Forum Discussion
3 years ago
Ort: Brindleton Bay - Brindleton High
Charaktere: Schüler und Lehrer
Geschichtsstrang: Halloween in der Brindleton High - Teil 5
In der Zwischenzeit hat Lucía dem neuen Mitschüler Kurt ein paar Klassenkameraden gezeigt. "Das ist Tani. Eine.. Freundin von mir." Normalerweise ist sie das auch, aber ihre Zickerei in letzter Zeit ist sehr anstrengend. Tani bemerkt scheinbar, dass von ihr gesprochen wird. Sie geht auf die Beiden zu. "Hallo!"
"Hallo,", nickt Kurt ihr freundlich zu, "ich bin Kurt." Schüchtern senkt sich sein Blick. "Das weißt du bestimmt längst.", lächelt er unsicher.
Tatsächlich wusste es Tani noch nicht, da sie sich in letzter Zeit kaum für andere interessiert hat. "Eh ja." Zugeben möchte sie es allerdings nicht. "Ich stelle Kurt gerade ein paar unserer Mitschüler vor." Lucía lächelt und hofft, dass sich Tani vernünftig benimmt. "Schön, ich geh mal weiter. Bis später oder so.", antwortet Tani nur kurz. Lucía wendet sich an Kurt. "Sonst ist sie gesprächiger. Sollen wir uns noch was zu trinken holen?"
"Gern.", lächelt er. Seine weißen Fangzähne leuchten auf.
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Artjom legt den Ärger in der Sekunde ab in der er das Mirkophon ergreift. Zeit für das Theaterstück. Die Interessierten sitzen auch schon vor der Bühne und warten. Er erkundigt sich kurz ob alle des Dramaclubs bereit sind und legt dann den Schalter am Mic um. "Die Verzögerung tut uns sehr leid, es gab ein paar technische Probleme." kündigt er kurz an, nickt schließlich Nadine zu und dann wird er vor der Bühne in flutendes Licht getaucht. Er lächelt.
"Sehr geehrte Damen und Herren, liebes Publikum, herzlich Willkommen im Wanderzirkus Knopf!" Er streckt einladend einen Arm aus und präsentiert den imaginären Rummelplatz mit Zirkus. "Mein Name ist Jack und ich arbeite hier." fährt er das Schauspiel mit lauter, klarer und fröhlicher Stimme fort, "Ja, ich bin Kassierer… nein Scherz, ich bin Madame Devilles persönlicher Assistent und der beste Clown den man sich vorstellen kann! Und ich habe eine Geschichte für euch. Hört gut zu." Bei den letzten Worten senkt er die Stimme als würde er dem Publikum eine Geheimnis anvertrauen. Er schwenkt den Arm Richtung Bühne und tritt zur Seite während er erzählt:
"Madame Deville, eine alte gebrechliche Dame, sagte den Freunden des Zirkus‘ und jedem der ein paar Münzen übrig hatte, dass sie in der Lage war, mit viel Konzentration, Geister von Verstorbenen Leuten herbei zu rufen um mit ihnen zu sprechen." Auf der Bühne öffnet sich ein Vorhang. "Bestimmt haben Sie von ihr gehört, wertes Publikum, stimmts? Sie war eine kleine Person, mit langer krummer Nase, bunten altbackenen Gewändern und dünnen grauen Haaren." Das Publikum wie auch Artjom blicken zur Bühne und erwarten den Auftritt der Hexe.
Kurt stutzt eine Sekunde als Artjom die Einleitung beginnt. Mit großen Augen dreht er sich herum. Ein Zirkus?! Gebannt starrt er auf die Bühne.
Blaze sitzt zurückgelehnt in seinem Stuhl, hat den Kopf in die Hand gestützt und grübelt immer noch darüber nach, was dabei rumkommt wenn Shane und Vero fertig sind mit rumheulen. Was Artjom in seinem schwarzweissen Aufzug erzählt, hört er kaum und wie aufs Stichwort stehen der blonde Vampir und seine kleine Freundin im Eingang der Aula. Das Rektorengespräch ist wohl vorbei. Er schaut mit unbewegter Mine rüber und Shane tut als hätte er ihn nicht gesehen.
Shane hat gemischte Gefühle vom Gespräch mit Frau Fernandèz. Er ist sich nicht sicher ob sie die Sache auflösen kann. Aus Filmen weiß er, dass Mobber verpetzen immer auf das Opfer zurück fällt. Es sei denn der Mobber kann es sich nicht leisten als solcher dargestellt zu werden. Und Frau Evens war der Grund, der ihn bewegte die Rektorin aufzusuchen. Aber jetzt lässt es sich nicht mehr ändern. Es wird sich zeigen was passiert. Eins weiß Shane... er will nicht mehr länger alles herunterschlucken. Schnell nimmt er Vero mit auf freie Plätze, möglichst weit weg von Blaze und Viola und versucht, mit dem Stück des Dramaclubs die bedrückenden Gedanken zu vertreiben.
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Denize steht neben Bea und wartet auf ihren Einsatz. Sie blickt zu Leyla mit den Medusahaaren und ist sich unsicher ob sie etwas sagen soll. Allgemein hat ihr Selbstbewusstsein enorm nachgelassen seit.... und Artjom ist ihr keine Hilfe obwohl sie es gehofft hatte. Und jetzt steht er dort und hat keine Zeit mehr etwas zu ändern. Soll sie...? "Leyla... dein Kostüm ist wirklich sehr schön." beginnt sie vorsichtig.
Leyla sieht zur Mitschülerin. Ihre Augen leuchten weiterhin grün und erinnern immer mehr an die einer Schlange. "Issss weissss ...", züngelt sie als Antwort entgegen. Ihre Aura wirkt so verändert. Mit einem frohlockenden Lächeln sieht sie zu Nouki. Was hat Leyla nur vor? ...
Lashawn steht in einer Ecke und betet. Sie hat Angst und sucht im Glauben Halt.
Denize tritt zurück. Besser sie sagt doch nichts. Irgendetwas stimmt hier nicht. Hilfesuchend blickt sie zu Bea.
Bea, die gerade damit beschäftigt ist, die Scheinwerfer zu bewegen, so dass die immer auf das richtige Ziel leuchten, hätte Denize' Blick beinahe übersehen. Doch aus den Augenwinkeln erkennt sie die Mitschülerin doch und hält inne. Denize sieht besorgt aus. "Gibt es Probleme?", fragt sie, so leise, dass niemand auf der Bühne, und erst recht keiner im Zuschauerbereich das hört. Nur Denize steht nah genug.
Denize lehnt sich zu Bea mit Blick auf Leyla. "Irgendwas stimmt mit ihr nicht."
Bea blickt zu Leyla, auf die sie zuvor nicht weiter geachtet hat... doch jetzt bemerkt sie es ebenfalls. Irgendwas Bedrohliches geht von ihr aus. "Ich weiß, was du meinst." murmelt Bea leise, "Ich spüre das auch." Im Moment gibt es jedoch nichts, was sie tun könnte außer abwarten und hoffen, dass das Gefühl sie täuscht.
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Viola tut so, als würde sie Veros und Shanes Ankunft nicht weiter interessieren. Äußerlich gelangweilt lehnt sie sich zurück in den Stuhl. Innerlich überlegt sie jedoch fieberhaft nach einer Lösung für ihr Problem. Die beiden sind wirklich nicht zu trennen. Notfalls müsste sie auf Breuer ausweichen, auch wenn das nur eine Notlösung wäre. Denn Vero und Shane hätten durchaus einen Denkzettel verdient!
Bevor Blaze angegriffen wurde, hatte Viola Shane einfach ignoriert und sogar versucht, sich an den Waffenstillstand mit Vero zu halten. Und auch wenn das anfangs noch nicht sofort gelungen ist und ihr aus Gewohnheit immer noch mal ein Spruch rausgerutscht ist, so hatte es letztendlich ja doch irgendwie geklappt. Sogar bei einem gemeinsamen Referat. Doch der Angriff auf Blaze ändert alles und lässt Viola ihr schlechtes Gewissen wegen des Handgelenkes vergessen. Das ging nun wirklich zu weit. Und dass auch Vero weiterhin zu Shane steht, rückt auch sie erneut in Violas Fokus.
Ellies Laune bessert sich wieder, als das Theaterstück kurz zuvor steht. Sie sieht Vero mit Shane reinkommen und winkt ihr kurz zu. Vero winkt der Freundin freundlich zurück.
Auch Bea beobachtet Shane. War es richtig, einfach zu gehen? Er sieht wirklich niedergeschlagen aus, seit so viele diese Gerüchte glauben. Allerdings hatte sie sich als 5. Rad am Wagen gefühlt, weil Shane mehr an Vero interessiert war. Und nun hat sie wegen ihres Auftritts ohnehin keine Zeit mehr. Das Schwebende Buch ist bereits in Position, und auch die anderen Utensilien für die Geräuschkulisse stehen bereit. Sobald der Auftritt um ist, kann sie die beiden ja wieder ansprechen.
Stumm nimmt Shane bei Ellie Platz und fixiert Blaze‘ Hinterkopf. Das er die Krankenschwester vorhin angefahren hat kommt ihm nicht in den Sinn, was ungewöhnlich für ihn ist. Stattdessen hängen seine Gedanken dem Angriff auf Blaze nach bis…. Er springt auf. „Das ist es!“ alle drehen sich zu ihm um und er sackt wieder zusammen. Sein Innerstes ist so aufgeregt. Er dreht sich zu Vero, „Ich weiß wie ich die Beisser-Nummer beende!“ flüstert er ihr zu, steht auf und steuert Blaze an. Er steht den Leuten im Weg, das ist ihm bewusst, aber er will sich nicht vor Blaze ducken, bei dem er jetzt steht. „Verpiss dich du stehst mir im Licht, Psycho!“ fährt dieser ihn an.
„Ich habe ein Angebot für dich.“ sagt Shane ungerührt. Blaze sieht in seiner gelangweilten Haltung zu ihm hoch und schaut dann ein wenig belustigt zu Viola. „Oh hast du das gehört? Ein Angebot, als hätte er etwas was ich will.“
Verwundert sieht Ellie Shane nach. Beißer-Nummer? Auch wenn Shane geflüstert hat, saß Ellie nah genug, um auch das mitzubekommen. Will er beweisen, dass er es nicht war? Wenn das stimmt hatte Vero die ganze Zeit recht gehabt. Oder plant er etwas ganz anderes? Ellie dreht sich zu Vero: "Weißt du, was das jetzt werden soll?", fragt sie.
Vielleicht.. Vielleicht könnte sie die Tatsache ausnutzen, dass Shane ihre Aura spürt, denkt sich Viola gerade, und...
Als Shane plötzlich vor ihr auftaucht und sie aus ihren Gedanken reißt, verdreht sie die Augen. Sie steht auf und klopft dem Vampir auf die Schulter, ganz so, als wollte sie ihm Anerkennung zeigen. Tatsächlich sagt sie jedoch: "Toll, dass du dich nicht mehr hinter Vero versteckst, Shane. Aber falls du es nicht bemerkt haben solltest: Blaze hat kein Interesse an deinen Eiern. Die sind ihm zu faulig. Geh und nerv' Vero damit! Vielleicht will die ja."
Mit einem Ruck schiebt sich Chip im Stuhl wieder hoch, als Shane auftaucht. Der hat jetzt gerade noch gefehlt.
„Und ich dachte erst es stinkt hier so, weil unser Beißer hier die BeißerCHEN nicht geputzt hat.“ kommentiert er feixend in Richtung Viola.
Bei Chips Einwurf muss Viola grinsen. Sie mag dessen Humor.
Shane, der die Maske hochgeschoben hat um besser sehen zu können, wirft Viola und Chip nur einen abwertenden Blick zu, als Blaze sie angrinst und mit dem Kumpel einschlägt für den „tollen Witz“. Es liegt ihm eine Erwiderung auf der Zunge. Eine die er sich schon oft überlegt hat weil diese Situation nicht neu ist. Aber das wird Blaze provozieren und dann ist es vorbei mit dem Angebot. „Setz dich hin, Beißer“ flüstert jemand, „Ja du verdeckst die Sicht!“ ergänzt ein anderer und wie automatisch geht Shane in die Hocke. Etwas was er nicht tun wollte. Er will nicht unter Blaze stehen, auch wenn es nur perspektivisch ist. Blaze blickt auf ihn herab und das ist nicht nur der Perspektive zu verdanken. Shane sieht ihn unvermittelt an. „Ich hab Vero geholfen sich zu erinnern als sie nicht mehr wusste was nach dem Werwolfangriff passiert ist. Ich kann die Erinnerungen sehen die im Blut sind, auch wenn du dich nicht bewusst daran erinnerst.“ sagt er so neutral wie er kann. Das überrascht Blaze augenscheinlich. Shane kann es in seinem Gesicht sehen, doch er regt sich nicht aus seiner zurückgelehnten Haltung und mustert den Vampir. „Du willst mich nochmal beißen?“ stellt er trocken fest. „Ich hab dich nicht gebissen! Darum gehts doch! Ich beweise es so.“ - „Psssscccchhttt!!“ zischt es von den anderen Theatergästen. Blaze setzt sich langsam auf, stellt beide Füsse bedrohlich auf den Boden und lehnt sich zu Shane vor, „Ver-piss dich. Beisser.“ spuckt er ihm absichtlich entgegen.
Viola mustert Shane wenig beeindruckt. Der Vampir hat nichts bemerkt. Gut. "Ja, toller Beweis, wenn du dann einfach behauptest, was auch immer du willst.", sagt sie nur, "Glaubst du wirklich, da fällt jemand drauf rein?"
Sie sieht zu Blaze: "Diese Fähigkeit gibt es tatsächlich. Ich selbst hab es noch nie probiert, und daher nicht dran gedacht. Aber Mom hat es schon mal gemacht." Und zwar ausgerechnet bei Vero, was Viola aber nicht laut ausspricht. "Falls du das wirklich willst, musst du dich also nicht unbedingt von Shane beißen lassen."
Blaze weiß dass es Vampire gibt die das können. Horatio hat es ihm erzählt und er wollte Viola damals damit beweisen wie mies es ihm ging weil er Mist gebaut hatte. Es wurde nur nicht nötig. Was ihn, wenn er ehrlich ist, sehr erleichtert hat. Er wendet den Blick nicht von Shane ab. Er soll sich vom Acker machen.
