Forum Discussion
3 years ago
Ort: Britechester Nr 9
Charaktere: Dora, Ben, Megan, Victor, Jean, Nicole
Titel: Dora zieht ein
Die alte WG ist nun endlich leer. Das letzte Möbelstück befindet sich nun auf dem Pickup, den Ben für diesen Zweck gemietet hat. "Praktisch, dass du gerade deinen Führerschein gemacht hast.", freut sich Dora über die Hilfe. Ben lächelt. "Klar, das war eben gutes Timing." Er grinst. "Und zum Glück müssen wir ja nicht alles deiner Einrichtung mitnehmen." Das meiste hatte Dora verschenkt oder verkauft. Die Möbel, die sie stattdessen dann gekauft hat, werden bereits an die neue WG geliefert werden. "Hoffentlich kommen die neuen Sachen auch rechtzeitig heute noch an, so wie abgemacht.", sagt Dora, "sonst wird es recht leer. Aber das Bett habe ich zumindest. Und vielleicht sind die Sachen auch längst da."
Dora verabschiedet sich noch von den Bewohnern der alten WG, dann steigt sie zu Ben in das Auto. "Das Haus meiner Eltern liegt gleich auf dem Weg. Da holen wir dann gleich schon mal die Katzen ab." Als auch das erledigt ist, und die Vierbeiner in ihren Transportkörben sitzen (wenn auch nur widerwillig), geht die Reise weiter. In Britechester hält der Pickup an und Dora und Ben steigen aus, mitsamt der Tiertransportkörbe. Sie klingeln. Dora würde erst heute einen eigenen Hausschlüssel erhalten.
"Aber wenn du dich doch nur trauen würdest." Megan steht vom Sofa auf und geht zur Tür, um zu öffnen. "Hi, Dora.", begrüßt sie die neue Mitbewohnerin strahlend. Dem jungen Mann an ihrer Seite reicht sie ihre Hand. "Und wer bist du?", fragt sie neugierig.
"Ben!", antwortet der Gefragte, "Doras Freund. Ich helfe beim Umzug." Er stellt den Transportkorb auf den Boden. "Können wir die Tiere schon rauslassen?", fragt er an Dora gerichtet. Diese wendet sich an Megan: "Ist es möglich, sie in ein Zimmer zu bringen und die Tür zu schließen? So dass sie sich daran schon gewöhnen können? Wir würden auch zuerst den Kratzbaum aufbauen, den wir gleich mitgenommen haben." Es ist schon so abgemacht gewesen, dass ein Kratzbaum ins Wohnzimmer kommt.
"Klar geht das. Ich glaube, am besten sind sie in Victors Zimmer aufgehoben. Dann könnt ihr in Ruhe bei dir alles aufbauen." Fragend schaut sie von einem Gesicht ins andere. Kaum, dass sie sich bestätigt fühlt, dreht sie sich herum und ruft nach ihrem Freund, der kurz darauf hinter der Treppe erscheint. "Dora, hallo.", lächelt er warm. "Und ... dein Freund? Hallo, ich bin Victor." Auch er reicht Ben die Hand.
"Wir bringen die beiden Katzen in dein Zimmer, damit sie nicht raus rennen können. Ist das okay für dich?", fragt Megan an ihren Mitbewohner gerichtet. Der nickt und greift sogleich eine der Transportboxen.
Dora lächelt. "Super, danke!"
Ben stellt sich Victor vor und schüttelt auch ihm die Hand. Dann werden die Tiere in Victors Zimmer gebracht und dort auch gleich befreit. Während der Kater noch vorsichtig in der Box bleibt und sich umsieht, läuft Fleckchen mit einem empörten Maunzen gleich raus. Als sie dann begreift, dass sie in einer fremden Umgebung ist, wird auch sie jedoch etwas vorsichtiger und schnuppert erst mal.
Ben und Dora sehen den beiden Katzen noch eine Weile zu. "Ist echt ne schöne Wohnung hier.", sagt Ben an Victor gerichtet, "Wem gehört das Haus denn eigentlich?"
Der junge Mann nickt. "Ja, damit haben wir richtig Glück.", beginnt er zu erklären. "Das Haus gehört Jeans Eltern. Dadurch zahlen wir nicht so viel Miete, wie es sonst kosten würde."
"Ja, das ist echt ein Glücksfall.", bestätigt Ben. Er betrachtet die Fotos an den Wänden. Lauter Bilder vom Meer sind zu sehen. "Hast du die Fotos selbst geschossen?", fragt er neugierig, "Das Meer ist wirklich atemberaubend."
"Leider nein.", lächelt Victor verlegen und kratzt sich am Kopf. "Die sind von meiner Mutter. Sie ist Fotografin." Sein Blick springt nervös von einer Fotografie zur anderen. Dem jungen Besucher kann er nicht in die Augen sehen.
"Ein schöner Beruf.", denkt Ben. Bei Fotograf fällt ihm Logan an. Er wünscht sich, der junge Mann findet irgendwann die Hilfe, die er so dringend benötigt. Doch Victor wird ihn wohl kaum kennen und so erwähnt er Logan auch nicht weiter.
"Naja, ich helfe Dora dann mal beim Einrichten.", sagt Ben, "die Katzen werden langsam auch wieder munterer, wie es aussieht und kommen nun ohne uns klar."
"Braucht ihr Hilfe beim Tragen?", fragt Victor und schaut von Ben zu Dora und zurück.
"Ich würde gern, aber ich muss gleich los.", Megan verlässt plappernd das Zimmer. "Habe noch einen Kurs und darf nicht zu spät kommen."
"Wenn du helfen willst, gerne!", freut sich Dora über das Angebot.
"Jedes Training ist gutes Training.", schmunzelt der Grünhäutige und hüpft elegant die Treppen herunter.
Ben führt Victor zum Pickup. Während Dora schon mal die Koffer hochschleppt, fasst Ben den Schreibtisch an. "Hilf mir hier mal beim Tragen.", bittet er Victor. Während die Männer das Möbelstück transportieren, spricht Ben weiter: "Es kommt noch ein Kleiderschrank und ein Bett, die hierher geliefert werden sollten. Sind da vielleicht schon Pakete angekommen? Ansonsten kommen die bestimmt später noch."
"Oh, ja stimmt. Am Vormitag kamen drei Pakete. Die stehen im anderen leeren Zimmer auf der Etage." Für Victor ist es ein Leichtes, den Tisch die Treppen heraufzutragen. Im Rückwärtsgang geht er voran - dabei fällt sein Blick auf die Unterarme des jungen Mannes. Die Muskeln spielen unter der hellen Haut und Victor fragt sich, wie wohl Bens Oberarme aussehen.
