Forum Discussion
Ripzha
3 years agoSeasoned Ace
Ort: Brindleton Bay - Brindleton High
Charaktere: Schüler und Lehrer
Geschichtsstrang: Halloween in der Brindleton High - Teil 7
"Vero, wo bist du?" Ellies Ruf holt Viola aus den Gedanken. Die Krankenschwester weiß wohl nicht, dass ihre Freundin längst nicht mehr da ist. Hm, egal.
Mit Ellie wäre es sicher einfacher, zumal Viola sich dann auch wieder verstecken könnte. Doch sie hat mit der Mitschülerin keine Fehde und eigentlich auch nichts gegen sie. Leyla fällt als Opfer auch weg, da sie nicht mehr da ist. Bleibt im Grunde also nur Shane oder Tim.
In diesem Moment kommt auch bei Ellie und Bea eine Nachricht an: >Hi ihr Lieben, ich bin nun daheim. Macht euch keine Sorgen. Kuss Vero<
Ellie seufzt. Na dann kann sie ja lange nach ihr suchen. Warum ist Vero gegangen? Wenn Viola sie verletzt hätte, hätte sie das in der Nachricht doch bestimmt erwähnt, oder? Sie schreibt kurz ein "OK, dir noch einen schönen Tag" zurück. Sie würde Vero irgendwann mal fragen, aber lieber persönlich als per Chatnachricht.
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Artjom steht bei den anderen und begeistert sich für die Show: "Habt ihr mega gut gemacht. Alle." lobt er und sein Blick fällt auf Nouki. Der Ärger kommt wieder hoch. Sie wird sich jetzt erstmal umziehen und ihr Pilzkustüm auffrischen. Zeit genug um Tania zur Rede zu stellen. Er wünscht den anderen noch viel Spass auf der Party und verlässt die Bühne. Er schaut sich um und entdeckt die Römerin gelangweilt in einer Ecke. Selbstbewusst geht er auf sie zu. "Hast ne Minute?" fragt er sie und nickt Richtung Flur.
Überrascht schaut Tani zu Artjom. "Klar." Im Flur angekommen, dreht sie sich zu ihm. "Was ist los?"
Artjom schaut sich um, keiner zu sehen. Er öffnet die Tür zum Klo und schiebt sie dort rein. Hinter sich schliesst er die Tür und stellt sich davor damit sie nicht auf die Idee kommt sich dem Gespräch zu entziehen. Die Szene ist beiden bekannt nur etwas ist anders.... "Was hast du Nouki erzählt?" fragt er direkt.
Ach, daher weht der Wind. "Nur die Wahrheit. Wir hatten was miteinander und fertig." Sie verschränkt die Arme.
Artjom mustert sie voller Unverständnis. "Zum Teufel. Wieso?!"
Verwundert runzelt Tani die Stirn. "Wie wieso? Nouki ist meine Freundin, das gehört sich einfach. Abgesehen davon habe ich das Gefühl, dass sie mehr empfindet für dich. Was wäre ich da für eine Freundin, wenn ich sie diesbezüglich anlüge?"
Er lacht verständnislos, blickt zu Seite und wieder zu Tania. "Ja na klar." meint er Ironie durchtränkt und macht einen Schritt auf sie zu. Sie wirft den besten Fick den sie rundum haben kann, für etwas weg was nicht relevant ist? "Wir wissen beide, dass du einen scheiss drauf gibst wies Nouki geht. Sonst hättest dus für dich behalten und alle wären Glücklich gewesen. Vor allem wenn du schon weisst was sie empfindet.... Es sei denn du denkst, wenn ich dich nicht vögel, dann keine." Mit abwertendem Blick macht er einen weiteren Schritt auf sie zu, "Von wegen Freundin." Da er selber die eine oder andere Sache mit schnellem unverbindlichen Vergnügen kompensiert, geht er davon aus, dass es Tani genau so handhabt. Der Grund ist vollkommen Schnuppe, auch wenn sie einfach nur eine Nymphomanin wäre. Tani hätte, wenn sie die Klappe gehalten hätte, vielleicht nicht mal drauf verzichten müssen. "Red Nouki keinen Scheiss ein. Du und ich, wir haben nichts mehr miteinander zu tun, es war nur kurz und ist schon eine ganze Weile her, und komm ja nich auf die Idee ihr irgendwas anderes aufzutischen." Er drängt sie, ohne sie anzufassen, soweit zurück bis sie an die Wand stößt. "Oder ich schwöre, ich sorg dafür, dass bald die ganze Schule über dich bescheid weiß." Artjom tritt zurück und sieht sie drohend an bis er rückwärts bei der Tür ist, um der Ansage Ausdruck zu verleihen. Spätestens wenn Nouki sie nach den anderen Typen fragt, wird Tania wissen, dass er es ernst meint.
Ungläubig wird Artjom von Tani gemustert. "Ist das wirklich dein Ernst? ... Ich versteh überhaupt nicht, wo dein Problem jetzt ist." Ihre rechte Hand berührt ihre Stirn und sie schüttelt nur mit dem Kopf. "Ich habe keinen Scheiss erzählt, ich habe einfach gesagt, was Sache ist. Du kannst doch trotzdem mit Nouki zusammen kommen. Wieso sollte ich denn bitte noch ein Interesse haben mit Dir zu schlafen, wenn ich weiß, dass meine Freundin Gefühle für dich hat?!"
Mit ernster Miene schaut sie in seine Augen. "Ernsthaft, du kannst mir gerne drohen, oder was auch immer herum erzählen über mich. Dann bitte. Mach ruhig. Aber überleg Du dir einfach mal, was dich das für einen Sim macht, bzw. ob Nouki dich nicht dann in einem anderen Licht sieht. Mit wem du in der Vergangenheit geschlafen hast, damit kann man sich arrangieren. Aber nicht mit einem Sim, der plötzlich seinen wahren Charakter zeigt." Sie geht in Richtung Tür, um zu versuchen, an Artjom vorbei nach draußen zu gelangen.
Klar können manche sich damit arrangieren. Aber nicht jeder kann sich damit abfinden die Verflossenen von jemandem täglich anzusehen ohne daran zu denken. Artjom lässt Tania nicht vorbei. "Ich mach dir das Leben zur Hölle wenn du uns im Weg stehst." verspricht er. Es gibt mit Sicherheit noch mehr Leute die sich für ihren Lebensstil interessieren. Er öffnet die Tür und tritt zu erst hinaus. Dort nimmt er direkt Tumult aus der Aula wahr und wendet sich dem Raum zu. Was ist jetzt schon wieder los?
Tani verdreht auf Artjoms Worte hin nur die Augen. Wenn du wüsstest, mein Leben kann gar nicht mehr schlimmer werden, als es schon ist. Genervt verlässt sie das Schulgebäude.
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Ah, was für eine Erlösung. Die frische Luft wirkt wie ein Aufputschmittel und macht Nouki augenblicklich wieder munterer. Sie hat gerade mit Leon besprochen, sich gleich nochmal in der Mensa zu treffen, aber erstmal durchatmen. Herumschlendernd lässt sie den Verlauf des Abends Revue passieren. Eigentlich wollte sie ja noch mit Tani das Gespräch beenden, aber die Freundin ist wie vom Erdboden verschluckt. Als Nouki um eine Ecke biegt, sieht sie Tani an der Hauswand lehnen. Mit klopfendem Herzen nähert sie sich, lehnt sich so gut es der Hut zulässt daneben und schielt zu ihr rüber. Ihre Miene ist schwer zu deuten. "Hi..hab dich schon vermisst." Sie blickt zu Boden. " Warum bist du ganz allein hier draußen?"
Überrascht dreht Tani ihren Kopf in Richtung Nouki. "Ach, ich musste mal raus. Den Kopf frei kriegen." Seufzend wendet sie ihren Blick von ihrer Freundin ab und schaut ebenfalls zu Boden.
"Ja, mir geht's grad genauso." Nouki schweigt einige Augenblicke. "Hey, ich wollte eigentlich noch unser Gespräch von vorhin zu Ende bringen...der Auftritt hat's ja unterbrochen. Geht das? Ich...Ich will einfach Klarheit und dich auf keinen Fall verletzen wegen Artjom...auch wenn du gesagt hast, du bist nicht verliebt, aber manchmal weiß man das ja gar nicht so genau...so wie ich' s auch gar nicht so genau weiß und..aber irgendwie doch..." Sie hat das Gefühl , alles kommt falsch heraus, deshalb unterbricht sie sich und sieht Tani an.
Erneut entfährt der Angesprochenen ein Seufzer. Als hätte das Gespräch mit Artjom nicht schon gereicht. Aber Nouki ist ihre Freundin und diese Freundschaft will sie nicht wegen einem Typen auf Spiel setzen.
"Also, das mit Artjom war rein körperlicher Natur. Weder er noch ich haben andere Absichten gehabt.. Zumindest denke ich das." Erneut nimmt sie Blickkontakt auf. "Ganz ehrlich, wenn Du meinst, mit ihm zusammen zu kommen, dann mach das. Es fühlt sich für mich komisch an - ja, aber ich will echt keinen Stress, weder mit Dir, noch mit Artjom." Ernst sieht sie die Freundin an, während sie an die Drohung auf der Toilette denkt. "Ich dachte, ich wäre Dir das schuldig gewesen, besser ich hätte meinen Mund gehalten." Die Arme verschränkend wendet sie sich ab und spielt mit ihrem rechten Fuß auf dem Boden herum.
Rein körperlich...ist Artjom so? Ein Draufgänger? Nouki schweigt und die Gedanken rotieren. Ihr wird mit einem Schlag bewusst wie unerfahren sie selbst ist. Das mit Stephen auf dem Festival ist alles was sie an körperlicher Erfahrung vorweisen kann. Und Tani? Rein körperlich? Sie erinnert sich an Artjoms Worte vor dem Auftritt. "Du kannst alle fragen..." Sie schüttelt den Kopf um das zu verscheuchen. Einmal tief durchatmen. "Tani, wir haben keinen Stress, ich red doch nur hier mit dir weil unsere Freundschaft mir viel wert ist." Sie sieht auf. "Es war gut, dass du es gesagt hast. Jetzt weiß ich Bescheid und kann das verarbeiten. Ich..ich mag Artjom sehr gern, er war immer lieb und wir haben so viel gemeinsam..vielleicht wird da mehr daraus , vielleicht auch nicht. Ich bin durcheinander. " Soll sie Tani fragen wegen...der 'anderen' die Artjom erwähnt hat? Sie wirft ihr einen prüfenden Blick zu. Besser nicht jetzt, die Stimmung ist schon gedrückt genug...außerdem muss Tani das selber wissen, es steht ihr gar nicht zu einfach mit sowas heraus zu platzen. Was wenn Artjom gelogen hat? Was wenn nicht? Egal. Tani ist ihre Freundin und Punkt. "Wir bekommen das schon hin. Zwischen uns kommt nichts, okay?"
Durch Noukis Worte verspürt Tani endlich wieder ein wenig Wärme in ihrem tiefen Inneren. Sie lächelt ihre Freundin an und umarmt sie daraufhin. Als sie sich löst, lässt sie ihren rechten Arm auf Noukis Schulter verweilen. "Hör zu. Nimm Dir Zeit ihn kennen zu lernen und herauszufinden, ob er derjenige welche ist, der dich glücklich macht. Aber pass bitte auf dich auf!"
Ellie, die auf der Suche nach Vero auch nach draußen gelaufen ist, will sich nach deren Nachricht wieder in die Aula begeben. Doch auf dem Weg dorthin sieht sie Tani und Nouki und ändert ihren Plan. "Hallo ihr beiden, alles klar?", fragt sie freundlich. Von dem Gespräch hat sie nichts mitbekommen.
Nouki lächelt Tani an, obwohl das 'pass bitte auf dich auf', sie irritiert. "Klar mach ich das." sagt sie nur und dreht sich dann überrascht zu Ellie um, die plötzlich um die Ecke biegt. "Mmh, wir schnappen nur frische Luft." antwortet sie. "Und du? Was treibt dich hier raus?"
"Hab Vero gesucht.", antwortet Ellie, "aber offenbar ist sie schon zu Hause."
Als Ellie von Vero spricht, fällt Tani auf, dass sie ihre Sandkastenfreundin den Abend über kaum gesehen hat. "Hast Du ihr mal eine Textnachricht geschrieben?", fragt sie daher.
"Nein, sie mir.", sagt Ellie und zeigt Tani die Nachricht. "Eine Begründung, warum sie früher gegangen ist, hat sie aber nicht genannt."
Das erscheint der Freundin merkwürdig. Ich werde sie morgen mal anschreiben.
"Ich werd auf dem Rückweg mal bei ihr vorbei schauen.", sagt Ellie bestimmt.
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Zeitgleich...
Als seine linke Schläfe zu pochen beginnt, fährt Chip in seinem Sitz hoch. Boah. Er reibt energisch darüber und sieht sich leicht verwirrt um. Irgendwie ist das Zeug was er geraucht hat nicht gut. Er hat sonst nie Kopfschmerzen. Ist er eingenickt oder was? In diesem Moment beginnt Denize' Auftritt und er ist sofort von ihrer Ausstrahlung gefangen. Sehnsüchtig verfolgt er ihre Bewegungen im Publikum und wünscht sich, er wäre an Ellies Stelle. Wär schon cool, wenn er mit seiner Freundin in der Theater AG wäre...wieso hat er da eigentlich nicht daran gedacht am Anfang vom Schuljahr? Sie war ja auch der Grund dafür, dass er im letzten Schuljahr der Schulband beigetreten ist, aber da waren sie auch noch nicht zusammen. Trotzdem.. er könnte Zeit mit ihr verbringen und sie ihm nicht dauernd ausweichen. wie armselig..jetzt denkst du dir schon Tricks aus, damit du in ihrer Nähe sein kannst Ärger über sich selbst und über die Situation klumpt sich erneut in seinem Magen zusammen. Als sich die Schauspieler verbeugt haben und von der Bühne gehen, steht er klatschend auf und geht ohne den Applaus zu unterbrechen nach vorne, wo Denize neben Nadine Platz genommen hat. Er rollt die Augen. Chip lässt sich in den freien Stuhl neben seiner Freundin fallen und legt einen Arm um ihre Schulter. tu, als wär alles in Ordnung Er beugt sich zu ihr und haucht ihr einen Kuss aufs Ohr. "Ihr wart toll, aber am schönsten war die Amelie." Er lächelt sie zärtlich an.