Shane hingegen weiß nicht ob Viola das kann, nicht alle haben die selben Fähigkeiten. Er verzieht das Gesicht gen Viola. "Du bist so eine Klugscheisserin." rutscht es ihm raus und ist selbst ein wenig überrascht. "Dann machs du, wenn dus kannst und du wirst sehen dass ich recht habe." Er will grade ansetzen, um zu sagen, dass sie dann diejenige ist, die einfach weiterhin behauptet Shane wäre es gewesen, wenn sie denn wollte, doch Blaze unterbricht beide. "Keiner beisst hier irgendwen, klar. Weisst du, ich find die Geschichte so wie sie ist eigentlich ganz gut. Du bist der verkackte Beißer, also verzieh dich endlich du Volltrottel und komm mir nich mehr zu nahe." Blaze lehnt sich wieder zurück und lächelt finster. Shane steht auf und sein Gesichtsausdruck ist eine Mischung aus Schock und Verstörtheit. "Du bist der gemeinste Sim den ich kenne." murmelt er und läuft weg. Blaze verschränkt die Arme. Irgendwie hat ihn Shanes Auftauchen beleidigt und er schweigt sauer.
Neben Vero lässt Shane sich auf den Stuhl fallen und wirkt niedergeschmettert. Wie immer wenn er mit Blaze gesprochen hat. Er legt die Arme um sich und schaut vor sich auf den Boden, dann schiebt er beschämt die Maske wieder über sein Gesicht. Er spürt das Vero ihn erwartungsvoll ansieht. "Hat nicht geklappt." murmelt er. "Ich dachte er will die Wahrheit wissen. Aber das will er gar nicht." Hinter der Maske kann sie hören wie er die Nase hochzieht. "Ich hätte ihm sagen können was für Erinnerungen ihm fehlen. So wie bei dir damals.... aber... keine Chance..."
Die Freundin sieht zu ihm. Genug ist genug! "Mach bitte nichts dummes!", bittet sie Shane. Dann steht sie selbst auf und geht direkt auf Viola zu. "MITKOMMEN! SOFORT!", knurrt sie die Vampirin an.
Viola ignoriert Shanes Kommentar. Sie muss nur grinsen, als der sich endlich trollt.... bis im nächsten Augenblick Vero aufkreuzt. Was zum? "Was willst du?", fragt sie die Blondine.
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Währenddessen spricht Frau Evens hinter den Kulissen mit Bea. Deren Aussage über die Geschehnisse deckt sich im großen und Ganzen mit Veros. Bevor Evens geht, lobt sie die Theater-AG. "Sieht super aus, eure Kostüme und das Bühnenbild." Nach dem Theaterstück würde sie mit Kalea über die Sache reden.
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In voller Montur und mit einem Accessoire ausgestattet, das ihr in letzter Minute noch eingefallen ist, steht Nouki hinter der Bühne und hört Artjoms Ansage zu. Er ist einfach unschlagbar bei sowas. Die Energie, die er rüber bringt und seine Stimme. Seine Stimme...die sie so gern hört und die ihr manchmal sogar eine Gänsehaut oder kleine Schauer über den Rücken beschert. Schluss jetzt mit den Gedanken. Er verhält sich professionell, also wird sie das auch tun. Sie sind ein gutes Team und das soll auch so bleiben...am liebsten nicht nur für die Theater AG. Sie atmet noch ein letztes Mal stoßartig aus, packt den Stock mit der linken Hand fester und nimmt den Plastiktotenkopf in die Rechte. Als Artjom sich umdreht, schlurft sie langsam, in gebeugter Haltung auf die Bühne, die für die Séancen wie das Zelt einer Wahrsagerin dekoriert ist. Tisch und Stühle für die ratsuchenden Gäste stehen in der Mitte, ringsherum sind Regale mit Zauberwälzern aus Pappe aufgestellt, Tücher und Kerzen zaubern eine geheimnisvolle Atmosphäre, doch das Spotlight folgt jetzt ihren Schritten. „ He,he, he, he.“ lacht sie meckernd, während sie sich mit schleppenden Tippelschritten Richtung Bühnenrand bewegt.
„Jaaaa, siicherr haben sie schon von mir gehöörrt.“ Ihre Stimme dringt unangenehm schrill bis in die letzten Reihen. Dann etwas leiser, betörend. „Wer r hat noch niicht von uns gehöörrt? Mein Liebster, mein Guuter.“ Sie küsst den Totenschädel mehrmals innig. Dann macht sie einen Bogen, klopft mit dem Stock auf den Boden und redet im weiter gehen laut vor sich hin, immer wieder unterbrochen von gehässigem Lachen. „Aah, wir werden ihnen errzäählen..das wollen sie doch immerr? Nicht wahr? Sollen sie nuuurr kommen, Madam Deville ist berreit..alles wird sie iihnen saagen...ALLES.“
Sie hebt den Schädel in die Höhe. „Alles füürr dich, mein Liebster...mein Bester“, dann klemmt die Hexe den Liebsten unter den Arm und betritt schlurfend ihr Refugium. Dort legt sie den knochigen Freund behutsam auf dem Tisch ab, bevor sie ihm nochmal liebkosend über die glatte Oberfläche streichelt. Mit raschelnden Röcken setzt sie sich und zieht mit theatralischer Geste ein glitzerndes Tuch von der Kristallkugel vor sich. Ein hämisches Kichern ist von der Wahrsagerin zu vernehmen, der Scheinwerfer schwenkt wieder zu Artjom und Noukis Zelt wird nur noch schwach von Kerzenlicht erhellt.
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Veros Blick funkelt Viola wütend an. "Bist du taub? ... Ich sagte mitkommen! Wir haben was zu klären!" Unabhängig ob die Vampirin folgt oder nicht, geht Vero aus der Aula in den Flur. Sie wartet ab.
"Lass die einfach da draussen stehn." sagt Blaze augenrollend zu Viola. "Die spinnt doch. Soll sie da versauern."
"Normalerweise würde ich dir zustimmen.", antwortet Viola, "aber wer weiß, ob ich das nicht noch ausnutzen kann, dass sie grad alleine da ist." Sie verschweigt, dass sie auch bei Shane schon angefangen hat, als sie ihm auf die Schulter klopfte. Aber wer weiß, ob alles klappt wie geplant, und mit Vero als zweite Chance ist es noch besser.
Irgendwie wundert es sie, dass Vero ganz alleine rausgelaufen ist. Ohne Shane oder sonstigen Beistand. Doch diesmal würde sie wohl kein gebrochenes Handgelenk befürchten müssen. Es wäre nicht klug, Vero etwas anzutun. Nicht nur, weil es genug Zeugen gibt, die sie haben rausgehen sehen. Auch, weil selbst Viola der Meinung ist, dass sie nie wieder so die Kontrolle verlieren will.
Und Viola glaubt auch nicht, dass Vero für sie eine Falle geplant hat. Sie folgt Vero. Draußen lehnt sie sich an die Wand und funkelt Vero mit verschränkten Armen an, ohne ein Wort zu sagen.
Die Mitschülerin hat bereits auf die Vampirin gewartet. "Na, konntest dich endlich von deinem Blazilein lösen? ... Kommen wir zur Sache ... Ich finde es einfach nur armselig, wie ihr diese Lügen über Shane verbreitet und alle gegen ihn aufhetzt!" Bedrohlich funkeln Veros Augen Viola entgegen.
Viola kann sich gerade noch zurück halten, Vero anzugreifen. "Blaze hat mehr Charakter als du und Shane zusammen. Bei ihm kommt zumindest nicht nur Müll aus seinem Mund, wenn der redet, nicht so wie bei dir." Viola fährt fort: "Ich spreche mal langsam, damit du es kapierst: Ich habe keine Gerüchte in die Welt gesetzt. Ich habe auch niemandem den Gedanken eingepflanzt, Shane sei der Beißer. Die meisten Schüler sind halt klug genug, das selber auszurechnen, auch ohne dass ich ihnen etwas vorsagen müsste." Sie spricht diese Sätze nun tatsächlich langsam. "Ist ne einfache Rechnung. Wir haben auf der Schule hier 3 Vampire... 3 1/2, wenn wir Kurt mitzählen. Ich weiß, dass ich es nicht war. Ich weiß auch, dass Lucía es nicht war. Ich habe sie vorher noch ganz woanders gesehen. Kurt kann es auch nicht gewesen sein. Er war zu dem Zeitpunkt noch gar nicht auf der Schule. Na, kommst du selber drauf, wer da übrig bleibt, oder muss ich dir das auch noch vorkauen?"
Das stimmt auch, dass die Gerüchte nicht von Viola ausgingen.
Vero lacht laut auf. "Du brauchst mir nichts vormachen Viola ... das alles haben Blaze und du doch so geplant ... Ihr habt nichts besseres zu tun als ständig Unruhe zu stiften ... Und Mobbing ... betreiben nur die Sims ... die einfach null Charakter haben!" Ihr ist es egal, ob Viola sie angreifen wird oder nicht. Sie wird sich ihr stellen und ihren Freund verteidigen. "Außerdem ... Blaze hat es ja abgelehnt die Wahrheit zu erfahren ... Er könnte es jederzeit ... Aber nur wer etwas zu verbergen hat ... lässt sich nicht in die Karten schauen ... Mal drüber nachgedacht? ... Und da du scheinbar ihn deckst, bist du genauso eine miese, arrogante und abartige Lügnerin und Mobberin!"
"Klar. Natürlich war ich es.", antwortet Viola sarkastisch. "Komisch, dass niemand darüber Gerüchte verbreitet. Wo ich doch einen viel schlechteren Ruf habe als Shane und daher wohl die erste bin, die man verdächtigen würde. Vielleicht liegt es ja daran..." Sie funkelt die Blondine an, "dass ich mit der ganzen Sache nichts zu tun habe? Und ihn fand, als er bereits verletzt war? Schon mal darüber nachgedacht?"
"Ich glaube einer Lügnerin und Mobberin nicht ... Und wenn du einen Hauch von Anstand hättest ... würdest du in Blaze seinem Blut die Wahrheit anschauen! ... Hast du etwa Angst, dass dein geliebter Blazilein dich vielleicht angelogen hat, wenn du tatsächlich nichts damit zu tun haben solltest?", Vero gibt keinen Zentimeter nach. In ihren Augen lodern Flammen.
"Du sprichst in Rätseln." Viola kann sich ein Lächeln nicht verkneifen. "Erst behauptest du, ich war es. Und dann soll ich Angst haben, dass Blaze mich anlügt. Aber wenn ich das war, weiß ich das doch selber. Worüber sollte Blaze mich da denn anlügen?" Sie zuckt die Schultern. "Wenn er mich darum bittet, würde ich in seinem Blut lesen, aber mit Sicherheit nicht gegen seinen Willen. Dazu ist mir die Freundschaft viel zu viel wert. Aber von solchen Dingen verstehst du ja nichts." Sie zuckt die Schultern. "Naja, was soll's. Hat ohnehin keinen Zweck, mit dir zu reden. "
Hinter Vero steigt plötzlich Nebel auf.
Wieder lacht Vero. "Ich weiß genau, dass solche Erinnerungen nur mit dem Einverständnis des Betroffenen funktionieren. Und du hast mich schon verstanden ... Aber ich wusste eh, dass du so reagierst, wie du reagierst ... Daher spitz die Lauscher! ... Das Mobbing ist bereits gemeldet und ich habe beschlossen, jede Möglichkeit zu nutzen, die besteht, um dieses Mobbing gegenüber Shane zu beenden!"
Den Nebel ignoriert Vero, da sie auf Viola fokussiert ist.
Mobbing? Einen Augenblick hält Viola inne. War es das, weswegen Vero und Shane bei der Rektorin waren? Aber... sie hat doch nichts getan! Sie hat sich doch wirklich bemüht in letzter Zeit, um zumindest ein halbwegs vernünftiges Abschlusszeugnis zu ergattern. Wenn das alles umsonst gewesen ist, weil Veros falschen Anschuldigungen geglaubt wird, kann die Blondine was erleben. Dann ist ihr der Waffenstillstand auch egal.
Doch sie lässt sich ihre Gedanken nicht anmerken. "Ja, da bekomm ich sicher die selbe Strafe für wie Leyla und Co, die ständig Lashawn mobben... Das kümmert auch keinen der Lehrer. Vor allem deshalb, weil ich nichts getan habe, muss mich das ja wenig jucken." War ja klar, dass Vero nur Müll labert.
Viola hat nie damit gerechnet, dass der Nebel ausreichen würde. Sie beschließt, die Atmosphäre noch weiter auszubauen. Plötzlich sind Schritte zu hören, die sich nähern. Auch das ist noch nicht das Finale. Viola reagiert absichtlich ebenfalls auf die Schritte und schaut in die Richtung, damit Vero nicht ahnt, dass sie der Auslöser dafür ist.
"Frau Fernández wird das Mobbing allgemein angehen ... Ich habe volles Vertrauen in sie ... Dann wird auch Lashawn zu ihrem Recht kommen!" Zwar vernimmt Vero die Schritte, aber das kann ja sonst wer sein. Sie sind ja auf einer Halloweenfeier. Oh Überraschung.
Was Lashawn betrifft, ist das Viola egal. Wenn die Rektorin ihr helfen kann, gut, wenn nicht, stört es Viola auch nicht weiter. Sie spricht eine Warnung aus: "Ich habe nichts getan, Vero. Diesmal zumindest nicht. Wenn deine falschen Anschuldigungen mir schaden werden..." Während Viola redet, kommen die Schritte näher .. und plötzlich greift eine geisterhafte Hand von hinten durch Veros Körper hindurch.
"... dann wirst du schon sehen, wie gemein ich sein kann. Das wird..." Viola unterbricht sich und tut so, als hätte sie sich von dieser Hand erschrecken lassen, bleibt jedoch stehen.
Vero blickt nach unten und dann wieder so Viola. Aufgrund derer Reaktion ahnt Vero, dass da was oberfaul ist. "Oh, ich erschaudere vor Angst." Der Sarkasmus ist deutlich raus zu hören. "Und dein "Ich habe aber nichts getan"-Gejammer, kannst du dir sonst wo hinschieben! Wenn du unschuldig bist, dann finde durch Blazes Bluterinnerungen den wahren Täter, anstatt Shane diese ganze Sche iße anzuheften!" Sie dreht sich um und lässt Viola stehen. "Geisterhand ... was besseres hat die nicht drauf? ... So eine Anfängerin!"
