Forum Discussion
3 years ago
Ort: Forgotten Hollow
Charaktere: Zentauren, Familie Nebeljäger, Adam
Geschichtsstrang: Rückkehr in den Magischen Wald
Viola flattert voran. Unabhängig davon, was Adam von ihr halten mag, fanden Lilly und Viktor, dass es nicht schaden kann, wenn sie dabei ist. Immerhin kennt sie das Gebäude. Zögernd vor dem großen Tor bleibt die Teenagerin stehen. Sie dreht sich um, zu dem Trupp, der ihr gefolgt ist. "Hier ist die Villa.", sagt sie unnötigerweise. Die Spuknacht kommt ihr wieder in den Sinn... die gruseligen Geräusche... Der Geist, der Blaze übernommen hat.. Lilly bemerkt das Zögern ihrer Tochter. Doch bevor sie diese ansprechen konnte, dass sie auch zurück gehen kann, wenn ihr das lieber wäre, hat Viola nun doch die Tür geöffnet und die Ruine betreten.
Zuvor hat Adam seine Geliebte in die Vampirwelt zurückgebracht. Zusammen mit Hylaeus und den Nebeljägern ist er Viola gefolgt. Die Villa scheint zuerst wie jedes andere Simgebäude zu sein. Doch die negative Aura dort ist nicht zu ignorieren.
Alles ist noch so wie bei den Besuchen zuvor. Viola atmet tief durch. Es gibt kein Grund zur Panik!, sagt sie sich, "immerhin bist du bisher immer hier wieder herausgekommen. Und im Moment ist auch alles ruhig. Sie entspannt sich wieder etwas, auch wenn sie auch weiterhin auf der Hut ist. Ob der Werwolf wohl tatsächlich wegen etwas aus der Villa hier war? Nur was könnte das sein, wenn das denn stimmt?
Adam sieht sich in der Villa um. Hylaeus ebenso. "Was ist die Geschichte zu diesem Ort?", fragt er Viktor.
Viktor hat diese Geschichte schon oft erzählt. "Ich war damals etwa so alt wie Viola jetzt.", fängt er an. "Zu diesem Zeitpunkt zog eine Familie dort ein, mit einem etwa zwölfjährigem Jungen. Wer vor dieser Familie in der Villa lebte, weiß ich nicht mehr. Ist aber auch nicht relevant. Die jetzige Familie war jedenfalls keine gewöhnliche. Sie war Vampirin, was in einem Ort wie Forgotten Hollow jetzt ja nichts Besonderes ist. Aber er... er war ein normaler Mensch. Allein das sorgte schon für Misstrauen, aber man arrangierte sich dann doch, und die ersten Jahre passierte auch nichts ungewöhnliches. Doch als der Junge etwa siebzehn oder sechzehn war, fing es an. Die Vampirkräfte, die er von seiner Mutter geerbt hat, manifestierten sich. Er konnte sich also in eine Fledermaus verwandeln und so. Auch für Halbblut-Vampire ist das im Teenageralter nichts ungewöhnliches... da manifestieren sich die Kräfte so langsam. Doch es gab noch etwas: Eine ungewöhnliche Aura, die den Jungen umgab. Auch als man herausfand, dass ihm die Sonne nichts ausmachte, war das seltsam. Man munkelte, dass der Mann vielleicht doch kein normaler Mensch war, sondern ein Magier, der seine Aura einfach tarnen konnte." Viktor macht eine Pause ehe er fortfährt: "Und dann .. begannen die Leute zu verschwinden. Nicht nur Vampire. Auch Menschen, die zufällig mal zu nah an die Villa kamen. Anfangs dachte sich da noch niemand etwas, aber als aber immer mehr und mehr Leute verschwanden, wurde dann doch ein Zusammenhang gesehen. Das konnte nicht mit rechten Dingen zugehen!" Er wartet ab, ob es bis hierhin Fragen geben würde.
Hylaeus hört aufmerksam zu. "Verstehe ... dann ist es kein Wunder, diese negative Aura zu spüren." Adam sieht zum Zentaur. "Denkst du, dass diese Energie das Ziel ist?" Der Hengst überlegt und erwidert: "Zumindest für Magier wäre das von Interesse."
