Forum Discussion
3 years ago
Ort: Brindleton Bay - Brindleton High
Charaktere: Schüler und Lehrer
Geschichtsstrang: Halloween in der Brindleton High - Teil 6
Inzwischen
Vero erreicht spät in der Nacht Forgotten Hollow. Sie steigt aus dem Bus und läuft zur Villa Blutrose. Sie atmet durch und klingelt bei der Familie Nebeljäger.
Lilly musiziert am Klavier, als es klingelt. Nanu? Logan hat heute keinen Unterricht und auch sonst erwartet sie niemanden. Sie steht auf. Amüsiert betrachtet Lilly Van Helsing, den sie bereits durch das Glasfenster der Eingangstür sehen kann bevor diese geöffnet wird. Bestimmt für die Trick or Treat-Tradition.
Lilly öffnet und wartet auf den Spruch... bis ihr plötzlich auffällt, wer hinter der Verkleidung steckt. "Vero?", fragt sie verwundert. "Was machst du denn hier?" Ihr fällt ein, dass sie der Teenagerin ja noch einen Gefallen schuldet, weil sie sich hat beißen lassen. Vielleicht geht es ja darum.
Die Schülerin nimmt den Hut ab. "Hallo Frau Nebeljäger, ich brauche ihre Hilfe in einer ganz blöden Sache." Sie wirkt ruhig.
Lilly lächelt. "Komm rein.", sagt sie und tritt zur Seite, damit Vero eintreten kann. Sie führt Vero ins Klavierzimmer und setzt sich neben diese auf das Sofa. "Worum geht es denn?"
Dankend nimmt das Mädchen Platz. Dann schildert sie die Situation. Von Shane, der verdächtigt wird Blaze angefallen zu haben. Das es aber keine Beweise, außer diesen Bissspuren gibt. Vom Mobbing, was seit dem Alltag an der Schule ist und das sie es nicht mehr erträgt wie mit ihrem Freund umgegangen wird. "Shane hat Blaze nicht angegriffen. Er tut sowas nicht. ... Und anstatt dass Viola hilft, das ganze aufzulösen, macht sie beim Mobbing mit ...
Das ist nicht fair ... Sie kann als Vampir im Blut sehen, was richtig und falsch ist ... Bitte Frau Nebeljäger, helfen sie Shane. Er hat es nicht verdient so behandelt zu werden. Können sie nicht mit Blaze reden oder in seinem Blut die Wahrheit sehen?" Hilfesuchend sieht Vero die Erwachsene an.
Lilly selbst hat Blaze immer als netten Jungen kennengelernt und nicht als Mobber, allerdings kennt sie ihn ja auch aus einer ganz anderen Situation heraus und nicht im Schulbetrieb. Ihr gegenüber mag er ja respektvoll sein, doch Lilly ist nicht so naiv um zu denken, dass das auf alle Leute zutreffen muss, mit denen Blaze zu tun hat. Vero wirkt aufrichtig und scheint sich wirklich Sorgen um Shane zu machen.
"Viola hat mir ebenfalls schon von dem Biss erzählt.", sagt sie, "Und auch, dass Shane es gewesen ist. Sie wirkte dabei so, als würde sie das tatsächlich auch glauben." Lilly sieht nachdenklich aus. "Mag sein, dass sie sich da irrt. Mag auch sein, dass du dich irrst und sie Recht hat. Das kann ich nicht beurteilen. Ich kenne Shane nicht. Ich hab ihn einmal gesehen bei einem Schulevent, aber nicht mit ihm geredet. Ich weiß also nicht, ob man ihm so etwas zutrauen kann oder nicht." Sie macht eine Pause. "Ich kann aber mit Blaze reden, wenn ich ihn das nächste Mal sehe. Aber gegen seinen Willen funktioniert das mit dem Blut nicht."
Vero nickt. "Das weiß ich ... man muss damit einverstanden sein ..." Das Viola natürlich nur ihre Sicht ihrer Mutter geschildert hat, war der Teenagerin auch klar. Blaze und sie halten wie Pech und Schwefel zusammen. Und wenn die Zwei dieses ganze Theater wirklich insziniert haben, würde Vero sie beide am liebsten verprügeln. Ihre Abneigung gegenüber den zwei Mitschülern ist enorm. Dann fällt dem Mädchen was ein. "Ist es möglich, dass es ein unbekannter Vampir gewesen ist? Jemand den wir von der Schule gar nicht kennen? ... Zumindest behauptet Viola immer es sei ein Vampir gewesen ... wäre es auch möglich, dass es ein Werwolf oder was anderes gewesen sein?" Dann wirkt das Mädchen wieder traurig. "Es ist einfach unfair, dass Shane wie ein Krimineller behandelt wird, ohne das klare Beweise vorliegen ... Wir, also Shane und ich waren heute auch bei der Rektorin. Er möchte die Schule verlassen ... weil ihn alle nun wegen diesem Vorfall mobben. Das ist einfach nicht fair ... Ich bin mir sicher, dass er unschuldig ist. Es tut mir weh, ihn so traurig zu sehen." Sie steigert sich dermaßen emotional hinein, dass ihr fast die Tränen kommen. ... Hylaeus Aura macht sich bemerkbar. Er hat sich etwas die Hufe vertreten, da er sich tagsüber versteckt hält.
"Eine Werwolfverletzung hätte anders ausgesehen.", stellt Lilly ruhig fest. "Wenn das der Fall wäre hätte Viola Shane nie erwähnt. Möglich, dass es jemand von außerhalb war." Sie spürt, dass sich der Zentaur nähert. Doch es gibt keine Möglichkeit ihn zu warnen.
In diesem Moment kommt Viktor ins Klavierzimmer. Er hatte Gesprächsfetzen gehört und wollte nachsehen.
Und das Mädchen, das dort sitzt, kommt ihm bekannt vor. Es war hier, als an dem Schulreferat gearbeitet wurde. Dass sie hier auch ankommt, als dieses längst abgeschlossen ist, heißt wohl, dass sie eine Freundin von Viola ist und einen Spontanbesuch plante. Wenn sie einfach nur etwas hier liegen gelassen hätte, hätte sie sich früher gemeldet. "Hallo.", sagt er daher, "Viola ist leider nicht hier. Sie ist auf einem Schul-Halloween-Event." Vielleicht reicht das ja schon.
Erst jetzt bemerkt den Zentauren. Vielleicht sollte er ihn aufhalten. "Hab was zu erledigen.", sagt Viktor in Lillys Richtung, ohne die Reaktion des Gastes abzuwarten. Lilly würde schon verstehen.
Viktor flattert los und hat Hylaeus schnell gefunden. "Warte!", ruft er ihm zu.
Noch bevor reagieren kann, ist Violas Vater schon wieder verschwunden. "Von dort komme ich", murmelt sie kurz. Dann spricht sie Lilly erneut an. "Versprechen sie mir, dass sie Shane helfen?" Mehr erwartet die Jugendliche nicht.
Verwundert bleibt Hylaeus stehen. "Was gibts?", fragt er daher.
"Wir haben grad menschlichen Besuch.", erklärt Viktor, "ich weiß nicht, ob es gut ist, wenn du gesehen wirst."
Hylaeus nickt. "Verstehe." Plötzlich schmunzelt er. "Knabe oder Maid?"
Die Frage verwirrt Viktor. "Ich hab keine Ahnung, ob du wirklich verstehst. War ne Freundin von Viola, die offenbar nicht weiß, dass sie gerade unterwegs ist. Wahrscheinlich geht sie auch gleich wieder. Quatscht vielleicht grad noch kurz mit Lilly, weil sie nicht umsonst hergekommen sein möchte." Er zuckt die Schultern.
Lilly ahnt, was Viktor vorhat und sieht zu Vero. "Tja, er kennt zwar den Namen Vero, aber er weiß nicht, wie du aussiehst.", erklärt sie. "Vielleicht besser so." Dann erst beantwortet sie Veros Frage: "Ich kenne Shane wie gesagt nicht. Ich habe keine Möglichkeit, ihn zu kontaktieren, da ich nicht weiß, wo genau er wohnt. Du kannst ihm aber gerne meine Nummer und Adresse weitergeben. Wenn ich kann, werde ich ihm helfen." Sie fährt fort: "Und ich werde auch versuchen, Blaze zu überzeugen, sich die Erinnerungen lesen zu lassen. Allerdings wird Viola dazu wahrscheinlich eher in der Lage sein als ich. Soll ich sie auch bitten, mit ihm zu reden? Oder lieber nicht?"
Das Mädchen nickt. "Hauptsache die Wahrheit kommt ans Licht und die Mobberei hört auf."
"Okay, ich rede mit ihr.", verspricht Lilly. Sie weiß nach wie vor nicht, ob Vero tatsächlich Recht hat über Shane, aber sie würde ihr Wort halten und die Sache zumindest ansprechen. "Kann aber nicht versprechen, dass es wirklich klappt." Sie sieht zu Vero. "Willst du noch was trinken oder so, wenn du grad hier bist?"
"Ich bin ihnen dankbar", sagt sie aufrichtig. "Ein Schluck Wasser wäre toll", nimmt sie das Angebot an.
Hylaeus grinst. "Also eine Maid. So so." Der Hengst läuft weiter auf die Villa zu. "Und wenn sie mit deiner Tochter befreundet ist, dann wird sie sicher von mir gehört haben oder mit anderen 'Fabelwesen', wie uns die Sims so nennen, kein Problem haben." Selbstbewusst läuft der Zentaur weiter und ist in Sichtweite. Viktor zuckt die Schultern. Er hatte nur warnen wollen. Wenn Hylaeus nicht hören will, ist das seine Sache.
Während Lilly das Wasser vorbereitet, redet sie weiter mit Vero: "Wie geht es denn deinem Handgelenk mittlerweile?"
Vero wirkt auf die Frage hin traurig. "Die Ärzte sagen ... haben alles versucht ..." Sie umfasst das Gelenk und wirkt niedergeschlagen.
Hylaeus steht nun am Haus und klopft laut.
Lilly sieht ebenfalls traurig aus, als sie das erfährt. "Tut mir leid, das zu hören. Ich hoffe, so etwas passiert nicht noch einmal." Als es klopft, und sie die Aura spürt, ist ihr klar, wer vor der Tür steht. Offenbar ist es Viktor nicht gelungen, den Zentauren aufzuhalten. Lilly bleibt erst mal stehen.
Dann beichtet Vero: "Es kam heut wegen Shane wieder zum Streit mit Viola ... sie hat mich wieder angefasst und festgehalten ... da hab ich vor Wut nach ihr getreten ..." Das Mädchen zittert leicht. "Ich wünschte ich könnte mich wehren ... aber in dem Moment bin ich völlig hilflos ... das macht mir Angst ..."
"Was?" Das überrascht Lilly. "Und mir erzählt sie immer, sie würde sich an den Waffenstillstand halten." Aber beim letzten Mal, als Lilly Vero besucht hat, hat diese das auch bestätigt. Vielleicht ist erst heute erneut wieder ein Streit ausgebrochen. So oder so ist das nicht okay. Auch wenn sich Lilly nicht vorstellen kann, dass Viola daran alleine Schuld ist. "Wie kam es denn dazu?" Um das Klopfen kann sie sich momentan wirklich nicht kümmern.
Wieder klopft Hylaeus. Verwundert sieht er wahllos an ein Fenster hoch. "Hallo? Jemand da?", ruft er laut.
Viktor hat Hylaeus inzwischen eingeholt. "Warte, ich mach dir auf. Lilly scheint beschäftigt zu sein."
Der Krieger bedankt sich bei Viktor. "Danke. Ohne euch komme ich in eure Behausung nicht rein", grinst er vergnügt.
"Wie gesagt ... wir haben uns hitzig über Shane gestritten ... da ist es eskaliert", Vero versucht ehrlich zu bleiben. "Ich kann ihnen auch mein Blut zum Beweis anbieten."
Dieser Mut beeindruckt Lilly. "Das würde mir die Sache vereinfachen.", sagt sie daher. "Wenn du dazu bereit bist."
Das Mädchen nickt und hält den kranken Arm hin. "Bin bereit."
Gemeinsam mit dem Herbergsvater betritt Hylaeus das Gebäude. "Ich hol mir paar Karotten aus dem Fresskorb", und das Pferdewesen geht ins Wohnzimmer, wo sein Taglager mit einem Weidekorb voller Gemüse bereitsteht.
"Guten Hunger.", sagt Viktor lächelnd. Mittlerweile mag er den Krieger irgendwie.
Lilly nimmt das Angebot an.... sie sieht, in Veros Gedanken, was geschehen ist, angefangen bei den jüngeren Ereignissen.
Sie sieht, wie der Lehrer ankommt, zur selben Zeit, wie Viola Vero wieder runter setzt. Sie sieht wie der Streit so langsam deeskaliert, weil sie die Ereignisse in umgekehrter Reihenfolge kennen lernt. Sie sieht wie Vero und Viola schließlich wieder in der Aula zu sehen sind, wo Vero ihre Tochter ansprach. Und sie sieht das Gespräch zwischen Vero und Shane. Shane scheint sich sicher zu sein, dass das helfen würde. Lilly hat das Gefühl, dass er wohl tatsächlich unschuldig ist. Wenn nur Viola die selben Bilder hätte sehen können... Am Ende kümmert sich Lilly um die Bisswunde, wie es auch Adam getan hat. Als das erledigt ist, sieht sie Vero nachdenklich an. "Du bist zwar nicht ganz unschuldig an der Eskalation.", sagt sie schließlich, "aber natürlich bin ich froh, dass Viola am Ende doch noch zur Vernunft kam. Weißt du, ich glaube, sie hat ein schlechtes Gewissen, auch wenn sie das nicht nach außen zeigt. Ist dir aufgefallen, dass sie dir am Ende ein Friedensangebot gemacht hat?" Aber Lilly versteht schon, wenn Vero in diesem Moment nicht die Lust hatte, darauf einzugehen.
