Forum Discussion
3 years ago
Ort: Oasis Springs, Haushalt Töpfer
Charaktere: Chip, Delsyn
Geschichtsstrang: Endlich sturmfrei...oder?
Der Fernseher läuft auf voller Lautstärke, auf dem Wohnzimmertisch türmen sich leere Pizzakartons, mehrere Teller, auf denen sich einmal Köstlichkeiten aus Margas Gefriertruhe befunden haben , diverse Gläser und ein überquellender Aschenbecher. Chip hängt auf der Couch, die Füße auf dem Tisch und verfolgt gelangweilt das Programm im TV. Der Enthusiasmus des ersten Tages im Bewusstsein eines leeren Hause, in dem ihm keiner Vorschriften macht und auf die Finger schaut, ist einer Lethargie gewichen, die ihn meist vor den Fernseher lockt, wo er dann versackt. Denize ist derzeit zu Hause beschäftigt und muss ihrem Vater öfter zur Hand gehen, so dass zusammen hier chillen mal wieder unter den Tisch fällt. Klar war einer der ersten Gedanken gewesen, eine Party zu schmeißen, aber dann musste er sich eingestehen, dass ihm danach gar nicht der Sinn steht. Sinnlos betrinken und kiffen bis zum umfallen ist manchmal ganz witzig, aber das erinnert ihn an den verpatzten Studiotag und somit wieder an die Probleme mit Denize. Also keine Party. Vielleicht ist es auch das, was ihn so lähmt. Das stille Haus, das so groß wirkt wenn es Abend wird und niemand in der Küche klappert , singt oder ihn mit Fragen nervt. Natürlich würde er das niemals zu geben, aber er vermisst seine Mutter. Das Verschwinden seines Vaters hat er mittlerweile als gegeben akzeptiert, aber die frei verfügbare Zeit ohne größere Einflüsse von außen, abgesehen vom telefonieren, lässt ihm Zeit für alle möglichen unangenehmen Gedanken. Wenn ihm etwas zugestoßen ist?
Sein Herz beginnt sorgenvoll zu klopfen, während sein Kopf sofort sagt, na und? Dann bist du ihn wenigstens endgültig los. Auf dem Bildschirm bricht eine Frau in Margas Alter in Tränen aus. Chip hat keine Ahnung warum, weil er nicht aufgepasst hat, aber das streift ihn unangenehm. Sie würde auf jeden Fall leiden, auch wenn der Alte diese Gefühle nicht verdient hat. Chip schüttelt den Kopf und setzt sich auf. Er muss auf andere Gedanken kommen. Er zieht den Tabak samt Grasbeutelchen , der ebenfalls auf dem Tisch liegt, zu sich und beginnt einen Joint zu bauen. Wieso drehen sich eigentlich die Gedanken dauernd um Denize? Sie lässt ihn links liegen und er trauert hier. Während seine Finger die routinierten Bewegungen ausführen, denkt er an den Abend bei Blaze und was Artjom gesagt hat. Macies Bild schiebt sich in sein Bewusstsein, gefolgt von Tani. Es stimmt. Er kann genauso gut mal Spaß haben mit anderen Mädels, muss ja nicht glei...Erschrocken zuckt er zusammen, als die Türglocke ertönt. Verdammt, wer kann das jetzt sein? Rasch schiebt er den fast fertigen Joint in den Tabakbeutel und lässt alles in seiner Hosentasche verschwinden. Aufmachen oder nicht?
Der Tag ist wolkig über Oasis Springs und der Herbst weicht bald dem Winter der sich- so hat Del es sich sagen lassen - hier eher wie ein verlängerter Herbst abspielt. Sonne, selten Schnee, etwas Wind. Gut für manche Pflanzen und Vor allem die Kräuter und Gewürze die Del für seine Grillmischungen und Heilkunde trocknet. In der Hand trägt er eine kleine Tasche mit gekochtem Essen in Tupperware die Marga ihm für Chip mitgegeben hat. Sie war sich sicher, dass er bereits auf allerhand Fastfood ausgewichen ist nachdem die Tiefkühltruhe geplündert war, denn sie kenne ihren Sohn ja. Er habe zwar einen erstaunlichen Stoffwechsel aber etwas gesundes in den Magen verlängert das Leben. Ihre Worte, die auch von Delsyn selbst stammen könnten. Die Klingel schrillt auf und er tritt einen Schritt zurück während er wartet. Del weiß nicht was ihn erwartet. Ein Teenager der in schmutziger Wäsche und mangelnder Hygiene ertrinkt, oder ein selbstständiger, trotz der Umstände organisierter junger Mann. Wegen der Fastfoodtheorie wohl eher ersteres, oder etwas dazwischen. Del urteilt darüber nicht. Es ist eine schwierige Situation. Er hebt den Kopf als die Tür geräuschvoll entriegelt wird.
