Forum Discussion
3 years ago
Ort: Brindleton Bay, Yvonnes Erbe
Charaktere: Chip, Marga
Geschichtsstrang: Garden of Eden (Zwischenspiel)
Als die Tür hinter Maryama und Logan ins Schloss fällt, schauen Chip und seine Mutter sich kurz schweigend an. Dann grinst Chip. „Man weiß halt nie mit wem man es zu tun hat.“ Marga runzelt die Stirn. -“Jetzt fang nicht nochmal damit an.“ Eine Spur Verunsicherung klingt noch mit, aber schließlich lächelt sie doch. Chip streckt seine Beine durch und trinkt einen Schluck Limo.
„Hast du etwas von deinem Vater gehört?“ fragt Marga äußerlich gefasst. Innerlich ist dieses Thema eine Zitterpartie, aber vor ihrem Sohn will sie das nicht zeigen.
Der dezente Anklang von Hoffnung in der Stimme seiner Mutter tut Chip leid. Wie jetzt reagieren, ohne die Lage noch schlimmer zu machen? Mit ausdrucksloser Miene schüttelt er den Kopf. Marga sackt etwas in sich zusammen, was Chip unruhig werden lässt. Er greift neben sich und steht auf. “Hätt ich beinahe vergessen.“ Er streckt Marga die Briefe entgegen. „Hab den Briefkasten geleert..dachte vielleicht ist was Wichtiges dabei.“ Er bleibt stehen und sieht sich nochmal um. Der Anblick der Koffer seiner Mutter ist befremdlich. Sie war noch nie woanders als in Oasis Springs..zuhause. Und ist schon..wie alt ist sie eigentlich genau? Ein wenig beschämt stellt er fest, dass er es nicht genau weiß, sie feiert ihren Geburtstag nie,was aber eine schwache Ausrede für seine Ignoranz ist. Chip nimmt sich vor es heraus zu finden. Vielleicht ist es auch deshalb so merkwürdig, weil sie zum ersten Mal ihre eigenen Bedürfnisse über die der anderen Familienmitglieder stellt, sinniert er weiter, während Marga die Briefe durchgeht. Ist sie ein wenig blasser als vorher? Chip mustert sie aufmerksam.
Marga bleibt fast die Luft weg, als sie das Schreiben von der Bank entdeckt. Sie hat schon so etwas befürchtet und jetzt ist die Horrorvision zu Realität geworden. Sie versucht eine unbewegte Miene bei zu behalten und legt die Briefe neben sich auf das Sofa. Browneye schnüffelt neugierig daran und legt dann schwer den Kopf darauf ab. Ohne Maryama wird sie diesen Umschlag nicht öffnen, dafür braucht sie moralische Unterstützung. Sie atmet tief durch. „Wollen wir noch raus gehen?“ - „Ich muss wieder los Mum, Delsyn wollte noch vorbei schauen, wir kümmern uns um den Garten zusammen.“ Das sollte eigentlich eine Überraschung werden, aber er hat das Gefühl, sie kann eine Aufmunterung gebrauchen. Tatsächlich ist die Aktion erst für morgen geplant, aber Chip fühlt sich als, ob er neben sich stünde und irgendein Fremder mit seiner Mutter redet. Ein ähnliches Gefühl, wie wenn er mit Denize lernt oder...Hausaufgaben macht. So muss das sein, wenn man in einem Bootcamp ne Gehirnwäsche verpasst bekommen hat. Was am meisten irritiert, ist, dass er sogar ein bisschen Vorfreude verspürt, beim Gedanken daran, dass seine Mutter sich darüber freuen wird. Trotzdem drängt es ihn nach draußen. Er schüttelt die Überlegungen ab. „Mach dir keine Sorgen. Ich komm klar, kann bei Del mal was mitessen zwischendurch und Pfannkuchen beherrsch ich auch, weißt ja.“ Er verzieht die Mundwinkel zu einem kleinen Schmunzeln.
„Ja, du bist mein großer Sohn jetzt.“ Marga ist gerührt. Alles was mir geblieben ist.
Chip schiebt an der Cap herum. Jetzt wird’s ihm langsam zu rührselig. „Genau.“ Er räuspert sich, muss doch noch etwas los werden. Unter dem Schirm seiner Cap heraus blickt er seiner Mutter in die Augen. „Ist sche iße, wenn man so hängen gelassen wird, aber wir halten zusammen.“ Es ist nicht ganz vergleichbar, aber seit er die Probleme mit Denize hat, kann er es leichter nachfühlen, wie es seiner Mutter gehen muss.
Margas Augen werden wässrig. Das hat sie von Adrian nicht erwartet. Ihr Herz wird weit und sie kann nur stumm nicken.
Jetzt wird' s brenzlig. Chip steht auf und greift nach dem Skateboard. Dieser ganze emotionale Kram setzt ihm mehr zu, als er dachte. „Ich meld mich bei dir. Grüß Maryama. Bis dann.“
Tief die Seeluft einatmend, legt Chip draussen den Kopf in den Nacken und starrt ein paar Augenblicke in den Himmel. Obwohl er zwiespältige Gefühle in sich trägt was Bertls Verschwinden angeht, ist die Vorstellung allein mit seiner Mutter zu leben gar nicht so ohne. Er geht zur Brücke, lässt das Board auf den Boden fallen und gibt Gas. Der Skateplatz wäre jetzt genau das Richtige. Vielleicht hat Blaze Bock sich aufs BMX zu schwingen. Er selber braucht jetzt jedenfalls Bewegung und den Kick von Halfpipe und Rampe.