"Prima. Dann ist ja alles da.", freut sich Ben, der zu sehr mit Schleppen beschäftigt ist, um den Blick des Anderen zu bemerken.
"Wie lange seid ihr denn schon zusammen - du und Dora?", fragt Victor beiläufig, als sie den Tisch in ihrem Zimmer abestellen und wieder nach unten gehen.
"Wir haben uns beim Sommerfestival kennengelernt. Offiziell sind wir vielleicht so zwei, drei Monate zusammen. Ist also noch relativ frisch.", sagt Ben. In diesem Moment kommt Dora ihm entgegen, die ihre Koffer erst mal abgestellt hat und nun zum Pickup laufen will um Nachschub zu holen. Sie bekommt Bens Worte mit. "Und bisher habe ich das nicht bereut.", grinst sie, wirft Ben einen Luftkuss zu und läuft weiter runter.
Es dauert eine Weile, aber schließlich ist das Zimmer eingerichtet. Die neu gelieferten Möbel stehen, sowie auch die Sachen, die Dora von der alten WG noch mitgenommen hat. Es sieht nun recht wohnlich aus hier. "Gefällt mir. Danke euch!", bedankt Dora sich für die Hilfe, "Jetzt haben wir uns aber wirklich eine Pause verdient! Lasst uns was trinken gehen!"
"In der Nähe ist eine Bar. Da könnten wir hin gehen.", schlägt Victor schüchtern vor. Es drängt sich ungern mit Ideen in den Vordergrund, aber da er im Moment der einzige Ortskundige hier ist, gibt er sich einen Ruck.
"Super, so gut kenne ich mich hier ja auch noch nicht aus.", antwortet Dora. "Dann zeig uns die Bar doch mal. Aber lasst uns vorher noch mal die Katzen aus dem Zimmer lassen, damit sie sich auch im Rest der Wohnung umsehen können." Sie lächelt dabei.
Victor nickt und läuft die Stufen herauf zu seinem Zimmer im obersten Stockwerk. Vorsichtig öffnet er die Tür und ist erleichtert, als er festellt, dass nichts zu Schaden gekommen ist. Zu Hause in Sulani hatte er nie Haustiere dieser Art und im Grunde weiß er nicht viel über Stubentiger. Aber er hörte Geschichten davon, dass sie aufs Bett pinkeln, an Möbeln kratzen und liebend gern Dinge von Tischen und Regalen werfen. Nichts von alldem kann er hier erkennen. Das graue Mädchen kommt um die Ecke des Schreibtisches geschlichen. Den Kater kann Victor nicht sehen. Erst als er unter das Bett schaut, leuchten ihm zwei Augen sorgenvoll entgegen. Er bschließt, die Tür offen stehen zu lassen und geht wieder zu den anderen beiden.
"Bestimmt laufen die beiden Vierbeiner nachher schon munter überall rum.", vermutet Dora, "wenn wir dann wieder zurück kommen."
Sie und Ben folgen Victor durch die Straßen. "Bin mal gespannt wohin du uns führst.", sagt Dora lächelnd.
"Wir gehen den Fluss entlang bis zum Ende der Straße." Mit dem Finger deutet er in die Richtung, die vor ihnen liegt. Nur wenige Minuten später betreten sie das "Study Inn". Eine farbenfrohe, recht moderne Bar mit Billardtisch und Kicker und ausgelassener Stimmung.
"Ich schreibe den anderen, dass wir hier sind. Vielleicht kommen sie später noch dazu.", sagt Victor, nachdem sie sich an einen Tisch gesetzt haben.
"Gute Idee.", sagt Dora, während Ben schon mal für Getränke sorgt. Er bestellt sich ein Bier und für Dora einen Cocktail.
Nachdem Ben sich zu ihnen gesellt, steht auch Victor auf, um seine Bestellung aufzugeben.
Dora bedankt sich als Ben ihr das Getränk reicht und nimmt einen Schluck. "Wirklich lecker.", sagt sie. Sie lässt ihren Blick schweifen.
Als der Meermann zurück zum Tisch kommt, steckt er sein Handy in die Hosentasche.
"Gleich kommt noch eine Freundin dazu - Nicole. Das ist die, die sich auch für ein Zimmer interessiert und noch das andere Angebot angesehen hatte. Ich glaube, Jean hatte dir davon erzählt, Dora."
Dora nickt. "Ja, ich hab gehört, dass es einen Interessenten gab. Es ist also eine Frau namens Nicole. Das Detail wusste ich noch nicht. Aber ich freue mich schon, sie kennen zu lernen." Erwartungsvoll blickt sie zur Tür.
Verlegen lächelt Victor. Er ist eindeutig der Hahn im Korb. Auch wenn er mit den Frauen bisher gut auskam, fände er es schön, wenn sich irgendwann auch ein männlicher Mitbewohner melden würde.
"Also ich freu mich jedenfalls, dass ihr hier so freundlich zueinander seid. Wenn diese Nicole so nett ist wie ihr alle, dann wird sich Dora definitiv wohl fühlen.", sagt Ben lächelnd. Dora stimmt ihm zu: "Bisher sind mir alle sympathisch hier."
"Ich denke, wir wollen alle das Selbe - eine gute Zeit haben und entspannt lernen können.", erklärt Victor mit einem warmen Ausdruck. "Wenn sich alle gegenseitig respektieren, sollte das kein Problem sein." Im Stillen denkt er an Jeans Wutausbrüche, die schon ein oder zwei Mal aus ihr herausbrachen. Sie ist eine höfliche Frau mit einem guten Herzen. Aber es ist nicht ratsam, sie zu verärgern.
Nervös betritt Nicole die Bar. Mit Victor hat sie bereits gesprochen über das WG Zimmer und ist voller Hoffnung eine Anwärterin zu sein und die neue künftige Mitbewohnerin. Sie schaut sich um und erblickt ihn.
Als er sie kommen sieht, springt er auf und winkt sie lächelnd an den Tisch. "Da ist sie.", murmelt er - mehr zu sich selbst, als zu den anderen beiden.
"Oh." Dora springt auf. "Hallo. Ich bin Dora, grad frisch eingezogen. Und er..." sie zeigt auf den Gärtner, "... ist mein Freund Ben. Er hat mir beim Umzug geholfen, auch wenn er leider nicht auch noch mitzieht." Ben grinst. "Mach erst mal dein Studium fertig. Danach haben wir immer noch Zeit, uns etwas gemeinsames zu suchen." Dann dreht auch er sich zu Nicole, um ihr ein Hallo zu schenken.
