Forum Discussion
3 years ago
Ort: Irgendwo on the road
Charakter: Chip
Geschichtsstrang: Im Exil
Im Fahrerhaus des Sattelzugs ist es ziemlich laut. An der Decke klebt zwar eine Dämmmatte, trotzdem fragt sich Chip wie man es hierdrin so viele Stunden aushält, ohne nicht mindestens einen Gehörschaden zu bekommen. Er hat Glück gehabt. Der Fahrer kann ihn ein großes Stück der Strecke nach Mt.Komorebi mit nehmen und wenn alles gut geht, noch ein Anschluss ride und er ist abends am Ziel. Georg, der Typ am Steuer, hat ihm angeboten in seiner Koje zu schlafen, aber das ist Chip unangenehm.Wer weiß wie's da aussieht und außerdem gehen ihm so viele Dinge durch den Kopf, dass er sowieso nicht wirklich schlafen könnte. Während die Welt draussen an ihm vorüberzieht, zerbricht er sich den Kopf.
Es ist alles so megakompliziert. Das einzig Gute ist, dass endlich Denize' gesamtes Verhalten in den letzten Wochen einen Sinn ergibt. Allerdings hat das zur Folge, dass er sämtliche Szenen im Geiste wieder und wieder abruft und sich fragt, warum sie nicht einfach was gesagt hat. Dann wäre das alles niemals so eskaliert und ..wenn und hätte. Chip seufzt. Wann ist das bloß passiert? Sie waren doch nie leichtsinnig. Angestrengte Überlegungen lassen ihn vermuten, dass es beim Ausflug nach Henford war. Als Blaze den Wagen 'geliehen' hatte von Beth. Er lag mit Denize im Gras hinter dieser kleinen Hütte und.... Chip runzelt die Stirn, als die vage Erinnerung hoch kommt, dass nur das Kondom aus seinem Geldbeutel verfügbar war und er ziemlich ungeduldig damit herumgefummelt hatte beim auspacken...hat er es beschädigt, ohne es zu merken? Und wer weiß wie lange er es bis dahin schon im Geldbeutel spazieren getragen hat.Vielleicht war es porös oder..
Die plärrende Stimme von Georgs Chefin, die ihn per Funk zum wiederholten Mal mahnt, weiter zu fahren und keine Pause zu machen, sie hätten Termindruck, reisst Chip aus seinen Gedanken. Armes Schwein. So ist das dann, wenn man täglich sein Geld verdienen muss und kuschen, weil ohne Kohle eben nichts geht. Nach einer kurzen, aber heftigen Diskussion schaltet der Fahrer das Teil aus und fährt einfach rechts raus auf einen Parkplatz .“ Ich penn jetzt ne Stunde, egal was die zetert. Bin raus. Du kannst nachher weiter mit, oder versuchen jemand anderen zu finden, wie du willst.“
Damit schwingt er sich nach hinten in die Schlafkoje und lässt Chip unschlüssig zurück. Nach ein paar Minuten nimmt der Teenager seinen Rucksack und springt aus dem Führerhaus. Es gilt keine Zeit zu verlieren. Chip hätte sich gern noch bedankt, aber lautes Schnarchen zeigt ihm,das Georg schon im Land der Träume weilt. Er geht vor zur Straße und hält wieder den Daumen raus. Keine zehn Minuten später findet er sich bei zwei Lamas im Wagen eines Wanderzirkusses wieder. Die beiden Tiere liegen auf einem Haufen Stroh und schauen ihn unverwandt an. Eines kaut versonnen auf einem Strohhalm herum und wirkt, als würde es meditativ versuchen, den Sinn der Anwesenheit dieses Sim zu ergründen.Wahrscheinlich fragt es sich aber nur, warum es auf diesem Strohhalm kauen muss, statt auf einer saftigen, grünen Wiese zu stehen. Chip muss grinsen, wirft den Rucksack ins Heu und setzt sich daneben. Das Lama rückt etwas näher an ihn heran und drückt Rücken und Hinterteil an seine Seite. Es ist warm. Es riecht ein wenig streng, aber die Wärme, die es ausstrahlt ist angenehm. Chip schiebt sich den Rucksack unter den Kopf und schließt für einen Moment die Augen, angenehm temperiert und durch die Fahrbewegungen des Anhängers sanft geschaukelt.
„Wir sind da Junge!“ Die Tür des Anhängers ist offen und das helle Licht blendet Chip, der verschlafen blinzelt. Wie lang hat er gepennt? Er hält die Hand gegen das Licht und nickt. „Okay, danke fürs mitnehmen.“ Schnell kramt er sein Zeug zusammen und klettert ins Freie,eine duftende Wolke 'La Nuit du Lama' mit sich ziehend. Es ist kalt hier und die Luft riecht nach Schnee. Das macht wach. In der Ferne kann er die Liftanlagen sehen. Was für ein Glück, dass Nouki ihn gefragt hatte, ob er im Winter mit Leon und ihr diesen Snowboardkurs für Kinder betreuen möchte und sie dann auch gleich zum Vorstellungsgespräch mitgenommen hat. Mit weit ausholenden Schritten macht er sich auf den Weg.
zum Liftbetrieb in Mt.Komorebi
Etwas später
„Das ist wirklich genial Hr. Tanaka, dass ich sofort anfangen kann.“ Chip geht mit geschultertem Rucksack hinter dem Liftbesitzer her und kann es kaum fassen, wie reibungslos das Gespräch gerade verlaufen ist.
