Forum Discussion
Ripzha
3 years agoSeasoned Ace
Ort: Forgotten Hollow - Villa Blutrose
Charaktere: Shane / Lilly / Viola
Geschichtsstrang: Shane's neue Seite
Dank Vero weiss Shane jetzt wo Viola wohnt. Er glaubt dass sie ihm das schon mal persönlich erzählt hat, erinnert sich aber nicht mehr so genau. Um sie geht es ihm diesmal nicht. Noch nicht. Seit mindestens einer Stunde sitzt Shane in einem Baum und beobachtet die Villa. Er beobachtet die Schatten an den Fenstern und wer das Haus verlässt und wiederkehrt. Es gibt Katzen, stellt er fest. Geliebte Katzen….. Shane denkt darüber nach was Viola ihm damals über sich erzählt hat, oder über ihre Eltern, aber er muss gestehen dass ihm nicht viel einfällt. Hat er es absichtlich vergessen weil er sie hasst?
Nach einer weiteren Stunde erst, springt er vom Baum und wischt sich die Hände an der Hose ab. Entschlossen schreitet er auf die Villa zu und stösst das quietschende Tor auf. Dabei versucht er einen Teil seiner Wut zu bewahren, damit sie ihm Mut und Selbstvertrauen gibt. Als er näher kommt, nimmt er etwas wahr, was er nicht kennt. Kein Werwolf, keine Meerfrau… leicht irritiert, drückt er auf die Klingel. Das Geräusch durchzieht seine Knochen und seine Zunge beginnt hilflos nach all den Gedanken zu greifen, die sich auf einmal in Nichts auflösen. Dieses bekannte Gefühl von Lampenfieber. Er schüttelt sich und zieht den Pullover grade. Eins nach dem anderen, versucht er sich zu beruhigen. Die Tür geht auf und Shane blickt mit einer Mischung aus Neutralität, Entschlossenheit, gewürzt mit etwas Zorn in ein Gesicht.
Lilly hört die Tür, als es klingelt. Viktor kann es nicht sein. Wie meistens um diese Uhrzeit hat er noch zu tun. Und außerdem hat er ja auch seinen eigenen Schlüssel und müsste nicht klingeln. Er hat zwar Überlegungen geäußert, beruflich etwas zurück zu treten um öfters mal zu Hause zu sein - was Lilly auch befürworten würde - doch bisher haben sie keine Alternative für ihn finden können. Denn immerhin muss etwas Geld reinkommen und das, was Lilly selber verdient, würde nicht ausreichen.
In Gedanken an ihren Gefährten versunken öffnet Lilly. Der Junge, der vor ihr steht, kommt ihr bekannt vor. Oh ja, sie erinnert sich an das, was sie in Veros Erinnerungen gesehen hat. Diesmal trägt er keine Hockeymaske aber nun erkennt sie ihn dennoch. "Hallo. Du bist Shane, richtig?", sagt sie daher. Sie hatte Vero ja angeboten, dass sie ihre Adresse weiter geben darf und so ist seine Ankunft eigentlich keine Überraschung.
Shane sieht Lilly an. Die Tür ist offen und jetzt spürt er noch viel deutlicher die Auren in diesem Haus. „Ja…“ sagt er schliesslich. Er weiss, dass Viola keine Geschwister hat, dennoch, „Ich suche Lilly Nebeljäger.“
"Ja, das bin ich.", bestätigt diese, "komm rein. Kann ich dir was anbieten? Plasma Jane oder so?"
Shane folgt ihr. „Nein danke.“ er hat vor kurzem einem alleinstehenden Mann das Blut ausgesaugt. Er hat widerlich geschmeckt, was an seinem übermässigen Alkoholkonsum liegen könnte. Er war nicht betrunken, aber nach dem Biss fühlte er sich so. Shane hatte ihn schon länger im Visier nachdem er beobachtet hatte wie er sich mit einer Frau in der Öffentlichkeit stritt.
Nur noch Sims die es verdienen.
„Ich möchte mehr über die Werwölfe erfahren.“ sagt Shane während er ihr immer noch folgt. „Vero sagte, Sie sind auf der suche.“
Lilly nickt. "Richtig. Wir hoffen, über den Werwolf auch jemand anderen finden zu können. Aber selbst wenn das nicht klappt, kann es definitiv nicht Schaden, ihn zu erwischen." Sie ballt ihre Faust. "Was genau willst du denn wissen?"
Shane war sich nicht sicher wie kooperativ Lilly sein wird, aber er ist auf der Hut. Er dachte allerdings es sei schwerer an Informationen zu kommen. „Ich habe gehört Sie haben Hilfe dabei.“
Lilly weiß nicht, ob sie Shane von dem Zentauren oder von Adam erzählen soll. Beide sind momentan unterwegs und so kann sie sie nicht selber fragen. Also nickt sie nur. "Das stimmt."