Vero hört zu. Natürlich begreift sie, dass Frau Nebeljäger immer noch Violas Mutter ist und versucht Frieden zu stiften. In dem Fall ähnelt sie ihrem Papa. Hans ist Frieden und respektvoller Umgang genauso wichtig. Daher nickt das Mädchen, bezüglich der Friedensangebot Aussage.
Das die Teenagerin nicht unschuldig an der Eskalation ist, weiß Vero. Sie hat aber nichts zu verbergen und möchte damit ihre Aufrichtigkeit gegenüber der Erwachsenen unterstreichen.
Die Hufe von Hylaeus geben auf den Boden einen markanten Laut wieder. Diesen hört Vero nun auch. Verwundert sieht sie Lilly an. "Hören sie das auch? Diese Geräusche?", fragt sie direkt.
"'Du' ist schon okay. Und ja, ich höre die Geräusche. Ein weiterer Hausgast von uns.", sagt Lilly auf die Hufschritte. Es passt ihr eigentlich nicht, dass Hylaeus so unvorsichtig ist. Viktor wird ihm doch gesagt haben, dass jemand hier ist. Sie weiß nicht, wie Vero darauf reagieren würde... aber andererseits ist die Blondine kein Feigling. "Er ist... kein Vampir und etwas lauter unterwegs."
Bevor sie auf weitere Details eingeht, spricht sie weiter: "Übrigens.. Ich glaube, du hast Recht. Shane schien mir ebenfalls unschuldig zu sein."
Die Zuhörerin nickt. "Ok", sie macht sich bezüglich dem Besuch keine weiteren Gedanken. Als Lilly Shane anspricht, atmet sie über deren Aussage auf. "Das bedeutet mir gerade so viel ... Ich wünschte, viele hätten die gleiche, neutrale Einstellung und würden Shane nicht wegen einem Gerücht oder einer Lüge sofort mobben. ... Es tut nur weh, das alles anzusehen." Besonders enttäuscht ist sie von Chip. Vero fragt sich, was sie an dem früher toll fand. Der Junge hängt eindeutig zu viel mit Volldepp-Blaze ab. Viola verbannt sie erstmal aus ihren Gedanken.
Hylaeus legt sich ab und schnauft zufrieden. Aus einem Eimer trinkt er Wasser. An sich könnte er sich an diesen Luxus gewöhnen. Er weiß aber auch, dass dies eine Ausnahme ist und ist dankbar für die Gastfreundlichkeit der Vampire.
"Und Vero? Danke. Für deinen Mut, mir die Wahrheit zu zeigen." Lilly schielt auf deren Hand. "Ich werde Viola davon berichten, was ich gesehen habe. Vielleicht dringe ich dann zu ihr durch." Sie lächelt.
"Das wäre schön. Ich danke ihnen, Frau Nebeljäger", erwidert das Mädchen lächelnd. Sie hat ein gutes Gefühl.
Das Gespräch scheint sich dem Ende zu neigen. "Ich wünsche dir jedenfalls noch ein schönes Rest-Halloween.", sagt Lilly daher, doch sie gibt Vero noch die Chance was zu sagen, falls sie selber noch etwas anderes klären muss. Sie wünscht, dass die beiden Mädchen ihre Fehde beilegen können und hofft, dass es irgendwie geholfen hat, dass Viola dieses Friedensangebot gemacht hat. Aber sie versteht auch, wenn Vero noch Zeit braucht, bevor sie darauf eingehen kann. Also sagt sie nichts weiter zu diesem Thema.
"Danke. Feiert ihr auch Halloween? Oder wie ist das generell bei Vampiren so?", fragt Vero neugierig. Mit Viola kann sie ja über sowas nicht sprechen.
Lilly schielt zur Statue von Vlad, auf der noch immer der Kürbiskopf zu sehen ist. Auch von der Villa Blutrose aus ist der Platz mti der Statue gut zu erkennen. "Sieh selbst." Lilly muss nun grinsen. "Auch bei uns herrscht Halloween-Stimmung."
Das Mädchen sieht aus dem Fenster. Es schmunzelt. "Find ich cool, dass es überall gleich gefeiert wird." Dem stimmt Lilly zu.
Anschließend läuft Vero in Begleitung von Lilly in Richtung Haustür. Sie kommt am Wohnzimmer vorbei, bleibt stehen und staunt Bauklötze. Verwundert reibt sie sich die Augen. "Was zum?!?", entfährt es ihr.
Hylaeus bemerkt die Besucherin und grinst. "Hi", sagt er ganz locker, während sein Schweif nach einer Fliege schlägt. Mit offenen Mund steht sie neben Lilly und blickt zu der Vampirin.
"Ich sagte ja, der Hausgast ist etwas lauter als ein Vampir.", sagt Lilly. "Er heißt Hylaeus." Dann blickt sie den Zentauren an. "Und das ist Vero.", stellt sie die beiden einander vor.
Der Zentaur erhebt sich. Er wirkt im Stand noch viel riesiger. Vero staunt noch immer. Schmunzelnd reicht der Krieger ihr seine Hand. "Hallo, kleine Maid." Wie ein Kleinkind nimmt sie die Hand und bringt nur ein verlegenes "Hi" hervor.
"Hylaeus, als auch Adam, helfen uns bei einer gewissen Sache.", mischt sich Viktor ein, der gerade in diesem Moment die Treppe hochkommt, "Viola hat dir ja vielleicht schon von Rasputin erzählt." Bei diesen Worten muss Lilly schmunzeln. Er hat also noch immer nicht begriffen, wer das Mädchen ist, beschließt aber, ihn nicht aufzuklären. Wenn, dann kann das Vero selbst machen, wenn sie denn möchte.
Fragend sieht Vero zu Viktor. "Rasputin? Hä?", sie versteht nur Bahnhof. Amüsiert verfolgt der Zentaur das Geschehen.
Ok, offenbar hat Viola nichts erzählt, stellt Viktor fest. "Egal, den Kerl muss man nicht kennen.", sagt er nur. Es gibt keinen Grund, irgendwelchen Random-Mädchen vom Mörder seiner Eltern zu erzählen. Es wäre etwas anderes gewesen, wenn diese Teenagerin zumindest die Grundstory kennen würde. Aber er hat keine Lust, alles auf einmal zu erklären.
Lilly mischt sich jedoch ein: "Und bei der Jagd nach dem Wolf.", fügt sie noch hinzu. Am liebsten hätte sie noch hinzugefügt, dass auch Viola mithilft. Viktor hingegen mustert die Teenagerin mit erhobener Augebraue. Von Rasputin wusste sie also nichts... aber aus Lillys Worten lässt sich schließen, dass das Mädchen über den Werwolf Bescheid weiß.
"Ah ok", antwortet Vero. Mit dem Werwolf kann sie was anfangen. "Ich hoffe, der hat niemand weiter verletzt." Allein beim Gedanken schaudert es sie. Hylaeus erwidert: "Das weiß niemand. So ein Schattenwesen hat keinen ... wie nennt ihr Sims das ... Peilsender?!? ... Jedenfall ist das einer der Gründe, weshalb ich auch hier bin." Nickend schaut sich Vero das Wesen genauer an. "Echt cool ... habe noch nie einen Zentauren gesehen." Was es ist, kennt sie durch die Harry Potter Filme im Kino. Hylaeus lässt sie gewähren. Eitelkeit ist, leider, ein Wesenszug dieser Spezies.
Lilly sieht auf die Uhr. Forgotten Hollow ist nicht ungefährlich um diese Uhrzeit. "Am besten, einer von uns begleitet dich nach Hause, Vero.", sagt Lilly und merkt erst jetzt, dass sie den Namen laut ausgesprochen hat. Jetzt endlich kapiert Viktor, was los ist. "Vero? Etwa DIE Vero, mit der Viola ständig im Streit ist?"
Das Mädchen schaut verlegen zu Viktor. "Schuldig", gibt sie kleinlaut zu. Der Vampir sieht auch bedrohlich aus.
Hylaeus findet die Blondine niedlich. Er geht auf Lillys Aussage ein. "Ich könnt die Kleine nach Hause bringen. So ein kleiner Ausritt tut mir mal gut."
"Ich komm auch mit.", sagt Lilly. Viktor hat keine Ahnung, was Lilly damit bezweckt, doch er sagt nichts.
Hylaeus nickt. Vero schaut den Zentaure begeistert an. "Echt? Ich darf auf dir reiten?" Der Krieger lacht. "Ausnahmsweise, weil ich gute Laune habe." Sie gehen raus und der Zentaur kniet sich nieder. "Halt dich aber gut fest", ermahnt er sie. Das Mädchen nickt. Das würde ihr niemand glauben. Sie ist sichtlich begeistert.
Als sich der Hengst erhebt, hält sich Vero an seinem Lederriemen, der seinen Oberkörper umspannt, fest. Natürlich hat sie in der behinderten Hand weniger Kraft als in der Gesunden. "Bereit?", fragt Hylaeus. "Ja", antwortet die Gefragte entschlossen. "Aber das eins klar ist: Ich bin kein Pony oder sonst was ... du bist ein geduldeter Gast auf meinem Rücken!", stellt der Zentaur nochmal klar. Vero nickt. "Verstanden, Chef!" Bei der Betitelung schwillt die männliche Brust und das Ego an. "Gut. Dann los." Er läuft erst Schritt, geht dann in den Trab und schließlich in den leichten Galopp über. Das Lilly ihnen folgen kann, ist Hylaeus bekannt und daher macht er sich keine Gedanken darum. Sie nehmen eine Waldroute, die sicherer ist.
Lilly folgt in Fledermausgestalt, bis die kleine Truppe schließlich am Ziel ankommt:
Vero bedankt sich für den Transport und wünscht allen eine gute Rückreise. Daheim schreibt sie Ellie, Bea und Shane eine Nachricht.
Auf dem Rückweg sagt Hylaeus zu Lilly: "Du wunderst dich sicher, warum ich die kleine Maid einfach so auf meinen Rücken reiten ließ ... Nun ... als junges Fohlen war ich, bis die Zeitenwende kam, viel in der Simswelt. Dort habe ich mich mit Kindern angefreundet." Er lächelt bei der Erzählung der Erinnerung. "Seit wir im magischen Wald leben, hatte ich keinen Kontakt mehr zu Sims. Daher hatte ich das Bedürfnis nochmal unbeschwert diesen Moment zu genießen." Er galloppiert nun schneller. "Was ist Lilly? Hälst du auch mit?", wie ein verspielter Jährling springt Hylaeus geschickt über Baumstämme oder andere Hindernisse. Er genießt den Ausritt sichtlich.
"Was hälst du denn von einem Wettrennen?`Ich in Fledermausgestalt und du mit deinen Hufen?", fragt Lilly.
"Logo ... auf geht's!" Der Hengst beschleunigt noch mehr und galloppiert irre schnell die Waldwege entlang. "WOOHOO!", ruft er begeistert. Das Adrenalin durchfließt seine Adern. Sein Atem ist deutlich zu hören.
Lilly genießt es in diesem Moment, einfach mit Hylaeus rumzualbern. Der Hengst ist schnell, doch da Lilly in Fledermausgestalt die Luftlinie nehmen und Hinternisse leicht überwinden kann, ist sie dennoch schneller. Sie wartet am vereinbarten Zielpunkt und grinst.
Der Zentaur verlangsamt seinen Schritt, als er zu Lilly aufschließt. "Wow. Das war irre gut. Später schlafe ich richtig gut", feixt der Krieger ungewohnt kindlich.
"Das glaube ich.", lächelt Lilly. Dann stellt sie ihre Frage: "Gibt es schon Pläne, wie es mit dem Werwolf weiter geht?"
Der Zentauer erwidert nur: "Adam wollte sich melden. Er ist aktuell in der Vampirwelt. Mehr weiß ich nicht. Und ich konnte keine auffällige Aura rund um euer Haus spüren."
Auch Lilly hatte keine Aura gespürt, und wenn Viola oder Viktor etwas befürchteten, hätte sie es erfahren. "Ich mache mir Sorgen um Viola.", sagt sie schließlich ganz unvermittelt
Der Krieger hört zu und erwidert: "Geht mich zwar nicht direkt was an ... aber ... wenn du reden möchtest? ... Nur zu." Er ist sehr direkt.
Lilly erzählt davon, was sie von Vero erfahren hat: Dass es wieder zum Streit zwischen den beiden kam. "Ich möchte nicht, dass die Stimmung irgendwann so eskaliert, dass wieder jemand verletzt wird.", sagt sie. Sie weiß schon, dass Hylaeus nichts ändern kann aber es hilft ihr einfach, ihre Gedanken zu ordnen und zu erzählen.. Und Viktor ist gerade nicht hier, daher ist es der Zentaur, mit dem sie ihre Sorgen teilt.
"Nun", Hylaeus nimmt sein Messer und betrachtet es. Alte Kriegermarotte. "Bei uns Zentauren klären wir das durch Rangkämpfe. Aber das ist nur bedingt 1:1 auf Sims übertragbar. ... Auch ist es wichtig zu wissen, also als wie die sagen 'Fabelwesen', wo man steht. Das man natürlich anders ist als ein Sim. Sei es stärker, unsterblich, usw. ... Als ich ein Fohlen war, musste ich lernen, wo meinen Grenzen sind. Das ist wichtig. Sonst kommt die Meute mit Mistgabeln und Fackeln."