Viktor fährt fort: "Ihr wisst ja sicher, dass Hybridenblut problematisch ist. Vampirblut und Magierblut gemischt kann zu Instabilität führen und vielleicht ist der Junge deshalb durchgedreht und hat die Leute ermordet. Oder in Objekte verwandelt. Denn das hat er getan, wie sich später herausstellte. Deshalb sind die verschwunden. Als das klar wurde, wurde die Familie ermordet."
Viola verdreht die Augen. Sie hat eine andere Version der Geschichte. Sie glaubt, dass der Vater tatsächlich nur ein normaler Mensch war und kein Magier... das stattdessen jedoch eine böse Macht in den Jungen gefahren ist um ihn zu zwingen, all diese Gräuel zu begehen. Immerhin wurde auch Blaze übernommen damals...
Aber welche Version auch wahr ist, es bleiben so oder so immer noch Fragen offen. Sie hat nie jemanden davon erzählt, was mit Blaze geschah und auch jetzt hält sie sich da vorerst raus. Stattdessen fragt sie den Zentauren: "Aber wie soll jemand Energie aus einer Villa klauen?"
Bevor Hylaeus antworten kann, reagiert Adam. "Energie vielleicht nicht, aber bestimmt ein Artefakt, was diese Energie ausströmt." Der Zentaur nickt. "Der große Cheiron würde sicher was ähnliches sagen."
"Wie könnte das Artefakt aussehen?", fragt Viola. Egal, welche Version der Geschichte wahr ist... irgendwie kommt immer Energie drin vor. Entweder die Energie, die durch das instabile Hybridenblut entsteht oder durch die dunkle Macht, die den Jungen übernommen hat.
Der Deathdealer überlegt. "Artefakte können unterschiedlich aussehen. Es zu erkennen, wird sicher nicht leicht."
Viola nickt. "Wir haben den bösen Geist damals vernichtet.", sagt sie plötzlich, "Zumindest kommt der uns bei der Suche danach also nicht in die Quere." Doch Viktor zweifelt. "Ich spüre auch, dass es hier eine dunkle Macht gab. Sie lauert. So einfach könnt ihr einen Geist nicht besiegt haben. Vielleicht geschwächt, aber niemals vollständig besiegt. Wir müssen hier vorsichtig sein." Er fragt nicht nach, wie das geschehen sein soll. Wenn Viola einfach nur übertreibt, oder etwas komplett erfunden hat ist es halt so, doch irgendwas an ihr scheint ihren Satz ernst zu meinen. Die Truppe ist nun nochmal sensibilisiert. Adam geht weiter. Hylaeus bleibt im Erdgeschoss.
Auch Viola spürt, dass hier irgendwas ist. Anfangs war es ja noch ruhig, aber jetzt.. jetzt muss irgendwas erwacht sein. Hoffentlich ist es nicht die selbe Macht wie damals, die Blaze übernommen hat...
Als Hylaeus sich umsieht und im rückwärts geht, stößt er dabei an ein Regal. Mehrere Bücher fallen heraus. "Mist", flucht er. Der Lärm ist im Haus deutlich zu vernehmen.
Viola, die in der Villa aufgrund vorheriger Besuche ohnehin angespannt ist, schrickt erst mal zurück. Sie beruhigt sich zwar schnell, als sie erkennt, was geschehen ist. Aber hoffentlich hat gerade niemand hergeschaut und ihr Gesicht bemerkt..
Adam läuft das obere Stockwerk ab, kann jedoch nichts auffälliges entdecken. Der Lärm, den der Zentaur auslöst bemerkt er. Der Soldat lauscht und registriert, dass nichts weltbewegendes passiert ist. Daher schaut sich der Vampir weiter um.
Offenbar hat gerade niemand in Violas Richtung geschaut. Gut. Das wäre dann doch irgendwie zu peinlich. Gedankenverloren wirft sie einen Blick auf die am Boden liegenden Bücher. An einige Titel davon erinnert sie sich aus vorherigen Besuchen, aber wirklich genau hat sie sich auch da nicht um den Buchinhalt gekümmert. Eines der Bücher wurde durch den Sturz aufgeschlagen und zeigt nun zufällig auf der Doppelseite einige magische Pflanzen. Viola hebt neugierig geworden das Buch auf. Ob das wichtig ist? ...