In Gedanken versunken kommt Viola von der Jagd nach Hause. Das Gespräch mit Lilly geht ihr nicht aus dem Kopf, die nicht an Shanes Schuld glaubt. Weil Vero petzen war und sie in ihrem Blut hat lesen lassen. Sie soll Shane eine Chance geben, hatte Lilly gesagt. Viola verdreht die Augen. Selbst wenn er wirklich unschuldig ist, hat der Jammerlappen nichts besseres zu tun als sich bei Vero auszuheulen, die ihrerseits natürlich auch gleich darauf anspringt. Er hat ja nicht mal den Mut, selber irgendwas zu sagen und braucht seine Vero, die das für ihn macht.
Sie öffnet die Haustür... und spürt sofort, dass Besuch da ist. Hat sie sich geirrt und Shane will diesmal doch selber was sagen? Das ist doch seine Aura hier...
Doch bevor sie auch wirklich in das Musikzimmer geht, wird Viola von Moritz abgelenkt, der seine Streicheleinheiten will. Liebevoll krault sie das Tier hinter den Ohren, das gleich zu schnurren beginnt.
Shane wartet, doch Frau Nebeljäger spricht nicht weiter. Wahrscheinlich muss er weiter ausholen damit sie versteht. "Meine El...tern wurden von Werwölfen getötet. Vor einiger Zeit traf ich einen Mann, der sie kannte und sehr wütend darüber war. Und ich glaube das er sie auch jagt." Shane denkt nach, "Seit damals hab ich ihn nie wieder gesehen." Er war wütend auf ihn gewesen und wollte gar nichts davon hören was er ihm über seine Eltern erzählt hatte. Vor allem nicht der Teil, dass sie gar nicht seine echten Eltern waren. Das war zu viel. Jetzt will er mehr erfahren. Er ist bereit. Sein Blick geht zur Tür durch die sie gekommen waren und zu der Aura die ihm sehr bekannt ist. Das hat grade noch gefehlt.
Lilly ist geschockt als sie das hört. So die Eltern zu verlieren muss schlimm sein! Doch bevor sie etwas sagen kann, öffnet sich die Zimmertür.
Mit Moritz auf dem Arm kommt Viola in den Raum. Tatsächlich! Sie hatte sich nicht getäuscht. Shane ist hier. Will er jetzt auch noch petzen? Doch Viola bleibt ungewöhnlich freundlich. "N'Abend!", sagt sie nur.
"Hallo.." erwidert Shane mit unzufriedenem Unterton.
Lilly verdreht die Augen. Sie weiß ganz genau, dass die Freundlichkeit ihrer Tochter nicht ernst gemeint ist, und sie bezweifelt, dass Shane das glaubt. Ihr ist nicht ganz klar, was Viola damit bezweckt. Auch ihrer Tochter muss klar sein, dass Shane trotzdem nicht begeistert ist. Das ist deutlich in seinem Ton zu hören. Aber immer noch besser, als wenn sie anfängt rumzuzicken. "Hallo.", sagt Lilly daher. Vielleicht steckt ja auch nichts weiter hinter ihrer Freundlichkeit, außer dass sie zeigen möchte, dass auch sie sich ab und an mal benehmen kann. So oder so: Solange Viola hier ist, sollte sie das Gespräch mit Shane vielleicht nicht fortführen.
Shane schweigt. Er sitzt neben Lilly auf der Couch und verschränkt anschließend provokativ die Arme. Er hofft seine Augen fangen nicht an blau zu glühen.
"Was starrst du mich so an?", funkelt Viola zurück, "Ich hab dir nichts getan. Dass Blaze nicht will, dafür kann ich nichts." Wie schon oft hat Viola darüber nachgedacht. Auch sie hatte ihm ja angeboten, es zu versuchen. Wenn es bei Lilly klappt, ist die Chance, dass sie selber es auch kann, gar nicht mal so gering. Aber Blaze wollte trotzdem nicht. Verheimlicht er ihr etwas? Sie wüsste nicht wozu, vor allem da sie ja nur die Szene sehen könnte, um die es geht. Aber hat er Angst, dass sie mehr sehen kann als diese Szene? Oder gibt es etwas an dem Biss, das sie nicht wissen soll?
