Forum Discussion
3 years ago
Ort: Forgotten Hollow, bei Irina zu Hause
Charaktere: Pablo, Irina
Titel: Eine Halloweenüberraschung
Irina starrt auf das Ergebnis. Das darf doch nicht wahr sein!
Aber ... eine wirkliche Überraschung ist es eigentlich nicht. Schon zu lange blieb ihre Monatsblutung aus. Und nun beweist der Schwangerschaftstest, dass ihre Befürchtung nicht unbegründet war. Das kann nur während der Bowlingnacht passiert sein! Danach hatte sie mit Pablo ja das erste Mal Techtelmechtel. Seufzend greift Irina zu ihrem Handy. Sie schreibt ihm:
Worum es geht hat sie noch nicht erwähnt. Das sagt sie ihm lieber persönlich und nicht am Handy.
Nach dem Vorfall am Morgen ist Pablo schon den ganzen Tag aufgeregt. Er weiß nicht, wie das alles weiter gehen soll mit seiner Exfrau und vor allem Lucía, die keineswegs gut auf ihre Mutter zu sprechen ist. Aber er muss auch Rücksicht auf Hugo nehmen. Plötzlich klingelt sein Handy. Irina! Als er ihre Nachricht liest, ist er zuerst erfreut, doch dann dämmert es ihm. Lucía wird sicherlich von Babette erzählt haben. Er muss das dringend richtig stellen, sie lebt schließlich nicht wieder bei ihm, weil sie doch zueinander gefunden haben. Nein, das darf Irina nicht denken. Er schreibt ihr daraufhin eine Nachricht zurück:
Im Badezimmer macht er sich zurecht und anschließend auf den Weg zu Irina. Als er bei ihr ankommt, klingelt er.
Irina öffnet. Sie hat keine Ahnung, was Pablo ihr zu erzählen hat, doch das wird er ihr sicher gleich sagen. Nachdem sich die beiden ausgiebig begrüßt haben, geht es nun darum, wer zuerst die Neuigkeit erzählt. "Okay, fängst du an?", fragt Irina. Dann kann sie die Wahrheit noch etwas herauszögern. Ganz verunsichert nickt er mehrmals. "Ja, also.. Irina. Ich weiß nicht, was Lucía gesagt hat, aber es ist nicht so, wie es aussieht."
Mit so einer Ansage hat Irina nicht gerechnet. "Lucía hat mir nichts erzählt. Was soll denn bitte nicht so sein wie es aussieht?" - "Eh.." Jetzt ist Pablo noch mehr verunsichert. Was will sie ihm denn sonst sagen? Nun, er ist jetzt zuerst dran, also erklärt er ihr von Anfang an, was los ist. "Vergiss meine Worte, also.. Wir haben seit gestern einen unerwarteten Gast in unserem Haus, der erstmal etwas länger bleiben wird. Vermutlich. Genau weiß ich es noch nicht." Er räuspert sich. "Also.. es ist Babette, meine Exfrau."
Verwundert hebt Irina eine Augenbraue. Fragen tun sich auf. "Warum denn das?" Die Verwunderung in Irinas Stimme ist deutlich zu hören. "Naja, also.." Pablo fängt an zu schwitzen. Das Thema ist ihm sichtlich unangenehm. Besonders nach Lucías Reaktion am Morgen. "Sie ist pleite und wäre sonst obdachlos. Naja, und sie ist halt die Mutter meiner Kinder. Ich kann sie doch nicht auf der Straße sitzen lassen." Verzweifelt sieht er Irina an.
