Forum Discussion
3 years ago
Ort: Forgotten Hollow
Charaktere: Zentauren, Familie Nebeljäger, Adam
Geschichtsstrang: Rückkehr in den Magischen Wald
Viola grinst die ganze Zeit. Sie ist keine gute Schützin gewesen, aber sie macht das ja auch zum ersten Mal. Und gegen Ende hatte sie auch das Gefühl, etwas besser geworden zu sein. Ob sie das als Hobby weiterführt oder nicht, kann sie jedoch noch nicht sagen. Spaß gemacht hat es jedenfalls.
Lilly freut sich über die gute Laune ihrer Tochter, die sonst ja so oft schnell gereizt ist. Umso besser, wenn sie im Moment entspannter ist. "Hier wohnen wir.", erzählt sie nun an Hylaeus und öffnet die Tür.
Der Zentaur schaut skeptisch. "Da muss ich rein?", fragt er und scharrt mit den Huf am Boden. Adam schmunzelt und beobachtet die Szenerie nur.
"Immerhin ist die Eingangstür zweitürig.", sagt Lilly grinsend, "und wie Viktor schon sagte, ist unsere Villa leider nicht auf Zentauren ausgelegt. Es müsste aber reichen um hinein zu kommen." Sie ist zwar nicht unbedingt begeistert über Zentaurenhufe auf dem alten Fußboden, aber darüber sagt sie kein Wort.
Hylaeus wirkt unschlüssig. Adam geht zu ihm. "Du wirst doch jetzt keine kalten Füße bekommen, oder?" "WAS? ICH? ... Wovon träumst du!?!" Stolz schreitet der Krieger nun in die Villa. Funktioniert doch immer, lächelt der Deathdealer zufrieden und folgt.
Mit einem Stockmaß von über 1,90m muss der Zentaur achten, sich nicht irgendwo den Kopf zu stoßen. "Und in sowas lebt ihr?", fragt er verwundert.
"Naja, wir sind ein wenig schmaler!", mischt sich nun Viola schmunzelnd ein, die offenbar noch immer gute Laune hat. "Was genau hast du denn erwartet?" Viktor versucht sie zum Schweigen zu bringen, doch zu spät. Hoffentlich würde ihre Aussage den Zentauren nicht beleidigen, auch wenn sie nicht so gemeint war.
Hylaeus schaut sie grimmig an. Er hat das Gefühl, dass man sich über ihn lustig macht. Das Missfallen eines Zentauren zu erregen ist nicht gerade die beste Situation.
Adam spürt leichte Anspannung in der Luft und sagt schließlich: "Die Nebeljäger waren auf deinen Besuch nicht vorbereitet. Möchtest du ihnen die Gelegenheit geben, dir einen Schlafplatz einzurichten? Wir können so lange zur besagten Villa gehen und du kannst dir einen Überblick verschaffen." Dies scheint den Krieger zu zusagen. "Damit bin ich einverstanden." "Dann folge mir", dabei zeigt Adam auf die Ausgangstür.
Auch Viola merkt nun, dass ihre Aussage im Überschwang nicht unbedingt auf Gegenliebe gestoßen ist. Selbst sie kapiert, dass sie besser nicht weiter für Unmut sorgt. "Sorry, war nicht als Beleidigung gemeint.", murmelt sie daher knapp und beschließt, sich nun erst mal zurück zu halten. Lilly schiebt währenddessen in der Villa den Jackenständer zur Seite, so dass der Zentaur besser reinpassen würde. Ob er wohl Treppen laufen kann mit seinen Hufen? Ansonsten könnten sie aber auch die Möbel aus dem Wohnzimmer vorrübergehend umräumen, um Platz zu schaffen. Da gibt es auch den gemütlichen Kamin.
Hylaeus läuft nach draußen und streckt sich. Adam sieht zu Viola antwortet knapp: "Passiert. Mach dir keinen Kopf." Der Hengst sieht zum Vampir. "Wohin müssen wir?" Adam zeigt in die Richtung. "Dahin." Sofort galoppiert der Zentaur los. Der Deathdealer schaut nun zu Lily. "Ihr bekommt das sicher gut hin. Bis später." Dann rennt er Hylaeus nach.
