Forum Discussion
3 years ago
Ort: Brindleton Bay, Highschool
Charaktere: Tani, Tim
Titel: Eine unerwartete Wendung
Der Unterricht ist beendet und es stürmen alle raus. Tania bleibt etwas hinten, abseits von den anderen. Sie denkt über vieles nach. Leider.. Sie braucht mal wieder Ablenkung. Ihre Blicke schweifen durch den Schulflur. Welcher Singleboy ist denn greifbar?
Sie schaut und schaut und.. Tim?? Naja, er ist eigentlich nicht ihr Typ und für irgendwas zu haben, sicherlich auch nicht. Aber zumindest ein Gespräch anfangen könnte sie. Vielleicht ist er ja doch cooler drauf, als man denkt und hätte auch mal was für ein gemeinsames Unterrichtschwänzen übrig. Bei dem Gedanken muss sie kurz lachen. Als ob.
Grinsend geht sie auf ihn zu. "Na, des Lernens noch nicht überdrüssig, was?"
Etwas verwundert schaut Tim zu Tani. Er hat keine Ahnung, was sie von ihm will. Braucht sie Nachhilfe, da sie ja vom Lernen redet? "Ähm, nein.", sagt er unsicher. Und dann fragt er direkt: "Wieso? Brauchst du Hilfe bei einem Schulfach?"
"Oh bitte.. Nein.", sagt sie leicht grinsend. "Machst Du eigentlich auch was anderes als Lernen? Z.B. Spaß haben?"
Jetzt ist Tim erst recht verwundert. "Ich hör gern Musik.", sagt er. Er erinnert sich, wie er Viola beim Klavierspiel lauschte während des Elternabends. Und später auch während des Schulballs. Sowas würde er auch gerne mal können, doch er ist zu unmusikalisch. Und so begnügt er sich mit zuhören.
"Musik also. Nur zuhause oder gehst du auch mal in Club oder Bars, um dort Musik zu hören?" Interessiert sieht sie ihn an.
"Meistens zu Hause." Er wundert sich ein wenig über Tanis Interesse. Meistens lassen ihn die Leute einfach alleine. Er weiß zwar viel schulische Dinge, aber nicht, wie er von sich aus ein Gespräch starten könnte.
Für einen kurzen Moment herrscht Stille, bis Tania etwas einfällt. "Weißt du was, Tim? Lass uns doch mal zusammen irgendwo hingehen und Musik hören.. Wie wär's?" Damit hätte Tim nun nicht gerechnet. Aber vielleicht ist das ja die Chance seines Lebens. "Klingt gut.", sagt er daher. "Weißt du wohin?"
Überrascht von Tims Zusage, schlägt sie ihm vor, ins Narwal Arms zu gehen. "Das KOJ ist zwar auch gut, aber im Narwal Arms kann man sich auch mal Musik wünschen." Da Tania den DJ ja mittlerweile schon besser kennt, würde der da sicherlich kein Problem mit haben, wenn auch Tim seine Wünsche äußert. "Dann lass uns gehen."
Tim folgt schweigend. Er war noch nie im Narwal, hat bisher nur davon gehört. Vielleicht mal was anderes. So ganz weiß er noch nicht, was er von all dem halten soll. Doch Tani hat nie Zeichen von Aggression gezeigt. Sie wird ihn jetzt schon nicht in eine Falle locken um ihn auszurauben. "War das nicht erst ab 18?", hakt er nach.
"Nee, das geht schon klar." Tani geht los, während ihr Tim folgt und sie verlässt mit ihm die Schule. "Lass uns den Bus nehmen. Der steht da schon und führt direkt zum Narwal." Sie sputet los.
Tim rennt mit und die beiden erwischen den Bus in der letzten Sekunde. "Und wofür interessierst du dich so?", versucht Tim während der Busfahrt ein Gespräch anzufangen.
"Ich habe verschiedene Interessen. Derzeit geh ich gerne tanzen, lerne neue Leute kennen. Aber auch Gassi mit meinen Hunden ist voll meins. Das Verhalten von Hunden ist wirklich sehr interessant." Tania schaut auf ihr Handy. Eine SMS ihrer Mutter. Die liest sie erst gar nicht. "Aber genug von mir. Echt cool, dass Du mit mir ins Narwal kommst. Dir wird's sicher gefallen!" Der Bus hat nur noch ein paar Haltestellen vor sich, dann sind sie auch schon da.
Neugierig betrachtet Tim das Narwal. Eigentlich hätte sein Vater ihn längst zu Hause erwartet. Er hat ihm kurz geschrieben, dass es länger dauert, ohne einen Grund anzugeben. Was sein Vater davon halten würde, dass er ins Narwal geht, ist ihm in diesem Moment egal.