Irina ist nicht wirklich begeistert über diese Sache. Aber wenn noch etwas zwischen Babette und Pablo laufen würde, hätte er ihr das jetzt doch nicht einfach so verraten, oder? "Und nun sollst du sie also durchfüttern?", hakt Irina nach. "Ach, so würde ich das nicht nennen. Irgendwie sind wir ja eine Familie, wegen der Kinder und Familie hilft sich doch." Seine Wortwahl ist recht ungeschickt. In Irinas Gesicht erkennt er keineswegs Abneigung. "Ich hatte Dir doch mal von früher erzählt und sozusagen gebe ich ihr jetzt was zurück. Damals kümmerte sie sich um ein Dach über den Kopf und Geld zum Leben und jetzt nehme ich sie auf, bis es ihr besser geht. " Er verstrickt sich immer weiter in seine Gutgläubigkeit und kommt keineswegs auf die Idee, dass Irina etwas dagegen haben könnte. "Ihr könnt Euch ja bald mal kennen lernen. Ihr werdet euch sicher gut verstehen, ihr habt viel gemeinsam." Er lächelt begeistert.
"Und wenn wir soviel gemeinsam haben, warum trennst du dich von ihr aber nicht mir?" Irina hebt eine Augenbraue. Ihr gefällt das immer weniger. "Eh." Ihre Worte irritieren ihn. "Also.. erstmal sie hat sich damals getrennt und naja, Babette und ich sind halt kein Liebespaar mehr. Doch wir beide schon." Er sieht sie fragend an. Leider versteht er nicht, was sie ihm damit sagen wollte.
Nun gut. Es ist Pablos Haus und er kann entscheiden, wen er einlädt. Und Irina kennt ja mittlerweile, wie schnell Pablo nervös ist und dann keine klaren Gedanken fassen kann. Das muss nicht unbedingt auf ein schlechtes Gewissen hindeuten. "Lass dich von ihr nur nicht manipulieren und ausnutzen.", warnt sie ihn jedoch noch. "Ehrlich, ich bin nicht wirklich begeistert davon, dass du deine Ex wieder in dein Haus lässt."
Entsetzt sieht er Irina an. "Wie, nicht begeistert? Aber warum?" Ist Pablo wirklich so naiv, das nicht zu ahnen? Eigentlich fand sie seine Unbeholfenheit sonst ja immer irgendwie süß... aber das? Das ist wirklich "etwas" weltfremd. "Na, weil sie deine Ex ist. Weil das was zwischen euch läuft vorbei sein sollte. Ich hätte nichts gesagt, wenn sie einfach mal für einen Tag und vielleicht auch für zwei zu Besuch kommt, rein freundschaftlich. Aber dass sie gleich bei dir einziehen will, lässt die Alarmglocken läuten."
Das hätte Pablo nicht erwartet. Alarmglocken? "Ich kann dir versichern, dass es vorbei ist. Wirklich. Mein Herz gehört dir, nicht ihr." Er denkt nach. "Aber ich kann sie doch nicht in irgendein Hotel unterbringen, oder? Hugo freut sich so, dass seine Mama wieder da ist. Das kann ich ihm doch nicht nehmen."
"Okay." Irina gibt sich für's erste geschlagen. Hoffentlich ist Babettes Besuch wirklich ganz harmlos. Allerdings kann sie Pablo noch nichts vorwerfen und sie hat keine Beweise, dass nun doch wieder irgendwas zwischen ihm und seiner Ex läuft. Sie beschließt, das Thema für's erste fallen zu lassen. "Ja, für Hugo ist das bestimmt nett.", sagt sie nun versöhnlich. Sie sieht Pablo an. "Aber wie schon gesagt, lass dich nicht von ihr ausnutzen." Er nickt daraufhin. "Das werde ich nicht. Ich hatte gestern Abend das Gefühl, als sie vor meiner Tür stand, dass sie wirklich geläutert ist." Lächelnd streicht er Irinas Wange. "Du bist wirklich wunderschön." Grinsend sieht er sie an. "Da wir mal ausnahmsweise allein sind.. ohne Störungen.. Sollen wir..?" Er deutet mit seinem Kopf in Richtung Schlafzimmer.