Nach dem zweiten Läuten hat Chip beschlossen doch zu öffnen, womöglich steht Blaze vor der Tür, wer weiß. Die Aussicht auf Besuch von seinem Freund hebt die Stimmung wieder ein bisschen. Wer soll es schon anderes sein? Für ein paar Sekunden keimt ein Fünkchen Hoffnung in ihm auf, dass es Denize sein könnte, aber er unterdrückt das Gefühl sofort wieder, aus Angst enttäuscht zu werden. Jetzt schaut er stattdessen verdutzt in Delsyns Gesicht. Sch...der soll bestimmt nach dem Rechten sehen und in der Bude sieht's aus wie Sau. Er räuspert sich und setzt ein schiefes Lächeln auf. „Oh..Hi Del, was machst du denn hier? Meine Mutter ist noch nicht wieder da, falls du irgendwas mit ihr tauschen wolltest.“ Er kann sich noch nicht durchringen zu sagen 'Komm rein', öffnet aber die Tür jetzt weit und lehnt sich betont lässig an den Rahmen.
Delsyn lächelt. Verhungert ist er offenbar noch nicht, stellt er fest und hält ihm die Tasche entgegen. „Tag auch. Ich will diesmal zufällig zu dir aber ich hab dir was von ihr mitgebracht. Eine kleine Stärkung.. Wie kommst du klar, Chip?“ beim letzten Satz wird das Lächeln schmaler aber mit ernsthaftem interessierten Blick betrachtet er den Teenager unaufdringlich.
"Oh, cool." Chip nimmt ihm das Behältnis ab. Überleben gesichert Bei Delsyns Frage dreht er kurz den Kopf, schaut über die Schulter in Richtung Wohnzimmer und wieder zurück. "Na ja..im Großen und Ganzen ganz gut." Er schiebt die Cap ein wenig in den Nacken und grinst leicht verlegen. "Nur Hausfrauenqualitäten hab ich glaub nicht so.." Er tritt zurück. "Wenn dir das nichts aus macht..komm rein." Es interessiert ihn wie es seiner Mutter geht. Sie telefonieren zwar immer wieder mal, aber Del war bestimmt vor Ort. Im Wohnzimmer angekommen, stapelt er schnell die Pizzaschachteln ineinander, nimmt ein paar der Gläser und geht mit allem Richtung Küche . Im Gehen dreht er sich nochmal um. "Setzt dich, ich hol uns was zu trinken. Was magst du?" In die Küche kann er ihn leider auch nicht einladen, da stapelt sich das Geschirr. Das Wohnzimmer ist definitiv das kleinere Übel.
Del tritt durch den Rahmen und schließt die Tür hinter sich. Es ist stickig im Haus und finster. Zugezogene Vorhänge sind in Oasis Springs nichts Fremdes, denn die Sonne wärmt das Innere der Häuser gern auf, doch Fenster haben die nützliche Funktion, dass man sie öffnen kann. Del entgegnet nichts davon, denn er ist nicht hier um Margas Sohn zu belehren. Er ist nur hier um ihr einen Gefallen zu tun. „Wasser gern.“ antwortet er Richtung Küche und legt die Fernbedienung, sie auf der Sitzfläche der Couch liegt auf den Tisch bevor er sich in das durchgesessene Sitzkissen setzt. Bertls Reich. Del kann sich nicht vorstellen wo der Mann abgeblieben ist, aber er kennt ihn auch nicht besonders gut. Wenn er Depressionen und Reiß aus genommen hat, bekam er davon nichts mit. Er war immer recht… aufgeschlossen in Dels Nähe und der Garten beweist, dass Bertl nicht diese drückende Schwere in sich trug, die einen an Sofas und Betten fesselt. Delsyn lehnt sich zurück und wartet bis Chip zurück kommt.
Mit einer Flasche Mineralwasser und einer Cola in der Hand taucht Chip eine Minute später wieder auf. Als er das Wohnzimmer betritt fällt ihm der muffige Geruch auf, den er vorher gar nicht wahr genommen hat. Klar, bei dem ganzen Kram, der hier herumliegt. Wortlos kippt er ein Fenster und reicht Delsyn das Wasser, bevor er sich neben ihn auf die Couch fallen lässt, die Cola öffnet und den Ton am Fernseher wegdrückt. Er wippt unruhig mit dem rechten Bein und schaut zu Del. "Und? Was geht in Brindleton? Gibt's was Neues?"
Del bedankt sich und schraubt den Deckel der Flasche ab. Es zischt leise. Ein wenig froh drüber, dass er ihm kein Glas gebracht hat, mustert er Chip. Seine Haltung, sein Gesichtsausdruck, seine Tonlage… „Den Umständen entsprechend.“ antwortet er fast trocken und dann etwas wärmer, „Maryama kümmert sich sehr gut. Besuch sie mal. Sie ist ja nicht weg weil sie dir aus dem Weg geht, sondern…. dem Haus.“ …und den damit verbundenen Erinnerungen. Delsyn schaut sich um und ergänzt freundschaftlich scherzend, „…was in diesem Zustand wohl nicht dazu beträgt, dass sie gern zurückkommen will.“
Den Kopf wendend grinst Chip Delsyn leicht verlegen an. "Ich sag ja, bin nicht die beste Hausfrau. Mir kommt's irgendwie sinnvoller vor, alles auf einmal zu machen, statt dauernd Kleinigkeiten...sag nichts davon..ich kieg das schon in den Griff. Bis sie kommt, ist alles wieder okay hier." Er trinkt und fragt dann möglichst neutral: "Was sagt sie denn so, wie lang sie noch bleiben will? Ich will nicht fragen und sie hat nix gesagt bisher."