Doch schnell stellt sie fest, dass es in dem Buch nur um Pflanzenbestimmung geht und bestimmt nichts magisch daran ist. Sie legt es wieder weg. Auch ihre Eltern hatten bisher keinen nennenswerten Erfolg. Ob der Werwolf wirklich was gesucht hat? Und wenn es so ist, kann es ja auch durchaus sein, dass er irgendwann zurück kam und nun hat was er brauchte. In dem Fall würde eine Falle nicht funktionieren, da er dann nicht mehr aufkreuzen wird. Aber im Moment hat sie auch keine andere Idee, wie sie den Werwolf finden könnten.
Lilly betrachtet den alten Kamin. Ein altes Buch liegt darauf, mit einer Hand auf dem Cover. Sie nimmt es in die Hand. Neugierig blättert sie drin. Ein seltsames Gedicht steht auf der Innenseite. Sie liest es vor:
Nichts passiert, als das Gedicht aufgesagt wird. Doch als Viola ihre Mutter mit dem Buch sieht, erkennt sie es wieder aus ihrem ersten Besuch. Das Buch - und das Gedicht - waren damals hilfreich. Die Teenagerin kann sich allerdings nicht vorstellen, dass ein Werwolf an diesem Text Interesse haben könnte, zumal sie den Jungen längst erlöst haben. Aber dann erinnert sie sich an etwas: Als sie zuerst darin blätterte, waren die Seiten leer... Erst als Shane es mit der Flüssigkeit im Glas, die sie ebenfalls gefunden haben, verbunden hat, wurde ein Text sichtbar. Irgendetwas magisches muss schon an dem Buch sein. Oder ist das einfach das normale Verhalten einer Geheimtinte?
Adam kommt zu ihnen. "Und? Seid ihr fündig geworden?", fragt er neutral. "Nur dieses Buch hier.", sagt Lilly, "Keine Ahnung, ob es wichtig ist." Der Deathdealer sieht sich dieses genauer an. "Ich kann es auch nicht sicher sagen." Hylaeus, der in der Nähe steht antwortet: "Es geht eine dunkle Aura von ihm aus." Lilly sieht Hylaeus an. "Meinst du, wir sind fündig geworden?"
Der Zentaur tritt näher und schaut das Buch an, ohne es zu berühren. "Zumindest ist schwarze oder dunkle Magie auffällig und immer mit Vorsicht zu genießen." Adam nickt. "Aber seltsam ist, warum wir das nicht genauso stark spüren, wie du." Der Krieger schmunzelt. "Schattenwesen wie ihr empfindet solche Schwingungen anders als Wesen des Lichts oder wie ich, ein Wesen des Waldes. Erinnert euch an die Prüfung. Dort habt ihr sicherlich die Aura der Wächterin anders intensiv gespürt als meine." Lilly nickt. "Macht Sinn." Viola sagt nichts darüber, dass sie das Buch nicht zum ersten Mal sieht. Damals hatte niemand was von dunkler Magie geahnt... Aber sie und Shane waren die einzigen okkulten Wesen damals, und beide sind Schattenwesen.
Auch Viktor kommt hinzu. Niemand kann mit Sicherheit sagen, ob das Buch wirklich wichtig ist für Rasputin oder M, aber es ist die einzige Spur, die sie haben. Zumindest ist es voll von dunkler Magie. "Gut... Es gibt nur ein Problem: Der Angriff auf Vero ist nun schon eine Weile her. Wenn der Wolf in der Zwischenzeit nicht eh schon einen zweiten Versuch gewagt hat, wer sagt uns, dass er es jetzt noch tun wird? Am besten, wir streuen Gerüchte in die Welt, dass wir so ein Artefakt haben und hoffen, dass der Köder ausreicht." Er sieht zu den Anderen. "Natürlich müssen wir die Falle zuerst vorbereiten, und dann streuen wir die Gerüchte. Also noch nicht jetzt sofort." Einige Tage würde es wohl dauern, bis alles vorbereitet ist.
Die Truppe verlässt die Gruselvilla wieder, mitsamt Buch. Keiner von ihnen ahnt, dass die Raben, die M als Späher einsetzt, sie heimlich dabei beobachten.