Jetzt muss Irina dann doch lachen. Pablo wirkt wirklich nicht so, als hätte er noch ein romantisches Interesse an Babette. "Nun... das passt irgendwie zu dem Thema, das ich ansprechen wollte.", sagt sie nun. Ganz neugierig sieht er sie an. Ob sie etwas neues ausprobieren will? "Erzähl schon, ich bin offen für alles." - "Weißt du... damals nach dem Bowlen waren wir ja das erste Mal zusammen im Bett. Und... da muss es irgendwie passiert sein. Jedenfalls bin ich schwanger.", sagt sie direkt.
Sein Lächeln vergeht und er sieht Irina mit großen Augen an. Er kriegt kein Wort heraus. Auch Irina schweigt. Sie wartet ab, bis Pablo seine Sprache wiederfinden würde.
"Ähh.." Er räuspert sich nochmals. Dann sieht er sie fragend an. "Du veräppelst mich gerade, oder?" - "Ich wünschte, es wäre so.", antwortet Irina. "Ich kann dir aber beweisen, dass das leider kein Scherz ist. Der Test müsste hier noch irgendwo rumliegen."
Pablo legt seine rechte Hand an seine Stirn und schließt die Augen. "Ich glaub dir.." Wäre dies ein Scherz, würde sie nicht mehr so ernst bleiben. Diese Nachricht kommt mehr als überraschend. "Ich ehm.." Er legt seine Hand auf sein rechtes Bein und schaut Irina an. "Also, am Bowlingabend? Aber.." Abwechselnd bewegt er seine Finger auf und ab und erinnert sich an den Abend zurück.
Natürlich es war ihre erste gemeinsame Nacht. Hatte er denn nicht aufgepasst? .. Ich dachte sie? Nein, er hatte nicht darauf geachtet. Eigentlich dürfte es für ihn gar keine Überraschung sein, denn auch so waren seine ersten drei Kinder entstanden.
"Ok, also.. Du bist schwanger.." Er atmet tief ein und aus. "Von mir."
"Jemand anderes kommt jedenfalls nicht in Frage.", versichert Irina. "Du bist definitiv der Vater." Ihren Worten glaubend nickt er und holt ein Taschentuch aus seiner Hosentasche. Er schnäuzt einmal laut und steckt es dann wieder in die Tasche. Mit freier Nase lässt sich direkt besser nachdenken. Anschließend nimmt er Irinas Hand.
"Was hast du denn jetzt vor?", fragend sieht er sie an. Er ging erst davon aus, dass er wieder einmal Vater werden würde, doch erst danach fällt ihm ein, dass sie ihm nur gesagt hatte, dass sie schwanger sei, aber nicht, ob sie es behalten will.
"Keine Ahnung.", gibt Irina zu, "Ich könnte natürlich abtreiben und wir vergessen das Ganze. Aber diese Entscheidung wollte ich auch nicht ohne dich treffen. Und irgendwie... will ich das glaube ich auch gar nicht. Aber sind wir wirklich bereit für ein Kind? Oder würde unsere eigene Beziehung daran zerbrechen? Denn wenn ja, würde das auch dem Kind nicht gut tun."
Auch daran hat er gar nicht gedacht. Es könnte die junge Liebe der Beiden zerstören. Nervös läuft er zum Fenster und wieder zurück zu Irina.
"Naja, erstmal wir haben ja noch ein paar Monate Zeit, bis es soweit ist." Sie hätten also noch immer Zeit füreinander, um sich besser kennen zu lernen.
Doch da erinnert er sich an die anstrengende Zeit mit Babette und den Hormonen zurück. Er verkneift sich den Kommentar, denn Irina sieht ebenfalls besorgt aus. Ausnahmsweise kann er diesen Gesichtsausdruck gerade richtig deuten, womöglich daher, dass er selber vor Angst in die Hose machen könnte.
"Na, und du sollst nichts machen, wenn du es nicht willst. Wenn du abtreiben willst, dann werde ich dich nicht abhalten. Aber auch wenn du nicht abtreiben willst, ist das für mich in Ordnung." Wirklich?.. Keine Ahnung. Er setzt sich und denkt weiter nach.
