Forum Discussion
3 years ago
Ort: Forgotten Hollow
Charaktere: Zentauren, Familie Nebeljäger, Adam
Geschichtsstrang: Rückkehr in den Magischen Wald
Meloe und die Vampire erreichen das Portal und springen hindurch. Im Wald ist Tag und das Licht der Sonne wird nur durch die vielen Bäumen abgefangen. Für Meloe stellt das weniger ein Problem dar, als für die Vampire. Sie sieht nach ihnen. "Alles in Ordnung bei euch?"
"Geht schon.", sagt Viktor. "Die Blätter schirmen das Schlimmste ab."
Adam verlässt gerade die Vampirwelt. Wie üblich hat er seiner Lordschaft ausführlich berichtet. Erst jetzt empfängt er Lillys Nachricht. Er macht sich sofort auf den Weg, um der Gruppe aufzuschließen. Daher erreicht er kurz nach den Nebeljägern ebenfalls den Platz, wo sich alle derzeit befinden. "Hi", grüßt er alle freundlich.
Lilly sieht zu Adam. Gut, dass er rechtzeitig da ist. "Hi.", sagt sie. Viola verdreht hingegen nur die Augen.
"Was gibt es neues?", fragt er Lilly und Viktor. Viola ignoriert er wie üblich. Lilly klärt ihn kurz über Meloes Besuch auf und auch, was ihre Tochter von der Begegnung im Wald erzählt hat. Besagte Tochter hat jedoch nicht vor, sich in das Gespräch mit einzumischen und selber die Erzählung zu ergänzen.
"Das heißt wir kommen unserem Ziel näher. Das ist super", dabei merkt man Adam die Erleichterung an. "Wo lang müssen wir nun?" "Folgt mir", antwortet Meloe und sie führt die Gäste zu ihrem Clan.
Dieser hat sich wieder vor ihrer Höhle versammelt. "Mama, Papa!", ruft das Stutfohlen glücklich und galoppiert seinen Eltern entgegen. Diese sind sichtlich froh, dass ihrer Tochter nichts geschehen ist. Cheiron begrüßt sie mit offenen Armen, wobei Adam routinemäßig dennoch vor dem Ehrwürdigen kniet, um ihm seinen Respekt zu zollen.
Während die Erwachsenen Cheiron grüßen, sieht sich Viola neugierig um. Der Stamm hier ist tatsächlich ein anderer, als der dem sie damals begegnet ist. Wie die wohl so drauf sind?
"Willkommen. Setzt euch zu uns", winkt der weise Hengst die Vampire heran. Als sie sich in der Höhle befinden und die weiblichen Zentauren ihnen einen Kräutertee reichen, ruft Cheiron in die tiefe Dunkelheit der Höhle: "Hila, du kannst kommen." In einem hellen, silbernen Licht getaucht tritt die Einhornstute zu ihnen.
Die Nebeljäger blicken nun ehrfürchtig zu den Neuankömmling. Es wird wohl dauern, bis sie sich an das Licht dieses Wesens gewöhnen können, doch sie lassen sich nichts anmerken.
Adam staunt. "Bei Alucard ... es ist das erste Mal, dass ich ein Einhorn sehe ..." Das Pferd schüttelt seine Mähne und das Licht seines Horns pulsiert regelrecht. "Was wollt ihr von mir?", fragt sie in einer klaren Stimme. Der Deathdealer sieht zu den Nebeljägern und antwortet: "Wir suchen den Mörder von Viktors Eltern. Recherchen haben ergeben, dass der Mörder auf der Suche nach Phönixfedern und Einhornhaar ist. ... Was mit Philomena geschehen ist, wissen wir ... Doch nie dachten wir, dass noch ein Einhorn existiert." Die Stute schnaubt durch ihre Nüstern. "Ja, ich bin das letzte aller Einhörner ... und mir ist das Schicksal meiner Freundin Philo bekannt ..." Adam sieht zu Lilly ... Sie hat sich als Vermittlerin bisher gut bewährt. Vielleicht kann sie die Anspannung, die von der Stute ausgeht, nehmen und das Gespräch entspannen.
Lilly deutet Adams Blick richtig. Doch nicht sie ist es gewesen, die Hila das erste Mal gesehen hat sondern Viola. Vielleicht sollte die Teenagerin das Gespräch führen. Doch diese hält sich zurück. Anstatt etwas zu sagen betrachtet die Teenagerin immer noch das Einhorn, etwas, das sie noch nie zuvor gesehen hat, zumindest nicht in dieser Gestalt. Und so entscheidet sich Lilly dann doch dazu, selber anzufangen. Sie verbeugt sich würdevoll vor dem Einhorn. "Es tut mir leid, was dir und deinesgleichen passiert ist. Eine ganze Population von Einhörnern auszurotten wiegt wirklich schwer." Sie sieht Hila an. "Ich weiß, es ist nicht einfach, aber wir können das nicht kampflos so hinnehmen. Wir versprechen dir, dass dir von uns keine Gefahr droht und wir nicht erwarten, dass du mit in den Kampf gehst. Vielleicht aber kannst du uns helfen." Lilly ist sich nicht sicher, ob Hila ihnen wirklich helfen kann. Aber sie hat den Werwolf bekämpft und vielleicht weiß sie etwas über ihn, so dass sie zumindest den Wolf finden können. Dass Hila etwas über Rasputins Aufenthalt weiß, bezweifelt Lilly, aber vielleicht weiß sie ja trotzdem etwas über ihn. Sie müssten es zumindest versuchen.
Das Fabelwesen beruhigt sich etwas. Aufmerksam beobachtet Cheiron die Situation. "Die Vampire haben Selenes Segen ... vergiss das nicht, Hila." Das Einhorn sieht zum Weisen und schnaubt erneut. Dann sieht sie Lilly direkt an. "Wie soll ich euch behilflich sein?", fragt sie mit ruhiger Stimme.
"Gibt es Informationen über den Wolf, die du uns geben kannst?", fragt Lilly, "Weißt du, warum er in Forgotten Hollow war?"
Das Einhorn schüttelt den Kopf. "Werwölfe sind instinktgesteuerte Bestien. Ihr Verlangen nach Blut ist unersättlich. Dieses Verlangen hatten auch die Vampire ... bis sie lernten den Hunger zu zähmen." Sie sieht nun auch die restlichen Anwesenden an. "Ich war zu der Zeit auf der Flucht und bin nur zufällig in dieser Region, die ihr Forgotten Hollow nennt. Ich sah es in meiner Pflicht eine Maid zu beschützen, die sonst grausam hätte sterben müssen." Hila schüttelt ihre Mähne und schlägt den Schweif. "Das Einzige, was ich sagen kann, ist: Werwölfe oder die Sims, die zu Werwölfen wurden, sind verlorene Seelen, die kaum Aussicht auf Heilung haben ... Wir Einhörner sind durch unser Blut vor diesen Schattenwesen geschützt."
