Forum Discussion
3 years ago
Ort: Sulani
Charaktere: Kaplan, Lashawn, Familie Greentail
Titel: Lashawns Trauma
Nach einer längeren Autofahrt erreicht Kaplans Wagen das Zuhause von Bea. Er hält an und nimmt Lashawn wieder auf die Arme, während er sich mit Bea dem Haus der Greentails nähert.
Bella kommt erschrocken angelaufen. "Oh mein Gott! Was ist passiert?"
Bea seufzt. "Mom, alles gut, wir sind..." Bella unterbricht ihre Tochter: "Warum hat niemand den Krankenwagen gerufen?? Ich... oh. Das ist nur Farbe." Erleichtert wischt sie sich den Schweiß von der Stirn. "Schade um eure schönen Kostüme." Sie sieht zu Lashawn, der es noch schlechter zu gehen scheint als Bea. "Verdammt, Lashawn, das tut mir leid um dein tolles Kostüm. Willst du hier duschen? Du hast eine ähnliche Größe wie Bea, die dir bestimmt was zum frisch anziehen leiht."
Sie sieht zu ihrem Lehrerkollegen und stellt erneut die Frage, was denn passiert ist.
Der Sportlehrer trägt das angeschlagene Mädchen ins Haus. Dabei erklärt er Bella, was in der Schule vorgefallen ist. Er fügt hinzu, dass Lashawn einen Schock erlitten hat und daher so neben der Spur ist. "Es ist sicher gut, wenn du dich um sie kümmerst. Sie braucht jetzt jemand, der ihr aus dem Schock hilft."
"Das mach ich gerne.", sagt Bella. "Sie kann so lange bleiben wie nötig. Gibt es jemanden, der informiert werden müsste?"
"Ihre Eltern. Aber das überlasse ich dir. Ich werde zur Schule zurück kehren und dort weiterhelfen. Wenn dies für dich in Ordnung ist?" Lashawn zittert noch etwas.
Bella nickt. "Mach ich."
Der Lehrer fährt wieder zurück und lässt Lashawn bei den Greentails. Bella hat die Nummer von Lashawns Eltern allerdings nicht. Vorsichtig versucht sie ihr Glück. "Lashawn? Kannst du mir die Nummer geben, damit ich deine Eltern informieren kann?"
In diesem Moment kommt Katze Silver neugierig näher. Sie schnuppert an der unbekannten Person.
Die Gefragte sieht auf. Durch die Tränen hat sich die ganze Schminke und der Lidschatten in alle Richtungen im Gesicht verteilt. Nickend sagt das Mädchen die Nummer ihre Eltern der Lehrerin. Sie zieht anschließend die Beine an sich. Man sieht ihr an, dass es ihr nicht gut geht.
Während Bella die Eltern informiert, setzt Bea die Katze Lashawn auf den Schoß. Sie selbst setzt sich daneben und legt tröstend ihren Arm um sie.
Lashawn lehnt sich an Bea an. "It was so schrecklig", sagt sie leise und matt.
"Komm, ich zeig dir wo die Dusche ist und du gehst erst mal aus den dreckigen Sachen.", sagt Bea. "Du leihst dir dann einfach Sachen von mir aus."
Nickend folgt Lashawn und macht sich unter der Dusche frisch. Trotzdem laufen ihr die Tränen. Sie ist sehr sensibel und der Streich von Blaze hat sie noch mehr getroffen, als die Mobberei des Fashion Clubs.
Auch Bea zieht ihr dreckiges Kostüm aus. Ihr eigenes lässt sich bestimmt noch säubern aber das von Lashawn könnte komplett hinüber sein. So was gemeines! Sie legt Lashawn Ersatzklamotten vor die Badezimmertür und zieht sich ebenfalls frisch um.
Schließlich, in Beas Klamotten, erscheint die Afroamerikanerin bei der Freundin im Zimmer.
"Mom wird heute noch eine Wäsche aufsetzen. Wir schauen mal, ob wir das Kostüm retten können.", sagt Bea. Dann ballt sie ihre Faust. "Aber da ist Blaze echt zu weit gegangen!" Sie zweifelt gar nicht mehr daran, dass er das war. Das sieht ihm einfach zu ähnlich.