"Aus Erfahrung kann ich sagen, dass man nicht zusammen sein muss, um ein Kind großzuziehen.. Nicht, dass ich damit sagen will, dass.. also.. eh.." Er schweigt lieber, da er gerade nicht die richtigen Worte findet. Und da fällt es ihm plötzlich ein. Wie sollte er das bitte seinen Kindern erklären?
Das erste, was er heute machen würde, die App auf seinem Handy löschen, die ihm die Tage anzeigt, bis Hugo volljährig ist. Sein Plan war an diesem Tag eine große Party zu schmeißen, dass er alle Kinder endlich groß bekommen hätte.
"Ja. Nur wenn ich mich zur Abtreibung entscheiden sollte, kann ich natürlich nicht noch ein paar Monate warten. Aber wenn ich das Kind behalte, würde ich schon gerne, dass es dann auch zwischen uns noch läuft und ich nicht als alleinerziehende Mutter ende. Das würde mich überfordern." Sie nimmt Pablos Hände. "Mit dir zusammen wäre ich aber bereit dazu. Wie sieht es denn bei dir aus?"
Er schaut auf ihre Hände, dann in ihre Augen und lächelt. "Wir kriegen das schon hin." Er küsst sie. "Ach, ich glaube aber, die Lust ist mir gerade vergangen fürs Schlafzimmer." Er denkt kurz nach. "Obwohl, mehr schwanger kannst du ja auch nicht mehr werden." Lachend sieht er zu ihr und streicht ihre Wange. "Behalten wir das denn erstmal für uns? Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich das den Kindern, geschweige denn Babette sagen soll."
Es tut gut zu lachen, nach all den Sorgen über die Schwangerschaft. "Ja, eine Steigerung von schwanger gibt es wohl wirklich nicht.", grinst sie. Erleichtert, dass Pablo zu ihr steht, geht es ihr nun wieder besser. "Wir werden es nicht ewig geheimhalten können. Aber für's erste kann es wirklich unser Geheimnis bleiben.", stimmt Irina zu.
"Übrigens, warst du schon beim Arzt? Soll ich dich dahin begleiten?", fragend sieht er sie an. "Vorsorge ist alles."
"Nein, ich habe bisher nur den Schwangerschaftstest gemacht, weil ich schon so eine Befürchtung hatte, als die Monatsblutung ausblieb. Aber ich war noch nicht beim Arzt. Das müsste ich dann wohl bald mal machen."
Sein Handy aus der Hosentasche kramend, sagt er: "Ich kann ja mal ein paar Ärzte raussuchen. Am besten jemand, der sich mit Vampirembryonen auskennt." Er schaut bei Simoogle nach, als er eine Nachricht von Babette bekommt. Er seufzt.
"Ja.", bestätigt die Vampirin. Sie war schon lange nicht mehr bei einem Arzt. Aber bei einer Schwangerschaft sollte das wohl wirklich besser so sein. Sie fragt nicht nach, von wem Pablo gerade eine Nachricht bekommen hat.
"Oh man, eh.." Er tippt auf seinem Handy und steckt es in die Hosentasche. "Kann ich dich alleine lassen? .. Hugo hat wohl Hunger und Babette kann nicht kochen." Irina verdreht die Augen, doch diesmal spart sie sich ihren Kommentar über Babette. "Ich komme schon klar.", sagt sie stattdessen nur. "Oder soll ich gleich mitkommen, damit ich sie kennenlernen kann?"
"Tolle Idee!.. Hast du schon was gegessen? Dann kann ich direkt für uns alle kochen.", schlägt Pablo vor. Irina hat noch nichts gegessen. Ein wenig neugierig auf die Ex ist sie trotz allem ja schon. "Super, du machst das mit dem Kochen ja auch besser als Babette."
(In Zusammenarbeit mit @Spatz )
(Fortsetzung folgt...)