Blaze geht ein paar Schritte und beobachtet Chip der sich zu Denize setzt. Er hört wie sie sagt, "Danke. Es ist toll gelaufen obwohl ich echt angst hatte. Gut das Lashawn so felxiebel reagiert hat." Blaze steuert den Tisch mit den Getränken an und lügt im vorbei gehen, "Gute Show." und grinst Denize an. "Nicht so gut wie deine." lächelt sie zurück. Das überrascht ihn, so das er stehen bleibt. Er sieht sie an dann Chip daneben und wieder Denize. Soll er sich jetzt bedanken? Er hat gar kein Feedback erwartet ausser von Viola. "Danke.." sagt er schliesslich, schüttelt für sich den Kopf und geht weiter. Denize schaut ihm glücklich nach.
Kalte Dusche in Reinform. Chips Miene erstarrt kurz zu Eis, dann fängt er sich wieder und wirft Blaze einen feindseligen Blick nach, ehe er sich wieder zu Denize dreht. Sein Atem geht rascher, er versucht das Heben und Senken seines Brustkorbs zu kontrollieren, aber es gelingt nicht ganz. Wieso schwärmt sie Blaze so an? Er registriert ihren glücklichen Gesichtsausdruck und der Zorn kocht heiß in ihm hoch. Ist er eigentlich gar nichts mehr wert in ihrer Welt. Innerlich Zähne knirschend fragt er äußerlich freundlich. "Hat dir der song gefallen, ja?" Ist das Masochismus? Er muss einfach hören was sie sagt.
Denize Brauen ziehen sich minimal zusammen. Was ist los? "Ähm.. ja, war doch total schön. Ich freu mich für ihn und Viola.... du nicht?" Sie versteht nicht ganz was ihn so seltsam wirken lässt. Sind das wieder ihre Hormone und sie nimmt es nur zu stark wahr? Sie selbst verhält sich doch wie sonst? Sie war immer zu jedem freundlich und hat sich immer für jeden aufrichtig gefreut. Das ist doch nichts neues. "Was ist?" fragt sie vorsichtig.
"Nichts." Chip lächelt gezwungen. "Mich interessiert halt, was meiner Freundin gefällt und warum." Dann entspannt er sich wieder etwas. Schließlich ist sie nicht in Begeisterungsstürme ausgebrochen, wie die Leaderin eines imaginären Blaze Fanclubs. Er streichelt ihr über die geschminkten Wangen, nimmt den Duft ihrer Haare wahr, der ihm einen Schauer über den Rücken jagt. Etwas näher an sie heran rückend, sagt er leise. "Du, ich hab heute unser Haus ganz für mich, wollen wir zusammen den Abend feiern? Kommst du später mit zu mir?" Super...voll mit der Tür ins Haus gefallen, aber Chip hat keine Nerven mehr für ausgeklügelte Taktik oder fantasievolle Formulierungen. Die Sehnsucht ist so überwältigend, dass es schmerzt.
Zu ihm nach Hause? Sie weiss was wo das endet. Entweder sie weicht hier aus oder bei ihm und hier ist definitv die bessere Wahl. Sie hat ehrlich angst vor körperlicher Nähe ob wohl sie nicht viel schwangerer werden kann. Aber was wenn ihm auffällt das ihr Körper sich verändert. "Ich...ähm..." sie blickt zu Blaze der sich ein Getränk nimmt, dann zu den Schülern hinter Chip. "Weisst du ich muss..."
Plötzlich schreit jemand und sie blickt zu dem Jason der in die Luft springt. Sie saugt erschrocken Luft ein. "Was passiert da?"
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Viola beobachtet Shane. Der sieht nicht gerade glücklich aus. Schlechte Nachrichten, die er gerade mit seinem Handy erhalten hat? Viola ahnt irgendwie, dass die Nachricht bestimmt von Vero ist. Und wenn nicht, ist das auch egal: Er starrt jedenfalls noch immer auf das Display. Vielleicht ist er jetzt abgelenkt genug. Sie hat noch mehr von Aidarias Tricks parat und beschließt, einfach ihr Glück zu versuchen. Und in der Menschenmenge der Schüler fällt es vielleicht auch nicht weiter auf, dass sie der Auslöser für die Illusion ist. Sie zielt und wirft die Phiole unter seinen Sitz. Die Magie verhindert, dass man das Klirren hört.
Diesmal ist die Illusion anders als die davor. Die Kälte um Shane herum breitet sich schneller aus als beim ersten Mal. Die Illusion hingegen kommt etwas später. Erst langsam baut sie sich auf. Diesmal beginnt es damit, dass mehrere geisterhafte Hände anfangen, sich aus dem Boden zu erheben.
Viola weiß nicht, ob es bei Shane funktioniert. Er ist immerhin selber ein okkultes Wesen. Wenn nicht, müsste sie wohl wirklich Breuer als Opfer wählen.
Shane nimmt außerhalb seines Handybildschirms verschwommen irgendwas wahr was vorher noch nicht da war. Er senkt die Hand und erkennt erschrocken grüne Hände die nach ihm greifen. Ein schriller schrei entfährt seinem Mund, lässt das Handy fallen und mit einem Satz ist er auf dem Stuhl auf dem er vor der Nachricht noch gesessen hat. Erschrocken reisst er sich die Maske vom Kopf und starrt nach unten. Die Finger kriechen die Stuhlbeine hinauf und es überkommt ihn ein Schauer den andere Spüren wenn sie vor einer Spinne oder Maus flüchten. Aber weiter zurückweichen geht nicht, das stellt er just in dem Moment fest, als er an die Stuhllehne kommt und mit samt dem Stuhl nach hinten auf den Boden donnert. Er schlägt sich den Kopf am harten Parket an und der Aufprall verschlägt ihm den Atem so das er einen Moment liegen bleiben muss. Au...
Bea bleibt geschockt stehen, wie ein Reh im Scheinwerferlicht, als um Shane herum so ein Spuk entsteht. Sie wagt nicht, sich zu bewegen.
Blaze kann von seiner Position beobachten wie Shane auf den Stuhl springt und einen Moment später rücklinks nach hinten auf den Boden kippt. Es kracht und quietscht durch die Halle. Ihm entfährt ein belustigtes Lachen was er sofort unterbindet in dem er die Luft anhält und wartet was jetzt passiert.
Viola starrt Shane an. Mit so einer Reaktion hat selbst sie nicht gerechnet. Shane ist ein Vampir. Was will er auf dem Stuhl? Selbst wenn es eine echte Bedrohung wäre und nicht nur die Illusion hätte er sich doch einfach in die Fledermausgestalt werfen können. Sie kann sich das Grinsen nicht verkneifen. So ein Trottel.
Artjom kommt grade zur Tür herein als Shane schon ab Boden liegt. Um ihn herum kommen Schüler näher. Verhaltenes Gekicher wimmelt durch den raum. Neben Viola kommt er zum stehen. "Gibts schon wieder Schlägerei?" fragt er ein wenig belustigt. Diese Schule hat was. Schön mal nicht derjenige zu sein der Spinde von innen betrachtet. Schön mal auf der neutralen Seite zu stehen.
Viola dreht sich zu Artjom: "Schlägerei? Ich hab Shane nichts getan. Kann nichts dafür, dass der rumspinnt." In diesem Moment löst sich die Illusion auch wieder auf, die leider nur von kurzer Dauer ist. Egal, das war es wert gewesen.
Bea reibt sich die Augen. Es ist nichts gruseliges mehr zu sehen. Wahrscheinlich hat sie sich einfach nur getäuscht. Sie sieht zu Shane und rennt zu ihm. Sie reicht ihm die Hand um ihm aufzuhelfen. "Alles klar? Was ist passiert?"
Artjom hebt die Hände. "Wow. Wer hat das den behauptet." Die Kleine bezieht gern alles auf sich. Das hat er sich schon gedacht als sie so vehement drauf beharrt hat, sie wärs nicht gewesen auf dem Klo. Blaze stellt sich dazu. "Warst du das?" fragt er Viola und dann ist Artjom doch überrascht. Ist er es der ihr gern die Schuld einredet und sie hat das adaptiert? Blaze denkt sich nichts dabei. Artjom ist in der Band und Bandmember sind von Natur aus loyal.
Viola grinst. "Dem Beißer sind vor Schreck wohl die Beißerchen rausgefallen. Das ist besser gelaufen als gedacht." Das sollte Blaze als Antwort ja reichen. Sie dreht sich zu Artjom: "Aber gelogen hab ich trotzdem nicht. Hab ihn nie geschlagen." Schade nur, dass die Ilusion nicht lange Bestand hat.
Shane hört das Gelächter und öffnet die Augen. Er sieht Beas Hand, nimmt sie aber nicht. Sein Rücken tut weh und er will liegenbleiben. Das ist gelogen. Eigentlich will er weg von hier. Langsam richtet er sich auf und fasst sich an den Hinterkopf und das Blut an seinen Fingern reicht aus um ihm den Rest zu geben. Warum passiert ausgerechnet ihm das? Warum er? Was hat er getan? Er sieht Bea unfassbar traurig an, dann verpufft er zu Fledermaus und schwirrt durch ein gekipptes Fenster nach draussen.
Artjom verzeiht das Gesicht. Blaze schaut ihn an als hätte Artjom ihr das unterstellt. "Wer behauptet das?" - "Ich nicht!" antwortet Artjom prompt und tritt zurück. Die Beiden spinnen doch. Er verlässt die zwei, er hat wirklich keine Lust sich noch mehr Anschuldigungen anzuhören die nicht wahr sind. "Bis später." er verlässt die Aula und lehnt sich an eine Wand. Phu... Was für ein Abend.
Blaze misst dem keine Bedeutung zu, schließt die Lücke zwischen sich und Viola und legt den Arm um ihre Schulter. Er greift in die Tasche und öffnet die Hand mit dem Stein darin. Lächelnd hält er ihn ihr hin.
Viola lächelt. "Ich erzähl dir später mal, wie. Wenn nicht so viele potentielle Zuhörer in der Nähe sind.", flüstert sie, während sie den Stein einsteckt. Im Moment hat sie noch keine Idee welche Aufgabe Blaze bekommen wird, aber sie hat ja auch alle Zeit der Welt, sich etwas zu überlegen.
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Die alte Leier, Chip hätte es wissen müssen. Der Blick, ihr Ton. Hitze steigt in Chip hoch. "Weich mir nicht schon wieder aus." sagt er ernst. Er hält sie am Arm fest. "Ich brauch dich. Seit Wochen..." Er unterbricht sich, weil Denize mit einem Aufschrei aufspringt. Verwirrt folgt er ihrem Blick und sieht Shane auf einem Stuhl herumtänzeln, umgeben von..Nebelhänden?? What the..? Dann besinnt er sich und dreht Denize am Ellbogen wieder zu sich herum. "Hey, bleib jetzt mal bei uns beiden, ich red mit dir."
Erschrocken darüber das Chip handgreiflich wird, reisst sie sich los und ihr trägerloses Kleid verrutscht. Schützend hält sie sich die Hände vor den Oberkörper und schaut ihn entsetzt an. "Bist du verrückt geworden?!" sofort richtet sie ihr Kleid und macht noch einen Schritt zurück.
"Ja, vielleicht, weil du mich verrückt machst mit deiner Ausweicherei." erwidert Chip lauter als geplant und drosselt dann seine Stimme. "Wie lang willst das Spiel noch trieben?" Er kann sich einfach nicht zurück halten und die Sims um ihn herum sind ihm auch schnurz. "Ist es das für dich? Hm? Ein Spiel?" Er nimmt wieder ihren Arm um sie näher her zu ziehen. Die Verzweiflung über ihre Verweigerung droht die Oberhand zu gewinnen. Seine Gefühle intensivieren sich mit jeder Sekunde, die er ihr nahe ist. Er ringt um Beherrschung.
Die umstehenden bemerkten die kleine Auseinandersetzung und wenden den Blick von Shane ab und zu dem streitenden Paar. Die Neugier auf einen neuen Skandal über den sie sich den Mund zerreissen können treibt sie her wie Zombies die nach frischem Fleisch gieren. Daran muss Blaze denken als Denize' Ruf ihn von seinen eigentlichen Worten ablenkt. Er behält es für sich, küsst Violas Schläfe und lässt sie los. "Jetzt ich." sagt er vorfreudig grinsend und läuft fast schon mit einem Freudensprung hinter die Vorhänge der Bühne.
Viola wirft Chip und Denize einen verwunderten Blick zu, sagt aber nichts. Sie freut sich schon auf was immer Blaze geplant hat. Und was das ist, weiß sie selber noch nicht. Er hat ihr nur gesagt, wo sie nicht sitzen soll, ist jedoch nicht ins Detail gegangen.