Viola muss wohl schwerere Geschütze auffahren. Sie packt Vero an der Schulter, bevor sie den Raum betritt und hält sie fest. Wie damals auf dem Festival hebt sie Vero unter den Achseln in die Höhe, was ihr aufgrund der Vampirstärke auch gelingt. "Du bist offenbar dümmer als ich dachte! Ich sagte ja, wenn er mich darum bittet, kann ich das machen. Da er es nicht getan hat, geht das eben nicht." Eigentlich hatte sie sich vorgenommen, keine körperliche Stärke anzuwenden. Doch sie ist frustriert. Erstens, weil Vero einfach nur nervt, und zweitens, weil sie die Illusion einfach ignoriert. Diese besteht jedoch noch immer. Mittlerweile ist die Geistergestalt angewachsen und groß genug, um Viola und Vero einzuhüllen. Kälte ist zu spüren. Die Illusion ist besser geworden, als Viola dachte. Da ärgert sie es erst recht, dass Vero das egal zu sein scheint.
Sie funkelt Vero an, ohne sie loszulassen.
Unterdessen hat Leon den Weg wieder herunter in die Mensa gefunden. Ich habe einen Bärenhunger ... Er schnappt sich paar Leckereien und setzt sich an einen der freien Tische. Fast alle Schülerinnen befinden sich in der Aula, weshalb er allein ist. Schritte hallen durch den Raum, der Sportlehrer erscheint. "Hi Leon. Cooles Outfit!" Der Angesprochene dreht sich zum Erwachsenen. "Oh hi. Danke." Dann fällt ihm auf, dass Herr Coşkun nicht verkleidet ist. Dies bemerkt auch Kaplan und lacht herzlich. "Ich bin nicht so der Verkleidungs-Typ. Aber eure Rektorin bat mich, auf euch alle aufzupassen."- "Ah", erwidert der Junge. Er reicht seinen Teller, um dem Gesprächspartner etwas anzubieten. Doch dieser lehnt ab. "Ich esse nur die Sachen, die Halāl sind." -"Ha-was?" -"Halāl", daraufhin erklärt Kaplan was damit gemeint ist. Es bezeichnet alle Dinge und Handlungen, die nach islamischem Recht zulässig sind und was eben nicht gestattet ist. Aufmerksam hört Leon zu.
"Man lernt immer wieder was Neues." -"Das stimmt", nickt der Ältere. "Jetzt wo ich dich sehe ... Leon ... wie gut bist du im Schwimmen?" Der Gefragte schaut verwundert über den Themenwechsel. "Öhm ... solala ... wieso?" Der Lehrer erklärt: "Nun ... wir haben bald unseren ersten Wettkampf mit einer anderen Schule. Die Disziplin ist schwimmen. Daher versuche ich nun ein Team zusammen zu stellen. Wärst du trotzdem dabei?" Der Junge überlegt. "Ich könnt es versuchen. Ich mache halt mehr Parcourse und so."- "Perfekt, dann hast du starke Oberarme. Das braucht man beim schwimmen." Stolz klopft Kaplan auf Leons Schulter. "Sehr gut. Dann suchen wir noch weitere Mitstreiter. Wir müssen zu viert sein insgesamt."
"Ah ok", sagt der Schüler. Irgendwie macht es ihn neugierig, wer noch alles in Betracht käme. "Und wer wäre noch so geeignet?", fragt er neugierig. Kaplan erwidert: "Das habe ich noch nicht gesichtet. Ich gehe einfach spontan auf die Schüler*innen zu und dann sehen wir weiter. Trainieren müssen eh alle gemeinsam."
Als Vero gepackt wird, sieht sie rot. "LASS MICH SOFORT LOS DU MISTSTÜCK!" und tritt Viola ans Schienbein. Durch die Wut bemerkt sie weder die Kälte noch die Illusion. "LASS MICH LOS!"
Viola bemerkt erst jetzt, was sie da tut... Nein.. sie darf nicht wieder die Kontrolle verlieren. Man sieht ihr an, dass sie über sich selbst erschrocken ist. Nicht schon wieder... Sie setzt Vero vorsichtig wieder runter, was diesmal ohne Verletzung geschieht "Vero, ich...", fängt Viola an.
Durch das Geschrei wird Kaplan hellhörig. Er steht auf und läuft in die Richtung, wo er das Geschrei hört. Schließlich bemerkt er Viola und Vero. "HEY! Auseinander! Sofort!", fordert er sie beide streng auf.
Zeitgleich mit der Ankunft des Lehrers ist Vero wieder auf dem Boden. Erst jetzt bemerkt Viola Kaplan. Verdammt! Das hatte ihr gerade noch gefehlt! "Ich weiß, dass ich hier grad Mist gebaut hab.", sagt sie, "Aber niemand ist verletzt. Ich hab sie runtergesetzt, bevor ich ihr wehgetan habe. Und bevor ich Sie bemerkt habe, also aus eigenen Stücken."
In diesem Moment passieren mehrere Dinge. Tim Breuer verlässt die Aula... nur um in die Illusion zu laufen und panisch umzukehren. "Hilfe!", brüllt er und rennt zurück in die Aula. Durch die geöffnete Tür können nun auch andere Schüler die Illusion sehen.
Viola bemerkt jedoch nichts davon. Sie hatte extra Aidaria um Hilfe gebeten, für die Halloween-Illusion, die ihr einen Zaubertrank herstellte... wirf die Phiole auf den Boden und die Illusion startet. Die Schritte und der Nebel, die lediglich für die Atmosphäre sorgen sollten, haben nichts mit der Phiole zu tun.
"Hör mal Vero.", fängt Viola an. "Ich muss mir dir reden. Diesmal in ruhiger Atmosphäre ohne gegenseitige Provokation. Geht das?"
Kaplan mustert die beiden Mädchen. "Worum ging es, weil gebrüllt wurde?", fragt er streng. Seine große Statur lässt ihn in der aktuellen Atmosphäre unheimlich wirken. Vero sagt lediglich: "Die da hat mich nicht anzufassen ... ein kaputtes Handgelenk reicht mir!" Der Lehrer, der wegen der Verletzung im Bilde ist, da Vero aufgrund der Einschränkung an manchen Sportaktivitäten nicht teilnehmen kann, sieht zu Viola. "Wenn deine Mitschülerin dies nicht möchte, bitte ich darum das auch zu respektieren. Ok?", ermahnt Kaplan sie. "Wenn sonst nichts weiter vorgefallen ist ... dann versucht trotzdem das Halloween an der Schule zu genießen. Keine Zankereien mehr. Ok?"
Vero nickt. "Ja, hab verstanden." Dann sieht sie zu Viola, um auf ihre Bitte zu reagieren. "Nein, das möchte ich nicht. Halt dich von mir fern!"
Dann dreht sie sich um und verlässt das Schulgebäude.
Viola sieht zu Kaplan. "Ich habe Vero soeben ein Friedensangebot gemacht, und wollte ruhig über alles reden. Das ist Ihnen hoffentlich auch nicht entgangen. Wenn sie da ablehnt, kann ich auch nichts machen."
Der Lehrer hat das registriert und sagt zu Viola bevor sie geht: "Das war auch richtig. Wenn Vero aktuell nicht sprechen möchte, muss das ebenso respektiert werden. ... Aber ... genießt die Party und zankt euch nicht." Dann geht er in die andere Richtung weiter.
Vero steht an der Bushaltestelle und nimmt die nächste Möglichkeit nach ... Forgotten Hollow.
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Inzwischen.....
Blaze sinkt in den Stuhl und streckt die Beine als Viola Vero folgt. „Schon wieder Zickenkrieg.“ stöhnt er zu Chip und tut als wär er müde von allem.
Chip der mit verschränkten Armen reichlich schief auf seinem Stuhl hockt und sich gerade von den Geschehnissen auf der Bühne einlullen lässt, gibt nur ein paar unbestimmte Laute von sich, die mit viel Fantasie als Zustimmung gedeutet werden könnten. Blaze nervt ihn grade, obwohl er weiß dass das irrational ist. Wie er da zufrieden sitzt..mit seinem Auftritt und seinem verliebten Lächeln für Viola vorhin. Er selbst würde am liebsten aufstehen, hinter die Bühne gehen und Denize da raus holen. Blaze spiegelt ihm gerade die guten Zeiten, die mit Denize derzeit definitiv vorbei sind, das regt ihn innerlich auf.
Shane bemerkt das Vero und Viola vor die Tür gegangen sind. Sein Bein beginnt nervös auf und ab zu zucken. Es ist nie gut wenn die beiden allein sind und Shane macht sich Sorgen um Vero. Er wirft einen flüchtigen Blick zu Ellie, zwischen ihnen Veros leerer Platz. Das Theater geht indes ungerührt weiter. Shane senkt den Kopf. Mach nichts dummes. Hatte Vero gesagt. Er schließt die Augen, „Mach du nichts dummes Vero.“ flüstert er unter der Maske, so das keiner etwas verstanden haben kann.
Erschrocken starrt Ellie in Richtung der Tür, hinter der Vero mit der Vampirin verschwunden ist. Das war diesmal keine von Violas Fallen sondern das Gespräch ging von Vero aus. Nur warum? Vero sah nicht so aus, als wollte sie ein Friedensgespräch führen. Ellie gefällt das alles nicht. Auf das Theaterstück achtet sie in diesem Moment gar nicht erst.
Artjom bemerkt den Tumult im Publikum. Irgendwo vorne links sind die Leute nicht bei der Sache, doch er macht munter einfach weiter. Er hat das Licht auf sich und beginnt mit den Händen auf dem Rücken, mit grossen langsamen Schritten den Gang im Publikum hinauf zu gehen. Dabei lächelt er als wüsste er mehr als er erzählt. Während er durch die Gäste geht hält er sich die Hand mit dem Mikrophon wieder an den Mund. „Meine Chefin, war beliebt bei den Gästen des Zirkusrummels. Ihr Erscheinen mochte im ersten Moment abschreckend wirken aber sobald sie ihnen zeigte was sie konnte, hielten sie vor Erstaunen die Luft an.“ Er schaut abwechselnd ein paar Schüler an die links und rechts von ihm sitzen und wandert schließlich durch die stehenden Gäste. „Ihr Zelt war gut besucht und viele Leute fanden den Weg zu uns…. Was…“ er bleibt bei Lucia und Kurt stehen, „ist mit dir? Willst du einen Versuch wagen und die Meisterin kennenlernen….?“ verschwörerisch sieht er erst die Fee dann den Samurai an. Mit fragend aufforderndem Gesichtsausdruck, nickt er zu Madame Devilles „Zelt“ und wartet darauf dass einer von den beiden sich traut.
Die Szenerien halbwegs mitbekommend, verspürt Lucía ein Fluchtgefühl. Ohoh."Ehm, magst du mit mir nach draußen gehen, wo es etwas ruhiger ist?"
Kurt bemerkt zuerst kaum, dass er angesprochen wird und reagiert verzögert.
"Ja, sehr gern.", sagt er dann aber mit einem erleichterten Lächeln und folgt Lucía nach draußen.
Dort angekommen atmet die Vampirin erleichtert aus. "Mir war das gerade irgendwie zu viel." Verlegen sieht sie zu Boden. "Ich hab zuhause im Moment ein bisschen Stress und das kann ich hier nicht gebrauchen."
Überraschend besorgt schaut der Teenager seine Mitschülerin an.
"Stress?", fragt er vorsichtig. "Möchtest du davon erzählen? Oder lieber nicht - das wäre natürlich auch in Ordnung."
Kurz denkt sie nach, als ihr Irinas Rat einfällt: Komm mehr aus dir heraus, spreche mit deinen Mitschülern. Nur so kannst du deine Schüchternheit überwinden.
Den Rat zu Herzen nehmend, fängt sie an zu sprechen: "Ich wohne zur Zeit bei der Freundin meines Vaters. Er hat aus Mitleid meine Mutter aufgenommen, aber ich kenne sie. Sie nutzt die Gutmütigkeit meines Vaters aus und das kann ich nicht ertragen."
"Oh, ich verstehe.", murmelt der blauhäutige und grübelt kurz. "Ich nehme an, er hört nicht darauf, wenn du ihm davon erzählst."
"Richtig." Seufzend setzt sie sich auf eine Bank. "Aber lass uns nicht über negatives sprechen. Wieso bist du denn hierher gezogen?"
"Meine Mutter wollte hierher. Sie hat nicht verraten, warum. Aber ich glaube, sie sucht nach jemandem." Kurt setzt sich neben das Mädchen und schaut über den Schulhof. "Ich bin noch nicht sehr lange bei ihr.", fügt er hinzu.
Das hört sich für Lucía recht spannend an. Noch nicht lang bei ihr? Hm, das hätte sie nicht gedacht. Na, sowas kann man ja auch niemandem ansehen.. "Aber ihr kommt gut klar?", fragt sie vorsichtig.
"Naja,", Kurt spielt ein bemühtes Schmunzeln um die Lippen, "sie ist nicht ganz einfach. Aber zum Glück ist meine Schwester auch noch da und sie kann gut zwischen uns vermitteln."
"Geht deine Schwester auch hier auf die Schule?" Mittlerweile hat sich Lucías Schüchternheit gelegt.
"Nein, sie ist älter und schon erwachsen." Bei dem Gedanken daran, dass Rogue irgendwann ausziehen wird, mischt sich ein wehmütiges Gefühl unter seine Stimmung.
Kurz betrachtet er Lucía und fragt sich, wie sie ihr Vampirdasein wohl erlebt. Ist sie stolz darauf? Doch er traut sich nicht, danach zu fragen. Stattedessen schlägt er ein anderes Thema ein:
"Hast du deinen Namen von deiner Mutter oder deinem Vater bekommen?"
Die Gefragte schaut auf ihre Schuhe. "Mein Papa. Der Name bedeutet die Leuchtende oder die Lichtbringende. Das fand er so schön." Sie lächelt und schaut zu Kurt. "Und wie war es mit deinem Namen?"
Die Lichtbringende?, wiederholt er überrascht. Das ist eine sehr vage Übersetzung des Ursprunges. Allerdings scheint ihr Vater ein guter Sim zu sein, so, wie sie über ihn redet.
"Mein Mutter wollte einen schlichten irdischen Namen.", erklärt er. "Aber warum es genau dieser wurde, hat mir nie einer beantwortet."
Nun weiß Lucía nichts mehr zu sagen, doch zurück ins Schulgebäude möchte sie ebenfalls nicht. "Hm, ich glaube ich geh nach Hause. Ich hab mir den Abend in der Schule irgendwie anders vorgestellt. Gehst du nochmal rein?"
"Nein, ich werde auch gehen.", gesteht Kurt - erleichtert, dass er nicht der Einzige zu sein scheint, der sich hier etwas fehl am PLatz fühlt. "Darf ich dich begleiten?", fragt er freundlich.
"Gern." Die Beiden machen sich auf den Heimweg.