Charaktere: Pablo, Irina
Titel: Eine Halloweenüberraschung
Irina starrt auf das Ergebnis. Das darf doch nicht wahr sein!
Aber ... eine wirkliche Überraschung ist es eigentlich nicht. Schon zu lange blieb ihre Monatsblutung aus. Und nun beweist der Schwangerschaftstest, dass ihre Befürchtung nicht unbegründet war. Das kann nur während der Bowlingnacht passiert sein! Danach hatte sie mit Pablo ja das erste Mal Techtelmechtel. Seufzend greift Irina zu ihrem Handy. Sie schreibt ihm:
"He Pablo, kannst du mal herkommen? Ich muss dir was sagen."
Worum es geht hat sie noch nicht erwähnt. Das sagt sie ihm lieber persönlich und nicht am Handy.
Nach dem Vorfall am Morgen ist Pablo schon den ganzen Tag aufgeregt. Er weiß nicht, wie das alles weiter gehen soll mit seiner Exfrau und vor allem Lucía, die keineswegs gut auf ihre Mutter zu sprechen ist. Aber er muss auch Rücksicht auf Hugo nehmen. Plötzlich klingelt sein Handy. Irina! Als er ihre Nachricht liest, ist er zuerst erfreut, doch dann dämmert es ihm. Lucía wird sicherlich von Babette erzählt haben. Er muss das dringend richtig stellen, sie lebt schließlich nicht wieder bei ihm, weil sie doch zueinander gefunden haben. Nein, das darf Irina nicht denken. Er schreibt ihr daraufhin eine Nachricht zurück:
"Sehr gerne, ich muss auch dringend mit Dir sprechen. Ich bin in ca. einer halben Stunde bei Dir. Bis gleich."
Im Badezimmer macht er sich zurecht und anschließend auf den Weg zu Irina. Als er bei ihr ankommt, klingelt er.
Irina öffnet. Sie hat keine Ahnung, was Pablo ihr zu erzählen hat, doch das wird er ihr sicher gleich sagen. Nachdem sich die beiden ausgiebig begrüßt haben, geht es nun darum, wer zuerst die Neuigkeit erzählt. "Okay, fängst du an?", fragt Irina. Dann kann sie die Wahrheit noch etwas herauszögern. Ganz verunsichert nickt er mehrmals. "Ja, also.. Irina. Ich weiß nicht, was Lucía gesagt hat, aber es ist nicht so, wie es aussieht."
Mit so einer Ansage hat Irina nicht gerechnet. "Lucía hat mir nichts erzählt. Was soll denn bitte nicht so sein wie es aussieht?" - "Eh.." Jetzt ist Pablo noch mehr verunsichert. Was will sie ihm denn sonst sagen? Nun, er ist jetzt zuerst dran, also erklärt er ihr von Anfang an, was los ist. "Vergiss meine Worte, also.. Wir haben seit gestern einen unerwarteten Gast in unserem Haus, der erstmal etwas länger bleiben wird. Vermutlich. Genau weiß ich es noch nicht." Er räuspert sich. "Also.. es ist Babette, meine Exfrau."
Verwundert hebt Irina eine Augenbraue. Fragen tun sich auf. "Warum denn das?" Die Verwunderung in Irinas Stimme ist deutlich zu hören. "Naja, also.." Pablo fängt an zu schwitzen. Das Thema ist ihm sichtlich unangenehm. Besonders nach Lucías Reaktion am Morgen. "Sie ist pleite und wäre sonst obdachlos. Naja, und sie ist halt die Mutter meiner Kinder. Ich kann sie doch nicht auf der Straße sitzen lassen." Verzweifelt sieht er Irina an.
