Forum Discussion
3 years ago
Ort: Studenten-WG, Britechester
Charaktere: Jean, Megan, Victor, Dora
Geschichtsstrang: Wohnungsbesichtigung
Jean Grey schaut auf die Uhr. Wenn die neue Mitbewohnerin pünktlich ist, müsste sie in einigen Minuten ankommen.
"Wo ist Victor?", fragt sie Megan.
"In seinem Zimmer, nehme ich an.", antwortet die Jüngere schulterzuckend. Dann breitet sich ein belustigtes Grinsen auf ihrem Gesicht aus. "Bist du immer so nervös, wenn jemand neu einzieht?"
Jean runzelt die Stirn und schaut noch einmal auf die Uhr. "Ich bin nicht nervös. Ich möchte nur, dass alles klappt. Es wäre schön, wenn wir alle Dora begrüßen würden, meinst du nicht?"
"Schon gut, ich hole ihn.", lacht Megan und läuft leichtfüßig die Treppe herauf.
Jean stellt ein Tablet mit Wasser bereit und geht ins Wohnzimmer, um den Kamin anzuzünden.
"Ist das die, mit den Katzen?", fragt Victor, als er die Treppe herunter kommt.
"Ja, ganz genau." Die Älteste nickt erfreut. Sie mag Victors ruhige Art und freut sich immer wieder, dass wenigstens er ihr zuhört.
"Katzen? Cool.", ruft Megan aus - wie aufs Stichwort. Jean hat ihr gerade erst heute früh noch einmal erzählt, dass mit der neuen Mitbewohnerin auch zwei Vierbeiner einziehen.
Gerade als sie Megan genervt davon berichten will, klingelt es an der Tür.
"Oh, sie ist da." Jean fährt freudig aufgeregt herum, eilt zur Tür und öffnet.
Dora begrüßt die Studenten. Bisher kennt sie die Leute nur von dem Telefonat, das sie geführt hat: Auf dem Schwarzen Brett hat sie eine Anzeige gesehen, dass eine WG Mitbewohner sucht. Und das wichtigste ist: Katzen sind erlaubt! Das war auch der Grund, warum sie aus ihrer alten WG ausziehen will.. denn dorthin konnte sie ihre beiden Vierbeiner nicht mitnehmen.
"Vielleicht kann ich sie also endlich von Mama und Papa abholen.", denkt Dora glücklich, "so dass sie auch bei mir wohnen!" Aber zuerst will sie das Haus, und auch ihre potentiellen neuen Mitbewohner kennenlernen, ob die Chemie stimmt.
"Ich bin Dora. Mit einem von euch habe ich ja schon telefonisch gesprochen.", stellt sie sich vor.
"Das war ich." Die Rothaarige lächelt freundlich und reicht ihr die Hand. "Jean. Komm doch herein und setz dich." Mit einer ausladenden Geste deutet sie in die offene Küche.
Dora nickt und folgt ins Haus. Auf den ersten Blick sieht es ja schon sehr freundlich aus. Und vor allem großräumig. "Hier scheint ja wirklich viel Platz zu sein.", freut sich Dora. In ferner Zukunft will sie irgendwann mal ein eigenes Haus haben, am liebsten gemeinsam mit Ben. Aber bis es soweit ist, sollte sie ihr Studium erst einmal abschließen. Da kann sie solange ja auch in einer WG wohnen. "Und das habe ich richtig verstanden, dass die Katzen hier erlaubt sind, oder?"
"Ja, absolut.", nickt Jean und setzt sich mit Dora an die Küchentheke. Jetzt kommen auch die beiden anderen aus dem Wohnzimmer dazu.
"Hi. Du bist Dora, richtig? Ich bin Megan. Oder Pixie - wie es dir lieber ist." Die junge Frau mit den pinken Haaren stellt sich ihr gegenüber. Mit einem breiten Lachen legt sie die Hand auf den Arm ihres besten Freundes. "Das ist Victor. Er ist schüchtern."
Verlegen winkt der Große ihr kurz zu.
"Pixie. Dann werde ich dich wohl so nennen.", sagt Dora. "Und hallo Victor!" Der Junge scheint wirklich schüchtern zu sein, aber das stört sie nicht weiter. "Was studiert ihr denn alle so?"
"Ich studiere Musik und Tontechnik.", erklärt die Jüngste. "Jean wird eine großartige Köchin. Und Vic ist ein Künstler." Stolz lächelt sie zu ihm herüber.
"Und du sagtest mir, du seist im Mathematik-Studium, stimmt's?", fragt die Älteste.
"Richtig.", bestätigt Dora. "Musik ist wirklich toll! Ich habe früher mal Klavier gespielt. Und bisschen kann ich davon auch noch, aber wirklich gut bin ich da leider nicht. Was wohl der Grund ist, warum ich etwas anderes studiere." Sie lächelt. Der erste Eindruck der Leute ist schon einmal positiv. "Aber auch ein Kunststudium klingt super interessant."
"Nun, unsere Gruppe ist wohl recht pragmatisch veranlagt. Du bist die erste Theoretikerin.", bemerkt Jean.
"Wie heißen denn deine Katzen?", platzt Megan dazwischen und erntet einen ernsten Blick von der Rothaarigen.
Dora hat die Tiere jetzt noch nicht dabei, doch sie zeigt Fotos: "Das hier ist Fleckchen!", sagt sie, als sie ein Foto von der grauen Katze zeigt. "Und der schwarzweiße Herr hier ist Mr Mustache. Warum der so heißt, sollte man schnell erkennen." Sie grinst dabei.
