihm unangenehm wenn jetzt die Blutsache rauskommt. Viola weiss davon, er hat es ihr gesagt und er versteht, dass sie deswegen von ihm ablenken will. Chip hingegen wirkt fast erwartungsvoll und Blaze will nicht dass Chip das erfährt. Mel geht davon aus, dass sie ihm in Transsylvanien einfach etwas zu viel abgezapft hat, und er deswegen umgefallen ist. Blaze blickt auf den Stein mit dem Symbol. Sein Herz ist nervös. „Hast du das Taschenmesser dabei?“ fragt er Chip entschlossen. Der holt es reflexartig raus. Blaze nimmt es ihm ab und klappt es auf. Er erhitzt die Klinge mit dem Feuerzeug und wedelt es kühl, bevor er mit der linken die scharfe Klinge umfasst. Er ist kein Feigling. Chip wird nicht von dieser Schwäche erfahren und Mel auch nicht. Unwillkürlich wird sein Atem schwerer. Mel denkt sich nichts dabei. Sich selbst zu verletzen ist immer ein Akt und sie will ansetzen um zu sagen, dass vielleicht jemand anderes… doch Blaze registriert ihre Worte als Eingriff um ihn abzuhalten. Jetzt oder nie. Jetzt oder nie. Jetzt oder… „Wehe das ist umsonst.“ sagt Blaze und kneift die Augen zu, beisst die Zähne zusammen und zieht die Klinge aus seiner Faust. Der unterdrückte Kampfschrei hallt von den Wänden wieder. Sofort hält er die Faust über den Opferstein. Noch immer atmet er hörbar und sein Puls läuft Amok. Er schaut auf seine Hand. Erst ein Auge öffnend dann das Zweite. Es tropft kein Blut. Er spürt zwar ein leichtes ziehen, aber warum ist da kein Blut? Ist die Klinge stumpf? Alle starren auf seine Faust bis er sie verwirrt öffnet. Der Druck lässt nach, Blaze bemerkt das Reissen in der Handfläche und sofort fliest das Blut aus der Wunde. Alle bösen Flüche zwischen den Zähnen hindurch knirschend, presst er die Faust wieder zusammen. Jetzt ist er da, der brennende Schmerz und unter seinen Fingern sammelt sich warmes Blut. Es tropft unten aus der Faust, dabei geht Blaze in die Hocke. Mit der Hand die das Messer hält, stützt er sich am Stein und den Ellbogen mit der blutigen Faust stützt er ebenso auf der Platte ab. Er kann gar nicht hinsehen und senkt den Kopf.
So eine Verschwendung. Denkt Melissa. Ehe sie etwas sagen kann beginnt der Boden leicht zu vibrieren. Irgendetwas bewegt sich unter ihren Füssen.
Im Gegensatz zu Mel denkt Viola nicht direkt an Verschwendung. Stattdessen muss sie sich den Arm vor die Nase halten, um den Blutgeruch nicht ganz so stark wahrzunehmen und doch noch ihre Kontrolle zu verlieren. Es ist doch ein bisschen mehr Blut geworden als nur ein paar Tropfen. Besser, sie verbinden Blaze' Hand schnell, nicht nur seinetwegen. Viola nimmt ihren Arm nun doch wieder runter, um etwas Stoff von ihrem alten, eh schon zerrissenen Shirt abzureißen. Diesen bindet sie um Blaze' Hand. "Um die Blutung zu stoppen! Und ich kann mich besser konzentrieren, wenn ich nicht ständig Blutgeruch wahrnehmen muss.", sagt sie, ohne Blaze' Schwäche zu erwähnen. So kann er sein Gesicht wahren, und es entspricht ja auch der Wahrheit, dass es auch ihr hilft.