Lilly verdreht die Augen. Anstatt selber irgendwelche Vorschläge zu machen, ist auch der Zentaur nun auf zur Gruselvilla. Sollten sie da nicht besser Viola mitnehmen, die immerhin schon einmal dort war? Sie seufzt. Vermutlich werden die beiden noch nicht hinein gehen sondern nur mal von außen schauen. Am besten, sie kümmert sich um das Schlaflager. Da der Zentaur keinen Wunsch geäußert hat, ist das Wohnzimmer nun die Lösung. Gemeinsam mit Viktor räumt sie die Möbel erst mal in den Keller. Nur der Fernseher, der ohnehin an der Wand hängt, bleibt im Raum. Und der Kamin lässt sich auch nicht transportieren. Außerdem holen die beiden einige Decken, um es gemütlicher zu machen.
Viola flattert hingegen Adam und Hylaeus hinterher. Sie ist neugierig, wohin die beiden wollen.
Die beiden Krieger erreichen nach kurzer Zeit die Villa. Hylaeus spürt die negative Energie, die von diesem Ort ausgeht. Adam erklärt ihm, was er bisher von diesem Ort weiß. Wobei sein Fokus auf die Begegnung von Hila mit dem Werwolf liegt. Er zeigt dem Zentaur die Stelle. Anschließend kehren sie zur Villa der Nebeljäger zurück. Viola bemerken sie nicht. Adam klopft an die Pforte und Lily öffnet. "Da sind wir wieder." Lächelnd betretet erst der Vampir, dann der Zentaur das Gebäude. Im Wohnzimmer ist tatsächlich genug Platz. Hylaeus legt sich auf die Decken ab. Er wirkt zufrieden. "Danke, für eure Gastfreundschaft", sagt er schließlich. Adam sieht erleichtert zu Lily und Viktor.
Viola, die bemerkt hat, dass es jetzt noch nicht in die Villa rein gehen soll, kehrt ebenfalls zurück, ohne sich bemerkbar zu machen. Lilly hingegen bietet dem Zentauren nun auch etwas zu essen an: "Ich kann zumindest was zubereiten. Auch vegetarisch ist natürlich möglich.", sagt sie, da sie nicht weiß, was Hylaeus' Essgewohnheiten sind. Sie kann zwar nicht ganz so gut kochen wie ihr Bruder, aber immerhin besser als Viktor, der nie auf Essen angewiesen war.
Hylaeus sieht zu Lily. "Ich esse gern Waldpilze. Habt ihr sowas?" - "Leider nein.", muss die Vampirin zugeben, "wir hätten aber zum Beispiel Karotten oder Kartoffeln." Adam sieht zu Lily. "Soll ich Pilze sammeln gehen?" Dann wird der Zentaur gefragt: "Möchtest du das Gemüse roh oder gekocht?" Hylaeus schmunzelt. "Roh wäre mir am liebsten."
Lilly nimmt Adams Angebot gerne an. "Ich hole dann solange das Gemüse runter.", sagt sie. Umso besser. Roh macht weniger Arbeit. Sie findet außerdem auch etwas Obst, das sie ebenfalls mit runter nimmt. Sobald Adam mit den Pilzen zurück kehrt, sollte das ein gutes Mahl ergeben.
Adam geht los und sucht in Granite Falls nach Pilzen. Unterdessen klopft es erneut an die Tür der Nebeljäger.
Für Adams Rückkehr ist es noch zu früh. „Nanu, wer kann das sein?“, überlegt Lilly, während sie dem Zentauren den Rest des Mahls überreicht. Dann öffnet sie die Tür.
Eine Vampirin mit blondem Haar steht vor der Tür. Sie verbeugt sich ehrfürchtig vor Lily. Was durch die Haltung ihres Körpers und dem anheben des Rokoko Kleides unterstrichen wird. "Guten Abend", begrüßt sie die Hausherrin. Dieser Besuch verwundert Lilly dann doch. Das ist doch die Vampirin, die sie schon damals bei der Lordschaft gesehen hat, oder? An den Namen kann sich Lilly jedoch nicht mehr erinnern. "Guten Abend.", sagt sie zögerlich zur Besucherin. Die Vampirin erhebt sich. Es ist Marishka. "Ich bin im Auftrag meiner Lordschaft hier. Darf ich eintreten?" Lilly tritt zur Seite und lässt die Vampirin ein. Auch Viktor begrüßt Marishka nun.