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Da Lucia und Kurt sich wortlos umgedreht und weggegangen sind, zuckt Artjom die Schultern, dreht sich zurück zur Menge. „Ja schwache Nerven sind keine gute Voraussetzung. Dann lauft lieber.“ wirzelt er und streift weiter durch die Leute, "Was ist mit dir? Traust du dich?" fragt er Ellie die er damit offenbar aus den Gedanken erschreckt.
Verwirrt sieht Ellie zu Artjom. Sie braucht eine kurze Zeit, um zu begreifen, worum es eigentlich geht. "Na gut.", sagt sie schließlich. Vero ist alt genug und sie will sie nicht bemuttern. Vielleicht bringt sie das Theater auf andere Gedanken.
"Mutig! Das Lob ich mir!" feiert Artjom die Krankenschwester und nimmt sie mit zur Bühne. "Betrete nun das Zelt." sagt er und weißt hinauf zu dem freien Platz vor Madame Deville.
Chip schenkt seinem Freund keine weitere Aufmerksamkeit, sondern beobachtet Artjom, wie er Ellie aus dem Publikum holt. Auch von hinten ziemlich hot, die Krankenschwester stellt er fest. Wer hätte gedacht, dass er mal so über das Mauerblümchen denken würde.
Ellie lächelt nun wieder etwas. Noukis Kostüm ist wirklich großartig, und die Szenerie wirkt authentisch. Sie betritt das Zelt.
"Aaah, ein Gast, ein Gast. Nuuurrr herrein, nuuurrr heerrein mein liebes Kind. Setz dich...setz dich." Nouki spricht mit Fistelstimme und weist auf den freien Stuhl ihr gegenüber. "Das Schickssal hat dich zu miiirrr gefüührt, wie kann Madame diirr helfen? " Eine Hand streichelt sanft den Totenkopf, die andere gestikuliert über der Kristallkugel.
Artjom beobachtet Nouki und Ellie und erzählt weiter, „Ein Gast für Madame Deville. Sie ist bekannt für ihre Gabe ins Geisterreich zu sehen. Was wird dieses junge Mädchen von ihr wissen wollen? Wen möchte sie etwas fragen was jetzt nicht mehr möglich ist? Und was will sie fragen?“ er vertraut ein bisschen darauf dass das Publikum sich drauf einlässt und mitspielt. Blaze würde er niemals fragen ob er rauf kommt. Der würds bestimmt versauen. Gebannt richtet Artjom den Fokus auf Ellie genau so wie die Schüler.
Ellie versucht sich in die Rolle hineinzuversetzen. "Wisst Ihr, edle Madame... Ich möchte die Zukunft erfahren. Ich..." Sie zupft an ihrem Krankenschwesterkostüm herum, "Werde ich je mein Glück finden?" Sie überlässt Nouki die Interpretation, was mit "mein Glück" gemeint ist.
"Aaaaah, das ist die Frraage der Fragen, ja." Nouki stupst ihren Zeigefinger gen Ellie. "Und Madame Deville wird sie dir beantworten..wie gewünscht, mein schöönes Kind!" Ihre Stimme klingt jetzt schmeichlerisch.
Sie zieht die Hand zurück und fährt ein paar Mal über der Glaskugel hin und her, fremdartig klingende Silben von sich gebend. Dann erstarrt sie und sieht Ellie durchdringend an. "Die Geister saaagen, du sollst aus dem Buch lesen, dem beschwoorenen Buch." Noukis Arme recken sich zur Decke. "Erscheine und erleuchte uns!" ruft sie laut nach oben.
Schmunzelnd verfolgt Chip die Darbietung. Schade dass Nouki ihm nicht die Zukunft vorhersagen kann, das hätte er heute direkt in Anspruch genommen. Obwohl...sie ist eine böse Hexe, vielleicht doch besser so. Er kann die Mundharmonika in seiner Hosentasche fühlen als er auf dem Sitz etwas verrutscht, was ihn wieder an Blaze' song erinnert. Da braucht er mit einer mickrigen Melodie nicht mehr ankommen. Seine Miene verfinstert sich wieder, während er den Blick zurück zu den Geschehnissen auf der Bühne richtet.
"Ok, Cruella.", denkt sich Ellie in Gedanken, ohne es laut auszusprechen. Ihr ist schon klar, dass diese Madame Deville nicht die selbe Person ist, die Dalmatinerwelpen für einen Pelzmantel umbringen will, aber die Ähnlichkeit im Namen erinnert sie trotzdem daran. Doch sie reißt sich zusammen. Staunend erkennt Ellie, dass tatsächlich ein Buch heranschwebt. Sie ist nah genug dran um zu erkennen, dass es mit unsichtbaden Fäden befestigt wurde, aber aus dem Publikum wird das nicht mehr zu erkennen sein. Trotzdem, ein toller Effekt!
Bea hat die Szene lange geübt. Sie lässt das Buch einen Schlenker machen und kurzzeitig fliegt es auch an Ellies Nase vorbei. Währenddessen wird gruselige Musik eingespielt, die zwar nur von einem CD-Spieler kommt und keinem echten Orchester, aber immerhin. Die Musik endet, als das Buch seinen Platz erreicht hat und vor Nouki anhält, während es noch immer schwebt.
https://www.youtube.com/watch?v=nE_sAnSkW-Q
Die Hexe kichert, dreht das Buch in Ellies Richtung und schiebt es ihr zu. "Was siehst du, Kindchen...was siehst du im Buch?"
Ellie überlegt. Was soll sie nun sagen? "Hm.... da steht: Givua Taara Mox!", erfindet Ellie spontan irgendwelche Worte. Mal sehen, was Nouki daraus macht.
Die Hexe kichert lauter und streichelt weiter den Totenschädel. Mit einer schnellen Bewegung zieht Nouki das Buch wieder zu sich und steckt ihre Nase tief hinein. "Ja, das steht da und weißt du auch was das heißt? " Sie grinst. "Ich zeiige dirr jemanden, der es weiß." Sie deutet theatralisch in eine Richtung, wo ein Geist auftaucht.
"Errkennst du ihn?" Nouki fixiert Ellie mit einem wilden Blick, muss sich aber gleichzeitig ein Grinsen verkneifen. Es macht Spaß die Hexe zu sein und sie kann ein wenig von der unguten Energie vorhin im Spiel los werden. Nouki hält eine Hand an ihr Ohr und tut, als lausche sie einer für andere unhörbaren Stimme. "Er ist es, er...den du unglücklich gemacht hast. Heiß hat er dich geliebt und du hast ihn verrschmäääht und betrroogen." Sie beugt sich zu Ellie vor. "Er ging ins Wasser, meine Liebe. Die eiseskalten Fluten haben in verschlunggen und nun ist er hier ..und dorrt..und überrall wo du bist, um sich zu räächen." Sie lacht hämisch. "Deshalb steht geschriieben im Buch des Schicksals: Auf ewig dein! " Es folgt ein frohlockendes Kichern. "Und darum wirst du NIEMALS dein Glück finden, dafür sorgt dein..Schatz!" Sie lehnt sich zufrieden zurück. "Und nun geh...und leide."
Ellie starrt Nouki an, und wirft einen Blick auf Leyla, die den Geist spielt. Sie spielt die Rolle mit: "Oh nein, Harold. Das wollte ich doch nicht! Verzeih mir! Aber verfluch mich bitte nicht!" Da Nouki von einem "Er" gesprochen hat, gibt sie Leyla einen männlichen Namen anstatt so zu tun als sei sie lesbisch.
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Schulterzuckend geht Viola zur Aula zurück und setzt sich neben Blaze: "Vero hat das Schulgebäude verlassen. Keine Ahnung, ob sie zurück kommt oder nicht.", sagt sie nur, ohne Details zu verraten. Sie weiß noch immer nicht, dass die Illusion zumindest bei Breuer gewirkt hat.
Blaze blickt zu Viola die zurückgekommen ist. "Hast sie verscheucht?" er grinst und mustert das Theater weiter. "Was wollte sie denn...?"
Viola seufzt. "Nur nerven. Sie ist zu dumm um zu erkennen, wie knapp sie einer weiteren gebrochenen Hand entkommen ist, so sehr hat sie genervt und provoziert." Vor Blaze möchte sie keine Geheimnisse haben, und so erzählt sie von Veros Provokation und wie sie dadurch fast die Kontrolle verloren hat. Nur das Friedensangebot verschweigt sie. Vero hatte ihre Chance. Wenn sie nicht will, wird Viola ihr da nicht hinterher rennen.
"Typisch." meint Blaze. Er behält für sich, dass eine weitere gebrochene Hand sicher schlimmere Konsequenzen hat als das lezte Mal, denn das weiß sie selber. Er ist sich nicht sicher wie das noch weiter geht. Fakt ist, er wird sich nicht die Erinnerungen aus dem Blut saugen lassen. Irgendwie ist ihm das zu unheimlich. Wen kümmerts wenn Shane seinen Beisser-Status behält.
"So kann das nicht weiter gehen.", erzählt Viola weiter, ohne auf das Theaterstück zu achten. "Irgendwann kann ich mich nicht mehr im letzten Moment zurück halten und dann war es das mit meinem Abschluss.... Drei Kreuze, wenn diese verdammte Schule endlich um ist und ich die Nervensäge nicht ständig sehen muss."
Blaze, der immer noch im Stuhl versunken und mit gestreckten Beinen fast schon eine Schlafposition eingenommen hat, reibt sich mit einer Hand über das Gesicht. Sche iß auf den Abschluss. Denkt er. Es gibt keine Möglichkeit diesen Zickenkrieg zu beenden, ausser wenn sie sich aus dem Weg gehen. Wenn Vero sich weiter einmischt, kann Viola das vergessen. Entweder Vero verlässt die Schule oder seine Freundin. Oder Vero wird zum schweigen gebracht.... "Wenn du irgendwas gegen sie in der Hand hättest, wärs einfacher sie fern zu halten."
"Oh, sie ist sicher nicht unschuldig. Immerhin provoziert sie ja auch mal ganz gerne. Und diesmal ging ja auch alles von ihr aus. Und das nur, weil sie zu dumm ist die Wahrheit über Shane wahrhaben zu wollen. Aber sie hat sich natürlich schon bei den Lehrern eingeschleimt und uns "Bösewichte" verpetzt.", grummelt die Vampirin. "Wenn mir das den Abschluss kostet, dann gibt es kein Happy End."
Er schüttelt den Kopf, „Ne, das mein ich nicht. Ich meine wenn sie ne Leiche im Keller hätte, von dem keiner was wissen dürfte…“ er hebt eine Braue und schaut zu Viola neben sich hoch, „Was was nichts mit uns zu tun hat…“ Irgendwas muss man ihr doch unterjubeln können.
Viola muss nun lachen. "Irgendwas, was man ihr in den Rucksack schmuggeln kann.", führt sie die Idee fort. "Aber lasst uns die Idiotin für heute vergessen. Ich hab ja noch eine Aufgabe zu erfüllen."
„Ja… sowas…“ sagt er nachdenklich und schaut zurück zum Show wo er kaum mitkommt. Er wartet nur darauf, dass dieses Theater bald vorbei ist, damit jemand in seine Falle tappen kann.
Währenddessen denkt Viola über ihre eigene Aufgabe nach. Sie war zu ungeduldig bei Vero. Beim nächsten Opfer muss das besser klappen. Aber zum Glück hat sie nicht alle Munition verspielt.
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Als das Stichwort kommt, lächelt Leyla eiskalt. Ein Kribbeln überzieht ihre Haut. Die Reptilschuppen, die sie ursprünglich nur auf ihre freien Hautstellen gemalt hat, nehmen Form an. Ihre Fingernägel werden länger und ähneln Krallen. Mit jedem Schritt, den sie auf Ellie und Nouki zugeht, vernimmt man das rasselnde Geräusch einer Klapperschlange. Eine düstere Aura durchströmt den Raum. Diese spürt Lashawn und kniet sich nieder, um zu beten. Das Mädchen sucht Schutz im Glauben. Doch sie ist nicht das Ziel von Leyla. Der "Geist" erscheint schließlich auf der Bühne. Leylas Augen glühen aggressiv.
"Verflucht ssssseissss du! Ssssspür meinen Ssssorn!", zischt sie bedrohlich. Ihre Worte gelten eigentlich Nouki, jedoch passen sie gerade zur gespielten Szene.
Die Mitschülerin soll für den Frevel an ihrem Kleid büßen. Diese Energie lässt sie zur Bestie werden.
"Werde ssuuu Stein!" In diesem Moment erleuchten ihre Schlangenaugen. Der Kopfschmuck wird lebendig. Die Schlangenköpfe bewegen sich und fauchen.
Ellie wird tatsächlich zu einer steinernden Skulptur ihrer selbst.
Der Fluch der Medusa ... er ist Realität geworden.
Durch ihre Kristallkugel verfolgt Miss Vanya alles.
Die restlichen Fashion Girls verfolgen die schauspielerische Leistung ihrer Freundin auf der Bühne. Sie sind begeistert und applaudieren laut. Dies bemerkt Leyla, sie sieht daher auf. Als sich deren Blick mit dem der Freundinnen trifft, erstarren sie ebenfalls zu Stein.
Das Leyla sich so ins Zeug legt überrascht Nouki. Erfreut beobachtet sie wie der Medusengeist näher kommt, zischelt und droht...bis Ellie zu Stein wird. Was zum Teufel? Das ist doch kein Make up..woher auch so plötzlich? Sie sieht erschreckt zur Freundin um dann noch geschockter zum Fashion Club, der in Sekundenschnelle auch zu Statuen erstarrt ist. Sind das die Augen der Medusa? Die Geschichte ist zu Horror Wahrheit geworden?? Das ist doch Irrsinn...kann doch nicht.. Sie berührt Ellies Arm, der sich hart, kalt und leblos anfühlt. Ein Schreckensschrei entfährt ihr und aus einem Reflex heraus hebt sie die Kristallkugel hoch und hält sie vor ihre Augen. So idiotisch das ist, in ihre Augen soll der Teufel Leyla-Medusa nicht schauen. Wenn dann soll sie an der Spiegelung ihres eigenen Blicks erstarren. Nouki hofft zumindest dass diese Weisheit aus Fantasybüchern hier weiter helfen wird. "Spinnst du?!" brüllt sie Leyla hinter der Kugel heraus an. "Hör sofort auf mit dem Sche iß!!"
(In Zusammenarbeit mit @Murloc, @Ripzha, @KFutagoh89, @Spatz und @RivaBabylon
Nebel und Versteinerungen byMurloc)
FORTSETZUNG FOLGT....