Er hätte das nicht tun müssen. Viola wäre bereit gewesen, es auch mit ihrem Blut zu versuchen. Vampirblut hätte zumindest den Vorteil, dass sie von dessen Geruch nicht so kirre wird. Und wenn das nicht klappt, wäre sicherlich auch Chip zu einem Opfer bereit gewesen. Dass es Blaze war, der es im Endeffekt getan hat, lässt ihren Respekt nur steigen.
Das Blut auf dem Opferaltar ist verschwunden. Das Opfer wurde angenommen. Erleichtert atmet Viola aus. Auch die Vibration zeigte ja, dass irgendein Mechanismus in Gang gesetzt wurde. "Bestimmt kommen jetzt die Hebel an die Reihe.", sagt sie, "Wie Chip ja bereits sagte."
Die Wölfin kommt näher. Wölfe können Geruchsspuren folgen, die schon einige Tage alt sind. Und diese hier ist noch ganz frisch! Sie kann nicht genau sagen, warum es genau diese Spur ist, die ihr aufgefallen ist... Ist es die Tatsache, dass sie anders ist als die 1000 anderen Spuren irgendwelcher Passanten? Dass es nicht nur nach Mensch riecht? Vom Instinkt geleitet denkt die Wölfin jedoch nicht darüber nach. Die Spur führt zu dem alten Flugzeugwrack...
Als Blaze das Messer durch die Faust zieht, saugt Chip hörbar zischend die Luft ein. Die Erinnerung an früher ist quicklebendig in diesem Moment. Er respektiert Blaze für seinen Mut das ohne viele Worte auf sich zu nehmen, hätte aber selbst auch nicht gekniffen. Es geht hier um etwas Größeres und der Kristall ist der letzte in der Reihe, dann kann Mel endlich zu Taldren gehen und der dann die Aufgabe vollenden. Als es unter ihnen knirscht, packt ihn kurz der Schreck bei der Vorstellung, der Boden könnte sich öffnen und sie alle verschlingen, aber das Geräusch setzt sich fort Richtung der Hebel. Er wirft noch einen prüfenden Blick zu Blaze, der wieder sehr blass aussieht, aber er wirkt stabil und ist ja von Viola versorgt worden. Erwartungsvoll geht Chip zu einem der Hebel, legt beide Hände um den Knauf und übt Druck aus. Nichts passiert. Er zieht mit aller Kraft, aber es tut sich nichts. Vielleicht... "Viola, geh du an den anderen Hebel und auf drei ziehen wir gemeinsam. Wenn es klappt, sollte sich die Wand öffnen, denk ich." Chip stellt sich in Position, wartet bis Viola ebenfalls bereit ist und zählt laut: "Eins..zwei...drei!!" Mit ganzer Körperkraft pressen sie die Hebel Richtung Boden, was Viola deutlich leichter fällt. Ein mächtiges, tiefes, grollendes Knirschen und Dröhnen ertönt und die beiden verzierten Hälften an der Wand bewegen sich in Zeitlupe auseinander, bis ein Spalt klafft, der breit genug für einen Sim ist. Keuchend starrt Chip auf die Öffnung und lässt seinen Hebel los. Der Spalt schließt sich langsam wieder und er presst erneut mit aller Kraft um den Hebel in Position zu halten. "Wir müssen die Hebel halten, das ist bestimmt eine Sicherheitsmaßnahme, so kann schon kein Einzelner hier was ausrichten. Kostet auch ziemlich Kraft." Schweißperlen stehen ihm auf der Stirn.
(In Zusammenarbeit mit @Ripzha und @simscat2 )
(Fortsetzung folgt...)
Charakter: Blaze / Melissa / Viola /Chip
Geschichtsstrang: Suche nach dem Kristall - Luft - Teil 2
Viola bemerkt zwar, dass es auch bei den Jungs zu einem kleinen Streit gekommen ist, doch sie kommentiert das nicht. Es ist ja nicht das erste Mal. Und bisher haben sie sich am Ende immer wieder vertragen. Es gibt also keinen Grund für sie, sich da jetzt auch noch einzumischen. Sie folgt Chip, der als einziger ja weiß, wo er das Flugzeug gesehen hat.