Die Nervosität schwindet, nachdem Nicole merkt, wie freundlich die anderen Sims sind. "Hallo alle zusammen. Wer es noch nicht weiß, ich bin Nicole." Eigentlich knüpft Nicole gerne neue Kontakte, in einem Studiengang mit sozialem Hintergrund sollte man das auch voraussetzen. Dennoch begegnen ihr immer wieder Kommilitonen, die genau das Gegenteil ausstrahlen und Nicoles offene Art missbilligen.
Auf dem freien Stuhl nimmt sie Platz und bestellt sich erstmal eine Cola. "Ihr wisst sicherlich, dass ich mich für das freie WG Zimmer interessiere."
"Ja, das habe ich gehört. Das müsste das schräg gegenüber von meinem sein.", vermutet Dora. "Ich hoffe nur, dass du keine Katzenhaarallergie hast."
"Als wir darüber gespochen haben, war das noch nicht aktuell,", erklärt Victor an Nicole gewandt, "aber Dora hat zwei Katzen mitgebracht. Wenn das für dich in Ordnung ist, bleiben wir bei dem Angebot."
Lächelnd nickt die Angesprochene. "Ja, klar. Ich liebe Tiere. Eine Allergie habe ich zum Glück nicht. Dann passt das ja gut."
Dora ist erleichtert. "Super. Die beiden Miezen sind auch super lieb."
"Wann würdest du einziehen?", fragt Victor weiter.
Die Cola wird gebracht und Nicole bedankt sich. Nachdem sie einen Schluck getrunken hat, beantwortet sie Victors Frage. "Ich bin da flexibel, noch wohne ich bei meiner Mutter. Am liebsten würde ich sofort einziehen."
"Also ich hab da keine Einwände gegen.", sagt Dora grinsend. "Dann bin ich nicht mehr 'die Neue'!"
"Ich vermute, dass es morgen losgehen könnte, aber die letzte Entscheidung hat Jean. Ich weiß nicht, ob sie noch herkommt, wenn sie die Nachricht liest." Unsicher nimmt Victor einen zaghaften Schluck aus seinem Glas. Neue Mitbewohner sind immer eine Herausforderung für ihn. Und ohne seine beste Freundin hinter seinem Rücken fühlt er sich oftmals aufgeschmissen.
"Sollte Jean damit einverstanden sein, kann ich morgen auf jeden Fall einziehen. Meine Kartons sind schon gepackt." Ihre Neugierde ist geweckt und sie möchte die neuen Bekanntschaften näher kennen lernen. "Dora, was studierst du?"
"Mathe.", antwortet die Gefragte. "Ich weiß nicht warum, aber Zahlen liegen mir irgendwie."
Nicole ist erstaut. "Wow, Mathe. Das ist gar nicht meins." Dann schaut sie zu Ben. "Und du studierst nicht, sagtest du? Seid ihr ein Paar?" Gespannt sieht sie zwischen Dora und Ben hin und her.
"Ne für meine Gärtnerlehre brauchte ich kein Studium.", bemerkt Ben, "Und für mich ist Mathe auch nichts. Bin froh, dass Dora mir da hilft. Aber ja, wir gehören zusammen." Er lächelt Dora an und sieht dann zu Nicole: "Was studierst du denn so?"
"Ich studiere soziale Arbeit.", antwortet Nicole. Viele belächeln das Studium, doch sie steht hinter ihrer Studienwahl. Sie möchte gerne Gutes tun und geht darin voll auf.
"Oh, das ist wirklich wichtig.", stimmt Ben zu. "Was willst du nach dem Studium denn machen? Die selbe Frage kann ich natürlich auch an dich stellen, Victor." Doras Entscheidung kennt Ben bereits.
Der Schüchterne lässt Nicole gern zuerst antworten - möglicherweise hat Ben dann wieder vergessen, dass auch er gefragt wurde. Für den Moment genießt er es, ein Teil der noch so neuen Runde zu sein und einfach nur lauschen zu können.
"Ehrlich gesagt, weiß ich es noch nicht." Verlegen schaut sie auf ihr Cola-Glas. "Wisst ihr, ich mag es mit Sims zusammen zu sein. Ich möchte gerne etwas erleben, bin für alles offen, aber was das sein könnte.. Ich weiß es einfach nicht. Ich bin da noch richtig planlos. Zum Glück hab ich ja noch einige Semester Zeit, bis ich mich final entscheiden muss." Lächelnd schaut sie in die Runde.
Victor nickt zustimmend. Es ist eine schwierige Entscheidung. Woher soll man wissen, was man den Rest seines Lebens tun will?
Dora lächelt zurück. "Diese Entscheidung ist auch nicht immer einfach. Ich werde, denke ich, wohl Richtung Lehramt gehen und Mathe lehren. Denn das hat auch den Vorteil, mit Leuten zusammen zu arbeiten, denn ich bin gerne gesellig.", sagt sie, "aber wer weiß, vielleicht habe ich später auch noch eine ganz andere Idee. Mathe wird in vielen Bereichen gebraucht."
Im Hintergrund öffnet sich die Tür und eine junge Rothaarige kommt herein. Zielstrebig kommt sie auf die Gruppe zu.
"Hallo, da seid ihr ja alle." Vom unbesetzten Nachbartisch nimmt sie sich einen Stuhl und setzt sich dazu. Erst als sie ihre Jacke über die Lehne hängt, fällt ihr das unbekannte Gesicht in der Runde auf. Für den Bruchteil einer Sekunde wirkt sie irritiert, grüßt dann aber freundlich. "Hallo. Ich bin Jean."
"Hallo. Nicole.", grüßt diese leicht eingeschüchtert.
"Oh, dann bist du die nächste potentielle Mitbewohnerin. Wie schön, dass wir uns uns hier gleich kennen lernen können.", lächelt die Älteste freundlich.
"Also bisher hab ich da einen guten Eindruck.", sagt Dora lächelnd.
Jean nickt kurz mit einem flüchtigen Blick in Doras Richtung, bevor sie sich wieder Nicole widmet.
"Du bist eine Bekannte von Victor?" Prüfend sieht zu ihm herüber, der bestätigend nickt. "Also, ich traue seinem Urteil.", zuckt sie dann mit den Schultern. "Habt ihr schon irgendetwas ausgemacht?"
Die Unsicherheit ist verflogen. "Ja, also wir haben darüber gesprochen, dass ich bereits morgen einziehen könnte. Vorausgesetzt, dass alle damit einverstanden sind.", sagt Nicole.
"Ich habe erwähnt, dass du die letzte Entscheidung triffst.", ergänzt der Meermann.
Jean nickt. "Mit der Miete weißt du bescheid?", fragt sie. "Sie ist nicht sehr hoch, weil das Haus meinen Eltern gehört. Aber solltest du denoch mal in Verzug sein, dann ist das kein Problem, das nicht besprochen werden kann. Wir könenn über alles reden." Jetzt schaut sie zu Dora herüber. "Das gilt natürlich auch für dich."