Auch vor Viktor verbeugt sich Marishka ehrfürchtig. "Ich hoffe, ich komme nicht ungelegen. ... Lord Scar v. Draculia schickt mich zu euch." Neugierig sehen die Nebeljäger Marishka an. Auch Viola hat sich in der Zwischenzeit dazu gesellt.
Die barocke Vampirin spricht weiter. "Es gibt beunruhigende Neugigkeiten ..." Hylaeus bleibt im Wohnzimmer, lauscht jedoch. "Andere Deathdealer haben berichtet, dass ein neues Tor zur Unterwelt ... der Welt der Werwölfe ... erschaffen wurde ... in einer Region die sich 'Moonwood Mill' bezeichnet. Normalerweise wurde die Unterwelt versiegelt. Doch jetzt gibt es einen offenen Zugang. ... Es besteht also die Gefahr, dass die Werwölfe nun zu ihrer alten Stärke wiederfinden, da sie nun erneut ihre Kraft aus dem Licht des Vollmondes schöpfen können ... was vorher verhindert wurde."
Viola seufzt. Schon wieder Werwölfe. Den ersten gab es ja wohl schon damals bei der Gruselvilla. Nur dass sie selbst ihn nie gesehen hat, Vero hingegen schon. Bei der Kristallsuche ist Viola dann auch selber einem Werwolf begegnet. Doch die Teenagerin ist sich sicher, dass "ihre" Werwölfin erst seit kurzem eine solche ist, und vermutlich auch gegen ihren Willen. Die ließ sich viel zu leicht von einer Fledermaus ablenken. Einem erfahrenen Werwolf, der an seine Instinkte bereits gewohnt ist, hätten sie wohl nicht so leicht entkommen können.
Der Wolf in der Gruselvilla war jedoch ein solcher erfahrener Werwolf und auch gefährlicher. "Ich habe das Gefühl, dass Rasputin damit was zu tun hat.", wirft Viola in den Raum. Viktor sieht seine Tochter an. Er erinnert sich an den verschlüsselten Brief, den er abgefangen hat und der eigentlich an Rasputin gerichtet war. Er war unterschrieben mit 'M'. "Entweder das, oder dieser mysteriöse M, wer auch immer das ist.", fügt er nun noch hinzu. "Der gleichen Meinung sind auch die Draculias", stimmt Marishka zu. "Ihr müsst wachsam sein."
Wieder klopft es an der Tür. Adam steht dahinter. In seinen Manteltaschen befinden sich Pilze.
"Wir werden wachsam sein.", sagt Viktor bestimmt. Das mit den Werwölfen sind keine guten Nachrichten, aber noch ist nicht alles verloren. Lilly hat im Moment jedoch eher das Abendessen für den Besuch im Kopf. Sie lässt sich von Adam die Pilze geben um dann alles an den Zentauren weiterzureichen. "Hoffentlich schmeckt es.", sagt sie.
Adam bemerkt Marishka. "Was machst du hier?" Er wirkt besorgt. "Ich wurde geschickt", antwortet sie ihm. Dann wird der Deathdealer auf den neusten Stand gebracht. Dessen Blick verfinstert sich. Unterdessen isst Hylaeus vom "Rohkost Salat", den Lily für ihn angerichtet hat. Ihm schmeckt es. Doch die Neuigkeiten bereiten auch ihm Sorgen.
Eine Weile schweigen die Nebeljäger. Sie hängen ihren Gedanken nach. Diese Nachrichten, die Marishka überbracht hat, müssen erst mal verdaut werden.
Nach einer gefühlten Ewigkeit sieht Adam zu Viktor und Lily. "Darf sie für diese Nacht hier bei euch unterkommen?" Hierbei meint er Marishka. Hylaeus hindessen hat seine Waffen abgelegt und bereitet sich für die Nachtruhe vor. Lilly ist nicht unbedingt auf weiteren Besuch ausgelegt, aber eigentlich wäre noch Platz, z.B. in Violas altem Kinderzimmer. Also stimmt sie zu.
"Ich danke dir", bedankt sich Adam bei der Gastgeberin. Auch Marishka verbeugt sich ehrwürdig vor Lily, sowie Viktor. Die Nebeljäger zeigen den beiden das alte Kinderzimmer. Dort verbleiben die beiden Vampire, als sich die Nebeljäger wieder zurückziehen.