Ganz genau weiß Chip nicht mehr wo er das Wrack gesehen hatte, aber es war nicht weit weg von der Partylocation. Der Weg dorthin triggert ihn. Er bekommt wieder dieses flaue Gefühl im Magen, weil er an Jessica denken muss und dieses fürchterliche Chaos am Morgen beim aufwachen. Ein Gedanke durchzuckt ihn. Ob Nouki irgendwas angedeutet hat gegenüber Denize und sie deshalb so distanziert ist? Aber Nouki ist kiene Plaudertasche und die beiden haben auch kaum etwas miteinander zu tun, sie hätte echt keinen Grund dazu. Nein, das kann's auch nicht sein. Sie kommen wieder an dem Trailerpark vorbei, der ihm beim letzten Mal schon aufgefallen ist. Wie die Leute dort wohl leben? Seine Ziele sind ziemlich hoch gesteckt, was sein zukünftiges Heim angeht, mindestens 5 Zimmer und Pool muss auch. Allerdings würde er derzeit jeden Trailer mit Handkuss nehmen, wenn er dann zuhause ausziehen könnte. Irgendwo hier muss das Flugzeug gewesen sein. Sie biegen um die nächste Kurve und da liegt es. Riesig und ganz gut erhalten.
Das Cockpit ist noch fast original und der hintere Teil auch, nur in der Mitte ist ein großer Teil des Corpus zerstört. "Das ist es. Fragt sich nur wo anfangen." Er tritt näher. "Beim Cockpit? Da drin steuert der Pilot jedenfalls ganz nach oben..und es ist auch das erste was wieder ganz unten ankommt wenn's abstürzt." sagt er, jetzt schon wieder besserer Laune. Die Abenteuerlust packt ihn erneut.
"Das Gedicht sagte ja: 'weist darunter auf einen Schrein...' Ist unter dem Flugzeug vielleicht irgendwas?", überlegt Viola. Doch das Wrack ist zu schwer, um es per Hand einfach zu verschieben, um nachzusehen, was darunter liegt. Vielleicht gibt es im Flugzeug selbst aber auch einen Weg nach unten. Oder sie interpretiert das Gedicht völlig falsch. "Wir können uns sonst ja auch aufteilen.", schlägt sie vor.
Blaze bemerkt nur eine Tür. Der Rumpf ist weg und der Rest liegt offen. „Oder wie schauen einfach mal rein.“ Blaze geht zur Tür und öffnet sie. Sie ist nicht verschlossen. Dann erinnert er sich an den Goblin und hält inne. „Vielleicht geht jemand mit übermenschlichen Fähigkeiten vor.“ er schaut sich zu den Vampiren um. Mel tritt vor und nimmt den Stein. Er leuchtet nicht. Dann öffnet sie die Tür.
Vor ihnen tut sich ein schäbiges Cockpit auf. Die Sitze sind leer. Dahinter sind jede menge Knöpfe und Schalter. „Ich glaube das Wesen war zufällig dort und gehörte nicht zum Rätsel, genau so wie der Sturm auf Sulani. Vielleicht haben wir diesmal Glück und es passiert nichts unvorhergesehenes.“
Auch Viola sieht sich um. Sie kann nichts von Interesse erkennen.. zumindest nichts, was für Leute interessant wäre, die keine Flugzeugenthusiasten sind. Und selbst die würden in dem Wrack kaum mehr sehen als den Haufen Schrott, den es mittlerweile ist. Es liegt einfach viel zu lange hier rum, ohne dass es irgendjemanden kümmern würde. Auch der Blick auf Mels Stein macht wenig Hoffnung. "Vielleicht dient das Flugzeug auch nur als Wegepunkt und ist nicht der Ort, an dem der Kristall versteckt ist.", vermutet Viola daher, "Zumal das Gerede vom Schrein und verzierten Steinen wenig Sinn hätte, wenn es nur um ein abgestürztes Flugzeug geht."
