Forum Discussion
Ripzha
3 years agoSeasoned Ace
Ort: Brindleton Bay - Brindleton Highschool
Charaktere: Alle Lehrer
Geschichtsstrang: Sullivans Strafe
Lena findet sich wie besprochen in der Schule ein. Auf dem Weg ins Lehrerzimmer kommt sie an den Farbspuren vorbei die die Schüler auf dem Weg zur Toilette hinterlassen hatte. Sie nimmt ihr Handy und dokumentiert alle Farbspuren mit Fotos. Die Aula lässt sie auch nicht aus. Die Farbe ist jetzt dunkler, da sie trocken ist und der Raum wirkt noch viel düsterer. Getrocknetes Blut wird auch dunkel...
Sie betritt das Lehrerzimmer und setzt sich. Die halbe Nacht lag sie wach und hat drüber nachgedacht was in einem jungen Sim vor sich gehen muss damit er solche Ideen bekommt. Wahrscheinlich zu viel TV und Filme. Die Dusche mit dem Schweineblut ist aus Carry von Stephen King und es würde sie wundern wenn er die Geschichte gelesen statt in einer Flimmerkiste gesehen hat. Dennoch ist es höchst verwunderlich, denn auch die arme Carry im Film leidet sichtlich. Wie kommt es, dass er Sympathie für die Antagonisten hat. Soviel dass er sie nachmachen will? Sie legt die Füsse auf den Tisch und lehnt sich nachdenklich zurück. Der Film ist darauf ausgelegt Carry zu sympathisieren und nicht die gemeinen Schüler. Irgendwas läuft doch schief bei ihm. Sie denkt über den Schulausschluss nach der ihm im späteren Leben eine lehre sein wird. Oder... oder statt ihn ganz rauszuwerfen könnte man.... ja man könnte ihn doch zu der neuen Lehrerin schicken. Die Psychologin. Sie sollte ihn begutachten und entscheiden ob es sinnvoll ist ihn da zu behalten und wenn er sich weigert dann fliegt er. So oder so. Das wäre eine vorbildliche Maßnahme die die Schule in ein verantwortungsbewusstes Licht rückt. Lena würde es außerdem interessieren was seine Eltern dazu sagen. Als die Tür aufgeht, erschreckt Lena sich und nimmt schlagartig die Beine vom Tisch. Räuspernd setzt sie sich gerade hin und streicht als hätte man sie ertappt über ihre Oberschenkel die Hände trocken. Dann lächelt sie den Ankömmling an.
"Hallo Lena.", begrüßt Nael seine Kollegin mit einem Lächeln, auch wenn der Grund der Zusammenkunft keineswegs zum Lachen ist. Zuhause hat er vergleichbare Fälle von Sachbeschädigung in Schulen verglichen und ist weiterhin für einen direkten Schulverweis. Sogar ein Prozess wäre in seinem Sinne.
Er setzt sich gegenüber der Kollegin und schaut auf die Uhr. Gleich sollten auch die anderen Lehrer erscheinen.
"Na, wie gehts dem bestausehendsten Lehrer auf der Brindleton High?" fragt sie und grinst ihn belustigt an. "Konntest du schlafen?"
Mit einem Grinsen erwidert er: "Nun, wie es einem so gehen kann, nach solch einer Nacht. Geschlafen habe ich nicht viel, aber ausreichend, um fit zu sein. Und du? Hast du dir noch viele Gedanken gemacht?"
Lena lehnt sich auf den Tisch vor und streicht mit dem Zeigefinger über eine Rille in der Tischplatte. "Ja irgendwie schon..." seufzt sie und sieht auf, "Irgendwas muss doch passiert sein, dass dieser Junge keinerlei schlechtes Gewissen hat. Ich habe darüber nachgedacht ob er nicht zu einem psychologischen Befund verdonnert werden sollte."
In diesem Moment betritt Carolina Evens das Lehrerzimmer. Die letzten Worte von Lena hat sie noch mitbekommen. "Ihr redet von Sullivan?", hakt sie nach. Aber von wem sollte denn sonst die Rede sein?