Adam ergreift Marishkas Haupt und sieht sie intensiv an. "Wieso bringst du dich so in Gefahr?" Die Gefragte wendet den Blick ab. Schließlich: "Andere Deathdealer sind von ihren Aufgaben nicht zurückgekehrt ... Ich hatte solche Angst ..." Die Frau stützt sich auf den Körper ihres Geliebten und zittert am ganzen Körper. Ihre Hände krallen sich in den Stoff seines Umhangs. "Ich könnt es nicht ertragen wenn du auch ..." "Beruhig dich", haucht Adam Marishka ins Ohr. Er legt seinen Arm um sie und hält sie gut fest. "Ich habe dir versprochen, ich komme zurück. Und habe ich dich bisher enttäuscht?"
Die Gefragte schüttelt den Kopf, während die Tränen ihr die Wange herabfließen. Dann führt Adam wieder ihr Gesicht in seine Richtung und küsst Marishka. "Ich halte mein Versprechen, Geliebte", flüstert er ihr erneut zu. Dann lösen sie sich voneinander. "Morgen bring ich dich zurück in den Schutz der Draculia", kündigt er an. Die Gefährtin nickt schweigend. "Ruh dich aus. Ich werde Wache halten." Der Soldat verlässt den Raum und lässt Marishka zurück. Diese legt sich hin und betet, dass diese Nacht ruhig bleibt. Draußen erhellt der Mond die Gegend. Adam ist aufs Dach der Villa geklettert und hat sich dort niedergelassen. Der Kampf mit den Werwölfen würde nicht ohne Blutvergießen weitergehen. Dessen ist ihm bewusst. Die Hoffnung bleibt, dass er weiterhin unter Alucards Schutz bleibt und nicht wie seine Mitstreiter stirbt. Unterdessen kann auch Hylaeus nicht schlafen. Als Krieger ist er ständig auf Habacht Stellung. Doch in dieser Nacht bleibt alles ruhig, in der Villa Blutrose.
(In Zusammenarbeit mit @KFutagoh89 )
(Fortsetzung folgt...)
Charaktere: Zentauren, Familie Nebeljäger, Adam
Geschichtsstrang: Rückkehr in den Magischen Wald
Viola grinst die ganze Zeit. Sie ist keine gute Schützin gewesen, aber sie macht das ja auch zum ersten Mal. Und gegen Ende hatte sie auch das Gefühl, etwas besser geworden zu sein. Ob sie das als Hobby weiterführt oder nicht, kann sie jedoch noch nicht sagen. Spaß gemacht hat es jedenfalls.
Lilly freut sich über die gute Laune ihrer Tochter, die sonst ja so oft schnell gereizt ist. Umso besser, wenn sie im Moment entspannter ist. "Hier wohnen wir.", erzählt sie nun an Hylaeus und öffnet die Tür.
Der Zentaur schaut skeptisch. "Da muss ich rein?", fragt er und scharrt mit den Huf am Boden. Adam schmunzelt und beobachtet die Szenerie nur.
"Immerhin ist die Eingangstür zweitürig.", sagt Lilly grinsend, "und wie Viktor schon sagte, ist unsere Villa leider nicht auf Zentauren ausgelegt. Es müsste aber reichen um hinein zu kommen." Sie ist zwar nicht unbedingt begeistert über Zentaurenhufe auf dem alten Fußboden, aber darüber sagt sie kein Wort.
Hylaeus wirkt unschlüssig. Adam geht zu ihm. "Du wirst doch jetzt keine kalten Füße bekommen, oder?" "WAS? ICH? ... Wovon träumst du!?!" Stolz schreitet der Krieger nun in die Villa. Funktioniert doch immer, lächelt der Deathdealer zufrieden und folgt.
Mit einem Stockmaß von über 1,90m muss der Zentaur achten, sich nicht irgendwo den Kopf zu stoßen. "Und in sowas lebt ihr?", fragt er verwundert.
"Naja, wir sind ein wenig schmaler!", mischt sich nun Viola schmunzelnd ein, die offenbar noch immer gute Laune hat. "Was genau hast du denn erwartet?" Viktor versucht sie zum Schweigen zu bringen, doch zu spät. Hoffentlich würde ihre Aussage den Zentauren nicht beleidigen, auch wenn sie nicht so gemeint war.