Charaktere: Schüler und Lehrer
Geschichtsstrang: Halloween in der Brindleton High - Teil 5
In der Zwischenzeit hat Lucía dem neuen Mitschüler Kurt ein paar Klassenkameraden gezeigt. "Das ist Tani. Eine.. Freundin von mir." Normalerweise ist sie das auch, aber ihre Zickerei in letzter Zeit ist sehr anstrengend. Tani bemerkt scheinbar, dass von ihr gesprochen wird. Sie geht auf die Beiden zu. "Hallo!"
"Hallo,", nickt Kurt ihr freundlich zu, "ich bin Kurt." Schüchtern senkt sich sein Blick. "Das weißt du bestimmt längst.", lächelt er unsicher.
Tatsächlich wusste es Tani noch nicht, da sie sich in letzter Zeit kaum für andere interessiert hat. "Eh ja." Zugeben möchte sie es allerdings nicht. "Ich stelle Kurt gerade ein paar unserer Mitschüler vor." Lucía lächelt und hofft, dass sich Tani vernünftig benimmt. "Schön, ich geh mal weiter. Bis später oder so.", antwortet Tani nur kurz. Lucía wendet sich an Kurt. "Sonst ist sie gesprächiger. Sollen wir uns noch was zu trinken holen?"
"Gern.", lächelt er. Seine weißen Fangzähne leuchten auf.
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Artjom legt den Ärger in der Sekunde ab in der er das Mirkophon ergreift. Zeit für das Theaterstück. Die Interessierten sitzen auch schon vor der Bühne und warten. Er erkundigt sich kurz ob alle des Dramaclubs bereit sind und legt dann den Schalter am Mic um. "Die Verzögerung tut uns sehr leid, es gab ein paar technische Probleme." kündigt er kurz an, nickt schließlich Nadine zu und dann wird er vor der Bühne in flutendes Licht getaucht. Er lächelt.
"Sehr geehrte Damen und Herren, liebes Publikum, herzlich Willkommen im Wanderzirkus Knopf!" Er streckt einladend einen Arm aus und präsentiert den imaginären Rummelplatz mit Zirkus. "Mein Name ist Jack und ich arbeite hier." fährt er das Schauspiel mit lauter, klarer und fröhlicher Stimme fort, "Ja, ich bin Kassierer… nein Scherz, ich bin Madame Devilles persönlicher Assistent und der beste Clown den man sich vorstellen kann! Und ich habe eine Geschichte für euch. Hört gut zu." Bei den letzten Worten senkt er die Stimme als würde er dem Publikum eine Geheimnis anvertrauen. Er schwenkt den Arm Richtung Bühne und tritt zur Seite während er erzählt:
"Madame Deville, eine alte gebrechliche Dame, sagte den Freunden des Zirkus‘ und jedem der ein paar Münzen übrig hatte, dass sie in der Lage war, mit viel Konzentration, Geister von Verstorbenen Leuten herbei zu rufen um mit ihnen zu sprechen." Auf der Bühne öffnet sich ein Vorhang. "Bestimmt haben Sie von ihr gehört, wertes Publikum, stimmts? Sie war eine kleine Person, mit langer krummer Nase, bunten altbackenen Gewändern und dünnen grauen Haaren." Das Publikum wie auch Artjom blicken zur Bühne und erwarten den Auftritt der Hexe.
Kurt stutzt eine Sekunde als Artjom die Einleitung beginnt. Mit großen Augen dreht er sich herum. Ein Zirkus?! Gebannt starrt er auf die Bühne.
Blaze sitzt zurückgelehnt in seinem Stuhl, hat den Kopf in die Hand gestützt und grübelt immer noch darüber nach, was dabei rumkommt wenn Shane und Vero fertig sind mit rumheulen. Was Artjom in seinem schwarzweissen Aufzug erzählt, hört er kaum und wie aufs Stichwort stehen der blonde Vampir und seine kleine Freundin im Eingang der Aula. Das Rektorengespräch ist wohl vorbei. Er schaut mit unbewegter Mine rüber und Shane tut als hätte er ihn nicht gesehen.
Shane hat gemischte Gefühle vom Gespräch mit Frau Fernandèz. Er ist sich nicht sicher ob sie die Sache auflösen kann. Aus Filmen weiß er, dass Mobber verpetzen immer auf das Opfer zurück fällt. Es sei denn der Mobber kann es sich nicht leisten als solcher dargestellt zu werden. Und Frau Evens war der Grund, der ihn bewegte die Rektorin aufzusuchen. Aber jetzt lässt es sich nicht mehr ändern. Es wird sich zeigen was passiert. Eins weiß Shane... er will nicht mehr länger alles herunterschlucken. Schnell nimmt er Vero mit auf freie Plätze, möglichst weit weg von Blaze und Viola und versucht, mit dem Stück des Dramaclubs die bedrückenden Gedanken zu vertreiben.
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Denize steht neben Bea und wartet auf ihren Einsatz. Sie blickt zu Leyla mit den Medusahaaren und ist sich unsicher ob sie etwas sagen soll. Allgemein hat ihr Selbstbewusstsein enorm nachgelassen seit.... und Artjom ist ihr keine Hilfe obwohl sie es gehofft hatte. Und jetzt steht er dort und hat keine Zeit mehr etwas zu ändern. Soll sie...? "Leyla... dein Kostüm ist wirklich sehr schön." beginnt sie vorsichtig.
Leyla sieht zur Mitschülerin. Ihre Augen leuchten weiterhin grün und erinnern immer mehr an die einer Schlange. "Issss weissss ...", züngelt sie als Antwort entgegen. Ihre Aura wirkt so verändert. Mit einem frohlockenden Lächeln sieht sie zu Nouki. Was hat Leyla nur vor? ...
Lashawn steht in einer Ecke und betet. Sie hat Angst und sucht im Glauben Halt.
Denize tritt zurück. Besser sie sagt doch nichts. Irgendetwas stimmt hier nicht. Hilfesuchend blickt sie zu Bea.
Bea, die gerade damit beschäftigt ist, die Scheinwerfer zu bewegen, so dass die immer auf das richtige Ziel leuchten, hätte Denize' Blick beinahe übersehen. Doch aus den Augenwinkeln erkennt sie die Mitschülerin doch und hält inne. Denize sieht besorgt aus. "Gibt es Probleme?", fragt sie, so leise, dass niemand auf der Bühne, und erst recht keiner im Zuschauerbereich das hört. Nur Denize steht nah genug.
Denize lehnt sich zu Bea mit Blick auf Leyla. "Irgendwas stimmt mit ihr nicht."
Bea blickt zu Leyla, auf die sie zuvor nicht weiter geachtet hat... doch jetzt bemerkt sie es ebenfalls. Irgendwas Bedrohliches geht von ihr aus. "Ich weiß, was du meinst." murmelt Bea leise, "Ich spüre das auch." Im Moment gibt es jedoch nichts, was sie tun könnte außer abwarten und hoffen, dass das Gefühl sie täuscht.
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Viola tut so, als würde sie Veros und Shanes Ankunft nicht weiter interessieren. Äußerlich gelangweilt lehnt sie sich zurück in den Stuhl. Innerlich überlegt sie jedoch fieberhaft nach einer Lösung für ihr Problem. Die beiden sind wirklich nicht zu trennen. Notfalls müsste sie auf Breuer ausweichen, auch wenn das nur eine Notlösung wäre. Denn Vero und Shane hätten durchaus einen Denkzettel verdient!
Bevor Blaze angegriffen wurde, hatte Viola Shane einfach ignoriert und sogar versucht, sich an den Waffenstillstand mit Vero zu halten. Und auch wenn das anfangs noch nicht sofort gelungen ist und ihr aus Gewohnheit immer noch mal ein Spruch rausgerutscht ist, so hatte es letztendlich ja doch irgendwie geklappt. Sogar bei einem gemeinsamen Referat. Doch der Angriff auf Blaze ändert alles und lässt Viola ihr schlechtes Gewissen wegen des Handgelenkes vergessen. Das ging nun wirklich zu weit. Und dass auch Vero weiterhin zu Shane steht, rückt auch sie erneut in Violas Fokus.
Ellies Laune bessert sich wieder, als das Theaterstück kurz zuvor steht. Sie sieht Vero mit Shane reinkommen und winkt ihr kurz zu. Vero winkt der Freundin freundlich zurück.
Auch Bea beobachtet Shane. War es richtig, einfach zu gehen? Er sieht wirklich niedergeschlagen aus, seit so viele diese Gerüchte glauben. Allerdings hatte sie sich als 5. Rad am Wagen gefühlt, weil Shane mehr an Vero interessiert war. Und nun hat sie wegen ihres Auftritts ohnehin keine Zeit mehr. Das Schwebende Buch ist bereits in Position, und auch die anderen Utensilien für die Geräuschkulisse stehen bereit. Sobald der Auftritt um ist, kann sie die beiden ja wieder ansprechen.
Stumm nimmt Shane bei Ellie Platz und fixiert Blaze‘ Hinterkopf. Das er die Krankenschwester vorhin angefahren hat kommt ihm nicht in den Sinn, was ungewöhnlich für ihn ist. Stattdessen hängen seine Gedanken dem Angriff auf Blaze nach bis…. Er springt auf. „Das ist es!“ alle drehen sich zu ihm um und er sackt wieder zusammen. Sein Innerstes ist so aufgeregt. Er dreht sich zu Vero, „Ich weiß wie ich die Beisser-Nummer beende!“ flüstert er ihr zu, steht auf und steuert Blaze an. Er steht den Leuten im Weg, das ist ihm bewusst, aber er will sich nicht vor Blaze ducken, bei dem er jetzt steht. „Verpiss dich du stehst mir im Licht, Psycho!“ fährt dieser ihn an.
„Ich habe ein Angebot für dich.“ sagt Shane ungerührt. Blaze sieht in seiner gelangweilten Haltung zu ihm hoch und schaut dann ein wenig belustigt zu Viola. „Oh hast du das gehört? Ein Angebot, als hätte er etwas was ich will.“
Verwundert sieht Ellie Shane nach. Beißer-Nummer? Auch wenn Shane geflüstert hat, saß Ellie nah genug, um auch das mitzubekommen. Will er beweisen, dass er es nicht war? Wenn das stimmt hatte Vero die ganze Zeit recht gehabt. Oder plant er etwas ganz anderes? Ellie dreht sich zu Vero: "Weißt du, was das jetzt werden soll?", fragt sie.
Vielleicht.. Vielleicht könnte sie die Tatsache ausnutzen, dass Shane ihre Aura spürt, denkt sich Viola gerade, und...
Als Shane plötzlich vor ihr auftaucht und sie aus ihren Gedanken reißt, verdreht sie die Augen. Sie steht auf und klopft dem Vampir auf die Schulter, ganz so, als wollte sie ihm Anerkennung zeigen. Tatsächlich sagt sie jedoch: "Toll, dass du dich nicht mehr hinter Vero versteckst, Shane. Aber falls du es nicht bemerkt haben solltest: Blaze hat kein Interesse an deinen Eiern. Die sind ihm zu faulig. Geh und nerv' Vero damit! Vielleicht will die ja."
Mit einem Ruck schiebt sich Chip im Stuhl wieder hoch, als Shane auftaucht. Der hat jetzt gerade noch gefehlt.
„Und ich dachte erst es stinkt hier so, weil unser Beißer hier die BeißerCHEN nicht geputzt hat.“ kommentiert er feixend in Richtung Viola.
Bei Chips Einwurf muss Viola grinsen. Sie mag dessen Humor.
Shane, der die Maske hochgeschoben hat um besser sehen zu können, wirft Viola und Chip nur einen abwertenden Blick zu, als Blaze sie angrinst und mit dem Kumpel einschlägt für den „tollen Witz“. Es liegt ihm eine Erwiderung auf der Zunge. Eine die er sich schon oft überlegt hat weil diese Situation nicht neu ist. Aber das wird Blaze provozieren und dann ist es vorbei mit dem Angebot. „Setz dich hin, Beißer“ flüstert jemand, „Ja du verdeckst die Sicht!“ ergänzt ein anderer und wie automatisch geht Shane in die Hocke. Etwas was er nicht tun wollte. Er will nicht unter Blaze stehen, auch wenn es nur perspektivisch ist. Blaze blickt auf ihn herab und das ist nicht nur der Perspektive zu verdanken. Shane sieht ihn unvermittelt an. „Ich hab Vero geholfen sich zu erinnern als sie nicht mehr wusste was nach dem Werwolfangriff passiert ist. Ich kann die Erinnerungen sehen die im Blut sind, auch wenn du dich nicht bewusst daran erinnerst.“ sagt er so neutral wie er kann. Das überrascht Blaze augenscheinlich. Shane kann es in seinem Gesicht sehen, doch er regt sich nicht aus seiner zurückgelehnten Haltung und mustert den Vampir. „Du willst mich nochmal beißen?“ stellt er trocken fest. „Ich hab dich nicht gebissen! Darum gehts doch! Ich beweise es so.“ - „Psssscccchhttt!!“ zischt es von den anderen Theatergästen. Blaze setzt sich langsam auf, stellt beide Füsse bedrohlich auf den Boden und lehnt sich zu Shane vor, „Ver-piss dich. Beisser.“ spuckt er ihm absichtlich entgegen.
Viola mustert Shane wenig beeindruckt. Der Vampir hat nichts bemerkt. Gut. "Ja, toller Beweis, wenn du dann einfach behauptest, was auch immer du willst.", sagt sie nur, "Glaubst du wirklich, da fällt jemand drauf rein?"
Sie sieht zu Blaze: "Diese Fähigkeit gibt es tatsächlich. Ich selbst hab es noch nie probiert, und daher nicht dran gedacht. Aber Mom hat es schon mal gemacht." Und zwar ausgerechnet bei Vero, was Viola aber nicht laut ausspricht. "Falls du das wirklich willst, musst du dich also nicht unbedingt von Shane beißen lassen."
Blaze weiß dass es Vampire gibt die das können. Horatio hat es ihm erzählt und er wollte Viola damals damit beweisen wie mies es ihm ging weil er Mist gebaut hatte. Es wurde nur nicht nötig. Was ihn, wenn er ehrlich ist, sehr erleichtert hat. Er wendet den Blick nicht von Shane ab. Er soll sich vom Acker machen.