Tania betritt das Gebäude mit Tim. Sie spricht kurz mit dem Türsteher, dort ist sie bekannt. Die Beiden kommen problemlos rein und setzen sich in der Nähe des DJs. Noch ist er nicht da, doch im Hintergrund läuft Musik. "Was möchtest du trinken? Ich geb einen Aus." Sie schiebt die Getränkekarte zu ihm herüber.
Tim bestellt sich etwas alkoholfreies und wählt eine Cola. "Danke für's Ausgeben." Bisher gefällt ihm die Gesellschaft, auch wenn er nach wie vor Zweifel hat, was Tani damit bezwecken könnte. Er wagt allerdings auch noch nicht, nachzufragen, da er Angst vor der Antwort hat.
Tania bestellt sich einen Cocktail. "Prost!" Sie trinkt einen kräftigen Schluck und schaut sich dann um. "Sag mal, nicht dass ich dir damit zu nahe trete, aber ich sehe dich eher alleine in der Schule abhängen. Was ist da los bei dir?" Sie trinkt noch einen Schluck und sieht ihn eindringlich an.
Diese Frage kommt überraschend. Es dauert eine Weile, bis Tim antwortet: "Bin den anderen halt zu langweilig. Wundert mich sowieso schon, warum DU mich angesprochen hast."
Tania nickt nur zur Kenntnisnahme und bestellt beim Kellner zwei Kurze. "Weißt du Tim, die Frage ist, bist du langweilig? .. Wenn Du selbst davon ausgehst, wirst du auch dauerhaft alleine bleiben. Aber ich hab gar nicht das Gefühl, dass du langweilig bist." Der Kellner kommt und bringt die Kurzen. "Hier, probier mal." Sie nimmt ihren Kurzen und trinkt ihn in einem Zug aus.
Tim probiert tatsächlich. Es ist nicht ganz sein Geschmack. "Und sowas schmeckt dir?" Vielleicht wird es besser, wenn man sich erst mal daran gewöhnt hat.
"Ja, aber es gibt noch leckereres Zeug." Sie grinst. Der DJ kommt am Tisch der Beiden vorbei. "Hey, warte mal." Er bleibt stehen und grüßt Tania. "Würdest Du für meinen Kumpel ein paar Lieder spielen?" Der DJ nickt und wendet sich an Tim. "Welche Lieder würdest du gern hören? Ich kann dir drei Songs geben."
Kumpel? Sieht sie ihn etwa als Kumpel an? Er überlegt und wünscht sich schließlich ein Lied von DJ Bobo. Er war zu nervös, um lange nachzudenken und kann sich selbst nicht erklären, warum ihm gerade dieses Lied in den Sinn kam. Es passt so gar nicht zu seiner momentanen Stimmung und Tanzen liegt ihm auch nicht. Aber vielleicht gefällt es Tani ja.
https://www.youtube.com/watch?v=ckBvJwPtgtE
Der DJ geht zum Pult und spielt das Lied an. "Lass uns tanzen!" Tania nimmt Tims Hand und zieht ihn auf die Tanzfläche.
Tim lässt sich mitziehen, wenn auch ungerne. Worauf hat er sich hier nur eingelassen? Warum hat er sich ausgerechnet für so ein Lied entschieden? Er ist noch immer viel zu verwirrt von den Ereignissen, um klar denken zu können.. und das kennt er so gar nicht von sich selbst. Doch nun, da er auch auf der Tanzfläche steht, versucht er sein Bestes. Sein Tanz ist allerdings ziemlich steif.
Tania nimmt im Verlauf seine Hände und versucht ihn etwas aufzulockern. "Mach dich locker.", flüstert sie ihm ins Ohr.
Das ist jedoch leichter gesagt als getan. "Bin halt kein guter Tänzer.", murmelt Tim.
Nach dem dritten Lied nimmt Tania wieder seine Hand und setzt sich mit ihm in die Lounge-Ecke. Das Licht ist etwas gedimmter und man könnte denken, es sei schon früher Abend. Erneut kommt ein Kellner und sie bestellt zwei Cocktails. "Einer ist für dich." Zwinkernd sieht sie zu Tim. Der Alkohol macht den Gedanken erträglicher, Tim näher zu kommen. Er ist doch ganz korrekt und wer weiß, was er sonst noch alles drauf hat. "Hast Du eigentlich ne Freundin?"
Tim nimmt den Cocktail. Obwohl der Alkohol ihn ein wenig lockerer macht, ist er doch noch nicht besoffen genug, bei dieser Frage nicht skeptisch zu werden. "Nein.", sagt er kurz. Will Tani etwa mit ihm flirten?
