Forum Discussion
3 years ago
Ort: Willow Creek, Haus Darkholme
Charaktere: Raven, Rogue, Kurt
Geschichtsstrang: Eine ganz normale Familie
"Oh, komm schon, Mom, das kannst du mir nicht antun."
Die hochgewachsene Frau schaut ihren Teenager gespielt entrüstet an.
"Ich tu dir überhaupt nichts an, Kurt. Das ist der Job, der mir angeboten wurde und ich freue mich darauf."
"Das ist bestimmt ein ganz tolles Projekt, Mom. Aber kannst du das nicht an einer anderen Schule machen?"
"Es reicht mir jetzt." Ravens Blick wird deutlich strenger. "Ich werde ab Winter an deiner Schule arbeiten. Du wirst mir das nicht mies machen." Sie beugt sich zum Ofen, um den Auflauf heraus zu nehmen. "Und jetzt tu mir den Gefallen und hole deine Schwester zum Essen."
"Ja, Ma'am." Dort, wo gerade noch der Teenager stand, bleibt nur eine Wolke aus Rauch zurück, die sich binnen weniger Sekunden auflöst.
Raven seufzt. Sie mag es nicht, wenn sich ihr Sohn teleportiert - dieser Schwefelgeruch liegt ihr jedes Mal schwer in der Nase.
"So schlimm ist das nicht. Die meiste Zeit wirst du sie gar nicht sehen." Rogue schmunzelt ihrem jüngeren Bruder liebevoll entgegen.
"Es geht nicht darum, wie oft ich sie sehen werde, sondern ..." Der schlacksige Teenager stockt und schaut betreten auf den Boden.
"Raus mit der Sprache, Großer, was ist das Problem?"
"Ich bin nicht sonderlich beliebt an der Schule."
"Was bedeutet das?" Die Ältere mustert ihren Bruder fragend. "Du bist nie in Schlägereien geraten und auch sonst gab's keine Geschichten."
"Weil mich niemand sieht, Rogue. Für die anderen existiere ich gar nicht."
Einen Augenblick schweigt und überlegt die deutlich kleinere Frau, bevor sie zur Antwort ansetzt:
"Könnte das daran liegen, dass du dich unsichtbar machst? Ich meine, hast du einem von denen überhaupt mal die Chance gegeben, dich zu bemerken?"
"Vermutlich nicht."
"Und jetzt, was? Hast du Angst, das könnte sich ändern, weil deine Mutter die Schulpsychologin wird?"
"Ist das albern?" Ein unsicheres Lächeln umspielt das lange Gesicht des blauhäutigen Jungen.
Rogue steht auf und stemmt eine Hand in die Hüfte.
"Kurt, du brauchst dringend mehr Selbstvertrauen." Im Vorbeigehen knufft sie ihm aufbauend am Oberarm. "Komm schon, Großer, sonst verpassen wir das Essen. Du weißt, dass Mom nicht wartet."
Mit diesen Worten verlässt sie das Zimmer und geht die Treppe herunter.
Raven setzt sich gerade an den Tisch, als sie die Schritte ihrer Tochter hört.
"Ihr kommt gerade rechtzeitig - den Tisch habe ich schon gedeckt."
"Entschuldige, Mom. Wir hatten noch etwas zu besprechen."
Raven nickt und verkneift sich einen Kommentar. Ihr ist bewusst, was so dringend war.
"Wir werden uns ums Abräumen kümmern." Rogue setzt sich, dicht gefolgt von ihrem Bruder. "Stimmt's, Kurt?"
"Natürlich.", nickt er.
Einem nach dem Anderen füllt Raven etwas auf den Teller.
"Also? Was möchtest du mir sagen?", fragt sie, ohne jemanden anzusehen.
Rogue weiß, dass das Interesse an sie gerichtet ist.
"Ich weiß jetzt, was ich machen werde.", beginnt sie.
"Das freut mich zu hören. Wie hast du dich entschieden?"
"Ich möchte anderen Sims helfen. Ich will Suchtberaterin werden."
Raven legt das Besteck ab und fixiert ihre Adoptivtochter. Auch Kurt schaut sie aus großen Augen an. Er freut sich, dass seine Schwester endlich eine Wahl getroffen hat. Seit über einem Jahr hat sie nun 'in sich hinein gehorcht' - wie sie es nannte.
"Das ist eine gute, wichtige, aber auch äußerst anstrengende Arbeit. Bist du dir auch wirklich sicher, dass es das ist, was du willst?", fragt Raven.
Rogue nickt. "Ja, das bin ich. Ich denke schon eine Weile darüber nach. Ich weiß, wie es ist, mit Suchtkranken leben zu müssen. Ich will nicht, dass mir diese Erfahrung noch länger eine Last ist. Ich will sie nutzen. Und ich will helfen."
"Dann wird es mir eine Freude sein, dich dabei zu unterstützen." Raven senkt den Blick und beginnt zu essen. "Ich nehme an, du wirst studieren?"