Shane hingegen weiß nicht ob Viola das kann, nicht alle haben die selben Fähigkeiten. Er verzieht das Gesicht gen Viola. "Du bist so eine Klugscheisserin." rutscht es ihm raus und ist selbst ein wenig überrascht. "Dann machs du, wenn dus kannst und du wirst sehen dass ich recht habe." Er will grade ansetzen, um zu sagen, dass sie dann diejenige ist, die einfach weiterhin behauptet Shane wäre es gewesen, wenn sie denn wollte, doch Blaze unterbricht beide. "Keiner beisst hier irgendwen, klar. Weisst du, ich find die Geschichte so wie sie ist eigentlich ganz gut. Du bist der verkackte Beißer, also verzieh dich endlich du Volltrottel und komm mir nich mehr zu nahe." Blaze lehnt sich wieder zurück und lächelt finster. Shane steht auf und sein Gesichtsausdruck ist eine Mischung aus Schock und Verstörtheit. "Du bist der gemeinste Sim den ich kenne." murmelt er und läuft weg. Blaze verschränkt die Arme. Irgendwie hat ihn Shanes Auftauchen beleidigt und er schweigt sauer.
Neben Vero lässt Shane sich auf den Stuhl fallen und wirkt niedergeschmettert. Wie immer wenn er mit Blaze gesprochen hat. Er legt die Arme um sich und schaut vor sich auf den Boden, dann schiebt er beschämt die Maske wieder über sein Gesicht. Er spürt das Vero ihn erwartungsvoll ansieht. "Hat nicht geklappt." murmelt er. "Ich dachte er will die Wahrheit wissen. Aber das will er gar nicht." Hinter der Maske kann sie hören wie er die Nase hochzieht. "Ich hätte ihm sagen können was für Erinnerungen ihm fehlen. So wie bei dir damals.... aber... keine Chance..."
Die Freundin sieht zu ihm. Genug ist genug! "Mach bitte nichts dummes!", bittet sie Shane. Dann steht sie selbst auf und geht direkt auf Viola zu. "MITKOMMEN! SOFORT!", knurrt sie die Vampirin an.
Viola ignoriert Shanes Kommentar. Sie muss nur grinsen, als der sich endlich trollt.... bis im nächsten Augenblick Vero aufkreuzt. Was zum? "Was willst du?", fragt sie die Blondine.
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Währenddessen spricht Frau Evens hinter den Kulissen mit Bea. Deren Aussage über die Geschehnisse deckt sich im großen und Ganzen mit Veros. Bevor Evens geht, lobt sie die Theater-AG. "Sieht super aus, eure Kostüme und das Bühnenbild." Nach dem Theaterstück würde sie mit Kalea über die Sache reden.
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In voller Montur und mit einem Accessoire ausgestattet, das ihr in letzter Minute noch eingefallen ist, steht Nouki hinter der Bühne und hört Artjoms Ansage zu. Er ist einfach unschlagbar bei sowas. Die Energie, die er rüber bringt und seine Stimme. Seine Stimme...die sie so gern hört und die ihr manchmal sogar eine Gänsehaut oder kleine Schauer über den Rücken beschert. Schluss jetzt mit den Gedanken. Er verhält sich professionell, also wird sie das auch tun. Sie sind ein gutes Team und das soll auch so bleiben...am liebsten nicht nur für die Theater AG. Sie atmet noch ein letztes Mal stoßartig aus, packt den Stock mit der linken Hand fester und nimmt den Plastiktotenkopf in die Rechte. Als Artjom sich umdreht, schlurft sie langsam, in gebeugter Haltung auf die Bühne, die für die Séancen wie das Zelt einer Wahrsagerin dekoriert ist. Tisch und Stühle für die ratsuchenden Gäste stehen in der Mitte, ringsherum sind Regale mit Zauberwälzern aus Pappe aufgestellt, Tücher und Kerzen zaubern eine geheimnisvolle Atmosphäre, doch das Spotlight folgt jetzt ihren Schritten. „ He,he, he, he.“ lacht sie meckernd, während sie sich mit schleppenden Tippelschritten Richtung Bühnenrand bewegt.
„Jaaaa, siicherr haben sie schon von mir gehöörrt.“ Ihre Stimme dringt unangenehm schrill bis in die letzten Reihen. Dann etwas leiser, betörend. „Wer r hat noch niicht von uns gehöörrt? Mein Liebster, mein Guuter.“ Sie küsst den Totenschädel mehrmals innig. Dann macht sie einen Bogen, klopft mit dem Stock auf den Boden und redet im weiter gehen laut vor sich hin, immer wieder unterbrochen von gehässigem Lachen. „Aah, wir werden ihnen errzäählen..das wollen sie doch immerr? Nicht wahr? Sollen sie nuuurr kommen, Madam Deville ist berreit..alles wird sie iihnen saagen...ALLES.“
Sie hebt den Schädel in die Höhe. „Alles füürr dich, mein Liebster...mein Bester“, dann klemmt die Hexe den Liebsten unter den Arm und betritt schlurfend ihr Refugium. Dort legt sie den knochigen Freund behutsam auf dem Tisch ab, bevor sie ihm nochmal liebkosend über die glatte Oberfläche streichelt. Mit raschelnden Röcken setzt sie sich und zieht mit theatralischer Geste ein glitzerndes Tuch von der Kristallkugel vor sich. Ein hämisches Kichern ist von der Wahrsagerin zu vernehmen, der Scheinwerfer schwenkt wieder zu Artjom und Noukis Zelt wird nur noch schwach von Kerzenlicht erhellt.
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Veros Blick funkelt Viola wütend an. "Bist du taub? ... Ich sagte mitkommen! Wir haben was zu klären!" Unabhängig ob die Vampirin folgt oder nicht, geht Vero aus der Aula in den Flur. Sie wartet ab.
"Lass die einfach da draussen stehn." sagt Blaze augenrollend zu Viola. "Die spinnt doch. Soll sie da versauern."
"Normalerweise würde ich dir zustimmen.", antwortet Viola, "aber wer weiß, ob ich das nicht noch ausnutzen kann, dass sie grad alleine da ist." Sie verschweigt, dass sie auch bei Shane schon angefangen hat, als sie ihm auf die Schulter klopfte. Aber wer weiß, ob alles klappt wie geplant, und mit Vero als zweite Chance ist es noch besser.
Irgendwie wundert es sie, dass Vero ganz alleine rausgelaufen ist. Ohne Shane oder sonstigen Beistand. Doch diesmal würde sie wohl kein gebrochenes Handgelenk befürchten müssen. Es wäre nicht klug, Vero etwas anzutun. Nicht nur, weil es genug Zeugen gibt, die sie haben rausgehen sehen. Auch, weil selbst Viola der Meinung ist, dass sie nie wieder so die Kontrolle verlieren will.
Und Viola glaubt auch nicht, dass Vero für sie eine Falle geplant hat. Sie folgt Vero. Draußen lehnt sie sich an die Wand und funkelt Vero mit verschränkten Armen an, ohne ein Wort zu sagen.
Die Mitschülerin hat bereits auf die Vampirin gewartet. "Na, konntest dich endlich von deinem Blazilein lösen? ... Kommen wir zur Sache ... Ich finde es einfach nur armselig, wie ihr diese Lügen über Shane verbreitet und alle gegen ihn aufhetzt!" Bedrohlich funkeln Veros Augen Viola entgegen.
Viola kann sich gerade noch zurück halten, Vero anzugreifen. "Blaze hat mehr Charakter als du und Shane zusammen. Bei ihm kommt zumindest nicht nur Müll aus seinem Mund, wenn der redet, nicht so wie bei dir." Viola fährt fort: "Ich spreche mal langsam, damit du es kapierst: Ich habe keine Gerüchte in die Welt gesetzt. Ich habe auch niemandem den Gedanken eingepflanzt, Shane sei der Beißer. Die meisten Schüler sind halt klug genug, das selber auszurechnen, auch ohne dass ich ihnen etwas vorsagen müsste." Sie spricht diese Sätze nun tatsächlich langsam. "Ist ne einfache Rechnung. Wir haben auf der Schule hier 3 Vampire... 3 1/2, wenn wir Kurt mitzählen. Ich weiß, dass ich es nicht war. Ich weiß auch, dass Lucía es nicht war. Ich habe sie vorher noch ganz woanders gesehen. Kurt kann es auch nicht gewesen sein. Er war zu dem Zeitpunkt noch gar nicht auf der Schule. Na, kommst du selber drauf, wer da übrig bleibt, oder muss ich dir das auch noch vorkauen?"
Das stimmt auch, dass die Gerüchte nicht von Viola ausgingen.
Vero lacht laut auf. "Du brauchst mir nichts vormachen Viola ... das alles haben Blaze und du doch so geplant ... Ihr habt nichts besseres zu tun als ständig Unruhe zu stiften ... Und Mobbing ... betreiben nur die Sims ... die einfach null Charakter haben!" Ihr ist es egal, ob Viola sie angreifen wird oder nicht. Sie wird sich ihr stellen und ihren Freund verteidigen. "Außerdem ... Blaze hat es ja abgelehnt die Wahrheit zu erfahren ... Er könnte es jederzeit ... Aber nur wer etwas zu verbergen hat ... lässt sich nicht in die Karten schauen ... Mal drüber nachgedacht? ... Und da du scheinbar ihn deckst, bist du genauso eine miese, arrogante und abartige Lügnerin und Mobberin!"
"Klar. Natürlich war ich es.", antwortet Viola sarkastisch. "Komisch, dass niemand darüber Gerüchte verbreitet. Wo ich doch einen viel schlechteren Ruf habe als Shane und daher wohl die erste bin, die man verdächtigen würde. Vielleicht liegt es ja daran..." Sie funkelt die Blondine an, "dass ich mit der ganzen Sache nichts zu tun habe? Und ihn fand, als er bereits verletzt war? Schon mal darüber nachgedacht?"
"Ich glaube einer Lügnerin und Mobberin nicht ... Und wenn du einen Hauch von Anstand hättest ... würdest du in Blaze seinem Blut die Wahrheit anschauen! ... Hast du etwa Angst, dass dein geliebter Blazilein dich vielleicht angelogen hat, wenn du tatsächlich nichts damit zu tun haben solltest?", Vero gibt keinen Zentimeter nach. In ihren Augen lodern Flammen.
"Du sprichst in Rätseln." Viola kann sich ein Lächeln nicht verkneifen. "Erst behauptest du, ich war es. Und dann soll ich Angst haben, dass Blaze mich anlügt. Aber wenn ich das war, weiß ich das doch selber. Worüber sollte Blaze mich da denn anlügen?" Sie zuckt die Schultern. "Wenn er mich darum bittet, würde ich in seinem Blut lesen, aber mit Sicherheit nicht gegen seinen Willen. Dazu ist mir die Freundschaft viel zu viel wert. Aber von solchen Dingen verstehst du ja nichts." Sie zuckt die Schultern. "Naja, was soll's. Hat ohnehin keinen Zweck, mit dir zu reden. "
Hinter Vero steigt plötzlich Nebel auf.
Wieder lacht Vero. "Ich weiß genau, dass solche Erinnerungen nur mit dem Einverständnis des Betroffenen funktionieren. Und du hast mich schon verstanden ... Aber ich wusste eh, dass du so reagierst, wie du reagierst ... Daher spitz die Lauscher! ... Das Mobbing ist bereits gemeldet und ich habe beschlossen, jede Möglichkeit zu nutzen, die besteht, um dieses Mobbing gegenüber Shane zu beenden!"
Den Nebel ignoriert Vero, da sie auf Viola fokussiert ist.
Mobbing? Einen Augenblick hält Viola inne. War es das, weswegen Vero und Shane bei der Rektorin waren? Aber... sie hat doch nichts getan! Sie hat sich doch wirklich bemüht in letzter Zeit, um zumindest ein halbwegs vernünftiges Abschlusszeugnis zu ergattern. Wenn das alles umsonst gewesen ist, weil Veros falschen Anschuldigungen geglaubt wird, kann die Blondine was erleben. Dann ist ihr der Waffenstillstand auch egal.
Doch sie lässt sich ihre Gedanken nicht anmerken. "Ja, da bekomm ich sicher die selbe Strafe für wie Leyla und Co, die ständig Lashawn mobben... Das kümmert auch keinen der Lehrer. Vor allem deshalb, weil ich nichts getan habe, muss mich das ja wenig jucken." War ja klar, dass Vero nur Müll labert.
Viola hat nie damit gerechnet, dass der Nebel ausreichen würde. Sie beschließt, die Atmosphäre noch weiter auszubauen. Plötzlich sind Schritte zu hören, die sich nähern. Auch das ist noch nicht das Finale. Viola reagiert absichtlich ebenfalls auf die Schritte und schaut in die Richtung, damit Vero nicht ahnt, dass sie der Auslöser dafür ist.
"Frau Fernández wird das Mobbing allgemein angehen ... Ich habe volles Vertrauen in sie ... Dann wird auch Lashawn zu ihrem Recht kommen!" Zwar vernimmt Vero die Schritte, aber das kann ja sonst wer sein. Sie sind ja auf einer Halloweenfeier. Oh Überraschung.
Was Lashawn betrifft, ist das Viola egal. Wenn die Rektorin ihr helfen kann, gut, wenn nicht, stört es Viola auch nicht weiter. Sie spricht eine Warnung aus: "Ich habe nichts getan, Vero. Diesmal zumindest nicht. Wenn deine falschen Anschuldigungen mir schaden werden..." Während Viola redet, kommen die Schritte näher .. und plötzlich greift eine geisterhafte Hand von hinten durch Veros Körper hindurch.
"... dann wirst du schon sehen, wie gemein ich sein kann. Das wird..." Viola unterbricht sich und tut so, als hätte sie sich von dieser Hand erschrecken lassen, bleibt jedoch stehen.
Vero blickt nach unten und dann wieder so Viola. Aufgrund derer Reaktion ahnt Vero, dass da was oberfaul ist. "Oh, ich erschaudere vor Angst." Der Sarkasmus ist deutlich raus zu hören. "Und dein "Ich habe aber nichts getan"-Gejammer, kannst du dir sonst wo hinschieben! Wenn du unschuldig bist, dann finde durch Blazes Bluterinnerungen den wahren Täter, anstatt Shane diese ganze Sche iße anzuheften!" Sie dreht sich um und lässt Viola stehen. "Geisterhand ... was besseres hat die nicht drauf? ... So eine Anfängerin!"