Viola verdreht die Augen, als Vero als Maid bezeichnet wird, die es wert ist, beschützt zu werden. Doch sie ist klug genug, ihre Gedanken für sich zu behalten ohne diese laut mitzuteilen. Stattdessen belässt sie es beim Schweigen. Lilly hingegen wirkt enttäuscht. Wenn auch Hila nichts über den Werwolf weiß... wie sollen sie den dann finden? War der wirklich nur zufällig in der Gegend, weil er auf Jagd war? Bringt das Gespräch hier sie in irgendeiner Form weiter? "Ist halt schon ein ziemlicher Zufall, wenn ein Einhorn und ein Werwolf zur selben Zeit in der selben Gegend sind.", sagt Lilly, "daher glaubten wir an einen Zusammenhang. Aber vielleicht ist es tatsächlich nur ein Zufall gewesen." Sie seufzt. Sie wagt es nicht, das Einhorn nach der Erlaubnis zu fragen, in dem Blut die Erinnerungen zu sehen. Würden die ihr überhaupt helfen, wenn es nur ein Zufall war?
"In der Regel spüren Fabelwesen untereinander ihre gegenseitige Präsenz. Es ist aber unterschiedlich stark ausgeprägt. ... Nach meiner Flucht habe ich mich zuerst in dem Wäldchen, wo auch die Bestie aufgetaucht ist, versteckt. Erst später bemerkte ich, dass ein Werwolf in der Nähe ist. ... Genauso erging es meiner Mutter Amalthea mit der Harpyie Celaeno. ... Es tut mir aufrichtig Leid, dass ich euch nicht weiterhelfen kann. ... Aber sagt mir, sind das Sims, die ihr als Mörder bezeichnet?", spricht Hila weiter.
Nun erhebt Viktor das Wort: "Rasputin ist ein Magier.", sagt er, "Seine Aura ist weit zu spüren. Er hat durchaus Macht. Die er nur leider für die falschen Zwecke ausnutzt. Er hat viele Leute getäuscht, die ihm vertraut haben."
"Rasputin ...", wiehernd stampft Hila mit den Hufen auf. Innere Unruhe breitet sich in ihr aus. "Beruhig dich Hila ... wir sind da, dich zu beschützen", hebt Cheiron beschwichtigend seine Arme an. "Haltet Rasputin mir vom Leib ..." Das Einhorn wirkt sehr aufgebracht.
Es ist Viola, die zuerst was sagt: "Du kennst ihn?" Wenn sie das geahnt hätte, hätte sie den Namen auch damals im Wald nennen können... Aber, wenn Hila so viel Angst vor ihm hat, hätte das genauso gut auch schief gehen können. Hier bei den Zentauren fühlt sie sich zumindest sicher. Auch Lilly und Viktor sind überrascht.
"Ja ... Rasputin hat mich gejagt. Ich hatte Glück ihm entkommen zu sein ... Damals, als er Philo und mich jagte und meine Freundin sterben musste ...", antwortet das Einhorn nervös und aufgeregt. Sein Hornlicht pulsiert heftig. Der Klang der aufstampfenden Hufe hallt durch die Höhle.
Adam hört nur zu und verfolgt die Szenerie. Das Einhorn ist wirklich nervös, das ist nicht zu übersehen. Als mächtiger Magier wusste Rasputin bestimmt, wo seine Beute ist und wahrscheinlich hatte Hila wahnsinniges Glück ihm zu entkommen. Und das nur für noch mehr Macht und Unsterblichkeit? Als Lilly sich damals von Viktor verwandeln ließ, brauchte sie viel Überlegungszeit. Und die Unsterblichkeit war sicherlich nicht das, was sie im Endeffekt zu ihrer Entscheidung bewog. "Es wird Zeit, dass Rasputin für seine Taten büßt.", sagt Lilly. Es macht sie traurig, wenn sie daran denkt, was das Einhorn durchmachen musste.
Cheiron erhebt sich und läuft auf das Einhorn zu. Er legt seine Hand auf dessen Stirn und murmelt etwas. Sichtlich beruhigt sich Hila und schließt die Augen. Dann wendet sie sich von allen ab und verschwindet in die Tiefe der Höhle. Der alte Zentaur sieht zu den Vampiren. "Folgt mir. Sie braucht einen Moment Ruhe." Der Hengst geht voraus und Adam, wie auch die Nebeljäger, folgen ihm. Am Lagerfeuer, außerhalb der Höhle setzen sie sich im Kreis darum.
Cheiron sieht zu Lilly und Viktor. "Wie ihr nun wisst, hat Hila viel durchgemacht. Nehmt es ihr also nicht übel." Die weiblichen Zentauren reichen den Gästen einen Kräutertee. Adam nimmt diesen entgegen, riecht daran und trinkt. Er ist über dessen Geschmack überrascht. Ein Lächeln erscheint auf seinen Lippen.
Lilly lächelt. "Natürlich nicht. Wir nehmen ihr gar nichts übel." Viktor nickt schweigend. Die beiden tun es Adam nach und nippen von dem Tee, der erstaunlich gut schmeckt.
Pinya legt sich neben Lilly ab. "Sagt ... ihr seid seit der Prüfung unsere willkommenen Gäste ... Erzählt ... Wie lebt es sich in eurer Welt?" Die Stute wirkt neugierig.
Adam lehnt sich zurück und bemerkt, wie Agrios und Dynaeus mit ihren Bögen auf Zielscheiben schießen. Der Deathdealer erhebt sich. "Ich komm gleich wieder", sagt er zu den Artgenossen und geht auf die Krieger zu. "Hey. Darf man auch?", fragt er diese lässig. Verwundert sehen ihn die Hengste an. Wobei Dynaeus grimmiger zu ihm sieht als der Anführer Agrios. Dieser reicht Adam den Bogen. "Hier, versuch dein Glück, Vampir." Dann tritt das Fabelwesen einen Schritt zur Seite und verschränkt in abwartender Haltung die Arme vor der Brust. Adam spannt den Pfeil im Bogen und fixiert das Ziel.
Während Lilly von der Simswelt erzählt, gesellt sich auch Viktor zu den Bogenschützen und schaut zu. Er denkt einen Moment an Lillys Wunde.. Doch sie scheint das gut weggesteckt zu haben.
Adam lässt den Pfeil los und dieser schlägt in der Zielscheibe ein. "Nicht schlecht Vampir", gibt Agrios ehrlich zu. Dynaeus rümpft die Nase und schnaubt laut aus. Adam schmunzelt und reicht dem Anführer dessen Waffen zurück. "Mein Ausbilder hat mir das Bogenschießen beigebracht." Mehr sagt er nicht dazu.
Unterdessen hört Pinya aufmerksam zu. Wissbegierig fragt sie: "Und da laufen alle auf zwei Beinen? Und habt ihr besondere Feste?" Die Zentaurin fragt die unterschiedlichsten Dinge. Von nichtig bis klischeehaft reichen diese Fragen. Lilly beantwortet die Fragen, so gut wie sie kann.