"Naja, ich bin froh, dass sie sich rechtzeitig zurückhalten konnte bevor sie ihren Rangkampf beenden könnte.", sagt Lilly seufzend. "Ich werde mal mit ihr reden müssen."
Der Zuhörer nickt nur. "Jede Spezies ist anders. Da kann ich schlecht für alle sprechen. Aber redet hilft sicherlich." Er kann nicht viel dazu beitragen eine Lösung zu finden. "Die Maid war jetzt recht umgänglich. Wundert mich also, dass die mit deiner Tochter nicht klar kommt und umgekehrt."
"Hab ich mich auch schon gefragt. Beide haben auch eine gewisse Sturheit, wenn es drauf ankommt.", hier muss Lilly dann doch grinsen. "Und Mut. Eigentlich schätzt Viola das, wenn die Leute mutig sind." Mittlerweile ist die Villa wieder in Sichtweite. "Aber in einem Punkt bin ich stolz auf meine Tochter." Sie erzählt nun, wie sie das Friedensangebot in Veros Blut gesehen hat... "Auch wenn ich fürchte, dass Frieden trotzdem nciht so leicht sein wird."
Schulterzuckend erwidert Hylaeus: "Mut hat viele Gesichter ... nur weil jemand einen Drachen bekämpft, ist das noch lange nicht mutig. Verstehst du? Vielleicht interpretiert Viola Mut falsch ... keine Ahnung ... Ich bin beeindruckt, wenn jemand einen Manticore besiegen kann ... Bei Meister Cheiron ... die Biester sind echt krass ... da ist ein Werwolf lächerlich dagegen."
Lilly wirkt nachdenklich.
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Viola wird erst jetzt auf das Geschehen aufmerksam. Sie spürt die Magie und weiß, dass es nicht nur Show ist... Leyla verwandelt die Leute tatsächlich zu Stein. Was zum?? Die Aura fühlt sich an wie Magie... allerdings anders als bei Aidaria oder anderen Magiern, die sie kennt. Es scheint geliehene Magie zu sein, oder zumindest schwächere. Doch sie ist zu vielen anderen mythischen Kreaturen begegnet, um jetzt panisch wegzurennen.
"Echt mal, Leyla, und alle halten mich immer für die Böse!", knurrt Viola. Sie hält sich ihren Arm vor die Augen um dem Fluch nicht zu erliegen... doch die Aura verrät ihr auch so, wo Leyla ist. In der Mythologie wurde Medusa durch ihr eigenes Spiegelbild besiegt... doch wo soll sie jetzt so einen Spiegel hernehmen? Viola hat selten einen Handspiegel dabei... wozu auch, wenn sie sich darin eh nicht sehen kann?
Auf Nouki aufmerksam geworden, lacht Leyla teuflisch. Sie hat ihr nächstes Opfer in Visier. Sie umkreist die Mitschülerin und spricht etwas in einer Sprache, die keiner versteht. Sie kichert immer wieder.
Leon, der sich nach dem Gespräch mit Kaplan und einem Snack die Beine vertreten möchte, kommt zur Aula und bemerkt den Tumult. "Was zur Hölle!", setzt er an, als der Junge realisiert, dass Nouki von Leyla bedroht wird. Ein Schalter legt sich in ihm um. Wut schnaubend läuft er in Richtung Bühne. "Hey! Lass Nouk in Ruhe!" Die Medusa dreht sich um, lacht und auch Leon wird augenblicklich zu Stein.
Tani schaut gerade Richtung Bühne, als sie die versteinerten Schüler sieht. "Ernsthaft? Gut, dass ich die Kostüme nicht anfertigen musste." Angeödet schaut sie zu Nouki, anschließend zu Leyla. "Großes Kino, totaaaal..." Entnervt rollt sie mit den Augen.
Diese Provokation bemerkt das Schlangenmädchen. "Ssssei sssstill!", faucht sie Tania an und auch diese wird durch den Blick Kontakt zu einer Steinstatue.
"Schau sie nicht an.", zischt Viola Blaze zu. "Und besorg nen Spiegel, während ich sie ablenke." Die Fashiongirls haben bestimmt irgendwelche Spiegel in ihrem Gepäck, doch dazu müsste sie die erst mal finden, samt deren Rucksäcken. Mit dem Arm vor den Augen ist das schwierig. Schließlich ist Viola auch in Fledermausgestalt keine echte Fledermaus... und orientiert sich anders als diese mit ihren Augen.
Trotzdem verwandelt sie sich in eine Fledermaus. Mit geschlossenen Augen sucht sie Leylas Aura und flattert auf die Mitschülerin zu. Sie versucht die Schlangenköpfe zu erwischen, was mit geschlossenen Augen jedoch nicht so einfach ist, trotz der Aura. Hoffentlich kann sie Leyla lange genug ablenken, bis jemand tatsächlich mit einem Spiegel antanzt. Ob das auch hier klappt oder nur in der Mythologie, weiß sie nicht, doch irgendwas müssen sie versuchen.
Die Schlangenhaare der Medusa schnappen nach Viola. Ihren großen Fangzähnen sollte sie nicht zu nahe kommen.
Als der Tumult auf und um die Bühne herum mehr wird, kommt wieder Leben in Chip. Er richtet sich ungläubig auf und rammt Blaze unsanft den Ellbogen in die Rippen. "Hey, schieb ich n Film oder werden da Leute versteinert? " Das kommt doch nicht von der einen Pfeife draußen Denize ist irgendwo hinter der Bühne, wenn da was nicht stimmt, dann.. Er springt auf. "Ich muss zu Denize." Er stürmt nach vorne und wühlt sich durch bis in die Kulissen.Sie steht bei Nadine und Bea. "Alter, was geht da ab? Habt ihr das mitbekommen?" Besorgt sieht er seine Freundin an. "Geht's dir gut? Da sitzen überall Stauen herum, die mal Sims waren. Sag mir bitte dass ich grad nen Horrortrip hab oder was ist da los?"
Denize steht am Vorhang und ihr Gesicht ziert Entsetzen. „Das gehört nicht zur Show.“ sagt sie zu Chip mit hoher nach Luft schnappender Stimme. „Ich weiss nicht was los ist.“
Empört reibt sich Blaze die Rippen und sieht Chip nach während er Violas Worte hört. Hä was? Er hat zwar zum Theater geschaut, war aber abwesend und nur die Blickrichtung hat gestimmt. Jetzt ist er wieder bei sich und realisiert die versteinerten Sims. Echter Stein? Spiegel? Er braucht einen Moment um alles zu verarbeiten bis er Viola als Fledermaus die Medusa umschwirren sieht. Den Mythos kennt er aus Filmen aber wie zum Teufel ist das hier passiert?!
Artjom steht da mit herunterhängenden Armen. Er wollte vor Sekunden noch die Story mit seiner Erzählstimme ergänzen aber das gehört so überhaupt nicht zur Show. Sie wollten zwar ein wenig improvisieren, denn das muss man wenn Zuschauer teil des Stücks werden aber das? Um ihn herum bricht entsetzen, erstaunen, Ratlosigkeit und Unruhe aus. Er ist wie zu Stein erstarrt. Noch nicht im wahrsten Sinne des Wortes, aber bald wenn er sich nicht zusammen reisst. Allerdings will dieses Szenario nicht in seinen Kopf. Das ist nicht real. Er hat eine Menge Geschichten und Comics gelesen in denen Personen und Schurken ähnliche Fähigkeiten hatten, aber all die Gegenmassnahmen die die Protagonisten versucht haben sind wie weggeblasen. Er kann das gesehene nicht verarbeiten.
Nadine beobachtet von ihrer Position aus alles und fängt sich schnell wieder. Hat Artjom wieder was am Drehbuch geändert? War ja klar dass sie das nicht mitbekommt. Sie schaut zu ihm, der dort reglos im Raum steht. Wirkt nicht als wüsste er was da vorgeht. Aus einer Kurzschlussreaktion heraus legt sie den Lichtschalter um für den sie zuständig ist und taucht die ganze Aula in Dunkelheit. Nur noch ein wenig Licht kommt durch die Tür vom Flur. Durch die Schülerschaft raunen erschrockene Schreie und Verwirrung durch die Finsternis.
Artjom wird angerempelt und stösst gegen eine Steinstatue die einmal Dave gewesen sein mochte. Sie fällt laut zu Boden und das reicht um ihn aus seinem Schock zu befreien. Im nächsten Moment wird es Finster.
Shane springt auf. Trotz der Dunkelheit kann er genug sehen um auszumachen was auf der Bühne vor sich geht, nur erklären kann er es nicht. Er beobachtet allerhand Reaktionen. Panik, Stress, Freude an der Show, Missmut über den Tumult. Doch er spürt dass es echt ist. Medusa ist echt. Und was macht Viola da? Er sieht Blaze aufspringen und zur Tür hinaus laufen. Shane verwandelt sich und fliegt ihm hinter her durch die Tür bevor diese ins Schloss fällt. Blaze unter ihm findet kaum halt auf dem Boden als er abbiegt und auf die Toilette zu rast. Eigentlich ein guter Zeitpunkt ihn allein zu stellen…
Blaze spurtet durch den Flur, stösst die Toilettentür auf und bremst so abrupt dass er hinfällt wärend er sich an den Waschbecken festhält und rappelt sich sofort wieder hoch. Er sieht sich im Spiegel an, dann fährt sein Blick den Kanten entlang. Zu gross zum mitnehmen. Ohne zu zögern reisst er die Papiertücher aus dem Kasten, viele fallen zu Boden, dann wickelt er sich die die er erwischt hat um die Faust. Er denkt an Viola und das Bild einer versteinerten Fledermaus die auf den Boden fällt und zerbricht drängt sich vor seine Augen. Er schliesst sie und schlägt zu.
Bea starrt hinter den Kulissen auf die Szene. Das gehört sicherlich nicht zur Show! Geschockt verfolgt sie das Alles.. Zum Glück scheint Leyla grad nicht an die Leute zu denken, die hinter den Kulissen stehen. Doch gerade, als sie die Idee hat, Leyla mit dem Bühnenscheinwerfer zu blenden, macht jemand das Licht aus.
Tim Breuer blinzelt unter seinem Stuhl hervor. Einige Schüler in der Nähe scheinen zu Stein verwandelt sein... Er hört, wie Leute rumrennen und rufen, wie Türen schlagen, wenn Leute aus dem Raum rennen... Er sieht, wie Viola um Leyla herumschwirrt... und dann.. ist plötzlich alles dunkel. Nicht, weil er zu Stein erstarrt wurde, sondern weil jemand das Licht in der Aula ausgemacht hat. Er weiß nicht, was er tun soll... Soll er abhauen? Soll er was tun? Er ist doch sonst so klug... Er kennt zwar die Legende über Medusa, doch er hat keinen Spiegel da.
Evens erkennt schnell, was vorgeht. Sie weiß, dass Vanya für ein paar Special Effects sorgen soll. Ist das ihr Werk? Geht das nicht etwas zu weit? Evens glaubt nicht, dass die Verwandlung für immer andauert. Das würde Vanya nicht zulassen. Aber weiß Leyla das? So wie es scheint, kümmert es sie nicht, wen sie erwischt.. Evens nutzt aus, dass Leyla von Viola abgelenkt wird, um aus der Aula zu laufen. Sie muss Vanya finden.
Viola unterbricht ihren Flug nicht. Immer wieder fliegt sie auf Leylas Kopf zu, schafft es auch mal, die Schlangenköpfe zu erwischen... bis sie plötzlich einen stechenden Schmerz im Bein spürt. Einer der Schlangenköpfe hat sie mit seinen spitzen Zähnen erwischt. Durch den Schock vergisst sie, die Fledermausgestalt zu halten. Sie schreit kurz auf und stürzt in humanoider Gestalt zu Boden, rappelt sich aber schnell wieder auf. Zum Glück ist es keine Giftschlange. Es ist der Blick, der gefährlich ist. Trotzdem schmerzt es.
Viola hätte die Chance nutzen können, um abzuhauen. Doch erstens will sie keine Schwäche zeigen... erst recht nicht vor Idioten wie Leyla... und zweitens würde sie Blaze nicht im Stich lassen wollen. Sie muss ihm die Zeit erkaufen, einen Spiegel zu finden, bevor er selber verwandelt wird. Daran, dass er zurück kommen würde, zweifelt Viola keine Sekunde.
Zum Fliegen braucht Viola das Bein nicht, und so verwandelt sie sich wieder. Sie muss ihre Taktik ändern. Der Kopf ist zu gefährlich. Und daher fliegt sie diesmal tiefer, außer Reichweite der Schlangen. Sie bereitet sich auf einen schmerzhaften Aufprall vor.. und fliegt Leyla in voller Geschwindigkeit gegen den Magen, um sie aus dem Gleichgewicht zu bringen. Dabei tropft etwas Blut der Beinwunde auf Leylas Outfit. Davon weiß Viola allerdings nicht. Sie hält ihre Augen noch immer geschlossen und orientiert sich an der Aura, die sie spürt.
Das blanke Entsetzen spricht aus Noukis Blick. Sie verfolgt Violas Attacken, die Leyla kaum irritieren. Mit einem Aufschrei schleudert sie die Kristallkugel in Richtung Medusa, verfehlt aber knapp und steht jetzt ohne eigenen Schutz da. Panisch rennt sie von der Bühne und flüchtet sich hinter einen der Vorhänge. Sie prallt gegen einen versteinerte Kim, die wohl schon vor ihr vergeblich hier Zuflucht gesucht hat. Übelkeit steigt in ihr hoch, trotzdem verharrt sie neben der grusligen Gestalt und nutzt sie als Schild.