Viola ist eigentlich keine eifersüchtige Person. Das liegt zum einen daran, dass Loyalität für sie selber ein sehr wichtiger Wert ist und sie automatisch davon ausgeht, dass es auch bei anderen so ist... und auch daran, dass ihre Eltern auch nach den Jahren immer noch so liebevoll zueinander sind und sie Eifersucht somit auch in der Familie nicht kennt. Aber so langsam kommen auch ihr die ersten Zweifel an Blaze. Oder hat er einfach Angst vor der Wahrheit?
Shane hebt eine Braue, ohne sich in seiner Haltung zu verändern. Er hat nichts gesagt, warum greift sie ihn schon wieder an? Es ist spannend wie sie oft mit Themen beginnt, ohne das irgendjemand etwas gesagt hat. Aus dem Nichts quasi. Sowas zeugt gerne mal von einem schlechten Gewissen, weil sie sich gedanklich mehr damit beschäftigt als sie zugibt. Shane merkt sich diese Tatsache und hebt schweigend kurz eine Schulter. Er ist nicht wegen dem Mobbing hier. Das regelt er auf seine Art.
Lilly ahnt, was es war, das Blaze nicht wollte. Sie hatte nicht das Gefühl, zu ihm durchgedrungen zu sein, auch wenn er sagte, er denkt darüber nach. Natürlich wird er das nicht tun, da ist sich Lilly sicher. Doch es gibt nichts, was sie mehr hätte tun können, als es anzusprechen. Bei Viola hingegen scheint sie ja irgendetwas ausgelöst zu haben, hat Lilly das Gefühl. Vielleicht war es doch nicht ganz umsonst.
Viola wundert sich ein wenig, dass Shane einfach nur schweigt. Bekommt er ohne Vero jetzt doch nichts raus? "Hat auch niemand behauptet.", mischt sich Lilly plötzlich ein, "Dass du ihm was getan hättest. Shane ist nicht wegen dir hier." Damit hat Viola nicht gerechnet. Sie hat gedacht, er wollte petzen kommen, so wie Vero. "Weshalb denn dann?", fragt sie. Noch immer hält sie Moritz in ihrem Arm.
Lilly sagt nichts. Es ist Shanes eigene Entscheidung, ob er darauf antworten will oder nicht.
In Shanes Kopf formuliert er Sätze die von, 'Geht dich einen Scheiss an' bis 'Ich möchte dir das nicht erzählen', reichen. Er weiss, dass es falsch ist sich auf das Niveau eines Mobbers runter zu lassen. Das haben sie in der Schule gelernt. Dabei ging es zwar nicht um Mobber, sondern um Radikale, aber das Prinzip ist das selbe. "Es hat nichts mit dir zu tun." wiederholt er schließlich schlicht. Mehr muss sie nicht wissen.
"Okay, okay!", sagt Viola nun. Sie glaubt Shanes Aussage, vor allem auch daher, weil auch Lilly das selbe gesagt hat. Es geht wohl wirklich nicht um sie. Irgendwie ist ihre Neugier geweckt um was es dann stattdessen geht, aber weder Shane noch Lilly wollten ihr darauf eine Antwort geben. Und so tut Viola so, als würde es sie auch nicht weiter interessieren. "Whatever.", sagt sie daher. Nun setzt sie Moritz auf den Boden, der nun neugierig an Shanes Füßen schnuppert. Die ganze Diskussion ist dem Kater ohnehin egal.
"Und ich hab schon verstanden, dass das Gespräch ohne mich stattfinden soll.", fügt Viola noch hinzu, "Ich gehe ja schon!" Sie verlässt den Raum tatsächlich. Lilly und Shane würden ihre Aura auch vor der Tür spüren und so versucht sie gar nicht erst, selber zu lauschen. Doch sie versteckt ihr Handy heimlich im Schuhregal und lässt dieses die Szene aufnehmen. Gut möglich, dass man am Ende eh nichts versteht, doch sie ist zu neugierig, um es nicht zumindest zu versuchen. Dann erst verschwindet sie in ihr Zimmer. Sie macht sich Gedanken um ihr eigenes Thema. Sollte sie Mel mal konfrontieren? Wenn es Shane wirklich nicht war, käme sie zumindest in Frage.
Als Lilly Violas Aura nicht mehr spürt, dreht sie sich zu Shane: "Das tut mir leid mit deinen Eltern.", sagt sie ehrlich. "Weißt du noch, wie der Mann hieß, mit dem du damals sprachst?"
Shane vergisst Viola und schaut auf die Katze zu seinen Füssen. Nimm ihr auch was weg was ihr wichtig ist. Mittlerweile kennt er ein paar Dinge die ihr richtig fehlen würden wenn sie sie nicht mehr in ihrem Leben hätte. Genau wie bei Vero und ihrem Hobby. Er blickt von der Katze zu Lilly. "Adam oder so." sagt er. An mehr erinnert er sich nicht.