Die junge Frau nickt. "Meine Bewerbungen habe ich gestern abgeschickt."
"Du wirst ausziehen?" Kurt steht die Sorge ins Gesicht geschrieben. Das Verhältnis zu Rogue ist ihm enorm wichtig.
"Nicht unbedingt. Kommt drauf an, an welche Uni ich gehe.", kaut seine Schwester.
"Was willst du tun, wenn du erst für nächstes Jahr angenommen wirst?", fragt Raven. "Ich finde, du hast lange genug Freizeit gehabt. Und das Wintersemester beginnt schon bald. Deine Bewerbungen kommen möglicherweise zu spät."
"Keine Ahnung." Rogue zuckt mit den Schultern. Was will ihre Mutter damit sagen? Es ist nicht so, dass sie das letzte Jahr faul herumgelegen hat. Sie hat viel nachgedacht, recherchiert und sich geistig und körperlich auf neue Herausforderungen vorbereitet. Das sollte doch auch etwas zählen.
"Wenn du darauf bestehst, werde ich wohl bis dahin einen Job annehmen. Darüber denke ich noch nicht nach."
"Was ist mit dir, Kurt?" Raven wendet sich ihrem Sohn zu.
"Ich?", fragt er mit großen Augen. "Ich bin erst sechzehn."
"Mach es bitte nicht wie deine Schwester und fang erst an darüber nachzudenken, wenn du dein Abschlussdiplom in der Hand hältst."
Die ungleichen Geschwister tauschen stumme, aber vielsagende Blicke aus.
"Wirst du zu der Party gehen?", bohrt die Mutter weiter nach.
"Welche Party?"
"Die Halloween-Party an deiner Schule."
"Oh, das ist eine tolle Idee." Rogue strahlt begeistert.
"Nein, ist es nicht.", protestiert der Teenager. "Ich will da nicht hin."
"Was? Wieso nicht?" Die Tochter gerät ins Schwärmen, als sie an ihre Party zurück denkt. "All die coolen Kostüme und die Deko, ach, das wird dir gefallen."
"Du musst es natürlich selbst entscheiden, Schatz. Aber therapeutisch möchte ich dir dringend dazu raten. Es wäre eine wunderbare Übung für dich."
"Ich denke darüber nach.", murmelt Kurt. Er weiß, es hat jetzt keinen Sinn, eine Diskussion anzuzetteln. Und irgendwie haben sie ja auch recht. Er würde sich so gern mehr unter die Leute mischen. Wenn da nicht ständig dieses Gefühl wäre ...
Charaktere: Raven, Rogue, Kurt
Geschichtsstrang: Eine ganz normale Familie
"Oh, komm schon, Mom, das kannst du mir nicht antun."
Die hochgewachsene Frau schaut ihren Teenager gespielt entrüstet an.
"Ich tu dir überhaupt nichts an, Kurt. Das ist der Job, der mir angeboten wurde und ich freue mich darauf."
"Das ist bestimmt ein ganz tolles Projekt, Mom. Aber kannst du das nicht an einer anderen Schule machen?"
"Es reicht mir jetzt." Ravens Blick wird deutlich strenger. "Ich werde ab Winter an deiner Schule arbeiten. Du wirst mir das nicht mies machen." Sie beugt sich zum Ofen, um den Auflauf heraus zu nehmen. "Und jetzt tu mir den Gefallen und hole deine Schwester zum Essen."
"Ja, Ma'am." Dort, wo gerade noch der Teenager stand, bleibt nur eine Wolke aus Rauch zurück, die sich binnen weniger Sekunden auflöst.
Raven seufzt. Sie mag es nicht, wenn sich ihr Sohn teleportiert - dieser Schwefelgeruch liegt ihr jedes Mal schwer in der Nase.
"So schlimm ist das nicht. Die meiste Zeit wirst du sie gar nicht sehen." Rogue schmunzelt ihrem jüngeren Bruder liebevoll entgegen.
"Es geht nicht darum, wie oft ich sie sehen werde, sondern ..." Der schlacksige Teenager stockt und schaut betreten auf den Boden.
"Raus mit der Sprache, Großer, was ist das Problem?"
"Ich bin nicht sonderlich beliebt an der Schule."
"Was bedeutet das?" Die Ältere mustert ihren Bruder fragend. "Du bist nie in Schlägereien geraten und auch sonst gab's keine Geschichten."
"Weil mich niemand sieht, Rogue. Für die anderen existiere ich gar nicht."
Einen Augenblick schweigt und überlegt die deutlich kleinere Frau, bevor sie zur Antwort ansetzt:
"Könnte das daran liegen, dass du dich unsichtbar machst? Ich meine, hast du einem von denen überhaupt mal die Chance gegeben, dich zu bemerken?"
"Vermutlich nicht."
"Und jetzt, was? Hast du Angst, das könnte sich ändern, weil deine Mutter die Schulpsychologin wird?"