Viktor, der eher eine wissenschaftliche Ausbildung hatte als eine soldatische hat mit Bogen schießen jedoch nicht so viel am Hut. Er kommentiert Adams Schuss aber nicht weiter.
"Das muss ein guter Krieger gewesen sein", redet Agrios weiter. Adam nickt. "Ja, ihm verdanke ich sehr viel ... leider ist er Opfer der Werwölfe geworden", dabei ballt der Deathdealer seine Faust. Dies bemerkt Agrios. "Das tut mir Leid. ... Werwölfe sind und bleiben eine ständige Gefahr, für uns alle." Der Zentaur sieht zu Viktor. "Du scheinst kein Krieger zu sein, Vampir. Oder?" - "Nein, eher Wissenschaftler.", gibt der Gefragte zu.
Als das Gespräch mit Pinya endet, wendet sich Lilly nun den Schützen zu. Auch sie selbst ist keine Soldatin, sondern Musikerin und Autorin. Aber es sieht interessant aus. "Darf ich auch mal versuchen?", fragt sie.
Agrios grinst. "Ein Gelehrter also." Als er Lillys Frage bemerkt, wendet der Anführer sich ab und ruft laut: "Tia! Komm." Die Leitstute schreitet zu ihnen. "Ja?", fragt sie verwundert. Agrios zeigt auf Lilly. "Gibst du unserem Gast deinen Bogen? Ich glaube, der wäre besser als meiner." Honotia sieht zu Lilly und nickt. Sie reicht ihr ihren Bogen, der leichter und anders geformt ist, als die der männlichen Zentauren. Adam zeigt auf die Zielscheibe. "Versuch es Lilly." Dann stellt er sich seitlich hin.
Lilly bedankt sich und nimmt den Bogen entgegen. Sie lässt sich von Adam noch zeigen, wie sie die Waffe halten muss. Dann zielt sie. Da niemand in der Nähe des Ziels steht, läuft sie auch keine Gefahr, jemanden zu verletzen, selbst wenn sie nicht trifft. Und natürlich trifft sie auch nicht. Viktor muss grinsen. Lilly lässt sich wirklich nicht unterkriegen, trotz ihrer Narbe. "Ja, ein Gelehrter.", sagt er, doch seine Augen sind nicht auf Agrios gerichtet sondern auf Lilly. "Ich schätze, ich bin ebenfalls keine Kriegerin.", sagt diese mit Blick auf ihr Schussergebnis.
Adam erwidert: "Sei froh drum ... Krieger zu sein ... ist nichts, was man beneiden kann."
Dynaeus schnaubt verächtigt und schießt einen Pfeil perfekt ins Ziel. Adam sieht zu ihm und seufzt. "Ich vergaß, ... Ehre ist euch wichtig und macht euch stolz ... Meine Aussage bezog sich rein auf meine Deathdealer Arbeit ... wollte euch jetzt nicht beleidigen." Agrios winkt ab. "Ist in Ordnung.“
Lilly sieht beeindruckt auf Dynaeus' Treffer. Bis sie so etwas kann, müsste sie wohl lange üben. Aber im Grunde ist sie froh, keine Kriegerin zu sein.
Viola hat die ganze Szene schweigend beobachtet. Sie ist stolz auf ihre Mutter, dass sie sich nicht unterkriegen lässt. Und Bogen schießen sieht auch interessant aus. Ob sie das auch mal probieren sollte? Doch bevor sie jemanden fragen kann, endet das Training und die Krieger gehen zum Lager zurück. Mist. Aber vielleicht später.
Cheiron winkt Meloe zu sich. Er spricht mit ihr über ihre tolle Auftragsumsetzung und verspricht ihr, dass beim nächsten, beginnenden Mondzyklus ihr Ritual zur Aufnahme in die Welt der Erwachsenen stattfinden wird.
Der Deathdealer geht zur Feuerstelle zurück. "Was sind nun die nächsten Schritte? ... Wie kommen wir in unserer Suche nach Rasputin weiter?", fragt er in die Runde. Cheiron schweigt und wirkt nachdenklich.
Viktor seufzt. "Ich hatte ja gehofft, dass Hila uns über den Werwolf weiter helfen kann.", sagt er, "Also dass das Vieh irgendwas mit Rasputin zu tun hat und wir darüber dann auch den Magier finden. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass der Wolf nur zufällig in der Gegend war. Aber selbst wenn der doch nur zufällig da ist, sollten wir vielleicht mit der Suche nach dem Köter anfangen. Es sei denn, der Zufall kommt uns zur Hilfe und wir finden vorher einen Hinweis zu Rasputins Aufenthaltsort."
Pinya mischt sich ein. "Hila muss um alle Umständen geschützt werden. Auch sie kann von einem Werwolf getötet werden. Ihr darf auf keinen Fall etwas zustoßen." Cheiron nickt. "So sehe ich das auch. ... Jedoch ... denke ich ... bei einer Bedrohung, die von Rasputin ausgeht, müssen wir zusammenhalten ... Wir sollten also zusammenarbeiten, Vampire." Adam hört zu und nickt ebenfalls. "In Anbetracht der Umstände, wäre eure Hilfe nützlich." Dynaeus schnaubt nur wieder verärgert. Agrios bringt ihn mit einer Handbewegung zum Schweigen.
"Wir wollen auch nicht, dass Hila mit beim Angriff dabei ist.", wirft Lilly ein, "wir hofften eher auf Informationen. Wenn sie da keine hat, müssen wir einen anderen Weg finden."
Cheiron sieht zu Lilly. "Ich denke, sie weiß nichts. ... Ihr werdet auf anderen Wegen zu euren Ziel kommen müssen." Lilly seufzt. "Naja, das werden wir. Es war zumindest einen Versuch wert." Adam überlegt. "Ich frag mich gerade ... ob wir dem Werwolf eine Falle stellen sollten ..." - "Das wäre eine gute Idee.", sagt Viktor, "Die Frage ist nur wie."
Adam sieht zu Viktor. "Nun, etwas hat den Werwolf angezogen. Wenn es nicht Hila war, muss es etwas anderes an der Villa gewesen sein. Vielleicht können wir ihn damit anlocken."
Viola achtet nicht auf die Gespräche der Erwachsenen. Stattdessen stellt sie der Zentaurin eine Frage, die Tia genannt wurde. Sie fragt, ob sie das mit dem Bogen auch mal ausprobieren dürfte.
Honotia sieht die Teenagerin an. "Weißt du, unsere Fohlen bekommen den Umgang mit den Waffen erst mit unseren Ritual zum Erwachsenwerden beigebracht. ... Sind denn deine Eltern damit einverstanden?"
Viola sieht zu ihren Eltern. Die beiden haben die Frage nicht mitbekommen. "Aber ja, ich bin ja auch bald volljährig.", sagt die Teenagerin trotzdem.