Kurz darauf treffen der Konrektor, Bella Greentail, das Ehepaar Garcia-Klein, die Kunst-, sowie Chemielehrerin, der Sport- und Biolehrer, die Schulköchin in den Sitzungsraum ein. Kalea folgt daraufhin selbst. Alle begrüßen sich gegenseitig freundlich.
"Sind alle anwesend?", fragt die Rektorin in die Runde.
Lena kommt nicht dazu Caro zu antworten, da alle grade eintrudeln, sie wirft Nael ein lächeln zu und lehnt sich zurück bis alle Platz genommen haben.
Ein schneller Blick zeigt, dass alle Sims der Bitte von Kalea gefolgt sind. "Danke, dass ihr alle gekommen seid." Sie sieht zu ihrem Spanischlehrer und Milena, winkt Allegra anschließend zu sich. "Hilfst du bei der unkomplizierten Kommunikation?" Die Hexe nickt und spricht einen Zauber aus. Damit ist gewährleistet, dass alle Sims die Worte des Anderen ohne Sprachbarriere verstehen können.
"Also ... wir haben uns heute hier eingefunden, um uns über die Maßnahmen zu einigen, bezüglich verwüstete Aula und Täter Sullivan Blaisdell. Gibt es vorab Fragen?"
Lena hebt die Hand. "Wurden seine Eltern schon benachrichtigt?"
Kalea schüttelt den Kopf. "Bisher nicht. Dies wird nach unserer Sitzung passieren."
Fiore hebt die Hand. "Was ist genau passiert?" Der Biolehrer wird daraufhin kurz aufgeklärt, was vorgefallen ist.
Bella hört ebenfalls zu. Sie erinnert sich nun an Lashawn. Das ist ihr also passiert!
Kaplan, der mit verschränkten Armen sitzt, sagt direkt: "Das was an Halloween passiert ist, war mehr als unsportlich. Dafür muss der Täter die rote Karte gezeigt bekommen."
Jasmin schweigt. Sie findet den Umstand furchtbar.
Carolina sieht in die Runde: "Der letzte Stand war ja, dass er rausgeworfen werden soll und es eine Geldstrafe gibt, um die Renovierungskosten für die Aula zu decken. Ist das auch weiterhin der aktuelle Stand?"
Nael fällt mit einem lauten "Ja" in das Gespräch. José bestätigt das. "Er muss bestraft werden, alles andere würde dazu führen, dass sich andere Schüler daran ein schlechtes Vorbild nehmen."
Lenas Kopf geht hin und her und verfolgt die Sprechenden. Sie steht auf, und geht zu einem der verschlossenen Aktenschränke wo sie einen Ordner herauszieht. Sie setzt sich wieder. "Es ist auf keinen Fall normal. Gestern war ich sehr wütend und dann dachte ich an seine Akte." Sie schiebt die Kopie - das Orignal befindet sich gut verstaut in Kaleas Büro - in die Mitte der Tische. "Er kam schon öfter mit solchen Streichen durch und er wurde auch schon mal von einem Schulpsychologen untersucht. Das ist allerdings schon länger her. Ich denke so ein Mass an Unverantwortlichkeit hat einen Grund. Wir können ihm Helfen oder wir schieben ihn ab. Andere Möglichkeiten sehe ich aktuell nicht."
Fiore nimmt den Gesprächsfaden auf. "Aus pädagogischer Sicht sollten wir in Erwägung ziehen eine angebrachte Maßnahme zu finden. Ich schließe mich Lena an, dass wir ihm helfen sollten."
Peter wirkt zwar nicht gerade begeistert, doch er sieht ein, dass es vielleicht auch andere Lösungen gibt als nur einen Rausschmiss. Und wenn sich Sullivan danach besser benimmt, war es das auf jeden Fall auch wert. Einen Versuch ist es vielleicht wert mit dem Schulpsychologen. "Ich stimme zu.", sagt er daher.