Was wäre Halloween ohne ein paar Klischees. Hatte Blaze sich gedacht und sich deswegen so für die Deko in der Aula ins Zeug gelegt. Die schöne verhangene Decke mit den Tüchern aus dem Hauswirtschaftskurs, haben ihren bisherigen Zweck mehr als gut erfüllt. Zeit das auszunutzen. Hinter der Bühne, ist ein Seil befestigt was hinauf zur Decke in der Aula führt und an dem zieht Blaze jetzt mit einem schnellen herzhaften Ruck. Kurz darauf hört er auch schon die Schreie.
Denize kann es nicht fassen. Ja sie ist ihm aus dem Weg gegangen. Es ging immer nur darum, das es ihm schlecht geht, das er sie braucht und er, er, er. Versteht er wirklich nicht dass sie einfach nur ruhe brauchte bei etwas was er nicht ändern konnte. Sie brauchte Luft, musste nachdenken, aber das kümmert ihn gar nicht. Sie möchte auf seine lauten Worte reagieren und dann spürt sie etwas kühles auf ihrer Wangen.
Sie wischt mit den Fingern darüber und schaut darauf. Ehe sie realisieren kann was sie sieht wird sie in dieses Kühle regelrecht getaucht. Übergossen ist das richtige Wort und kurz darauf steht sie wie ein begossener Pudel in mitten der Leute und hat Mund und Augen weit aufgerissen und den Kopf eingezogen.
Die Arme von sich gestreckt und die Hände nach unten hängend, fallen rote Tropfen von ihrem Fingern in die Lache unter ihr. Ringsum wurden alle mit der roten Farbe bespritzt. Es trifft neben Denize vor allem Chip. Die Schüler stieben auseinander, flüchten vor dem was auf den ersten Blick wie Schweineblut wirkt und Denize ergreift die Flucht.
Das ist nicht wahr! Immernoch geschockt, geht sie einfach Richtung Flur und auf die Toilette zu. Dabei tropft sie alles mit roter dünner Farbe voll. Die Nachhilfelehrerin kommt ihr entgegen und sieht sie entgeistert an. Denize ignoriert sie und setzt ihren Weg eisern fort. Lena blickt zu ihr, dann folgt sie der Blutspur in die Aula.
Blaze verschwindet von der Bühne, hält nochmal bei Viola und meint, "Ich bin weg." er zwinkert ihr zu, läuft zu einem der Fenster, öffnet es und springt ins Freie.
Miss Vanya hat die Szenerie um Shane verfolgt. Sie murmelt etwas und aus der Kristallkugel erscheint ein leuchtende Kugel. Diese verwahrt sie in einem Fläschchen und verstaut diese in ihrer Kleidung. Auch ist ihr die Sache mit Blaze nicht entgangen.
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Aus den Augenwinkeln hat Chip noch bemerkt, wie Blaze hinter die Bühne verschwindet, denkt aber nicht weiter darüber nach. Er muss das jetzt mit Denize ausdiskutieren, wenn nicht hier, dann irgendwo anders. Es reicht. Als er weiter reden will hört er noch ein seltsames Geräusch, im nächsten Moment sieht er Blutstropfen auf Denize' Wange und dann im wahrsten Sinne des Wortes rot. Sieht und trieft rot, genau wie Denize. Was zur Hölle?! Irgendeine rote Soße ist von der Decke gestürzt und nimmt ihm jede Sicht. Entsetzt reißt er sich die Brille von der Nase und schüttelt sie aus, dass die Tropfen in alle Richtungen spritzen, zieht dann das durchnässte, am Körper pappende Hemd von sich weg, ebenso die Hosenbeine. Dann kommt die Wut. Blaze. Wer sonst? Das wird er büßen! Als er sich aufrichtet sieht er, dass Denize schon auf dem Weg Richtung Toiletten ist. Klar. Angeekelt folgt er ihr. Während er innerlich brodelt und Blaze verflucht, wird ihm plötzlich klar, dass das DIE Gelegenheit ist, allein mit ihr zu sprechen.
Artjom beobachtet Denize die ein wenig Nass wirkt, wie sie aus der Aula kommt und zu den Toiletten trottet. Als Chip ihr ähnlich begossen folgt stösst er sich von der Wand ab und schaut beiden hinter her. Was hat er verpasst? Es folgen noch mehr Schüler die rot gesprenkelt aus der Aula laufen und er fragt sich unweigerlich wo seine Pilzdame eigentlich ist.
Lashawn steht wie erstarrt da. Der Streich von Blaze hat sie großflächig getroffen. Das weiße Leichenbrautkleid ist beschädigt. Die Afroamerikanerin ist in Schockstarre. Fassungslos. Und niemand scheint sich um sie zu kümmern. Langsam betrachtet sie ihre Hände. Durch die Farbe und die Konsistenz sieht es so aus, als würde Blut an ihren Händen kleben. Das Mädchen beginnt zu zittern und sackt auf die Knie. So verharrt sie.
Glücklich darüber, wirklich weit weg genug gesessen zu haben, betrachtet Viola auf das Schauspiel. Es ist zum Glück kein echtes Blut - das wäre Verschwendung gewesen - sondern rote Farbe. Sie hatte schon damit gerechnet, dass jemand nass gespritzt werden würde, aber die Farbe war dann doch eine Überraschung. Als Blaze sich verabschiedet, nickt Viola. Sie folgt ihm. An diesem Streich ist sie zwar unschuldig, aber sie hat keine Lust darauf, aufgrund ihres Rufs von Lehrern befragt zu werden.
Bea, die immer noch neben dem umgekippten Stuhl steht, auf dem Shane vorher saß, starrt entgeistert auf die Szenerie. Sie stand weit genug entfernt, um auch vor den Spritzern entkommen zu sein, aber die Sauerei lässt sie auch nicht völlig kalt. Ob das Blaze war? Er war ja in der Aula am Dekorieren. Wenn ja, kann er das gerne selber sauber machen.
"Igitt!", flucht Tim. Die volle Breitseite der Farbe erwischte zwar Denize und Chip und nicht ihn, aber ein paar Tropfen hat er dennoch abbekommen. Das schöne Kostüm! Hoffentlich kann man das noch rauswaschen! Er eilt zur Toilette.
Ellie hat von der ganzen Farbaktion rein gar nichts mitbekommen, da sie sich draußen befand. Sie umarmt Tani und Nouki zum Abschied. "Naja, ich werd mich dann auch mal aufmachen." Mit diesen Worten geht sie zur nächsten Bushaltestelle, um den Bus nach Evergreen Harbor zu nehmen. Schließlich hat sie ja einen Besuch bei Vero geplant.
Nouki hat Vero schon ewig nicht mehr gesehen und wegen dem Auftritt nichts mit bekommen, kann also auch nichts hilfreiches zum Thema beitragen. "Vielleicht war's ihr einfach zu viel Trubel." antwortet sie kurz. "Also..ich geh wieder rein, vielleicht muss ich der Truppe noch was helfen oder so." Sie lächelt die Freundinnen ein bisschen gezwungen an, winkt Ellie noch und geht mit schnellen Schritten wieder ins Schulgebäude zurück.
Hoffentlich hängt Leon noch irgendwo herum, der Freund erscheint ihr mal wieder als Fels in der Brandung. Drinnen staunt sie nicht schlecht, als sie Denize , triefend voll mit roter Farbe vorbei staksen sieht, Chip direkt hinter ihr, kaum weniger beschmutzt. Gab's ein Drama bei der Theatergruppe? Schnell eilt sie zur Aula und da zeigt sich das ganze Ausmaß der Verwüstung. Das ganze Areal vor der Bühne ist mit dieser roten Flüssigkeit bespritzt, als hätte jemand oben Schleusen geöffnet..Jemand? Sie kann sich fast denken wer das war, aber warum hat's dann auch Chip getroffen? Sie sieht sich suchend um. Bestimmt ist Leon auch hier und wollte sehen was passiert ist. Stattdessen trifft ihr Blick auf den von Artjom und für eine Sekunde setzt ihr Herzschlag aus. Soll sie mit ihm auch noch reden? Es ist das reinste Chaos heute, innerlich wie äußerlich. Dann gibt sie sich einen Ruck und geht zu ihm rüber. "Was ist passiert? Das sieht aus wie im Schlachthof hier. Hat das was mit der Theater AG zu tun?" Sie braucht erst neutralen Gesprächsboden, will aber natürlich wirklich wissen wie es zu der Sauerei hier gekommen ist.
Artjom lehnt sich wieder an die Wand und beobachtet die Horde rotgefleckter Zombies die alle auf die Toilette rennen und dort auf ein Hindernis stossen. Die Tür in der Chip grade verschwunden ist, ist wohl verschlossen. Die Schülerinnen klopfen ein paar mal, dann suchen sie sich eine andere Toilette. In seinem Kopf sieht er Chip und Denize sich in der roten Sauce suhlen und sich den Schlamassel gegenseitig vom Gesicht.... Vielleicht ist es keine Farbe, sondern... Tomatensaft? Urg... Naja wer drauf steht. Er hebt amüsiert die Brauen und schaut Nouki an. "Ich weiss nicht." antwortet er. "Habs nicht mitbekommen. Ich glaub nicht das der Anschlag der AG galt." Obwohl er schon darüber lachen müsste wenn es Miss Oberschlau Denize absichtlich erwischt hätte. "Aber es hat die Party gesprengt. Ich glaube heute läuft hier nichts mehr." er hebt freundlich die Mundwinkel. "Brauchst du eine Begleitung nach Hause?" Obwohl sie vorhin so zwiegespalten war, hat er nicht das Gefühl abzublitzen. Immerhin hat er ihr die Sache bereits verziehen.
Kurz ist Nouki unentschlossen. Ihr Blick wandert über die Schüler, aber sie kann Leon nirgends entdecken. Schließlich erwidert sie das Lächeln zaghaft und nickt. "Ja, lass uns gehen, bevor noch mehr Sachen von der Decke stürzen."
Aus dem Spinnt nimmt er seine Jacke und wartet auf Nouki bis sie fertig zur Abreise ist. Er hat kein Problem damit einen Umweg nach Windenburg zu machen. Dann kann er auch einmal sehen wo sie wohnt.
Leon ist nach dem Auftritt von Nouki in die Mensa zurück gegangen. Dort hat ihn die Hauswirtschaftslehrerin aufgehalten. Frau Borowski würde ihn sicherlich mit ihren ganzen Speisen mästen, bis der Sportler kugelrund ist. "Probier das und das", sagt sie immer wieder in ihrem polnischen Akzent. Irgendwann flüchtet der Holzfäller und findet an der frischen Luft seine Ruhe. Er atmet auf. Dann bemerkt er, dass Nouki mit Artjom verschwindet. Verwundert und betrübt zugleich schaut er ihnen nach. Warum hat sich die Freundin nicht von ihm verabschiedet? ... ist doch sonst nicht ihre Art.
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Als sie in der Mädchentoilette verschwindet, schlüpft er schnell hinter ihr durch die Tür.. Denize steht am letzten Waschbecken, den Hahn voll aufgedreht und hat ihn noch nicht bemerkt. Er schaut sich suchend um. In der Ecke liegt der schwarze Gummikeil , den der Hausmeister benutzt um die Türen offen zu halten, wenn frisch gewischt ist und der Boden schnell trocknen soll. Perfekt. Chip schiebt das Ding unter die Eingangstür, die damit vorerst blockiert ist und geht zu Denize, die grade das Gesicht unter dem Wasser hat. Der Boden ist blutrot verschmiert, die Wand auch und er selbst zieht eine Spur hinter sich her, die filmreif wäre. Er atmet kurz durch, drückt den immer noch schwelenden Zorn über die Schweinerei weg und legt ihr eine Hand auf die Schulter. Sein Blick fällt dabei in den Spiegel und unwillkürlich entfährt ihm ein Schreckenslaut. Das verschmierte, schwarz-weiße Make up schimmert durch den blutroten Farbfilm in seinem Gesicht, kein Zombie könnte furchterregende raussehen. "Hey, lass dir helfen."
Denize weicht zur Seite aus als Chip näher kommt. Sie will nicht angefasst werden. Jetzt nicht. Der Rand der Waschbecken ist schon ganz rot und sie stützt sich darauf ab und senkt den Kopf so das ein paar nasse lockige Strähnen in ihr Gesicht fallen. "Warum?" fragt sie erzwungen beherrscht ohne ihn anzusehen. Sie spürt dass die Wut die in ihr brodelt nicht normal ist. Sie hebt den Kopf, und sieht ihn an, "Warum hab ich das Gefühl, dass du mich ständig kontrollieren willst?"
ER ist schuld. ER macht ihr ein Scheißgefühl. ER kontrolliert! sie, er, er, er.. Chip tritt einen Schritt zurück und lässt dem Unmut freien Lauf. "Ich kontrollier dich?! Du checkst echt gar nix! Ich kontrollier dich nicht, ich renn hinter dir her wie ein Schoßhündchen, weil du ständig vor mir auf der Flucht bist und dich weigerst anständig mit mir zu reden! Aber klar, mach's dir einfach, hau rein. Chip du kontrollierst mich, du Freak oder was? " Er äfft eine hohe, affektierte Mädchenstimme nach. "Ooh Chip, das macht mir ein schlechtes Gefühl, ich bin sooo sensibel und du bedrängst mich." Er redet sich definitiv in Rage, kann das aber nicht mehr stoppen und will auch gar nicht. "Alter..dann mach mir halt keine Angst und erklär mir einfach was mit uns passiert!"