„Ich weiß es nicht. Sie hat ihr eigenes Tempo um das alles zu ordnen.“ Del blickt zum Fenster. „Ich würde ja vorschlagen wir bringen den Garten wieder in den Normalzustand bevor sie zurück kommt. Was meinst du?“ selbst wenn Bertram zurückkehren sollte, das wird sein kleinstes Problem sein und es regt Marga nur auf. Das Grundstück gehört ihr, soweit Del das verstanden hat.
Chip reißt die Augen auf. "Den Garten? Da ist ein Riesenloch und die Pflanzen die da vorher waren sind auch alle kaputt." Das wird harte Arbeit. "Lauter Kram, der da noch auf einem Haufen herum liegt, was der Alte abgerissen hat...da müssen wir ne Firma kommen lassen, um das ab zu transportieren..oder einfach n großes Feuer machen. Ist eh fast alles Holz." Der Gedanke gefällt Chip schon besser. An den Garten hat er überhaupt noch nicht gedacht. Wie auch. Die Vorhänge sind meist zu und er verbringt viel Zeit im Haus am PC oder vor dem Fernseher.
Nicht mal skaten war er die letzten Tage. Er richtet sich auf. "Ja, können wir machen." sagt er in mäßig begeistertem Ton. "Es wird sie freuen."
„Das schaffen wir schon.“ Del lächelt aufmunternd. „Vielleicht bring ich uns ein bisschen Hilfe mit, dann geht das ruckzuck.“ sein Blick wandert zurück über die Inneneinrichtung und zu Chip. „Mal abgesehen von deinem verschwundenen Vater und Marga. Wie gehts dir..?“ er fragt mit einer Art wissenden Unterton der kein ‚Gut, passt schon‘ oder dergleichen akzeptiert. Ein Junge der die Tage in diesem Loch verbringt ist Anzeichen genug für Tiefergreifendes. Allerdings würde Del es verstehen wenn es einfach nur die Tatsache ist dass er ‚zurückgelassen‘ wurde. „In der Schule alles okay? Macht ihr noch Musik..?“
"Okay." Chip lehnt sich zurück. Die Situation ist seltsam, aber nicht unangenehm. Fast beneidet er Blaze um diesen Bruder, der so unaufdringlich hier sitzt und einfach nur interessiert wirkt. Er stochert an einem winzigen Loch in seiner Jeans herum, während er überlegt. "Schule? Jo..läuft. Ich tu mich da nicht so schwer." Er nimmt einen großen Schluck Cola und unterdrückt ein Rülpsen. "Mmh, wir proben ab und zu...haben ne CD aufgenommen vor kurzem." Man hört heraus, dass er darauf stolz ist. "Vielleicht nimmt das mit der Band doch noch Fahrt auf, wär echt cool." Seine Stimme wird lebhafter. "Ist schon öde genug alles, da kann man Ablenkung brauchen." Wo kam das jetzt her? Dels aufmerksames Zuhören, lässt ihn gesprächiger werden, als er eigentlich will. Ungewohnt sowas.
„Mit Musik kann man gut abschalten.“ stimmt Delsyn ihm zu und erinnert sich an den Trupp deren Laune er mit der Gitarre immer etwas gehoben hat. Es war besser als sehnsüchtig Fotos zu betrachten auf denen die Frauen und teilweise auch Kinder der Soldaten abgebildet waren. Del schüttelt die Gedanken ab. „Eure Musik ist cool und der Auftritt hat alles übertroffen meinte Blaze. Hat mich sehr gefreut zu hören. Schon darüber nachgedacht nach der Schule was mit dem Talent anzufangen?“
"Der Auftritt war Hammer, ja." Chip richtet sich auf und lehnt sich vor, die Unterarme auf den Oberschenkeln ablegend. Er nimmt eine Schachtel Zigaretten vom Tisch, angelt eine heraus und zündet sie an. Nachdenklich inhaliert er und stößt den Rauch geräuschvoll wieder aus, dann wendet er sich wieder Delsyn zu. "Klar, mein Traum wär's mit der Band in nem Tourbus herumzufahren und Konzerte zu spielen. Jeden Tag nen Auftritt irgendwo, das wär einfach nur ge il...auch wenn's erstmal vielleicht nicht viel Kohle dafür gibt und der Bus am Anfang n Transporter wär." Er gestikuliert lebhaft bei dem Thema und lacht sogar ein bisschen am Schluss. Dann wird die Miene wieder ernster. "Für Blaze wär das super, Viola ist ja in der Band...aber meine Freundin fänd's wahrscheinlich nicht so toll, deshalb.." Er zuckt mit den Schultern. "..häng ich mich in die Schule rein und mach danach ne Ausbildung ."