Wenn Lilly Shanes Gedanken lesen könnte, hätte sie ihn allein dafür aus der Wohnung geworfen. Doch da sie das nicht kann, redet sie einfach weiter. "Ich glaube, wir kennen den selben Adam.", sagt sie.
Er ist nicht sicher ob ihn das überraschen sollte oder nicht. "Wo kann ich ihn finden?" Vero hatte recht. Viola hat gar nichts von der Persönlichkeit ihrer Mutter. Zu schade aber auch.
"Er ist momentan nicht in der Nähe." Wo genau weiß auch Lilly nicht. Hylaeus sagte, er sei wieder in seiner eigenen Welt, und das stimmt vermutlich auch, aber auch dort könnte er überall sein. "Ich kann ihn aber kontaktieren." Sie will Shane noch nicht Adams Nummer weiter geben. Nicht ohne dessen Erlaubnis. Aber vielleicht kann sie das Ganze so ja ins Rollen bringen.
"Das wäre... hilfreich." sagt Shane fast vorsichtig. Er zieht sein Handy heraus, öffnet die Kontakte App und reicht es Lilly. "Können Sie mir dann bescheid geben?"
"Mach ich.", verspricht Lilly. Sie reicht Shane das Handy zurück, nachdem sie ihre eigenen Kontaktdaten hinzugefügt hat.
Er hätte viel früher her kommen sollen. Denkt Shane als er bei Lilly klingeln lässt und das Handy anschließend wegsteckt. "Danke." sagt er und sieht Lilly aufrichtig dankbar an. "Und danke, dass Sie Vero angehört haben." Er glaubt ihr, dass sie Lilly nett findet und versteht warum sie an Halloween her gekommen war. Bei dem Gedanken an Vero wird Shane glücklich und er lächelt ein wenig als er Lilly dankt.
Lilly bemerkt das Lächeln. Es tut gut, dem Jungen helfen zu können, den Vero so schätzt. Ein wenig fühlt sich auch Lilly schuldig an der Sache mit dem Handgelenk. Hat sie bei Violas Erziehung zu viel durchgehen lassen? Dass Viola das so nicht geplant hat, bezweifelt Lilly nicht. Aber wenn sie eine bessere Person gewesen wäre, wäre es vielleicht nie dazu gekommen. "Natürlich. Vero hat den Mut, mir dir Wahrheit zu zeigen. Und ich schuldete ihr auch noch einen Gefallen."
Ja. Vero ist Mutig. Stimmt Shane gedanklich zu, dann steht er auf. "Danke für die Hilfe." sagt er und reicht Frau Nebeljäger höflich die Hand. Bevor er geht meint er, "Vero sagte, ich könne mit Ihnen über die Schule reden." er stockt weil er Lilly kaum kennt und weil er sich nicht vorstellen kann was das bringt. Was will Lilly schon ausrichten, ausser Viola zu sagen sie soll Vero in Ruhe lassen. Das hat doch noch nie funktioniert. Viola macht was sie will und ist so respektlos ihrer Mutter gegenüber, dass sie nicht darauf hört was sie sagt. Also was bringt es? "Aber... nicht so wichtig.." schliesst er.
Lilly sieht Shane an. "Wenn du darüber reden möchtest, nur zu. Aber ich weiß nicht, was ich ausrichten kann, zumindest was die Schule betrifft. Ich habe aber zumindest mit Viola geredet. Sie wirkte so, als hätte sie es verstanden, auch wenn ich das leider nicht garantieren kann. Aber gut möglich, dass sie dich nun ohnehin schon in Ruhe lassen wird. Falls nicht, melde dich ruhig bei mir." Lilly verschweigt, dass Viola Vero wieder angegriffen hat. Immerhin ist das anders als damals auf dem Festival eine Sache, an der auch Vero nicht ganz unschuldig ist. Sie war ebenfalls fleißig dabei, Viola zu provozieren. Doch vor Shane will Lilly nichts gegen Vero sagen und so sagt sie gar nichts zu der Szene. Und bestimmt hat er davon ohnehin schon gehört.
Shane nickt. Das wird er vielleicht tun. „Sie sollte Blaze überzeugen, in seinem Blut lesen zu wollen.“ sagt er schlicht, dann verabschiedet er sich von Frau Nebeljäger und verschwindet als Fledermaus in die Nacht.
Lilly sieht dem Jungen nach. Viola hatte Blaze darauf angesprochen, das weiß sie. In Gedanken versunken holt sie ihr Handy hervor. Sie schreibt Adam.
Wann Adam die Nachricht lesen würde, weiß sie allerdings nicht.