(In Zusammenarbeit mit @KFutagoh89 )
Charaktere: Zentauren, Familie Nebeljäger, Adam
Geschichtsstrang: Rückkehr in den Magischen Wald
Viola flattert voran. Unabhängig davon, was Adam von ihr halten mag, fanden Lilly und Viktor, dass es nicht schaden kann, wenn sie dabei ist. Immerhin kennt sie das Gebäude. Zögernd vor dem großen Tor bleibt die Teenagerin stehen. Sie dreht sich um, zu dem Trupp, der ihr gefolgt ist. "Hier ist die Villa.", sagt sie unnötigerweise. Die Spuknacht kommt ihr wieder in den Sinn... die gruseligen Geräusche... Der Geist, der Blaze übernommen hat.. Lilly bemerkt das Zögern ihrer Tochter. Doch bevor sie diese ansprechen konnte, dass sie auch zurück gehen kann, wenn ihr das lieber wäre, hat Viola nun doch die Tür geöffnet und die Ruine betreten.
Zuvor hat Adam seine Geliebte in die Vampirwelt zurückgebracht. Zusammen mit Hylaeus und den Nebeljägern ist er Viola gefolgt. Die Villa scheint zuerst wie jedes andere Simgebäude zu sein. Doch die negative Aura dort ist nicht zu ignorieren.
Alles ist noch so wie bei den Besuchen zuvor. Viola atmet tief durch. Es gibt kein Grund zur Panik!, sagt sie sich, "immerhin bist du bisher immer hier wieder herausgekommen. Und im Moment ist auch alles ruhig. Sie entspannt sich wieder etwas, auch wenn sie auch weiterhin auf der Hut ist. Ob der Werwolf wohl tatsächlich wegen etwas aus der Villa hier war? Nur was könnte das sein, wenn das denn stimmt?
Adam sieht sich in der Villa um. Hylaeus ebenso. "Was ist die Geschichte zu diesem Ort?", fragt er Viktor.
Viktor hat diese Geschichte schon oft erzählt. "Ich war damals etwa so alt wie Viola jetzt.", fängt er an. "Zu diesem Zeitpunkt zog eine Familie dort ein, mit einem etwa zwölfjährigem Jungen. Wer vor dieser Familie in der Villa lebte, weiß ich nicht mehr. Ist aber auch nicht relevant. Die jetzige Familie war jedenfalls keine gewöhnliche. Sie war Vampirin, was in einem Ort wie Forgotten Hollow jetzt ja nichts Besonderes ist. Aber er... er war ein normaler Mensch. Allein das sorgte schon für Misstrauen, aber man arrangierte sich dann doch, und die ersten Jahre passierte auch nichts ungewöhnliches. Doch als der Junge etwa siebzehn oder sechzehn war, fing es an. Die Vampirkräfte, die er von seiner Mutter geerbt hat, manifestierten sich. Er konnte sich also in eine Fledermaus verwandeln und so. Auch für Halbblut-Vampire ist das im Teenageralter nichts ungewöhnliches... da manifestieren sich die Kräfte so langsam. Doch es gab noch etwas: Eine ungewöhnliche Aura, die den Jungen umgab. Auch als man herausfand, dass ihm die Sonne nichts ausmachte, war das seltsam. Man munkelte, dass der Mann vielleicht doch kein normaler Mensch war, sondern ein Magier, der seine Aura einfach tarnen konnte." Viktor macht eine Pause ehe er fortfährt: "Und dann .. begannen die Leute zu verschwinden. Nicht nur Vampire. Auch Menschen, die zufällig mal zu nah an die Villa kamen. Anfangs dachte sich da noch niemand etwas, aber als aber immer mehr und mehr Leute verschwanden, wurde dann doch ein Zusammenhang gesehen. Das konnte nicht mit rechten Dingen zugehen!" Er wartet ab, ob es bis hierhin Fragen geben würde.
Hylaeus hört aufmerksam zu. "Verstehe ... dann ist es kein Wunder, diese negative Aura zu spüren." Adam sieht zum Zentaur. "Denkst du, dass diese Energie das Ziel ist?" Der Hengst überlegt und erwidert: "Zumindest für Magier wäre das von Interesse."
Viktor fährt fort: "Ihr wisst ja sicher, dass Hybridenblut problematisch ist. Vampirblut und Magierblut gemischt kann zu Instabilität führen und vielleicht ist der Junge deshalb durchgedreht und hat die Leute ermordet. Oder in Objekte verwandelt. Denn das hat er getan, wie sich später herausstellte. Deshalb sind die verschwunden. Als das klar wurde, wurde die Familie ermordet."