Sie sieht Breuer unter einem der Stühle hervor schauen. "Bleib da unten und schau nicht hoch." zischt sie ihm zu. Sie weist warnend mit dem Finger auf die Kim-Statue vor sich. Dann wird es finster, nur schemenhaft kann sie die Leute und Gegenstände im Saal erkennen. Nouki hält den Atem an. Herauswagen und Leyla ausknocken? Eine Sirene schrillt und erschreckt sie zu Tode. Nouki klammert sich an 'Kim' und stürzt mitsamt der Statue zu Boden. Ein Knacken, als würde ein Baum gefällt, dann kullert der steinerne Kopf in Richtung Bühne davon und bleibt leise schaukelnd davor liegen. Noukis Finger krallen sich noch an den rauen Kanten der Bruchstelle fest, dann muss sie sich übergeben.
Shane siegt über seine Wut und landet vor dem Rektorenzimmer. Er stösst die Türen auf um zu Frau Fernández zu gelangen mit der er zuvor noch gesprochen hat, „Frau Rektorin! Wir werden angegriffen. Die Schüler… sie werden zu Stein!“ in der nächsten Sekunde schrillt ein lauter durchdringender Ton durch die ganze Schule.
Kalea sitzt ruhig in ihrem Stuhl und trinkt eine Tasse Tee. Sie sieht auf und begrüßt Shane freundlich. "Hallo, was hast du auf dem Herzen?"
Nadine rennt zu Denize. „Ich hab den Feueralarm eingeschaltet.“ sagt sie zu den Umstehenden. „Los raus hier. Passt auf wo ihr hintretet.“ das Licht ist immer noch aus, in der Hoffnung dass im Dunkeln keiner das Monster ansehen kann und sie sich jetzt auf den Boden konzentrieren um heraus zu finden.
Plötzlich umgibt die Szenerie dichter Nebel. Die Konturen der Protagonisten verschwimmen. Der Nebel hüllt die komplette Schule ein. ...
Im nächsten Augenblick erscheint das Theaterstück. "Ich zeiige dirr jemanden, der es weiß", sagt Nouki. Sie deutet theatralisch in eine Richtung, wo ein Geist auftaucht. Es ist Lashawn, die sich alle Mühe gibt, gruselig zu sein. Leyla hat wegen ihrem beschmutzten Kleid einen Nervenzusammenbruch erlitten. Ihre Freundinnen brachten sie direkt heim. Sie fällt daher fürs Bühnenstück aus. Die Zuschauer des Theaters, seien es Viola, Blaze, Chip, Shane oder andere Schüler*innen ... sie alle sitzen da. Unterhalten sich, lachen, schauen dem Spektakel zu, welches die Theater AG zum Besten gibt. Als sei all das, was geschehen ist... niemals passiert ... War das ganze nur ein Traum? Einzig das schaurige Gefühl, was Halloween ausmacht, ist geblieben.
Zufrieden lehnt sich Miss Vanya zurück. Ihr Werk ist getan.
Nach ihrem Auftritt atmet Lashawn auf. "Oh Jesus ... Ik hatte so viel Lampenfieber", sagt sie zu Bea.
"Du warst toll!", lobt Bea Lashawn, "Ich habe immer noch ein richtig gruseliges Gefühl von dem Auftritt." Darüber freut sich das Mädchen sehr.
Tani bemerkt einen starken Kopfschmerzen. Oha, was ist jetzt los?! Wie sie es hasst, wenn ihr Körper nicht mitspielt. Sie schaut in Richtung Bühne. Schulterzuckend bewegt sie sich in eine Ecke des Raums und langweilt sich.
Leon, der von der Mensa in Richtung Aula läuft, verspürt nen Kopfschmerz Impuls. Ungewöhnlich, sonst plagt ihn sowas nicht. Er erreicht die Aula und sieht Noukis Rolle zu. Er ist sehr stolz auf sie und lächelt.
Ellie blinzelt. Ihr kommt so vor, als hätte sie grad wirres Zeug geträumt. Irgendwas mit irgendner Medusa... Komisch, Leyla ist doch schon vorher gegangen! Und als sie die Augen öffnet, ist nur Lashawn als Geist vor ihr. Komisch... Naja, egal. Sie spielt ihre Rolle als Opfer der Wahrsagerin weiter.
Viola blinzelt. Sie sitzt neben Blaze auf ihrem Stuhl. Doch die Aura von Magie liegt in der Luft, als ob gerade ein großer Zauber gewirkt wurde. Und ihr Bein tut weh... sie schaut drauf und bemerkt einen blauen Fleck... Oh right. Vero hatte sie ja getreten. Trotzdem, irgendwie komisch, vor allem, da sie die Magie in der Luft noch immer irgendwie spüren kann. Sie sieht sich um, ob noch jemand anderem irgendetwas seltsam vorkommt.
Artjoms erster Gedanke ist, dass er sich gleich ein Ibu reinpfeifen muss, sonst wird der Abend die Hölle. Der Geist Verschwindet wieder und Ellie spielt ihre Rolle in dem sie panisch das Zelt verlässt. Sein part ist erledigt. Fast. Er lacht böse gemeinsam mit der Hexe und verschwindet hinter dem Vorhang der das 'Zelt'-Innere vor den Augen des Publikums verbirgt.
Denize beobachtet die Szenen. Warum muss sie ausgerechnet jetzt Kopfschmerzen bekommen. Jetzt wo sie dran ist. Sie ignoriert den Impuls sich zu setzen und geht vor die Bühne. In der Hand hält sie ein Mikrophon.
Ein stechender Schmerz durchzuckt Nouki. Sie kneift die Augen zusammen und schüttelt kurz den Kopf. Ihr Hexenlachen, das sich mit Artjoms Gelächter mischt, dröhnt unangenehm in ihrem Kopf und für eine Sekunde verspürt sie den Wunsch die Kristallkugel vor sich zu packen und ins Publikum zu schleudern. Was ist los?Gott sei Dank fällt der Vorhang kurz darauf. Ein kurzer Blick zu Artjom. Sie würde gerne was sagen, aber er redet gleich mit den anderen und Nouki beteiligt sich kurz an den aufgeregten Gesprächen. Der Auftritt ist gut gelaufen, alle haben mitgespielt und ihren Spaß gehabt. Als Denize draußen anfängt zum Publikum zu sprechen, entfernt sich Nouki vom Rest der Truppe und geht sich umziehen. Das Hochgefühl des Auftritts verfliegt langsam und ein Bedürfnis nach Frischluft kommt auf.
"Mein Name ist Amelie, ich arbeite schon lange hier bei diesem Zirkus. Haben Sie sich heute Abend vergnügt? Hatten sie Spass auf unserem Jahrmarkt? Sie, da… ich habe sie gesehen wie sie in das Zelt von Madame Deville gegangen sind. Warum haben Sie das gemacht?" Sie versucht sie möglichst unschuldig zu geben und geht auf Ellie zu die wieder auf ihrem Platz sitzt. Sie hält ihr das Mikrophon hin.
Ellie hat sich mittlerweile wieder von ihrem seltsamen Tagtraum erholt, als sie von Denize in ihrer Rolle als Amelie angesprochen wird. "Ich wollte das doch nicht mit Harold." Sie schluchzt und wundert sich selbst darüber, dass ihr sogar ein paar Tränen rauslaufen, obwohl das alles ja nur Schauspiel ist. "Aber meine Angst hat sich bewahrheitet! Ich wurde verflucht!" Noch mehr geschauspielertes Schluchzen.
Denize blickt sich verwirrt im Publikum um. "Sie meinen... aber wie kann das sein? Madame Deville und ihr Assistient...." betroffen fast sie sich an den Hals und schluckt. "Sie sind doch schon seit drei Jahren tot."
Nadine schaltet auf ihr Stichwort das Hauptlicht aus und sie überkommt ein Déjà-vu als die Aula ins Dunkel getaucht wird. Was wahrscheinlich nur Logisch ist, da sie das oft genug geprobt hatten. In der Dunkelheit lachen Clown Jack und Madame Deville erneut bis es verhalt und Nadine das Licht langsam wieder aufdreht. Der Vorhang geht auf und die Schauspieler als auch die Crew stehen dort um sich unter Applaus zu verbeugen. Artjom fühlt noch dieses seltsame Gefühl. Verdammt, die Show hat er verflucht gut gestaltet.
Ellie ist begeistert von der Show und klatscht. Sie freut sich, eine kleine Rolle in dem Stück gespielt zu haben. Sie muss unbedingt Vero davon erzählen! Erst jetzt fällt ihr die Szene mit Vero und Viola wieder ein. Sie Show hat sie wirklich auf andere Gedanken gebracht!
Statt aufzustehen und zu applaudieren wartet Shane noch immer auf Vero. Doch sie kommt nich zurück. Viola ist längst wieder da aber was ist mit seiner Freundin? Er blickt auf sein Handy. Eine Nachricht von ihr! Schnell öffnet er die App und liest:
Zu erst ist er verwirrt. Zentauren? Violas Mutter? Jetzt? Er steht vor aufregung auf ohne die Nachricht aus den Augen zu lassen. Kommst du nach der Feier noch zu mir? Shane ist schwindlig, das sind zu viele emotionen die nicht zu einander passen. Der Spuk von vorhin, der Ärger darüber dass Vero weg ist, das klopfende Herz über die Einladung. Nach Halloween? Was soll er denn hier allein? Die Wut ist wie immer in lezter Zeit stärker und sein dunkles Ich redet ihm allerhand Dinge ein. Warum ist sie nicht zurück gekommen? Warum haut sie ab ohne etwas zu sagen? Warum regelt SIE seine Angelegenheiten? Weil er zu blöd dafür ist? Er beginnt stärker und schneller zu atmen.
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Evens ist begeistert von ihrer Theater-AG und kommt aus dem Klatschen nicht mehr raus. Die Show gehört zum Event und wird nicht benotet, aber wenn, hätte jeder eine 1+ verdient. Als der Applaus verebbt, erinnert sie sich jedoch an das Versprechen, das sie Vero gegeben hat. Sie steht auf und klopft bei Kalea an die Tür.
"Herein", ruft die Rektorin. Sie wälzt Akten und Formulare.
Evens begrüßt Kalea, setzt sich, und erzählt ihr dann von den Ereignissen: Wie Joe Dark sie angesprochen hat, er sei von Shane angegriffen worden. Wie sie mit unterschiedlichen Schülern geredet hat und zu der Konklusion gekommen ist, dass Joe zuerst auf Shane losgegangen ist und nicht umgekehrt. Und wie Vero von Mobbing geredet hat was Shane betrifft.
Aufmerksam hört die Ältere zu. Sie bietet unterdessen der geschätzten Kollegin Gebäck und Tee an.
Dann antwortet sie: "Ich verstehe. Die beiden Schüler*innen waren vor kurzem auch bei mir. ... Diese Angelegenheit sollten wir ernst nehmen, Carolina. ... Mit Nael habe ich mich bereits auch kurz beraten."
Evens nickt. Sie nimmt sich etwas Gebäck. "Nael. Das ist gut. Der kann uns da bestimmt helfen.", sagt sie. "Ich werde auch noch mal mit Joe reden, wenn ich ihn finde. Aber ich glaube, er ist schon nach Hause gegangen."
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Blaze hebt den Kopf ruckhaft, als wäre er grade aus einem Tagtraum erwacht. Ist die Show schon vorbei? Etwas verwirrt schaut er auf seine Hand die er zur Faust ballt und wieder öffnet. Wie haben die das geschafft, das Gefühl, als hätte er einen Horrorstreifen geschaut in ihm zu wecken ohne dass er wirklich aufgepasst hat? Damn... Er setzt sich auf.
"Seltsam", murmelt Viola in Blaze' Richtung. "Wenn ich es nicht besser wüsste, hätte ich gesagt, irgendein großer Zauber ist vor kurzem gewirkt worden. So langsam hat sich die Aura aufgelöst, aber eben konnte ich das noch spüren. Oder spinne ich jetzt schon?"
Darauf hat Blaze keine Antwort. Die Leute klatschen immernoch und er steht auf. Endlich ist die Show vorbei. "Zeit für unsere Parts." sagt er zu ihr und grinst.
Viola nickt gedankenverloren. Sie glaubt nicht, sich getäuscht zu haben, und dass tatsächlich ein Zauber gewirkt wurde. Aber wenn, dann muss es Miss Vanya gewesen sein. Seit Ria nicht mehr hier ist, ist die Lehrerin die einzige Magierin. ... Ach egal, vielleicht hatte der Zauber ja auch gar nichts mit den Schülern zu tun. Sie verwirft den Gedanken und denkt über ihre Aufgabe nach. Bei Vero ist sie zu ungeduldig gewesen. Ursprünglich war geplant gewesen, Aidarias Phiole aus einem Versteck heraus zu nutzen, so dass keiner sie damit in Verbindung bringen kann.. und auch der Grund, warum es mit Shane schwierig wäre, der sie in ihrem Versteck gespürt hätte. Doch da es erst möglich war, ihn von Vero zu trennen, als diese die Vampirin selbst angesprochen hatte, war keine Möglichkeit mehr das im Verborgenen zu machen. Jetzt muss das aber besser klappen und...
FORTSETZUNG FOLGT....
(In Zusammenarbeit mit @Spatz @KFutagoh89 @Ripzha @simscat2 )
(Der Screenshot mit Nouki stammt von @simscat2 )
Charaktere: Schüler und Lehrer
Geschichtsstrang: Halloween in der Brindleton High - Teil 6
Inzwischen
Vero erreicht spät in der Nacht Forgotten Hollow. Sie steigt aus dem Bus und läuft zur Villa Blutrose. Sie atmet durch und klingelt bei der Familie Nebeljäger.