Lashawn setzt sich auf Beas Bett und nickt traurig.
Bella macht ein Tablett mit Knabbereien und Getränken zurecht und bringt es in das Zimmer der Mädchen. "Falls ihr noch Hunger habt." In diesem Moment kommt Theo aus seinem eigenen Zimmer. Er sieht erst jetzt, dass Bea Besuch hat. "Mama, wenn Bea Besuch hat, darf ich dann Patrick einladen?" - "Nicht heute, Theo.", sagt Bella nur knapp.
Dankend nimmt Lashawn ein Getränk, hält aber das Glas gedankenverloren in der Hand. Sie starrt auf einen Bereich des Zimmers. "Why?", fragt sie schließlich.
"Weil Blaze ein Arschloch ist." Bea ballt ihre Faust und sieht zu Lashawn. "Er hätte da eigentlich einen Denkzettel verdient."
Betrübt sieht Lashawn zu Bea. "And then?"
"Weiß nicht.", muss Bea zugeben. Streiche oder Denkzettel sind eigentlich nicht ihr Fachgebiet. "Ich hoffe, der fliegt mal von der Schule.", sagt sie grimmig.
"And then? ... Er wird nicht aufhören", sagt Lashawn resigniert.
"Hast du schon mal über einen Selbstverteidigungskurs nachgedacht?", schlägt Bea vor, "Selbst wenn du den Kampf nie wirklich anwenden muss, steigt allein durch das Können bestimmt dein Selbstbewusstsein. Wenn du das zeigst, dass du dich nicht unterkriegen lässt, könnte es vielleicht schon helfen. Und wenn du willst, mach ich bei dem Kurs auch gleich mit, damit du nicht alleine bist. Wird mir ebenfalls nicht schaden, so ein Kurs."
Lashawn sieht auf. "Really? Dat würdest you für mick tun?"
"Natürlich!", verspricht Bea.
Mut fassend antwortet die Mitschülerin: "I will try it."
"Gut. Sollen wir gleich mal im Internet schauen, was es da so für Kurse gibt?", fragt Bea.
Ein Nicken folgt als Antwort.
Die Mädchen setzen sich an Beas PC. Es gibt ganz unterschiedliche Kurse: Von Kampfsportarten wie Judo oder Karate, über Kurse, die einfach nur sicheres Auftreten lehren und wie man "Nein" sagt. "Was sagt dir denn davon am ehesten zu?", fragt Bea.
Lashawn denkt nach. Der Kurs über sicheres Auftreten würde ihr zusagen. Das teilt sie Bea mit.
Bea lächelt. "Ich bin sicher, das wird helfen." Sie schaut sich das Kursangebot genauer an: "Schau, das erste Mal ist noch kostenlos, damit wir uns das erst einmal anschauen können."
Die Zuhörerin nickt. "Dat is good. Ich freue mich really Bea. Thank you so much!" Sie umarmt die Gleichaltrige herzlich.
Bea meldet sich und Lashawn auch direkt an für den Schnuppertermin, der in einer Woche stattfinden wird. Ihre Mutter würde sie später darüber informieren. Bella würde nichts dagegen haben, im Gegenteil.
Mit Lashawns Eltern hat Bella ausgemacht, dass die Afroamerikanerin die Nacht über bleiben würde und dann am nächsten Tag die Fähre für den Rückweg nehmen kann. Und so legen sich die beiden Mädchen nach dem Abendessen schließlich schlafen, mit dem Wissen, zumindest schon mal den ersten Schritt in mehr Selbstvertrauen für Lashawn gemacht zu haben. Hoffentlich würde der Kurs auch etwas nutzen, aber es schadet ja nichts, es zu versuchen. Vor allem, da die Schnupperstunde am Anfang noch kostenlos ist.
Am nächsten Morgen nach dem Frühstück begleitet die Familie Greentail Lashawn zur Fähre. Auch Theo ist dabei, den das Mädchen nun auch kennenlernen konnte. Erst als die Fähre aus dem Sichtfeld ist, gehen Bea, Theo und deren Mutter wieder nach Hause.