Milena schnaubt. "Dies sein böser Junge ... Ich am liebsten ihm gebe Ohrfeige! Gute alt Methode. Klappt immer!" - "Nein, das unterlässt du bitte", mahnt Kalea sie.
Bella grinst bei Milenas Aussage. Doch Kaleas Widerspruch gegen diesen Vorschlag ist wohl die richtige Entscheidung.
Die Rektorin sieht zu Nael, dann zu seiner Mutter. "Ich denke mal, dass der Sachschaden sicher und klar darlegbar ist und wir in diesen Punkt wahrscheinlich alle der gleichen Meinung sind, dass die Kosten der Familie Blaisdell auferlegt werden können. ... Wir hast du Sullivan als Vertrauenslehrerin wahrgenommen?"
Unterdessen wirft Allegra ein: "Vielleicht wir solle bedenke, Junge ist Wolf und kein Schaf ... Habe gesehe in Kristallkugel ... Mobbing Problem auch von ihm kommt." Kaplan springt darauf an. "Ich könnt so kotzen ... Mobbing ist einfach nur abartig. ... Wenn der das auch macht, dann will ich den nicht mehr auf andere Schüler loslassen. ... Lieber, ich nehm den Vergleich, den Wolf verjagen als die Schafsherde von dem fressen zu lassen."
"Stimmt, Vero hat ihn auch erwähnt.", erwidert Carolina, "als sie mit mir über Mobbing sprach. Und Viola hat sie als Namen auch noch genannt."
Lena sieht zu Kalea die sie sehr selten wütend erlebt. "Wegen Shane? Ich weiss nicht ob wir ihnen das allein anhängen können." sie versucht den Jungen und auch die Vampirin nicht unbedingt zu schützen aber wenigstens Gerecht zu denken.
"Nein, wohl nicht. Es sind nicht nur Viola und Sullivan. Irgendwie hat gefühlt die halbe Schule Shane irgendwann mal "Beißer" genannt.", gibt Carolina zu bedenken. "Und Joe Dark hat ihn auch noch angreifen wollen."
Allegra spricht Lena an. "Nein ... Junge nicht allein sein Problem ... viele Jugend sein Problem. Wolf sein einer von vielen."
"Wenn ich da an Lashawn Flores denke ... so einen gelähmten Sim vom Schock habe ich lange nicht mehr gesehen. ... Müssen wir am Ende die Lämmer wegsperren um die Wölfe laufen lassen zu können? ... Einfach absurd!" Für den Sportlehrer ist ein Rauswurf definitiv die effektivste Lösung.
Beim Thema Lashawn meldet sich Bella zu Wort: "Aber ja! Kaplan hat Lashawn zu mir gebracht, gemeinsam mit meiner Tochter Bea. Die arme brauchte wirklich eine freundschaftliche Unterstützung. Zum Glück ist Bea alles anderes als eine Mobberin und sie konnte Lashawn etwas trösten. Aber auf Dauer müssen wir das Mobbingproblem wirklich lösen. Die arme Lashawn ist ja nicht nur Sullivan ausgesetzt. Auch Leyla ist gerne mal dabei."
Fiore hingegen argumentiert: "Die Kids sind alle in der Pubertät. Vergesst das nicht. Habt ihr euch alle in deren Alter richtig verhalten? ... Hormonchaos, Umgebung, Sozialkontakte, alles formt den Sim in der Pubertät sehr stark. Das dürft ihr nicht außer acht lassen."
"Das tun wir ja nicht.", meldet sich Peter Heidemann zu Wort, "aber es gibt nun einmal Sachen, die einfach zu weit gehen. Hormone hin oder her. Wie z.B. das mit der Aula."
Fiore schmunzelt. "Du willst nicht wissen, was ich in meiner Jugend alles gemacht habe." Dann wird der Biolehrer ernst. "Aber ich verstehe deine Sichtweise. Der Sachschaden ist und bleibt ein Sachschaden, der behoben werden muss."