Viola verdreht die Augen. Sie hat eine andere Version der Geschichte. Sie glaubt, dass der Vater tatsächlich nur ein normaler Mensch war und kein Magier... das stattdessen jedoch eine böse Macht in den Jungen gefahren ist um ihn zu zwingen, all diese Gräuel zu begehen. Immerhin wurde auch Blaze übernommen damals...
Aber welche Version auch wahr ist, es bleiben so oder so immer noch Fragen offen. Sie hat nie jemanden davon erzählt, was mit Blaze geschah und auch jetzt hält sie sich da vorerst raus. Stattdessen fragt sie den Zentauren: "Aber wie soll jemand Energie aus einer Villa klauen?"
Bevor Hylaeus antworten kann, reagiert Adam. "Energie vielleicht nicht, aber bestimmt ein Artefakt, was diese Energie ausströmt." Der Zentaur nickt. "Der große Cheiron würde sicher was ähnliches sagen."
"Wie könnte das Artefakt aussehen?", fragt Viola. Egal, welche Version der Geschichte wahr ist... irgendwie kommt immer Energie drin vor. Entweder die Energie, die durch das instabile Hybridenblut entsteht oder durch die dunkle Macht, die den Jungen übernommen hat.
Der Deathdealer überlegt. "Artefakte können unterschiedlich aussehen. Es zu erkennen, wird sicher nicht leicht."
Viola nickt. "Wir haben den bösen Geist damals vernichtet.", sagt sie plötzlich, "Zumindest kommt der uns bei der Suche danach also nicht in die Quere." Doch Viktor zweifelt. "Ich spüre auch, dass es hier eine dunkle Macht gab. Sie lauert. So einfach könnt ihr einen Geist nicht besiegt haben. Vielleicht geschwächt, aber niemals vollständig besiegt. Wir müssen hier vorsichtig sein." Er fragt nicht nach, wie das geschehen sein soll. Wenn Viola einfach nur übertreibt, oder etwas komplett erfunden hat ist es halt so, doch irgendwas an ihr scheint ihren Satz ernst zu meinen. Die Truppe ist nun nochmal sensibilisiert. Adam geht weiter. Hylaeus bleibt im Erdgeschoss.
Auch Viola spürt, dass hier irgendwas ist. Anfangs war es ja noch ruhig, aber jetzt.. jetzt muss irgendwas erwacht sein. Hoffentlich ist es nicht die selbe Macht wie damals, die Blaze übernommen hat...
Als Hylaeus sich umsieht und im rückwärts geht, stößt er dabei an ein Regal. Mehrere Bücher fallen heraus. "Mist", flucht er. Der Lärm ist im Haus deutlich zu vernehmen.
Viola, die in der Villa aufgrund vorheriger Besuche ohnehin angespannt ist, schrickt erst mal zurück. Sie beruhigt sich zwar schnell, als sie erkennt, was geschehen ist. Aber hoffentlich hat gerade niemand hergeschaut und ihr Gesicht bemerkt..
Adam läuft das obere Stockwerk ab, kann jedoch nichts auffälliges entdecken. Der Lärm, den der Zentaur auslöst bemerkt er. Der Soldat lauscht und registriert, dass nichts weltbewegendes passiert ist. Daher schaut sich der Vampir weiter um.
Offenbar hat gerade niemand in Violas Richtung geschaut. Gut. Das wäre dann doch irgendwie zu peinlich. Gedankenverloren wirft sie einen Blick auf die am Boden liegenden Bücher. An einige Titel davon erinnert sie sich aus vorherigen Besuchen, aber wirklich genau hat sie sich auch da nicht um den Buchinhalt gekümmert. Eines der Bücher wurde durch den Sturz aufgeschlagen und zeigt nun zufällig auf der Doppelseite einige magische Pflanzen. Viola hebt neugierig geworden das Buch auf. Ob das wichtig ist? ...
Doch schnell stellt sie fest, dass es in dem Buch nur um Pflanzenbestimmung geht und bestimmt nichts magisch daran ist. Sie legt es wieder weg. Auch ihre Eltern hatten bisher keinen nennenswerten Erfolg. Ob der Werwolf wirklich was gesucht hat? Und wenn es so ist, kann es ja auch durchaus sein, dass er irgendwann zurück kam und nun hat was er brauchte. In dem Fall würde eine Falle nicht funktionieren, da er dann nicht mehr aufkreuzen wird. Aber im Moment hat sie auch keine andere Idee, wie sie den Werwolf finden könnten.