“Ich hab euch doch gesagt, wir brauchen immer Leute. Wintersportler gibt es hier das ganze Jahr über und somit auch Bedarf an Lehrern.“ Hr. Tanaka wirft ihm einen Blick über die Schulter zu und schmunzelt.
Chip nickt dankbar. Er hat hier ein Dach über dem Kopf, kann Geld verdienen und ist erst mal weg vom Schuss um wieder zu sich zu kommen. Sofort klopft das schlechte Gewissen an. Weg vom Schuss, weg von Denize. Er schluckt und ist froh, als sein neuer Chef die Tür zu seiner Bleibe öffnet, ihm den Schlüssel in die Hand drückt und meint:“ Hier, wir sehen uns also morgen früh um halb acht an der kleinen Piste. Sei pünktlich, ich weise dich noch kurz ein, bevor dann um halb neun der erste Kurs beginnt.“ Chip nickt und nimmt dankend den Schlüssel entgegen.“Ach ja..eine Dusche könnte auch nichts schaden, du findest sie im Untergeschoss, die Waschmaschinen sind auch da, gleich im angrenzenden Raum.“ Hr. Tanaka zwinkert ihm zu und lacht leise, ehe er den Raum verlässt. Chip schnüffelt kurz an seiner Jacke und muss schmunzeln. Seine Nase nimmt es kaum mehr wahr, aber die Lamas haben wohl bleibende Duftspuren hinterlassen. Erschöpft wirft er sich aufs Bett, erleichtert endlich angekommen zu sein. Das Zimmer ist spärlich eingerichtet, wirkt unpersönlich. Chips Blick gleitet über das zusammengewürfelte Mobiliar. Egal, er will hier ja nicht für ewig bleiben. Eine tiefe, schwere Müdigkeit erfasst ihn. Das einzig Sinnvolle was er jetzt tun kann, ist Geld verdienen, sich in Ruhe Lösungen für die Zukunft überlegen und ....schlafen...schlafen.
Charakter: Chip
Geschichtsstrang: Im Exil
Im Fahrerhaus des Sattelzugs ist es ziemlich laut. An der Decke klebt zwar eine Dämmmatte, trotzdem fragt sich Chip wie man es hierdrin so viele Stunden aushält, ohne nicht mindestens einen Gehörschaden zu bekommen. Er hat Glück gehabt. Der Fahrer kann ihn ein großes Stück der Strecke nach Mt.Komorebi mit nehmen und wenn alles gut geht, noch ein Anschluss ride und er ist abends am Ziel. Georg, der Typ am Steuer, hat ihm angeboten in seiner Koje zu schlafen, aber das ist Chip unangenehm.Wer weiß wie's da aussieht und außerdem gehen ihm so viele Dinge durch den Kopf, dass er sowieso nicht wirklich schlafen könnte. Während die Welt draussen an ihm vorüberzieht, zerbricht er sich den Kopf.
Es ist alles so megakompliziert. Das einzig Gute ist, dass endlich Denize' gesamtes Verhalten in den letzten Wochen einen Sinn ergibt. Allerdings hat das zur Folge, dass er sämtliche Szenen im Geiste wieder und wieder abruft und sich fragt, warum sie nicht einfach was gesagt hat. Dann wäre das alles niemals so eskaliert und ..wenn und hätte. Chip seufzt. Wann ist das bloß passiert? Sie waren doch nie leichtsinnig. Angestrengte Überlegungen lassen ihn vermuten, dass es beim Ausflug nach Henford war. Als Blaze den Wagen 'geliehen' hatte von Beth. Er lag mit Denize im Gras hinter dieser kleinen Hütte und.... Chip runzelt die Stirn, als die vage Erinnerung hoch kommt, dass nur das Kondom aus seinem Geldbeutel verfügbar war und er ziemlich ungeduldig damit herumgefummelt hatte beim auspacken...hat er es beschädigt, ohne es zu merken? Und wer weiß wie lange er es bis dahin schon im Geldbeutel spazieren getragen hat.Vielleicht war es porös oder..