Nael und José sind weiterhin einer Meinung. "Bei all dem Ärger können wir hier auch nichts mehr ausrichten. Wenn in der Akte schon steht, er war bereits bei einem Psychologen, dann sind diese Mittel bereits erschöpft.", sagt der Ältere. "Ich für meinen Teil wäre ja sogar für einen Prozess. Nur so kann er endlich seine Konsequenzen erhalten und hoffentlich draus lernen. Wir müssen auch an die anderen Schüler denken." Nael ist sich seiner Meinung sicher. Doch dann kommt auch Hannah zu Wort. "Also, Sullivan ist ein schwieriger Fall. Aber ich bin eher für eine letzte Chance. Geld klar, die Strafe muss sein, aber bei einem psychologischen Gespräch könnten noch weitere Hilfsmaßnahmen für sein Umdenken erfolgen. Und sollte das auch nichts bringen und es passieren wieder solche Unannehmlichkeiten, dann können wir ihn immer noch rauswerfen." Doch José schüttelt den Kopf. "Nein, das wird nicht helfen. Der Fall ist eindeutig." Hannah schaut ihren Mann gar nicht erst an, sondern sieht zu Kalea. Die Eheleute hatten bereits Zuhause diesbezüglich eine umfangreiche Diskussion und waren sich letztlich einig, dass sie uneinig sind.
"Ich finde das mit der Schulpsychologin auch eine gute Idee.", sagt Carolina, "So geben wir ihm noch eine allerletzte Chance. Sollte das nicht klappen, fliegt er dann." Peter nickt. "Ich hätte nichts dagegen, ihn direkt rauszuwerfen, aber wenn die Schulpsychologin vorher mit ihm reden soll, ist es mir auch recht."
„Wir können auch dem Vater ans Herz legen einen Psychologen zu konsultieren.“ sagt Lena, „Sollte die Mehrheit dafür sein ihn zu suspendieren.“ Sie ist immer noch der Meinung das wird ihm nicht gut tun, ihn von der Schulpflicht zu befreien, ist aber Zwiegestalten was der junge Mann wirklich verdient hätte.
Kalea seufzt. "Ich bin trotz der verschiedenen Meinungen froh, dass wir diesen Fall gemeinsam besprechen. Es wird, nach meiner bisherigen Erfahrung, kein reines schwarz/weiß geben. Wir werden immer gezwungen sein in Graustufen zu denken. ... Mir liegen alle Schülerinnen am Herz. Ich bin die Letzte, die einem Sim keine Chance mehr gibt. Ich glaube generell an das Gute in einem. ... Jedoch ... müssen wir diese Situation auch nutzen, um Grenzen aufzuzeigen. Daher würde ich noch einen Punkt einbringen, bevor wir zur Abstimmung kommen. ... Dieser wäre: würdet ihr es als notwendig erachten, wenn wir mit Allegra eine Hexe an unserer Seite wissen, ihre Zauberkraft nutzen, um benachteiligte Schülerinnen zu schützen? Oder haltet ihr dies für überzogen?"
Fiore schüttelt den Kopf. "Ich halte nichts davon, die Kids in Watte zu packen. Sie müssen lernen mit Konflikte umgehen zu können. Daher ein klares Veto von mir zu diesem Vorschlag."
"Wir sollten das Problem lieber an der Wurzel packen.", stimmt Carolina Fiore zu, "Es bringt wirklich nichts, jeden in Watte einzupacken, wenn das Mobbing an sich dann trotzdem noch bestehen bleibt."
Lena denkt darüber nach. Auch wenn es heldenhaft klingt die benachteiligten Schüler zu schützen, was ist wenn sie die Schule abgeschlossen haben und in die Welt ohne Magie kommen wo keiner sie mehr beschützt. "Vielleicht sollten wir einfach das Vertrauensprogramm atraktiver aushängen, damit die Schüler sich bei Hannah melden. Sie kann mit sicherheit dafür sorgen, dass die Schüler ein besseres Gefühl haben und auch aufzeigen was sie tun können wenn es ihnen schlecht geht. Dann helfen die Schüler sich selbst und lernen was dabei." Lena lächelt sanft. "Wir sollten abstimmen wer dafür ist den jungen Blaisdell zu suspendieren und wer ihm noch eine Chance geben will."