Irina ist nicht wirklich begeistert über diese Sache. Aber wenn noch etwas zwischen Babette und Pablo laufen würde, hätte er ihr das jetzt doch nicht einfach so verraten, oder? "Und nun sollst du sie also durchfüttern?", hakt Irina nach. "Ach, so würde ich das nicht nennen. Irgendwie sind wir ja eine Familie, wegen der Kinder und Familie hilft sich doch." Seine Wortwahl ist recht ungeschickt. In Irinas Gesicht erkennt er keineswegs Abneigung. "Ich hatte Dir doch mal von früher erzählt und sozusagen gebe ich ihr jetzt was zurück. Damals kümmerte sie sich um ein Dach über den Kopf und Geld zum Leben und jetzt nehme ich sie auf, bis es ihr besser geht. " Er verstrickt sich immer weiter in seine Gutgläubigkeit und kommt keineswegs auf die Idee, dass Irina etwas dagegen haben könnte. "Ihr könnt Euch ja bald mal kennen lernen. Ihr werdet euch sicher gut verstehen, ihr habt viel gemeinsam." Er lächelt begeistert.
"Und wenn wir soviel gemeinsam haben, warum trennst du dich von ihr aber nicht mir?" Irina hebt eine Augenbraue. Ihr gefällt das immer weniger. "Eh." Ihre Worte irritieren ihn. "Also.. erstmal sie hat sich damals getrennt und naja, Babette und ich sind halt kein Liebespaar mehr. Doch wir beide schon." Er sieht sie fragend an. Leider versteht er nicht, was sie ihm damit sagen wollte.
Nun gut. Es ist Pablos Haus und er kann entscheiden, wen er einlädt. Und Irina kennt ja mittlerweile, wie schnell Pablo nervös ist und dann keine klaren Gedanken fassen kann. Das muss nicht unbedingt auf ein schlechtes Gewissen hindeuten. "Lass dich von ihr nur nicht manipulieren und ausnutzen.", warnt sie ihn jedoch noch. "Ehrlich, ich bin nicht wirklich begeistert davon, dass du deine Ex wieder in dein Haus lässt."
Entsetzt sieht er Irina an. "Wie, nicht begeistert? Aber warum?" Ist Pablo wirklich so naiv, das nicht zu ahnen? Eigentlich fand sie seine Unbeholfenheit sonst ja immer irgendwie süß... aber das? Das ist wirklich "etwas" weltfremd. "Na, weil sie deine Ex ist. Weil das was zwischen euch läuft vorbei sein sollte. Ich hätte nichts gesagt, wenn sie einfach mal für einen Tag und vielleicht auch für zwei zu Besuch kommt, rein freundschaftlich. Aber dass sie gleich bei dir einziehen will, lässt die Alarmglocken läuten."
Das hätte Pablo nicht erwartet. Alarmglocken? "Ich kann dir versichern, dass es vorbei ist. Wirklich. Mein Herz gehört dir, nicht ihr." Er denkt nach. "Aber ich kann sie doch nicht in irgendein Hotel unterbringen, oder? Hugo freut sich so, dass seine Mama wieder da ist. Das kann ich ihm doch nicht nehmen."
"Okay." Irina gibt sich für's erste geschlagen. Hoffentlich ist Babettes Besuch wirklich ganz harmlos. Allerdings kann sie Pablo noch nichts vorwerfen und sie hat keine Beweise, dass nun doch wieder irgendwas zwischen ihm und seiner Ex läuft. Sie beschließt, das Thema für's erste fallen zu lassen. "Ja, für Hugo ist das bestimmt nett.", sagt sie nun versöhnlich. Sie sieht Pablo an. "Aber wie schon gesagt, lass dich nicht von ihr ausnutzen." Er nickt daraufhin. "Das werde ich nicht. Ich hatte gestern Abend das Gefühl, als sie vor meiner Tür stand, dass sie wirklich geläutert ist." Lächelnd streicht er Irinas Wange. "Du bist wirklich wunderschön." Grinsend sieht er sie an. "Da wir mal ausnahmsweise allein sind.. ohne Störungen.. Sollen wir..?" Er deutet mit seinem Kopf in Richtung Schlafzimmer.