Verstehend hebt Del den Kopf. Gut möglich dass das nicht für jede Beziehung das Richtige ist. Doch Chip ist jung. Damals hatte Del Beziehungen nie in den Vordergrund gerückt. Er wollte seinen Weg gehen, selbst wenn es bedeutete die Liebe hinten anzustellen. Da unterscheiden sich die Sims erheblich. Heute hat er andere Gründe keine Beziehungen einzugehen und das Bedürfnis nach Nähe unterdrückt er mit harter berechneter Logik. „So? Was strebst du an?“ fragt Delsyn freundlich.
gute Frage Chip überlegt kurz, weil die Wahrheit eigentlich Musikkarriere lauten würde. „Luft-und Raumfahrttechnik interessiert mich.“ Er seufzt. „Ich muss einiges an Stoff nachholen, aber wer ne schlaue Freundin hat..“ er grinst. „ Das wird schon.“ Dann lehnt er sich wieder zurück und zieht an der Zigarette. „Wie läuft‘s bei euch? Meine Mutter sagt sie steigt bei den Pfadfindern mit ein?“
Glücklicherweise ist sie noch nicht auf die Idee gekommen zu fragen, ob er auch Lust dazu hat. Der Sinn dieses Vereins erschließt sich Chip nicht. Er ist zwar ganz gern draußen am Fluss oder mal im Wald, aber dann allein.. oder zu zweit, aber dann sicher nicht zum Blümchen und Pilze bestimmen.
Luft- und Raumfahrt. Das bedeutet technisches Studium. Del würdigt dieses Ziel mit einem aufrichtigen Lächeln. Es ist nie falsch sich große Ziele zu setzen wenn man den Mut dazu hat.
„Es gibt noch letzte Vorbereitungen über den Winter damit die Kids in den Frühlingsferien einziehen können.“ erklärt Del geduldig, „Marga wird sich um das Essen kümmern was mir eine menge organisatorisches abnimmt und ich bin sehr froh darüber.“ er nippt an der kalten Wasserflasche, die wegen dem Kondenswasser seine Hand anfeuchtet. „Es gibt mehr Anmeldungen als erwartet. Bist du auch ein Naturbursche?“ Del grinst verschmitzt. Blaze kann er dafür nicht erwärmen. Aber in dem Alter sind Teenager meistens mit anderen Dingen beschäftigt und er versteht das.
Ja, seine Mutter wird die Kids verwöhnen, da ist sich Chip sicher. Bei Dels Frage zieht er eine kleine Grimasse und grinst dann. "Geht so." Gras in Mutters Garten anbauen zählt wahrscheinlich nicht. "Ich geh manchmal angeln, aber damit hat sich' s auch schon. Bin am Führerschein dran, das motiviert mich mehr als Waldwanderungen." Jetzt wird er wieder lebendiger. "Sobald wie möglich ne eigene Karre und raus aus Oasis."
„Die Pläne erinnern mich an die von Blaze.“ sagt Del. Alle wollen weg von zu Hause. Die Vöglein lernen zu fliegen. Seine eigene Mutter musste das auch akzeptieren, wenn auch widerwillig. „Das versteh ich gut,“ führt er weiter aus, „ich war damals auch so.“ er lächelt, legt die Hände auf die Schenkel und lehnt sich vor. Das internationale Zeichen für ‚Zeit zu gehen‘. Er möchte das Gespräch nicht auf sich lenken. „Okay Kumpel. Ich sehe, du überlebst, dann kann ich deine Mom ja beruhigen.“ Del steht auf und steckt die Flasche in die Seitentasche seiner Hose, bevor er Chip nochmal ansieht und mit einem leicht bittenden Unterton hinzufügt: „Besuch sie mal, ja?“
„Jo, mach ich,danke fürs kommen, war cool.“ sagt Chip während sie zur Tür gehen. „Sie meinte eh, dass sie ziemlich bald wieder da ist, also..“ er klopft sich auf den flachen Bauch und grinst.“.. passt schon.“ Er schlägt mit Del ein. „Ich hoff man sieht sich bald mal wieder.“
Del spürt dass Chip fast krampfhaft versucht sich gute Gedanken einzureden und dass er sich wirklich wünscht dass seine Mutter nach Hause kommt. Er weiß nicht was Marga ihrem Sohn versprochen hat, aber mit Sicherheit wird sie noch ein Weilchen weg bleiben. Das ist gute Zeit um den Garten in Ordnung zu bringen. ….Und das Haus. „Komm einfach mal rüber, bevor sich wieder die Kartons stapeln..“ Del zwinkert, tritt aus der Tür und schlendert, mit den Händen in den Taschen und einem nachdenklichen Blick auf den Garten nach Hause.