Viola muss wohl schwerere Geschütze auffahren. Sie packt Vero an der Schulter, bevor sie den Raum betritt und hält sie fest. Wie damals auf dem Festival hebt sie Vero unter den Achseln in die Höhe, was ihr aufgrund der Vampirstärke auch gelingt. "Du bist offenbar dümmer als ich dachte! Ich sagte ja, wenn er mich darum bittet, kann ich das machen. Da er es nicht getan hat, geht das eben nicht." Eigentlich hatte sie sich vorgenommen, keine körperliche Stärke anzuwenden. Doch sie ist frustriert. Erstens, weil Vero einfach nur nervt, und zweitens, weil sie die Illusion einfach ignoriert. Diese besteht jedoch noch immer. Mittlerweile ist die Geistergestalt angewachsen und groß genug, um Viola und Vero einzuhüllen. Kälte ist zu spüren. Die Illusion ist besser geworden, als Viola dachte. Da ärgert sie es erst recht, dass Vero das egal zu sein scheint.
Sie funkelt Vero an, ohne sie loszulassen.
Unterdessen hat Leon den Weg wieder herunter in die Mensa gefunden. Ich habe einen Bärenhunger ... Er schnappt sich paar Leckereien und setzt sich an einen der freien Tische. Fast alle Schülerinnen befinden sich in der Aula, weshalb er allein ist. Schritte hallen durch den Raum, der Sportlehrer erscheint. "Hi Leon. Cooles Outfit!" Der Angesprochene dreht sich zum Erwachsenen. "Oh hi. Danke." Dann fällt ihm auf, dass Herr Coşkun nicht verkleidet ist. Dies bemerkt auch Kaplan und lacht herzlich. "Ich bin nicht so der Verkleidungs-Typ. Aber eure Rektorin bat mich, auf euch alle aufzupassen."- "Ah", erwidert der Junge. Er reicht seinen Teller, um dem Gesprächspartner etwas anzubieten. Doch dieser lehnt ab. "Ich esse nur die Sachen, die Halāl sind." -"Ha-was?" -"Halāl", daraufhin erklärt Kaplan was damit gemeint ist. Es bezeichnet alle Dinge und Handlungen, die nach islamischem Recht zulässig sind und was eben nicht gestattet ist. Aufmerksam hört Leon zu.
"Man lernt immer wieder was Neues." -"Das stimmt", nickt der Ältere. "Jetzt wo ich dich sehe ... Leon ... wie gut bist du im Schwimmen?" Der Gefragte schaut verwundert über den Themenwechsel. "Öhm ... solala ... wieso?" Der Lehrer erklärt: "Nun ... wir haben bald unseren ersten Wettkampf mit einer anderen Schule. Die Disziplin ist schwimmen. Daher versuche ich nun ein Team zusammen zu stellen. Wärst du trotzdem dabei?" Der Junge überlegt. "Ich könnt es versuchen. Ich mache halt mehr Parcourse und so."- "Perfekt, dann hast du starke Oberarme. Das braucht man beim schwimmen." Stolz klopft Kaplan auf Leons Schulter. "Sehr gut. Dann suchen wir noch weitere Mitstreiter. Wir müssen zu viert sein insgesamt."
"Ah ok", sagt der Schüler. Irgendwie macht es ihn neugierig, wer noch alles in Betracht käme. "Und wer wäre noch so geeignet?", fragt er neugierig. Kaplan erwidert: "Das habe ich noch nicht gesichtet. Ich gehe einfach spontan auf die Schüler*innen zu und dann sehen wir weiter. Trainieren müssen eh alle gemeinsam."
Als Vero gepackt wird, sieht sie rot. "LASS MICH SOFORT LOS DU MISTSTÜCK!" und tritt Viola ans Schienbein. Durch die Wut bemerkt sie weder die Kälte noch die Illusion. "LASS MICH LOS!"
Viola bemerkt erst jetzt, was sie da tut... Nein.. sie darf nicht wieder die Kontrolle verlieren. Man sieht ihr an, dass sie über sich selbst erschrocken ist. Nicht schon wieder... Sie setzt Vero vorsichtig wieder runter, was diesmal ohne Verletzung geschieht "Vero, ich...", fängt Viola an.
Durch das Geschrei wird Kaplan hellhörig. Er steht auf und läuft in die Richtung, wo er das Geschrei hört. Schließlich bemerkt er Viola und Vero. "HEY! Auseinander! Sofort!", fordert er sie beide streng auf.
Zeitgleich mit der Ankunft des Lehrers ist Vero wieder auf dem Boden. Erst jetzt bemerkt Viola Kaplan. Verdammt! Das hatte ihr gerade noch gefehlt! "Ich weiß, dass ich hier grad Mist gebaut hab.", sagt sie, "Aber niemand ist verletzt. Ich hab sie runtergesetzt, bevor ich ihr wehgetan habe. Und bevor ich Sie bemerkt habe, also aus eigenen Stücken."
In diesem Moment passieren mehrere Dinge. Tim Breuer verlässt die Aula... nur um in die Illusion zu laufen und panisch umzukehren. "Hilfe!", brüllt er und rennt zurück in die Aula. Durch die geöffnete Tür können nun auch andere Schüler die Illusion sehen.
Viola bemerkt jedoch nichts davon. Sie hatte extra Aidaria um Hilfe gebeten, für die Halloween-Illusion, die ihr einen Zaubertrank herstellte... wirf die Phiole auf den Boden und die Illusion startet. Die Schritte und der Nebel, die lediglich für die Atmosphäre sorgen sollten, haben nichts mit der Phiole zu tun.
"Hör mal Vero.", fängt Viola an. "Ich muss mir dir reden. Diesmal in ruhiger Atmosphäre ohne gegenseitige Provokation. Geht das?"
Kaplan mustert die beiden Mädchen. "Worum ging es, weil gebrüllt wurde?", fragt er streng. Seine große Statur lässt ihn in der aktuellen Atmosphäre unheimlich wirken. Vero sagt lediglich: "Die da hat mich nicht anzufassen ... ein kaputtes Handgelenk reicht mir!" Der Lehrer, der wegen der Verletzung im Bilde ist, da Vero aufgrund der Einschränkung an manchen Sportaktivitäten nicht teilnehmen kann, sieht zu Viola. "Wenn deine Mitschülerin dies nicht möchte, bitte ich darum das auch zu respektieren. Ok?", ermahnt Kaplan sie. "Wenn sonst nichts weiter vorgefallen ist ... dann versucht trotzdem das Halloween an der Schule zu genießen. Keine Zankereien mehr. Ok?"
Vero nickt. "Ja, hab verstanden." Dann sieht sie zu Viola, um auf ihre Bitte zu reagieren. "Nein, das möchte ich nicht. Halt dich von mir fern!"
Dann dreht sie sich um und verlässt das Schulgebäude.
Viola sieht zu Kaplan. "Ich habe Vero soeben ein Friedensangebot gemacht, und wollte ruhig über alles reden. Das ist Ihnen hoffentlich auch nicht entgangen. Wenn sie da ablehnt, kann ich auch nichts machen."
Der Lehrer hat das registriert und sagt zu Viola bevor sie geht: "Das war auch richtig. Wenn Vero aktuell nicht sprechen möchte, muss das ebenso respektiert werden. ... Aber ... genießt die Party und zankt euch nicht." Dann geht er in die andere Richtung weiter.
Vero steht an der Bushaltestelle und nimmt die nächste Möglichkeit nach ... Forgotten Hollow.
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Inzwischen.....
Blaze sinkt in den Stuhl und streckt die Beine als Viola Vero folgt. „Schon wieder Zickenkrieg.“ stöhnt er zu Chip und tut als wär er müde von allem.
Chip der mit verschränkten Armen reichlich schief auf seinem Stuhl hockt und sich gerade von den Geschehnissen auf der Bühne einlullen lässt, gibt nur ein paar unbestimmte Laute von sich, die mit viel Fantasie als Zustimmung gedeutet werden könnten. Blaze nervt ihn grade, obwohl er weiß dass das irrational ist. Wie er da zufrieden sitzt..mit seinem Auftritt und seinem verliebten Lächeln für Viola vorhin. Er selbst würde am liebsten aufstehen, hinter die Bühne gehen und Denize da raus holen. Blaze spiegelt ihm gerade die guten Zeiten, die mit Denize derzeit definitiv vorbei sind, das regt ihn innerlich auf.
Shane bemerkt das Vero und Viola vor die Tür gegangen sind. Sein Bein beginnt nervös auf und ab zu zucken. Es ist nie gut wenn die beiden allein sind und Shane macht sich Sorgen um Vero. Er wirft einen flüchtigen Blick zu Ellie, zwischen ihnen Veros leerer Platz. Das Theater geht indes ungerührt weiter. Shane senkt den Kopf. Mach nichts dummes. Hatte Vero gesagt. Er schließt die Augen, „Mach du nichts dummes Vero.“ flüstert er unter der Maske, so das keiner etwas verstanden haben kann.
Erschrocken starrt Ellie in Richtung der Tür, hinter der Vero mit der Vampirin verschwunden ist. Das war diesmal keine von Violas Fallen sondern das Gespräch ging von Vero aus. Nur warum? Vero sah nicht so aus, als wollte sie ein Friedensgespräch führen. Ellie gefällt das alles nicht. Auf das Theaterstück achtet sie in diesem Moment gar nicht erst.
Artjom bemerkt den Tumult im Publikum. Irgendwo vorne links sind die Leute nicht bei der Sache, doch er macht munter einfach weiter. Er hat das Licht auf sich und beginnt mit den Händen auf dem Rücken, mit grossen langsamen Schritten den Gang im Publikum hinauf zu gehen. Dabei lächelt er als wüsste er mehr als er erzählt. Während er durch die Gäste geht hält er sich die Hand mit dem Mikrophon wieder an den Mund. „Meine Chefin, war beliebt bei den Gästen des Zirkusrummels. Ihr Erscheinen mochte im ersten Moment abschreckend wirken aber sobald sie ihnen zeigte was sie konnte, hielten sie vor Erstaunen die Luft an.“ Er schaut abwechselnd ein paar Schüler an die links und rechts von ihm sitzen und wandert schließlich durch die stehenden Gäste. „Ihr Zelt war gut besucht und viele Leute fanden den Weg zu uns…. Was…“ er bleibt bei Lucia und Kurt stehen, „ist mit dir? Willst du einen Versuch wagen und die Meisterin kennenlernen….?“ verschwörerisch sieht er erst die Fee dann den Samurai an. Mit fragend aufforderndem Gesichtsausdruck, nickt er zu Madame Devilles „Zelt“ und wartet darauf dass einer von den beiden sich traut.
Die Szenerien halbwegs mitbekommend, verspürt Lucía ein Fluchtgefühl. Ohoh."Ehm, magst du mit mir nach draußen gehen, wo es etwas ruhiger ist?"
Kurt bemerkt zuerst kaum, dass er angesprochen wird und reagiert verzögert.
"Ja, sehr gern.", sagt er dann aber mit einem erleichterten Lächeln und folgt Lucía nach draußen.
Dort angekommen atmet die Vampirin erleichtert aus. "Mir war das gerade irgendwie zu viel." Verlegen sieht sie zu Boden. "Ich hab zuhause im Moment ein bisschen Stress und das kann ich hier nicht gebrauchen."
Überraschend besorgt schaut der Teenager seine Mitschülerin an.
"Stress?", fragt er vorsichtig. "Möchtest du davon erzählen? Oder lieber nicht - das wäre natürlich auch in Ordnung."
Kurz denkt sie nach, als ihr Irinas Rat einfällt: Komm mehr aus dir heraus, spreche mit deinen Mitschülern. Nur so kannst du deine Schüchternheit überwinden.
Den Rat zu Herzen nehmend, fängt sie an zu sprechen: "Ich wohne zur Zeit bei der Freundin meines Vaters. Er hat aus Mitleid meine Mutter aufgenommen, aber ich kenne sie. Sie nutzt die Gutmütigkeit meines Vaters aus und das kann ich nicht ertragen."
"Oh, ich verstehe.", murmelt der blauhäutige und grübelt kurz. "Ich nehme an, er hört nicht darauf, wenn du ihm davon erzählst."
"Richtig." Seufzend setzt sie sich auf eine Bank. "Aber lass uns nicht über negatives sprechen. Wieso bist du denn hierher gezogen?"
"Meine Mutter wollte hierher. Sie hat nicht verraten, warum. Aber ich glaube, sie sucht nach jemandem." Kurt setzt sich neben das Mädchen und schaut über den Schulhof. "Ich bin noch nicht sehr lange bei ihr.", fügt er hinzu.
Das hört sich für Lucía recht spannend an. Noch nicht lang bei ihr? Hm, das hätte sie nicht gedacht. Na, sowas kann man ja auch niemandem ansehen.. "Aber ihr kommt gut klar?", fragt sie vorsichtig.
"Naja,", Kurt spielt ein bemühtes Schmunzeln um die Lippen, "sie ist nicht ganz einfach. Aber zum Glück ist meine Schwester auch noch da und sie kann gut zwischen uns vermitteln."
"Geht deine Schwester auch hier auf die Schule?" Mittlerweile hat sich Lucías Schüchternheit gelegt.
"Nein, sie ist älter und schon erwachsen." Bei dem Gedanken daran, dass Rogue irgendwann ausziehen wird, mischt sich ein wehmütiges Gefühl unter seine Stimmung.
Kurz betrachtet er Lucía und fragt sich, wie sie ihr Vampirdasein wohl erlebt. Ist sie stolz darauf? Doch er traut sich nicht, danach zu fragen. Stattedessen schlägt er ein anderes Thema ein:
"Hast du deinen Namen von deiner Mutter oder deinem Vater bekommen?"
Die Gefragte schaut auf ihre Schuhe. "Mein Papa. Der Name bedeutet die Leuchtende oder die Lichtbringende. Das fand er so schön." Sie lächelt und schaut zu Kurt. "Und wie war es mit deinem Namen?"
Die Lichtbringende?, wiederholt er überrascht. Das ist eine sehr vage Übersetzung des Ursprunges. Allerdings scheint ihr Vater ein guter Sim zu sein, so, wie sie über ihn redet.
"Mein Mutter wollte einen schlichten irdischen Namen.", erklärt er. "Aber warum es genau dieser wurde, hat mir nie einer beantwortet."
Nun weiß Lucía nichts mehr zu sagen, doch zurück ins Schulgebäude möchte sie ebenfalls nicht. "Hm, ich glaube ich geh nach Hause. Ich hab mir den Abend in der Schule irgendwie anders vorgestellt. Gehst du nochmal rein?"
"Nein, ich werde auch gehen.", gesteht Kurt - erleichtert, dass er nicht der Einzige zu sein scheint, der sich hier etwas fehl am PLatz fühlt. "Darf ich dich begleiten?", fragt er freundlich.
"Gern." Die Beiden machen sich auf den Heimweg.