Lilly musiziert am Klavier, als es klingelt. Nanu? Logan hat heute keinen Unterricht und auch sonst erwartet sie niemanden. Sie steht auf. Amüsiert betrachtet Lilly Van Helsing, den sie bereits durch das Glasfenster der Eingangstür sehen kann bevor diese geöffnet wird. Bestimmt für die Trick or Treat-Tradition.
Lilly öffnet und wartet auf den Spruch... bis ihr plötzlich auffällt, wer hinter der Verkleidung steckt. "Vero?", fragt sie verwundert. "Was machst du denn hier?" Ihr fällt ein, dass sie der Teenagerin ja noch einen Gefallen schuldet, weil sie sich hat beißen lassen. Vielleicht geht es ja darum.
Die Schülerin nimmt den Hut ab. "Hallo Frau Nebeljäger, ich brauche ihre Hilfe in einer ganz blöden Sache." Sie wirkt ruhig.
Lilly lächelt. "Komm rein.", sagt sie und tritt zur Seite, damit Vero eintreten kann. Sie führt Vero ins Klavierzimmer und setzt sich neben diese auf das Sofa. "Worum geht es denn?"
Dankend nimmt das Mädchen Platz. Dann schildert sie die Situation. Von Shane, der verdächtigt wird Blaze angefallen zu haben. Das es aber keine Beweise, außer diesen Bissspuren gibt. Vom Mobbing, was seit dem Alltag an der Schule ist und das sie es nicht mehr erträgt wie mit ihrem Freund umgegangen wird. "Shane hat Blaze nicht angegriffen. Er tut sowas nicht. ... Und anstatt dass Viola hilft, das ganze aufzulösen, macht sie beim Mobbing mit ...
Das ist nicht fair ... Sie kann als Vampir im Blut sehen, was richtig und falsch ist ... Bitte Frau Nebeljäger, helfen sie Shane. Er hat es nicht verdient so behandelt zu werden. Können sie nicht mit Blaze reden oder in seinem Blut die Wahrheit sehen?" Hilfesuchend sieht Vero die Erwachsene an.
Lilly selbst hat Blaze immer als netten Jungen kennengelernt und nicht als Mobber, allerdings kennt sie ihn ja auch aus einer ganz anderen Situation heraus und nicht im Schulbetrieb. Ihr gegenüber mag er ja respektvoll sein, doch Lilly ist nicht so naiv um zu denken, dass das auf alle Leute zutreffen muss, mit denen Blaze zu tun hat. Vero wirkt aufrichtig und scheint sich wirklich Sorgen um Shane zu machen.
"Viola hat mir ebenfalls schon von dem Biss erzählt.", sagt sie, "Und auch, dass Shane es gewesen ist. Sie wirkte dabei so, als würde sie das tatsächlich auch glauben." Lilly sieht nachdenklich aus. "Mag sein, dass sie sich da irrt. Mag auch sein, dass du dich irrst und sie Recht hat. Das kann ich nicht beurteilen. Ich kenne Shane nicht. Ich hab ihn einmal gesehen bei einem Schulevent, aber nicht mit ihm geredet. Ich weiß also nicht, ob man ihm so etwas zutrauen kann oder nicht." Sie macht eine Pause. "Ich kann aber mit Blaze reden, wenn ich ihn das nächste Mal sehe. Aber gegen seinen Willen funktioniert das mit dem Blut nicht."
Vero nickt. "Das weiß ich ... man muss damit einverstanden sein ..." Das Viola natürlich nur ihre Sicht ihrer Mutter geschildert hat, war der Teenagerin auch klar. Blaze und sie halten wie Pech und Schwefel zusammen. Und wenn die Zwei dieses ganze Theater wirklich insziniert haben, würde Vero sie beide am liebsten verprügeln. Ihre Abneigung gegenüber den zwei Mitschülern ist enorm. Dann fällt dem Mädchen was ein. "Ist es möglich, dass es ein unbekannter Vampir gewesen ist? Jemand den wir von der Schule gar nicht kennen? ... Zumindest behauptet Viola immer es sei ein Vampir gewesen ... wäre es auch möglich, dass es ein Werwolf oder was anderes gewesen sein?" Dann wirkt das Mädchen wieder traurig. "Es ist einfach unfair, dass Shane wie ein Krimineller behandelt wird, ohne das klare Beweise vorliegen ... Wir, also Shane und ich waren heute auch bei der Rektorin. Er möchte die Schule verlassen ... weil ihn alle nun wegen diesem Vorfall mobben. Das ist einfach nicht fair ... Ich bin mir sicher, dass er unschuldig ist. Es tut mir weh, ihn so traurig zu sehen." Sie steigert sich dermaßen emotional hinein, dass ihr fast die Tränen kommen. ... Hylaeus Aura macht sich bemerkbar. Er hat sich etwas die Hufe vertreten, da er sich tagsüber versteckt hält.
"Eine Werwolfverletzung hätte anders ausgesehen.", stellt Lilly ruhig fest. "Wenn das der Fall wäre hätte Viola Shane nie erwähnt. Möglich, dass es jemand von außerhalb war." Sie spürt, dass sich der Zentaur nähert. Doch es gibt keine Möglichkeit ihn zu warnen.
In diesem Moment kommt Viktor ins Klavierzimmer. Er hatte Gesprächsfetzen gehört und wollte nachsehen.
Und das Mädchen, das dort sitzt, kommt ihm bekannt vor. Es war hier, als an dem Schulreferat gearbeitet wurde. Dass sie hier auch ankommt, als dieses längst abgeschlossen ist, heißt wohl, dass sie eine Freundin von Viola ist und einen Spontanbesuch plante. Wenn sie einfach nur etwas hier liegen gelassen hätte, hätte sie sich früher gemeldet. "Hallo.", sagt er daher, "Viola ist leider nicht hier. Sie ist auf einem Schul-Halloween-Event." Vielleicht reicht das ja schon.
Erst jetzt bemerkt den Zentauren. Vielleicht sollte er ihn aufhalten. "Hab was zu erledigen.", sagt Viktor in Lillys Richtung, ohne die Reaktion des Gastes abzuwarten. Lilly würde schon verstehen.
Viktor flattert los und hat Hylaeus schnell gefunden. "Warte!", ruft er ihm zu.
Noch bevor reagieren kann, ist Violas Vater schon wieder verschwunden. "Von dort komme ich", murmelt sie kurz. Dann spricht sie Lilly erneut an. "Versprechen sie mir, dass sie Shane helfen?" Mehr erwartet die Jugendliche nicht.
Verwundert bleibt Hylaeus stehen. "Was gibts?", fragt er daher.
"Wir haben grad menschlichen Besuch.", erklärt Viktor, "ich weiß nicht, ob es gut ist, wenn du gesehen wirst."
Hylaeus nickt. "Verstehe." Plötzlich schmunzelt er. "Knabe oder Maid?"
Die Frage verwirrt Viktor. "Ich hab keine Ahnung, ob du wirklich verstehst. War ne Freundin von Viola, die offenbar nicht weiß, dass sie gerade unterwegs ist. Wahrscheinlich geht sie auch gleich wieder. Quatscht vielleicht grad noch kurz mit Lilly, weil sie nicht umsonst hergekommen sein möchte." Er zuckt die Schultern.
Lilly ahnt, was Viktor vorhat und sieht zu Vero. "Tja, er kennt zwar den Namen Vero, aber er weiß nicht, wie du aussiehst.", erklärt sie. "Vielleicht besser so." Dann erst beantwortet sie Veros Frage: "Ich kenne Shane wie gesagt nicht. Ich habe keine Möglichkeit, ihn zu kontaktieren, da ich nicht weiß, wo genau er wohnt. Du kannst ihm aber gerne meine Nummer und Adresse weitergeben. Wenn ich kann, werde ich ihm helfen." Sie fährt fort: "Und ich werde auch versuchen, Blaze zu überzeugen, sich die Erinnerungen lesen zu lassen. Allerdings wird Viola dazu wahrscheinlich eher in der Lage sein als ich. Soll ich sie auch bitten, mit ihm zu reden? Oder lieber nicht?"
Das Mädchen nickt. "Hauptsache die Wahrheit kommt ans Licht und die Mobberei hört auf."
"Okay, ich rede mit ihr.", verspricht Lilly. Sie weiß nach wie vor nicht, ob Vero tatsächlich Recht hat über Shane, aber sie würde ihr Wort halten und die Sache zumindest ansprechen. "Kann aber nicht versprechen, dass es wirklich klappt." Sie sieht zu Vero. "Willst du noch was trinken oder so, wenn du grad hier bist?"
"Ich bin ihnen dankbar", sagt sie aufrichtig. "Ein Schluck Wasser wäre toll", nimmt sie das Angebot an.
Hylaeus grinst. "Also eine Maid. So so." Der Hengst läuft weiter auf die Villa zu. "Und wenn sie mit deiner Tochter befreundet ist, dann wird sie sicher von mir gehört haben oder mit anderen 'Fabelwesen', wie uns die Sims so nennen, kein Problem haben." Selbstbewusst läuft der Zentaur weiter und ist in Sichtweite. Viktor zuckt die Schultern. Er hatte nur warnen wollen. Wenn Hylaeus nicht hören will, ist das seine Sache.
Während Lilly das Wasser vorbereitet, redet sie weiter mit Vero: "Wie geht es denn deinem Handgelenk mittlerweile?"
Vero wirkt auf die Frage hin traurig. "Die Ärzte sagen ... haben alles versucht ..." Sie umfasst das Gelenk und wirkt niedergeschlagen.
Hylaeus steht nun am Haus und klopft laut.
Lilly sieht ebenfalls traurig aus, als sie das erfährt. "Tut mir leid, das zu hören. Ich hoffe, so etwas passiert nicht noch einmal." Als es klopft, und sie die Aura spürt, ist ihr klar, wer vor der Tür steht. Offenbar ist es Viktor nicht gelungen, den Zentauren aufzuhalten. Lilly bleibt erst mal stehen.
Dann beichtet Vero: "Es kam heut wegen Shane wieder zum Streit mit Viola ... sie hat mich wieder angefasst und festgehalten ... da hab ich vor Wut nach ihr getreten ..." Das Mädchen zittert leicht. "Ich wünschte ich könnte mich wehren ... aber in dem Moment bin ich völlig hilflos ... das macht mir Angst ..."
"Was?" Das überrascht Lilly. "Und mir erzählt sie immer, sie würde sich an den Waffenstillstand halten." Aber beim letzten Mal, als Lilly Vero besucht hat, hat diese das auch bestätigt. Vielleicht ist erst heute erneut wieder ein Streit ausgebrochen. So oder so ist das nicht okay. Auch wenn sich Lilly nicht vorstellen kann, dass Viola daran alleine Schuld ist. "Wie kam es denn dazu?" Um das Klopfen kann sie sich momentan wirklich nicht kümmern.
Wieder klopft Hylaeus. Verwundert sieht er wahllos an ein Fenster hoch. "Hallo? Jemand da?", ruft er laut.
Viktor hat Hylaeus inzwischen eingeholt. "Warte, ich mach dir auf. Lilly scheint beschäftigt zu sein."
Der Krieger bedankt sich bei Viktor. "Danke. Ohne euch komme ich in eure Behausung nicht rein", grinst er vergnügt.
"Wie gesagt ... wir haben uns hitzig über Shane gestritten ... da ist es eskaliert", Vero versucht ehrlich zu bleiben. "Ich kann ihnen auch mein Blut zum Beweis anbieten."
Dieser Mut beeindruckt Lilly. "Das würde mir die Sache vereinfachen.", sagt sie daher. "Wenn du dazu bereit bist."
Das Mädchen nickt und hält den kranken Arm hin. "Bin bereit."
Gemeinsam mit dem Herbergsvater betritt Hylaeus das Gebäude. "Ich hol mir paar Karotten aus dem Fresskorb", und das Pferdewesen geht ins Wohnzimmer, wo sein Taglager mit einem Weidekorb voller Gemüse bereitsteht.
"Guten Hunger.", sagt Viktor lächelnd. Mittlerweile mag er den Krieger irgendwie.
Lilly nimmt das Angebot an.... sie sieht, in Veros Gedanken, was geschehen ist, angefangen bei den jüngeren Ereignissen.
Sie sieht, wie der Lehrer ankommt, zur selben Zeit, wie Viola Vero wieder runter setzt. Sie sieht wie der Streit so langsam deeskaliert, weil sie die Ereignisse in umgekehrter Reihenfolge kennen lernt. Sie sieht wie Vero und Viola schließlich wieder in der Aula zu sehen sind, wo Vero ihre Tochter ansprach. Und sie sieht das Gespräch zwischen Vero und Shane. Shane scheint sich sicher zu sein, dass das helfen würde. Lilly hat das Gefühl, dass er wohl tatsächlich unschuldig ist. Wenn nur Viola die selben Bilder hätte sehen können... Am Ende kümmert sich Lilly um die Bisswunde, wie es auch Adam getan hat. Als das erledigt ist, sieht sie Vero nachdenklich an. "Du bist zwar nicht ganz unschuldig an der Eskalation.", sagt sie schließlich, "aber natürlich bin ich froh, dass Viola am Ende doch noch zur Vernunft kam. Weißt du, ich glaube, sie hat ein schlechtes Gewissen, auch wenn sie das nicht nach außen zeigt. Ist dir aufgefallen, dass sie dir am Ende ein Friedensangebot gemacht hat?" Aber Lilly versteht schon, wenn Vero in diesem Moment nicht die Lust hatte, darauf einzugehen.