Diese Antwort überrascht sie nicht. "Ich hab auch keinen Freund.", erwidert sie daraufhin. In die Menge sehend erkennt sie einen ihrer nächtlichen Bekanntschaften. Ohoh. Dieser Kerl war etwas anhänglich und hätte sich scheinbar mehr vorstellen können. Doch nicht mit ihr. Sie dreht ihren Kopf samt Körper zu Tim. Sie nimmt seine Hand. "Du bist süß."
Tim kann nicht glauben, dass Tani keinen Freund haben soll. Ist ihm vielleicht auch mal gegönnt, dass sich ein Mädel für ihn interessiert? Doch er bleibt skeptisch. "Ich find dich auch hübsch.", sagt er, bleibt aber auf der Hut. Zu oft hatten sich irgendwelche Mädchen den Spaß erlaubt, ihn zu verarschen.
Lächelnd sieht sie zu Tim und trinkt einen Schluck. Ach komm. Mach einfach., denkt sie sich in ihrem alkoholisierten Zustand und nähert sich Tims Lippen. Dann küsst sie ihn stürmisch.
Tim ist total überfordert und weiß nicht, wie er darauf reagieren soll.
Der Kuss dauert ein paar Sekunden an, bis sie sich von ihm löst. Sie spürt zwar keine Leidenschaft von seiner Seite aus, aber vermutlich würde das noch kommen. Wahrscheinlich hat er nicht mal Erfahrung.. Das könnte durchaus interessant werden. Ein weiterer Name auf ihrer Liste. Daraufhin flüstert sie in sein Ohr: "Zu Dir oder zu mir?"
Tim brabbelt nur etwas unverständliches. Eigentlich geht ihm das hier ein wenig zu schnell, doch er ist immer noch zu überfordert, das in Worte zu fassen.
Indes bittet Tania den Kellner um die Rechnung. Dieser kommt auch schnell an geeilt, schließlich ist er von Tania großzügiges Trinkgeld gewohnt. Sie streichelt Tims Wange und wendet sich dann an den Kellner, als er zum Bezahlen an den Tisch kommt. "Danke, bis bald.", verabschiedet sie sich und steht auf. Tim steht ebenfalls auf. Er weiß nicht, was er von dem Abend halten soll.
Tania geht mit Tim aus dem Narwal Arms. Da er sich nicht zum Ort geäußert hat, überlegt sie mit ihm erstmal in Richtung Motel zu gehen. Als sie ihm zuzwinkert, nimmt sie seine Hand. Ihre Bedenken gegenüber Tim sind mittlerweile komplett weg, der Alkohol hat scheinbar gute Dienste geleistet. Für diese neue Erfahrung ist sie bereit.
Auf der anderen Straßenseite läuft mit zwei großen Einkaufstüten Hannah Garcia-Klein, die Tante von Tania. Als sie sich umschaut, sieht sie plötzlich ihre Nichte. Sie will gerade rufen, als sie den Jungen sieht. Ist das nicht Tim Breuer? Natürlich erkennt sie ihren Musterschüler. Sie hält sich zurück und möchte die Beiden nicht stören. Tania hat einen Freund. Und dann auch noch den lieben Tim. Wie schön! Im Simlish-Unterricht ist ihr die Liebschaft der Beiden nicht aufgefallen. Hannah freut sich sehr. Die Beiden sind so eifrig in der Schule. Ich muss gleich Marina anrufen! Unbemerkt schleicht sie sich davon.
Als Tim seine Lehrerin sieht, findet er endlich seine Stimme wieder. Tani scheint Frau Garcia-Klein allerdings nicht bemerkt zu haben. "Ähm, ich muss los.", versucht er sich loszureißen. Ein wenig Angst hat er jetzt schon, vor dem, was Tani offenbar vorhat.
"Was? Nein!" Tania hält seine Hand fest. "Tim, ich will Dich! Bleib bei mir!" Sie streichelt seine Wange und küsst ihn.
Der Teil von Tim, der neugierig ist, gewinnt nun so langsam die Überhand. Ist Tani wirklich verliebt in ihn? Egal... vielleicht ist es mal Zeit für ein Abenteuer... "Oook.", sagt er zögerlich.
"Brav.", lässt Tania verlauten und geht nun wieder weiter mit Tim. "Also zu Dir oder zu mir?" Sie hält seine Hand noch immer fest.
"Zu mir jedenfalls nicht.", sagt er, nun etwas mutiger. Nicht, dass sein Dad ihn noch erwischt. Das wäre peinlich.