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Da Lucia und Kurt sich wortlos umgedreht und weggegangen sind, zuckt Artjom die Schultern, dreht sich zurück zur Menge. „Ja schwache Nerven sind keine gute Voraussetzung. Dann lauft lieber.“ wirzelt er und streift weiter durch die Leute, "Was ist mit dir? Traust du dich?" fragt er Ellie die er damit offenbar aus den Gedanken erschreckt.
Verwirrt sieht Ellie zu Artjom. Sie braucht eine kurze Zeit, um zu begreifen, worum es eigentlich geht. "Na gut.", sagt sie schließlich. Vero ist alt genug und sie will sie nicht bemuttern. Vielleicht bringt sie das Theater auf andere Gedanken.
"Mutig! Das Lob ich mir!" feiert Artjom die Krankenschwester und nimmt sie mit zur Bühne. "Betrete nun das Zelt." sagt er und weißt hinauf zu dem freien Platz vor Madame Deville.
Chip schenkt seinem Freund keine weitere Aufmerksamkeit, sondern beobachtet Artjom, wie er Ellie aus dem Publikum holt. Auch von hinten ziemlich hot, die Krankenschwester stellt er fest. Wer hätte gedacht, dass er mal so über das Mauerblümchen denken würde.
Ellie lächelt nun wieder etwas. Noukis Kostüm ist wirklich großartig, und die Szenerie wirkt authentisch. Sie betritt das Zelt.
"Aaah, ein Gast, ein Gast. Nuuurrr herrein, nuuurrr heerrein mein liebes Kind. Setz dich...setz dich." Nouki spricht mit Fistelstimme und weist auf den freien Stuhl ihr gegenüber. "Das Schickssal hat dich zu miiirrr gefüührt, wie kann Madame diirr helfen? " Eine Hand streichelt sanft den Totenkopf, die andere gestikuliert über der Kristallkugel.
Artjom beobachtet Nouki und Ellie und erzählt weiter, „Ein Gast für Madame Deville. Sie ist bekannt für ihre Gabe ins Geisterreich zu sehen. Was wird dieses junge Mädchen von ihr wissen wollen? Wen möchte sie etwas fragen was jetzt nicht mehr möglich ist? Und was will sie fragen?“ er vertraut ein bisschen darauf dass das Publikum sich drauf einlässt und mitspielt. Blaze würde er niemals fragen ob er rauf kommt. Der würds bestimmt versauen. Gebannt richtet Artjom den Fokus auf Ellie genau so wie die Schüler.
Ellie versucht sich in die Rolle hineinzuversetzen. "Wisst Ihr, edle Madame... Ich möchte die Zukunft erfahren. Ich..." Sie zupft an ihrem Krankenschwesterkostüm herum, "Werde ich je mein Glück finden?" Sie überlässt Nouki die Interpretation, was mit "mein Glück" gemeint ist.
"Aaaaah, das ist die Frraage der Fragen, ja." Nouki stupst ihren Zeigefinger gen Ellie. "Und Madame Deville wird sie dir beantworten..wie gewünscht, mein schöönes Kind!" Ihre Stimme klingt jetzt schmeichlerisch.
Sie zieht die Hand zurück und fährt ein paar Mal über der Glaskugel hin und her, fremdartig klingende Silben von sich gebend. Dann erstarrt sie und sieht Ellie durchdringend an. "Die Geister saaagen, du sollst aus dem Buch lesen, dem beschwoorenen Buch." Noukis Arme recken sich zur Decke. "Erscheine und erleuchte uns!" ruft sie laut nach oben.
Schmunzelnd verfolgt Chip die Darbietung. Schade dass Nouki ihm nicht die Zukunft vorhersagen kann, das hätte er heute direkt in Anspruch genommen. Obwohl...sie ist eine böse Hexe, vielleicht doch besser so. Er kann die Mundharmonika in seiner Hosentasche fühlen als er auf dem Sitz etwas verrutscht, was ihn wieder an Blaze' song erinnert. Da braucht er mit einer mickrigen Melodie nicht mehr ankommen. Seine Miene verfinstert sich wieder, während er den Blick zurück zu den Geschehnissen auf der Bühne richtet.
"Ok, Cruella.", denkt sich Ellie in Gedanken, ohne es laut auszusprechen. Ihr ist schon klar, dass diese Madame Deville nicht die selbe Person ist, die Dalmatinerwelpen für einen Pelzmantel umbringen will, aber die Ähnlichkeit im Namen erinnert sie trotzdem daran. Doch sie reißt sich zusammen. Staunend erkennt Ellie, dass tatsächlich ein Buch heranschwebt. Sie ist nah genug dran um zu erkennen, dass es mit unsichtbaden Fäden befestigt wurde, aber aus dem Publikum wird das nicht mehr zu erkennen sein. Trotzdem, ein toller Effekt!
Bea hat die Szene lange geübt. Sie lässt das Buch einen Schlenker machen und kurzzeitig fliegt es auch an Ellies Nase vorbei. Währenddessen wird gruselige Musik eingespielt, die zwar nur von einem CD-Spieler kommt und keinem echten Orchester, aber immerhin. Die Musik endet, als das Buch seinen Platz erreicht hat und vor Nouki anhält, während es noch immer schwebt.
https://www.youtube.com/watch?v=nE_sAnSkW-Q
Die Hexe kichert, dreht das Buch in Ellies Richtung und schiebt es ihr zu. "Was siehst du, Kindchen...was siehst du im Buch?"
Ellie überlegt. Was soll sie nun sagen? "Hm.... da steht: Givua Taara Mox!", erfindet Ellie spontan irgendwelche Worte. Mal sehen, was Nouki daraus macht.
Die Hexe kichert lauter und streichelt weiter den Totenschädel. Mit einer schnellen Bewegung zieht Nouki das Buch wieder zu sich und steckt ihre Nase tief hinein. "Ja, das steht da und weißt du auch was das heißt? " Sie grinst. "Ich zeiige dirr jemanden, der es weiß." Sie deutet theatralisch in eine Richtung, wo ein Geist auftaucht.
"Errkennst du ihn?" Nouki fixiert Ellie mit einem wilden Blick, muss sich aber gleichzeitig ein Grinsen verkneifen. Es macht Spaß die Hexe zu sein und sie kann ein wenig von der unguten Energie vorhin im Spiel los werden. Nouki hält eine Hand an ihr Ohr und tut, als lausche sie einer für andere unhörbaren Stimme. "Er ist es, er...den du unglücklich gemacht hast. Heiß hat er dich geliebt und du hast ihn verrschmäääht und betrroogen." Sie beugt sich zu Ellie vor. "Er ging ins Wasser, meine Liebe. Die eiseskalten Fluten haben in verschlunggen und nun ist er hier ..und dorrt..und überrall wo du bist, um sich zu räächen." Sie lacht hämisch. "Deshalb steht geschriieben im Buch des Schicksals: Auf ewig dein! " Es folgt ein frohlockendes Kichern. "Und darum wirst du NIEMALS dein Glück finden, dafür sorgt dein..Schatz!" Sie lehnt sich zufrieden zurück. "Und nun geh...und leide."
Ellie starrt Nouki an, und wirft einen Blick auf Leyla, die den Geist spielt. Sie spielt die Rolle mit: "Oh nein, Harold. Das wollte ich doch nicht! Verzeih mir! Aber verfluch mich bitte nicht!" Da Nouki von einem "Er" gesprochen hat, gibt sie Leyla einen männlichen Namen anstatt so zu tun als sei sie lesbisch.
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Schulterzuckend geht Viola zur Aula zurück und setzt sich neben Blaze: "Vero hat das Schulgebäude verlassen. Keine Ahnung, ob sie zurück kommt oder nicht.", sagt sie nur, ohne Details zu verraten. Sie weiß noch immer nicht, dass die Illusion zumindest bei Breuer gewirkt hat.
Blaze blickt zu Viola die zurückgekommen ist. "Hast sie verscheucht?" er grinst und mustert das Theater weiter. "Was wollte sie denn...?"
Viola seufzt. "Nur nerven. Sie ist zu dumm um zu erkennen, wie knapp sie einer weiteren gebrochenen Hand entkommen ist, so sehr hat sie genervt und provoziert." Vor Blaze möchte sie keine Geheimnisse haben, und so erzählt sie von Veros Provokation und wie sie dadurch fast die Kontrolle verloren hat. Nur das Friedensangebot verschweigt sie. Vero hatte ihre Chance. Wenn sie nicht will, wird Viola ihr da nicht hinterher rennen.
"Typisch." meint Blaze. Er behält für sich, dass eine weitere gebrochene Hand sicher schlimmere Konsequenzen hat als das lezte Mal, denn das weiß sie selber. Er ist sich nicht sicher wie das noch weiter geht. Fakt ist, er wird sich nicht die Erinnerungen aus dem Blut saugen lassen. Irgendwie ist ihm das zu unheimlich. Wen kümmerts wenn Shane seinen Beisser-Status behält.
"So kann das nicht weiter gehen.", erzählt Viola weiter, ohne auf das Theaterstück zu achten. "Irgendwann kann ich mich nicht mehr im letzten Moment zurück halten und dann war es das mit meinem Abschluss.... Drei Kreuze, wenn diese verdammte Schule endlich um ist und ich die Nervensäge nicht ständig sehen muss."
Blaze, der immer noch im Stuhl versunken und mit gestreckten Beinen fast schon eine Schlafposition eingenommen hat, reibt sich mit einer Hand über das Gesicht. Sche iß auf den Abschluss. Denkt er. Es gibt keine Möglichkeit diesen Zickenkrieg zu beenden, ausser wenn sie sich aus dem Weg gehen. Wenn Vero sich weiter einmischt, kann Viola das vergessen. Entweder Vero verlässt die Schule oder seine Freundin. Oder Vero wird zum schweigen gebracht.... "Wenn du irgendwas gegen sie in der Hand hättest, wärs einfacher sie fern zu halten."
"Oh, sie ist sicher nicht unschuldig. Immerhin provoziert sie ja auch mal ganz gerne. Und diesmal ging ja auch alles von ihr aus. Und das nur, weil sie zu dumm ist die Wahrheit über Shane wahrhaben zu wollen. Aber sie hat sich natürlich schon bei den Lehrern eingeschleimt und uns "Bösewichte" verpetzt.", grummelt die Vampirin. "Wenn mir das den Abschluss kostet, dann gibt es kein Happy End."
Er schüttelt den Kopf, „Ne, das mein ich nicht. Ich meine wenn sie ne Leiche im Keller hätte, von dem keiner was wissen dürfte…“ er hebt eine Braue und schaut zu Viola neben sich hoch, „Was was nichts mit uns zu tun hat…“ Irgendwas muss man ihr doch unterjubeln können.
Viola muss nun lachen. "Irgendwas, was man ihr in den Rucksack schmuggeln kann.", führt sie die Idee fort. "Aber lasst uns die Idiotin für heute vergessen. Ich hab ja noch eine Aufgabe zu erfüllen."
„Ja… sowas…“ sagt er nachdenklich und schaut zurück zum Show wo er kaum mitkommt. Er wartet nur darauf, dass dieses Theater bald vorbei ist, damit jemand in seine Falle tappen kann.
Währenddessen denkt Viola über ihre eigene Aufgabe nach. Sie war zu ungeduldig bei Vero. Beim nächsten Opfer muss das besser klappen. Aber zum Glück hat sie nicht alle Munition verspielt.
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Als das Stichwort kommt, lächelt Leyla eiskalt. Ein Kribbeln überzieht ihre Haut. Die Reptilschuppen, die sie ursprünglich nur auf ihre freien Hautstellen gemalt hat, nehmen Form an. Ihre Fingernägel werden länger und ähneln Krallen. Mit jedem Schritt, den sie auf Ellie und Nouki zugeht, vernimmt man das rasselnde Geräusch einer Klapperschlange. Eine düstere Aura durchströmt den Raum. Diese spürt Lashawn und kniet sich nieder, um zu beten. Das Mädchen sucht Schutz im Glauben. Doch sie ist nicht das Ziel von Leyla. Der "Geist" erscheint schließlich auf der Bühne. Leylas Augen glühen aggressiv.
"Verflucht ssssseissss du! Ssssspür meinen Ssssorn!", zischt sie bedrohlich. Ihre Worte gelten eigentlich Nouki, jedoch passen sie gerade zur gespielten Szene.
Die Mitschülerin soll für den Frevel an ihrem Kleid büßen. Diese Energie lässt sie zur Bestie werden.
"Werde ssuuu Stein!" In diesem Moment erleuchten ihre Schlangenaugen. Der Kopfschmuck wird lebendig. Die Schlangenköpfe bewegen sich und fauchen.
Ellie wird tatsächlich zu einer steinernden Skulptur ihrer selbst.
Der Fluch der Medusa ... er ist Realität geworden.
Durch ihre Kristallkugel verfolgt Miss Vanya alles.
Die restlichen Fashion Girls verfolgen die schauspielerische Leistung ihrer Freundin auf der Bühne. Sie sind begeistert und applaudieren laut. Dies bemerkt Leyla, sie sieht daher auf. Als sich deren Blick mit dem der Freundinnen trifft, erstarren sie ebenfalls zu Stein.
Das Leyla sich so ins Zeug legt überrascht Nouki. Erfreut beobachtet sie wie der Medusengeist näher kommt, zischelt und droht...bis Ellie zu Stein wird. Was zum Teufel? Das ist doch kein Make up..woher auch so plötzlich? Sie sieht erschreckt zur Freundin um dann noch geschockter zum Fashion Club, der in Sekundenschnelle auch zu Statuen erstarrt ist. Sind das die Augen der Medusa? Die Geschichte ist zu Horror Wahrheit geworden?? Das ist doch Irrsinn...kann doch nicht.. Sie berührt Ellies Arm, der sich hart, kalt und leblos anfühlt. Ein Schreckensschrei entfährt ihr und aus einem Reflex heraus hebt sie die Kristallkugel hoch und hält sie vor ihre Augen. So idiotisch das ist, in ihre Augen soll der Teufel Leyla-Medusa nicht schauen. Wenn dann soll sie an der Spiegelung ihres eigenen Blicks erstarren. Nouki hofft zumindest dass diese Weisheit aus Fantasybüchern hier weiter helfen wird. "Spinnst du?!" brüllt sie Leyla hinter der Kugel heraus an. "Hör sofort auf mit dem Sche iß!!"
(In Zusammenarbeit mit @Murloc, @Ripzha, @KFutagoh89, @Spatz und @RivaBabylon
Nebel und Versteinerungen byMurloc)
FORTSETZUNG FOLGT....