Lilly betrachtet den alten Kamin. Ein altes Buch liegt darauf, mit einer Hand auf dem Cover. Sie nimmt es in die Hand. Neugierig blättert sie drin. Ein seltsames Gedicht steht auf der Innenseite. Sie liest es vor:
Von Seelen und ihrer ewigen Pein genährt
wütete die grausam mordende Macht
vergossenes Blut, Fluch der nie verjährt
Opfer, unter schwarze Erde gebracht.
Eine junge Seele, Werkzeug des Bösen
in den Flammen sollen brennen die Knochen
nur Feuer kann das Kind für immer erlösen
so wird die böse Macht auf ewig gebrochen.
Des Jungen Gebein findet in den Tiefen
nicht zu den anderen sollt ihr ihn betten
die Opfer des Bösen nach der Asche sie riefen
nur die kann vor der Macht sie noch retten.
Wer birgt das Gebein muss sich eilen
das Böse kennt keine Geduld
drum hurtig wer liest diese Zeilen
sonst wird nie getilgt jene Schuld!
Nichts passiert, als das Gedicht aufgesagt wird. Doch als Viola ihre Mutter mit dem Buch sieht, erkennt sie es wieder aus ihrem ersten Besuch. Das Buch - und das Gedicht - waren damals hilfreich. Die Teenagerin kann sich allerdings nicht vorstellen, dass ein Werwolf an diesem Text Interesse haben könnte, zumal sie den Jungen längst erlöst haben. Aber dann erinnert sie sich an etwas: Als sie zuerst darin blätterte, waren die Seiten leer... Erst als Shane es mit der Flüssigkeit im Glas, die sie ebenfalls gefunden haben, verbunden hat, wurde ein Text sichtbar. Irgendetwas magisches muss schon an dem Buch sein. Oder ist das einfach das normale Verhalten einer Geheimtinte?
Adam kommt zu ihnen. "Und? Seid ihr fündig geworden?", fragt er neutral. "Nur dieses Buch hier.", sagt Lilly, "Keine Ahnung, ob es wichtig ist." Der Deathdealer sieht sich dieses genauer an. "Ich kann es auch nicht sicher sagen." Hylaeus, der in der Nähe steht antwortet: "Es geht eine dunkle Aura von ihm aus." Lilly sieht Hylaeus an. "Meinst du, wir sind fündig geworden?"
Der Zentaur tritt näher und schaut das Buch an, ohne es zu berühren. "Zumindest ist schwarze oder dunkle Magie auffällig und immer mit Vorsicht zu genießen." Adam nickt. "Aber seltsam ist, warum wir das nicht genauso stark spüren, wie du." Der Krieger schmunzelt. "Schattenwesen wie ihr empfindet solche Schwingungen anders als Wesen des Lichts oder wie ich, ein Wesen des Waldes. Erinnert euch an die Prüfung. Dort habt ihr sicherlich die Aura der Wächterin anders intensiv gespürt als meine." Lilly nickt. "Macht Sinn." Viola sagt nichts darüber, dass sie das Buch nicht zum ersten Mal sieht. Damals hatte niemand was von dunkler Magie geahnt... Aber sie und Shane waren die einzigen okkulten Wesen damals, und beide sind Schattenwesen.
Auch Viktor kommt hinzu. Niemand kann mit Sicherheit sagen, ob das Buch wirklich wichtig ist für Rasputin oder M, aber es ist die einzige Spur, die sie haben. Zumindest ist es voll von dunkler Magie. "Gut... Es gibt nur ein Problem: Der Angriff auf Vero ist nun schon eine Weile her. Wenn der Wolf in der Zwischenzeit nicht eh schon einen zweiten Versuch gewagt hat, wer sagt uns, dass er es jetzt noch tun wird? Am besten, wir streuen Gerüchte in die Welt, dass wir so ein Artefakt haben und hoffen, dass der Köder ausreicht." Er sieht zu den Anderen. "Natürlich müssen wir die Falle zuerst vorbereiten, und dann streuen wir die Gerüchte. Also noch nicht jetzt sofort." Einige Tage würde es wohl dauern, bis alles vorbereitet ist.
Die Truppe verlässt die Gruselvilla wieder, mitsamt Buch. Keiner von ihnen ahnt, dass die Raben, die M als Späher einsetzt, sie heimlich dabei beobachten.
(In Zusammenarbeit mit @KFutagoh89 )