"Danke.", antwortet Dora, "Ich schau mal, wie ich so klarkomme. Aber eigentlich sollte es ohne Probleme passen."
"Schön.", lächelt die Rothaarige betont höflich. "Also, Nicole, du hast es bestimmt schon allen erzählt, aber was studierst du?"
Die Angesprochene berichtet über ihren Studiengang, erklärt aber direkt, dass sie noch keine Ahnung hat, in welche berufliche Richtung es geht. "Jedenfalls freue ich mich sehr, dass ich bei Euch in die WG kann. Ich habe so lange nach etwas bezahlbarem gesucht und jetzt wird mein Traum wahr."
Jean überlegt einen Moment. Wenn Nicole im Sozial-Studium ist, müsste sie bereits Rogue begegnet sein.
"Freue dich nicht zu früh,", schmunzelt sie, "du hast unsere Partymaus noch nicht kennen gelernt."
"Ach, da fällt mir ein,", fügt sie hinzu. "Rogue hat erzählt, sie wurde zu einer Party eingeladen und sie soll viele Leute mitbringen. Daher bat sie mich, euch zu fragen, ob ihr Lust habt."
"Party? Wo denn?", wundert sich Dora.
"Was für eine Party?", fragt nun auch Victor. Die Rothaarige zuckt mit den Schultern. "Ich weiß nur, dass es ein Bekannter von ihr ist. Er ist wohl etwas seltsam - was auch immer das heißen soll. Aber sie versicherte mir, dass er harmlos ist." - "Ein seltsamer Bekannter?" Victor wirkt skeptisch. "Es ist in Evergreen Harbor. Und ein paar nette Typen sollen wohl auch dabei sein." Ein zaghaftes Grinsen zieht sich über Jeans Gesicht.
"Evergreen Harbor..." Einen Moment muss Dora überlegen, wo das liegt. Der Name sagt ihr zumindest was. Dann fällt es ihr ein. "Ach ja, jetzt weiß ich wieder, wie man dahin kommt. Und da soll diese Party stattfinden?"
"Ja,", nickt Jean. "In seiner Wohnung mit den Mitbewohnern. Ich selbst bin noch unschlüssig, aber ich habe Rogue gesagt, dass ich es an euch weiter gebe."
"Ich komm gerne mit." Party hört sich für Nicole gut an. So kann sie weitere Kontakte knüpfen und Spaß haben.
Ben hatte sich etwas zurück gehalten, aber beim Namen "Evergreen Harbour" und vor allem bei Rogue klingelt es bei ihm. "Sagtest du Rogue? Rote Haare mit einer weißen Strähne?"
"Ja, genau. Du kennst sie?" Überrascht schaut Jean zu dem jungen Mann.
"Ja vom Sehen.", sagt Ben, "Sie war in der Bar, in der ich mal trinken war. In Evergreen."
"Ja, da hat sie eine Weile gearbeitet.", nickt die Rothaarige. "Wie klein doch die Welt ist."
"Eine Weile? Tut sie es denn nicht mehr?", wundert sich Ben.
"Nein, ich glaube, sie hat da ganz aufgehört. Ich bin aber nicht sicher. Sie hatte überlegt, ob sie neben dem Studium den Job behalten will. Und du müsstest sie auch kennen. Wenigstens vom Sehen. Sie studiert auch etwas Soziales.", wendet Jean sich an Nicole.
Rote Haare, weiße Strähne, ja es klingelt bei Nicole. Sie hat Rogue schon mal gesehen, daher nickt sie.
"Sie wollte ursprünglich auch in die WG.", erklärt Jean den beiden Neuzugängen. "Aber sie hat sich dann doch dagegen entschieden."
"Warum denn?", mischt sich Dora ein. Ben hingegen denkt über die kommente Party nach.
"Sie sagte, sie wollte ihren Bruder nicht mit der Mutter allein lassen." Wieder zuckt die junge Frau mit den Schultern.
Kurz denkt Nicole über ihre Mutter nach. Sie möchte ihre Geschwister auch ungern mit ihr alleine lassen, doch sie muss auch mal an sich denken.
"So, ihr Lieben." Jean schlägt mit den flachen Händen auf ihre Oberschenkel. "Es ist Zeit für mich zu gehen. Ich habe noch Einiges zu tun." Sie steht auf und greift nach ihrer Jacke. Zu Nicole gewandt fragt sie: "Möchtest du dir das Haus noch ansehen? Du könntest gleich mitkommen. Oder Victor zeigt es dir, wenn ihr hier fertig seid."
Ben ist sich mittlerweile sicher, dass es bestimmt nicht die Männer-WG sein wird, in der auch Logan wohnt, bei der die Party stattfinden soll. Das wäre schon zu viel des Zufalls. Und dieser Jim ist bestimmt nicht begeistert von so vielen Leuten, vermutet er. Also fragt er nicht weiter nach. Jean hat außerdem auch Recht. So langsam wird es Zeit. Er muss den Mietwagen noch rechtzeitig zurück bringen. "Ja, ich muss auch bald los.", sagt er daher.
"Ich komm gerne mit Dir mit.", erwidert Nicole und steht von ihrem Platz auf.
Victor schaut fragend von den beiden Frauen zu Dora und Ben. Wenn das Paar sich ebenfalls anschließt, wird wohl auch er aufbrechen.
Auch Dora erhebt sich. "Ich komme auch mit.", sagt sie, "und schaue mal was die Katzen so treiben."
Victor schaut auf sein Handy. Megan hat sich nicht gemeldet. Da er nicht allein hier sitzen bleiben mag, passt er sich der Mehrheit an.
Wieder an der WG angekommen, verabschiedet sich Ben von allen und fährt los, um den Wagen wegzubringen. Dora geht mit den anderen in das Gebäude zurück. Die Katze Fleckchen kommt ihr auch sofort entgegen und lässt sich kraulen. Auch Mr Mustache scheint schon munterer zu sein. Er spielt gerade mit Schnürsenkeln. Dora lächelt. Sie stellt die beiden Vierbeiner nun auch Nicole vor.
Diese ist ganz begeistert von den Beiden und streichelt sie ausgiebig. In Anschluss wird Nicole in der WG herumgeführt und auch ihr Zimmer wird ihr gezeigt. "Ich hab schon eine Idee, wo welches Möbelstück hinkommt." In ihrem Kopf hat sie sich schon einen Plan gemacht und bleibt für einige Zeit noch in der WG, bis sie sich verabschiedet und nach Hause fährt.