Chip betrachtet nachdenklich das Wrack. "Es heißt aber auch: unentdeckt und uralt, gut verborgen hinter verziertem Stein." Er dreht sich zu Mel. "Wenn der Kristall hinter fetten Steinplatten versteckt wurde, also so richtig fette...würde dein Stein ihn überhaupt noch spüren? Womöglich müssen wir graben und darunter liegt wieder ein Geheimgang der zu sowas führt."
Mel schüttelt den Kopf. Den Erdkristall hat sie auch erst gefunden nachdem Bertram ihn ausgegraben hat.
„Das Versteck muss man loben.“ murmelt Blaze. Er setzt sich auf den Pilotensitz. Die Armatur ist erloschen, Trotzdem juckt es ihm in den Fingern an den Knöpfen rumzuspielen. Es gibt in richtig alten Fliegern doch auch Hebel und Schalter die pneumatisch oder mit Ratschen-Mechanismus funktionieren und keinen Strom brauchen.
Viola seufzt. "Vielleicht muss man es nur deshalb 'loben', damit es sich reimt. Oder meinst du, auch diese Zeile ist ein Hinweis?" Sie fragt sich, warum sich bescheuerte Rätsel immer reimen müssen. Das war ja auch schon so, als Viktor die Briefe fand auf seiner Suche nach Rasputin.
„Warum sollte etwas im Rätsel stehen was kein Hinweis ist? Darum gehts doch.“ fixiert auf einen grossen Hebel, hält Blaze die Hand darüber. Er denkt nochmal kurz nach was passieren könnte wenn er zieht und macht es dann einfach. Leider bewegt er sich nicht so einfach wie in seiner Vorstellung und er ruckt fester daran. Nichts. Blaze steht auf, stellt einen Fuss an die Tischkante und hängt sich mit dem ganzen Gewicht rein. Der Hebel ist wie blockiert. Er spürt, dass er sich bewegen lassen würde wenn… keuchend schaut er sich im Raum um. Melissa betrachtet derweil die Fotos an der Kabinenwand. Das Glas ist zersprungen und angelaufen. Aber man erkennt ein Team aus Sims in Pilotenkleidung. Kampfpilotenkleidung. Wenn Taldren das geschaffen hat, dann hat er an jedes Detail gedacht…
Viola nickt. Dass die Zeile 'Blut zu Luft muss gewährt sein.' noch irgendwas bedeuten wird, da ist sie sich sicher. Bei der Zeile mit dem Loben hätte sie hingegen eher auf einen rhetorischen Sinn getippt, nichts weiter. Sie hilft Blaze, den Hebel zu ziehen. Auch mit ihren Vampirkräften ist das nicht einfach, aber sicherlich besser als wenn Blaze alleine daran rumzerrt.
Ihre Gedanken werden unterbrochen, als ein Heulen zu vernehmen ist. Es klingt nach einem Wolf in der Ferne. Einen Moment wundert sie sich, warum Wölfe in eine Wüste wie Strangerville ziehen würden, aber dann verwirft sie den Gedanken wieder. Vielleicht war es kein Wolf, sondern einfach nur ein Haushund. Auch die heulen ja ab und an mal. Sie konzentriert sich weiter auf das Rätsel.
Chip geht geduckt vom Cockpitdurch den zerstörten Rumpf Richtung Ende des Wracks. Vielleicht gibt es im hinteren Teil etwas zu entdecken. Das Ding hier ist ein alter Jagdbomber oder sowas, ziemlich faszinierend. Als er an Mel vorbeikommt knirscht es plötzlich unter seinen Füßen. What the...? Weiter kommt er nicht. Etwas bewegt sich unter ihm, sein linkes Bein verschwindet in einem Spalt im Boden und Chip verliert das Gleichgewicht. Er plumpst auf den Hintern und ruft zu Blaze und Viola. "Wir haben's, ich steck drin fest." Mit ruckartigen Bewegungen schafft er es sein Bein zu befreien und kommt wieder zum stehen. Ein schmaler Spalt klafft im Boden. Ringsherum ist noch Metall vom Flugzeug zu erkennen, das vorher von einer dicken Schicht Sand verdeckt war. Eine Bodenluke? Im Spalt ist nichts zu erkennen, nur Dunkelheit. "Zieht nochmal mehr am Hebel, vielleicht wird der Schlitz dann größer, sonst müssen wir ihn aufstemmen ."