(in Zusammenarbeit mit @Ripzha)
Charaktere: Chip, Delsyn
Geschichtsstrang: Endlich sturmfrei...oder?
Der Fernseher läuft auf voller Lautstärke, auf dem Wohnzimmertisch türmen sich leere Pizzakartons, mehrere Teller, auf denen sich einmal Köstlichkeiten aus Margas Gefriertruhe befunden haben , diverse Gläser und ein überquellender Aschenbecher. Chip hängt auf der Couch, die Füße auf dem Tisch und verfolgt gelangweilt das Programm im TV. Der Enthusiasmus des ersten Tages im Bewusstsein eines leeren Hause, in dem ihm keiner Vorschriften macht und auf die Finger schaut, ist einer Lethargie gewichen, die ihn meist vor den Fernseher lockt, wo er dann versackt. Denize ist derzeit zu Hause beschäftigt und muss ihrem Vater öfter zur Hand gehen, so dass zusammen hier chillen mal wieder unter den Tisch fällt. Klar war einer der ersten Gedanken gewesen, eine Party zu schmeißen, aber dann musste er sich eingestehen, dass ihm danach gar nicht der Sinn steht. Sinnlos betrinken und kiffen bis zum umfallen ist manchmal ganz witzig, aber das erinnert ihn an den verpatzten Studiotag und somit wieder an die Probleme mit Denize. Also keine Party. Vielleicht ist es auch das, was ihn so lähmt. Das stille Haus, das so groß wirkt wenn es Abend wird und niemand in der Küche klappert , singt oder ihn mit Fragen nervt. Natürlich würde er das niemals zu geben, aber er vermisst seine Mutter. Das Verschwinden seines Vaters hat er mittlerweile als gegeben akzeptiert, aber die frei verfügbare Zeit ohne größere Einflüsse von außen, abgesehen vom telefonieren, lässt ihm Zeit für alle möglichen unangenehmen Gedanken. Wenn ihm etwas zugestoßen ist?
Sein Herz beginnt sorgenvoll zu klopfen, während sein Kopf sofort sagt, na und? Dann bist du ihn wenigstens endgültig los. Auf dem Bildschirm bricht eine Frau in Margas Alter in Tränen aus. Chip hat keine Ahnung warum, weil er nicht aufgepasst hat, aber das streift ihn unangenehm. Sie würde auf jeden Fall leiden, auch wenn der Alte diese Gefühle nicht verdient hat. Chip schüttelt den Kopf und setzt sich auf. Er muss auf andere Gedanken kommen. Er zieht den Tabak samt Grasbeutelchen , der ebenfalls auf dem Tisch liegt, zu sich und beginnt einen Joint zu bauen. Wieso drehen sich eigentlich die Gedanken dauernd um Denize? Sie lässt ihn links liegen und er trauert hier. Während seine Finger die routinierten Bewegungen ausführen, denkt er an den Abend bei Blaze und was Artjom gesagt hat. Macies Bild schiebt sich in sein Bewusstsein, gefolgt von Tani. Es stimmt. Er kann genauso gut mal Spaß haben mit anderen Mädels, muss ja nicht glei...Erschrocken zuckt er zusammen, als die Türglocke ertönt. Verdammt, wer kann das jetzt sein? Rasch schiebt er den fast fertigen Joint in den Tabakbeutel und lässt alles in seiner Hosentasche verschwinden. Aufmachen oder nicht?
Der Tag ist wolkig über Oasis Springs und der Herbst weicht bald dem Winter der sich- so hat Del es sich sagen lassen - hier eher wie ein verlängerter Herbst abspielt. Sonne, selten Schnee, etwas Wind. Gut für manche Pflanzen und Vor allem die Kräuter und Gewürze die Del für seine Grillmischungen und Heilkunde trocknet. In der Hand trägt er eine kleine Tasche mit gekochtem Essen in Tupperware die Marga ihm für Chip mitgegeben hat. Sie war sich sicher, dass er bereits auf allerhand Fastfood ausgewichen ist nachdem die Tiefkühltruhe geplündert war, denn sie kenne ihren Sohn ja. Er habe zwar einen erstaunlichen Stoffwechsel aber etwas gesundes in den Magen verlängert das Leben. Ihre Worte, die auch von Delsyn selbst stammen könnten. Die Klingel schrillt auf und er tritt einen Schritt zurück während er wartet. Del weiß nicht was ihn erwartet. Ein Teenager der in schmutziger Wäsche und mangelnder Hygiene ertrinkt, oder ein selbstständiger, trotz der Umstände organisierter junger Mann. Wegen der Fastfoodtheorie wohl eher ersteres, oder etwas dazwischen. Del urteilt darüber nicht. Es ist eine schwierige Situation. Er hebt den Kopf als die Tür geräuschvoll entriegelt wird.