Vero hört zu. Natürlich begreift sie, dass Frau Nebeljäger immer noch Violas Mutter ist und versucht Frieden zu stiften. In dem Fall ähnelt sie ihrem Papa. Hans ist Frieden und respektvoller Umgang genauso wichtig. Daher nickt das Mädchen, bezüglich der Friedensangebot Aussage.
Das die Teenagerin nicht unschuldig an der Eskalation ist, weiß Vero. Sie hat aber nichts zu verbergen und möchte damit ihre Aufrichtigkeit gegenüber der Erwachsenen unterstreichen.
Die Hufe von Hylaeus geben auf den Boden einen markanten Laut wieder. Diesen hört Vero nun auch. Verwundert sieht sie Lilly an. "Hören sie das auch? Diese Geräusche?", fragt sie direkt.
"'Du' ist schon okay. Und ja, ich höre die Geräusche. Ein weiterer Hausgast von uns.", sagt Lilly auf die Hufschritte. Es passt ihr eigentlich nicht, dass Hylaeus so unvorsichtig ist. Viktor wird ihm doch gesagt haben, dass jemand hier ist. Sie weiß nicht, wie Vero darauf reagieren würde... aber andererseits ist die Blondine kein Feigling. "Er ist... kein Vampir und etwas lauter unterwegs."
Bevor sie auf weitere Details eingeht, spricht sie weiter: "Übrigens.. Ich glaube, du hast Recht. Shane schien mir ebenfalls unschuldig zu sein."
Die Zuhörerin nickt. "Ok", sie macht sich bezüglich dem Besuch keine weiteren Gedanken. Als Lilly Shane anspricht, atmet sie über deren Aussage auf. "Das bedeutet mir gerade so viel ... Ich wünschte, viele hätten die gleiche, neutrale Einstellung und würden Shane nicht wegen einem Gerücht oder einer Lüge sofort mobben. ... Es tut nur weh, das alles anzusehen." Besonders enttäuscht ist sie von Chip. Vero fragt sich, was sie an dem früher toll fand. Der Junge hängt eindeutig zu viel mit Volldepp-Blaze ab. Viola verbannt sie erstmal aus ihren Gedanken.
Hylaeus legt sich ab und schnauft zufrieden. Aus einem Eimer trinkt er Wasser. An sich könnte er sich an diesen Luxus gewöhnen. Er weiß aber auch, dass dies eine Ausnahme ist und ist dankbar für die Gastfreundlichkeit der Vampire.
"Und Vero? Danke. Für deinen Mut, mir die Wahrheit zu zeigen." Lilly schielt auf deren Hand. "Ich werde Viola davon berichten, was ich gesehen habe. Vielleicht dringe ich dann zu ihr durch." Sie lächelt.
"Das wäre schön. Ich danke ihnen, Frau Nebeljäger", erwidert das Mädchen lächelnd. Sie hat ein gutes Gefühl.
Das Gespräch scheint sich dem Ende zu neigen. "Ich wünsche dir jedenfalls noch ein schönes Rest-Halloween.", sagt Lilly daher, doch sie gibt Vero noch die Chance was zu sagen, falls sie selber noch etwas anderes klären muss. Sie wünscht, dass die beiden Mädchen ihre Fehde beilegen können und hofft, dass es irgendwie geholfen hat, dass Viola dieses Friedensangebot gemacht hat. Aber sie versteht auch, wenn Vero noch Zeit braucht, bevor sie darauf eingehen kann. Also sagt sie nichts weiter zu diesem Thema.
"Danke. Feiert ihr auch Halloween? Oder wie ist das generell bei Vampiren so?", fragt Vero neugierig. Mit Viola kann sie ja über sowas nicht sprechen.
Lilly schielt zur Statue von Vlad, auf der noch immer der Kürbiskopf zu sehen ist. Auch von der Villa Blutrose aus ist der Platz mti der Statue gut zu erkennen. "Sieh selbst." Lilly muss nun grinsen. "Auch bei uns herrscht Halloween-Stimmung."
Das Mädchen sieht aus dem Fenster. Es schmunzelt. "Find ich cool, dass es überall gleich gefeiert wird." Dem stimmt Lilly zu.
Anschließend läuft Vero in Begleitung von Lilly in Richtung Haustür. Sie kommt am Wohnzimmer vorbei, bleibt stehen und staunt Bauklötze. Verwundert reibt sie sich die Augen. "Was zum?!?", entfährt es ihr.
Hylaeus bemerkt die Besucherin und grinst. "Hi", sagt er ganz locker, während sein Schweif nach einer Fliege schlägt. Mit offenen Mund steht sie neben Lilly und blickt zu der Vampirin.
"Ich sagte ja, der Hausgast ist etwas lauter als ein Vampir.", sagt Lilly. "Er heißt Hylaeus." Dann blickt sie den Zentauren an. "Und das ist Vero.", stellt sie die beiden einander vor.
Der Zentaur erhebt sich. Er wirkt im Stand noch viel riesiger. Vero staunt noch immer. Schmunzelnd reicht der Krieger ihr seine Hand. "Hallo, kleine Maid." Wie ein Kleinkind nimmt sie die Hand und bringt nur ein verlegenes "Hi" hervor.
"Hylaeus, als auch Adam, helfen uns bei einer gewissen Sache.", mischt sich Viktor ein, der gerade in diesem Moment die Treppe hochkommt, "Viola hat dir ja vielleicht schon von Rasputin erzählt." Bei diesen Worten muss Lilly schmunzeln. Er hat also noch immer nicht begriffen, wer das Mädchen ist, beschließt aber, ihn nicht aufzuklären. Wenn, dann kann das Vero selbst machen, wenn sie denn möchte.
Fragend sieht Vero zu Viktor. "Rasputin? Hä?", sie versteht nur Bahnhof. Amüsiert verfolgt der Zentaur das Geschehen.
Ok, offenbar hat Viola nichts erzählt, stellt Viktor fest. "Egal, den Kerl muss man nicht kennen.", sagt er nur. Es gibt keinen Grund, irgendwelchen Random-Mädchen vom Mörder seiner Eltern zu erzählen. Es wäre etwas anderes gewesen, wenn diese Teenagerin zumindest die Grundstory kennen würde. Aber er hat keine Lust, alles auf einmal zu erklären.
Lilly mischt sich jedoch ein: "Und bei der Jagd nach dem Wolf.", fügt sie noch hinzu. Am liebsten hätte sie noch hinzugefügt, dass auch Viola mithilft. Viktor hingegen mustert die Teenagerin mit erhobener Augebraue. Von Rasputin wusste sie also nichts... aber aus Lillys Worten lässt sich schließen, dass das Mädchen über den Werwolf Bescheid weiß.
"Ah ok", antwortet Vero. Mit dem Werwolf kann sie was anfangen. "Ich hoffe, der hat niemand weiter verletzt." Allein beim Gedanken schaudert es sie. Hylaeus erwidert: "Das weiß niemand. So ein Schattenwesen hat keinen ... wie nennt ihr Sims das ... Peilsender?!? ... Jedenfall ist das einer der Gründe, weshalb ich auch hier bin." Nickend schaut sich Vero das Wesen genauer an. "Echt cool ... habe noch nie einen Zentauren gesehen." Was es ist, kennt sie durch die Harry Potter Filme im Kino. Hylaeus lässt sie gewähren. Eitelkeit ist, leider, ein Wesenszug dieser Spezies.
Lilly sieht auf die Uhr. Forgotten Hollow ist nicht ungefährlich um diese Uhrzeit. "Am besten, einer von uns begleitet dich nach Hause, Vero.", sagt Lilly und merkt erst jetzt, dass sie den Namen laut ausgesprochen hat. Jetzt endlich kapiert Viktor, was los ist. "Vero? Etwa DIE Vero, mit der Viola ständig im Streit ist?"
Das Mädchen schaut verlegen zu Viktor. "Schuldig", gibt sie kleinlaut zu. Der Vampir sieht auch bedrohlich aus.
Hylaeus findet die Blondine niedlich. Er geht auf Lillys Aussage ein. "Ich könnt die Kleine nach Hause bringen. So ein kleiner Ausritt tut mir mal gut."
"Ich komm auch mit.", sagt Lilly. Viktor hat keine Ahnung, was Lilly damit bezweckt, doch er sagt nichts.
Hylaeus nickt. Vero schaut den Zentaure begeistert an. "Echt? Ich darf auf dir reiten?" Der Krieger lacht. "Ausnahmsweise, weil ich gute Laune habe." Sie gehen raus und der Zentaur kniet sich nieder. "Halt dich aber gut fest", ermahnt er sie. Das Mädchen nickt. Das würde ihr niemand glauben. Sie ist sichtlich begeistert.
Als sich der Hengst erhebt, hält sich Vero an seinem Lederriemen, der seinen Oberkörper umspannt, fest. Natürlich hat sie in der behinderten Hand weniger Kraft als in der Gesunden. "Bereit?", fragt Hylaeus. "Ja", antwortet die Gefragte entschlossen. "Aber das eins klar ist: Ich bin kein Pony oder sonst was ... du bist ein geduldeter Gast auf meinem Rücken!", stellt der Zentaur nochmal klar. Vero nickt. "Verstanden, Chef!" Bei der Betitelung schwillt die männliche Brust und das Ego an. "Gut. Dann los." Er läuft erst Schritt, geht dann in den Trab und schließlich in den leichten Galopp über. Das Lilly ihnen folgen kann, ist Hylaeus bekannt und daher macht er sich keine Gedanken darum. Sie nehmen eine Waldroute, die sicherer ist.
Lilly folgt in Fledermausgestalt, bis die kleine Truppe schließlich am Ziel ankommt:
Vero bedankt sich für den Transport und wünscht allen eine gute Rückreise. Daheim schreibt sie Ellie, Bea und Shane eine Nachricht.
Auf dem Rückweg sagt Hylaeus zu Lilly: "Du wunderst dich sicher, warum ich die kleine Maid einfach so auf meinen Rücken reiten ließ ... Nun ... als junges Fohlen war ich, bis die Zeitenwende kam, viel in der Simswelt. Dort habe ich mich mit Kindern angefreundet." Er lächelt bei der Erzählung der Erinnerung. "Seit wir im magischen Wald leben, hatte ich keinen Kontakt mehr zu Sims. Daher hatte ich das Bedürfnis nochmal unbeschwert diesen Moment zu genießen." Er galloppiert nun schneller. "Was ist Lilly? Hälst du auch mit?", wie ein verspielter Jährling springt Hylaeus geschickt über Baumstämme oder andere Hindernisse. Er genießt den Ausritt sichtlich.
"Was hälst du denn von einem Wettrennen?`Ich in Fledermausgestalt und du mit deinen Hufen?", fragt Lilly.
"Logo ... auf geht's!" Der Hengst beschleunigt noch mehr und galloppiert irre schnell die Waldwege entlang. "WOOHOO!", ruft er begeistert. Das Adrenalin durchfließt seine Adern. Sein Atem ist deutlich zu hören.
Lilly genießt es in diesem Moment, einfach mit Hylaeus rumzualbern. Der Hengst ist schnell, doch da Lilly in Fledermausgestalt die Luftlinie nehmen und Hinternisse leicht überwinden kann, ist sie dennoch schneller. Sie wartet am vereinbarten Zielpunkt und grinst.
Der Zentaur verlangsamt seinen Schritt, als er zu Lilly aufschließt. "Wow. Das war irre gut. Später schlafe ich richtig gut", feixt der Krieger ungewohnt kindlich.
"Das glaube ich.", lächelt Lilly. Dann stellt sie ihre Frage: "Gibt es schon Pläne, wie es mit dem Werwolf weiter geht?"
Der Zentauer erwidert nur: "Adam wollte sich melden. Er ist aktuell in der Vampirwelt. Mehr weiß ich nicht. Und ich konnte keine auffällige Aura rund um euer Haus spüren."
Auch Lilly hatte keine Aura gespürt, und wenn Viola oder Viktor etwas befürchteten, hätte sie es erfahren. "Ich mache mir Sorgen um Viola.", sagt sie schließlich ganz unvermittelt
Der Krieger hört zu und erwidert: "Geht mich zwar nicht direkt was an ... aber ... wenn du reden möchtest? ... Nur zu." Er ist sehr direkt.
Lilly erzählt davon, was sie von Vero erfahren hat: Dass es wieder zum Streit zwischen den beiden kam. "Ich möchte nicht, dass die Stimmung irgendwann so eskaliert, dass wieder jemand verletzt wird.", sagt sie. Sie weiß schon, dass Hylaeus nichts ändern kann aber es hilft ihr einfach, ihre Gedanken zu ordnen und zu erzählen.. Und Viktor ist gerade nicht hier, daher ist es der Zentaur, mit dem sie ihre Sorgen teilt.
"Nun", Hylaeus nimmt sein Messer und betrachtet es. Alte Kriegermarotte. "Bei uns Zentauren klären wir das durch Rangkämpfe. Aber das ist nur bedingt 1:1 auf Sims übertragbar. ... Auch ist es wichtig zu wissen, also als wie die sagen 'Fabelwesen', wo man steht. Das man natürlich anders ist als ein Sim. Sei es stärker, unsterblich, usw. ... Als ich ein Fohlen war, musste ich lernen, wo meinen Grenzen sind. Das ist wichtig. Sonst kommt die Meute mit Mistgabeln und Fackeln."
"Naja, ich bin froh, dass sie sich rechtzeitig zurückhalten konnte bevor sie ihren Rangkampf beenden könnte.", sagt Lilly seufzend. "Ich werde mal mit ihr reden müssen."