Kalea signalisiert Lena, dass sie gern vorab die restlichen Meinung hören möchte, bevor es zur Abstimmung kommt.
"Also, meine Meinung wisst ihr ja schon.", sagt Peter. "Ich glaube nicht, dass ein psychologisches Gespräch irgendetwas bringt und würde ihn am liebsten direkt suspendieren."
Carolina sieht zu Kalea. "Ich finde schon, dass die Psychologin vorher gesprochen werden sollte.", sagt sie, "Auch wenn das die letzte Chance ist, die wir ihm geben. Und eine Geldstrafe muss es aber so oder so geben."
"Ja, die Geldstrafe gehört dazu!", stimmt Peter zu. "Unabhängig davon, ob wir die Psychologin hineinziehen oder nicht."
Bella nickt. "Bei der Geldstrafe stimme ich euch zu. Was die Psychologin betrifft, bin ich mir aber noch nicht sicher. Ich überleg das noch etwas."
Die Garcia Männer sind sich weiterhin einig. Sullivan muss von der Schule fliegen und die gesamten Kosten tragen. Trotzdem hält Hannah an ihrer Meinung fest und lässt sich nicht beirren. "Ich wäre auch für eine Aufarbeitung des Vertrauensprogramms. Ich denke, es gibt viele Schüler, die gerne mit mir sprechen würden, sich aber nicht trauen. Und wie ich schon sagte, eine letzte Chance sollte er noch haben." José verdreht die Augen und schüttelt dabei den Kopf. Ärger im Paradies.., denkt sich Nael. Gut, dass ich getrennt von meinen Eltern gefahren bin.
Kaplan und Allegra sind der Ansicht, dass der Junge eine Gefahr darstellt und die Schule verlassen sollte. Fiore hingegen bleibt bei seiner Meinung mit der Pubertät und dem Reifeprozess, der normal ist. Jasmin schweigt und Milena hört einfach zu, da sie weiterhin denkt: Eine Ohrfeige schadet nie.
Damit hat die Rektorin alle Meinungen, Argumente und Sichtweisen rangetragen bekommen. Somit kann sie die Abstimmung einleiten.
"Bitte hebt alle eure Hand, die dafür sind, dass Familie Blaisdell für den Sachschaden, der entstanden ist, vollumfänglich aufkommen muss."
Kaplan, Fiore, Jasmin, Milena, Allegra halten ihre Hand hoch.
Auch alle drei Garcias sind sich zumindest hierbei einig und heben die Hand.
Lena hebt die Hand. Auch Bella, Peter und Carolina heben die Hand.
"Damit wird dieser Punkt als einstimmig gezählt und mit Naels Hilfe, werde ich alles diesbezüglich in die Wege leiten. ...
Kommen wir nun zu Sullivan Blaisdell selbst. Zuerst: Wer ist dafür, dass der Junge die Schule zu verlassen hat?"
Kaplan, Allegra und Milena heben ihre Hand hoch.
Auch Peter meldet sich.
"Okay, zweite Möglichkeit: Sullivan bleibt auf der Schule und muss sich einem psychologischen Gutachten stellen, welches über sein Bleiben oder sein Gehen entscheidet?"
Jasmin, Fiore und sogar Allegra heben die Hand hoch. Lena hebt die Hand.
Carolina meldet sich. Und auch Bella hat sich mittlerweile entschieden und meldet sich ebenfalls.
Kalea schaut in die Runde. "Damit ist der 2. Vorschlag per Mehrheitsentscheid angenommen und wird von allen Lehrkräften mitgetragen. ... Ich hätte zu Sullivan noch eine Sache: Wer ist dafür, dass der Junge, unabhängig vom Gutachten, eine Strafarbeit absolviert. Z.b. für einen festgelegten Zeitraum die ganzen Toiletten säubern oder in der Kantine aushelfen soll oder dergleichen."