Nach dem zweiten Läuten hat Chip beschlossen doch zu öffnen, womöglich steht Blaze vor der Tür, wer weiß. Die Aussicht auf Besuch von seinem Freund hebt die Stimmung wieder ein bisschen. Wer soll es schon anderes sein? Für ein paar Sekunden keimt ein Fünkchen Hoffnung in ihm auf, dass es Denize sein könnte, aber er unterdrückt das Gefühl sofort wieder, aus Angst enttäuscht zu werden. Jetzt schaut er stattdessen verdutzt in Delsyns Gesicht. Sch...der soll bestimmt nach dem Rechten sehen und in der Bude sieht's aus wie Sau. Er räuspert sich und setzt ein schiefes Lächeln auf. „Oh..Hi Del, was machst du denn hier? Meine Mutter ist noch nicht wieder da, falls du irgendwas mit ihr tauschen wolltest.“ Er kann sich noch nicht durchringen zu sagen 'Komm rein', öffnet aber die Tür jetzt weit und lehnt sich betont lässig an den Rahmen.
Delsyn lächelt. Verhungert ist er offenbar noch nicht, stellt er fest und hält ihm die Tasche entgegen. „Tag auch. Ich will diesmal zufällig zu dir aber ich hab dir was von ihr mitgebracht. Eine kleine Stärkung.. Wie kommst du klar, Chip?“ beim letzten Satz wird das Lächeln schmaler aber mit ernsthaftem interessierten Blick betrachtet er den Teenager unaufdringlich.
"Oh, cool." Chip nimmt ihm das Behältnis ab. Überleben gesichert Bei Delsyns Frage dreht er kurz den Kopf, schaut über die Schulter in Richtung Wohnzimmer und wieder zurück. "Na ja..im Großen und Ganzen ganz gut." Er schiebt die Cap ein wenig in den Nacken und grinst leicht verlegen. "Nur Hausfrauenqualitäten hab ich glaub nicht so.." Er tritt zurück. "Wenn dir das nichts aus macht..komm rein." Es interessiert ihn wie es seiner Mutter geht. Sie telefonieren zwar immer wieder mal, aber Del war bestimmt vor Ort. Im Wohnzimmer angekommen, stapelt er schnell die Pizzaschachteln ineinander, nimmt ein paar der Gläser und geht mit allem Richtung Küche . Im Gehen dreht er sich nochmal um. "Setzt dich, ich hol uns was zu trinken. Was magst du?" In die Küche kann er ihn leider auch nicht einladen, da stapelt sich das Geschirr. Das Wohnzimmer ist definitiv das kleinere Übel.
Del tritt durch den Rahmen und schließt die Tür hinter sich. Es ist stickig im Haus und finster. Zugezogene Vorhänge sind in Oasis Springs nichts Fremdes, denn die Sonne wärmt das Innere der Häuser gern auf, doch Fenster haben die nützliche Funktion, dass man sie öffnen kann. Del entgegnet nichts davon, denn er ist nicht hier um Margas Sohn zu belehren. Er ist nur hier um ihr einen Gefallen zu tun. „Wasser gern.“ antwortet er Richtung Küche und legt die Fernbedienung, sie auf der Sitzfläche der Couch liegt auf den Tisch bevor er sich in das durchgesessene Sitzkissen setzt. Bertls Reich. Del kann sich nicht vorstellen wo der Mann abgeblieben ist, aber er kennt ihn auch nicht besonders gut. Wenn er Depressionen und Reiß aus genommen hat, bekam er davon nichts mit. Er war immer recht… aufgeschlossen in Dels Nähe und der Garten beweist, dass Bertl nicht diese drückende Schwere in sich trug, die einen an Sofas und Betten fesselt. Delsyn lehnt sich zurück und wartet bis Chip zurück kommt.
Mit einer Flasche Mineralwasser und einer Cola in der Hand taucht Chip eine Minute später wieder auf. Als er das Wohnzimmer betritt fällt ihm der muffige Geruch auf, den er vorher gar nicht wahr genommen hat. Klar, bei dem ganzen Kram, der hier herumliegt. Wortlos kippt er ein Fenster und reicht Delsyn das Wasser, bevor er sich neben ihn auf die Couch fallen lässt, die Cola öffnet und den Ton am Fernseher wegdrückt. Er wippt unruhig mit dem rechten Bein und schaut zu Del. "Und? Was geht in Brindleton? Gibt's was Neues?"
Del bedankt sich und schraubt den Deckel der Flasche ab. Es zischt leise. Ein wenig froh drüber, dass er ihm kein Glas gebracht hat, mustert er Chip. Seine Haltung, sein Gesichtsausdruck, seine Tonlage… „Den Umständen entsprechend.“ antwortet er fast trocken und dann etwas wärmer, „Maryama kümmert sich sehr gut. Besuch sie mal. Sie ist ja nicht weg weil sie dir aus dem Weg geht, sondern…. dem Haus.“ …und den damit verbundenen Erinnerungen. Delsyn schaut sich um und ergänzt freundschaftlich scherzend, „…was in diesem Zustand wohl nicht dazu beträgt, dass sie gern zurückkommen will.“
Den Kopf wendend grinst Chip Delsyn leicht verlegen an. "Ich sag ja, bin nicht die beste Hausfrau. Mir kommt's irgendwie sinnvoller vor, alles auf einmal zu machen, statt dauernd Kleinigkeiten...sag nichts davon..ich kieg das schon in den Griff. Bis sie kommt, ist alles wieder okay hier." Er trinkt und fragt dann möglichst neutral: "Was sagt sie denn so, wie lang sie noch bleiben will? Ich will nicht fragen und sie hat nix gesagt bisher."