(In Zusammenarbeit mit @murloc)
Charaktere: Shane / Lilly / Viola
Geschichtsstrang: Shane's neue Seite
Dank Vero weiss Shane jetzt wo Viola wohnt. Er glaubt dass sie ihm das schon mal persönlich erzählt hat, erinnert sich aber nicht mehr so genau. Um sie geht es ihm diesmal nicht. Noch nicht. Seit mindestens einer Stunde sitzt Shane in einem Baum und beobachtet die Villa. Er beobachtet die Schatten an den Fenstern und wer das Haus verlässt und wiederkehrt. Es gibt Katzen, stellt er fest. Geliebte Katzen….. Shane denkt darüber nach was Viola ihm damals über sich erzählt hat, oder über ihre Eltern, aber er muss gestehen dass ihm nicht viel einfällt. Hat er es absichtlich vergessen weil er sie hasst?
Nach einer weiteren Stunde erst, springt er vom Baum und wischt sich die Hände an der Hose ab. Entschlossen schreitet er auf die Villa zu und stösst das quietschende Tor auf. Dabei versucht er einen Teil seiner Wut zu bewahren, damit sie ihm Mut und Selbstvertrauen gibt. Als er näher kommt, nimmt er etwas wahr, was er nicht kennt. Kein Werwolf, keine Meerfrau… leicht irritiert, drückt er auf die Klingel. Das Geräusch durchzieht seine Knochen und seine Zunge beginnt hilflos nach all den Gedanken zu greifen, die sich auf einmal in Nichts auflösen. Dieses bekannte Gefühl von Lampenfieber. Er schüttelt sich und zieht den Pullover grade. Eins nach dem anderen, versucht er sich zu beruhigen. Die Tür geht auf und Shane blickt mit einer Mischung aus Neutralität, Entschlossenheit, gewürzt mit etwas Zorn in ein Gesicht.
Lilly hört die Tür, als es klingelt. Viktor kann es nicht sein. Wie meistens um diese Uhrzeit hat er noch zu tun. Und außerdem hat er ja auch seinen eigenen Schlüssel und müsste nicht klingeln. Er hat zwar Überlegungen geäußert, beruflich etwas zurück zu treten um öfters mal zu Hause zu sein - was Lilly auch befürworten würde - doch bisher haben sie keine Alternative für ihn finden können. Denn immerhin muss etwas Geld reinkommen und das, was Lilly selber verdient, würde nicht ausreichen.
In Gedanken an ihren Gefährten versunken öffnet Lilly. Der Junge, der vor ihr steht, kommt ihr bekannt vor. Oh ja, sie erinnert sich an das, was sie in Veros Erinnerungen gesehen hat. Diesmal trägt er keine Hockeymaske aber nun erkennt sie ihn dennoch. "Hallo. Du bist Shane, richtig?", sagt sie daher. Sie hatte Vero ja angeboten, dass sie ihre Adresse weiter geben darf und so ist seine Ankunft eigentlich keine Überraschung.
Shane sieht Lilly an. Die Tür ist offen und jetzt spürt er noch viel deutlicher die Auren in diesem Haus. „Ja…“ sagt er schliesslich. Er weiss, dass Viola keine Geschwister hat, dennoch, „Ich suche Lilly Nebeljäger.“
"Ja, das bin ich.", bestätigt diese, "komm rein. Kann ich dir was anbieten? Plasma Jane oder so?"
Shane folgt ihr. „Nein danke.“ er hat vor kurzem einem alleinstehenden Mann das Blut ausgesaugt. Er hat widerlich geschmeckt, was an seinem übermässigen Alkoholkonsum liegen könnte. Er war nicht betrunken, aber nach dem Biss fühlte er sich so. Shane hatte ihn schon länger im Visier nachdem er beobachtet hatte wie er sich mit einer Frau in der Öffentlichkeit stritt.
Nur noch Sims die es verdienen.
„Ich möchte mehr über die Werwölfe erfahren.“ sagt Shane während er ihr immer noch folgt. „Vero sagte, Sie sind auf der suche.“
Lilly nickt. "Richtig. Wir hoffen, über den Werwolf auch jemand anderen finden zu können. Aber selbst wenn das nicht klappt, kann es definitiv nicht Schaden, ihn zu erwischen." Sie ballt ihre Faust. "Was genau willst du denn wissen?"
Shane war sich nicht sicher wie kooperativ Lilly sein wird, aber er ist auf der Hut. Er dachte allerdings es sei schwerer an Informationen zu kommen. „Ich habe gehört Sie haben Hilfe dabei.“
Lilly weiß nicht, ob sie Shane von dem Zentauren oder von Adam erzählen soll. Beide sind momentan unterwegs und so kann sie sie nicht selber fragen. Also nickt sie nur. "Das stimmt."