Kaplan, Milena, Allegra, Jasmin, Fiore heben ihre Hände hoch.
Lena hebt die Hand.
Die Garcias heben ihre Hände.
Peter erhebt seine Hand und auch Bella und Carolina folgen seiner Meinung schnell und heben ebenfalls die Hand.
Nickend zieht Kalea als Fazit: "Damit ist dieser Vorschlag als einstimmig angenommen. Über das Maß der Strafarbeit reden wir gern im Anschluss. ... Gibt es von eurer Seite aus noch Dinge, die wir besprechen sollten?"
"Ich hab nichts", sagt Peter. "Ja, das wichtigste Thema haben wir jetzt. Es gibt auch andere Schüler, die nicht unbedingt nett sind, aber keiner von denen hat die Aula zerstört.. nur Sullivan.", fügt Carolina hinzu.
"Und je nachdem was das Psychologengespräch ergibt, könnte Sullivan doch noch von der Schule verwiesen werden.", erwidert José. "Erstmal warten wir ab!" Hannah hat einen bestimmten Unterton in ihrer Stimme. Nael fängt so langsam an sich für die Zickerei seiner Eltern fremdzuschämen.
Fiore sagt schließlich: "Welches Strafmaß würdet ihr als angemessen empfinden? ... Wir sollten bei der Vorgeschichte bedenken, dass die Strafe einem Lerneffekt erzielen sollte." - "Sorry Fiore", mischt sich Kaplan ein. "Er sollte was machen, was a) keine Freude bereitet und b) wo er nicht den nächsten Blödsinn anstellt."
"Er könnte Erwyn unter die Arme greifen nach der Schule. Da ist er unter Aufsicht." wirft Lena ein.
"Das ist ein guter Plan.", stimmt Carolina zu. "Ich selbst hätte keine Aufgabe für ihn."
"Das wäre er bei Milena in der Kantine auch. Nicht wahr", entgegnet Kaplan belustigt. Die Genannte grinst diabolisch. "Oh ja ... Böser Junge komme zu mir ..."
Bei der Vorstellung, wie die polnische Mama den Jungen zurechtweist, kann sich Kalea ein Schmunzeln nicht verkneifen.
Auch Bella und Peter hätten keine Aufgaben für Sullivan, und so sind sie froh, wenn andere Lehrer etwas haben, das sie ihm auflasten können.
Kalea fragt schließlich in die Runde: "Also, welche der Strafarbeiten sollen wir umsetzen und für wie lange?"
"Es muss sich schon lohnen!", sagt Peter bestimmt.
"Vorerst, so lange er an der Schule bleibt." sagt Lena, "Ich weiss nicht wie lange die Psychologin braucht aber wenn er suspendiert wird, können wir sowieso nicht mehr damit rechnen das er auftaucht." folgert sie.
"Das ist richtig", stimmt die Rektorin ihr zu.
"Ich bin dafür, dass Milena sich dem Burschen zur Brust nimmt. Allein das mitzuerleben ... wäre doch auch für uns ein Spaß", feixt Kaplan ungeniert offen.
Lena mustert die Köchin. Ihre eigenen Nachsitzstunden bringen nichts mehr, da war er schon oft und oft auch nicht obwohl er sollte. Sie nickt. "Küchendienst wenn Milena in brauchen kann und sonst putzen mit Erwyn. Ich weiss nicht... wie oft in der Woche ist legitim?" sie blickt zu den Anwälten.
Die Polin haut raus: "In meiner Heimat wir arbeiten hart. Du musst bringe gute Leistung. Ich bringe böser Junge bei. Zeit is egal. Ob 1 Monat oder 3 oder 10 ... egal."
"Sei ruhig streng mit dem Burschen!", feuert Peter sie an, "Er hat es verdient."
Fiore ist skeptisch, ob das zum gewünschten Ziel führt. Er schweigt jedoch.