Viktor und Lilly sind mit dem Gespräch der Erwachsenen abgelenkt. Sie achten gerade nicht auf ihre Tochter. Erst, als die Villa ins Gespräch kommt, denken sie wieder an Viola. "Vielleicht wurde der Wolf auch von den Kids angezogen. Es muss nicht unbedingt "etwas" sein.", gibt Viktor zu denken. "Aber ich sollte wohl mal mit Viola sprechen, ob ihr etwas aufgefallen war damals, als sie in der Villa war." Er dreht sich um und erst jetzt fällt ihm auf, dass diese mit Honotia redet.
Adam hört zu und pfeift dann laut in Violas Richtung. "Hey, dein Typ wird gerade verlangt", sagt er lachend zur Teenagerin.
"Ach ja? Das ist ja ganz was neues aus deinem Munde.", sagt Viola genervt, "Ich habe zu tun." Sie dreht sich zu Honotia und will gerade wieder über das Bogen schießen reden, als Viktor ihr deutlich macht, dass ihr Typ gerade tatsächlich verlangt wird. "Du kannst mit dem Bogen schießen anfangen, nachdem du uns eine Frage beantwortet hast.", sagt Viktor scharf, der die Absichten seiner Tochter mittlerweile auch verstanden hat. Dann klärt er sie über die Frage auf.
Viola denkt an die Villa... die Hand fällt ihr ein, die Blaze übernommen hat und von der sie ihren Eltern nie etwas erzählt hat. Ihr fällt ein, wie sie gewürgt wurde.. von Blaze... beziehungsweise von dem Geist, der in ihren Freund gefahren ist und seinen Körper übernommen hat. "In der Villa gehen Dinge zu, die mir nicht ganz geheuer sind.", sagt sie schließlich zögerlich.
Überlegend kratzt sich Adam am Kopf. Cheiron mischt sich an. "Dunkle Wesen, Schattenwesen, ... werden von dunkler Magie angezogen ... Alte Texte sagen: "Der Kampf zwischen Licht und Schatten endet nie ... mal gewinnt die eine Seite die Oberhand, mal die andere ... Magie ist der Versuch das Gleichgewicht zu wahren ... Sie kann es auch im gleichen Maße vernichten."
"Magie kam in der Villa jedenfalls vor.", erzählt Viola, "und keine gute Magie." Erst zu spät fällt ihr auf, dass sie nun schon einiges über den Abend preisgegeben hat. Aber gibt es vielleicht ein dunkles Artefakt, das diese Magie versursacht hat? Immerhin sind viele Morde damals dort passiert... Morde, die vielleicht aus Machthunger geschehen sind? Oder um das Artefakt zu stärken?
Viola schüttelt sich. Sie hat wohl zu viele Fantasy- und Horrorromane gelesen. Sie kann sich nicht erinnern, dass sie da irgendein mächtiges Artefakt bemerkt hätte.. eher die dunkle Geistermagie. Aber andererseits... "Damals gab es jedenfalls viele Dinge, die eine Hand als Symbol hatten. Vielleicht ist das ein Hinweis.", sagt sie schließlich. Sie redet zwar nicht gerne darüber, aber vielleicht helfen diese Informationen tatsächlich.
Cheiron sieht zu den Vampiren. "Mein bescheidener Vorschlag wäre, dass ihr diese Villa näher untersucht. Vielleicht findet ihr einen Hinweis, der euch weiterbringt." Dann sieht er zu Agrios. Dieser nickt und kommt auf die Gäste zu. "Wir Zentaur können euch dorthin begleiten, als Zeichen unserer Hilfsbereitschaft."
Noch mal? Viola schluckt... doch dann reißt sie sich zusammen. Wenn, dann sollte sie wohl wirklich mitkommen, immerhin war sie schon mal dort. Doch es ist Lilly, die spricht. "Das Angebot nehmen wir gerne an.", sagt sie, "Mehr Leute können wirklich nicht schaden."
Viola seufzt. "Kann ich jetzt mit dem Bogen schießen anfangen oder braucht ihr noch Informationen von mir?" - "Geh schon.", antwortet ihr Vater. Im Moment weiß sie offenbar auch nichts.
Agrios sieht zu Dynaeus. Doch der winkt ab. Er zeigt eindeutig, dass er auf die Vampire null Bock hat.
Doch dann tritt ein anderer Hengst hervor. "Ich heiße Hylaeus ... ich wäre bereit, euch auf diesen Abenteuer zu begleiten." Er wirkt nicht so bullig wie Dynaeus, dafür umso aufgeschlossener.
Adam erhebt sich. "Wie gut bist du im Kampf?", dabei mustert der Deathdealer seinen Gegenüber. Der Gefragte schmunzelt. "Ich bin sicher nicht so gut wie unser Anführer Agrios oder der Krieger Dynaeus ... aber sei gewiss, Vampir ..." Blitzschnell, zieht der Sprecher eine Machete aus seiner Rückentasche und richtet sie knapp vor Adams Gesicht. "Ich bin in der Kampfkunst ausgebildet." Dabei schmunzelt Hylaeus. Die Aktion erfreut die Herdenmitglieder, die ihren Kämpfer mit Zurufen feiern. Cheiron gibt mit seinem Blick zu verstehen, dass die Botschaft ankam und Hylaeus seine Waffe senken soll. Dies kommt der Hengst nach. Adam ist beeindruckt.
Während Viola mit der Zentaurin Bogenschießen trainiert, nicken Lilly und Viktor Hylaeus zu. "Kampfkräftige Unterstützung kann nie schaden.", sagt Lilly anerkennend, "immerhin sind weder mein Gefährte noch ich kampferprobte Krieger. Und Viola auch nicht." Sie schielt zu ihrer Tochter, die gerade das Ziel verfehlt. Auch ihr fehlt die Übung, die auch Lilly gefehlt hat.
Die Stimmung entspannt sich durch Cheirons Autorität. Der alte Hengst erhebt sich und geht auf die Vampire zu. "Dann ist es entschieden. Hylaeus wird euch begleiten. Könnt ihr ihm bei euch Unterschlupf gewähren?" Auch Viktor wirft nun einen kurzen Blick auf seine Tochter, die Spaß zu haben scheint bei ihren Schießversuchen. Dann dreht er sich zu Cheiron zurück. "Wird nicht einfach. Unsere Villa ist nicht unbedingt auf Zentauren ausgelegt. Aber es wird schon gehen."
"Hauptsache Hylaeus kann in eurer Nähe sein und ist vor Sims geschützt. Mehr verlangen wir nicht", ergänzt der Alte. Viktor nickt. "Wie ich schon sagte: Es wird schon gehen." Notfalls kann man ja einige der Möbel auch zur Seite rücken. Dies reicht Cheiron als Aussage aus. Die Zentauren verabschieden ihren Krieger herzlich und damit steht der Rückreise nach Forgotten Hollow nichts im Wege.
(In Zusammenarbeit mit @KFutagoh89 )
(Fortsetzung folgt...)