Seine Laute Stimme tut ihr in der Seele weh. "Hör auf zu schrien!" schreit sie ihrerseits. Sie starren sich einen Moment an. Er scheint zu warten. "Das redest du dir doch ein. Ich brauchte einfach etwas Zeit für mich, verstehst du das denn nicht? Was ist falsch daran?" Sie hat das Gefühl Bauchschmerzen zu bekommen und krümmt sich ein wenig ehe sie sich wieder aufrichtet und ihn anstarrt.
Sie hört nicht auf dasselbe Zeug zu erzählen. Chip funkelt sie an. Wen will sie hier für blöd verkaufen? In ihm tobt eine Mischung aus Schmerz, weil er sie einfach umarmen will, Ärger über dieses Gefühl und Wut darüber, dass sie ihm schon wieder so kommt. "Ach ? Ich rede mir das ein, ja?" Er macht einen kleinen Schritt auf sie zu und sticht mit dem Finger in ihre Richtung. "Du brauchst Zeit für dich und hängst dann mit Nadine herum? Sie stört nicht?"
Chips Freundin wird langsam richtig sauer und laut. Das kennt sie gar nicht von sich selbst. "Nein! Nadine bekifft und betrinkt sich nicht dauernd und ich bekomme von ihr Antworten die nicht vernebelt oder vollkommen belanglos sind! Du wolltest damit aufhören! Schon vergessen!? Aber auf dich achtest du genau so wenig!" Wie soll sie so ein Kind mit ihm großziehen!? Denize ist froh dass er das noch nicht weiss.
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Buzz, der noch immer im Musikzimmer sitzt, hat von all dem Trubel nichts mitbekommen. Er wischt sich die Tränen von der Wange und steht auf. Irgendwie hat er keine Lust mehr hier zu sein. Er verlässt das Schulgebäude und läuft nach Hause. Wie die Grinsekatze aus Alice im Wunderland verschwindet er. Lautlos, ohne eine Spur zu hinterlassen.
Als Tim sein Kostüm so gut wie möglich von den Farbtropfen befreit hat, holt er seine Jacke aus der Garderobe und macht sich direkt auf den Heimweg. Hier hat er nichts mehr zu verlieren, vor allen, da jetzt alles feucht ist. Wenigstens ist die Jacke davon verschont geblieben und trocken und warm.
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Durch ihre Kristallkugel kann Allegra das Ausmaß der Verwüstung in der Aula sehen. Sie gibt zu: Der Schüler hat es raffiniert und gut geplant, vorbereitet und umgesetzt. Aufgrund des Halloween-Gedankens, der auch Schabernack, Streiche und wie ihre Illusion Angst und Panik zulässt, hat sie sich nicht in die Situation eingemischt. Jedoch ... als sie die Gesichter einiger Schülerinnen sieht ... besonders in derer, die einen Schock erlitten haben ... seufzt die Hexe laut. Ihre Magie ist für diesen Abend am Limit. Diesmal kann sie keinen Zauber anwenden, um für 'Heilung' oder Ordnung zu sorgen. Diesmal sind die Schülerinnen auf sich gestellt. Wieder klopft es an Kaleas Tür. "Herein", ruft sie. Es ist Kaplan, der hereinschreitet. "Wir haben ein ... Problem." Er wirkt sehr ernst. Die Rektorin steht auf. "Was ist passiert?" Kaplan deutet an, dass sie ihm folgen soll. Die beiden Erwachsenen kommen zur Aula. Jetzt erst wird der Frau das Ausmaß des Streiches vor Augen geführt. Sie hält sich die Hand vor dem Mund. Das darf nicht wahr sein ..., denkt sie sich.
Bea läuft nun zu Lashawn. "Oh verdammt!" Sie legt der Afroamerikanerin tröstend eine Hand auf die Schulter. "Weißt du was, ich leihe dir meine Jacke aus, und wir schauen mal, ob wir die Farbe noch rauskriegen." Die Jacke ist noch in der Garderobe, aber so muss Lashawn nicht mit feuchten Sachen rumlaufen.
Die Schülerin zittert am ganzen Laib. Ihre Augen starren auf die Hände. Sie vernimmt Beas Stimme nicht sofort.
"Lashawn?", fragt Bea nun etwas lauter. Sie legt nun ihre zweite Hand auf die Schultern. Es ist ihr egal, ob ihre Hände nun von Farbe beschmiert sind. Sie wiederholt ihren Satz mit der Jacke nun etwas lauter.
Endlich scheint die Angesprochene aus ihrer Trance zu erwachen. Ihre Augen füllen sich mit Tränen und weinend drückt sie sich in Beas Arme und schluchzt laut.
Bea umarmt Lashawn. Eigentlich ist sie ohne Spritzer davon gekommen, doch durch die Umarmung ist ihr eigenes Kostüm jetzt natürlich ebenfalls rot befleckt. Doch das kümmert Bea nicht. Lashawn ist jetzt wichtiger.
In dieser Haltung findet Kalea die Schülerinnen vor. Kaplan sieht sich um und schüttelt nur den Kopf. Weitere Lehrkräfte stoßen hinzu. Darunter auch Milena, die entsetzt aufschreit. Die Rektorin geht auf Lashawn und Bea zu. "Ihr Lieben, seid ihr verletzt?", fragt sie besorgt.
"Ist nur Farbe!", sagt Bea und dreht sich zur Rektorin. "Aber Lashawn wurde voll getroffen!"
Die Genannte schluchzt weiterhin herzzerreißend in Beas Armen. Der Anblick bricht Kalea das Herz. Sie sieht zu ihren Kolleginnen. "Kaplan, bitte bringe die beiden Mädchen heim." Der Aufgeforderte nickt. "Kommt. Es wird wieder alles gut." Er nimmt Lashawn hoch und trägt sie auf den Armen hinaus. Als nächstes prüft die Rektorin, ob es weitere traumatisierte Jugendliche gibt oder gar Verletzte. Auch andere Lehrerinnen folgen ihrem Beispiel. Zum Glück scheint niemand verletzt zu sein. Schließlich ballt Kalea die Faust. Entschlossen sucht sie ihr Büro auf. Über die Lautsprecher lässt sie ausrufen: "Mit sofortiger Wirkung wird die Halloween Nacht an unserer Schule als Beendet erklärt. Lasst euch von euren Eltern abholen. Falls dies nicht möglich ist, kommt bitte in mein Büro. Wir finden eine Lösung. Euch allen eine gute Nacht und gute Heimreise." Danach zückt sie ihr Telefon und ruft Nael an. Auf spanisch sagt sie klar und deutlich: "Komm bitte sofort an die Schule. Es ist dringend." Das gleiche macht sie mit Peter. Ihr ist es unangenehm die beiden Männer aus dem Bett zu klingeln. Jedoch hat diese Angelegenheit nun höchste Priorität.
Während sich Tani nach der Ansage auf den Heimweg macht, setzt sich Nael schnell in seinen Wagen und fährt los. Es scheint ernst zu sein. Was ist wohl passiert?
Bea holt ihre Jacke aus dem Spind und legt sie über Lashawn. "Soll ich heute mal mit zu dir kommen?", fragt sie, "dann muss Herr Coskun nur eine Richtung fahren." Sie würde ihre Mutter natürlich informieren.
Leon, der den Ausruf mitbekommt hebt die Augenbraue. Verwunderung und Neugier packen ihn. Er geht ins Gebäude und läuft an den verschiedenen Sims vorbei. Schließlich sieht er, was in der Aula geschehen ist. Er sieht sich um und schnaubt verachtend. Er wird schließlich von Milena aufgefordert nach Hause zu gehen. Er schüttelt den Kopf und fragt, ob er helfen kann. Jedoch erklärt ihm die Polin, dass sich alles regeln wird und er nach Hause soll. Nickend verlässt der Sportler nun auch das Schulgelände und fährt mit dem Rad heim.
Lashawn ist kaum ansprechbar. Der Sportlehrer sagt schließlich: "Ich fahre euch erstmal zu dir Bea. Vielleicht kann deine Mutter ihr helfen." Sie steigen ins Auto ein und fahren nach Sulani.
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Vernebelt und vollkommen belanglos?! Geht's noch? Die Worte treffen mitten ins Herz, der Pegel steigt, die Hitze flutet jetzt regelrecht durch Chip hindurch. "Ah, danke!" sagt er sarkastisch." Und Blaze? Kann der auch tolle Antworten geben oder vielleicht noch mehr? Hm? Befriedigt ER alle deine Bedürfnisse?"
"W-was?" Hat er grade angedeutet das sie möglicherweise fremd geht? Sonst noch was? "Spinnst du jetzt total? Wir haben Schulsachen besprochen für seinen Auftritt und... Er hat mich wenigstens nicht gelöchert an dauernd!“
"Schulsachen, klar." Chip rollt mit den Augen. "Und deshalb hängt deine Jacke bei ihm und er schreibt solche songs wie den heut. Wen willst du verar***en?" Er imitiert Blaze tiefe Stimme: "Tolle Show." Dann affektiert: "Nichts so toll wie deine." Seine Augen blitzen zornig. " Er löchert dich nicht? Vielleicht muss er das nicht, weil du dich ihm an den Hals wirfst." Sein Atem geht jetzt stoßweise, während der ganz Frust der letzten Wochen hochgespült wird, und in einer einzigen Schlammlawine über Denize zusammen schlägt.
Er unterstellt ihr das wirklich und mit voller überzeugung! Geschockt und böse zu gleich starrt sie ihn an, es rinnt immernoch rote Farbe aus ihrem Haar in ihr Gesicht und sie sieht wahrhaftig aus als wäre sie grade in der Schule mit einer Axt amok gelaufen. Den Ärger über die Jacke überspielt sie. Blaze hatte sie ihr bringen wollen, hat es aber nie getan und das ist die Folge. Ganz toll! "Jetzt hör aber auf!" Oh nein. Wenn er wirklich davon ausgeht sie hätte mit Blaze, dann... Oh Gott. Nein... "Ich hab nichts mit ihm! Ich hab mit überhaupt niemandem was! Warum bist du so besessen von der Vorstellung?! Kiff und sauf doch noch mehr!" sie tippt sich an die Stirn um ihm vorzuführen wos bei ihm spukt.
Chips Ton trieft vor Sarkasmus und nur mühsam unterdrücktem Zorn. "Ja, du bist plötzlich Nonne geworden! Da kenn ich aber anderes von dir." Die Erkenntnis, dass das der Vergangenheit angehört, lässt ihn wieder aufbrausen. "Vielleicht habt ihr gesoffen und du weißt gar nichts mehr. Ist nichts Neues! Du kriegst ja nix mehr mit weil sich alles nur noch um dich dreht, ich bin nicht besessen!, ICH weiß wovon ich rede, ICH sauf schon lang nix mehr weil.."
Seine Worte beginnen in Denize Kopf zu hallen und verhallen während ihr gleichzeitig das Bild vor Augen geführt wird, dass er sie verlässt weil er denkt sie erwartet Blaze' Kind. Es gibt keine andere Möglichkeit, wenn sies ihm jetzt nicht erklärt, dann wird sich das zu einer Abwärtsspirale bewegen und sie wird ihm das nie wieder erklären können.
"...ich dich betrogen hab!"
"Ich bin schwanger!"
Die Schreie prallen gefühlt hundertfach von den gekachelten Wänden ab, werden zurückgeworfen, mischen sich zu immer neuen Echos, explodieren in seinem Kopf, während der Rest von Chips Körper von einer Taubheit erfasst wird, die ihn bewegungsunfähig macht. Wie vom Donner gerührt steht er da. Sie starren sich an, während der Raum sich mit unheilvoller Stille füllt, nur unterbrochen vom leisen 'dap, dap' der Kunstbluttropfen, die vom Waschbecken und ihren Kleidern auf den verschmierten Boden tropfen.
Alles ist Stillstand, keine Gefühle , keine Gedanken, kein atmen. Watte. Dann passiert alles auf einmal. Er schluckt, schnappt nach Luft, , dreht sich um, kickt den Keil unter der Tür weg, reißt sie auf und läuft los. Durch die versprengten Schüler, rutscht auf dem glitschigen Boden, hält sich an irgendwelchen Jacken, rennt weiter und stürzt sich durch die Eingangstür ins Freie. Immer weiter in die Nacht, ohne Ziel und Richtung, bis er irgendwo stoppt und sich keuchend und würgend in die Büsche übergibt.
Die Tür fällt ins Schloss und Denize weiss nicht wie ihr geschieht. Nicht nur dass genau das eingetreten ist was sie so befürchtet hatte - er verlässt sie - nein, er setzt auch noch einen drauf. Ihre Beine wollen nicht mehr, sie sinkt auf die Knie, die Hand weiterhin am Waschbecken und beginnt zu zittern.
Nadine gehört zu den Umstehenden die einige Spritzer abbekommen haben und auch zu denen die auf die nächste Mädchentoilette wollte, aber nicht konnte weil die Tür klemmte. Also ging sie mit den meisten einen Stock höher. Die Farbe war recht dünn, weswegen sie auch so weit gespritzt ist, aber ist dadurch auch noch einigermassen auswaschbar. Sie ist sauer. Es gibt nur einen der so eine Scheisse abzieht. Sie verlässt wütend die Toilette und macht sich auf die Suche nach Denize, kann sie aber nicht finden. Die Ansage, das die Party vorbei ist, kam schon. Auf dem Weg nach unten sieht sie einen Rotgetränkten Chip aus der Toilette stürmen und verschwinden. Sie sieht ihm nach und öffnet die Tür zu dem WC was vorhin noch versperrt war. Da trifft sie der Schock. "Denize!" ruft sie und läuft zu ihr hin. Sie weint jetzt hemmungslos und bekommt kein Wort heraus als Nadine sie fragt was passiert ist. Sie lässt sie weinen.