Entschlossen geht die Lüsterne mit Tim Richtung Motel. "Dann zeige ich dir jetzt mal mein .. Appartement." Mittlerweile könnte sie es wirklich so nennen. "Vielleicht ziehe ich hier bald hin." Nach kurzer Zeit kommen sie dort an. "Warte hier auf mich.", sagt sie und geht alleine zur Rezeption.
Tim überlegt kurz, ob er die Chance nutzen soll, um abzuhauen. Doch da die Neugier mittlerweile zu groß ist, bleibt er dann doch. Wer weiß, wann er wieder die Gelegenheit hat, die Nacht mit einem Mädel zu verbringen.
Kurze Zeit später kommt Tania auch schon mit dem Schlüssel und einer Flasche Wein, die sie vom Rezeptionisten für ihr großzügiges Trinkgeld bekommen hat. Auf Dad's Kreditkarte ist echt Verlass! Sie nimmt wieder Tims Hand und geht mit ihm zum Zimmer. Nachdem sie es betreten, schließt Tania hinter sich zu. Sie öffnet die Flasche Wein, schüttet zwei Gläser ein und gibt eines Tim.
Tim sagt nichts und nimmt das Glas schweigend entgegen. Tani hat offenbar an alles gedacht.
Tania trinkt ihr Glas Wein ruckartig aus und stellt es auf die Kommode. Sodann entkleidet sie sich bis auf die Unterwäsche. Sie schaut auf Tim und sein Glas Wein. Wie lange will er noch da dran trinken? Sie wird etwas ungeduldig.
Als Tim sie so sieht, starrt er sie ungeniert an, so als ob er noch nie ein Mädel ohne Klamotten gesehen hat... was ja auch der Wahrheit entspricht. Nun meldet sich doch wieder die Nervosität. Er bereut nun, nicht doch die Flucht ergriffen zu haben. Doch dann fummelt er doch noch an seiner Hose herum und lässt sie fallen.
Ein paar Minuten später rollt sich Tania auf die andere Bettseite. Ooooh... kay... Der Alkohol scheint seine Wirkung zu verlieren und sie sieht kurz auf. Die Weinflasche steht zu weit weg. Menno.
Vorsichtig schaut sie zu Tim. Ja, es ist wirklich Tim. Oder sieht er ihm nur ähnlich? Nochmals sieht sie zu ihm. Sie lächelt kurz als sich ihre Blicke treffen und dreht sich dann wieder weg. Das ist wirklich passiert und kein Traum. Sie kneift sich kurz in den Arm. Autsch. Ich träume nicht und tot bin ich auch noch nicht.. Erschreckend muss Tania feststellen: Das war ein kurzes Vergnügen - zumindest für ihn. Was mach ich denn jetzt nur?
Man kann ein Schnarchen aus Tims Richtung hören. Er bekommt gar nichts weiter mit.
Leicht zusammen zuckend von den Schnarch Geräuschen verdreht Tania die Augen. Das war ja klar. Leise steht sie nun auf und nimmt die Weinflasche. Sie setzt sie an und trinkt einen großzügigen Schluck. Dann schaut sie ihm zu, insbesondere in eine gewisse Gegend. Hm.. Joar.. Sie schüttelt den Kopf.
Schockiert von ihren eigenen Gedanken, legt sie die Weinflasche leise ab und zieht sich an. Die Uhr zeigt kurz vor Mitternacht. Nur noch wenige Stunden und Tania müsse sich für die Schule fertig machen. Oh nein, die Schule! Hoffentlich würde Tim nicht mit dem nächtlichen Kurzvergnügen angeben. Zur Not könne sie alles leugnen. Nein, das war nicht ihre Art. Sie würde mit ihm nochmal drüber reden müssen, am besten genau so kurz wie das, was da gerade passierte.
Tania schleicht sich wie gewohnt aus dem Zimmer und macht sich auf den Heimweg.
Als Tim schließlich aufwacht, ist er alleine. Doch allein aus Gewohnheit ist er rechtzeitig wachgeworden, um nicht zu spät zur Schule zu kommen. Er ist nicht so naiv um zu glauben, dass Tani sich wirklich in ihn verliebt hätte. Wahrscheinlich wollte sie nur Spaß für eine Nacht. Das war ihm jedoch vorher schon klar. Er hat dennoch nicht vor, je irgendwem von dieser Nacht zu erzählen. Irgendwie ist es ihm etwas peinlich.
Als er Tani dann in der Schule erblickt, weiß er nicht, was er zu ihr sagen soll und schweigt peinlich berührt.