Hylaeus schaut sie grimmig an. Er hat das Gefühl, dass man sich über ihn lustig macht. Das Missfallen eines Zentauren zu erregen ist nicht gerade die beste Situation.
Adam spürt leichte Anspannung in der Luft und sagt schließlich: "Die Nebeljäger waren auf deinen Besuch nicht vorbereitet. Möchtest du ihnen die Gelegenheit geben, dir einen Schlafplatz einzurichten? Wir können so lange zur besagten Villa gehen und du kannst dir einen Überblick verschaffen." Dies scheint den Krieger zu zusagen. "Damit bin ich einverstanden." "Dann folge mir", dabei zeigt Adam auf die Ausgangstür.
Auch Viola merkt nun, dass ihre Aussage im Überschwang nicht unbedingt auf Gegenliebe gestoßen ist. Selbst sie kapiert, dass sie besser nicht weiter für Unmut sorgt. "Sorry, war nicht als Beleidigung gemeint.", murmelt sie daher knapp und beschließt, sich nun erst mal zurück zu halten. Lilly schiebt währenddessen in der Villa den Jackenständer zur Seite, so dass der Zentaur besser reinpassen würde. Ob er wohl Treppen laufen kann mit seinen Hufen? Ansonsten könnten sie aber auch die Möbel aus dem Wohnzimmer vorrübergehend umräumen, um Platz zu schaffen. Da gibt es auch den gemütlichen Kamin.
Hylaeus läuft nach draußen und streckt sich. Adam sieht zu Viola antwortet knapp: "Passiert. Mach dir keinen Kopf." Der Hengst sieht zum Vampir. "Wohin müssen wir?" Adam zeigt in die Richtung. "Dahin." Sofort galoppiert der Zentaur los. Der Deathdealer schaut nun zu Lily. "Ihr bekommt das sicher gut hin. Bis später." Dann rennt er Hylaeus nach.
Lilly verdreht die Augen. Anstatt selber irgendwelche Vorschläge zu machen, ist auch der Zentaur nun auf zur Gruselvilla. Sollten sie da nicht besser Viola mitnehmen, die immerhin schon einmal dort war? Sie seufzt. Vermutlich werden die beiden noch nicht hinein gehen sondern nur mal von außen schauen. Am besten, sie kümmert sich um das Schlaflager. Da der Zentaur keinen Wunsch geäußert hat, ist das Wohnzimmer nun die Lösung. Gemeinsam mit Viktor räumt sie die Möbel erst mal in den Keller. Nur der Fernseher, der ohnehin an der Wand hängt, bleibt im Raum. Und der Kamin lässt sich auch nicht transportieren. Außerdem holen die beiden einige Decken, um es gemütlicher zu machen.
Viola flattert hingegen Adam und Hylaeus hinterher. Sie ist neugierig, wohin die beiden wollen.
Die beiden Krieger erreichen nach kurzer Zeit die Villa. Hylaeus spürt die negative Energie, die von diesem Ort ausgeht. Adam erklärt ihm, was er bisher von diesem Ort weiß. Wobei sein Fokus auf die Begegnung von Hila mit dem Werwolf liegt. Er zeigt dem Zentaur die Stelle. Anschließend kehren sie zur Villa der Nebeljäger zurück. Viola bemerken sie nicht. Adam klopft an die Pforte und Lily öffnet. "Da sind wir wieder." Lächelnd betretet erst der Vampir, dann der Zentaur das Gebäude. Im Wohnzimmer ist tatsächlich genug Platz. Hylaeus legt sich auf die Decken ab. Er wirkt zufrieden. "Danke, für eure Gastfreundschaft", sagt er schließlich. Adam sieht erleichtert zu Lily und Viktor.
Viola, die bemerkt hat, dass es jetzt noch nicht in die Villa rein gehen soll, kehrt ebenfalls zurück, ohne sich bemerkbar zu machen. Lilly hingegen bietet dem Zentauren nun auch etwas zu essen an: "Ich kann zumindest was zubereiten. Auch vegetarisch ist natürlich möglich.", sagt sie, da sie nicht weiß, was Hylaeus' Essgewohnheiten sind. Sie kann zwar nicht ganz so gut kochen wie ihr Bruder, aber immerhin besser als Viktor, der nie auf Essen angewiesen war.