Charaktere: Chip, Marga
Geschichtsstrang: Garden of Eden (Zwischenspiel)
Als die Tür hinter Maryama und Logan ins Schloss fällt, schauen Chip und seine Mutter sich kurz schweigend an. Dann grinst Chip. „Man weiß halt nie mit wem man es zu tun hat.“ Marga runzelt die Stirn. -“Jetzt fang nicht nochmal damit an.“ Eine Spur Verunsicherung klingt noch mit, aber schließlich lächelt sie doch. Chip streckt seine Beine durch und trinkt einen Schluck Limo.
„Hast du etwas von deinem Vater gehört?“ fragt Marga äußerlich gefasst. Innerlich ist dieses Thema eine Zitterpartie, aber vor ihrem Sohn will sie das nicht zeigen.
Der dezente Anklang von Hoffnung in der Stimme seiner Mutter tut Chip leid. Wie jetzt reagieren, ohne die Lage noch schlimmer zu machen? Mit ausdrucksloser Miene schüttelt er den Kopf. Marga sackt etwas in sich zusammen, was Chip unruhig werden lässt. Er greift neben sich und steht auf. “Hätt ich beinahe vergessen.“ Er streckt Marga die Briefe entgegen. „Hab den Briefkasten geleert..dachte vielleicht ist was Wichtiges dabei.“ Er bleibt stehen und sieht sich nochmal um. Der Anblick der Koffer seiner Mutter ist befremdlich. Sie war noch nie woanders als in Oasis Springs..zuhause. Und ist schon..wie alt ist sie eigentlich genau? Ein wenig beschämt stellt er fest, dass er es nicht genau weiß, sie feiert ihren Geburtstag nie,was aber eine schwache Ausrede für seine Ignoranz ist. Chip nimmt sich vor es heraus zu finden. Vielleicht ist es auch deshalb so merkwürdig, weil sie zum ersten Mal ihre eigenen Bedürfnisse über die der anderen Familienmitglieder stellt, sinniert er weiter, während Marga die Briefe durchgeht. Ist sie ein wenig blasser als vorher? Chip mustert sie aufmerksam.
Marga bleibt fast die Luft weg, als sie das Schreiben von der Bank entdeckt. Sie hat schon so etwas befürchtet und jetzt ist die Horrorvision zu Realität geworden. Sie versucht eine unbewegte Miene bei zu behalten und legt die Briefe neben sich auf das Sofa. Browneye schnüffelt neugierig daran und legt dann schwer den Kopf darauf ab. Ohne Maryama wird sie diesen Umschlag nicht öffnen, dafür braucht sie moralische Unterstützung. Sie atmet tief durch. „Wollen wir noch raus gehen?“ - „Ich muss wieder los Mum, Delsyn wollte noch vorbei schauen, wir kümmern uns um den Garten zusammen.“ Das sollte eigentlich eine Überraschung werden, aber er hat das Gefühl, sie kann eine Aufmunterung gebrauchen. Tatsächlich ist die Aktion erst für morgen geplant, aber Chip fühlt sich als, ob er neben sich stünde und irgendein Fremder mit seiner Mutter redet. Ein ähnliches Gefühl, wie wenn er mit Denize lernt oder...Hausaufgaben macht. So muss das sein, wenn man in einem Bootcamp ne Gehirnwäsche verpasst bekommen hat. Was am meisten irritiert, ist, dass er sogar ein bisschen Vorfreude verspürt, beim Gedanken daran, dass seine Mutter sich darüber freuen wird. Trotzdem drängt es ihn nach draußen. Er schüttelt die Überlegungen ab. „Mach dir keine Sorgen. Ich komm klar, kann bei Del mal was mitessen zwischendurch und Pfannkuchen beherrsch ich auch, weißt ja.“ Er verzieht die Mundwinkel zu einem kleinen Schmunzeln.
„Ja, du bist mein großer Sohn jetzt.“ Marga ist gerührt. Alles was mir geblieben ist.
Chip schiebt an der Cap herum. Jetzt wird’s ihm langsam zu rührselig. „Genau.“ Er räuspert sich, muss doch noch etwas los werden. Unter dem Schirm seiner Cap heraus blickt er seiner Mutter in die Augen. „Ist sche iße, wenn man so hängen gelassen wird, aber wir halten zusammen.“ Es ist nicht ganz vergleichbar, aber seit er die Probleme mit Denize hat, kann er es leichter nachfühlen, wie es seiner Mutter gehen muss.
Margas Augen werden wässrig. Das hat sie von Adrian nicht erwartet. Ihr Herz wird weit und sie kann nur stumm nicken.
Jetzt wird' s brenzlig. Chip steht auf und greift nach dem Skateboard. Dieser ganze emotionale Kram setzt ihm mehr zu, als er dachte. „Ich meld mich bei dir. Grüß Maryama. Bis dann.“
Tief die Seeluft einatmend, legt Chip draussen den Kopf in den Nacken und starrt ein paar Augenblicke in den Himmel. Obwohl er zwiespältige Gefühle in sich trägt was Bertls Verschwinden angeht, ist die Vorstellung allein mit seiner Mutter zu leben gar nicht so ohne. Er geht zur Brücke, lässt das Board auf den Boden fallen und gibt Gas. Der Skateplatz wäre jetzt genau das Richtige. Vielleicht hat Blaze Bock sich aufs BMX zu schwingen. Er selber braucht jetzt jedenfalls Bewegung und den Kick von Halfpipe und Rampe.