(In Zusammenarbeit mit @Spatz )
(Screenshots von Spatz)
Charaktere: Tani, Tim
Titel: Eine unerwartete Wendung
Der Unterricht ist beendet und es stürmen alle raus. Tania bleibt etwas hinten, abseits von den anderen. Sie denkt über vieles nach. Leider.. Sie braucht mal wieder Ablenkung. Ihre Blicke schweifen durch den Schulflur. Welcher Singleboy ist denn greifbar?
Sie schaut und schaut und.. Tim?? Naja, er ist eigentlich nicht ihr Typ und für irgendwas zu haben, sicherlich auch nicht. Aber zumindest ein Gespräch anfangen könnte sie. Vielleicht ist er ja doch cooler drauf, als man denkt und hätte auch mal was für ein gemeinsames Unterrichtschwänzen übrig. Bei dem Gedanken muss sie kurz lachen. Als ob.
Grinsend geht sie auf ihn zu. "Na, des Lernens noch nicht überdrüssig, was?"
Etwas verwundert schaut Tim zu Tani. Er hat keine Ahnung, was sie von ihm will. Braucht sie Nachhilfe, da sie ja vom Lernen redet? "Ähm, nein.", sagt er unsicher. Und dann fragt er direkt: "Wieso? Brauchst du Hilfe bei einem Schulfach?"
"Oh bitte.. Nein.", sagt sie leicht grinsend. "Machst Du eigentlich auch was anderes als Lernen? Z.B. Spaß haben?"
Jetzt ist Tim erst recht verwundert. "Ich hör gern Musik.", sagt er. Er erinnert sich, wie er Viola beim Klavierspiel lauschte während des Elternabends. Und später auch während des Schulballs. Sowas würde er auch gerne mal können, doch er ist zu unmusikalisch. Und so begnügt er sich mit zuhören.
"Musik also. Nur zuhause oder gehst du auch mal in Club oder Bars, um dort Musik zu hören?" Interessiert sieht sie ihn an.
"Meistens zu Hause." Er wundert sich ein wenig über Tanis Interesse. Meistens lassen ihn die Leute einfach alleine. Er weiß zwar viel schulische Dinge, aber nicht, wie er von sich aus ein Gespräch starten könnte.
Für einen kurzen Moment herrscht Stille, bis Tania etwas einfällt. "Weißt du was, Tim? Lass uns doch mal zusammen irgendwo hingehen und Musik hören.. Wie wär's?" Damit hätte Tim nun nicht gerechnet. Aber vielleicht ist das ja die Chance seines Lebens. "Klingt gut.", sagt er daher. "Weißt du wohin?"
Überrascht von Tims Zusage, schlägt sie ihm vor, ins Narwal Arms zu gehen. "Das KOJ ist zwar auch gut, aber im Narwal Arms kann man sich auch mal Musik wünschen." Da Tania den DJ ja mittlerweile schon besser kennt, würde der da sicherlich kein Problem mit haben, wenn auch Tim seine Wünsche äußert. "Dann lass uns gehen."
Tim folgt schweigend. Er war noch nie im Narwal, hat bisher nur davon gehört. Vielleicht mal was anderes. So ganz weiß er noch nicht, was er von all dem halten soll. Doch Tani hat nie Zeichen von Aggression gezeigt. Sie wird ihn jetzt schon nicht in eine Falle locken um ihn auszurauben. "War das nicht erst ab 18?", hakt er nach.
"Nee, das geht schon klar." Tani geht los, während ihr Tim folgt und sie verlässt mit ihm die Schule. "Lass uns den Bus nehmen. Der steht da schon und führt direkt zum Narwal." Sie sputet los.
Tim rennt mit und die beiden erwischen den Bus in der letzten Sekunde. "Und wofür interessierst du dich so?", versucht Tim während der Busfahrt ein Gespräch anzufangen.
"Ich habe verschiedene Interessen. Derzeit geh ich gerne tanzen, lerne neue Leute kennen. Aber auch Gassi mit meinen Hunden ist voll meins. Das Verhalten von Hunden ist wirklich sehr interessant." Tania schaut auf ihr Handy. Eine SMS ihrer Mutter. Die liest sie erst gar nicht. "Aber genug von mir. Echt cool, dass Du mit mir ins Narwal kommst. Dir wird's sicher gefallen!" Der Bus hat nur noch ein paar Haltestellen vor sich, dann sind sie auch schon da.
Neugierig betrachtet Tim das Narwal. Eigentlich hätte sein Vater ihn längst zu Hause erwartet. Er hat ihm kurz geschrieben, dass es länger dauert, ohne einen Grund anzugeben. Was sein Vater davon halten würde, dass er ins Narwal geht, ist ihm in diesem Moment egal.