(In Zusammenarbeit mit @RivaBabylon und @Spatz )
Charaktere: Dora, Ben, Megan, Victor, Jean, Nicole
Titel: Dora zieht ein
Die alte WG ist nun endlich leer. Das letzte Möbelstück befindet sich nun auf dem Pickup, den Ben für diesen Zweck gemietet hat. "Praktisch, dass du gerade deinen Führerschein gemacht hast.", freut sich Dora über die Hilfe. Ben lächelt. "Klar, das war eben gutes Timing." Er grinst. "Und zum Glück müssen wir ja nicht alles deiner Einrichtung mitnehmen." Das meiste hatte Dora verschenkt oder verkauft. Die Möbel, die sie stattdessen dann gekauft hat, werden bereits an die neue WG geliefert werden. "Hoffentlich kommen die neuen Sachen auch rechtzeitig heute noch an, so wie abgemacht.", sagt Dora, "sonst wird es recht leer. Aber das Bett habe ich zumindest. Und vielleicht sind die Sachen auch längst da."
Dora verabschiedet sich noch von den Bewohnern der alten WG, dann steigt sie zu Ben in das Auto. "Das Haus meiner Eltern liegt gleich auf dem Weg. Da holen wir dann gleich schon mal die Katzen ab." Als auch das erledigt ist, und die Vierbeiner in ihren Transportkörben sitzen (wenn auch nur widerwillig), geht die Reise weiter. In Britechester hält der Pickup an und Dora und Ben steigen aus, mitsamt der Tiertransportkörbe. Sie klingeln. Dora würde erst heute einen eigenen Hausschlüssel erhalten.
"Aber wenn du dich doch nur trauen würdest." Megan steht vom Sofa auf und geht zur Tür, um zu öffnen. "Hi, Dora.", begrüßt sie die neue Mitbewohnerin strahlend. Dem jungen Mann an ihrer Seite reicht sie ihre Hand. "Und wer bist du?", fragt sie neugierig.
"Ben!", antwortet der Gefragte, "Doras Freund. Ich helfe beim Umzug." Er stellt den Transportkorb auf den Boden. "Können wir die Tiere schon rauslassen?", fragt er an Dora gerichtet. Diese wendet sich an Megan: "Ist es möglich, sie in ein Zimmer zu bringen und die Tür zu schließen? So dass sie sich daran schon gewöhnen können? Wir würden auch zuerst den Kratzbaum aufbauen, den wir gleich mitgenommen haben." Es ist schon so abgemacht gewesen, dass ein Kratzbaum ins Wohnzimmer kommt.
"Klar geht das. Ich glaube, am besten sind sie in Victors Zimmer aufgehoben. Dann könnt ihr in Ruhe bei dir alles aufbauen." Fragend schaut sie von einem Gesicht ins andere. Kaum, dass sie sich bestätigt fühlt, dreht sie sich herum und ruft nach ihrem Freund, der kurz darauf hinter der Treppe erscheint. "Dora, hallo.", lächelt er warm. "Und ... dein Freund? Hallo, ich bin Victor." Auch er reicht Ben die Hand.
"Wir bringen die beiden Katzen in dein Zimmer, damit sie nicht raus rennen können. Ist das okay für dich?", fragt Megan an ihren Mitbewohner gerichtet. Der nickt und greift sogleich eine der Transportboxen.
Dora lächelt. "Super, danke!"
Ben stellt sich Victor vor und schüttelt auch ihm die Hand. Dann werden die Tiere in Victors Zimmer gebracht und dort auch gleich befreit. Während der Kater noch vorsichtig in der Box bleibt und sich umsieht, läuft Fleckchen mit einem empörten Maunzen gleich raus. Als sie dann begreift, dass sie in einer fremden Umgebung ist, wird auch sie jedoch etwas vorsichtiger und schnuppert erst mal.
Ben und Dora sehen den beiden Katzen noch eine Weile zu. "Ist echt ne schöne Wohnung hier.", sagt Ben an Victor gerichtet, "Wem gehört das Haus denn eigentlich?"
Der junge Mann nickt. "Ja, damit haben wir richtig Glück.", beginnt er zu erklären. "Das Haus gehört Jeans Eltern. Dadurch zahlen wir nicht so viel Miete, wie es sonst kosten würde."
"Ja, das ist echt ein Glücksfall.", bestätigt Ben. Er betrachtet die Fotos an den Wänden. Lauter Bilder vom Meer sind zu sehen. "Hast du die Fotos selbst geschossen?", fragt er neugierig, "Das Meer ist wirklich atemberaubend."
"Leider nein.", lächelt Victor verlegen und kratzt sich am Kopf. "Die sind von meiner Mutter. Sie ist Fotografin." Sein Blick springt nervös von einer Fotografie zur anderen. Dem jungen Besucher kann er nicht in die Augen sehen.
"Ein schöner Beruf.", denkt Ben. Bei Fotograf fällt ihm Logan an. Er wünscht sich, der junge Mann findet irgendwann die Hilfe, die er so dringend benötigt. Doch Victor wird ihn wohl kaum kennen und so erwähnt er Logan auch nicht weiter.
"Naja, ich helfe Dora dann mal beim Einrichten.", sagt Ben, "die Katzen werden langsam auch wieder munterer, wie es aussieht und kommen nun ohne uns klar."
"Braucht ihr Hilfe beim Tragen?", fragt Victor und schaut von Ben zu Dora und zurück.
"Ich würde gern, aber ich muss gleich los.", Megan verlässt plappernd das Zimmer. "Habe noch einen Kurs und darf nicht zu spät kommen."
"Wenn du helfen willst, gerne!", freut sich Dora über das Angebot.
"Jedes Training ist gutes Training.", schmunzelt der Grünhäutige und hüpft elegant die Treppen herunter.
Ben führt Victor zum Pickup. Während Dora schon mal die Koffer hochschleppt, fasst Ben den Schreibtisch an. "Hilf mir hier mal beim Tragen.", bittet er Victor. Während die Männer das Möbelstück transportieren, spricht Ben weiter: "Es kommt noch ein Kleiderschrank und ein Bett, die hierher geliefert werden sollten. Sind da vielleicht schon Pakete angekommen? Ansonsten kommen die bestimmt später noch."
"Oh, ja stimmt. Am Vormitag kamen drei Pakete. Die stehen im anderen leeren Zimmer auf der Etage." Für Victor ist es ein Leichtes, den Tisch die Treppen heraufzutragen. Im Rückwärtsgang geht er voran - dabei fällt sein Blick auf die Unterarme des jungen Mannes. Die Muskeln spielen unter der hellen Haut und Victor fragt sich, wie wohl Bens Oberarme aussehen.