Hylaeus sieht zu Lily. "Ich esse gern Waldpilze. Habt ihr sowas?" - "Leider nein.", muss die Vampirin zugeben, "wir hätten aber zum Beispiel Karotten oder Kartoffeln." Adam sieht zu Lily. "Soll ich Pilze sammeln gehen?" Dann wird der Zentaur gefragt: "Möchtest du das Gemüse roh oder gekocht?" Hylaeus schmunzelt. "Roh wäre mir am liebsten."
Lilly nimmt Adams Angebot gerne an. "Ich hole dann solange das Gemüse runter.", sagt sie. Umso besser. Roh macht weniger Arbeit. Sie findet außerdem auch etwas Obst, das sie ebenfalls mit runter nimmt. Sobald Adam mit den Pilzen zurück kehrt, sollte das ein gutes Mahl ergeben.
Adam geht los und sucht in Granite Falls nach Pilzen. Unterdessen klopft es erneut an die Tür der Nebeljäger.
Für Adams Rückkehr ist es noch zu früh. „Nanu, wer kann das sein?“, überlegt Lilly, während sie dem Zentauren den Rest des Mahls überreicht. Dann öffnet sie die Tür.
Eine Vampirin mit blondem Haar steht vor der Tür. Sie verbeugt sich ehrfürchtig vor Lily. Was durch die Haltung ihres Körpers und dem anheben des Rokoko Kleides unterstrichen wird. "Guten Abend", begrüßt sie die Hausherrin. Dieser Besuch verwundert Lilly dann doch. Das ist doch die Vampirin, die sie schon damals bei der Lordschaft gesehen hat, oder? An den Namen kann sich Lilly jedoch nicht mehr erinnern. "Guten Abend.", sagt sie zögerlich zur Besucherin. Die Vampirin erhebt sich. Es ist Marishka. "Ich bin im Auftrag meiner Lordschaft hier. Darf ich eintreten?" Lilly tritt zur Seite und lässt die Vampirin ein. Auch Viktor begrüßt Marishka nun.
Auch vor Viktor verbeugt sich Marishka ehrfürchtig. "Ich hoffe, ich komme nicht ungelegen. ... Lord Scar v. Draculia schickt mich zu euch." Neugierig sehen die Nebeljäger Marishka an. Auch Viola hat sich in der Zwischenzeit dazu gesellt.
Die barocke Vampirin spricht weiter. "Es gibt beunruhigende Neugigkeiten ..." Hylaeus bleibt im Wohnzimmer, lauscht jedoch. "Andere Deathdealer haben berichtet, dass ein neues Tor zur Unterwelt ... der Welt der Werwölfe ... erschaffen wurde ... in einer Region die sich 'Moonwood Mill' bezeichnet. Normalerweise wurde die Unterwelt versiegelt. Doch jetzt gibt es einen offenen Zugang. ... Es besteht also die Gefahr, dass die Werwölfe nun zu ihrer alten Stärke wiederfinden, da sie nun erneut ihre Kraft aus dem Licht des Vollmondes schöpfen können ... was vorher verhindert wurde."
Viola seufzt. Schon wieder Werwölfe. Den ersten gab es ja wohl schon damals bei der Gruselvilla. Nur dass sie selbst ihn nie gesehen hat, Vero hingegen schon. Bei der Kristallsuche ist Viola dann auch selber einem Werwolf begegnet. Doch die Teenagerin ist sich sicher, dass "ihre" Werwölfin erst seit kurzem eine solche ist, und vermutlich auch gegen ihren Willen. Die ließ sich viel zu leicht von einer Fledermaus ablenken. Einem erfahrenen Werwolf, der an seine Instinkte bereits gewohnt ist, hätten sie wohl nicht so leicht entkommen können.
Der Wolf in der Gruselvilla war jedoch ein solcher erfahrener Werwolf und auch gefährlicher. "Ich habe das Gefühl, dass Rasputin damit was zu tun hat.", wirft Viola in den Raum. Viktor sieht seine Tochter an. Er erinnert sich an den verschlüsselten Brief, den er abgefangen hat und der eigentlich an Rasputin gerichtet war. Er war unterschrieben mit 'M'. "Entweder das, oder dieser mysteriöse M, wer auch immer das ist.", fügt er nun noch hinzu. "Der gleichen Meinung sind auch die Draculias", stimmt Marishka zu. "Ihr müsst wachsam sein."
