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3 years ago
Ort: Haus Darkholme, Willow Creek
Charaktere: Rogue, Raven
Geschichtsstrang: Eine ganz normale Famlie Teil 2
"Und wenn ihr noch etwas braucht, zögert nicht, zu mir herüber zu kommen." Rogue zwinkert den Bauarbeitern zu, die gerade am Anbau des Hauses arbeiten. Gerade hat sie den Männern ein Erfrischungsgetränk gebracht und sich mit ihnen unterhalten.
Als sie sich herumdreht steht plötzlich Raven vor ihr. Die junge Frau erschrickt und beginnt zu lachen.
"Du sollst dich doch nicht immer so anschleichen.", belehrt sie die Ältere.
"Und du sollst dich nicht jedem so an den Hals werfen." Raven deutet mit einem strengen Blick auf die Arbeiter. "Die sollen die Praxis bauen und nicht mit dir flirten. Kein Wunder, dass es hier so schleppend voran geht." Missbilligend betrachtet die Auftraggeberin die Baustelle, bevor sie - gemeinsam mit ihrer Tochter - zum Wohnhaus herüber geht.
"Ach, Mom,", winkt Rogue ab, "wieso nicht zwischendurch ein bisschen Spaß haben? Ein kleiner Flirt tut niemandem weh und steigert das Ego."
"Irgendwann wird dir das zum Verhängnis werden, Liebes."
"Und dann werde ich nicht sagen, du hättest mich nicht gewarnt.", vollendet die Tochter den Satz.
"Ich wünschte, du würdest meine Warnung ernst nehmen, Rogue." Die Außerirdische legt besorgt eine Hand auf die Schulter ihres Menschenkindes.
Die Jüngere lächelt erhaben.
"Zwing mich doch."
"Bei Sihal, das wirst du mit wohl ewig vorhalten, oder?"
Rogue überlegt gespielt und nickt dann:
"Ja vermutlich werde ich das. Es sei denn, du zwingt mich, aufzuhören."
"Ich habe mich um dich gekümmert, Rogue, als es niemand sonst tun wollte.", protestiert die Ältere.
"Ja, stimmt. Und dafür bin ich auch dankbar, Mutter." Die junge Frau betont das letzte Wort übertrieben. "Aber so ganz uneigennützig war das nicht."
"Das habe ich dir erklärt. Und es ist nicht in Ordnung, dass du immer wieder damit anfängst."
"Schon okay, Mom, ich komme damit zurecht. Ich frage mich allerdings, was du mit Kurt vor hast."
"Ich habe überhaupt nichts mit ihm vor. Er ist mein Sohn."
"Den du jahrelang bei seinem Vater gelassen hast, obwohl du wusstest, dass der MINDESTENS EINE Schraube locker hat."
Im Haus angekommen, gehen die Frauen in die Küche. Rogue entdeckt den Poststapel auf der Arbeitszeile und schaut die Briefe durch, ob etwas für sie dabei ist.
"Ich frage mich manchmal,", fährt sie währenddessen unbehelligt fort, "ob du deine Kinder absichtlich verhunzt, damit du sie dann therapieren kannst." Jetzt schaut sie ihrer Mutter direkt in die Augen. "Sag mal, Mom, sind wir Übungsobjekte für dich?"
"Das reicht jetzt, Rogue." Raven hält ihrem Blick mühelos stand. Mit ruhiger, aber fester Stimme beendet sie dieses Gespräch.
"Lass mich allein. Bevor ich dich wirklich zu etwas zwinge."
Die Jüngere geht lachend nach oben. In ihrer Hand hält sie einen Umschlag, auf dem ihr Name steht.
In ihrem Zimmer widmet sie sich zuerst ihrer Meditation. Nach einem aufreibendem Gespräch entspannt sie sich gern auf diese Weise.
Als sie wieder im Hier und Jetzt ankommt, fällt ihr schnell der Brief wieder ein. Es gibt nicht viele Möglichkeiten, von wem er kommen könnte. Es wird eine Antwort auf ihre Uni-Bewerbungen sein. Nervös öffnet sie den Umschlag und pult das Papier heraus.
"Sehr geehrte Frau D'Arcanto. Mit Freude möchten wir Ihnen mitteilen, dass Sie sich zum Wintersemester diesen Jahres an unserer Universität einschreiben können. Dazu bitten wir Sie um Kontaktaufnahme auf einem der folgenden Wege..."
Ungläubig starrt Rogue auf das Papier in ihrer Hand. Sie hat tatsächlich einen Uni-Platz bekommen.