"Prima. Dann ist ja alles da.", freut sich Ben, der zu sehr mit Schleppen beschäftigt ist, um den Blick des Anderen zu bemerken.
"Wie lange seid ihr denn schon zusammen - du und Dora?", fragt Victor beiläufig, als sie den Tisch in ihrem Zimmer abestellen und wieder nach unten gehen.
"Wir haben uns beim Sommerfestival kennengelernt. Offiziell sind wir vielleicht so zwei, drei Monate zusammen. Ist also noch relativ frisch.", sagt Ben. In diesem Moment kommt Dora ihm entgegen, die ihre Koffer erst mal abgestellt hat und nun zum Pickup laufen will um Nachschub zu holen. Sie bekommt Bens Worte mit. "Und bisher habe ich das nicht bereut.", grinst sie, wirft Ben einen Luftkuss zu und läuft weiter runter.
Es dauert eine Weile, aber schließlich ist das Zimmer eingerichtet. Die neu gelieferten Möbel stehen, sowie auch die Sachen, die Dora von der alten WG noch mitgenommen hat. Es sieht nun recht wohnlich aus hier. "Gefällt mir. Danke euch!", bedankt Dora sich für die Hilfe, "Jetzt haben wir uns aber wirklich eine Pause verdient! Lasst uns was trinken gehen!"
"In der Nähe ist eine Bar. Da könnten wir hin gehen.", schlägt Victor schüchtern vor. Es drängt sich ungern mit Ideen in den Vordergrund, aber da er im Moment der einzige Ortskundige hier ist, gibt er sich einen Ruck.
"Super, so gut kenne ich mich hier ja auch noch nicht aus.", antwortet Dora. "Dann zeig uns die Bar doch mal. Aber lasst uns vorher noch mal die Katzen aus dem Zimmer lassen, damit sie sich auch im Rest der Wohnung umsehen können." Sie lächelt dabei.
Victor nickt und läuft die Stufen herauf zu seinem Zimmer im obersten Stockwerk. Vorsichtig öffnet er die Tür und ist erleichtert, als er festellt, dass nichts zu Schaden gekommen ist. Zu Hause in Sulani hatte er nie Haustiere dieser Art und im Grunde weiß er nicht viel über Stubentiger. Aber er hörte Geschichten davon, dass sie aufs Bett pinkeln, an Möbeln kratzen und liebend gern Dinge von Tischen und Regalen werfen. Nichts von alldem kann er hier erkennen. Das graue Mädchen kommt um die Ecke des Schreibtisches geschlichen. Den Kater kann Victor nicht sehen. Erst als er unter das Bett schaut, leuchten ihm zwei Augen sorgenvoll entgegen. Er bschließt, die Tür offen stehen zu lassen und geht wieder zu den anderen beiden.
"Bestimmt laufen die beiden Vierbeiner nachher schon munter überall rum.", vermutet Dora, "wenn wir dann wieder zurück kommen."
Sie und Ben folgen Victor durch die Straßen. "Bin mal gespannt wohin du uns führst.", sagt Dora lächelnd.
"Wir gehen den Fluss entlang bis zum Ende der Straße." Mit dem Finger deutet er in die Richtung, die vor ihnen liegt. Nur wenige Minuten später betreten sie das "Study Inn". Eine farbenfrohe, recht moderne Bar mit Billardtisch und Kicker und ausgelassener Stimmung.
"Ich schreibe den anderen, dass wir hier sind. Vielleicht kommen sie später noch dazu.", sagt Victor, nachdem sie sich an einen Tisch gesetzt haben.
"Gute Idee.", sagt Dora, während Ben schon mal für Getränke sorgt. Er bestellt sich ein Bier und für Dora einen Cocktail.
Nachdem Ben sich zu ihnen gesellt, steht auch Victor auf, um seine Bestellung aufzugeben.
Dora bedankt sich als Ben ihr das Getränk reicht und nimmt einen Schluck. "Wirklich lecker.", sagt sie. Sie lässt ihren Blick schweifen.
Als der Meermann zurück zum Tisch kommt, steckt er sein Handy in die Hosentasche.
"Gleich kommt noch eine Freundin dazu - Nicole. Das ist die, die sich auch für ein Zimmer interessiert und noch das andere Angebot angesehen hatte. Ich glaube, Jean hatte dir davon erzählt, Dora."
Dora nickt. "Ja, ich hab gehört, dass es einen Interessenten gab. Es ist also eine Frau namens Nicole. Das Detail wusste ich noch nicht. Aber ich freue mich schon, sie kennen zu lernen." Erwartungsvoll blickt sie zur Tür.
Verlegen lächelt Victor. Er ist eindeutig der Hahn im Korb. Auch wenn er mit den Frauen bisher gut auskam, fände er es schön, wenn sich irgendwann auch ein männlicher Mitbewohner melden würde.
"Also ich freu mich jedenfalls, dass ihr hier so freundlich zueinander seid. Wenn diese Nicole so nett ist wie ihr alle, dann wird sich Dora definitiv wohl fühlen.", sagt Ben lächelnd. Dora stimmt ihm zu: "Bisher sind mir alle sympathisch hier."
"Ich denke, wir wollen alle das Selbe - eine gute Zeit haben und entspannt lernen können.", erklärt Victor mit einem warmen Ausdruck. "Wenn sich alle gegenseitig respektieren, sollte das kein Problem sein." Im Stillen denkt er an Jeans Wutausbrüche, die schon ein oder zwei Mal aus ihr herausbrachen. Sie ist eine höfliche Frau mit einem guten Herzen. Aber es ist nicht ratsam, sie zu verärgern.
Nervös betritt Nicole die Bar. Mit Victor hat sie bereits gesprochen über das WG Zimmer und ist voller Hoffnung eine Anwärterin zu sein und die neue künftige Mitbewohnerin. Sie schaut sich um und erblickt ihn.
Als er sie kommen sieht, springt er auf und winkt sie lächelnd an den Tisch. "Da ist sie.", murmelt er - mehr zu sich selbst, als zu den anderen beiden.
"Oh." Dora springt auf. "Hallo. Ich bin Dora, grad frisch eingezogen. Und er..." sie zeigt auf den Gärtner, "... ist mein Freund Ben. Er hat mir beim Umzug geholfen, auch wenn er leider nicht auch noch mitzieht." Ben grinst. "Mach erst mal dein Studium fertig. Danach haben wir immer noch Zeit, uns etwas gemeinsames zu suchen." Dann dreht auch er sich zu Nicole, um ihr ein Hallo zu schenken.