Tania betritt das Gebäude mit Tim. Sie spricht kurz mit dem Türsteher, dort ist sie bekannt. Die Beiden kommen problemlos rein und setzen sich in der Nähe des DJs. Noch ist er nicht da, doch im Hintergrund läuft Musik. "Was möchtest du trinken? Ich geb einen Aus." Sie schiebt die Getränkekarte zu ihm herüber.
Tim bestellt sich etwas alkoholfreies und wählt eine Cola. "Danke für's Ausgeben." Bisher gefällt ihm die Gesellschaft, auch wenn er nach wie vor Zweifel hat, was Tani damit bezwecken könnte. Er wagt allerdings auch noch nicht, nachzufragen, da er Angst vor der Antwort hat.
Tania bestellt sich einen Cocktail. "Prost!" Sie trinkt einen kräftigen Schluck und schaut sich dann um. "Sag mal, nicht dass ich dir damit zu nahe trete, aber ich sehe dich eher alleine in der Schule abhängen. Was ist da los bei dir?" Sie trinkt noch einen Schluck und sieht ihn eindringlich an.
Diese Frage kommt überraschend. Es dauert eine Weile, bis Tim antwortet: "Bin den anderen halt zu langweilig. Wundert mich sowieso schon, warum DU mich angesprochen hast."
Tania nickt nur zur Kenntnisnahme und bestellt beim Kellner zwei Kurze. "Weißt du Tim, die Frage ist, bist du langweilig? .. Wenn Du selbst davon ausgehst, wirst du auch dauerhaft alleine bleiben. Aber ich hab gar nicht das Gefühl, dass du langweilig bist." Der Kellner kommt und bringt die Kurzen. "Hier, probier mal." Sie nimmt ihren Kurzen und trinkt ihn in einem Zug aus.
Tim probiert tatsächlich. Es ist nicht ganz sein Geschmack. "Und sowas schmeckt dir?" Vielleicht wird es besser, wenn man sich erst mal daran gewöhnt hat.
"Ja, aber es gibt noch leckereres Zeug." Sie grinst. Der DJ kommt am Tisch der Beiden vorbei. "Hey, warte mal." Er bleibt stehen und grüßt Tania. "Würdest Du für meinen Kumpel ein paar Lieder spielen?" Der DJ nickt und wendet sich an Tim. "Welche Lieder würdest du gern hören? Ich kann dir drei Songs geben."
Kumpel? Sieht sie ihn etwa als Kumpel an? Er überlegt und wünscht sich schließlich ein Lied von DJ Bobo. Er war zu nervös, um lange nachzudenken und kann sich selbst nicht erklären, warum ihm gerade dieses Lied in den Sinn kam. Es passt so gar nicht zu seiner momentanen Stimmung und Tanzen liegt ihm auch nicht. Aber vielleicht gefällt es Tani ja.
https://www.youtube.com/watch?v=ckBvJwPtgtE
Der DJ geht zum Pult und spielt das Lied an. "Lass uns tanzen!" Tania nimmt Tims Hand und zieht ihn auf die Tanzfläche.
Tim lässt sich mitziehen, wenn auch ungerne. Worauf hat er sich hier nur eingelassen? Warum hat er sich ausgerechnet für so ein Lied entschieden? Er ist noch immer viel zu verwirrt von den Ereignissen, um klar denken zu können.. und das kennt er so gar nicht von sich selbst. Doch nun, da er auch auf der Tanzfläche steht, versucht er sein Bestes. Sein Tanz ist allerdings ziemlich steif.
Tania nimmt im Verlauf seine Hände und versucht ihn etwas aufzulockern. "Mach dich locker.", flüstert sie ihm ins Ohr.
Das ist jedoch leichter gesagt als getan. "Bin halt kein guter Tänzer.", murmelt Tim.
Nach dem dritten Lied nimmt Tania wieder seine Hand und setzt sich mit ihm in die Lounge-Ecke. Das Licht ist etwas gedimmter und man könnte denken, es sei schon früher Abend. Erneut kommt ein Kellner und sie bestellt zwei Cocktails. "Einer ist für dich." Zwinkernd sieht sie zu Tim. Der Alkohol macht den Gedanken erträglicher, Tim näher zu kommen. Er ist doch ganz korrekt und wer weiß, was er sonst noch alles drauf hat. "Hast Du eigentlich ne Freundin?"
Tim nimmt den Cocktail. Obwohl der Alkohol ihn ein wenig lockerer macht, ist er doch noch nicht besoffen genug, bei dieser Frage nicht skeptisch zu werden. "Nein.", sagt er kurz. Will Tani etwa mit ihm flirten?