„Ich weiß es nicht. Sie hat ihr eigenes Tempo um das alles zu ordnen.“ Del blickt zum Fenster. „Ich würde ja vorschlagen wir bringen den Garten wieder in den Normalzustand bevor sie zurück kommt. Was meinst du?“ selbst wenn Bertram zurückkehren sollte, das wird sein kleinstes Problem sein und es regt Marga nur auf. Das Grundstück gehört ihr, soweit Del das verstanden hat.
Chip reißt die Augen auf. "Den Garten? Da ist ein Riesenloch und die Pflanzen die da vorher waren sind auch alle kaputt." Das wird harte Arbeit. "Lauter Kram, der da noch auf einem Haufen herum liegt, was der Alte abgerissen hat...da müssen wir ne Firma kommen lassen, um das ab zu transportieren..oder einfach n großes Feuer machen. Ist eh fast alles Holz." Der Gedanke gefällt Chip schon besser. An den Garten hat er überhaupt noch nicht gedacht. Wie auch. Die Vorhänge sind meist zu und er verbringt viel Zeit im Haus am PC oder vor dem Fernseher.
Nicht mal skaten war er die letzten Tage. Er richtet sich auf. "Ja, können wir machen." sagt er in mäßig begeistertem Ton. "Es wird sie freuen."
„Das schaffen wir schon.“ Del lächelt aufmunternd. „Vielleicht bring ich uns ein bisschen Hilfe mit, dann geht das ruckzuck.“ sein Blick wandert zurück über die Inneneinrichtung und zu Chip. „Mal abgesehen von deinem verschwundenen Vater und Marga. Wie gehts dir..?“ er fragt mit einer Art wissenden Unterton der kein ‚Gut, passt schon‘ oder dergleichen akzeptiert. Ein Junge der die Tage in diesem Loch verbringt ist Anzeichen genug für Tiefergreifendes. Allerdings würde Del es verstehen wenn es einfach nur die Tatsache ist dass er ‚zurückgelassen‘ wurde. „In der Schule alles okay? Macht ihr noch Musik..?“
"Okay." Chip lehnt sich zurück. Die Situation ist seltsam, aber nicht unangenehm. Fast beneidet er Blaze um diesen Bruder, der so unaufdringlich hier sitzt und einfach nur interessiert wirkt. Er stochert an einem winzigen Loch in seiner Jeans herum, während er überlegt. "Schule? Jo..läuft. Ich tu mich da nicht so schwer." Er nimmt einen großen Schluck Cola und unterdrückt ein Rülpsen. "Mmh, wir proben ab und zu...haben ne CD aufgenommen vor kurzem." Man hört heraus, dass er darauf stolz ist. "Vielleicht nimmt das mit der Band doch noch Fahrt auf, wär echt cool." Seine Stimme wird lebhafter. "Ist schon öde genug alles, da kann man Ablenkung brauchen." Wo kam das jetzt her? Dels aufmerksames Zuhören, lässt ihn gesprächiger werden, als er eigentlich will. Ungewohnt sowas.
„Mit Musik kann man gut abschalten.“ stimmt Delsyn ihm zu und erinnert sich an den Trupp deren Laune er mit der Gitarre immer etwas gehoben hat. Es war besser als sehnsüchtig Fotos zu betrachten auf denen die Frauen und teilweise auch Kinder der Soldaten abgebildet waren. Del schüttelt die Gedanken ab. „Eure Musik ist cool und der Auftritt hat alles übertroffen meinte Blaze. Hat mich sehr gefreut zu hören. Schon darüber nachgedacht nach der Schule was mit dem Talent anzufangen?“
"Der Auftritt war Hammer, ja." Chip richtet sich auf und lehnt sich vor, die Unterarme auf den Oberschenkeln ablegend. Er nimmt eine Schachtel Zigaretten vom Tisch, angelt eine heraus und zündet sie an. Nachdenklich inhaliert er und stößt den Rauch geräuschvoll wieder aus, dann wendet er sich wieder Delsyn zu. "Klar, mein Traum wär's mit der Band in nem Tourbus herumzufahren und Konzerte zu spielen. Jeden Tag nen Auftritt irgendwo, das wär einfach nur ge il...auch wenn's erstmal vielleicht nicht viel Kohle dafür gibt und der Bus am Anfang n Transporter wär." Er gestikuliert lebhaft bei dem Thema und lacht sogar ein bisschen am Schluss. Dann wird die Miene wieder ernster. "Für Blaze wär das super, Viola ist ja in der Band...aber meine Freundin fänd's wahrscheinlich nicht so toll, deshalb.." Er zuckt mit den Schultern. "..häng ich mich in die Schule rein und mach danach ne Ausbildung ."