Charaktere: Zentauren, Familie Nebeljäger, Adam
Geschichtsstrang: Rückkehr in den Magischen Wald
Meloe und die Vampire erreichen das Portal und springen hindurch. Im Wald ist Tag und das Licht der Sonne wird nur durch die vielen Bäumen abgefangen. Für Meloe stellt das weniger ein Problem dar, als für die Vampire. Sie sieht nach ihnen. "Alles in Ordnung bei euch?"
"Geht schon.", sagt Viktor. "Die Blätter schirmen das Schlimmste ab."
Adam verlässt gerade die Vampirwelt. Wie üblich hat er seiner Lordschaft ausführlich berichtet. Erst jetzt empfängt er Lillys Nachricht. Er macht sich sofort auf den Weg, um der Gruppe aufzuschließen. Daher erreicht er kurz nach den Nebeljägern ebenfalls den Platz, wo sich alle derzeit befinden. "Hi", grüßt er alle freundlich.
Lilly sieht zu Adam. Gut, dass er rechtzeitig da ist. "Hi.", sagt sie. Viola verdreht hingegen nur die Augen.
"Was gibt es neues?", fragt er Lilly und Viktor. Viola ignoriert er wie üblich. Lilly klärt ihn kurz über Meloes Besuch auf und auch, was ihre Tochter von der Begegnung im Wald erzählt hat. Besagte Tochter hat jedoch nicht vor, sich in das Gespräch mit einzumischen und selber die Erzählung zu ergänzen.
"Das heißt wir kommen unserem Ziel näher. Das ist super", dabei merkt man Adam die Erleichterung an. "Wo lang müssen wir nun?" "Folgt mir", antwortet Meloe und sie führt die Gäste zu ihrem Clan.
Dieser hat sich wieder vor ihrer Höhle versammelt. "Mama, Papa!", ruft das Stutfohlen glücklich und galoppiert seinen Eltern entgegen. Diese sind sichtlich froh, dass ihrer Tochter nichts geschehen ist. Cheiron begrüßt sie mit offenen Armen, wobei Adam routinemäßig dennoch vor dem Ehrwürdigen kniet, um ihm seinen Respekt zu zollen.
Während die Erwachsenen Cheiron grüßen, sieht sich Viola neugierig um. Der Stamm hier ist tatsächlich ein anderer, als der dem sie damals begegnet ist. Wie die wohl so drauf sind?
"Willkommen. Setzt euch zu uns", winkt der weise Hengst die Vampire heran. Als sie sich in der Höhle befinden und die weiblichen Zentauren ihnen einen Kräutertee reichen, ruft Cheiron in die tiefe Dunkelheit der Höhle: "Hila, du kannst kommen." In einem hellen, silbernen Licht getaucht tritt die Einhornstute zu ihnen.
Die Nebeljäger blicken nun ehrfürchtig zu den Neuankömmling. Es wird wohl dauern, bis sie sich an das Licht dieses Wesens gewöhnen können, doch sie lassen sich nichts anmerken.
Adam staunt. "Bei Alucard ... es ist das erste Mal, dass ich ein Einhorn sehe ..." Das Pferd schüttelt seine Mähne und das Licht seines Horns pulsiert regelrecht. "Was wollt ihr von mir?", fragt sie in einer klaren Stimme. Der Deathdealer sieht zu den Nebeljägern und antwortet: "Wir suchen den Mörder von Viktors Eltern. Recherchen haben ergeben, dass der Mörder auf der Suche nach Phönixfedern und Einhornhaar ist. ... Was mit Philomena geschehen ist, wissen wir ... Doch nie dachten wir, dass noch ein Einhorn existiert." Die Stute schnaubt durch ihre Nüstern. "Ja, ich bin das letzte aller Einhörner ... und mir ist das Schicksal meiner Freundin Philo bekannt ..." Adam sieht zu Lilly ... Sie hat sich als Vermittlerin bisher gut bewährt. Vielleicht kann sie die Anspannung, die von der Stute ausgeht, nehmen und das Gespräch entspannen.
Lilly deutet Adams Blick richtig. Doch nicht sie ist es gewesen, die Hila das erste Mal gesehen hat sondern Viola. Vielleicht sollte die Teenagerin das Gespräch führen. Doch diese hält sich zurück. Anstatt etwas zu sagen betrachtet die Teenagerin immer noch das Einhorn, etwas, das sie noch nie zuvor gesehen hat, zumindest nicht in dieser Gestalt. Und so entscheidet sich Lilly dann doch dazu, selber anzufangen. Sie verbeugt sich würdevoll vor dem Einhorn. "Es tut mir leid, was dir und deinesgleichen passiert ist. Eine ganze Population von Einhörnern auszurotten wiegt wirklich schwer." Sie sieht Hila an. "Ich weiß, es ist nicht einfach, aber wir können das nicht kampflos so hinnehmen. Wir versprechen dir, dass dir von uns keine Gefahr droht und wir nicht erwarten, dass du mit in den Kampf gehst. Vielleicht aber kannst du uns helfen." Lilly ist sich nicht sicher, ob Hila ihnen wirklich helfen kann. Aber sie hat den Werwolf bekämpft und vielleicht weiß sie etwas über ihn, so dass sie zumindest den Wolf finden können. Dass Hila etwas über Rasputins Aufenthalt weiß, bezweifelt Lilly, aber vielleicht weiß sie ja trotzdem etwas über ihn. Sie müssten es zumindest versuchen.
Das Fabelwesen beruhigt sich etwas. Aufmerksam beobachtet Cheiron die Situation. "Die Vampire haben Selenes Segen ... vergiss das nicht, Hila." Das Einhorn sieht zum Weisen und schnaubt erneut. Dann sieht sie Lilly direkt an. "Wie soll ich euch behilflich sein?", fragt sie mit ruhiger Stimme.
"Gibt es Informationen über den Wolf, die du uns geben kannst?", fragt Lilly, "Weißt du, warum er in Forgotten Hollow war?"
Das Einhorn schüttelt den Kopf. "Werwölfe sind instinktgesteuerte Bestien. Ihr Verlangen nach Blut ist unersättlich. Dieses Verlangen hatten auch die Vampire ... bis sie lernten den Hunger zu zähmen." Sie sieht nun auch die restlichen Anwesenden an. "Ich war zu der Zeit auf der Flucht und bin nur zufällig in dieser Region, die ihr Forgotten Hollow nennt. Ich sah es in meiner Pflicht eine Maid zu beschützen, die sonst grausam hätte sterben müssen." Hila schüttelt ihre Mähne und schlägt den Schweif. "Das Einzige, was ich sagen kann, ist: Werwölfe oder die Sims, die zu Werwölfen wurden, sind verlorene Seelen, die kaum Aussicht auf Heilung haben ... Wir Einhörner sind durch unser Blut vor diesen Schattenwesen geschützt."