"Dreimal die Woche sollte schon drin sein.", schlägt Nael vor. "Oder jeden Tag!", erwidert sein Vater.
Allegra schließt sich José an. "Jede Dag sein gut."
Lena teilt den selben Blick wie Fiore. "Gibts da nicht irgendwelche... Kinder...arbeits... rechts... gesetze oder sowas? Ich habe gelesen sein Vater geniest hohes Ansehen. Er sollte mit seinen Anwälten nicht die Schule verklagen."
Schnell korrigiert sie sich und hebt die Hände gen Nael, "Nicht das ihr, da nicht gegen an kommt, also... ich..." sie presst entschuldigend lächelnd die Lippen zusammen.
"Die Strafe muss im Verhältnis stehen. Wir müssen sowieso mit Sullivans Vater sprechen und die Konsequenzen erklären. Ich denke wir finden eine Einigung mit ihm." José ist sich dessen sehr sicher.
Milena steht schließlich auf. "Ich hole Tee. Mit gute polnische Kekse. Klein Moment." Mit diesen Worten verlässt sie die Gesprächsrunde und kommt wenig später mit einem Tablett bestückt mit Teekanne, Tassen und dem Gebäck wieder. "Da ... für alle genug sein." Sie teilt das Geschirr auf und gießt jedem Tee ein.
Carolina liebt Kekse, vor allem die von Milena. Sie bedankt sich und greift munter zu.
Lena schaut auf die Uhr. "Wann soll er benachrichtigt werden?" fragt sie.
Kalea, die gerade einen Schluck Tee genießt antwortet: "Ich würde die Familie direkt nach unserer Sitzung kontaktieren. Mit unseren Anwälten möchte ich mich bezüglich der Wortwahl noch abstimmen."
Die Uhr im Blick behaltend nickt Lena. "Tut mir wirklich Leid, ich habe noch einen Termin. Braucht ihr mich noch für etwas wichtiges?"
„Haltet mich auf dem Laufenden, ja?“ sagt Lena lächelnd, „War ein gutes Gespräch.“ ergänzt sie während sie in ihre Jacke schlüpft und die Tasche nimmt. „Bis… bald zusammen.“ sie stibitzt sich einen Keks und zwinkert Milena dankend zu, ehe sie das Lehrerzimmer verlässt.
Peter blickt zu den Garcias. Ist eigentlich ein interessanter Beruf, so ein Anwalt. Wenn er nicht Lehrer und Konrektor geworden wäre, hätte das ebenfalls eine berufliche Laufbahn für ihn sein können. Aber er sieht es eher als Alternative, als dass er seine eigene Entscheidung bereuen würde. Ein wenig gespannt ist er ja trotz allem, wie sich die Sache entwickeln würde.
"Vielen Dank für die Kekse, Milena!", bedankt sich Hannah. José steht auf und holt seine, als auch die Jacke seiner Frau. Eisig hilft er ihr in den Mantel, auch sie spricht kein Wort mit ihm, lediglich ein knappes "Gracias" geht über ihre Lippen. "Einen schönen Tag noch!", verabschiedet sich die Vertrauenslehrerin und geht mit ihrem Mann schweigend zum Auto.
Nael bespricht sich noch mit Kalea. Er erklärt ihr, was sie am besten zu Sullivans Vater sagen kann. "Alles Weitere klären wir dann im persönlichen Gespräch hier. Da wird mein Vater auch dabei sein. Aber bis dahin so wie besprochen. Kurz und knapp."
Die Sitzung endet mit unterschiedlichen Nachwirkungen bei den Beteiligten.
Jedoch kennen nun alle den Fahrplan. Kalea berät sich kurz mit Nael, dann geht sie in ihr Büro, um die Familie Blaisdell zu kontaktieren.
Es klingelt in der Leitung.
Eine männliche leicht gestresste Stimme nimmt ab: "Hallo?"
"Hallo. Hier ist Kalea Fernández, Schulleiterin der Brindleton Bay Highschool. Spreche ich mit Herrn Blaisdell persönlich?", die Anruferin ist freundlich am Telefon.