(In Zusammenarbeit mit simscat2, KFutago89, Spatz, murloc)
Charaktere: Schüler und Lehrer
Geschichtsstrang: Halloween in der Brindleton High - Teil 7
"Vero, wo bist du?" Ellies Ruf holt Viola aus den Gedanken. Die Krankenschwester weiß wohl nicht, dass ihre Freundin längst nicht mehr da ist. Hm, egal.
Mit Ellie wäre es sicher einfacher, zumal Viola sich dann auch wieder verstecken könnte. Doch sie hat mit der Mitschülerin keine Fehde und eigentlich auch nichts gegen sie. Leyla fällt als Opfer auch weg, da sie nicht mehr da ist. Bleibt im Grunde also nur Shane oder Tim.
In diesem Moment kommt auch bei Ellie und Bea eine Nachricht an: >Hi ihr Lieben, ich bin nun daheim. Macht euch keine Sorgen. Kuss Vero<
Ellie seufzt. Na dann kann sie ja lange nach ihr suchen. Warum ist Vero gegangen? Wenn Viola sie verletzt hätte, hätte sie das in der Nachricht doch bestimmt erwähnt, oder? Sie schreibt kurz ein "OK, dir noch einen schönen Tag" zurück. Sie würde Vero irgendwann mal fragen, aber lieber persönlich als per Chatnachricht.
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Artjom steht bei den anderen und begeistert sich für die Show: "Habt ihr mega gut gemacht. Alle." lobt er und sein Blick fällt auf Nouki. Der Ärger kommt wieder hoch. Sie wird sich jetzt erstmal umziehen und ihr Pilzkustüm auffrischen. Zeit genug um Tania zur Rede zu stellen. Er wünscht den anderen noch viel Spass auf der Party und verlässt die Bühne. Er schaut sich um und entdeckt die Römerin gelangweilt in einer Ecke. Selbstbewusst geht er auf sie zu. "Hast ne Minute?" fragt er sie und nickt Richtung Flur.
Überrascht schaut Tani zu Artjom. "Klar." Im Flur angekommen, dreht sie sich zu ihm. "Was ist los?"
Artjom schaut sich um, keiner zu sehen. Er öffnet die Tür zum Klo und schiebt sie dort rein. Hinter sich schliesst er die Tür und stellt sich davor damit sie nicht auf die Idee kommt sich dem Gespräch zu entziehen. Die Szene ist beiden bekannt nur etwas ist anders.... "Was hast du Nouki erzählt?" fragt er direkt.
Ach, daher weht der Wind. "Nur die Wahrheit. Wir hatten was miteinander und fertig." Sie verschränkt die Arme.
Artjom mustert sie voller Unverständnis. "Zum Teufel. Wieso?!"
Verwundert runzelt Tani die Stirn. "Wie wieso? Nouki ist meine Freundin, das gehört sich einfach. Abgesehen davon habe ich das Gefühl, dass sie mehr empfindet für dich. Was wäre ich da für eine Freundin, wenn ich sie diesbezüglich anlüge?"
Er lacht verständnislos, blickt zu Seite und wieder zu Tania. "Ja na klar." meint er Ironie durchtränkt und macht einen Schritt auf sie zu. Sie wirft den besten Fick den sie rundum haben kann, für etwas weg was nicht relevant ist? "Wir wissen beide, dass du einen scheiss drauf gibst wies Nouki geht. Sonst hättest dus für dich behalten und alle wären Glücklich gewesen. Vor allem wenn du schon weisst was sie empfindet.... Es sei denn du denkst, wenn ich dich nicht vögel, dann keine." Mit abwertendem Blick macht er einen weiteren Schritt auf sie zu, "Von wegen Freundin." Da er selber die eine oder andere Sache mit schnellem unverbindlichen Vergnügen kompensiert, geht er davon aus, dass es Tani genau so handhabt. Der Grund ist vollkommen Schnuppe, auch wenn sie einfach nur eine Nymphomanin wäre. Tani hätte, wenn sie die Klappe gehalten hätte, vielleicht nicht mal drauf verzichten müssen. "Red Nouki keinen Scheiss ein. Du und ich, wir haben nichts mehr miteinander zu tun, es war nur kurz und ist schon eine ganze Weile her, und komm ja nich auf die Idee ihr irgendwas anderes aufzutischen." Er drängt sie, ohne sie anzufassen, soweit zurück bis sie an die Wand stößt. "Oder ich schwöre, ich sorg dafür, dass bald die ganze Schule über dich bescheid weiß." Artjom tritt zurück und sieht sie drohend an bis er rückwärts bei der Tür ist, um der Ansage Ausdruck zu verleihen. Spätestens wenn Nouki sie nach den anderen Typen fragt, wird Tania wissen, dass er es ernst meint.
Ungläubig wird Artjom von Tani gemustert. "Ist das wirklich dein Ernst? ... Ich versteh überhaupt nicht, wo dein Problem jetzt ist." Ihre rechte Hand berührt ihre Stirn und sie schüttelt nur mit dem Kopf. "Ich habe keinen Scheiss erzählt, ich habe einfach gesagt, was Sache ist. Du kannst doch trotzdem mit Nouki zusammen kommen. Wieso sollte ich denn bitte noch ein Interesse haben mit Dir zu schlafen, wenn ich weiß, dass meine Freundin Gefühle für dich hat?!"
Mit ernster Miene schaut sie in seine Augen. "Ernsthaft, du kannst mir gerne drohen, oder was auch immer herum erzählen über mich. Dann bitte. Mach ruhig. Aber überleg Du dir einfach mal, was dich das für einen Sim macht, bzw. ob Nouki dich nicht dann in einem anderen Licht sieht. Mit wem du in der Vergangenheit geschlafen hast, damit kann man sich arrangieren. Aber nicht mit einem Sim, der plötzlich seinen wahren Charakter zeigt." Sie geht in Richtung Tür, um zu versuchen, an Artjom vorbei nach draußen zu gelangen.
Klar können manche sich damit arrangieren. Aber nicht jeder kann sich damit abfinden die Verflossenen von jemandem täglich anzusehen ohne daran zu denken. Artjom lässt Tania nicht vorbei. "Ich mach dir das Leben zur Hölle wenn du uns im Weg stehst." verspricht er. Es gibt mit Sicherheit noch mehr Leute die sich für ihren Lebensstil interessieren. Er öffnet die Tür und tritt zu erst hinaus. Dort nimmt er direkt Tumult aus der Aula wahr und wendet sich dem Raum zu. Was ist jetzt schon wieder los?
Tani verdreht auf Artjoms Worte hin nur die Augen. Wenn du wüsstest, mein Leben kann gar nicht mehr schlimmer werden, als es schon ist. Genervt verlässt sie das Schulgebäude.
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Ah, was für eine Erlösung. Die frische Luft wirkt wie ein Aufputschmittel und macht Nouki augenblicklich wieder munterer. Sie hat gerade mit Leon besprochen, sich gleich nochmal in der Mensa zu treffen, aber erstmal durchatmen. Herumschlendernd lässt sie den Verlauf des Abends Revue passieren. Eigentlich wollte sie ja noch mit Tani das Gespräch beenden, aber die Freundin ist wie vom Erdboden verschluckt. Als Nouki um eine Ecke biegt, sieht sie Tani an der Hauswand lehnen. Mit klopfendem Herzen nähert sie sich, lehnt sich so gut es der Hut zulässt daneben und schielt zu ihr rüber. Ihre Miene ist schwer zu deuten. "Hi..hab dich schon vermisst." Sie blickt zu Boden. " Warum bist du ganz allein hier draußen?"
Überrascht dreht Tani ihren Kopf in Richtung Nouki. "Ach, ich musste mal raus. Den Kopf frei kriegen." Seufzend wendet sie ihren Blick von ihrer Freundin ab und schaut ebenfalls zu Boden.
"Ja, mir geht's grad genauso." Nouki schweigt einige Augenblicke. "Hey, ich wollte eigentlich noch unser Gespräch von vorhin zu Ende bringen...der Auftritt hat's ja unterbrochen. Geht das? Ich...Ich will einfach Klarheit und dich auf keinen Fall verletzen wegen Artjom...auch wenn du gesagt hast, du bist nicht verliebt, aber manchmal weiß man das ja gar nicht so genau...so wie ich' s auch gar nicht so genau weiß und..aber irgendwie doch..." Sie hat das Gefühl , alles kommt falsch heraus, deshalb unterbricht sie sich und sieht Tani an.
Erneut entfährt der Angesprochenen ein Seufzer. Als hätte das Gespräch mit Artjom nicht schon gereicht. Aber Nouki ist ihre Freundin und diese Freundschaft will sie nicht wegen einem Typen auf Spiel setzen.
"Also, das mit Artjom war rein körperlicher Natur. Weder er noch ich haben andere Absichten gehabt.. Zumindest denke ich das." Erneut nimmt sie Blickkontakt auf. "Ganz ehrlich, wenn Du meinst, mit ihm zusammen zu kommen, dann mach das. Es fühlt sich für mich komisch an - ja, aber ich will echt keinen Stress, weder mit Dir, noch mit Artjom." Ernst sieht sie die Freundin an, während sie an die Drohung auf der Toilette denkt. "Ich dachte, ich wäre Dir das schuldig gewesen, besser ich hätte meinen Mund gehalten." Die Arme verschränkend wendet sie sich ab und spielt mit ihrem rechten Fuß auf dem Boden herum.
Rein körperlich...ist Artjom so? Ein Draufgänger? Nouki schweigt und die Gedanken rotieren. Ihr wird mit einem Schlag bewusst wie unerfahren sie selbst ist. Das mit Stephen auf dem Festival ist alles was sie an körperlicher Erfahrung vorweisen kann. Und Tani? Rein körperlich? Sie erinnert sich an Artjoms Worte vor dem Auftritt. "Du kannst alle fragen..." Sie schüttelt den Kopf um das zu verscheuchen. Einmal tief durchatmen. "Tani, wir haben keinen Stress, ich red doch nur hier mit dir weil unsere Freundschaft mir viel wert ist." Sie sieht auf. "Es war gut, dass du es gesagt hast. Jetzt weiß ich Bescheid und kann das verarbeiten. Ich..ich mag Artjom sehr gern, er war immer lieb und wir haben so viel gemeinsam..vielleicht wird da mehr daraus , vielleicht auch nicht. Ich bin durcheinander. " Soll sie Tani fragen wegen...der 'anderen' die Artjom erwähnt hat? Sie wirft ihr einen prüfenden Blick zu. Besser nicht jetzt, die Stimmung ist schon gedrückt genug...außerdem muss Tani das selber wissen, es steht ihr gar nicht zu einfach mit sowas heraus zu platzen. Was wenn Artjom gelogen hat? Was wenn nicht? Egal. Tani ist ihre Freundin und Punkt. "Wir bekommen das schon hin. Zwischen uns kommt nichts, okay?"
Durch Noukis Worte verspürt Tani endlich wieder ein wenig Wärme in ihrem tiefen Inneren. Sie lächelt ihre Freundin an und umarmt sie daraufhin. Als sie sich löst, lässt sie ihren rechten Arm auf Noukis Schulter verweilen. "Hör zu. Nimm Dir Zeit ihn kennen zu lernen und herauszufinden, ob er derjenige welche ist, der dich glücklich macht. Aber pass bitte auf dich auf!"
Ellie, die auf der Suche nach Vero auch nach draußen gelaufen ist, will sich nach deren Nachricht wieder in die Aula begeben. Doch auf dem Weg dorthin sieht sie Tani und Nouki und ändert ihren Plan. "Hallo ihr beiden, alles klar?", fragt sie freundlich. Von dem Gespräch hat sie nichts mitbekommen.
Nouki lächelt Tani an, obwohl das 'pass bitte auf dich auf', sie irritiert. "Klar mach ich das." sagt sie nur und dreht sich dann überrascht zu Ellie um, die plötzlich um die Ecke biegt. "Mmh, wir schnappen nur frische Luft." antwortet sie. "Und du? Was treibt dich hier raus?"
"Hab Vero gesucht.", antwortet Ellie, "aber offenbar ist sie schon zu Hause."
Als Ellie von Vero spricht, fällt Tani auf, dass sie ihre Sandkastenfreundin den Abend über kaum gesehen hat. "Hast Du ihr mal eine Textnachricht geschrieben?", fragt sie daher.
"Nein, sie mir.", sagt Ellie und zeigt Tani die Nachricht. "Eine Begründung, warum sie früher gegangen ist, hat sie aber nicht genannt."
Das erscheint der Freundin merkwürdig. Ich werde sie morgen mal anschreiben.
"Ich werd auf dem Rückweg mal bei ihr vorbei schauen.", sagt Ellie bestimmt.
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Zeitgleich...
Als seine linke Schläfe zu pochen beginnt, fährt Chip in seinem Sitz hoch. Boah. Er reibt energisch darüber und sieht sich leicht verwirrt um. Irgendwie ist das Zeug was er geraucht hat nicht gut. Er hat sonst nie Kopfschmerzen. Ist er eingenickt oder was? In diesem Moment beginnt Denize' Auftritt und er ist sofort von ihrer Ausstrahlung gefangen. Sehnsüchtig verfolgt er ihre Bewegungen im Publikum und wünscht sich, er wäre an Ellies Stelle. Wär schon cool, wenn er mit seiner Freundin in der Theater AG wäre...wieso hat er da eigentlich nicht daran gedacht am Anfang vom Schuljahr? Sie war ja auch der Grund dafür, dass er im letzten Schuljahr der Schulband beigetreten ist, aber da waren sie auch noch nicht zusammen. Trotzdem.. er könnte Zeit mit ihr verbringen und sie ihm nicht dauernd ausweichen. wie armselig..jetzt denkst du dir schon Tricks aus, damit du in ihrer Nähe sein kannst Ärger über sich selbst und über die Situation klumpt sich erneut in seinem Magen zusammen. Als sich die Schauspieler verbeugt haben und von der Bühne gehen, steht er klatschend auf und geht ohne den Applaus zu unterbrechen nach vorne, wo Denize neben Nadine Platz genommen hat. Er rollt die Augen. Chip lässt sich in den freien Stuhl neben seiner Freundin fallen und legt einen Arm um ihre Schulter. tu, als wär alles in Ordnung Er beugt sich zu ihr und haucht ihr einen Kuss aufs Ohr. "Ihr wart toll, aber am schönsten war die Amelie." Er lächelt sie zärtlich an.