Blaze hält kurz inne, als er das Heulen vernimmt, lässt dann aber ab. Kojoten und Wüste gehören einfach zusammen. Seine Gedanken werden durch Chips Ruf unterbrochen und ohne zu zögern zieht er nochmal. Plötzlich geht es viel einfacher. Als der Hebel ganz unten ankommt lässt er los. „Sehen wir nach.“ sagt er zu Viola und läuft zu den anderen. Vor ihnen klafft ein Loch. Die Seiten sind aus Stein und in den Stein sind Löcher und Spalte gehauen die als Leiter fungieren. Blaze nimmt die Taschenlampe aus dem Rucksack, den er seit Evergreen nicht ausgeräumt hat und leuchtet hinein. Noch mehr enge Tunnel… er bekommt eine Gänsehaut.
Viola folgt Blaze. "Ich weiß schon, warum ich alte Klamotten angezogen habe.", sagt sie, als sie das Loch sieht, doch ihre Abenteuerlust ist wichtiger als das. Das Heulen hat sie bereits wieder vergessen. Offenbar hat sie Recht gehabt, dass unter dem Flugzeug etwas ist... bis das fehlende Leuchten von Mels Stein ihr dann doch die fälschliche Idee gab, das Versteck sei ganz woanders. Aber es ist nicht ganz woanders... sondern hier, durch diesen Gang durch. Sie ignoriert die Stufen und flattert einfach in Fledermausgestalt runter. Als das Heulen erneut zu hören ist, wird der Ton durch die Wände nur noch verstärkt. Unten hört es sich nur noch gruseliger an, obwohl der Laut von draußen kommt. Viola leuchtet mit ihrem Handy durch den Gang, der nach einigen Metern um eine Kurve zu biegen scheint. Eine Abzweigung kann sie jedoch nicht erkennen. Es gibt - zumindest von ihrem Blickfeld aus - nur den Weg um die Kurve. Was nach der Kurve passiert, kann sie noch nicht sagen.
Der Rest folgt die Naturleiter nach unten. Melissa schaut auf ihren Stein. Nichts. Sie geht weiter, Blaze folgt. Dabei merkt er das flache, von menschen erschaffene Wände weniger das Problem sind als Naturhöhlen. Irgendwie vertraut er darauf, dass dieser Sandstein rings um sie hält. Er hat vermutlich hunderte von Jahren gehalten, warum nicht auch jetzt noch. Mel überholt Viola und biegt ohne zögern die Kurve ab. Es wartet nichts auf sie um die Ecke. Im Gegenteil. Die Gruppe geht und geht und geht. Das Zeitgefühl ist schon fast verloren, als sie endlich in einen riesigen Raum stossen. Auf der gegenüberliegenden Wand, sind Muster und Verzierungen eingekratzt. Sie werden geteilt durch einen fest verschlossenen Spalt. Man könnte davon ausgehen, dass es ein riesiges Tor ist.
In der Mitte des Raums liegt eine Platte wie ein Tisch. Ein Schrein, wenn man so will. Auf der Fläche sind Wellen eingezeichnet, ein Symbol für irgendetwas. Links und Rechts an den Wänden sind wieder Hebel. Sie sehen identisch aus und enden im Boden. Blaze mustert den Raum mit der Lampe, dann beginnt er die Fackeln an den Wänden mit dem Feuerzeug zu entzünden. Die Luft hier ist trocken und die Fackeln brennen gut. Eine davon nimmt er und sieht sich um. „Ob wir ne Geldbelohnung verdienen wenn wir Archäologen davon erzählen?“ denkt er laut, aber nicht wirklich ernst gemeint.