Sie kann ein kurzes seufzen hören. "Am Apparat.."
"Sehr schön. ... Herr Blaisdell, ich möchte es kurz halten: Es gab in der Schule einen Vorfall, an dem Ihr Sohn verantwortlich ist. Es handelt sich hierbei um erhebliche, mutwillige Sachbeschädigung am Halloween-Event an unserer Schule. Nach Rücksprache mit dem schulischen Rechtsbeistand, werden wir nun die nötigen Schritte einleiten. Dies bedaure ich zutiefst. Selbstverständlich sind Sie herzlich dazu eingeladen, sich selbst ein Bild vom Ausmaß der Beschädigung zu machen. Dass Sullivan an diesem Umstand schuldig ist, steht aktuell zweifelsfrei fest. Gerne dürfen Sie sich dazu äußern und jederzeit in meinem Büro vorsprechend werden." Kalea ist ernst und konsequent in ihrer Ausführung.
Sachbeschädigung? Schon wieder? "Was genau hat er getan...?" fragt Irving beherrscht.
"Die komplette Aula ist durch sein tun beschädigt. Böden, Wände, Ausstattung. Es sollte wohl ein Halloween-Streich sein, der allerdings eine Grenze überschritten hat. Und wir reden NUR von der Sachbeschädigung, Herr Blaisdell." Die Sprecherin bleibt ruhig, dennoch weiterhin ernst.
"Ich Entschuldige mich für meinen... Sohn..." meint Irving zurückhaltend. "Von was für Schritten sprechen wir? Schadensersatz? Kein Problem.."
"Richtig. Wir reden einerseits von Schadensersatz in voller Höhe des Sachschadens. Außerdem möchte ich mit Ihnen über weitere Konsequenzen bezüglich Sullivan sprechen", erwidert Kalea.
"Was schwebt Ihnen vor?"
"Nun, Herr Blaisdell ... uns, damit meine ich das komplette Kollegium, den Rechtsbeistand und mich eingeschlossen, schweben folgende zwei Punkte vor: 1) Ihr Sohn wird den kompletten Winter bei unserer Lehrerin Frau Borowski in der Küche und im Catering helfen. Das ist quasi seine Strafarbeit für sein Fehlverhalten. 2) Parallel ist es erforderlich, dass Sullivan regelmäßig, und hierbei sprechen wir von mindestens einmal in der Woche, bei unserer Schulpsychologin ist, damit diese ein Gutachten über ihn erstellt. Sein Verhalten in beiden Fällen wird darüber entscheiden, ob Sullivan für die Schule tragbar bleibt oder fliegen wird. Dies muss in aller Deutlichkeit gesagt werden. Sind Sie mit diesen Schritten einverstanden, Herr Blaisdell?", führt Kalea detailliert aus.
Es wird einen Moment still auf der anderen Seite der Leitung. "Sicher. Sie werden wissen was angemessen ist." Seine Stimme klingt neutral.
"In Ordnung. Ich danke Ihnen für die Kooperation. Sie werden in den nächsten Tagen ein Schriftstück zur Angabe des Sachschadens und der Höhe der Schadenssumme erhalten, die ein Gutachter ermitteln wird. Falls Sie weitere Fragen haben, dürfen Sie mich jederzeit kontaktieren. Ich wünsche Ihnen, trotz dieser Angelegenheit, einen schönen Tag und bedanke mich für das Gespräch", schließt Kalea das Telefonat mit diesen Worten ab.
"Danke für den Anruf..." zwingt Irving sich zu sagen, "Ich werde dafür sorgen, dass er seine Strafe antritt... auf Wiederhören."
Damit endet das Telefonat zwischen Irving und Kalea. Erleichtert atmet die Rektorin auf. Sie ist zuversichtlich, dass diese Schritte alles zum Gute führen werden.
(In Zusammenarbeit mit @KFutagoh89, @Spatz und @Murloc)