(In Zusammenarbeit mit @KFutagoh89 )
Charaktere: Kaplan, Lashawn, Familie Greentail
Titel: Lashawns Trauma
Nach einer längeren Autofahrt erreicht Kaplans Wagen das Zuhause von Bea. Er hält an und nimmt Lashawn wieder auf die Arme, während er sich mit Bea dem Haus der Greentails nähert.
Bella kommt erschrocken angelaufen. "Oh mein Gott! Was ist passiert?"
Bea seufzt. "Mom, alles gut, wir sind..." Bella unterbricht ihre Tochter: "Warum hat niemand den Krankenwagen gerufen?? Ich... oh. Das ist nur Farbe." Erleichtert wischt sie sich den Schweiß von der Stirn. "Schade um eure schönen Kostüme." Sie sieht zu Lashawn, der es noch schlechter zu gehen scheint als Bea. "Verdammt, Lashawn, das tut mir leid um dein tolles Kostüm. Willst du hier duschen? Du hast eine ähnliche Größe wie Bea, die dir bestimmt was zum frisch anziehen leiht."
Sie sieht zu ihrem Lehrerkollegen und stellt erneut die Frage, was denn passiert ist.
Der Sportlehrer trägt das angeschlagene Mädchen ins Haus. Dabei erklärt er Bella, was in der Schule vorgefallen ist. Er fügt hinzu, dass Lashawn einen Schock erlitten hat und daher so neben der Spur ist. "Es ist sicher gut, wenn du dich um sie kümmerst. Sie braucht jetzt jemand, der ihr aus dem Schock hilft."
"Das mach ich gerne.", sagt Bella. "Sie kann so lange bleiben wie nötig. Gibt es jemanden, der informiert werden müsste?"
"Ihre Eltern. Aber das überlasse ich dir. Ich werde zur Schule zurück kehren und dort weiterhelfen. Wenn dies für dich in Ordnung ist?" Lashawn zittert noch etwas.
Bella nickt. "Mach ich."
Der Lehrer fährt wieder zurück und lässt Lashawn bei den Greentails. Bella hat die Nummer von Lashawns Eltern allerdings nicht. Vorsichtig versucht sie ihr Glück. "Lashawn? Kannst du mir die Nummer geben, damit ich deine Eltern informieren kann?"
In diesem Moment kommt Katze Silver neugierig näher. Sie schnuppert an der unbekannten Person.
Die Gefragte sieht auf. Durch die Tränen hat sich die ganze Schminke und der Lidschatten in alle Richtungen im Gesicht verteilt. Nickend sagt das Mädchen die Nummer ihre Eltern der Lehrerin. Sie zieht anschließend die Beine an sich. Man sieht ihr an, dass es ihr nicht gut geht.
Während Bella die Eltern informiert, setzt Bea die Katze Lashawn auf den Schoß. Sie selbst setzt sich daneben und legt tröstend ihren Arm um sie.
Lashawn lehnt sich an Bea an. "It was so schrecklig", sagt sie leise und matt.
"Komm, ich zeig dir wo die Dusche ist und du gehst erst mal aus den dreckigen Sachen.", sagt Bea. "Du leihst dir dann einfach Sachen von mir aus."
Nickend folgt Lashawn und macht sich unter der Dusche frisch. Trotzdem laufen ihr die Tränen. Sie ist sehr sensibel und der Streich von Blaze hat sie noch mehr getroffen, als die Mobberei des Fashion Clubs.
Auch Bea zieht ihr dreckiges Kostüm aus. Ihr eigenes lässt sich bestimmt noch säubern aber das von Lashawn könnte komplett hinüber sein. So was gemeines! Sie legt Lashawn Ersatzklamotten vor die Badezimmertür und zieht sich ebenfalls frisch um.
Schließlich, in Beas Klamotten, erscheint die Afroamerikanerin bei der Freundin im Zimmer.
"Mom wird heute noch eine Wäsche aufsetzen. Wir schauen mal, ob wir das Kostüm retten können.", sagt Bea. Dann ballt sie ihre Faust. "Aber da ist Blaze echt zu weit gegangen!" Sie zweifelt gar nicht mehr daran, dass er das war. Das sieht ihm einfach zu ähnlich.