"Ist das albern?" Ein unsicheres Lächeln umspielt das lange Gesicht des blauhäutigen Jungen.
Rogue steht auf und stemmt eine Hand in die Hüfte.
"Kurt, du brauchst dringend mehr Selbstvertrauen." Im Vorbeigehen knufft sie ihm aufbauend am Oberarm. "Komm schon, Großer, sonst verpassen wir das Essen. Du weißt, dass Mom nicht wartet."
Mit diesen Worten verlässt sie das Zimmer und geht die Treppe herunter.
Raven setzt sich gerade an den Tisch, als sie die Schritte ihrer Tochter hört.
"Ihr kommt gerade rechtzeitig - den Tisch habe ich schon gedeckt."
"Entschuldige, Mom. Wir hatten noch etwas zu besprechen."
Raven nickt und verkneift sich einen Kommentar. Ihr ist bewusst, was so dringend war.
"Wir werden uns ums Abräumen kümmern." Rogue setzt sich, dicht gefolgt von ihrem Bruder. "Stimmt's, Kurt?"
"Natürlich.", nickt er.
Einem nach dem Anderen füllt Raven etwas auf den Teller.
"Also? Was möchtest du mir sagen?", fragt sie, ohne jemanden anzusehen.
Rogue weiß, dass das Interesse an sie gerichtet ist.
"Ich weiß jetzt, was ich machen werde.", beginnt sie.
"Das freut mich zu hören. Wie hast du dich entschieden?"
"Ich möchte anderen Sims helfen. Ich will Suchtberaterin werden."
Raven legt das Besteck ab und fixiert ihre Adoptivtochter. Auch Kurt schaut sie aus großen Augen an. Er freut sich, dass seine Schwester endlich eine Wahl getroffen hat. Seit über einem Jahr hat sie nun 'in sich hinein gehorcht' - wie sie es nannte.
"Das ist eine gute, wichtige, aber auch äußerst anstrengende Arbeit. Bist du dir auch wirklich sicher, dass es das ist, was du willst?", fragt Raven.
Rogue nickt. "Ja, das bin ich. Ich denke schon eine Weile darüber nach. Ich weiß, wie es ist, mit Suchtkranken leben zu müssen. Ich will nicht, dass mir diese Erfahrung noch länger eine Last ist. Ich will sie nutzen. Und ich will helfen."
"Dann wird es mir eine Freude sein, dich dabei zu unterstützen." Raven senkt den Blick und beginnt zu essen. "Ich nehme an, du wirst studieren?"
Die junge Frau nickt. "Meine Bewerbungen habe ich gestern abgeschickt."
"Du wirst ausziehen?" Kurt steht die Sorge ins Gesicht geschrieben. Das Verhältnis zu Rogue ist ihm enorm wichtig.
"Nicht unbedingt. Kommt drauf an, an welche Uni ich gehe.", kaut seine Schwester.
"Was willst du tun, wenn du erst für nächstes Jahr angenommen wirst?", fragt Raven. "Ich finde, du hast lange genug Freizeit gehabt. Und das Wintersemester beginnt schon bald. Deine Bewerbungen kommen möglicherweise zu spät."
"Keine Ahnung." Rogue zuckt mit den Schultern. Was will ihre Mutter damit sagen? Es ist nicht so, dass sie das letzte Jahr faul herumgelegen hat. Sie hat viel nachgedacht, recherchiert und sich geistig und körperlich auf neue Herausforderungen vorbereitet. Das sollte doch auch etwas zählen.
"Wenn du darauf bestehst, werde ich wohl bis dahin einen Job annehmen. Darüber denke ich noch nicht nach."
"Was ist mit dir, Kurt?" Raven wendet sich ihrem Sohn zu.
"Ich?", fragt er mit großen Augen. "Ich bin erst sechzehn."
"Mach es bitte nicht wie deine Schwester und fang erst an darüber nachzudenken, wenn du dein Abschlussdiplom in der Hand hältst."
Die ungleichen Geschwister tauschen stumme, aber vielsagende Blicke aus.
"Wirst du zu der Party gehen?", bohrt die Mutter weiter nach.
"Welche Party?"
"Die Halloween-Party an deiner Schule."
"Oh, das ist eine tolle Idee." Rogue strahlt begeistert.
"Nein, ist es nicht.", protestiert der Teenager. "Ich will da nicht hin."
"Was? Wieso nicht?" Die Tochter gerät ins Schwärmen, als sie an ihre Party zurück denkt. "All die coolen Kostüme und die Deko, ach, das wird dir gefallen."
"Du musst es natürlich selbst entscheiden, Schatz. Aber therapeutisch möchte ich dir dringend dazu raten. Es wäre eine wunderbare Übung für dich."
"Ich denke darüber nach.", murmelt Kurt. Er weiß, es hat jetzt keinen Sinn, eine Diskussion anzuzetteln. Und irgendwie haben sie ja auch recht. Er würde sich so gern mehr unter die Leute mischen. Wenn da nicht ständig dieses Gefühl wäre ...