In Gedanken versunken kommt Viola von der Jagd nach Hause. Das Gespräch mit Lilly geht ihr nicht aus dem Kopf, die nicht an Shanes Schuld glaubt. Weil Vero petzen war und sie in ihrem Blut hat lesen lassen. Sie soll Shane eine Chance geben, hatte Lilly gesagt. Viola verdreht die Augen. Selbst wenn er wirklich unschuldig ist, hat der Jammerlappen nichts besseres zu tun als sich bei Vero auszuheulen, die ihrerseits natürlich auch gleich darauf anspringt. Er hat ja nicht mal den Mut, selber irgendwas zu sagen und braucht seine Vero, die das für ihn macht.
Sie öffnet die Haustür... und spürt sofort, dass Besuch da ist. Hat sie sich geirrt und Shane will diesmal doch selber was sagen? Das ist doch seine Aura hier...
Doch bevor sie auch wirklich in das Musikzimmer geht, wird Viola von Moritz abgelenkt, der seine Streicheleinheiten will. Liebevoll krault sie das Tier hinter den Ohren, das gleich zu schnurren beginnt.
Shane wartet, doch Frau Nebeljäger spricht nicht weiter. Wahrscheinlich muss er weiter ausholen damit sie versteht. "Meine El...tern wurden von Werwölfen getötet. Vor einiger Zeit traf ich einen Mann, der sie kannte und sehr wütend darüber war. Und ich glaube das er sie auch jagt." Shane denkt nach, "Seit damals hab ich ihn nie wieder gesehen." Er war wütend auf ihn gewesen und wollte gar nichts davon hören was er ihm über seine Eltern erzählt hatte. Vor allem nicht der Teil, dass sie gar nicht seine echten Eltern waren. Das war zu viel. Jetzt will er mehr erfahren. Er ist bereit. Sein Blick geht zur Tür durch die sie gekommen waren und zu der Aura die ihm sehr bekannt ist. Das hat grade noch gefehlt.
Lilly ist geschockt als sie das hört. So die Eltern zu verlieren muss schlimm sein! Doch bevor sie etwas sagen kann, öffnet sich die Zimmertür.
Mit Moritz auf dem Arm kommt Viola in den Raum. Tatsächlich! Sie hatte sich nicht getäuscht. Shane ist hier. Will er jetzt auch noch petzen? Doch Viola bleibt ungewöhnlich freundlich. "N'Abend!", sagt sie nur.
"Hallo.." erwidert Shane mit unzufriedenem Unterton.
Lilly verdreht die Augen. Sie weiß ganz genau, dass die Freundlichkeit ihrer Tochter nicht ernst gemeint ist, und sie bezweifelt, dass Shane das glaubt. Ihr ist nicht ganz klar, was Viola damit bezweckt. Auch ihrer Tochter muss klar sein, dass Shane trotzdem nicht begeistert ist. Das ist deutlich in seinem Ton zu hören. Aber immer noch besser, als wenn sie anfängt rumzuzicken. "Hallo.", sagt Lilly daher. Vielleicht steckt ja auch nichts weiter hinter ihrer Freundlichkeit, außer dass sie zeigen möchte, dass auch sie sich ab und an mal benehmen kann. So oder so: Solange Viola hier ist, sollte sie das Gespräch mit Shane vielleicht nicht fortführen.
Shane schweigt. Er sitzt neben Lilly auf der Couch und verschränkt anschließend provokativ die Arme. Er hofft seine Augen fangen nicht an blau zu glühen.
"Was starrst du mich so an?", funkelt Viola zurück, "Ich hab dir nichts getan. Dass Blaze nicht will, dafür kann ich nichts." Wie schon oft hat Viola darüber nachgedacht. Auch sie hatte ihm ja angeboten, es zu versuchen. Wenn es bei Lilly klappt, ist die Chance, dass sie selber es auch kann, gar nicht mal so gering. Aber Blaze wollte trotzdem nicht. Verheimlicht er ihr etwas? Sie wüsste nicht wozu, vor allem da sie ja nur die Szene sehen könnte, um die es geht. Aber hat er Angst, dass sie mehr sehen kann als diese Szene? Oder gibt es etwas an dem Biss, das sie nicht wissen soll?
Viola ist eigentlich keine eifersüchtige Person. Das liegt zum einen daran, dass Loyalität für sie selber ein sehr wichtiger Wert ist und sie automatisch davon ausgeht, dass es auch bei anderen so ist... und auch daran, dass ihre Eltern auch nach den Jahren immer noch so liebevoll zueinander sind und sie Eifersucht somit auch in der Familie nicht kennt. Aber so langsam kommen auch ihr die ersten Zweifel an Blaze. Oder hat er einfach Angst vor der Wahrheit?