Viola verdreht die Augen, als Vero als Maid bezeichnet wird, die es wert ist, beschützt zu werden. Doch sie ist klug genug, ihre Gedanken für sich zu behalten ohne diese laut mitzuteilen. Stattdessen belässt sie es beim Schweigen. Lilly hingegen wirkt enttäuscht. Wenn auch Hila nichts über den Werwolf weiß... wie sollen sie den dann finden? War der wirklich nur zufällig in der Gegend, weil er auf Jagd war? Bringt das Gespräch hier sie in irgendeiner Form weiter? "Ist halt schon ein ziemlicher Zufall, wenn ein Einhorn und ein Werwolf zur selben Zeit in der selben Gegend sind.", sagt Lilly, "daher glaubten wir an einen Zusammenhang. Aber vielleicht ist es tatsächlich nur ein Zufall gewesen." Sie seufzt. Sie wagt es nicht, das Einhorn nach der Erlaubnis zu fragen, in dem Blut die Erinnerungen zu sehen. Würden die ihr überhaupt helfen, wenn es nur ein Zufall war?
"In der Regel spüren Fabelwesen untereinander ihre gegenseitige Präsenz. Es ist aber unterschiedlich stark ausgeprägt. ... Nach meiner Flucht habe ich mich zuerst in dem Wäldchen, wo auch die Bestie aufgetaucht ist, versteckt. Erst später bemerkte ich, dass ein Werwolf in der Nähe ist. ... Genauso erging es meiner Mutter Amalthea mit der Harpyie Celaeno. ... Es tut mir aufrichtig Leid, dass ich euch nicht weiterhelfen kann. ... Aber sagt mir, sind das Sims, die ihr als Mörder bezeichnet?", spricht Hila weiter.
Nun erhebt Viktor das Wort: "Rasputin ist ein Magier.", sagt er, "Seine Aura ist weit zu spüren. Er hat durchaus Macht. Die er nur leider für die falschen Zwecke ausnutzt. Er hat viele Leute getäuscht, die ihm vertraut haben."
"Rasputin ...", wiehernd stampft Hila mit den Hufen auf. Innere Unruhe breitet sich in ihr aus. "Beruhig dich Hila ... wir sind da, dich zu beschützen", hebt Cheiron beschwichtigend seine Arme an. "Haltet Rasputin mir vom Leib ..." Das Einhorn wirkt sehr aufgebracht.
Es ist Viola, die zuerst was sagt: "Du kennst ihn?" Wenn sie das geahnt hätte, hätte sie den Namen auch damals im Wald nennen können... Aber, wenn Hila so viel Angst vor ihm hat, hätte das genauso gut auch schief gehen können. Hier bei den Zentauren fühlt sie sich zumindest sicher. Auch Lilly und Viktor sind überrascht.
"Ja ... Rasputin hat mich gejagt. Ich hatte Glück ihm entkommen zu sein ... Damals, als er Philo und mich jagte und meine Freundin sterben musste ...", antwortet das Einhorn nervös und aufgeregt. Sein Hornlicht pulsiert heftig. Der Klang der aufstampfenden Hufe hallt durch die Höhle.
Adam hört nur zu und verfolgt die Szenerie. Das Einhorn ist wirklich nervös, das ist nicht zu übersehen. Als mächtiger Magier wusste Rasputin bestimmt, wo seine Beute ist und wahrscheinlich hatte Hila wahnsinniges Glück ihm zu entkommen. Und das nur für noch mehr Macht und Unsterblichkeit? Als Lilly sich damals von Viktor verwandeln ließ, brauchte sie viel Überlegungszeit. Und die Unsterblichkeit war sicherlich nicht das, was sie im Endeffekt zu ihrer Entscheidung bewog. "Es wird Zeit, dass Rasputin für seine Taten büßt.", sagt Lilly. Es macht sie traurig, wenn sie daran denkt, was das Einhorn durchmachen musste.
Cheiron erhebt sich und läuft auf das Einhorn zu. Er legt seine Hand auf dessen Stirn und murmelt etwas. Sichtlich beruhigt sich Hila und schließt die Augen. Dann wendet sie sich von allen ab und verschwindet in die Tiefe der Höhle. Der alte Zentaur sieht zu den Vampiren. "Folgt mir. Sie braucht einen Moment Ruhe." Der Hengst geht voraus und Adam, wie auch die Nebeljäger, folgen ihm. Am Lagerfeuer, außerhalb der Höhle setzen sie sich im Kreis darum.
Cheiron sieht zu Lilly und Viktor. "Wie ihr nun wisst, hat Hila viel durchgemacht. Nehmt es ihr also nicht übel." Die weiblichen Zentauren reichen den Gästen einen Kräutertee. Adam nimmt diesen entgegen, riecht daran und trinkt. Er ist über dessen Geschmack überrascht. Ein Lächeln erscheint auf seinen Lippen.
Lilly lächelt. "Natürlich nicht. Wir nehmen ihr gar nichts übel." Viktor nickt schweigend. Die beiden tun es Adam nach und nippen von dem Tee, der erstaunlich gut schmeckt.
Pinya legt sich neben Lilly ab. "Sagt ... ihr seid seit der Prüfung unsere willkommenen Gäste ... Erzählt ... Wie lebt es sich in eurer Welt?" Die Stute wirkt neugierig.
Adam lehnt sich zurück und bemerkt, wie Agrios und Dynaeus mit ihren Bögen auf Zielscheiben schießen. Der Deathdealer erhebt sich. "Ich komm gleich wieder", sagt er zu den Artgenossen und geht auf die Krieger zu. "Hey. Darf man auch?", fragt er diese lässig. Verwundert sehen ihn die Hengste an. Wobei Dynaeus grimmiger zu ihm sieht als der Anführer Agrios. Dieser reicht Adam den Bogen. "Hier, versuch dein Glück, Vampir." Dann tritt das Fabelwesen einen Schritt zur Seite und verschränkt in abwartender Haltung die Arme vor der Brust. Adam spannt den Pfeil im Bogen und fixiert das Ziel.
Während Lilly von der Simswelt erzählt, gesellt sich auch Viktor zu den Bogenschützen und schaut zu. Er denkt einen Moment an Lillys Wunde.. Doch sie scheint das gut weggesteckt zu haben.
Adam lässt den Pfeil los und dieser schlägt in der Zielscheibe ein. "Nicht schlecht Vampir", gibt Agrios ehrlich zu. Dynaeus rümpft die Nase und schnaubt laut aus. Adam schmunzelt und reicht dem Anführer dessen Waffen zurück. "Mein Ausbilder hat mir das Bogenschießen beigebracht." Mehr sagt er nicht dazu.
Unterdessen hört Pinya aufmerksam zu. Wissbegierig fragt sie: "Und da laufen alle auf zwei Beinen? Und habt ihr besondere Feste?" Die Zentaurin fragt die unterschiedlichsten Dinge. Von nichtig bis klischeehaft reichen diese Fragen. Lilly beantwortet die Fragen, so gut wie sie kann.