Diese Antwort überrascht sie nicht. "Ich hab auch keinen Freund.", erwidert sie daraufhin. In die Menge sehend erkennt sie einen ihrer nächtlichen Bekanntschaften. Ohoh. Dieser Kerl war etwas anhänglich und hätte sich scheinbar mehr vorstellen können. Doch nicht mit ihr. Sie dreht ihren Kopf samt Körper zu Tim. Sie nimmt seine Hand. "Du bist süß."
Tim kann nicht glauben, dass Tani keinen Freund haben soll. Ist ihm vielleicht auch mal gegönnt, dass sich ein Mädel für ihn interessiert? Doch er bleibt skeptisch. "Ich find dich auch hübsch.", sagt er, bleibt aber auf der Hut. Zu oft hatten sich irgendwelche Mädchen den Spaß erlaubt, ihn zu verarschen.
Lächelnd sieht sie zu Tim und trinkt einen Schluck. Ach komm. Mach einfach., denkt sie sich in ihrem alkoholisierten Zustand und nähert sich Tims Lippen. Dann küsst sie ihn stürmisch.
Tim ist total überfordert und weiß nicht, wie er darauf reagieren soll.
Der Kuss dauert ein paar Sekunden an, bis sie sich von ihm löst. Sie spürt zwar keine Leidenschaft von seiner Seite aus, aber vermutlich würde das noch kommen. Wahrscheinlich hat er nicht mal Erfahrung.. Das könnte durchaus interessant werden. Ein weiterer Name auf ihrer Liste. Daraufhin flüstert sie in sein Ohr: "Zu Dir oder zu mir?"
Tim brabbelt nur etwas unverständliches. Eigentlich geht ihm das hier ein wenig zu schnell, doch er ist immer noch zu überfordert, das in Worte zu fassen.
Indes bittet Tania den Kellner um die Rechnung. Dieser kommt auch schnell an geeilt, schließlich ist er von Tania großzügiges Trinkgeld gewohnt. Sie streichelt Tims Wange und wendet sich dann an den Kellner, als er zum Bezahlen an den Tisch kommt. "Danke, bis bald.", verabschiedet sie sich und steht auf. Tim steht ebenfalls auf. Er weiß nicht, was er von dem Abend halten soll.
Tania geht mit Tim aus dem Narwal Arms. Da er sich nicht zum Ort geäußert hat, überlegt sie mit ihm erstmal in Richtung Motel zu gehen. Als sie ihm zuzwinkert, nimmt sie seine Hand. Ihre Bedenken gegenüber Tim sind mittlerweile komplett weg, der Alkohol hat scheinbar gute Dienste geleistet. Für diese neue Erfahrung ist sie bereit.
Auf der anderen Straßenseite läuft mit zwei großen Einkaufstüten Hannah Garcia-Klein, die Tante von Tania. Als sie sich umschaut, sieht sie plötzlich ihre Nichte. Sie will gerade rufen, als sie den Jungen sieht. Ist das nicht Tim Breuer? Natürlich erkennt sie ihren Musterschüler. Sie hält sich zurück und möchte die Beiden nicht stören. Tania hat einen Freund. Und dann auch noch den lieben Tim. Wie schön! Im Simlish-Unterricht ist ihr die Liebschaft der Beiden nicht aufgefallen. Hannah freut sich sehr. Die Beiden sind so eifrig in der Schule. Ich muss gleich Marina anrufen! Unbemerkt schleicht sie sich davon.
Als Tim seine Lehrerin sieht, findet er endlich seine Stimme wieder. Tani scheint Frau Garcia-Klein allerdings nicht bemerkt zu haben. "Ähm, ich muss los.", versucht er sich loszureißen. Ein wenig Angst hat er jetzt schon, vor dem, was Tani offenbar vorhat.
"Was? Nein!" Tania hält seine Hand fest. "Tim, ich will Dich! Bleib bei mir!" Sie streichelt seine Wange und küsst ihn.
Der Teil von Tim, der neugierig ist, gewinnt nun so langsam die Überhand. Ist Tani wirklich verliebt in ihn? Egal... vielleicht ist es mal Zeit für ein Abenteuer... "Oook.", sagt er zögerlich.
"Brav.", lässt Tania verlauten und geht nun wieder weiter mit Tim. "Also zu Dir oder zu mir?" Sie hält seine Hand noch immer fest.
"Zu mir jedenfalls nicht.", sagt er, nun etwas mutiger. Nicht, dass sein Dad ihn noch erwischt. Das wäre peinlich.