Shane hebt eine Braue, ohne sich in seiner Haltung zu verändern. Er hat nichts gesagt, warum greift sie ihn schon wieder an? Es ist spannend wie sie oft mit Themen beginnt, ohne das irgendjemand etwas gesagt hat. Aus dem Nichts quasi. Sowas zeugt gerne mal von einem schlechten Gewissen, weil sie sich gedanklich mehr damit beschäftigt als sie zugibt. Shane merkt sich diese Tatsache und hebt schweigend kurz eine Schulter. Er ist nicht wegen dem Mobbing hier. Das regelt er auf seine Art.
Lilly ahnt, was es war, das Blaze nicht wollte. Sie hatte nicht das Gefühl, zu ihm durchgedrungen zu sein, auch wenn er sagte, er denkt darüber nach. Natürlich wird er das nicht tun, da ist sich Lilly sicher. Doch es gibt nichts, was sie mehr hätte tun können, als es anzusprechen. Bei Viola hingegen scheint sie ja irgendetwas ausgelöst zu haben, hat Lilly das Gefühl. Vielleicht war es doch nicht ganz umsonst.
Viola wundert sich ein wenig, dass Shane einfach nur schweigt. Bekommt er ohne Vero jetzt doch nichts raus? "Hat auch niemand behauptet.", mischt sich Lilly plötzlich ein, "Dass du ihm was getan hättest. Shane ist nicht wegen dir hier." Damit hat Viola nicht gerechnet. Sie hat gedacht, er wollte petzen kommen, so wie Vero. "Weshalb denn dann?", fragt sie. Noch immer hält sie Moritz in ihrem Arm.
Lilly sagt nichts. Es ist Shanes eigene Entscheidung, ob er darauf antworten will oder nicht.
In Shanes Kopf formuliert er Sätze die von, 'Geht dich einen Scheiss an' bis 'Ich möchte dir das nicht erzählen', reichen. Er weiss, dass es falsch ist sich auf das Niveau eines Mobbers runter zu lassen. Das haben sie in der Schule gelernt. Dabei ging es zwar nicht um Mobber, sondern um Radikale, aber das Prinzip ist das selbe. "Es hat nichts mit dir zu tun." wiederholt er schließlich schlicht. Mehr muss sie nicht wissen.
"Okay, okay!", sagt Viola nun. Sie glaubt Shanes Aussage, vor allem auch daher, weil auch Lilly das selbe gesagt hat. Es geht wohl wirklich nicht um sie. Irgendwie ist ihre Neugier geweckt um was es dann stattdessen geht, aber weder Shane noch Lilly wollten ihr darauf eine Antwort geben. Und so tut Viola so, als würde es sie auch nicht weiter interessieren. "Whatever.", sagt sie daher. Nun setzt sie Moritz auf den Boden, der nun neugierig an Shanes Füßen schnuppert. Die ganze Diskussion ist dem Kater ohnehin egal.
"Und ich hab schon verstanden, dass das Gespräch ohne mich stattfinden soll.", fügt Viola noch hinzu, "Ich gehe ja schon!" Sie verlässt den Raum tatsächlich. Lilly und Shane würden ihre Aura auch vor der Tür spüren und so versucht sie gar nicht erst, selber zu lauschen. Doch sie versteckt ihr Handy heimlich im Schuhregal und lässt dieses die Szene aufnehmen. Gut möglich, dass man am Ende eh nichts versteht, doch sie ist zu neugierig, um es nicht zumindest zu versuchen. Dann erst verschwindet sie in ihr Zimmer. Sie macht sich Gedanken um ihr eigenes Thema. Sollte sie Mel mal konfrontieren? Wenn es Shane wirklich nicht war, käme sie zumindest in Frage.
Als Lilly Violas Aura nicht mehr spürt, dreht sie sich zu Shane: "Das tut mir leid mit deinen Eltern.", sagt sie ehrlich. "Weißt du noch, wie der Mann hieß, mit dem du damals sprachst?"
Shane vergisst Viola und schaut auf die Katze zu seinen Füssen. Nimm ihr auch was weg was ihr wichtig ist. Mittlerweile kennt er ein paar Dinge die ihr richtig fehlen würden wenn sie sie nicht mehr in ihrem Leben hätte. Genau wie bei Vero und ihrem Hobby. Er blickt von der Katze zu Lilly. "Adam oder so." sagt er. An mehr erinnert er sich nicht.