Der Zuhörer nickt nur. "Jede Spezies ist anders. Da kann ich schlecht für alle sprechen. Aber redet hilft sicherlich." Er kann nicht viel dazu beitragen eine Lösung zu finden. "Die Maid war jetzt recht umgänglich. Wundert mich also, dass die mit deiner Tochter nicht klar kommt und umgekehrt."
"Hab ich mich auch schon gefragt. Beide haben auch eine gewisse Sturheit, wenn es drauf ankommt.", hier muss Lilly dann doch grinsen. "Und Mut. Eigentlich schätzt Viola das, wenn die Leute mutig sind." Mittlerweile ist die Villa wieder in Sichtweite. "Aber in einem Punkt bin ich stolz auf meine Tochter." Sie erzählt nun, wie sie das Friedensangebot in Veros Blut gesehen hat... "Auch wenn ich fürchte, dass Frieden trotzdem nciht so leicht sein wird."
Schulterzuckend erwidert Hylaeus: "Mut hat viele Gesichter ... nur weil jemand einen Drachen bekämpft, ist das noch lange nicht mutig. Verstehst du? Vielleicht interpretiert Viola Mut falsch ... keine Ahnung ... Ich bin beeindruckt, wenn jemand einen Manticore besiegen kann ... Bei Meister Cheiron ... die Biester sind echt krass ... da ist ein Werwolf lächerlich dagegen."
Lilly wirkt nachdenklich.
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Viola wird erst jetzt auf das Geschehen aufmerksam. Sie spürt die Magie und weiß, dass es nicht nur Show ist... Leyla verwandelt die Leute tatsächlich zu Stein. Was zum?? Die Aura fühlt sich an wie Magie... allerdings anders als bei Aidaria oder anderen Magiern, die sie kennt. Es scheint geliehene Magie zu sein, oder zumindest schwächere. Doch sie ist zu vielen anderen mythischen Kreaturen begegnet, um jetzt panisch wegzurennen.
"Echt mal, Leyla, und alle halten mich immer für die Böse!", knurrt Viola. Sie hält sich ihren Arm vor die Augen um dem Fluch nicht zu erliegen... doch die Aura verrät ihr auch so, wo Leyla ist. In der Mythologie wurde Medusa durch ihr eigenes Spiegelbild besiegt... doch wo soll sie jetzt so einen Spiegel hernehmen? Viola hat selten einen Handspiegel dabei... wozu auch, wenn sie sich darin eh nicht sehen kann?
Auf Nouki aufmerksam geworden, lacht Leyla teuflisch. Sie hat ihr nächstes Opfer in Visier. Sie umkreist die Mitschülerin und spricht etwas in einer Sprache, die keiner versteht. Sie kichert immer wieder.
Leon, der sich nach dem Gespräch mit Kaplan und einem Snack die Beine vertreten möchte, kommt zur Aula und bemerkt den Tumult. "Was zur Hölle!", setzt er an, als der Junge realisiert, dass Nouki von Leyla bedroht wird. Ein Schalter legt sich in ihm um. Wut schnaubend läuft er in Richtung Bühne. "Hey! Lass Nouk in Ruhe!" Die Medusa dreht sich um, lacht und auch Leon wird augenblicklich zu Stein.
Tani schaut gerade Richtung Bühne, als sie die versteinerten Schüler sieht. "Ernsthaft? Gut, dass ich die Kostüme nicht anfertigen musste." Angeödet schaut sie zu Nouki, anschließend zu Leyla. "Großes Kino, totaaaal..." Entnervt rollt sie mit den Augen.
Diese Provokation bemerkt das Schlangenmädchen. "Ssssei sssstill!", faucht sie Tania an und auch diese wird durch den Blick Kontakt zu einer Steinstatue.
"Schau sie nicht an.", zischt Viola Blaze zu. "Und besorg nen Spiegel, während ich sie ablenke." Die Fashiongirls haben bestimmt irgendwelche Spiegel in ihrem Gepäck, doch dazu müsste sie die erst mal finden, samt deren Rucksäcken. Mit dem Arm vor den Augen ist das schwierig. Schließlich ist Viola auch in Fledermausgestalt keine echte Fledermaus... und orientiert sich anders als diese mit ihren Augen.
Trotzdem verwandelt sie sich in eine Fledermaus. Mit geschlossenen Augen sucht sie Leylas Aura und flattert auf die Mitschülerin zu. Sie versucht die Schlangenköpfe zu erwischen, was mit geschlossenen Augen jedoch nicht so einfach ist, trotz der Aura. Hoffentlich kann sie Leyla lange genug ablenken, bis jemand tatsächlich mit einem Spiegel antanzt. Ob das auch hier klappt oder nur in der Mythologie, weiß sie nicht, doch irgendwas müssen sie versuchen.
Die Schlangenhaare der Medusa schnappen nach Viola. Ihren großen Fangzähnen sollte sie nicht zu nahe kommen.
Als der Tumult auf und um die Bühne herum mehr wird, kommt wieder Leben in Chip. Er richtet sich ungläubig auf und rammt Blaze unsanft den Ellbogen in die Rippen. "Hey, schieb ich n Film oder werden da Leute versteinert? " Das kommt doch nicht von der einen Pfeife draußen Denize ist irgendwo hinter der Bühne, wenn da was nicht stimmt, dann.. Er springt auf. "Ich muss zu Denize." Er stürmt nach vorne und wühlt sich durch bis in die Kulissen.Sie steht bei Nadine und Bea. "Alter, was geht da ab? Habt ihr das mitbekommen?" Besorgt sieht er seine Freundin an. "Geht's dir gut? Da sitzen überall Stauen herum, die mal Sims waren. Sag mir bitte dass ich grad nen Horrortrip hab oder was ist da los?"
Denize steht am Vorhang und ihr Gesicht ziert Entsetzen. „Das gehört nicht zur Show.“ sagt sie zu Chip mit hoher nach Luft schnappender Stimme. „Ich weiss nicht was los ist.“
Empört reibt sich Blaze die Rippen und sieht Chip nach während er Violas Worte hört. Hä was? Er hat zwar zum Theater geschaut, war aber abwesend und nur die Blickrichtung hat gestimmt. Jetzt ist er wieder bei sich und realisiert die versteinerten Sims. Echter Stein? Spiegel? Er braucht einen Moment um alles zu verarbeiten bis er Viola als Fledermaus die Medusa umschwirren sieht. Den Mythos kennt er aus Filmen aber wie zum Teufel ist das hier passiert?!
Artjom steht da mit herunterhängenden Armen. Er wollte vor Sekunden noch die Story mit seiner Erzählstimme ergänzen aber das gehört so überhaupt nicht zur Show. Sie wollten zwar ein wenig improvisieren, denn das muss man wenn Zuschauer teil des Stücks werden aber das? Um ihn herum bricht entsetzen, erstaunen, Ratlosigkeit und Unruhe aus. Er ist wie zu Stein erstarrt. Noch nicht im wahrsten Sinne des Wortes, aber bald wenn er sich nicht zusammen reisst. Allerdings will dieses Szenario nicht in seinen Kopf. Das ist nicht real. Er hat eine Menge Geschichten und Comics gelesen in denen Personen und Schurken ähnliche Fähigkeiten hatten, aber all die Gegenmassnahmen die die Protagonisten versucht haben sind wie weggeblasen. Er kann das gesehene nicht verarbeiten.
Nadine beobachtet von ihrer Position aus alles und fängt sich schnell wieder. Hat Artjom wieder was am Drehbuch geändert? War ja klar dass sie das nicht mitbekommt. Sie schaut zu ihm, der dort reglos im Raum steht. Wirkt nicht als wüsste er was da vorgeht. Aus einer Kurzschlussreaktion heraus legt sie den Lichtschalter um für den sie zuständig ist und taucht die ganze Aula in Dunkelheit. Nur noch ein wenig Licht kommt durch die Tür vom Flur. Durch die Schülerschaft raunen erschrockene Schreie und Verwirrung durch die Finsternis.
Artjom wird angerempelt und stösst gegen eine Steinstatue die einmal Dave gewesen sein mochte. Sie fällt laut zu Boden und das reicht um ihn aus seinem Schock zu befreien. Im nächsten Moment wird es Finster.
Shane springt auf. Trotz der Dunkelheit kann er genug sehen um auszumachen was auf der Bühne vor sich geht, nur erklären kann er es nicht. Er beobachtet allerhand Reaktionen. Panik, Stress, Freude an der Show, Missmut über den Tumult. Doch er spürt dass es echt ist. Medusa ist echt. Und was macht Viola da? Er sieht Blaze aufspringen und zur Tür hinaus laufen. Shane verwandelt sich und fliegt ihm hinter her durch die Tür bevor diese ins Schloss fällt. Blaze unter ihm findet kaum halt auf dem Boden als er abbiegt und auf die Toilette zu rast. Eigentlich ein guter Zeitpunkt ihn allein zu stellen…
Blaze spurtet durch den Flur, stösst die Toilettentür auf und bremst so abrupt dass er hinfällt wärend er sich an den Waschbecken festhält und rappelt sich sofort wieder hoch. Er sieht sich im Spiegel an, dann fährt sein Blick den Kanten entlang. Zu gross zum mitnehmen. Ohne zu zögern reisst er die Papiertücher aus dem Kasten, viele fallen zu Boden, dann wickelt er sich die die er erwischt hat um die Faust. Er denkt an Viola und das Bild einer versteinerten Fledermaus die auf den Boden fällt und zerbricht drängt sich vor seine Augen. Er schliesst sie und schlägt zu.
Bea starrt hinter den Kulissen auf die Szene. Das gehört sicherlich nicht zur Show! Geschockt verfolgt sie das Alles.. Zum Glück scheint Leyla grad nicht an die Leute zu denken, die hinter den Kulissen stehen. Doch gerade, als sie die Idee hat, Leyla mit dem Bühnenscheinwerfer zu blenden, macht jemand das Licht aus.
Tim Breuer blinzelt unter seinem Stuhl hervor. Einige Schüler in der Nähe scheinen zu Stein verwandelt sein... Er hört, wie Leute rumrennen und rufen, wie Türen schlagen, wenn Leute aus dem Raum rennen... Er sieht, wie Viola um Leyla herumschwirrt... und dann.. ist plötzlich alles dunkel. Nicht, weil er zu Stein erstarrt wurde, sondern weil jemand das Licht in der Aula ausgemacht hat. Er weiß nicht, was er tun soll... Soll er abhauen? Soll er was tun? Er ist doch sonst so klug... Er kennt zwar die Legende über Medusa, doch er hat keinen Spiegel da.
Evens erkennt schnell, was vorgeht. Sie weiß, dass Vanya für ein paar Special Effects sorgen soll. Ist das ihr Werk? Geht das nicht etwas zu weit? Evens glaubt nicht, dass die Verwandlung für immer andauert. Das würde Vanya nicht zulassen. Aber weiß Leyla das? So wie es scheint, kümmert es sie nicht, wen sie erwischt.. Evens nutzt aus, dass Leyla von Viola abgelenkt wird, um aus der Aula zu laufen. Sie muss Vanya finden.
Viola unterbricht ihren Flug nicht. Immer wieder fliegt sie auf Leylas Kopf zu, schafft es auch mal, die Schlangenköpfe zu erwischen... bis sie plötzlich einen stechenden Schmerz im Bein spürt. Einer der Schlangenköpfe hat sie mit seinen spitzen Zähnen erwischt. Durch den Schock vergisst sie, die Fledermausgestalt zu halten. Sie schreit kurz auf und stürzt in humanoider Gestalt zu Boden, rappelt sich aber schnell wieder auf. Zum Glück ist es keine Giftschlange. Es ist der Blick, der gefährlich ist. Trotzdem schmerzt es.
Viola hätte die Chance nutzen können, um abzuhauen. Doch erstens will sie keine Schwäche zeigen... erst recht nicht vor Idioten wie Leyla... und zweitens würde sie Blaze nicht im Stich lassen wollen. Sie muss ihm die Zeit erkaufen, einen Spiegel zu finden, bevor er selber verwandelt wird. Daran, dass er zurück kommen würde, zweifelt Viola keine Sekunde.
Zum Fliegen braucht Viola das Bein nicht, und so verwandelt sie sich wieder. Sie muss ihre Taktik ändern. Der Kopf ist zu gefährlich. Und daher fliegt sie diesmal tiefer, außer Reichweite der Schlangen. Sie bereitet sich auf einen schmerzhaften Aufprall vor.. und fliegt Leyla in voller Geschwindigkeit gegen den Magen, um sie aus dem Gleichgewicht zu bringen. Dabei tropft etwas Blut der Beinwunde auf Leylas Outfit. Davon weiß Viola allerdings nicht. Sie hält ihre Augen noch immer geschlossen und orientiert sich an der Aura, die sie spürt.
Das blanke Entsetzen spricht aus Noukis Blick. Sie verfolgt Violas Attacken, die Leyla kaum irritieren. Mit einem Aufschrei schleudert sie die Kristallkugel in Richtung Medusa, verfehlt aber knapp und steht jetzt ohne eigenen Schutz da. Panisch rennt sie von der Bühne und flüchtet sich hinter einen der Vorhänge. Sie prallt gegen einen versteinerte Kim, die wohl schon vor ihr vergeblich hier Zuflucht gesucht hat. Übelkeit steigt in ihr hoch, trotzdem verharrt sie neben der grusligen Gestalt und nutzt sie als Schild.