Verstehend hebt Del den Kopf. Gut möglich dass das nicht für jede Beziehung das Richtige ist. Doch Chip ist jung. Damals hatte Del Beziehungen nie in den Vordergrund gerückt. Er wollte seinen Weg gehen, selbst wenn es bedeutete die Liebe hinten anzustellen. Da unterscheiden sich die Sims erheblich. Heute hat er andere Gründe keine Beziehungen einzugehen und das Bedürfnis nach Nähe unterdrückt er mit harter berechneter Logik. „So? Was strebst du an?“ fragt Delsyn freundlich.
gute Frage Chip überlegt kurz, weil die Wahrheit eigentlich Musikkarriere lauten würde. „Luft-und Raumfahrttechnik interessiert mich.“ Er seufzt. „Ich muss einiges an Stoff nachholen, aber wer ne schlaue Freundin hat..“ er grinst. „ Das wird schon.“ Dann lehnt er sich wieder zurück und zieht an der Zigarette. „Wie läuft‘s bei euch? Meine Mutter sagt sie steigt bei den Pfadfindern mit ein?“
Glücklicherweise ist sie noch nicht auf die Idee gekommen zu fragen, ob er auch Lust dazu hat. Der Sinn dieses Vereins erschließt sich Chip nicht. Er ist zwar ganz gern draußen am Fluss oder mal im Wald, aber dann allein.. oder zu zweit, aber dann sicher nicht zum Blümchen und Pilze bestimmen.
Luft- und Raumfahrt. Das bedeutet technisches Studium. Del würdigt dieses Ziel mit einem aufrichtigen Lächeln. Es ist nie falsch sich große Ziele zu setzen wenn man den Mut dazu hat.
„Es gibt noch letzte Vorbereitungen über den Winter damit die Kids in den Frühlingsferien einziehen können.“ erklärt Del geduldig, „Marga wird sich um das Essen kümmern was mir eine menge organisatorisches abnimmt und ich bin sehr froh darüber.“ er nippt an der kalten Wasserflasche, die wegen dem Kondenswasser seine Hand anfeuchtet. „Es gibt mehr Anmeldungen als erwartet. Bist du auch ein Naturbursche?“ Del grinst verschmitzt. Blaze kann er dafür nicht erwärmen. Aber in dem Alter sind Teenager meistens mit anderen Dingen beschäftigt und er versteht das.
Ja, seine Mutter wird die Kids verwöhnen, da ist sich Chip sicher. Bei Dels Frage zieht er eine kleine Grimasse und grinst dann. "Geht so." Gras in Mutters Garten anbauen zählt wahrscheinlich nicht. "Ich geh manchmal angeln, aber damit hat sich' s auch schon. Bin am Führerschein dran, das motiviert mich mehr als Waldwanderungen." Jetzt wird er wieder lebendiger. "Sobald wie möglich ne eigene Karre und raus aus Oasis."
„Die Pläne erinnern mich an die von Blaze.“ sagt Del. Alle wollen weg von zu Hause. Die Vöglein lernen zu fliegen. Seine eigene Mutter musste das auch akzeptieren, wenn auch widerwillig. „Das versteh ich gut,“ führt er weiter aus, „ich war damals auch so.“ er lächelt, legt die Hände auf die Schenkel und lehnt sich vor. Das internationale Zeichen für ‚Zeit zu gehen‘. Er möchte das Gespräch nicht auf sich lenken. „Okay Kumpel. Ich sehe, du überlebst, dann kann ich deine Mom ja beruhigen.“ Del steht auf und steckt die Flasche in die Seitentasche seiner Hose, bevor er Chip nochmal ansieht und mit einem leicht bittenden Unterton hinzufügt: „Besuch sie mal, ja?“
„Jo, mach ich,danke fürs kommen, war cool.“ sagt Chip während sie zur Tür gehen. „Sie meinte eh, dass sie ziemlich bald wieder da ist, also..“ er klopft sich auf den flachen Bauch und grinst.“.. passt schon.“ Er schlägt mit Del ein. „Ich hoff man sieht sich bald mal wieder.“
Del spürt dass Chip fast krampfhaft versucht sich gute Gedanken einzureden und dass er sich wirklich wünscht dass seine Mutter nach Hause kommt. Er weiß nicht was Marga ihrem Sohn versprochen hat, aber mit Sicherheit wird sie noch ein Weilchen weg bleiben. Das ist gute Zeit um den Garten in Ordnung zu bringen. ….Und das Haus. „Komm einfach mal rüber, bevor sich wieder die Kartons stapeln..“ Del zwinkert, tritt aus der Tür und schlendert, mit den Händen in den Taschen und einem nachdenklichen Blick auf den Garten nach Hause.
(in Zusammenarbeit mit @Ripzha)