Entschlossen geht die Lüsterne mit Tim Richtung Motel. "Dann zeige ich dir jetzt mal mein .. Appartement." Mittlerweile könnte sie es wirklich so nennen. "Vielleicht ziehe ich hier bald hin." Nach kurzer Zeit kommen sie dort an. "Warte hier auf mich.", sagt sie und geht alleine zur Rezeption.
Tim überlegt kurz, ob er die Chance nutzen soll, um abzuhauen. Doch da die Neugier mittlerweile zu groß ist, bleibt er dann doch. Wer weiß, wann er wieder die Gelegenheit hat, die Nacht mit einem Mädel zu verbringen.
Kurze Zeit später kommt Tania auch schon mit dem Schlüssel und einer Flasche Wein, die sie vom Rezeptionisten für ihr großzügiges Trinkgeld bekommen hat. Auf Dad's Kreditkarte ist echt Verlass! Sie nimmt wieder Tims Hand und geht mit ihm zum Zimmer. Nachdem sie es betreten, schließt Tania hinter sich zu. Sie öffnet die Flasche Wein, schüttet zwei Gläser ein und gibt eines Tim.
Tim sagt nichts und nimmt das Glas schweigend entgegen. Tani hat offenbar an alles gedacht.
Tania trinkt ihr Glas Wein ruckartig aus und stellt es auf die Kommode. Sodann entkleidet sie sich bis auf die Unterwäsche. Sie schaut auf Tim und sein Glas Wein. Wie lange will er noch da dran trinken? Sie wird etwas ungeduldig.
Als Tim sie so sieht, starrt er sie ungeniert an, so als ob er noch nie ein Mädel ohne Klamotten gesehen hat... was ja auch der Wahrheit entspricht. Nun meldet sich doch wieder die Nervosität. Er bereut nun, nicht doch die Flucht ergriffen zu haben. Doch dann fummelt er doch noch an seiner Hose herum und lässt sie fallen.
Ein paar Minuten später rollt sich Tania auf die andere Bettseite. Ooooh... kay... Der Alkohol scheint seine Wirkung zu verlieren und sie sieht kurz auf. Die Weinflasche steht zu weit weg. Menno.
Vorsichtig schaut sie zu Tim. Ja, es ist wirklich Tim. Oder sieht er ihm nur ähnlich? Nochmals sieht sie zu ihm. Sie lächelt kurz als sich ihre Blicke treffen und dreht sich dann wieder weg. Das ist wirklich passiert und kein Traum. Sie kneift sich kurz in den Arm. Autsch. Ich träume nicht und tot bin ich auch noch nicht.. Erschreckend muss Tania feststellen: Das war ein kurzes Vergnügen - zumindest für ihn. Was mach ich denn jetzt nur?
Man kann ein Schnarchen aus Tims Richtung hören. Er bekommt gar nichts weiter mit.
Leicht zusammen zuckend von den Schnarch Geräuschen verdreht Tania die Augen. Das war ja klar. Leise steht sie nun auf und nimmt die Weinflasche. Sie setzt sie an und trinkt einen großzügigen Schluck. Dann schaut sie ihm zu, insbesondere in eine gewisse Gegend. Hm.. Joar.. Sie schüttelt den Kopf.
Schockiert von ihren eigenen Gedanken, legt sie die Weinflasche leise ab und zieht sich an. Die Uhr zeigt kurz vor Mitternacht. Nur noch wenige Stunden und Tania müsse sich für die Schule fertig machen. Oh nein, die Schule! Hoffentlich würde Tim nicht mit dem nächtlichen Kurzvergnügen angeben. Zur Not könne sie alles leugnen. Nein, das war nicht ihre Art. Sie würde mit ihm nochmal drüber reden müssen, am besten genau so kurz wie das, was da gerade passierte.
Tania schleicht sich wie gewohnt aus dem Zimmer und macht sich auf den Heimweg.
Als Tim schließlich aufwacht, ist er alleine. Doch allein aus Gewohnheit ist er rechtzeitig wachgeworden, um nicht zu spät zur Schule zu kommen. Er ist nicht so naiv um zu glauben, dass Tani sich wirklich in ihn verliebt hätte. Wahrscheinlich wollte sie nur Spaß für eine Nacht. Das war ihm jedoch vorher schon klar. Er hat dennoch nicht vor, je irgendwem von dieser Nacht zu erzählen. Irgendwie ist es ihm etwas peinlich.
Als er Tani dann in der Schule erblickt, weiß er nicht, was er zu ihr sagen soll und schweigt peinlich berührt.
(In Zusammenarbeit mit @Spatz )
(Screenshots von Spatz)