Sie sieht Breuer unter einem der Stühle hervor schauen. "Bleib da unten und schau nicht hoch." zischt sie ihm zu. Sie weist warnend mit dem Finger auf die Kim-Statue vor sich. Dann wird es finster, nur schemenhaft kann sie die Leute und Gegenstände im Saal erkennen. Nouki hält den Atem an. Herauswagen und Leyla ausknocken? Eine Sirene schrillt und erschreckt sie zu Tode. Nouki klammert sich an 'Kim' und stürzt mitsamt der Statue zu Boden. Ein Knacken, als würde ein Baum gefällt, dann kullert der steinerne Kopf in Richtung Bühne davon und bleibt leise schaukelnd davor liegen. Noukis Finger krallen sich noch an den rauen Kanten der Bruchstelle fest, dann muss sie sich übergeben.
Shane siegt über seine Wut und landet vor dem Rektorenzimmer. Er stösst die Türen auf um zu Frau Fernández zu gelangen mit der er zuvor noch gesprochen hat, „Frau Rektorin! Wir werden angegriffen. Die Schüler… sie werden zu Stein!“ in der nächsten Sekunde schrillt ein lauter durchdringender Ton durch die ganze Schule.
Kalea sitzt ruhig in ihrem Stuhl und trinkt eine Tasse Tee. Sie sieht auf und begrüßt Shane freundlich. "Hallo, was hast du auf dem Herzen?"
Nadine rennt zu Denize. „Ich hab den Feueralarm eingeschaltet.“ sagt sie zu den Umstehenden. „Los raus hier. Passt auf wo ihr hintretet.“ das Licht ist immer noch aus, in der Hoffnung dass im Dunkeln keiner das Monster ansehen kann und sie sich jetzt auf den Boden konzentrieren um heraus zu finden.
Plötzlich umgibt die Szenerie dichter Nebel. Die Konturen der Protagonisten verschwimmen. Der Nebel hüllt die komplette Schule ein. ...
Im nächsten Augenblick erscheint das Theaterstück. "Ich zeiige dirr jemanden, der es weiß", sagt Nouki. Sie deutet theatralisch in eine Richtung, wo ein Geist auftaucht. Es ist Lashawn, die sich alle Mühe gibt, gruselig zu sein. Leyla hat wegen ihrem beschmutzten Kleid einen Nervenzusammenbruch erlitten. Ihre Freundinnen brachten sie direkt heim. Sie fällt daher fürs Bühnenstück aus. Die Zuschauer des Theaters, seien es Viola, Blaze, Chip, Shane oder andere Schüler*innen ... sie alle sitzen da. Unterhalten sich, lachen, schauen dem Spektakel zu, welches die Theater AG zum Besten gibt. Als sei all das, was geschehen ist... niemals passiert ... War das ganze nur ein Traum? Einzig das schaurige Gefühl, was Halloween ausmacht, ist geblieben.
Zufrieden lehnt sich Miss Vanya zurück. Ihr Werk ist getan.
Nach ihrem Auftritt atmet Lashawn auf. "Oh Jesus ... Ik hatte so viel Lampenfieber", sagt sie zu Bea.
"Du warst toll!", lobt Bea Lashawn, "Ich habe immer noch ein richtig gruseliges Gefühl von dem Auftritt." Darüber freut sich das Mädchen sehr.
Tani bemerkt einen starken Kopfschmerzen. Oha, was ist jetzt los?! Wie sie es hasst, wenn ihr Körper nicht mitspielt. Sie schaut in Richtung Bühne. Schulterzuckend bewegt sie sich in eine Ecke des Raums und langweilt sich.
Leon, der von der Mensa in Richtung Aula läuft, verspürt nen Kopfschmerz Impuls. Ungewöhnlich, sonst plagt ihn sowas nicht. Er erreicht die Aula und sieht Noukis Rolle zu. Er ist sehr stolz auf sie und lächelt.
Ellie blinzelt. Ihr kommt so vor, als hätte sie grad wirres Zeug geträumt. Irgendwas mit irgendner Medusa... Komisch, Leyla ist doch schon vorher gegangen! Und als sie die Augen öffnet, ist nur Lashawn als Geist vor ihr. Komisch... Naja, egal. Sie spielt ihre Rolle als Opfer der Wahrsagerin weiter.
Viola blinzelt. Sie sitzt neben Blaze auf ihrem Stuhl. Doch die Aura von Magie liegt in der Luft, als ob gerade ein großer Zauber gewirkt wurde. Und ihr Bein tut weh... sie schaut drauf und bemerkt einen blauen Fleck... Oh right. Vero hatte sie ja getreten. Trotzdem, irgendwie komisch, vor allem, da sie die Magie in der Luft noch immer irgendwie spüren kann. Sie sieht sich um, ob noch jemand anderem irgendetwas seltsam vorkommt.
Artjoms erster Gedanke ist, dass er sich gleich ein Ibu reinpfeifen muss, sonst wird der Abend die Hölle. Der Geist Verschwindet wieder und Ellie spielt ihre Rolle in dem sie panisch das Zelt verlässt. Sein part ist erledigt. Fast. Er lacht böse gemeinsam mit der Hexe und verschwindet hinter dem Vorhang der das 'Zelt'-Innere vor den Augen des Publikums verbirgt.
Denize beobachtet die Szenen. Warum muss sie ausgerechnet jetzt Kopfschmerzen bekommen. Jetzt wo sie dran ist. Sie ignoriert den Impuls sich zu setzen und geht vor die Bühne. In der Hand hält sie ein Mikrophon.
Ein stechender Schmerz durchzuckt Nouki. Sie kneift die Augen zusammen und schüttelt kurz den Kopf. Ihr Hexenlachen, das sich mit Artjoms Gelächter mischt, dröhnt unangenehm in ihrem Kopf und für eine Sekunde verspürt sie den Wunsch die Kristallkugel vor sich zu packen und ins Publikum zu schleudern. Was ist los?Gott sei Dank fällt der Vorhang kurz darauf. Ein kurzer Blick zu Artjom. Sie würde gerne was sagen, aber er redet gleich mit den anderen und Nouki beteiligt sich kurz an den aufgeregten Gesprächen. Der Auftritt ist gut gelaufen, alle haben mitgespielt und ihren Spaß gehabt. Als Denize draußen anfängt zum Publikum zu sprechen, entfernt sich Nouki vom Rest der Truppe und geht sich umziehen. Das Hochgefühl des Auftritts verfliegt langsam und ein Bedürfnis nach Frischluft kommt auf.
"Mein Name ist Amelie, ich arbeite schon lange hier bei diesem Zirkus. Haben Sie sich heute Abend vergnügt? Hatten sie Spass auf unserem Jahrmarkt? Sie, da… ich habe sie gesehen wie sie in das Zelt von Madame Deville gegangen sind. Warum haben Sie das gemacht?" Sie versucht sie möglichst unschuldig zu geben und geht auf Ellie zu die wieder auf ihrem Platz sitzt. Sie hält ihr das Mikrophon hin.
Ellie hat sich mittlerweile wieder von ihrem seltsamen Tagtraum erholt, als sie von Denize in ihrer Rolle als Amelie angesprochen wird. "Ich wollte das doch nicht mit Harold." Sie schluchzt und wundert sich selbst darüber, dass ihr sogar ein paar Tränen rauslaufen, obwohl das alles ja nur Schauspiel ist. "Aber meine Angst hat sich bewahrheitet! Ich wurde verflucht!" Noch mehr geschauspielertes Schluchzen.
Denize blickt sich verwirrt im Publikum um. "Sie meinen... aber wie kann das sein? Madame Deville und ihr Assistient...." betroffen fast sie sich an den Hals und schluckt. "Sie sind doch schon seit drei Jahren tot."
Nadine schaltet auf ihr Stichwort das Hauptlicht aus und sie überkommt ein Déjà-vu als die Aula ins Dunkel getaucht wird. Was wahrscheinlich nur Logisch ist, da sie das oft genug geprobt hatten. In der Dunkelheit lachen Clown Jack und Madame Deville erneut bis es verhalt und Nadine das Licht langsam wieder aufdreht. Der Vorhang geht auf und die Schauspieler als auch die Crew stehen dort um sich unter Applaus zu verbeugen. Artjom fühlt noch dieses seltsame Gefühl. Verdammt, die Show hat er verflucht gut gestaltet.
Ellie ist begeistert von der Show und klatscht. Sie freut sich, eine kleine Rolle in dem Stück gespielt zu haben. Sie muss unbedingt Vero davon erzählen! Erst jetzt fällt ihr die Szene mit Vero und Viola wieder ein. Sie Show hat sie wirklich auf andere Gedanken gebracht!
Statt aufzustehen und zu applaudieren wartet Shane noch immer auf Vero. Doch sie kommt nich zurück. Viola ist längst wieder da aber was ist mit seiner Freundin? Er blickt auf sein Handy. Eine Nachricht von ihr! Schnell öffnet er die App und liest:
Ich war vorher in Forgotten Hollow. Dort habe ich mit Violas Mutter geredet. Sie hat mir versprochen uns zu helfen. Ich hoffe mit den vielen Hilfestellungen endet bald dieser Mobbing Terror.
Und was richtig cool war: ich bin auf einen Zentauren heim geritten. Das war mega cool. Kommst du nach der Halloween Feier noch zu mir? Liebe Grüße, Vero
Zu erst ist er verwirrt. Zentauren? Violas Mutter? Jetzt? Er steht vor aufregung auf ohne die Nachricht aus den Augen zu lassen. Kommst du nach der Feier noch zu mir? Shane ist schwindlig, das sind zu viele emotionen die nicht zu einander passen. Der Spuk von vorhin, der Ärger darüber dass Vero weg ist, das klopfende Herz über die Einladung. Nach Halloween? Was soll er denn hier allein? Die Wut ist wie immer in lezter Zeit stärker und sein dunkles Ich redet ihm allerhand Dinge ein. Warum ist sie nicht zurück gekommen? Warum haut sie ab ohne etwas zu sagen? Warum regelt SIE seine Angelegenheiten? Weil er zu blöd dafür ist? Er beginnt stärker und schneller zu atmen.
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Evens ist begeistert von ihrer Theater-AG und kommt aus dem Klatschen nicht mehr raus. Die Show gehört zum Event und wird nicht benotet, aber wenn, hätte jeder eine 1+ verdient. Als der Applaus verebbt, erinnert sie sich jedoch an das Versprechen, das sie Vero gegeben hat. Sie steht auf und klopft bei Kalea an die Tür.
"Herein", ruft die Rektorin. Sie wälzt Akten und Formulare.
Evens begrüßt Kalea, setzt sich, und erzählt ihr dann von den Ereignissen: Wie Joe Dark sie angesprochen hat, er sei von Shane angegriffen worden. Wie sie mit unterschiedlichen Schülern geredet hat und zu der Konklusion gekommen ist, dass Joe zuerst auf Shane losgegangen ist und nicht umgekehrt. Und wie Vero von Mobbing geredet hat was Shane betrifft.
Aufmerksam hört die Ältere zu. Sie bietet unterdessen der geschätzten Kollegin Gebäck und Tee an.
Dann antwortet sie: "Ich verstehe. Die beiden Schüler*innen waren vor kurzem auch bei mir. ... Diese Angelegenheit sollten wir ernst nehmen, Carolina. ... Mit Nael habe ich mich bereits auch kurz beraten."
Evens nickt. Sie nimmt sich etwas Gebäck. "Nael. Das ist gut. Der kann uns da bestimmt helfen.", sagt sie. "Ich werde auch noch mal mit Joe reden, wenn ich ihn finde. Aber ich glaube, er ist schon nach Hause gegangen."
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Blaze hebt den Kopf ruckhaft, als wäre er grade aus einem Tagtraum erwacht. Ist die Show schon vorbei? Etwas verwirrt schaut er auf seine Hand die er zur Faust ballt und wieder öffnet. Wie haben die das geschafft, das Gefühl, als hätte er einen Horrorstreifen geschaut in ihm zu wecken ohne dass er wirklich aufgepasst hat? Damn... Er setzt sich auf.
"Seltsam", murmelt Viola in Blaze' Richtung. "Wenn ich es nicht besser wüsste, hätte ich gesagt, irgendein großer Zauber ist vor kurzem gewirkt worden. So langsam hat sich die Aura aufgelöst, aber eben konnte ich das noch spüren. Oder spinne ich jetzt schon?"
Darauf hat Blaze keine Antwort. Die Leute klatschen immernoch und er steht auf. Endlich ist die Show vorbei. "Zeit für unsere Parts." sagt er zu ihr und grinst.
Viola nickt gedankenverloren. Sie glaubt nicht, sich getäuscht zu haben, und dass tatsächlich ein Zauber gewirkt wurde. Aber wenn, dann muss es Miss Vanya gewesen sein. Seit Ria nicht mehr hier ist, ist die Lehrerin die einzige Magierin. ... Ach egal, vielleicht hatte der Zauber ja auch gar nichts mit den Schülern zu tun. Sie verwirft den Gedanken und denkt über ihre Aufgabe nach. Bei Vero ist sie zu ungeduldig gewesen. Ursprünglich war geplant gewesen, Aidarias Phiole aus einem Versteck heraus zu nutzen, so dass keiner sie damit in Verbindung bringen kann.. und auch der Grund, warum es mit Shane schwierig wäre, der sie in ihrem Versteck gespürt hätte. Doch da es erst möglich war, ihn von Vero zu trennen, als diese die Vampirin selbst angesprochen hatte, war keine Möglichkeit mehr das im Verborgenen zu machen. Jetzt muss das aber besser klappen und...
FORTSETZUNG FOLGT....
(In Zusammenarbeit mit @Spatz @KFutagoh89 @Ripzha @simscat2 )
(Der Screenshot mit Nouki stammt von @simscat2 )