Lashawn setzt sich auf Beas Bett und nickt traurig.
Bella macht ein Tablett mit Knabbereien und Getränken zurecht und bringt es in das Zimmer der Mädchen. "Falls ihr noch Hunger habt." In diesem Moment kommt Theo aus seinem eigenen Zimmer. Er sieht erst jetzt, dass Bea Besuch hat. "Mama, wenn Bea Besuch hat, darf ich dann Patrick einladen?" - "Nicht heute, Theo.", sagt Bella nur knapp.
Dankend nimmt Lashawn ein Getränk, hält aber das Glas gedankenverloren in der Hand. Sie starrt auf einen Bereich des Zimmers. "Why?", fragt sie schließlich.
"Weil Blaze ein Arschloch ist." Bea ballt ihre Faust und sieht zu Lashawn. "Er hätte da eigentlich einen Denkzettel verdient."
Betrübt sieht Lashawn zu Bea. "And then?"
"Weiß nicht.", muss Bea zugeben. Streiche oder Denkzettel sind eigentlich nicht ihr Fachgebiet. "Ich hoffe, der fliegt mal von der Schule.", sagt sie grimmig.
"And then? ... Er wird nicht aufhören", sagt Lashawn resigniert.
"Hast du schon mal über einen Selbstverteidigungskurs nachgedacht?", schlägt Bea vor, "Selbst wenn du den Kampf nie wirklich anwenden muss, steigt allein durch das Können bestimmt dein Selbstbewusstsein. Wenn du das zeigst, dass du dich nicht unterkriegen lässt, könnte es vielleicht schon helfen. Und wenn du willst, mach ich bei dem Kurs auch gleich mit, damit du nicht alleine bist. Wird mir ebenfalls nicht schaden, so ein Kurs."
Lashawn sieht auf. "Really? Dat würdest you für mick tun?"
"Natürlich!", verspricht Bea.
Mut fassend antwortet die Mitschülerin: "I will try it."
"Gut. Sollen wir gleich mal im Internet schauen, was es da so für Kurse gibt?", fragt Bea.
Ein Nicken folgt als Antwort.
Die Mädchen setzen sich an Beas PC. Es gibt ganz unterschiedliche Kurse: Von Kampfsportarten wie Judo oder Karate, über Kurse, die einfach nur sicheres Auftreten lehren und wie man "Nein" sagt. "Was sagt dir denn davon am ehesten zu?", fragt Bea.
Lashawn denkt nach. Der Kurs über sicheres Auftreten würde ihr zusagen. Das teilt sie Bea mit.
Bea lächelt. "Ich bin sicher, das wird helfen." Sie schaut sich das Kursangebot genauer an: "Schau, das erste Mal ist noch kostenlos, damit wir uns das erst einmal anschauen können."
Die Zuhörerin nickt. "Dat is good. Ich freue mich really Bea. Thank you so much!" Sie umarmt die Gleichaltrige herzlich.
Bea meldet sich und Lashawn auch direkt an für den Schnuppertermin, der in einer Woche stattfinden wird. Ihre Mutter würde sie später darüber informieren. Bella würde nichts dagegen haben, im Gegenteil.
Mit Lashawns Eltern hat Bella ausgemacht, dass die Afroamerikanerin die Nacht über bleiben würde und dann am nächsten Tag die Fähre für den Rückweg nehmen kann. Und so legen sich die beiden Mädchen nach dem Abendessen schließlich schlafen, mit dem Wissen, zumindest schon mal den ersten Schritt in mehr Selbstvertrauen für Lashawn gemacht zu haben. Hoffentlich würde der Kurs auch etwas nutzen, aber es schadet ja nichts, es zu versuchen. Vor allem, da die Schnupperstunde am Anfang noch kostenlos ist.
Am nächsten Morgen nach dem Frühstück begleitet die Familie Greentail Lashawn zur Fähre. Auch Theo ist dabei, den das Mädchen nun auch kennenlernen konnte. Erst als die Fähre aus dem Sichtfeld ist, gehen Bea, Theo und deren Mutter wieder nach Hause.
(In Zusammenarbeit mit @KFutagoh89 )