Viktor, der eher eine wissenschaftliche Ausbildung hatte als eine soldatische hat mit Bogen schießen jedoch nicht so viel am Hut. Er kommentiert Adams Schuss aber nicht weiter.
"Das muss ein guter Krieger gewesen sein", redet Agrios weiter. Adam nickt. "Ja, ihm verdanke ich sehr viel ... leider ist er Opfer der Werwölfe geworden", dabei ballt der Deathdealer seine Faust. Dies bemerkt Agrios. "Das tut mir Leid. ... Werwölfe sind und bleiben eine ständige Gefahr, für uns alle." Der Zentaur sieht zu Viktor. "Du scheinst kein Krieger zu sein, Vampir. Oder?" - "Nein, eher Wissenschaftler.", gibt der Gefragte zu.
Als das Gespräch mit Pinya endet, wendet sich Lilly nun den Schützen zu. Auch sie selbst ist keine Soldatin, sondern Musikerin und Autorin. Aber es sieht interessant aus. "Darf ich auch mal versuchen?", fragt sie.
Agrios grinst. "Ein Gelehrter also." Als er Lillys Frage bemerkt, wendet der Anführer sich ab und ruft laut: "Tia! Komm." Die Leitstute schreitet zu ihnen. "Ja?", fragt sie verwundert. Agrios zeigt auf Lilly. "Gibst du unserem Gast deinen Bogen? Ich glaube, der wäre besser als meiner." Honotia sieht zu Lilly und nickt. Sie reicht ihr ihren Bogen, der leichter und anders geformt ist, als die der männlichen Zentauren. Adam zeigt auf die Zielscheibe. "Versuch es Lilly." Dann stellt er sich seitlich hin.
Lilly bedankt sich und nimmt den Bogen entgegen. Sie lässt sich von Adam noch zeigen, wie sie die Waffe halten muss. Dann zielt sie. Da niemand in der Nähe des Ziels steht, läuft sie auch keine Gefahr, jemanden zu verletzen, selbst wenn sie nicht trifft. Und natürlich trifft sie auch nicht. Viktor muss grinsen. Lilly lässt sich wirklich nicht unterkriegen, trotz ihrer Narbe. "Ja, ein Gelehrter.", sagt er, doch seine Augen sind nicht auf Agrios gerichtet sondern auf Lilly. "Ich schätze, ich bin ebenfalls keine Kriegerin.", sagt diese mit Blick auf ihr Schussergebnis.
Adam erwidert: "Sei froh drum ... Krieger zu sein ... ist nichts, was man beneiden kann."
Dynaeus schnaubt verächtigt und schießt einen Pfeil perfekt ins Ziel. Adam sieht zu ihm und seufzt. "Ich vergaß, ... Ehre ist euch wichtig und macht euch stolz ... Meine Aussage bezog sich rein auf meine Deathdealer Arbeit ... wollte euch jetzt nicht beleidigen." Agrios winkt ab. "Ist in Ordnung.“
Lilly sieht beeindruckt auf Dynaeus' Treffer. Bis sie so etwas kann, müsste sie wohl lange üben. Aber im Grunde ist sie froh, keine Kriegerin zu sein.
Viola hat die ganze Szene schweigend beobachtet. Sie ist stolz auf ihre Mutter, dass sie sich nicht unterkriegen lässt. Und Bogen schießen sieht auch interessant aus. Ob sie das auch mal probieren sollte? Doch bevor sie jemanden fragen kann, endet das Training und die Krieger gehen zum Lager zurück. Mist. Aber vielleicht später.
Cheiron winkt Meloe zu sich. Er spricht mit ihr über ihre tolle Auftragsumsetzung und verspricht ihr, dass beim nächsten, beginnenden Mondzyklus ihr Ritual zur Aufnahme in die Welt der Erwachsenen stattfinden wird.
Der Deathdealer geht zur Feuerstelle zurück. "Was sind nun die nächsten Schritte? ... Wie kommen wir in unserer Suche nach Rasputin weiter?", fragt er in die Runde. Cheiron schweigt und wirkt nachdenklich.
Viktor seufzt. "Ich hatte ja gehofft, dass Hila uns über den Werwolf weiter helfen kann.", sagt er, "Also dass das Vieh irgendwas mit Rasputin zu tun hat und wir darüber dann auch den Magier finden. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass der Wolf nur zufällig in der Gegend war. Aber selbst wenn der doch nur zufällig da ist, sollten wir vielleicht mit der Suche nach dem Köter anfangen. Es sei denn, der Zufall kommt uns zur Hilfe und wir finden vorher einen Hinweis zu Rasputins Aufenthaltsort."
Pinya mischt sich ein. "Hila muss um alle Umständen geschützt werden. Auch sie kann von einem Werwolf getötet werden. Ihr darf auf keinen Fall etwas zustoßen." Cheiron nickt. "So sehe ich das auch. ... Jedoch ... denke ich ... bei einer Bedrohung, die von Rasputin ausgeht, müssen wir zusammenhalten ... Wir sollten also zusammenarbeiten, Vampire." Adam hört zu und nickt ebenfalls. "In Anbetracht der Umstände, wäre eure Hilfe nützlich." Dynaeus schnaubt nur wieder verärgert. Agrios bringt ihn mit einer Handbewegung zum Schweigen.
"Wir wollen auch nicht, dass Hila mit beim Angriff dabei ist.", wirft Lilly ein, "wir hofften eher auf Informationen. Wenn sie da keine hat, müssen wir einen anderen Weg finden."
Cheiron sieht zu Lilly. "Ich denke, sie weiß nichts. ... Ihr werdet auf anderen Wegen zu euren Ziel kommen müssen." Lilly seufzt. "Naja, das werden wir. Es war zumindest einen Versuch wert." Adam überlegt. "Ich frag mich gerade ... ob wir dem Werwolf eine Falle stellen sollten ..." - "Das wäre eine gute Idee.", sagt Viktor, "Die Frage ist nur wie."
Adam sieht zu Viktor. "Nun, etwas hat den Werwolf angezogen. Wenn es nicht Hila war, muss es etwas anderes an der Villa gewesen sein. Vielleicht können wir ihn damit anlocken."
Viola achtet nicht auf die Gespräche der Erwachsenen. Stattdessen stellt sie der Zentaurin eine Frage, die Tia genannt wurde. Sie fragt, ob sie das mit dem Bogen auch mal ausprobieren dürfte.
Honotia sieht die Teenagerin an. "Weißt du, unsere Fohlen bekommen den Umgang mit den Waffen erst mit unseren Ritual zum Erwachsenwerden beigebracht. ... Sind denn deine Eltern damit einverstanden?"
Viola sieht zu ihren Eltern. Die beiden haben die Frage nicht mitbekommen. "Aber ja, ich bin ja auch bald volljährig.", sagt die Teenagerin trotzdem.