Die Wölfin wittert. Der Instinkt, den sie nicht unterdrücken kann, zwingt sie dazu. Die weite Wüste voll von Nichts hätte sie unter anderen Umständen nicht gewählt, aber irgendwas zieht sie hier hin: Die Witterung der Beute. Die ist ganz in der Nähe...
Viola war anfangs genervt darüber, dass Mel sich einfach vordrängt. Doch als sie die Platte sieht, hat sie die andere Vampirin bereits wieder vergessen. Die Fackeln an den Wänden werfen gespenstische Schatten an die Wand, doch die Teenagerin lässt sich davon nicht einschüchtern. "Ja, die Archäologen untersuchen dann alles. Bis unser Fund irgendwann in einem Museum ausgestellt wird, das unsere Schulklasse dann im Geschichtsunterricht besucht.", scherzt sie als Antwort und grinst Blaze an. Sie wirft einen Blick auf die Hebel. Was die wohl auslösen, wenn man daran zieht? Hoffentlich keine Falle. Doch zuerst schaut Viola sich die Muster an, bevor sie einen der Hebel auch tatsächlich berührt. "Diese Wellen sind bestimmt nicht nur zu Dekozwecken hier eingraviert worden.", sinniert sie, "ob sie was mit Wasser zu tun haben? Oder mit fließendem Blut, das in der letzten Gedichtszeile ja erwähnt wurde?"
Endlich wieder etwas Licht. Die beinahe endlose Wanderung durch die Gänge, die von den Lampen nur unzureichend beleuchtet wurden, hatte Chip schon beinahe entmutigt. Jetzt inspiziert er mit neuer Energie und Neugier im Fackelschein die geheimnisvolle Platte. "Es könnte aber auch Luftströmung gemeint sein." sinniert er gemeinsam mit Viola über die Symbolik. Dann schaut er zu den Hebeln. "Wenn wir alles richtig machen, werden bestimmt die Hebel aktiviert und wir können ein Tor oder sowas öffnen." Er weist auf den Spalt in der Wand. "Blut zu Luft muss gewährt sein..." Er schiebt grübelnd die cap in den Nacken. "Fließen muss auf jeden Fall etwas..Wenn das Muster Wasser oder Blut symbolisiert müsste die Luft dazu kommen, um etwas zu bewegen. Das kommt mir seltsam vor. Sollen wir da drüber pusten? Sicher nicht..." Er bekommt große Augen. "Aber wenn das Muster auf dem Stein Luftbewegungen sind, dann müsste Blut dazu....wie auf einem Opferstein." Er mustert die Platte nochmal. "Was by the way auch so aussieht hier. Wie einer dieser Steine, auf denen man Tier oder Simopfer den Göttern dargebracht hat in uralten Zeiten." Er schüttelt sich innerlich. "Also, tröpfeln wir was drauf? Blut?" Unwillkürlich greift er sich an den Unterarm, an dem sich die Blutsbrüderschaftsnarbe von damals, mit Steph und Blaze, befindet. "Ist ja nicht das erste Mal." sagt er grinsend zu Blaze.
Viola grinst, als Chip auf Blaze' Blutspende anspielt. Es wundert sie nur ein wenig, dass er darüber Bescheid weiß, doch das stört sie auch nicht. Wahrscheinlich hat Blaze ihm einfach davon erzählt, dass er sie beißen ließ während sie den Tag über bei ihm bleiben musste. Sie kommt gar nicht auf die Idee, das Chip vielleicht etwas anderes gemeint haben könnte.