Wieder klopft es an der Tür. Adam steht dahinter. In seinen Manteltaschen befinden sich Pilze.
"Wir werden wachsam sein.", sagt Viktor bestimmt. Das mit den Werwölfen sind keine guten Nachrichten, aber noch ist nicht alles verloren. Lilly hat im Moment jedoch eher das Abendessen für den Besuch im Kopf. Sie lässt sich von Adam die Pilze geben um dann alles an den Zentauren weiterzureichen. "Hoffentlich schmeckt es.", sagt sie.
Adam bemerkt Marishka. "Was machst du hier?" Er wirkt besorgt. "Ich wurde geschickt", antwortet sie ihm. Dann wird der Deathdealer auf den neusten Stand gebracht. Dessen Blick verfinstert sich. Unterdessen isst Hylaeus vom "Rohkost Salat", den Lily für ihn angerichtet hat. Ihm schmeckt es. Doch die Neuigkeiten bereiten auch ihm Sorgen.
Eine Weile schweigen die Nebeljäger. Sie hängen ihren Gedanken nach. Diese Nachrichten, die Marishka überbracht hat, müssen erst mal verdaut werden.
Nach einer gefühlten Ewigkeit sieht Adam zu Viktor und Lily. "Darf sie für diese Nacht hier bei euch unterkommen?" Hierbei meint er Marishka. Hylaeus hindessen hat seine Waffen abgelegt und bereitet sich für die Nachtruhe vor. Lilly ist nicht unbedingt auf weiteren Besuch ausgelegt, aber eigentlich wäre noch Platz, z.B. in Violas altem Kinderzimmer. Also stimmt sie zu.
"Ich danke dir", bedankt sich Adam bei der Gastgeberin. Auch Marishka verbeugt sich ehrwürdig vor Lily, sowie Viktor. Die Nebeljäger zeigen den beiden das alte Kinderzimmer. Dort verbleiben die beiden Vampire, als sich die Nebeljäger wieder zurückziehen.
Adam ergreift Marishkas Haupt und sieht sie intensiv an. "Wieso bringst du dich so in Gefahr?" Die Gefragte wendet den Blick ab. Schließlich: "Andere Deathdealer sind von ihren Aufgaben nicht zurückgekehrt ... Ich hatte solche Angst ..." Die Frau stützt sich auf den Körper ihres Geliebten und zittert am ganzen Körper. Ihre Hände krallen sich in den Stoff seines Umhangs. "Ich könnt es nicht ertragen wenn du auch ..." "Beruhig dich", haucht Adam Marishka ins Ohr. Er legt seinen Arm um sie und hält sie gut fest. "Ich habe dir versprochen, ich komme zurück. Und habe ich dich bisher enttäuscht?"
Die Gefragte schüttelt den Kopf, während die Tränen ihr die Wange herabfließen. Dann führt Adam wieder ihr Gesicht in seine Richtung und küsst Marishka. "Ich halte mein Versprechen, Geliebte", flüstert er ihr erneut zu. Dann lösen sie sich voneinander. "Morgen bring ich dich zurück in den Schutz der Draculia", kündigt er an. Die Gefährtin nickt schweigend. "Ruh dich aus. Ich werde Wache halten." Der Soldat verlässt den Raum und lässt Marishka zurück. Diese legt sich hin und betet, dass diese Nacht ruhig bleibt. Draußen erhellt der Mond die Gegend. Adam ist aufs Dach der Villa geklettert und hat sich dort niedergelassen. Der Kampf mit den Werwölfen würde nicht ohne Blutvergießen weitergehen. Dessen ist ihm bewusst. Die Hoffnung bleibt, dass er weiterhin unter Alucards Schutz bleibt und nicht wie seine Mitstreiter stirbt. Unterdessen kann auch Hylaeus nicht schlafen. Als Krieger ist er ständig auf Habacht Stellung. Doch in dieser Nacht bleibt alles ruhig, in der Villa Blutrose.
(In Zusammenarbeit mit @KFutagoh89 )
(Fortsetzung folgt...)