Blaze geht ein paar Schritte und beobachtet Chip der sich zu Denize setzt. Er hört wie sie sagt, "Danke. Es ist toll gelaufen obwohl ich echt angst hatte. Gut das Lashawn so felxiebel reagiert hat." Blaze steuert den Tisch mit den Getränken an und lügt im vorbei gehen, "Gute Show." und grinst Denize an. "Nicht so gut wie deine." lächelt sie zurück. Das überrascht ihn, so das er stehen bleibt. Er sieht sie an dann Chip daneben und wieder Denize. Soll er sich jetzt bedanken? Er hat gar kein Feedback erwartet ausser von Viola. "Danke.." sagt er schliesslich, schüttelt für sich den Kopf und geht weiter. Denize schaut ihm glücklich nach.
Kalte Dusche in Reinform. Chips Miene erstarrt kurz zu Eis, dann fängt er sich wieder und wirft Blaze einen feindseligen Blick nach, ehe er sich wieder zu Denize dreht. Sein Atem geht rascher, er versucht das Heben und Senken seines Brustkorbs zu kontrollieren, aber es gelingt nicht ganz. Wieso schwärmt sie Blaze so an? Er registriert ihren glücklichen Gesichtsausdruck und der Zorn kocht heiß in ihm hoch. Ist er eigentlich gar nichts mehr wert in ihrer Welt. Innerlich Zähne knirschend fragt er äußerlich freundlich. "Hat dir der song gefallen, ja?" Ist das Masochismus? Er muss einfach hören was sie sagt.
Denize Brauen ziehen sich minimal zusammen. Was ist los? "Ähm.. ja, war doch total schön. Ich freu mich für ihn und Viola.... du nicht?" Sie versteht nicht ganz was ihn so seltsam wirken lässt. Sind das wieder ihre Hormone und sie nimmt es nur zu stark wahr? Sie selbst verhält sich doch wie sonst? Sie war immer zu jedem freundlich und hat sich immer für jeden aufrichtig gefreut. Das ist doch nichts neues. "Was ist?" fragt sie vorsichtig.
"Nichts." Chip lächelt gezwungen. "Mich interessiert halt, was meiner Freundin gefällt und warum." Dann entspannt er sich wieder etwas. Schließlich ist sie nicht in Begeisterungsstürme ausgebrochen, wie die Leaderin eines imaginären Blaze Fanclubs. Er streichelt ihr über die geschminkten Wangen, nimmt den Duft ihrer Haare wahr, der ihm einen Schauer über den Rücken jagt. Etwas näher an sie heran rückend, sagt er leise. "Du, ich hab heute unser Haus ganz für mich, wollen wir zusammen den Abend feiern? Kommst du später mit zu mir?" Super...voll mit der Tür ins Haus gefallen, aber Chip hat keine Nerven mehr für ausgeklügelte Taktik oder fantasievolle Formulierungen. Die Sehnsucht ist so überwältigend, dass es schmerzt.
Zu ihm nach Hause? Sie weiss was wo das endet. Entweder sie weicht hier aus oder bei ihm und hier ist definitv die bessere Wahl. Sie hat ehrlich angst vor körperlicher Nähe ob wohl sie nicht viel schwangerer werden kann. Aber was wenn ihm auffällt das ihr Körper sich verändert. "Ich...ähm..." sie blickt zu Blaze der sich ein Getränk nimmt, dann zu den Schülern hinter Chip. "Weisst du ich muss..."
Plötzlich schreit jemand und sie blickt zu dem Jason der in die Luft springt. Sie saugt erschrocken Luft ein. "Was passiert da?"
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Viola beobachtet Shane. Der sieht nicht gerade glücklich aus. Schlechte Nachrichten, die er gerade mit seinem Handy erhalten hat? Viola ahnt irgendwie, dass die Nachricht bestimmt von Vero ist. Und wenn nicht, ist das auch egal: Er starrt jedenfalls noch immer auf das Display. Vielleicht ist er jetzt abgelenkt genug. Sie hat noch mehr von Aidarias Tricks parat und beschließt, einfach ihr Glück zu versuchen. Und in der Menschenmenge der Schüler fällt es vielleicht auch nicht weiter auf, dass sie der Auslöser für die Illusion ist. Sie zielt und wirft die Phiole unter seinen Sitz. Die Magie verhindert, dass man das Klirren hört.
Diesmal ist die Illusion anders als die davor. Die Kälte um Shane herum breitet sich schneller aus als beim ersten Mal. Die Illusion hingegen kommt etwas später. Erst langsam baut sie sich auf. Diesmal beginnt es damit, dass mehrere geisterhafte Hände anfangen, sich aus dem Boden zu erheben.
Viola weiß nicht, ob es bei Shane funktioniert. Er ist immerhin selber ein okkultes Wesen. Wenn nicht, müsste sie wohl wirklich Breuer als Opfer wählen.
Shane nimmt außerhalb seines Handybildschirms verschwommen irgendwas wahr was vorher noch nicht da war. Er senkt die Hand und erkennt erschrocken grüne Hände die nach ihm greifen. Ein schriller schrei entfährt seinem Mund, lässt das Handy fallen und mit einem Satz ist er auf dem Stuhl auf dem er vor der Nachricht noch gesessen hat. Erschrocken reisst er sich die Maske vom Kopf und starrt nach unten. Die Finger kriechen die Stuhlbeine hinauf und es überkommt ihn ein Schauer den andere Spüren wenn sie vor einer Spinne oder Maus flüchten. Aber weiter zurückweichen geht nicht, das stellt er just in dem Moment fest, als er an die Stuhllehne kommt und mit samt dem Stuhl nach hinten auf den Boden donnert. Er schlägt sich den Kopf am harten Parket an und der Aufprall verschlägt ihm den Atem so das er einen Moment liegen bleiben muss. Au...
Bea bleibt geschockt stehen, wie ein Reh im Scheinwerferlicht, als um Shane herum so ein Spuk entsteht. Sie wagt nicht, sich zu bewegen.
Blaze kann von seiner Position beobachten wie Shane auf den Stuhl springt und einen Moment später rücklinks nach hinten auf den Boden kippt. Es kracht und quietscht durch die Halle. Ihm entfährt ein belustigtes Lachen was er sofort unterbindet in dem er die Luft anhält und wartet was jetzt passiert.
Viola starrt Shane an. Mit so einer Reaktion hat selbst sie nicht gerechnet. Shane ist ein Vampir. Was will er auf dem Stuhl? Selbst wenn es eine echte Bedrohung wäre und nicht nur die Illusion hätte er sich doch einfach in die Fledermausgestalt werfen können. Sie kann sich das Grinsen nicht verkneifen. So ein Trottel.
Artjom kommt grade zur Tür herein als Shane schon ab Boden liegt. Um ihn herum kommen Schüler näher. Verhaltenes Gekicher wimmelt durch den raum. Neben Viola kommt er zum stehen. "Gibts schon wieder Schlägerei?" fragt er ein wenig belustigt. Diese Schule hat was. Schön mal nicht derjenige zu sein der Spinde von innen betrachtet. Schön mal auf der neutralen Seite zu stehen.
Viola dreht sich zu Artjom: "Schlägerei? Ich hab Shane nichts getan. Kann nichts dafür, dass der rumspinnt." In diesem Moment löst sich die Illusion auch wieder auf, die leider nur von kurzer Dauer ist. Egal, das war es wert gewesen.
Bea reibt sich die Augen. Es ist nichts gruseliges mehr zu sehen. Wahrscheinlich hat sie sich einfach nur getäuscht. Sie sieht zu Shane und rennt zu ihm. Sie reicht ihm die Hand um ihm aufzuhelfen. "Alles klar? Was ist passiert?"
Artjom hebt die Hände. "Wow. Wer hat das den behauptet." Die Kleine bezieht gern alles auf sich. Das hat er sich schon gedacht als sie so vehement drauf beharrt hat, sie wärs nicht gewesen auf dem Klo. Blaze stellt sich dazu. "Warst du das?" fragt er Viola und dann ist Artjom doch überrascht. Ist er es der ihr gern die Schuld einredet und sie hat das adaptiert? Blaze denkt sich nichts dabei. Artjom ist in der Band und Bandmember sind von Natur aus loyal.
Viola grinst. "Dem Beißer sind vor Schreck wohl die Beißerchen rausgefallen. Das ist besser gelaufen als gedacht." Das sollte Blaze als Antwort ja reichen. Sie dreht sich zu Artjom: "Aber gelogen hab ich trotzdem nicht. Hab ihn nie geschlagen." Schade nur, dass die Ilusion nicht lange Bestand hat.
Shane hört das Gelächter und öffnet die Augen. Er sieht Beas Hand, nimmt sie aber nicht. Sein Rücken tut weh und er will liegenbleiben. Das ist gelogen. Eigentlich will er weg von hier. Langsam richtet er sich auf und fasst sich an den Hinterkopf und das Blut an seinen Fingern reicht aus um ihm den Rest zu geben. Warum passiert ausgerechnet ihm das? Warum er? Was hat er getan? Er sieht Bea unfassbar traurig an, dann verpufft er zu Fledermaus und schwirrt durch ein gekipptes Fenster nach draussen.
Artjom verzeiht das Gesicht. Blaze schaut ihn an als hätte Artjom ihr das unterstellt. "Wer behauptet das?" - "Ich nicht!" antwortet Artjom prompt und tritt zurück. Die Beiden spinnen doch. Er verlässt die zwei, er hat wirklich keine Lust sich noch mehr Anschuldigungen anzuhören die nicht wahr sind. "Bis später." er verlässt die Aula und lehnt sich an eine Wand. Phu... Was für ein Abend.
Blaze misst dem keine Bedeutung zu, schließt die Lücke zwischen sich und Viola und legt den Arm um ihre Schulter. Er greift in die Tasche und öffnet die Hand mit dem Stein darin. Lächelnd hält er ihn ihr hin.
Viola lächelt. "Ich erzähl dir später mal, wie. Wenn nicht so viele potentielle Zuhörer in der Nähe sind.", flüstert sie, während sie den Stein einsteckt. Im Moment hat sie noch keine Idee welche Aufgabe Blaze bekommen wird, aber sie hat ja auch alle Zeit der Welt, sich etwas zu überlegen.
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Die alte Leier, Chip hätte es wissen müssen. Der Blick, ihr Ton. Hitze steigt in Chip hoch. "Weich mir nicht schon wieder aus." sagt er ernst. Er hält sie am Arm fest. "Ich brauch dich. Seit Wochen..." Er unterbricht sich, weil Denize mit einem Aufschrei aufspringt. Verwirrt folgt er ihrem Blick und sieht Shane auf einem Stuhl herumtänzeln, umgeben von..Nebelhänden?? What the..? Dann besinnt er sich und dreht Denize am Ellbogen wieder zu sich herum. "Hey, bleib jetzt mal bei uns beiden, ich red mit dir."
Erschrocken darüber das Chip handgreiflich wird, reisst sie sich los und ihr trägerloses Kleid verrutscht. Schützend hält sie sich die Hände vor den Oberkörper und schaut ihn entsetzt an. "Bist du verrückt geworden?!" sofort richtet sie ihr Kleid und macht noch einen Schritt zurück.
"Ja, vielleicht, weil du mich verrückt machst mit deiner Ausweicherei." erwidert Chip lauter als geplant und drosselt dann seine Stimme. "Wie lang willst das Spiel noch trieben?" Er kann sich einfach nicht zurück halten und die Sims um ihn herum sind ihm auch schnurz. "Ist es das für dich? Hm? Ein Spiel?" Er nimmt wieder ihren Arm um sie näher her zu ziehen. Die Verzweiflung über ihre Verweigerung droht die Oberhand zu gewinnen. Seine Gefühle intensivieren sich mit jeder Sekunde, die er ihr nahe ist. Er ringt um Beherrschung.
Die umstehenden bemerkten die kleine Auseinandersetzung und wenden den Blick von Shane ab und zu dem streitenden Paar. Die Neugier auf einen neuen Skandal über den sie sich den Mund zerreissen können treibt sie her wie Zombies die nach frischem Fleisch gieren. Daran muss Blaze denken als Denize' Ruf ihn von seinen eigentlichen Worten ablenkt. Er behält es für sich, küsst Violas Schläfe und lässt sie los. "Jetzt ich." sagt er vorfreudig grinsend und läuft fast schon mit einem Freudensprung hinter die Vorhänge der Bühne.
Viola wirft Chip und Denize einen verwunderten Blick zu, sagt aber nichts. Sie freut sich schon auf was immer Blaze geplant hat. Und was das ist, weiß sie selber noch nicht. Er hat ihr nur gesagt, wo sie nicht sitzen soll, ist jedoch nicht ins Detail gegangen.