Jetzt muss Irina dann doch lachen. Pablo wirkt wirklich nicht so, als hätte er noch ein romantisches Interesse an Babette. "Nun... das passt irgendwie zu dem Thema, das ich ansprechen wollte.", sagt sie nun. Ganz neugierig sieht er sie an. Ob sie etwas neues ausprobieren will? "Erzähl schon, ich bin offen für alles." - "Weißt du... damals nach dem Bowlen waren wir ja das erste Mal zusammen im Bett. Und... da muss es irgendwie passiert sein. Jedenfalls bin ich schwanger.", sagt sie direkt.
Sein Lächeln vergeht und er sieht Irina mit großen Augen an. Er kriegt kein Wort heraus. Auch Irina schweigt. Sie wartet ab, bis Pablo seine Sprache wiederfinden würde.
"Ähh.." Er räuspert sich nochmals. Dann sieht er sie fragend an. "Du veräppelst mich gerade, oder?" - "Ich wünschte, es wäre so.", antwortet Irina. "Ich kann dir aber beweisen, dass das leider kein Scherz ist. Der Test müsste hier noch irgendwo rumliegen."
Pablo legt seine rechte Hand an seine Stirn und schließt die Augen. "Ich glaub dir.." Wäre dies ein Scherz, würde sie nicht mehr so ernst bleiben. Diese Nachricht kommt mehr als überraschend. "Ich ehm.." Er legt seine Hand auf sein rechtes Bein und schaut Irina an. "Also, am Bowlingabend? Aber.." Abwechselnd bewegt er seine Finger auf und ab und erinnert sich an den Abend zurück.
Natürlich es war ihre erste gemeinsame Nacht. Hatte er denn nicht aufgepasst? .. Ich dachte sie? Nein, er hatte nicht darauf geachtet. Eigentlich dürfte es für ihn gar keine Überraschung sein, denn auch so waren seine ersten drei Kinder entstanden.
"Ok, also.. Du bist schwanger.." Er atmet tief ein und aus. "Von mir."
"Jemand anderes kommt jedenfalls nicht in Frage.", versichert Irina. "Du bist definitiv der Vater." Ihren Worten glaubend nickt er und holt ein Taschentuch aus seiner Hosentasche. Er schnäuzt einmal laut und steckt es dann wieder in die Tasche. Mit freier Nase lässt sich direkt besser nachdenken. Anschließend nimmt er Irinas Hand.
"Was hast du denn jetzt vor?", fragend sieht er sie an. Er ging erst davon aus, dass er wieder einmal Vater werden würde, doch erst danach fällt ihm ein, dass sie ihm nur gesagt hatte, dass sie schwanger sei, aber nicht, ob sie es behalten will.
"Keine Ahnung.", gibt Irina zu, "Ich könnte natürlich abtreiben und wir vergessen das Ganze. Aber diese Entscheidung wollte ich auch nicht ohne dich treffen. Und irgendwie... will ich das glaube ich auch gar nicht. Aber sind wir wirklich bereit für ein Kind? Oder würde unsere eigene Beziehung daran zerbrechen? Denn wenn ja, würde das auch dem Kind nicht gut tun."
Auch daran hat er gar nicht gedacht. Es könnte die junge Liebe der Beiden zerstören. Nervös läuft er zum Fenster und wieder zurück zu Irina.
"Naja, erstmal wir haben ja noch ein paar Monate Zeit, bis es soweit ist." Sie hätten also noch immer Zeit füreinander, um sich besser kennen zu lernen.
Doch da erinnert er sich an die anstrengende Zeit mit Babette und den Hormonen zurück. Er verkneift sich den Kommentar, denn Irina sieht ebenfalls besorgt aus. Ausnahmsweise kann er diesen Gesichtsausdruck gerade richtig deuten, womöglich daher, dass er selber vor Angst in die Hose machen könnte.
"Na, und du sollst nichts machen, wenn du es nicht willst. Wenn du abtreiben willst, dann werde ich dich nicht abhalten. Aber auch wenn du nicht abtreiben willst, ist das für mich in Ordnung." Wirklich?.. Keine Ahnung. Er setzt sich und denkt weiter nach.