Megan faltet begeistert die Hände. "Meine Güte, sind die niedlich. Ich liebe Tiere. Aber ich durfte nie welche haben."
"Oh, das ist wirklich schade. Dabei helfen sie wirklich dabei, Stress zu reduzieren. Ich durfte sie nur leider auch nicht in meine alte WG mitnehmen. Deshalb freue ich mich ja, wenn es hier klappt." Sie lächelt. "Beide sind auch wirklich freundlich. Der Mr ist ein bisschen scheu, aber sobald er euch besser kennt, wird er sicher auch von euch gerne mal gestreichelt werden. Und Fleckchen mag das sowieso."
"Das klingt ja ganz nach Victor. Den darf man auch erst streicheln, wenn man ihn kennt.", lacht Megan.
"Sehr komisch.", erwidert der junge Mann trocken.
Dora kann sich ein Grinsen nicht verkneifen. Die Leute werden ihr immer sympathischer.
"Möchtest du das Haus ansehen?" Jean wechselt absichtlich das Thema. Sie ist eindeutig die Herrin des Haushaltes und wirkt wesentlich reifer als ihre Jüngere Freundin.
"Klar, ich bin schon gespannt darauf."
Jean nickt, steht auf und beginnt die Tour im Wonzimmer. "Hier ist viel Platz, wie du siehtst. Ein Kratzbaum für deine Tiger ist also kein Problem. Wir sollten nur mit dem Kamin aufpassen. Hinter dieser Tür ist das große Bad." Sie betritt den nächsten Raum. "Es gibt eine Badewanne und jedem Stockwerk eine Dusche und eine Toilette. Jede Woche werden die Badezimmer anständig geputzt und jeder ist reihum dran."
"Na ich hoffe, das klappt dann besser als in meiner alten WG.", sagt Dora lächelnd. Aber das Bad sieht sauber aus. Offenbar kümmert man sich tatsächlich darum. "Da mache ich mir aber keine Sorgen, so sauber wie das Bad aussieht.", fügt sie daher noch hinzu. Natürlich wird es immer mal Tage geben, an denen es weniger aufgeräumt ist, aber das stört Dora nicht, solange es zumindest nicht komplett vor die Hunde geht.
"Megan muss manchmal dran erinnert werden,", schmunzelt Jean, "aber Victor ist da sehr gewissenhaft. Und ich selbst bin eine Ordnungsfanatikerin. Es steht also zwei zu eins. Und dann kommst du."
"Ha, ich hab es auch gerne ordentlich.", gibt Dora zu, "vielleicht, weil auch Zahlen eine gewisse Logik und Ordnung in sich tragen. Aber nur, weil mal bisschen was rumliegt, gehe ich jetzt auch nicht gleich an die Decke."
Die angehende Köchin nickt verstehend. Dann ist sie wohl noch immer die, mit dem Reinlichkeitsfimmel. Sie verlässt das Bad und nimmt die Treppe nach oben. "Hier in dem hinteren Zimmer hat Megan ihr Reich.", erklärt sie. "Die anderen beiden sind frei. Das kleine hier vorn ist das zweite Bad." Sie öffnet die Tür und lässt Dora eintreten, bleibt aber selbst draußen stehen, das Zimmer wesentlich kleiner ist, als das im Erdgeschoss.
Das Bad hat eine Dusche und ein Klo, anders als das Bad im Erdgeschoss, das auch eine Badewanne zu bieten hatte. Doch Dora ist zufrieden. Nach der Badbesichtigung schaut sie sich die freien Zimmer an. "Oh, die Größe gefällt mir.", sagt sie, "Nicht zu groß, dass man sich verloren darin fühlt, aber auch nicht zu klein. Die Größe ist perfekt." Sie sieht zu der Studentin. "Zwei freie Zimmer also. Gibt es schon jemanden in Aussicht für das andere Zimmer?" Sie weiß von der Anzeige, dass mehrere Mitbewohner gesucht wurden und nicht nur einer.
"Es hat sich jemand gemeldet, ja. Sie hat aber noch weitere Angebote und überlegt noch. Im Moment hast du die freie Wahl. Ein Stockwerk höher ist noch ein Zimmer frei. Das ist das gleiche wie das hintere dieser Etage."
"Ich glaube, das Zimmer hier gefällt mir.", sagt Dora und zeigt auf den gewünschten Raum, "Und von meiner Seite aus würde ich schon gerne einziehen. Wenn es auch für euch passt." Wie hoch die Miete sein würde, wurde bereits am Telefon geklärt und so hat Dora was das betrifft keine Fragen.
"Dann heiße ich dich herzlich Willkommen in unser Wohngemeinschaft.", lächelt Jean freundlich. "Wenn du Hilfe benötigst, sag einfach bescheid. Wir wohnen hier alle gemeinsam und achten und helfen einander."
"Super!", freut sich Dora. "Morgen um die selbe Zeit würde ich dann mit den Möbeln wieder kommen, wenn das okay ist."
"Aber natürlich.", nickt Jean. "Kommen die Katzen dann auch gleich mit?"
"Ja, die sind auch dabei.", antwortet Dora lächelnd. Sie freut sich schon auf die neue WG.
Gemeinsam gehen sie wieder nach unten, wo Jean den Mitbewohnern die Neuigkeit berichtet.
"Wir kriegen Katzen!", ruft Megan fröhlich aus und springt Vitctor um den Hals. Lachend fängt er sie auf und drückt sie sanft an sich.
"Ich freue mich so.", bekräftigt die Pinke, obwohl es nicht nötig wäre, das zu erwähnen.
(in Zusammenarbeit mit @Murloc )