Die Nervosität schwindet, nachdem Nicole merkt, wie freundlich die anderen Sims sind. "Hallo alle zusammen. Wer es noch nicht weiß, ich bin Nicole." Eigentlich knüpft Nicole gerne neue Kontakte, in einem Studiengang mit sozialem Hintergrund sollte man das auch voraussetzen. Dennoch begegnen ihr immer wieder Kommilitonen, die genau das Gegenteil ausstrahlen und Nicoles offene Art missbilligen.
Auf dem freien Stuhl nimmt sie Platz und bestellt sich erstmal eine Cola. "Ihr wisst sicherlich, dass ich mich für das freie WG Zimmer interessiere."
"Ja, das habe ich gehört. Das müsste das schräg gegenüber von meinem sein.", vermutet Dora. "Ich hoffe nur, dass du keine Katzenhaarallergie hast."
"Als wir darüber gespochen haben, war das noch nicht aktuell,", erklärt Victor an Nicole gewandt, "aber Dora hat zwei Katzen mitgebracht. Wenn das für dich in Ordnung ist, bleiben wir bei dem Angebot."
Lächelnd nickt die Angesprochene. "Ja, klar. Ich liebe Tiere. Eine Allergie habe ich zum Glück nicht. Dann passt das ja gut."
Dora ist erleichtert. "Super. Die beiden Miezen sind auch super lieb."
"Wann würdest du einziehen?", fragt Victor weiter.
Die Cola wird gebracht und Nicole bedankt sich. Nachdem sie einen Schluck getrunken hat, beantwortet sie Victors Frage. "Ich bin da flexibel, noch wohne ich bei meiner Mutter. Am liebsten würde ich sofort einziehen."
"Also ich hab da keine Einwände gegen.", sagt Dora grinsend. "Dann bin ich nicht mehr 'die Neue'!"
"Ich vermute, dass es morgen losgehen könnte, aber die letzte Entscheidung hat Jean. Ich weiß nicht, ob sie noch herkommt, wenn sie die Nachricht liest." Unsicher nimmt Victor einen zaghaften Schluck aus seinem Glas. Neue Mitbewohner sind immer eine Herausforderung für ihn. Und ohne seine beste Freundin hinter seinem Rücken fühlt er sich oftmals aufgeschmissen.
"Sollte Jean damit einverstanden sein, kann ich morgen auf jeden Fall einziehen. Meine Kartons sind schon gepackt." Ihre Neugierde ist geweckt und sie möchte die neuen Bekanntschaften näher kennen lernen. "Dora, was studierst du?"
"Mathe.", antwortet die Gefragte. "Ich weiß nicht warum, aber Zahlen liegen mir irgendwie."
Nicole ist erstaut. "Wow, Mathe. Das ist gar nicht meins." Dann schaut sie zu Ben. "Und du studierst nicht, sagtest du? Seid ihr ein Paar?" Gespannt sieht sie zwischen Dora und Ben hin und her.
"Ne für meine Gärtnerlehre brauchte ich kein Studium.", bemerkt Ben, "Und für mich ist Mathe auch nichts. Bin froh, dass Dora mir da hilft. Aber ja, wir gehören zusammen." Er lächelt Dora an und sieht dann zu Nicole: "Was studierst du denn so?"
"Ich studiere soziale Arbeit.", antwortet Nicole. Viele belächeln das Studium, doch sie steht hinter ihrer Studienwahl. Sie möchte gerne Gutes tun und geht darin voll auf.
"Oh, das ist wirklich wichtig.", stimmt Ben zu. "Was willst du nach dem Studium denn machen? Die selbe Frage kann ich natürlich auch an dich stellen, Victor." Doras Entscheidung kennt Ben bereits.
Der Schüchterne lässt Nicole gern zuerst antworten - möglicherweise hat Ben dann wieder vergessen, dass auch er gefragt wurde. Für den Moment genießt er es, ein Teil der noch so neuen Runde zu sein und einfach nur lauschen zu können.
"Ehrlich gesagt, weiß ich es noch nicht." Verlegen schaut sie auf ihr Cola-Glas. "Wisst ihr, ich mag es mit Sims zusammen zu sein. Ich möchte gerne etwas erleben, bin für alles offen, aber was das sein könnte.. Ich weiß es einfach nicht. Ich bin da noch richtig planlos. Zum Glück hab ich ja noch einige Semester Zeit, bis ich mich final entscheiden muss." Lächelnd schaut sie in die Runde.
Victor nickt zustimmend. Es ist eine schwierige Entscheidung. Woher soll man wissen, was man den Rest seines Lebens tun will?
Dora lächelt zurück. "Diese Entscheidung ist auch nicht immer einfach. Ich werde, denke ich, wohl Richtung Lehramt gehen und Mathe lehren. Denn das hat auch den Vorteil, mit Leuten zusammen zu arbeiten, denn ich bin gerne gesellig.", sagt sie, "aber wer weiß, vielleicht habe ich später auch noch eine ganz andere Idee. Mathe wird in vielen Bereichen gebraucht."
Im Hintergrund öffnet sich die Tür und eine junge Rothaarige kommt herein. Zielstrebig kommt sie auf die Gruppe zu.
"Hallo, da seid ihr ja alle." Vom unbesetzten Nachbartisch nimmt sie sich einen Stuhl und setzt sich dazu. Erst als sie ihre Jacke über die Lehne hängt, fällt ihr das unbekannte Gesicht in der Runde auf. Für den Bruchteil einer Sekunde wirkt sie irritiert, grüßt dann aber freundlich. "Hallo. Ich bin Jean."
"Hallo. Nicole.", grüßt diese leicht eingeschüchtert.
"Oh, dann bist du die nächste potentielle Mitbewohnerin. Wie schön, dass wir uns uns hier gleich kennen lernen können.", lächelt die Älteste freundlich.
"Also bisher hab ich da einen guten Eindruck.", sagt Dora lächelnd.
Jean nickt kurz mit einem flüchtigen Blick in Doras Richtung, bevor sie sich wieder Nicole widmet.
"Du bist eine Bekannte von Victor?" Prüfend sieht zu ihm herüber, der bestätigend nickt. "Also, ich traue seinem Urteil.", zuckt sie dann mit den Schultern. "Habt ihr schon irgendetwas ausgemacht?"
Die Unsicherheit ist verflogen. "Ja, also wir haben darüber gesprochen, dass ich bereits morgen einziehen könnte. Vorausgesetzt, dass alle damit einverstanden sind.", sagt Nicole.
"Ich habe erwähnt, dass du die letzte Entscheidung triffst.", ergänzt der Meermann.
Jean nickt. "Mit der Miete weißt du bescheid?", fragt sie. "Sie ist nicht sehr hoch, weil das Haus meinen Eltern gehört. Aber solltest du denoch mal in Verzug sein, dann ist das kein Problem, das nicht besprochen werden kann. Wir könenn über alles reden." Jetzt schaut sie zu Dora herüber. "Das gilt natürlich auch für dich."