Die Idee mit einer Opferung ist Viola auch schon gekommen. "Ich weiß allerdings nicht, ob es mit Vampirblut auch funktioniert. Immerhin ist Taldren kein Vampir. Vielleicht spielt es auch keine Rolle. Aber wer will es zuerst versuchen? Keine Sorge, ein paar Tropfen bringen mich schon nicht aus der Kontrolle." Erst in diesem Moment erinnert sie sich daran, dass Blaze kein Blut sehen kann. "Notfalls können wir es aber auch mit Vampirblut versuchen. Vielleicht klappt es ja auch.", sagt sie nun noch.
Blaze hat das Gefühl dass alle ihn anstarren. Ja, Blutsbrüder. Damals hat er es sogar ganz gut weggesteckt, aber der Ekel ist seit damals gestiegen. Es ist ihm unangenehm wenn jetzt die Blutsache rauskommt. Viola weiss davon, er hat es ihr gesagt und er versteht, dass sie deswegen von ihm ablenken will. Chip hingegen wirkt fast erwartungsvoll und Blaze will nicht dass Chip das erfährt. Mel geht davon aus, dass sie ihm in Transsylvanien einfach etwas zu viel abgezapft hat, und er deswegen umgefallen ist. Blaze blickt auf den Stein mit dem Symbol. Sein Herz ist nervös. „Hast du das Taschenmesser dabei?“ fragt er Chip entschlossen. Der holt es reflexartig raus. Blaze nimmt es ihm ab und klappt es auf. Er erhitzt die Klinge mit dem Feuerzeug und wedelt es kühl, bevor er mit der linken die scharfe Klinge umfasst. Er ist kein Feigling. Chip wird nicht von dieser Schwäche erfahren und Mel auch nicht. Unwillkürlich wird sein Atem schwerer. Mel denkt sich nichts dabei. Sich selbst zu verletzen ist immer ein Akt und sie will ansetzen um zu sagen, dass vielleicht jemand anderes… doch Blaze registriert ihre Worte als Eingriff um ihn abzuhalten. Jetzt oder nie. Jetzt oder nie. Jetzt oder… „Wehe das ist umsonst.“ sagt Blaze und kneift die Augen zu, beisst die Zähne zusammen und zieht die Klinge aus seiner Faust. Der unterdrückte Kampfschrei hallt von den Wänden wieder. Sofort hält er die Faust über den Opferstein. Noch immer atmet er hörbar und sein Puls läuft Amok. Er schaut auf seine Hand. Erst ein Auge öffnend dann das Zweite. Es tropft kein Blut. Er spürt zwar ein leichtes ziehen, aber warum ist da kein Blut? Ist die Klinge stumpf? Alle starren auf seine Faust bis er sie verwirrt öffnet. Der Druck lässt nach, Blaze bemerkt das Reissen in der Handfläche und sofort fliest das Blut aus der Wunde. Alle bösen Flüche zwischen den Zähnen hindurch knirschend, presst er die Faust wieder zusammen. Jetzt ist er da, der brennende Schmerz und unter seinen Fingern sammelt sich warmes Blut. Es tropft unten aus der Faust, dabei geht Blaze in die Hocke. Mit der Hand die das Messer hält, stützt er sich am Stein und den Ellbogen mit der blutigen Faust stützt er ebenso auf der Platte ab. Er kann gar nicht hinsehen und senkt den Kopf.
So eine Verschwendung. Denkt Melissa. Ehe sie etwas sagen kann beginnt der Boden leicht zu vibrieren. Irgendetwas bewegt sich unter ihren Füssen.
Im Gegensatz zu Mel denkt Viola nicht direkt an Verschwendung. Stattdessen muss sie sich den Arm vor die Nase halten, um den Blutgeruch nicht ganz so stark wahrzunehmen und doch noch ihre Kontrolle zu verlieren. Es ist doch ein bisschen mehr Blut geworden als nur ein paar Tropfen. Besser, sie verbinden Blaze' Hand schnell, nicht nur seinetwegen. Viola nimmt ihren Arm nun doch wieder runter, um etwas Stoff von ihrem alten, eh schon zerrissenen Shirt abzureißen. Diesen bindet sie um Blaze' Hand. "Um die Blutung zu stoppen! Und ich kann mich besser konzentrieren, wenn ich nicht ständig Blutgeruch wahrnehmen muss.", sagt sie, ohne Blaze' Schwäche zu erwähnen. So kann er sein Gesicht wahren, und es entspricht ja auch der Wahrheit, dass es auch ihr hilft.