Die plärrende Stimme von Georgs Chefin, die ihn per Funk zum wiederholten Mal mahnt, weiter zu fahren und keine Pause zu machen, sie hätten Termindruck, reisst Chip aus seinen Gedanken. Armes Schwein. So ist das dann, wenn man täglich sein Geld verdienen muss und kuschen, weil ohne Kohle eben nichts geht. Nach einer kurzen, aber heftigen Diskussion schaltet der Fahrer das Teil aus und fährt einfach rechts raus auf einen Parkplatz .“ Ich penn jetzt ne Stunde, egal was die zetert. Bin raus. Du kannst nachher weiter mit, oder versuchen jemand anderen zu finden, wie du willst.“
Damit schwingt er sich nach hinten in die Schlafkoje und lässt Chip unschlüssig zurück. Nach ein paar Minuten nimmt der Teenager seinen Rucksack und springt aus dem Führerhaus. Es gilt keine Zeit zu verlieren. Chip hätte sich gern noch bedankt, aber lautes Schnarchen zeigt ihm,das Georg schon im Land der Träume weilt. Er geht vor zur Straße und hält wieder den Daumen raus. Keine zehn Minuten später findet er sich bei zwei Lamas im Wagen eines Wanderzirkusses wieder. Die beiden Tiere liegen auf einem Haufen Stroh und schauen ihn unverwandt an. Eines kaut versonnen auf einem Strohhalm herum und wirkt, als würde es meditativ versuchen, den Sinn der Anwesenheit dieses Sim zu ergründen.Wahrscheinlich fragt es sich aber nur, warum es auf diesem Strohhalm kauen muss, statt auf einer saftigen, grünen Wiese zu stehen. Chip muss grinsen, wirft den Rucksack ins Heu und setzt sich daneben. Das Lama rückt etwas näher an ihn heran und drückt Rücken und Hinterteil an seine Seite. Es ist warm. Es riecht ein wenig streng, aber die Wärme, die es ausstrahlt ist angenehm. Chip schiebt sich den Rucksack unter den Kopf und schließt für einen Moment die Augen, angenehm temperiert und durch die Fahrbewegungen des Anhängers sanft geschaukelt.
„Wir sind da Junge!“ Die Tür des Anhängers ist offen und das helle Licht blendet Chip, der verschlafen blinzelt. Wie lang hat er gepennt? Er hält die Hand gegen das Licht und nickt. „Okay, danke fürs mitnehmen.“ Schnell kramt er sein Zeug zusammen und klettert ins Freie,eine duftende Wolke 'La Nuit du Lama' mit sich ziehend. Es ist kalt hier und die Luft riecht nach Schnee. Das macht wach. In der Ferne kann er die Liftanlagen sehen. Was für ein Glück, dass Nouki ihn gefragt hatte, ob er im Winter mit Leon und ihr diesen Snowboardkurs für Kinder betreuen möchte und sie dann auch gleich zum Vorstellungsgespräch mitgenommen hat. Mit weit ausholenden Schritten macht er sich auf den Weg.
zum Liftbetrieb in Mt.Komorebi
Etwas später
„Das ist wirklich genial Hr. Tanaka, dass ich sofort anfangen kann.“ Chip geht mit geschultertem Rucksack hinter dem Liftbesitzer her und kann es kaum fassen, wie reibungslos das Gespräch gerade verlaufen ist.
“Ich hab euch doch gesagt, wir brauchen immer Leute. Wintersportler gibt es hier das ganze Jahr über und somit auch Bedarf an Lehrern.“ Hr. Tanaka wirft ihm einen Blick über die Schulter zu und schmunzelt.
Chip nickt dankbar. Er hat hier ein Dach über dem Kopf, kann Geld verdienen und ist erst mal weg vom Schuss um wieder zu sich zu kommen. Sofort klopft das schlechte Gewissen an. Weg vom Schuss, weg von Denize. Er schluckt und ist froh, als sein neuer Chef die Tür zu seiner Bleibe öffnet, ihm den Schlüssel in die Hand drückt und meint:“ Hier, wir sehen uns also morgen früh um halb acht an der kleinen Piste. Sei pünktlich, ich weise dich noch kurz ein, bevor dann um halb neun der erste Kurs beginnt.“ Chip nickt und nimmt dankend den Schlüssel entgegen.“Ach ja..eine Dusche könnte auch nichts schaden, du findest sie im Untergeschoss, die Waschmaschinen sind auch da, gleich im angrenzenden Raum.“ Hr. Tanaka zwinkert ihm zu und lacht leise, ehe er den Raum verlässt. Chip schnüffelt kurz an seiner Jacke und muss schmunzeln. Seine Nase nimmt es kaum mehr wahr, aber die Lamas haben wohl bleibende Duftspuren hinterlassen. Erschöpft wirft er sich aufs Bett, erleichtert endlich angekommen zu sein. Das Zimmer ist spärlich eingerichtet, wirkt unpersönlich. Chips Blick gleitet über das zusammengewürfelte Mobiliar. Egal, er will hier ja nicht für ewig bleiben. Eine tiefe, schwere Müdigkeit erfasst ihn. Das einzig Sinnvolle was er jetzt tun kann, ist Geld verdienen, sich in Ruhe Lösungen für die Zukunft überlegen und ....schlafen...schlafen.