"Danke.", antwortet Dora, "Ich schau mal, wie ich so klarkomme. Aber eigentlich sollte es ohne Probleme passen."
"Schön.", lächelt die Rothaarige betont höflich. "Also, Nicole, du hast es bestimmt schon allen erzählt, aber was studierst du?"
Die Angesprochene berichtet über ihren Studiengang, erklärt aber direkt, dass sie noch keine Ahnung hat, in welche berufliche Richtung es geht. "Jedenfalls freue ich mich sehr, dass ich bei Euch in die WG kann. Ich habe so lange nach etwas bezahlbarem gesucht und jetzt wird mein Traum wahr."
Jean überlegt einen Moment. Wenn Nicole im Sozial-Studium ist, müsste sie bereits Rogue begegnet sein.
"Freue dich nicht zu früh,", schmunzelt sie, "du hast unsere Partymaus noch nicht kennen gelernt."
"Ach, da fällt mir ein,", fügt sie hinzu. "Rogue hat erzählt, sie wurde zu einer Party eingeladen und sie soll viele Leute mitbringen. Daher bat sie mich, euch zu fragen, ob ihr Lust habt."
"Party? Wo denn?", wundert sich Dora.
"Was für eine Party?", fragt nun auch Victor. Die Rothaarige zuckt mit den Schultern. "Ich weiß nur, dass es ein Bekannter von ihr ist. Er ist wohl etwas seltsam - was auch immer das heißen soll. Aber sie versicherte mir, dass er harmlos ist." - "Ein seltsamer Bekannter?" Victor wirkt skeptisch. "Es ist in Evergreen Harbor. Und ein paar nette Typen sollen wohl auch dabei sein." Ein zaghaftes Grinsen zieht sich über Jeans Gesicht.
"Evergreen Harbor..." Einen Moment muss Dora überlegen, wo das liegt. Der Name sagt ihr zumindest was. Dann fällt es ihr ein. "Ach ja, jetzt weiß ich wieder, wie man dahin kommt. Und da soll diese Party stattfinden?"
"Ja,", nickt Jean. "In seiner Wohnung mit den Mitbewohnern. Ich selbst bin noch unschlüssig, aber ich habe Rogue gesagt, dass ich es an euch weiter gebe."
"Ich komm gerne mit." Party hört sich für Nicole gut an. So kann sie weitere Kontakte knüpfen und Spaß haben.
Ben hatte sich etwas zurück gehalten, aber beim Namen "Evergreen Harbour" und vor allem bei Rogue klingelt es bei ihm. "Sagtest du Rogue? Rote Haare mit einer weißen Strähne?"
"Ja, genau. Du kennst sie?" Überrascht schaut Jean zu dem jungen Mann.
"Ja vom Sehen.", sagt Ben, "Sie war in der Bar, in der ich mal trinken war. In Evergreen."
"Ja, da hat sie eine Weile gearbeitet.", nickt die Rothaarige. "Wie klein doch die Welt ist."
"Eine Weile? Tut sie es denn nicht mehr?", wundert sich Ben.
"Nein, ich glaube, sie hat da ganz aufgehört. Ich bin aber nicht sicher. Sie hatte überlegt, ob sie neben dem Studium den Job behalten will. Und du müsstest sie auch kennen. Wenigstens vom Sehen. Sie studiert auch etwas Soziales.", wendet Jean sich an Nicole.
Rote Haare, weiße Strähne, ja es klingelt bei Nicole. Sie hat Rogue schon mal gesehen, daher nickt sie.
"Sie wollte ursprünglich auch in die WG.", erklärt Jean den beiden Neuzugängen. "Aber sie hat sich dann doch dagegen entschieden."
"Warum denn?", mischt sich Dora ein. Ben hingegen denkt über die kommente Party nach.
"Sie sagte, sie wollte ihren Bruder nicht mit der Mutter allein lassen." Wieder zuckt die junge Frau mit den Schultern.
Kurz denkt Nicole über ihre Mutter nach. Sie möchte ihre Geschwister auch ungern mit ihr alleine lassen, doch sie muss auch mal an sich denken.
"So, ihr Lieben." Jean schlägt mit den flachen Händen auf ihre Oberschenkel. "Es ist Zeit für mich zu gehen. Ich habe noch Einiges zu tun." Sie steht auf und greift nach ihrer Jacke. Zu Nicole gewandt fragt sie: "Möchtest du dir das Haus noch ansehen? Du könntest gleich mitkommen. Oder Victor zeigt es dir, wenn ihr hier fertig seid."
Ben ist sich mittlerweile sicher, dass es bestimmt nicht die Männer-WG sein wird, in der auch Logan wohnt, bei der die Party stattfinden soll. Das wäre schon zu viel des Zufalls. Und dieser Jim ist bestimmt nicht begeistert von so vielen Leuten, vermutet er. Also fragt er nicht weiter nach. Jean hat außerdem auch Recht. So langsam wird es Zeit. Er muss den Mietwagen noch rechtzeitig zurück bringen. "Ja, ich muss auch bald los.", sagt er daher.
"Ich komm gerne mit Dir mit.", erwidert Nicole und steht von ihrem Platz auf.
Victor schaut fragend von den beiden Frauen zu Dora und Ben. Wenn das Paar sich ebenfalls anschließt, wird wohl auch er aufbrechen.
Auch Dora erhebt sich. "Ich komme auch mit.", sagt sie, "und schaue mal was die Katzen so treiben."
Victor schaut auf sein Handy. Megan hat sich nicht gemeldet. Da er nicht allein hier sitzen bleiben mag, passt er sich der Mehrheit an.
Wieder an der WG angekommen, verabschiedet sich Ben von allen und fährt los, um den Wagen wegzubringen. Dora geht mit den anderen in das Gebäude zurück. Die Katze Fleckchen kommt ihr auch sofort entgegen und lässt sich kraulen. Auch Mr Mustache scheint schon munterer zu sein. Er spielt gerade mit Schnürsenkeln. Dora lächelt. Sie stellt die beiden Vierbeiner nun auch Nicole vor.
Diese ist ganz begeistert von den Beiden und streichelt sie ausgiebig. In Anschluss wird Nicole in der WG herumgeführt und auch ihr Zimmer wird ihr gezeigt. "Ich hab schon eine Idee, wo welches Möbelstück hinkommt." In ihrem Kopf hat sie sich schon einen Plan gemacht und bleibt für einige Zeit noch in der WG, bis sie sich verabschiedet und nach Hause fährt.
(In Zusammenarbeit mit @RivaBabylon und @Spatz )