"Aus Erfahrung kann ich sagen, dass man nicht zusammen sein muss, um ein Kind großzuziehen.. Nicht, dass ich damit sagen will, dass.. also.. eh.." Er schweigt lieber, da er gerade nicht die richtigen Worte findet. Und da fällt es ihm plötzlich ein. Wie sollte er das bitte seinen Kindern erklären?
Das erste, was er heute machen würde, die App auf seinem Handy löschen, die ihm die Tage anzeigt, bis Hugo volljährig ist. Sein Plan war an diesem Tag eine große Party zu schmeißen, dass er alle Kinder endlich groß bekommen hätte.
"Ja. Nur wenn ich mich zur Abtreibung entscheiden sollte, kann ich natürlich nicht noch ein paar Monate warten. Aber wenn ich das Kind behalte, würde ich schon gerne, dass es dann auch zwischen uns noch läuft und ich nicht als alleinerziehende Mutter ende. Das würde mich überfordern." Sie nimmt Pablos Hände. "Mit dir zusammen wäre ich aber bereit dazu. Wie sieht es denn bei dir aus?"
Er schaut auf ihre Hände, dann in ihre Augen und lächelt. "Wir kriegen das schon hin." Er küsst sie. "Ach, ich glaube aber, die Lust ist mir gerade vergangen fürs Schlafzimmer." Er denkt kurz nach. "Obwohl, mehr schwanger kannst du ja auch nicht mehr werden." Lachend sieht er zu ihr und streicht ihre Wange. "Behalten wir das denn erstmal für uns? Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich das den Kindern, geschweige denn Babette sagen soll."
Es tut gut zu lachen, nach all den Sorgen über die Schwangerschaft. "Ja, eine Steigerung von schwanger gibt es wohl wirklich nicht.", grinst sie. Erleichtert, dass Pablo zu ihr steht, geht es ihr nun wieder besser. "Wir werden es nicht ewig geheimhalten können. Aber für's erste kann es wirklich unser Geheimnis bleiben.", stimmt Irina zu.
"Übrigens, warst du schon beim Arzt? Soll ich dich dahin begleiten?", fragend sieht er sie an. "Vorsorge ist alles."
"Nein, ich habe bisher nur den Schwangerschaftstest gemacht, weil ich schon so eine Befürchtung hatte, als die Monatsblutung ausblieb. Aber ich war noch nicht beim Arzt. Das müsste ich dann wohl bald mal machen."
Sein Handy aus der Hosentasche kramend, sagt er: "Ich kann ja mal ein paar Ärzte raussuchen. Am besten jemand, der sich mit Vampirembryonen auskennt." Er schaut bei Simoogle nach, als er eine Nachricht von Babette bekommt. Er seufzt.
"Ja.", bestätigt die Vampirin. Sie war schon lange nicht mehr bei einem Arzt. Aber bei einer Schwangerschaft sollte das wohl wirklich besser so sein. Sie fragt nicht nach, von wem Pablo gerade eine Nachricht bekommen hat.
"Oh man, eh.." Er tippt auf seinem Handy und steckt es in die Hosentasche. "Kann ich dich alleine lassen? .. Hugo hat wohl Hunger und Babette kann nicht kochen." Irina verdreht die Augen, doch diesmal spart sie sich ihren Kommentar über Babette. "Ich komme schon klar.", sagt sie stattdessen nur. "Oder soll ich gleich mitkommen, damit ich sie kennenlernen kann?"
"Tolle Idee!.. Hast du schon was gegessen? Dann kann ich direkt für uns alle kochen.", schlägt Pablo vor. Irina hat noch nichts gegessen. Ein wenig neugierig auf die Ex ist sie trotz allem ja schon. "Super, du machst das mit dem Kochen ja auch besser als Babette."
(In Zusammenarbeit mit @Spatz )
(Fortsetzung folgt...)