Was wäre Halloween ohne ein paar Klischees. Hatte Blaze sich gedacht und sich deswegen so für die Deko in der Aula ins Zeug gelegt. Die schöne verhangene Decke mit den Tüchern aus dem Hauswirtschaftskurs, haben ihren bisherigen Zweck mehr als gut erfüllt. Zeit das auszunutzen. Hinter der Bühne, ist ein Seil befestigt was hinauf zur Decke in der Aula führt und an dem zieht Blaze jetzt mit einem schnellen herzhaften Ruck. Kurz darauf hört er auch schon die Schreie.
Denize kann es nicht fassen. Ja sie ist ihm aus dem Weg gegangen. Es ging immer nur darum, das es ihm schlecht geht, das er sie braucht und er, er, er. Versteht er wirklich nicht dass sie einfach nur ruhe brauchte bei etwas was er nicht ändern konnte. Sie brauchte Luft, musste nachdenken, aber das kümmert ihn gar nicht. Sie möchte auf seine lauten Worte reagieren und dann spürt sie etwas kühles auf ihrer Wangen.
Sie wischt mit den Fingern darüber und schaut darauf. Ehe sie realisieren kann was sie sieht wird sie in dieses Kühle regelrecht getaucht. Übergossen ist das richtige Wort und kurz darauf steht sie wie ein begossener Pudel in mitten der Leute und hat Mund und Augen weit aufgerissen und den Kopf eingezogen.
Die Arme von sich gestreckt und die Hände nach unten hängend, fallen rote Tropfen von ihrem Fingern in die Lache unter ihr. Ringsum wurden alle mit der roten Farbe bespritzt. Es trifft neben Denize vor allem Chip. Die Schüler stieben auseinander, flüchten vor dem was auf den ersten Blick wie Schweineblut wirkt und Denize ergreift die Flucht.
Das ist nicht wahr! Immernoch geschockt, geht sie einfach Richtung Flur und auf die Toilette zu. Dabei tropft sie alles mit roter dünner Farbe voll. Die Nachhilfelehrerin kommt ihr entgegen und sieht sie entgeistert an. Denize ignoriert sie und setzt ihren Weg eisern fort. Lena blickt zu ihr, dann folgt sie der Blutspur in die Aula.
Blaze verschwindet von der Bühne, hält nochmal bei Viola und meint, "Ich bin weg." er zwinkert ihr zu, läuft zu einem der Fenster, öffnet es und springt ins Freie.
Miss Vanya hat die Szenerie um Shane verfolgt. Sie murmelt etwas und aus der Kristallkugel erscheint ein leuchtende Kugel. Diese verwahrt sie in einem Fläschchen und verstaut diese in ihrer Kleidung. Auch ist ihr die Sache mit Blaze nicht entgangen.
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Aus den Augenwinkeln hat Chip noch bemerkt, wie Blaze hinter die Bühne verschwindet, denkt aber nicht weiter darüber nach. Er muss das jetzt mit Denize ausdiskutieren, wenn nicht hier, dann irgendwo anders. Es reicht. Als er weiter reden will hört er noch ein seltsames Geräusch, im nächsten Moment sieht er Blutstropfen auf Denize' Wange und dann im wahrsten Sinne des Wortes rot. Sieht und trieft rot, genau wie Denize. Was zur Hölle?! Irgendeine rote Soße ist von der Decke gestürzt und nimmt ihm jede Sicht. Entsetzt reißt er sich die Brille von der Nase und schüttelt sie aus, dass die Tropfen in alle Richtungen spritzen, zieht dann das durchnässte, am Körper pappende Hemd von sich weg, ebenso die Hosenbeine. Dann kommt die Wut. Blaze. Wer sonst? Das wird er büßen! Als er sich aufrichtet sieht er, dass Denize schon auf dem Weg Richtung Toiletten ist. Klar. Angeekelt folgt er ihr. Während er innerlich brodelt und Blaze verflucht, wird ihm plötzlich klar, dass das DIE Gelegenheit ist, allein mit ihr zu sprechen.
Artjom beobachtet Denize die ein wenig Nass wirkt, wie sie aus der Aula kommt und zu den Toiletten trottet. Als Chip ihr ähnlich begossen folgt stösst er sich von der Wand ab und schaut beiden hinter her. Was hat er verpasst? Es folgen noch mehr Schüler die rot gesprenkelt aus der Aula laufen und er fragt sich unweigerlich wo seine Pilzdame eigentlich ist.
Lashawn steht wie erstarrt da. Der Streich von Blaze hat sie großflächig getroffen. Das weiße Leichenbrautkleid ist beschädigt. Die Afroamerikanerin ist in Schockstarre. Fassungslos. Und niemand scheint sich um sie zu kümmern. Langsam betrachtet sie ihre Hände. Durch die Farbe und die Konsistenz sieht es so aus, als würde Blut an ihren Händen kleben. Das Mädchen beginnt zu zittern und sackt auf die Knie. So verharrt sie.
Glücklich darüber, wirklich weit weg genug gesessen zu haben, betrachtet Viola auf das Schauspiel. Es ist zum Glück kein echtes Blut - das wäre Verschwendung gewesen - sondern rote Farbe. Sie hatte schon damit gerechnet, dass jemand nass gespritzt werden würde, aber die Farbe war dann doch eine Überraschung. Als Blaze sich verabschiedet, nickt Viola. Sie folgt ihm. An diesem Streich ist sie zwar unschuldig, aber sie hat keine Lust darauf, aufgrund ihres Rufs von Lehrern befragt zu werden.
Bea, die immer noch neben dem umgekippten Stuhl steht, auf dem Shane vorher saß, starrt entgeistert auf die Szenerie. Sie stand weit genug entfernt, um auch vor den Spritzern entkommen zu sein, aber die Sauerei lässt sie auch nicht völlig kalt. Ob das Blaze war? Er war ja in der Aula am Dekorieren. Wenn ja, kann er das gerne selber sauber machen.
"Igitt!", flucht Tim. Die volle Breitseite der Farbe erwischte zwar Denize und Chip und nicht ihn, aber ein paar Tropfen hat er dennoch abbekommen. Das schöne Kostüm! Hoffentlich kann man das noch rauswaschen! Er eilt zur Toilette.
Ellie hat von der ganzen Farbaktion rein gar nichts mitbekommen, da sie sich draußen befand. Sie umarmt Tani und Nouki zum Abschied. "Naja, ich werd mich dann auch mal aufmachen." Mit diesen Worten geht sie zur nächsten Bushaltestelle, um den Bus nach Evergreen Harbor zu nehmen. Schließlich hat sie ja einen Besuch bei Vero geplant.
Nouki hat Vero schon ewig nicht mehr gesehen und wegen dem Auftritt nichts mit bekommen, kann also auch nichts hilfreiches zum Thema beitragen. "Vielleicht war's ihr einfach zu viel Trubel." antwortet sie kurz. "Also..ich geh wieder rein, vielleicht muss ich der Truppe noch was helfen oder so." Sie lächelt die Freundinnen ein bisschen gezwungen an, winkt Ellie noch und geht mit schnellen Schritten wieder ins Schulgebäude zurück.
Hoffentlich hängt Leon noch irgendwo herum, der Freund erscheint ihr mal wieder als Fels in der Brandung. Drinnen staunt sie nicht schlecht, als sie Denize , triefend voll mit roter Farbe vorbei staksen sieht, Chip direkt hinter ihr, kaum weniger beschmutzt. Gab's ein Drama bei der Theatergruppe? Schnell eilt sie zur Aula und da zeigt sich das ganze Ausmaß der Verwüstung. Das ganze Areal vor der Bühne ist mit dieser roten Flüssigkeit bespritzt, als hätte jemand oben Schleusen geöffnet..Jemand? Sie kann sich fast denken wer das war, aber warum hat's dann auch Chip getroffen? Sie sieht sich suchend um. Bestimmt ist Leon auch hier und wollte sehen was passiert ist. Stattdessen trifft ihr Blick auf den von Artjom und für eine Sekunde setzt ihr Herzschlag aus. Soll sie mit ihm auch noch reden? Es ist das reinste Chaos heute, innerlich wie äußerlich. Dann gibt sie sich einen Ruck und geht zu ihm rüber. "Was ist passiert? Das sieht aus wie im Schlachthof hier. Hat das was mit der Theater AG zu tun?" Sie braucht erst neutralen Gesprächsboden, will aber natürlich wirklich wissen wie es zu der Sauerei hier gekommen ist.
Artjom lehnt sich wieder an die Wand und beobachtet die Horde rotgefleckter Zombies die alle auf die Toilette rennen und dort auf ein Hindernis stossen. Die Tür in der Chip grade verschwunden ist, ist wohl verschlossen. Die Schülerinnen klopfen ein paar mal, dann suchen sie sich eine andere Toilette. In seinem Kopf sieht er Chip und Denize sich in der roten Sauce suhlen und sich den Schlamassel gegenseitig vom Gesicht.... Vielleicht ist es keine Farbe, sondern... Tomatensaft? Urg... Naja wer drauf steht. Er hebt amüsiert die Brauen und schaut Nouki an. "Ich weiss nicht." antwortet er. "Habs nicht mitbekommen. Ich glaub nicht das der Anschlag der AG galt." Obwohl er schon darüber lachen müsste wenn es Miss Oberschlau Denize absichtlich erwischt hätte. "Aber es hat die Party gesprengt. Ich glaube heute läuft hier nichts mehr." er hebt freundlich die Mundwinkel. "Brauchst du eine Begleitung nach Hause?" Obwohl sie vorhin so zwiegespalten war, hat er nicht das Gefühl abzublitzen. Immerhin hat er ihr die Sache bereits verziehen.
Kurz ist Nouki unentschlossen. Ihr Blick wandert über die Schüler, aber sie kann Leon nirgends entdecken. Schließlich erwidert sie das Lächeln zaghaft und nickt. "Ja, lass uns gehen, bevor noch mehr Sachen von der Decke stürzen."
Aus dem Spinnt nimmt er seine Jacke und wartet auf Nouki bis sie fertig zur Abreise ist. Er hat kein Problem damit einen Umweg nach Windenburg zu machen. Dann kann er auch einmal sehen wo sie wohnt.
Leon ist nach dem Auftritt von Nouki in die Mensa zurück gegangen. Dort hat ihn die Hauswirtschaftslehrerin aufgehalten. Frau Borowski würde ihn sicherlich mit ihren ganzen Speisen mästen, bis der Sportler kugelrund ist. "Probier das und das", sagt sie immer wieder in ihrem polnischen Akzent. Irgendwann flüchtet der Holzfäller und findet an der frischen Luft seine Ruhe. Er atmet auf. Dann bemerkt er, dass Nouki mit Artjom verschwindet. Verwundert und betrübt zugleich schaut er ihnen nach. Warum hat sich die Freundin nicht von ihm verabschiedet? ... ist doch sonst nicht ihre Art.
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Als sie in der Mädchentoilette verschwindet, schlüpft er schnell hinter ihr durch die Tür.. Denize steht am letzten Waschbecken, den Hahn voll aufgedreht und hat ihn noch nicht bemerkt. Er schaut sich suchend um. In der Ecke liegt der schwarze Gummikeil , den der Hausmeister benutzt um die Türen offen zu halten, wenn frisch gewischt ist und der Boden schnell trocknen soll. Perfekt. Chip schiebt das Ding unter die Eingangstür, die damit vorerst blockiert ist und geht zu Denize, die grade das Gesicht unter dem Wasser hat. Der Boden ist blutrot verschmiert, die Wand auch und er selbst zieht eine Spur hinter sich her, die filmreif wäre. Er atmet kurz durch, drückt den immer noch schwelenden Zorn über die Schweinerei weg und legt ihr eine Hand auf die Schulter. Sein Blick fällt dabei in den Spiegel und unwillkürlich entfährt ihm ein Schreckenslaut. Das verschmierte, schwarz-weiße Make up schimmert durch den blutroten Farbfilm in seinem Gesicht, kein Zombie könnte furchterregende raussehen. "Hey, lass dir helfen."
Denize weicht zur Seite aus als Chip näher kommt. Sie will nicht angefasst werden. Jetzt nicht. Der Rand der Waschbecken ist schon ganz rot und sie stützt sich darauf ab und senkt den Kopf so das ein paar nasse lockige Strähnen in ihr Gesicht fallen. "Warum?" fragt sie erzwungen beherrscht ohne ihn anzusehen. Sie spürt dass die Wut die in ihr brodelt nicht normal ist. Sie hebt den Kopf, und sieht ihn an, "Warum hab ich das Gefühl, dass du mich ständig kontrollieren willst?"
ER ist schuld. ER macht ihr ein Scheißgefühl. ER kontrolliert! sie, er, er, er.. Chip tritt einen Schritt zurück und lässt dem Unmut freien Lauf. "Ich kontrollier dich?! Du checkst echt gar nix! Ich kontrollier dich nicht, ich renn hinter dir her wie ein Schoßhündchen, weil du ständig vor mir auf der Flucht bist und dich weigerst anständig mit mir zu reden! Aber klar, mach's dir einfach, hau rein. Chip du kontrollierst mich, du Freak oder was? " Er äfft eine hohe, affektierte Mädchenstimme nach. "Ooh Chip, das macht mir ein schlechtes Gefühl, ich bin sooo sensibel und du bedrängst mich." Er redet sich definitiv in Rage, kann das aber nicht mehr stoppen und will auch gar nicht. "Alter..dann mach mir halt keine Angst und erklär mir einfach was mit uns passiert!"
Seine Laute Stimme tut ihr in der Seele weh. "Hör auf zu schrien!" schreit sie ihrerseits. Sie starren sich einen Moment an. Er scheint zu warten. "Das redest du dir doch ein. Ich brauchte einfach etwas Zeit für mich, verstehst du das denn nicht? Was ist falsch daran?" Sie hat das Gefühl Bauchschmerzen zu bekommen und krümmt sich ein wenig ehe sie sich wieder aufrichtet und ihn anstarrt.