Viktor und Lilly sind mit dem Gespräch der Erwachsenen abgelenkt. Sie achten gerade nicht auf ihre Tochter. Erst, als die Villa ins Gespräch kommt, denken sie wieder an Viola. "Vielleicht wurde der Wolf auch von den Kids angezogen. Es muss nicht unbedingt "etwas" sein.", gibt Viktor zu denken. "Aber ich sollte wohl mal mit Viola sprechen, ob ihr etwas aufgefallen war damals, als sie in der Villa war." Er dreht sich um und erst jetzt fällt ihm auf, dass diese mit Honotia redet.
Adam hört zu und pfeift dann laut in Violas Richtung. "Hey, dein Typ wird gerade verlangt", sagt er lachend zur Teenagerin.
"Ach ja? Das ist ja ganz was neues aus deinem Munde.", sagt Viola genervt, "Ich habe zu tun." Sie dreht sich zu Honotia und will gerade wieder über das Bogen schießen reden, als Viktor ihr deutlich macht, dass ihr Typ gerade tatsächlich verlangt wird. "Du kannst mit dem Bogen schießen anfangen, nachdem du uns eine Frage beantwortet hast.", sagt Viktor scharf, der die Absichten seiner Tochter mittlerweile auch verstanden hat. Dann klärt er sie über die Frage auf.
Viola denkt an die Villa... die Hand fällt ihr ein, die Blaze übernommen hat und von der sie ihren Eltern nie etwas erzählt hat. Ihr fällt ein, wie sie gewürgt wurde.. von Blaze... beziehungsweise von dem Geist, der in ihren Freund gefahren ist und seinen Körper übernommen hat. "In der Villa gehen Dinge zu, die mir nicht ganz geheuer sind.", sagt sie schließlich zögerlich.
Überlegend kratzt sich Adam am Kopf. Cheiron mischt sich an. "Dunkle Wesen, Schattenwesen, ... werden von dunkler Magie angezogen ... Alte Texte sagen: "Der Kampf zwischen Licht und Schatten endet nie ... mal gewinnt die eine Seite die Oberhand, mal die andere ... Magie ist der Versuch das Gleichgewicht zu wahren ... Sie kann es auch im gleichen Maße vernichten."
"Magie kam in der Villa jedenfalls vor.", erzählt Viola, "und keine gute Magie." Erst zu spät fällt ihr auf, dass sie nun schon einiges über den Abend preisgegeben hat. Aber gibt es vielleicht ein dunkles Artefakt, das diese Magie versursacht hat? Immerhin sind viele Morde damals dort passiert... Morde, die vielleicht aus Machthunger geschehen sind? Oder um das Artefakt zu stärken?
Viola schüttelt sich. Sie hat wohl zu viele Fantasy- und Horrorromane gelesen. Sie kann sich nicht erinnern, dass sie da irgendein mächtiges Artefakt bemerkt hätte.. eher die dunkle Geistermagie. Aber andererseits... "Damals gab es jedenfalls viele Dinge, die eine Hand als Symbol hatten. Vielleicht ist das ein Hinweis.", sagt sie schließlich. Sie redet zwar nicht gerne darüber, aber vielleicht helfen diese Informationen tatsächlich.
Cheiron sieht zu den Vampiren. "Mein bescheidener Vorschlag wäre, dass ihr diese Villa näher untersucht. Vielleicht findet ihr einen Hinweis, der euch weiterbringt." Dann sieht er zu Agrios. Dieser nickt und kommt auf die Gäste zu. "Wir Zentaur können euch dorthin begleiten, als Zeichen unserer Hilfsbereitschaft."
Noch mal? Viola schluckt... doch dann reißt sie sich zusammen. Wenn, dann sollte sie wohl wirklich mitkommen, immerhin war sie schon mal dort. Doch es ist Lilly, die spricht. "Das Angebot nehmen wir gerne an.", sagt sie, "Mehr Leute können wirklich nicht schaden."
Viola seufzt. "Kann ich jetzt mit dem Bogen schießen anfangen oder braucht ihr noch Informationen von mir?" - "Geh schon.", antwortet ihr Vater. Im Moment weiß sie offenbar auch nichts.
Agrios sieht zu Dynaeus. Doch der winkt ab. Er zeigt eindeutig, dass er auf die Vampire null Bock hat.
Doch dann tritt ein anderer Hengst hervor. "Ich heiße Hylaeus ... ich wäre bereit, euch auf diesen Abenteuer zu begleiten." Er wirkt nicht so bullig wie Dynaeus, dafür umso aufgeschlossener.
Adam erhebt sich. "Wie gut bist du im Kampf?", dabei mustert der Deathdealer seinen Gegenüber. Der Gefragte schmunzelt. "Ich bin sicher nicht so gut wie unser Anführer Agrios oder der Krieger Dynaeus ... aber sei gewiss, Vampir ..." Blitzschnell, zieht der Sprecher eine Machete aus seiner Rückentasche und richtet sie knapp vor Adams Gesicht. "Ich bin in der Kampfkunst ausgebildet." Dabei schmunzelt Hylaeus. Die Aktion erfreut die Herdenmitglieder, die ihren Kämpfer mit Zurufen feiern. Cheiron gibt mit seinem Blick zu verstehen, dass die Botschaft ankam und Hylaeus seine Waffe senken soll. Dies kommt der Hengst nach. Adam ist beeindruckt.
Während Viola mit der Zentaurin Bogenschießen trainiert, nicken Lilly und Viktor Hylaeus zu. "Kampfkräftige Unterstützung kann nie schaden.", sagt Lilly anerkennend, "immerhin sind weder mein Gefährte noch ich kampferprobte Krieger. Und Viola auch nicht." Sie schielt zu ihrer Tochter, die gerade das Ziel verfehlt. Auch ihr fehlt die Übung, die auch Lilly gefehlt hat.
Die Stimmung entspannt sich durch Cheirons Autorität. Der alte Hengst erhebt sich und geht auf die Vampire zu. "Dann ist es entschieden. Hylaeus wird euch begleiten. Könnt ihr ihm bei euch Unterschlupf gewähren?" Auch Viktor wirft nun einen kurzen Blick auf seine Tochter, die Spaß zu haben scheint bei ihren Schießversuchen. Dann dreht er sich zu Cheiron zurück. "Wird nicht einfach. Unsere Villa ist nicht unbedingt auf Zentauren ausgelegt. Aber es wird schon gehen."
"Hauptsache Hylaeus kann in eurer Nähe sein und ist vor Sims geschützt. Mehr verlangen wir nicht", ergänzt der Alte. Viktor nickt. "Wie ich schon sagte: Es wird schon gehen." Notfalls kann man ja einige der Möbel auch zur Seite rücken. Dies reicht Cheiron als Aussage aus. Die Zentauren verabschieden ihren Krieger herzlich und damit steht der Rückreise nach Forgotten Hollow nichts im Wege.
(In Zusammenarbeit mit @KFutagoh89 )
(Fortsetzung folgt...)