Er hätte das nicht tun müssen. Viola wäre bereit gewesen, es auch mit ihrem Blut zu versuchen. Vampirblut hätte zumindest den Vorteil, dass sie von dessen Geruch nicht so kirre wird. Und wenn das nicht klappt, wäre sicherlich auch Chip zu einem Opfer bereit gewesen. Dass es Blaze war, der es im Endeffekt getan hat, lässt ihren Respekt nur steigen.
Das Blut auf dem Opferaltar ist verschwunden. Das Opfer wurde angenommen. Erleichtert atmet Viola aus. Auch die Vibration zeigte ja, dass irgendein Mechanismus in Gang gesetzt wurde. "Bestimmt kommen jetzt die Hebel an die Reihe.", sagt sie, "Wie Chip ja bereits sagte."
Die Wölfin kommt näher. Wölfe können Geruchsspuren folgen, die schon einige Tage alt sind. Und diese hier ist noch ganz frisch! Sie kann nicht genau sagen, warum es genau diese Spur ist, die ihr aufgefallen ist... Ist es die Tatsache, dass sie anders ist als die 1000 anderen Spuren irgendwelcher Passanten? Dass es nicht nur nach Mensch riecht? Vom Instinkt geleitet denkt die Wölfin jedoch nicht darüber nach. Die Spur führt zu dem alten Flugzeugwrack...
Als Blaze das Messer durch die Faust zieht, saugt Chip hörbar zischend die Luft ein. Die Erinnerung an früher ist quicklebendig in diesem Moment. Er respektiert Blaze für seinen Mut das ohne viele Worte auf sich zu nehmen, hätte aber selbst auch nicht gekniffen. Es geht hier um etwas Größeres und der Kristall ist der letzte in der Reihe, dann kann Mel endlich zu Taldren gehen und der dann die Aufgabe vollenden. Als es unter ihnen knirscht, packt ihn kurz der Schreck bei der Vorstellung, der Boden könnte sich öffnen und sie alle verschlingen, aber das Geräusch setzt sich fort Richtung der Hebel. Er wirft noch einen prüfenden Blick zu Blaze, der wieder sehr blass aussieht, aber er wirkt stabil und ist ja von Viola versorgt worden. Erwartungsvoll geht Chip zu einem der Hebel, legt beide Hände um den Knauf und übt Druck aus. Nichts passiert. Er zieht mit aller Kraft, aber es tut sich nichts. Vielleicht... "Viola, geh du an den anderen Hebel und auf drei ziehen wir gemeinsam. Wenn es klappt, sollte sich die Wand öffnen, denk ich." Chip stellt sich in Position, wartet bis Viola ebenfalls bereit ist und zählt laut: "Eins..zwei...drei!!" Mit ganzer Körperkraft pressen sie die Hebel Richtung Boden, was Viola deutlich leichter fällt. Ein mächtiges, tiefes, grollendes Knirschen und Dröhnen ertönt und die beiden verzierten Hälften an der Wand bewegen sich in Zeitlupe auseinander, bis ein Spalt klafft, der breit genug für einen Sim ist. Keuchend starrt Chip auf die Öffnung und lässt seinen Hebel los. Der Spalt schließt sich langsam wieder und er presst erneut mit aller Kraft um den Hebel in Position zu halten. "Wir müssen die Hebel halten, das ist bestimmt eine Sicherheitsmaßnahme, so kann schon kein Einzelner hier was ausrichten. Kostet auch ziemlich Kraft." Schweißperlen stehen ihm auf der Stirn.
(In Zusammenarbeit mit @Ripzha und @simscat2 )
(Fortsetzung folgt...)