Wenn Lilly Shanes Gedanken lesen könnte, hätte sie ihn allein dafür aus der Wohnung geworfen. Doch da sie das nicht kann, redet sie einfach weiter. "Ich glaube, wir kennen den selben Adam.", sagt sie.
Er ist nicht sicher ob ihn das überraschen sollte oder nicht. "Wo kann ich ihn finden?" Vero hatte recht. Viola hat gar nichts von der Persönlichkeit ihrer Mutter. Zu schade aber auch.
"Er ist momentan nicht in der Nähe." Wo genau weiß auch Lilly nicht. Hylaeus sagte, er sei wieder in seiner eigenen Welt, und das stimmt vermutlich auch, aber auch dort könnte er überall sein. "Ich kann ihn aber kontaktieren." Sie will Shane noch nicht Adams Nummer weiter geben. Nicht ohne dessen Erlaubnis. Aber vielleicht kann sie das Ganze so ja ins Rollen bringen.
"Das wäre... hilfreich." sagt Shane fast vorsichtig. Er zieht sein Handy heraus, öffnet die Kontakte App und reicht es Lilly. "Können Sie mir dann bescheid geben?"
"Mach ich.", verspricht Lilly. Sie reicht Shane das Handy zurück, nachdem sie ihre eigenen Kontaktdaten hinzugefügt hat.
Er hätte viel früher her kommen sollen. Denkt Shane als er bei Lilly klingeln lässt und das Handy anschließend wegsteckt. "Danke." sagt er und sieht Lilly aufrichtig dankbar an. "Und danke, dass Sie Vero angehört haben." Er glaubt ihr, dass sie Lilly nett findet und versteht warum sie an Halloween her gekommen war. Bei dem Gedanken an Vero wird Shane glücklich und er lächelt ein wenig als er Lilly dankt.
Lilly bemerkt das Lächeln. Es tut gut, dem Jungen helfen zu können, den Vero so schätzt. Ein wenig fühlt sich auch Lilly schuldig an der Sache mit dem Handgelenk. Hat sie bei Violas Erziehung zu viel durchgehen lassen? Dass Viola das so nicht geplant hat, bezweifelt Lilly nicht. Aber wenn sie eine bessere Person gewesen wäre, wäre es vielleicht nie dazu gekommen. "Natürlich. Vero hat den Mut, mir dir Wahrheit zu zeigen. Und ich schuldete ihr auch noch einen Gefallen."
Ja. Vero ist Mutig. Stimmt Shane gedanklich zu, dann steht er auf. "Danke für die Hilfe." sagt er und reicht Frau Nebeljäger höflich die Hand. Bevor er geht meint er, "Vero sagte, ich könne mit Ihnen über die Schule reden." er stockt weil er Lilly kaum kennt und weil er sich nicht vorstellen kann was das bringt. Was will Lilly schon ausrichten, ausser Viola zu sagen sie soll Vero in Ruhe lassen. Das hat doch noch nie funktioniert. Viola macht was sie will und ist so respektlos ihrer Mutter gegenüber, dass sie nicht darauf hört was sie sagt. Also was bringt es? "Aber... nicht so wichtig.." schliesst er.
Lilly sieht Shane an. "Wenn du darüber reden möchtest, nur zu. Aber ich weiß nicht, was ich ausrichten kann, zumindest was die Schule betrifft. Ich habe aber zumindest mit Viola geredet. Sie wirkte so, als hätte sie es verstanden, auch wenn ich das leider nicht garantieren kann. Aber gut möglich, dass sie dich nun ohnehin schon in Ruhe lassen wird. Falls nicht, melde dich ruhig bei mir." Lilly verschweigt, dass Viola Vero wieder angegriffen hat. Immerhin ist das anders als damals auf dem Festival eine Sache, an der auch Vero nicht ganz unschuldig ist. Sie war ebenfalls fleißig dabei, Viola zu provozieren. Doch vor Shane will Lilly nichts gegen Vero sagen und so sagt sie gar nichts zu der Szene. Und bestimmt hat er davon ohnehin schon gehört.
Shane nickt. Das wird er vielleicht tun. „Sie sollte Blaze überzeugen, in seinem Blut lesen zu wollen.“ sagt er schlicht, dann verabschiedet er sich von Frau Nebeljäger und verschwindet als Fledermaus in die Nacht.
Lilly sieht dem Jungen nach. Viola hatte Blaze darauf angesprochen, das weiß sie. In Gedanken versunken holt sie ihr Handy hervor. Sie schreibt Adam.
"He, kennst du Shane? Er möchte mit dir reden und ich versuche, ihm zu helfen, ein Treffen zu organisieren."
Wann Adam die Nachricht lesen würde, weiß sie allerdings nicht.
(In Zusammenarbeit mit @murloc)