Sie hört nicht auf dasselbe Zeug zu erzählen. Chip funkelt sie an. Wen will sie hier für blöd verkaufen? In ihm tobt eine Mischung aus Schmerz, weil er sie einfach umarmen will, Ärger über dieses Gefühl und Wut darüber, dass sie ihm schon wieder so kommt. "Ach ? Ich rede mir das ein, ja?" Er macht einen kleinen Schritt auf sie zu und sticht mit dem Finger in ihre Richtung. "Du brauchst Zeit für dich und hängst dann mit Nadine herum? Sie stört nicht?"
Chips Freundin wird langsam richtig sauer und laut. Das kennt sie gar nicht von sich selbst. "Nein! Nadine bekifft und betrinkt sich nicht dauernd und ich bekomme von ihr Antworten die nicht vernebelt oder vollkommen belanglos sind! Du wolltest damit aufhören! Schon vergessen!? Aber auf dich achtest du genau so wenig!" Wie soll sie so ein Kind mit ihm großziehen!? Denize ist froh dass er das noch nicht weiss.
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Buzz, der noch immer im Musikzimmer sitzt, hat von all dem Trubel nichts mitbekommen. Er wischt sich die Tränen von der Wange und steht auf. Irgendwie hat er keine Lust mehr hier zu sein. Er verlässt das Schulgebäude und läuft nach Hause. Wie die Grinsekatze aus Alice im Wunderland verschwindet er. Lautlos, ohne eine Spur zu hinterlassen.
Als Tim sein Kostüm so gut wie möglich von den Farbtropfen befreit hat, holt er seine Jacke aus der Garderobe und macht sich direkt auf den Heimweg. Hier hat er nichts mehr zu verlieren, vor allen, da jetzt alles feucht ist. Wenigstens ist die Jacke davon verschont geblieben und trocken und warm.
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Durch ihre Kristallkugel kann Allegra das Ausmaß der Verwüstung in der Aula sehen. Sie gibt zu: Der Schüler hat es raffiniert und gut geplant, vorbereitet und umgesetzt. Aufgrund des Halloween-Gedankens, der auch Schabernack, Streiche und wie ihre Illusion Angst und Panik zulässt, hat sie sich nicht in die Situation eingemischt. Jedoch ... als sie die Gesichter einiger Schülerinnen sieht ... besonders in derer, die einen Schock erlitten haben ... seufzt die Hexe laut. Ihre Magie ist für diesen Abend am Limit. Diesmal kann sie keinen Zauber anwenden, um für 'Heilung' oder Ordnung zu sorgen. Diesmal sind die Schülerinnen auf sich gestellt. Wieder klopft es an Kaleas Tür. "Herein", ruft sie. Es ist Kaplan, der hereinschreitet. "Wir haben ein ... Problem." Er wirkt sehr ernst. Die Rektorin steht auf. "Was ist passiert?" Kaplan deutet an, dass sie ihm folgen soll. Die beiden Erwachsenen kommen zur Aula. Jetzt erst wird der Frau das Ausmaß des Streiches vor Augen geführt. Sie hält sich die Hand vor dem Mund. Das darf nicht wahr sein ..., denkt sie sich.
Bea läuft nun zu Lashawn. "Oh verdammt!" Sie legt der Afroamerikanerin tröstend eine Hand auf die Schulter. "Weißt du was, ich leihe dir meine Jacke aus, und wir schauen mal, ob wir die Farbe noch rauskriegen." Die Jacke ist noch in der Garderobe, aber so muss Lashawn nicht mit feuchten Sachen rumlaufen.
Die Schülerin zittert am ganzen Laib. Ihre Augen starren auf die Hände. Sie vernimmt Beas Stimme nicht sofort.
"Lashawn?", fragt Bea nun etwas lauter. Sie legt nun ihre zweite Hand auf die Schultern. Es ist ihr egal, ob ihre Hände nun von Farbe beschmiert sind. Sie wiederholt ihren Satz mit der Jacke nun etwas lauter.
Endlich scheint die Angesprochene aus ihrer Trance zu erwachen. Ihre Augen füllen sich mit Tränen und weinend drückt sie sich in Beas Arme und schluchzt laut.
Bea umarmt Lashawn. Eigentlich ist sie ohne Spritzer davon gekommen, doch durch die Umarmung ist ihr eigenes Kostüm jetzt natürlich ebenfalls rot befleckt. Doch das kümmert Bea nicht. Lashawn ist jetzt wichtiger.
In dieser Haltung findet Kalea die Schülerinnen vor. Kaplan sieht sich um und schüttelt nur den Kopf. Weitere Lehrkräfte stoßen hinzu. Darunter auch Milena, die entsetzt aufschreit. Die Rektorin geht auf Lashawn und Bea zu. "Ihr Lieben, seid ihr verletzt?", fragt sie besorgt.
"Ist nur Farbe!", sagt Bea und dreht sich zur Rektorin. "Aber Lashawn wurde voll getroffen!"
Die Genannte schluchzt weiterhin herzzerreißend in Beas Armen. Der Anblick bricht Kalea das Herz. Sie sieht zu ihren Kolleginnen. "Kaplan, bitte bringe die beiden Mädchen heim." Der Aufgeforderte nickt. "Kommt. Es wird wieder alles gut." Er nimmt Lashawn hoch und trägt sie auf den Armen hinaus. Als nächstes prüft die Rektorin, ob es weitere traumatisierte Jugendliche gibt oder gar Verletzte. Auch andere Lehrerinnen folgen ihrem Beispiel. Zum Glück scheint niemand verletzt zu sein. Schließlich ballt Kalea die Faust. Entschlossen sucht sie ihr Büro auf. Über die Lautsprecher lässt sie ausrufen: "Mit sofortiger Wirkung wird die Halloween Nacht an unserer Schule als Beendet erklärt. Lasst euch von euren Eltern abholen. Falls dies nicht möglich ist, kommt bitte in mein Büro. Wir finden eine Lösung. Euch allen eine gute Nacht und gute Heimreise." Danach zückt sie ihr Telefon und ruft Nael an. Auf spanisch sagt sie klar und deutlich: "Komm bitte sofort an die Schule. Es ist dringend." Das gleiche macht sie mit Peter. Ihr ist es unangenehm die beiden Männer aus dem Bett zu klingeln. Jedoch hat diese Angelegenheit nun höchste Priorität.
Während sich Tani nach der Ansage auf den Heimweg macht, setzt sich Nael schnell in seinen Wagen und fährt los. Es scheint ernst zu sein. Was ist wohl passiert?
Bea holt ihre Jacke aus dem Spind und legt sie über Lashawn. "Soll ich heute mal mit zu dir kommen?", fragt sie, "dann muss Herr Coskun nur eine Richtung fahren." Sie würde ihre Mutter natürlich informieren.
Leon, der den Ausruf mitbekommt hebt die Augenbraue. Verwunderung und Neugier packen ihn. Er geht ins Gebäude und läuft an den verschiedenen Sims vorbei. Schließlich sieht er, was in der Aula geschehen ist. Er sieht sich um und schnaubt verachtend. Er wird schließlich von Milena aufgefordert nach Hause zu gehen. Er schüttelt den Kopf und fragt, ob er helfen kann. Jedoch erklärt ihm die Polin, dass sich alles regeln wird und er nach Hause soll. Nickend verlässt der Sportler nun auch das Schulgelände und fährt mit dem Rad heim.
Lashawn ist kaum ansprechbar. Der Sportlehrer sagt schließlich: "Ich fahre euch erstmal zu dir Bea. Vielleicht kann deine Mutter ihr helfen." Sie steigen ins Auto ein und fahren nach Sulani.
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Vernebelt und vollkommen belanglos?! Geht's noch? Die Worte treffen mitten ins Herz, der Pegel steigt, die Hitze flutet jetzt regelrecht durch Chip hindurch. "Ah, danke!" sagt er sarkastisch." Und Blaze? Kann der auch tolle Antworten geben oder vielleicht noch mehr? Hm? Befriedigt ER alle deine Bedürfnisse?"
"W-was?" Hat er grade angedeutet das sie möglicherweise fremd geht? Sonst noch was? "Spinnst du jetzt total? Wir haben Schulsachen besprochen für seinen Auftritt und... Er hat mich wenigstens nicht gelöchert an dauernd!“
"Schulsachen, klar." Chip rollt mit den Augen. "Und deshalb hängt deine Jacke bei ihm und er schreibt solche songs wie den heut. Wen willst du verar***en?" Er imitiert Blaze tiefe Stimme: "Tolle Show." Dann affektiert: "Nichts so toll wie deine." Seine Augen blitzen zornig. " Er löchert dich nicht? Vielleicht muss er das nicht, weil du dich ihm an den Hals wirfst." Sein Atem geht jetzt stoßweise, während der ganz Frust der letzten Wochen hochgespült wird, und in einer einzigen Schlammlawine über Denize zusammen schlägt.
Er unterstellt ihr das wirklich und mit voller überzeugung! Geschockt und böse zu gleich starrt sie ihn an, es rinnt immernoch rote Farbe aus ihrem Haar in ihr Gesicht und sie sieht wahrhaftig aus als wäre sie grade in der Schule mit einer Axt amok gelaufen. Den Ärger über die Jacke überspielt sie. Blaze hatte sie ihr bringen wollen, hat es aber nie getan und das ist die Folge. Ganz toll! "Jetzt hör aber auf!" Oh nein. Wenn er wirklich davon ausgeht sie hätte mit Blaze, dann... Oh Gott. Nein... "Ich hab nichts mit ihm! Ich hab mit überhaupt niemandem was! Warum bist du so besessen von der Vorstellung?! Kiff und sauf doch noch mehr!" sie tippt sich an die Stirn um ihm vorzuführen wos bei ihm spukt.
Chips Ton trieft vor Sarkasmus und nur mühsam unterdrücktem Zorn. "Ja, du bist plötzlich Nonne geworden! Da kenn ich aber anderes von dir." Die Erkenntnis, dass das der Vergangenheit angehört, lässt ihn wieder aufbrausen. "Vielleicht habt ihr gesoffen und du weißt gar nichts mehr. Ist nichts Neues! Du kriegst ja nix mehr mit weil sich alles nur noch um dich dreht, ich bin nicht besessen!, ICH weiß wovon ich rede, ICH sauf schon lang nix mehr weil.."
Seine Worte beginnen in Denize Kopf zu hallen und verhallen während ihr gleichzeitig das Bild vor Augen geführt wird, dass er sie verlässt weil er denkt sie erwartet Blaze' Kind. Es gibt keine andere Möglichkeit, wenn sies ihm jetzt nicht erklärt, dann wird sich das zu einer Abwärtsspirale bewegen und sie wird ihm das nie wieder erklären können.
"...ich dich betrogen hab!"
"Ich bin schwanger!"
Die Schreie prallen gefühlt hundertfach von den gekachelten Wänden ab, werden zurückgeworfen, mischen sich zu immer neuen Echos, explodieren in seinem Kopf, während der Rest von Chips Körper von einer Taubheit erfasst wird, die ihn bewegungsunfähig macht. Wie vom Donner gerührt steht er da. Sie starren sich an, während der Raum sich mit unheilvoller Stille füllt, nur unterbrochen vom leisen 'dap, dap' der Kunstbluttropfen, die vom Waschbecken und ihren Kleidern auf den verschmierten Boden tropfen.
Alles ist Stillstand, keine Gefühle , keine Gedanken, kein atmen. Watte. Dann passiert alles auf einmal. Er schluckt, schnappt nach Luft, , dreht sich um, kickt den Keil unter der Tür weg, reißt sie auf und läuft los. Durch die versprengten Schüler, rutscht auf dem glitschigen Boden, hält sich an irgendwelchen Jacken, rennt weiter und stürzt sich durch die Eingangstür ins Freie. Immer weiter in die Nacht, ohne Ziel und Richtung, bis er irgendwo stoppt und sich keuchend und würgend in die Büsche übergibt.
Die Tür fällt ins Schloss und Denize weiss nicht wie ihr geschieht. Nicht nur dass genau das eingetreten ist was sie so befürchtet hatte - er verlässt sie - nein, er setzt auch noch einen drauf. Ihre Beine wollen nicht mehr, sie sinkt auf die Knie, die Hand weiterhin am Waschbecken und beginnt zu zittern.
Nadine gehört zu den Umstehenden die einige Spritzer abbekommen haben und auch zu denen die auf die nächste Mädchentoilette wollte, aber nicht konnte weil die Tür klemmte. Also ging sie mit den meisten einen Stock höher. Die Farbe war recht dünn, weswegen sie auch so weit gespritzt ist, aber ist dadurch auch noch einigermassen auswaschbar. Sie ist sauer. Es gibt nur einen der so eine Scheisse abzieht. Sie verlässt wütend die Toilette und macht sich auf die Suche nach Denize, kann sie aber nicht finden. Die Ansage, das die Party vorbei ist, kam schon. Auf dem Weg nach unten sieht sie einen Rotgetränkten Chip aus der Toilette stürmen und verschwinden. Sie sieht ihm nach und öffnet die Tür zu dem WC was vorhin noch versperrt war. Da trifft sie der Schock. "Denize!" ruft sie und läuft zu ihr hin. Sie weint jetzt hemmungslos und bekommt kein Wort heraus als Nadine sie fragt was passiert ist. Sie lässt sie weinen.
(In Zusammenarbeit mit simscat2, KFutago89, Spatz, murloc)